GdP: Schünemann liegt völlig falsch

Berlin/Hilden, den 28.01.2010: „Die Forderung des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann, die Bundespolizei könne höhere Aufgabenkontingente für den Afghanistaneinsatz stellen, da sie wegen des Wegfalls eigener Aufgaben über freigewordenes Personal verfüge, ist vollkommen realitätsfremd“. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring in Berlin fest.

Richtig ist, so Scheuring, dass die Bundespolizei selbst viele hundert Stellen in ihren eigenen Aufgabenbereichen nicht besetzt hat. Der Bundespolizei fehlen derzeit mehr als 1.800 Beschäftigte, für die Arbeitsplätze in der Bundespolizei bereits eingerichtet sind.  Zudem leistet die Bundespolizei z. B. für das Auswärtige Amt, den Deutschen Bundestag und andere Organisationen ständig personelle Unterstützung, ohne das dafür auch Stellen vorhanden sind. An den deutschen Flughäfen, den Grenzen und den Bahnhöfen ist die Bundespolizei seit dem 11. September 2001 verstärkt ständig auch in der Terrorbekämpfung eingesetzt. Die Bundesbereitschaftspolizei hat im Jahr 2009 60 Prozent mehr Einsätze geleistet als noch 2008. “ Unsere Kolleginnen und Kollegen sind in allen Aufgabenbereichen ganz massiv belastet, was sich u. a. auch verstärkt durch zunehmende, streßbedingte Erkrankungen äußert. Wir brauchen nicht mehr Aufgaben sondern ganz dringend mehr Personal für unsere eigenen Aufgaben. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind sehr verärgert, dass Schünemann wider besseres Wissen solche falschen Aussagen macht“, so Scheuring.

Bild.de, vom 28. Januar 2010

Cellsche Zeitung, vom 28. Januar 2010

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Themenbereich: Auslandseinsätze | Drucken