26. Februar 2010
Der Bezirksvorstand der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei hat auf seiner Bezirksvorstandssitzung am 23. Februar 2010 folgendes Grundsatzpapier beschlossen:
“Die Personalwirtschaft der Bundespolizei ist gekennzeichnet von seit Jahren anhaltender Planlosigkeit. Eine Kontrolle und Steuerung der Personalwirtschaft sowie die Ausrichtung auf die aufwachsenden und sich erweiterten Aufgaben und neuen Herausforderungen ist nicht erkennbar. Folgen davon ist die fehlende Anpassung des Personalbedarf an ständig zuwachsende Aufgaben, ein hohes Personalfehl sowohl im Beamten- als auch im Arbeitnehmerbereich trotz vorhandener Planstellen und Arbeitsplätzen sowie eingerichtete Dienstposten, die nicht mit Planstellen unterlegt sind. Die Misswirtschaft im Personalbereich der Bundespolizei geht ausschließlich zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei. Dies drückt sich auch durch zunehmende, kostenintensive Abordnungen über das gesamte Bundesgebiet und durch Überlastung als Folge des Personalfehls aus. Dieser Zustand muss dringend verändert werden.
Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei fordert dazu:
- Das hohe Personalfehl ist schnellstmöglich durch zusätzliche Einstellungen im Beamtenbereich und durch Besetzungen der Arbeitnehmerstellen zu reduzieren. Die Aus – und Fortbildungsorganisation der Bundespolizei ist diesen zusätzlichen Aufgaben anzupassen.
- Die neuen und aufwachsenden Aufgaben der Bundespolizei sind durch Schaffung neuer Planstellen für die Bundespolizei über den Bundeshalt abzusichern. Eingerichtete Dienstposten, die nicht durch Planstellen zu unterlegen sind, sind zu streichen. Die kurzfristigen und mittelfristigen Personal -Haushaltsforderungen des Bundespolizeipräsidiums Potsdam sind transparent zu machen.
- Die Steuerung der Personalwirtschaft hat bereits bei der Werbung und Einstellung zu beginnen. Die Verantwortung für die Werbung und Einstellung muss den personalbewirtschaftenden Direktionen der Bundespolizei übertragen werden. Das gilt vor allem auch für die Direktionen mit besonderem Personalbedarf in Ballungsräumen. In der Übergangszeit ist mit den, sich derzeit in der Laufbahnausbildung befindlichen Kolleginnen und Kollegen die anschließende direkte Verwendung auch in den Ballungsräumen frühzeitig und einvernehmlich abzuklären.
- Direktionsübergreifende, bundesweite Abordnungen sind ungeeignet, um ein ständiges Instrument des Personalausgleichs zwischen den einzelnen Bundespolizeidirektionen zu sein. Sie dürfen nicht ständig weiter zuwachsen, sondern müssen baldmöglichst, durch andere, geeignete Personalmaßnahmen ersetzt werden.
- Dazu sind alle, auf freiwilliger Basis möglichen Zuführungen von Personal in die Bereiche mit nachweislich überdurchschnittlichem Personalfehl zu prüfen.
- Alle Abordnungsmaßnahmen müssen den Beschäftigten mit der Darstellung der dienstlichen Notwendigkeit transparent gemacht werden. Abordnungen, die lediglich das Personalfehl von einer Behörde in die andere verschieben sind kontraproduktiv und abzulehnen. Sie bringen keinerlei Sicherheitsgewinn.
- Akzeptanzprobleme, wie sie ganz offensichtlich z. B. bei einer dienstlichen Verwendung bei der Direktion Flughafen Frankfurt/Main bestehen, müssen endlich verantwortlich abgestellt werden. Seit langem bekannte Defizite, wie z. B. das Problem fehlender Parkplätze müssen endlich behoben werden.
- Wir fordern das Bundespolizeipräsidium Potsdam auf, eine klare, kurz – und mittelfristige Personalplanung für die Bundespolizei vorzulegen und mit den Personalvertretungen und Gewerkschaften abzustimmen.”
Hallo liebe GdP Kollegen,
mit diesen Forderungen und aufgezeigten Problemfeldern sprecht Ihr mir und vielen Kollegen aus der Seele! Super!
Es ist nicht weiter hinzunehmen, dass eine moderne Bundespolizei personalwirtschaftlich einfach planlos daherdümpelt und die Motivation vieler Kollegen hierdurch konkret geschmälert wird.
Die aufgezeigten Lösungswege der GdP werden bei vielen Landespolizeien seit vielen Jahren angewandt.
Wir werden es nicht weiter akzeptieren, dass planlose Abordnungen Unmengen von Haushaltsmitteln auffressen und zeitgleich hierdurch notwendige Anschaffungen wie Uniform ( neue Jacke, Handschuhe, Regenschutz, Warnjacke, Gürtel) , ED-Technik, schnellere PC, Digitalfunk nicht finanziert werden können!!!
