22. Januar 2010
Zu dem Vorfall der sich am Mittwoch den 20. Januar 2010 am Münchener Flughafen im Terminal 2 während den Sicherheitskontrollen im Abflugbereich erreignete haben wir hier einige Presseberichte zusammengestellt.
Focus online: Den Blick zu lange abgewandt
Dass ein Passagier mit einem sprengstoffverdächtigen Gepäckstück am Münchner Flughafen einfach entkommen konnte, schürt Angst. Einer ersten Analyse der Regierung in Oberbayern zufolge deutet alles auf menschliches Versagen hin. (Zum Artikel)
Hanburger Abendblatt: Die für die Sicherheitskontrollen am Münchner Flughafen zuständige Bezirksregierung Oberbayern räumte gestern bereits zwei schwere Fehler ein. (Zum Artikel)
RP-Online: Nach dem Zwischenfall auf dem Münchner Flughafen will Innenminister Thomas de Maizière (CDU) die Umstände genau untersuchen und möglicherweise Konsequenzen für den Ablauf der Personenkontrollen ziehen. Er nehme den Vorfall “sehr ernst”, sagte der Minister. Die Gewerkschaft der Polizei forderte, alle Sicherheitsmaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. (Zum Artikel)
Frankfurter Rundschau: Laptop-Mann unauffindbar. (Zum Artikel)
FR-Online: Kommentar zur Flughafenpanne
Haltet sie!
Der Zwischenfall am Münchener Flughafen zeigt: Trotz teurer Geräte bleiben immer Sicherheitslücken - vor allem dort, wo kaum geschulte Billig-Arbeitskräfte die Kontrollen verrichten. (Zum Artikel)
n-TV: Gewerkschaft fordert bessere Ausbildung. (zum Artikel)
Kolleginnen und Kollegen,
mir sind die Örtlichkeiten in MUC nicht bekannt, aber ich kann mir das Drama gut vorstellen!
Deshalb haben wir in HAM beim Neubau der “Superkontrollstelle” auf spezielle EGIS-Räume geachtet. Hier geht der PAX mit der EGIS-Kraft In einen Raum. Dort ist auf einer Seite ein Tresen, dahinter das EGIS-Teil, aber auch für den PAX genug Raum um seine sieben Sachen auszupacken. Da läuft kein PAX einfach fort, das war in HAM aber auch mal anders.
Schaut nicht nur auf MUC, schaut mal alle anderen Flughäfen an:
Jeder Flughafen ist ein eigenes Ding, es gibt keine “Gesamtlösung” für alle Airports in Deutschland.
Da EGIS-Anwendungen dokumentiert werden sollen, wäre es evt. gut, neben dem Gegenstand auch die Flugnummer und den Sitzplatz des PAX festzuhalten. Damit ist dem Datenschutz bestimmt genügt, es wird kein Name und keine weiteren Daten erhoben.
Aus der Presse höre ich Meldungen: Die Alarmkette: Kontrollkraft- Chef - Bundespolizei, hat zu lange gebraucht…
Hier sehe ich eine Möglichkeit zu Handeln. Warum nicht die Kette -Kontrollkraft- Bundespolizei, war ein BPOL-Standposten da?
Was Jupp Scheuring gesagt hat, die Frauen und Männer in der Luftsicherheit, in der Kontrolllinie sind nicht zu beneiden!
Ich würde mir auch viele neue Kolleginnen und Kollegen wünschen,
bringt die Luftsicherheit wieder in staatliche Funktionen!
Gruß aus HAM
Eintrag von LuSiManHAM am 22.Januar 2010
bal, bla, bla… Jetzt werden wieder die Kleinen gehängt und die Großen wegbefördert. Mich würde mal interessieren was passiert, wenn ein kleiner PM / POM entscheidet, dass alles gründlich überprüft wird und dadurch die Maschine nicht pünklich starten kann. Und wenn es nur ein paar Minuten wären. Sicherheit ja ja, aber bitte nur soweit, dass der Flugplan eingehalten wird. Zeit ist viel Geld.
Und übermorgen spricht sowieso keiner mehr davon, weil dann wieder etwas anderes aktuell ist. Man denke an die Vogelgrippe, dann die Schweingrippe, usw. usw. Es wäre doch sicherlich interessant, wenn wir alles über die Schmiergelder von Herrn Schneider (Waffenhändler) erfahren würden. Das wird aber schön klein gehalten.
Eintrag von cuk am 22.Januar 2010
Auch wenn man es nicht hören will, aber wo Menschen arbeiten, da werden ab und zu Fehler gemacht - Nobody ist perfect.
Schade um die langjährige Mitarbeiterin, die nun wohl still und heimlich in die Arbeitslosigkeit “abgeschoben” wird.
Eintrag von MeineMeinung am 22.Januar 2010
der staat (und unsere gesellschaft) will maximale sicherheit, zum minimalen preis und bitte alles ohne zeitliche einschränkung bei der kontrolle.
wieviel rückendeckung hätte die frau wohl bekommen, wenn der, scheinbar späte fluggast, seinen flieger nicht erreicht hätte, und die nachuntersuchung des laptops negativ verlaufen wäre ?
jetzt einfach diese frau vorschnell an den pranger zu stellen, ist zu einfach gedacht.
da gehören auch alle rahmenbedingungen mit auf den prüfstand.
….und mancher fluggast sollte mal sein eigenes verhalten am sicherheitscheck überprüfen….!!
Eintrag von kimi am 23.Januar 2010
Die Betrachtung des Vorfalls fängt wieder von der falschen Seite an.
Wie wäre es mal nicht bei den “Kleinen” anzufangen, sondern bei denen, welche die “Kleinen” führen!
Die Konzepte der GdP sind doch ganz präziese und eigentlich schnell umsetzbar…ich frage mich nur, wo das Problem liegt.
Eintrag von A. am 23.Januar 2010
ich möcht mal einen anderen Aspekt in den Raum stellen.
Welchen Einfluß hatte ein belastetes Klima zwischen den verantwotlichen Stellen?
Warum darf der Sicherungsposten nicht direkt mit den Kontrollkräften sprechen? Gibts vielleich noch mehr Kommunikationsfehler? Wie ist das persönliche Verhältnis untereinander?
Mal als Anregung zum Nachdenken…..
Eintrag von holdi am 28.Januar 2010