13. Januar 2010
Potsdam/Berlin. „Für Spekulanten, Erben und Hoteliers ist Geld da, für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nicht. Jetzt zeigt die Bundesregierung ihr wahres Gesicht“, kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den ersten Schlagabtausch zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere zu Beginn der Tarifverhandlungen am Mittwoch in Potsdam.
Der Bundesinnenminister hatte die Gewerkschaftsforderungen nach einer spürbaren Gehaltserhöhung, tariflichen Altersteilzeitregelung und Übernahme von Auszubildenden in einem Gesamtvolumen von 5 Prozent bei seiner Ankunft gegenüber der Presse als „maßlos“ bezeichnet. GdP-Chef Konrad Freiberg: „Unsere Beschäftigten in der Polizei haben in den letzten zehn Jahren Einkommensverluste von über zehn Prozent durch verschiedenste Sparmaßnahmen und Kürzungen hinnehmen müssen. Rund 80 Prozent unserer Tarifbeschäftigten müssen mit einem Bruttoeinkommen von höchsten 2200 Euro ihre Familien ernähren und ihren Kindern eine Ausbildung ermöglichen. Davon gehen noch ständig steigende Sozialversicherungsbeiträge und die Steuern ab. Wer diesen Menschen ‚Maßlosigkeit’ vorwirft, hat selbst jeden Maßstab verloren.“
Auch die Gewerkschaft der Polizei geht von einer harten Tarifauseinandersetzung aus.
Wie ich in dem anderen Beitrag schon schrieb, das war absehbar. Neuer Chef, alte Argumente und dann noch Herr Schäuble auf der Schatzkiste hockend, das kann nur nach hinten losgehen. Macht Euch schon mal bereit für die große Null vor und hinter dem Komma.
Was immer sich auch die Angestellten erstreicken mögen, für die Beamten wird es wieder “passend” gemacht, Hauptsache schön günstig wie möglich. Aber für Nacktscanner ist anscheinend genug Geld vorhanden, wenn alle Flughäfen damit ausgestattet werden sollen. Naja, gebe ich doch gerne für das geglaubte bisschen Sicherheit mehr….
Eintrag von Jens H. am 13.Januar 2010
Hut ab vor den klaren Worten, die unsere GDP gefunden hat. Sie lässt sich nicht einschüchtern. Kämpft weiter für uns!
Eintrag von Thomas am 13.Januar 2010
Kommentar verschoben–> Beitrag vom 17.12.2009; Besoldungsrunde 2010
Eintrag von BaPo m.D. am 13.Januar 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
(damit meine ich a l l e Kolleginnen und Kollegen, sei es als PVB/-innen aber auch gerade und insbesondere unsere Verwaltungsbeamten/-innen und Tarifbeschäftigten/-innen)
als Mitarbeiter mit Führungsaufgaben für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Polizeivollzugsdienst sowie im Verwaltungsbereich betraut, kann ich nur zutiefst bekunden:
Ich schäme mich mittlerer Weile, dass ich in einem System ein “Rädchen” darstelle, welches aus Überlegungen einer aus dr freien Marktwirtschaft übernommenen Kosten- Leistungsrechnungen (welche für eine BOS- Apparat wirklich nicht sachgerecht anzuwenden sind) und einer nunmehr wirklich fehlgeschlagenen Neuorganisation der BPOL resultiert.
E N T S C H U L D I G U N G !
Ihr seid nur unmündige Morionetten und ein möglichst kostengünstiger Spielball der Politik !
Seid bitte auch nicht dem Präsidenten der BPOL böse - ER bekommt seine Vorgaben !
Eintrag von bingo am 13.Januar 2010
Ist eigentlich die 39 Std.-Woche für alle Beamtinnen und Beamten noch Thema?
Bitte kämpft für uns!
Wir dürfen nicht leer ausgehen…!
Danke!!!
Eintrag von A. am 14.Januar 2010
Der gelbe Schein ruft :-)
Eintrag von meisterkoch72 am 14.Januar 2010
@meisterkoch72
genau das selbe habe ich auch gedacht!! Wenn man hat nur noch verarscht wird muss man sich seine “freien Tage” die einem zustehen halt anders wiederholen ;-)
Eintrag von granini am 14.Januar 2010
Nur damit schadet man eher seinen Kollegen, die eventuell sogar für einen einspringen müssen.
Wir sollten es wie die Franzosen machen und richtig demonstrieren, denn streiken dürfen wir ja nicht. Und nicht vor dem Ministerium mit der Fahne wedeln, sondern da ansetzen wo es ordentlich schmerzt für die Arbeitgeberseite.
Bei den Franzosen geht auch die Feuerwehr auf die Strasse und lässt richtig Dampf ab.
Wir Deutsche lassen uns viel zu viel gefallen.
Eintrag von Thomas am 14.Januar 2010
tja, die wachsende schere in der gesellschaft zieht doch kreise bis in unsere strukturen. wir haben gut ausbeförderte a12 und phm’z die glück hatten und sicherlich gut leben können - auf der anderen seite viele pk und pom’s die nix anderes werden können, wenn nicht ein erstgenannter aus dem dienst ausscheidet. wenn nicht mal die stetige anerkennung für leistung erfolgt, weil quoten und regelungen dies untersagen, was soll man dann auf gehaltserhöhungen erwarten? setzt eine besoldung “polizei” durch, mit kontuniierlich zu erwartenen gehalts - und amtssteigerungen. so kann man viel kompensieren und berufszufriedenheit schaffen.
(wer ein rechtsschreibfehler findet - darf ihn behalten)
Eintrag von ete am 14.Januar 2010
Nicht JAMMERN!
