Wir wünschen frohe Festtage!

Berlin/Hilden, im Dezember 2009

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wer in diesen Tagen in der Bundespolizei unterwegs ist, der trifft in allen Bereichen hoch arbeitsbelastete und trotzdem – oder gerade auch deshalb – hoch engagierte Kolleginnen und Kollegen an. Er trifft dabei aber auch Kolleginnen und Kollegen an (und ich habe das zuletzt bei Personalversammlungen von Klingenthal bis Frankfurt/Main erlebt), die zunehmend enttäuscht sind und deutlich Vertrauen verloren haben.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind vor allem deshalb enttäuscht, weil sie von sich aus bestmöglich arbeiten wollen und ihnen diese Arbeitsleistung auch abverlangt wird, sie aber gleichzeitig nicht über das erforderliche Personal und die notwendige Ausstattung für ihre Arbeit verfügen können.

Es ist in der Tat vollkommen unakzeptabel, dass Polizistinnen und Polizisten in gefährliche Einsätze geschickt werden, ohne dass sie entsprechend geschützt sind. Und es ist frustrierend, dass Polizeibeschäftigte seit Jahren in vielen Bereichen mit viel zu wenig Personal arbeiten müssen und festzustellen haben, dass das auch in Zukunft so sein wird.

Dabei könnten wir in vielen Bereichen deutlich besser sein, wenn die Probleme der Bundespolizei erst einmal grundlegend zur Kenntnis genommen und dann konsequent angegangen würden. Für die zentralen Probleme der Bundespolizei haben wir den Verantwortlichen unsere Lösungen auf den Tisch gelegt. Sie müssen jetzt endlich entscheiden.

Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und durch eine wissenschaftliche Studie der Technischen Universität Chemnitz werden wir in den nächsten Monaten den Druck weiter erhöhen. Die Menschen in der Bundespolizei können dieses Handeln von uns erwarten.

Jetzt aber möchte ich Euch vor allem für Eure so engagierte Arbeit im Inland und im Ausland ganz herzlich Dank sagen.  Dieser Dank gilt unseren Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, des Zolls und im BAG in gleichen Maß.  Mit Euerer guten Arbeit habt ihr erst die Grundlage dafür gelegt, dass wir sehr konsequent Problemlösungen und notwendige Weiterentwicklungen der Sicherheitsarchitektur einfordern können.

Danken möchte an dieser Stelle auch dem Bundespolizeipräsidenten Matthias Seeger, der im zurückliegenden Jahr mit beeindruckenden Entscheidungen in hochbrisanten Lagen große Verantwortung getragen hat. Er hat unser Vertrauen und er hat auch insgesamt Vertrauen verdient.

Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen, gerade aber auch denen, die über die Weihnachts – und Neujahrstage Dienst verrichten, ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest und viel Glück und alles Gute im Jahr 2010. Grüßen möchte ich vor allem aber auch unsere Kolleginnen und Kollegen, die an diesen Tagen ihren Dienst im Ausland verrichten. Unsere Gedanken sind ein Stück auch bei Euch.

Der Bezirk Bundespolizei hat in diesem Jahr anstatt von Geschenken 1.000.- Euro an die Organisation Lachen Helfen e. V. überwiesen. Diese Privatinitiative von deutschen Soldaten und Polizisten hilft Kindern in Kriegs – und Krisengebieten und ist tätige Erinnerung an unsere im Auslandseinsatz umgekommenen Kollegen. Die Kontonummer von Lachen Helfen e. V. ist 4 310 900, BLZ 360 501 05 bei der Sparkasse Essen.

Herzlichen Dank für Euere Treue und Euere Unterstützung im zurückliegendem Jahr.

Auf uns, Eure Gewerkschaft der Polizei, könnt Ihr Euch auch im neuen Jahr 2010 verlassen.

Mit herzlichen Grüßen

Josef Scheuring

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