GdP im Gespräch mit Staatssekretär Klaus – Dieter Fritsche

Zu einem ersten Gespräch mit dem, auch für die Bundespolizei zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Klaus – Dieter Fritsche trafen sich die GdP – Vertreter Josef Scheuring und Sven Hüber in Berlin. Klaus – Dieter Fritsche sagte, er habe bei seinen ersten Kontakten mit der Bundespolizei ein ausgewöhnlich hohes Maß an Einsatzbreitschaft und Motivation bei den Beschäftigten der Bundespolizei festgestellt. Die Gewerkschaftsvertreter machten deutlich, dass der ständige, beeindruckende Einsatz der Bundespolizistinnen und -polizisten gerade auch in den zurückliegenden zwanzig Jahren und nach dem Mauerfall natürlich auch ganz normale Erwartungshaltungen der Kolleginnen und Kollegen an ihren Dienstherrn entwickelt hat, was ihre beruflichen Perspektiven und ihre Arbeitsrahmenbedingungen betrifft.
Gerade bei den beruflichen Perspektiven sei diese Entwicklung noch nicht nachvollzogen. Die Bundespolizei ist mit einem Anteil von 24.7 % gehobener Dienst die strukturell am schlechtesten bezahlte Polizei in Deutschland. Besonders das Polizeiobermeisterproblem müsse dringend einer Lösung zugeführt werden. Es sei nicht akzeptabel, dass Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei nach mehr als 40 Jahren Polizeiarbeit mit einer niedrigeren Besoldung aus der Bundespolizei auscheiden müssen, als sie derzeit bei den Bundesländern eingestellt werden. Eine zentrale und nicht aufgabenorientierte Einstellungs- und Personalentwicklungspraxis führe zudem dazu, dass immer mehr Beschäftigte keine akzeptable Dienst – und Lebensplanung mehr vorfinden können.
Die GdP forderte in diesem Zusammenhang erneut dezentrale Werbe – und Einstellungskonzepte für die Ballungsräume. Der Staatssekretär, der aus zurückliegender Funktion als Büroleiter des früheren, bayerischen Innenministers Günter Beckstein ein fundierter Kenner grundsätzlicher Polizeiprobleme ist, sagte zu, die Lösungsvorschläge der GdP aufzunehmen. Fritsche sagte, auch bei seinem Besuch im Bundespolizeipräsidium Potsdam sei ihm die Problematik mit ähnlichen Lösungsansätzen vorgetragen worden.
Beide Seiten vereinbarten, die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bestmöglichen Lösung der Probleme der Bundespolizei fortzusetzen. Seine Türe stehe dazu immer offen, sagte der Staatssekretär abschließend.

Share

Themenbereich: Bundespolizei - Reform | Drucken