Ich habe diese Konservativen und Neoliberalen nicht gewählt!
Eintrag von ... am 14.Januar 2010
Präsentiert Euch postitv in der Öffentlichkeit, schiebt einen Zusatzdienst nach dem anderen, seid immer freundlich, zuvorkommend und vorbildlich, aber ich warne Euch:
“Erzählt dem Bürger nicht, wie hoch Euer Einkommen ist”!
W.D.
Eintrag von W.D. am 14.Januar 2010
@ W.D. verstehe was Du vom Prinzip her meinst.
Nur in gewissen Gegenden unseres Landes lacht man uns um unsere Bezüge aus. Denn nicht die ganze freie Wirtschaft ist unanständig, es werden auch in der Wirtschaft anständige Löhne gezahlt.
Natürlich versucht man Geld zu sparen durch Leiharbeiter und auswärtige Arbeitskräfte. Doch auch die Wirtschaft merkt so langsam, dass dieser Schuss nach hinten losgeht. Denn Leiharbeiter und auswärtige Arbeitskräfte die unanständig bezahlt werden, kaufen sich keinen neuen Mercedes oder bauen neue Häuser. Da hat man sich in das eigene Fleisch geschnitten.
Doch unser Arbeitgeber stellt sich jetzt auf Stur. Die würden uns wahrscheinlich auch mit Lebensmittelgutscheinen abspeisen, wenn es rechtlich möglich wäre.
Denn wenn zu dem sicheren Arbeitsplatz (ist ja auch so ne Sache bei bundesweiter Verwendung, da wird man als Fachkraft auch nicht so schnell arbeitslos) immer mehr der anständige Lohn fehlt, dann ist irgendwann auch Essig mit guter Nachwuchsgewinnung.
Denn viele junge Leute sagen doch heute schon ” Was, für die paar Kröten sollen wir unseren Kopf für den Staat hinhalten ? Da lerne ich lieber etwas anständiges und verdiene noch ein paar Kröten nebenbei”
Mich sprechen doch auch schon Leute darauf an, dass sie mich nicht um meinen Beruf beneiden. Denn wir sind der Blitzableiter des Bürgers.
Eintrag von Thomas am 14.Januar 2010
“Auch die Gewerkschaft der Polizei geht von einer harten Tarifauseinandersetzung aus.”
Warnstreik aber richtig! Nicht wieder Kindergärten und Krankenhäuser…
Warnstreiks müssen dem Arbeitgebern treffen: Also warum nicht jede Woche, jeden Montag, die Flughäfen für drei Stunden dichtmachen?
Wir die Beschäftigten im öffentlichen Dienst können das Leisten, wollen das die Arbeitgeber???
Kolleginnen und Kollegen, geht auf die nichtorganisierten Mitarbeiter zu, nur in einer Gewerkschaft gibt es Unterstützungsleistungen im Streikfall.
Die GdP und VerDi haben 2008 gezeigt was DGB- Gewerkschaften bewegen können!
NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!
Eintrag von Flughafen am 14.Januar 2010
Wenn wir alle Banken wären, dann bräuchten wir uns keine sorgen ums Geld machen. Wenn es doch mal verspielt sein sollte, dann kommt doch der großzügige Staat und gibt wieder welches, und zwar soviel, dass es sogar für eine Gehaltserhöhung im zwiestelligen Prozentsatz reicht.
Also Leute werdet Bänker …………………….
Eintrag von Enrico am 15.Januar 2010
Wer wenn nicht der öffentliche Dienst kann die wirtschaftliche Konjuktur durch Konsum beleben?
Dies geht allerdings nur mit neuen Konjukturspritzen in die Geldbörsen der Beamten, Angestellten und Arbeiter.
Eintrag von K. am 17.Januar 2010
Spendet an die FDP:
Die FDP garantiert in diesem Fall
- eine sofortige rückwirkende Steuererstattung (bis 1980) und
- die Halbierung des persönlichen Steuersatzes bis zum Lebensende.
Sprechen Sie jetzt mit dem Büro des FDP-MdB Ihres Vertrauens!
Und bitte - keine so völlig überzogenen Forderungen mehr, wie 5 %.
Eintrag von VerWalter am 18.Januar 2010
Jetzt stellt euch doch nicht so an: eben diese FDP ist es doch, die immer noch die große Steuerreform will, die ja so gut für uns alle sein wird, dass wir es kaum aushalten werden können…
Steuern runter, Geschenke an Hotels und die “Generation Erben”, Stützung der Banken und der Großindustrie, Konjunkturpakete usw. usf.: wie das mal alles finanziert werden soll, ist doch sonnenklar: Einsparungen im öffentlichen Dienst bis jenseits der Schmerzgrenze (das nennt man dann “Vorbildfunktion des ö.D.”) und grenzenlose Anleihen an den künftigen Generationen… Tut keinem weh, denn die Beamten, so die Süddeutsche von heute, haben eh die höheren Vermögen und die künftigen Generationen sind uns im Grunde doch sch…egal.
D a s ist die Politik, die uns allen zeigt, dass sie zur Gestaltung der Lebensverhältnisse nicht mehr ansatzweise in der Lage ist, sondern nur noch dem ausgeflippten Kapital hinterherhechelt.
Und es wird vermutlich noch viel doller werden.
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 19.Januar 2010
“Erzählt dem Bürger nicht, wie hoch Euer Einkommen ist”!
W.D. (Eintrag vom 14.Januar)
Die Aussage, die ich am 14. Januar getroffen habe ist eigentlich eine kleine Art von “Aphorisme”!
Eintrag von W.D. am 20.Januar 2010