Wir wollen endlich wieder Transparenz. Wir wollen mehr Informationen und an wesentlichen Entscheidungen mitbeteiligt werden. Das Kastendenken in dieser Behörde sollte endlich ein Ende haben.
Es ist traurig, dass wir von der GdP überhaupt solche Forderungen erheben müssen.
Wir sollen jederzeit mit dem Bürger freundlich und korrekt agieren. Dann geht mit uns den MENSCHEN in der BPOL auch endlich dementsprechen um. Fehlende Parkplätze, zu kleine, verschmutzte Diensträume, fehlende Funktechnik, ungeeignete Kleidung, eine planlose Personalwirtschaft führen nicht zu einer modernen BPOL. Die Rahmenbedingungen sind mangelhaft.
Wir alle wollen an einer zukunftsorientierten leistungsstarken Bundespolizei mitarbeiten. Es wäre jedoch nicht schlecht, wenn wir von der Basis dazu auch einmal die Möglichkeit erhalten würden.
Der Beruf macht wirklich sehr viel Spass. Wir fühlen uns nur noch im Stich gelassen. Seit der Reform, welche meines Erachtens auch eine Chance zur Verbesserung war, ist die Ellenbogengesellschaft in der BPOL eingekehrt!
Liebe Kollegen, lasst uns zusammenstehen. Lasst uns gemeinsam motiviert im Dienst agieren. Dann können wir berechtigt weiterhin auf diese Problemfelder deuten!
Kollegialer Gruss
Eintrag von Andre Steiger am 26.Februar 2010
Ich würde mir seit Jahren mehr Menschlichkeit und mehr soziale Kompetenz wünschen.
Was soll man noch mehr schreiben?
Was soll man mehr sagen?
Die Themen liegen alle seit Jahren auf dem Tisch und was hat sich verändert?
Interessiert es jemanden, wie sich die Kolleginnen und Kollegen fühlen, welche ihren Dienstposten verloren haben? (bin nicht betroffen)
Interessiert es jemanden, wie sich die Kolleginnen und Kollegen fühlen, welche seit Jahren im “dunkelroten Bereich” (Belastung) ihren Dienst verrichten?
Interessiert es jemand, wie sich eine Kollegin oder ein Kollege fühlen muss, wenn er seit Jahrzehnten von A8 nicht auf A9 kommt?
Auch wenn ich bei dieser Reform einen Dienstposten übertragen bekommen habe (bin im Ballungsraum), interessiert es mich immer wie es den Betroffenen geht, wie sie sich fühlen und wie es ihren Familien geht, aber ich bin nur ein kleiner KSB der nichts, 0,0 verändern kann.
Wir sollten endlich zurückgekehren zu mehr sozialer Kompetenz.
Wir sollten, wie ich schon mal geschrieben habe, nicht gegenseitig mit den Finger auf uns zeigen, sonder viel mehr an einem Strang ziehen.
Ich persönlich möchte auch nicht mit Fingern auf irgendwelche Führungskräfte zeigen, jedoch möchte ich von diesen auch mit Respekt behandelt werden.
Gegenseitiger Respekt ist entscheident, egal welches Schulterstück drauf ist.
Ich trage wirklich die Hoffnung noch mit mir, dass sich endlich etwas mal zum Positiven entwickelt.
Ich wünsche uns allen viel Erfolg und evtl. könnte jeder für sich, in seinem Bereich mal anfangen, mehr Menschlichkeit in den täglichen Dienst mit einfließen zu lassen.
Danke!
Eintrag von A. am 26.Februar 2010
Liebe GDP-ler, liebe Gewerkschafter,
den Aufruf finde ich gut.
Punkt.
Aber wie oft wurde denn ähnliches konkret im Zusammenhang mit den Zuständen der Bundespolizei in der Vergangenheit schon gefordert?
wieviele Threads wurden hier in den vergangenen Monaten über die Misstände in der Bundespolizei schon eröffnet?
Wie oft wurden die Gewerkschaften schon übergangen und/oder an der Nase herumgeführt?
Wie oft haben hier und auf anderen einschlägig bekannten Seiten schon Politiker ihre Unterstützung für…….zugesagt?
Die Misstände werden doch immer häufiger, immer eklatanter.
Wer kann dies alles noch nachvollziehen?
Wie es hier und auch im BPOL-Forum, in anderen Foren, in unzähligen Gesprächen usw., usw.schon gebetsmühlenartig immer wieder angesprochen wird/wurde, 90% der Kollegen sind doch heute schon depremiert, demotiviert und schalten doch innerlich schon lange ab.
Warum zieht ihr nicht endlich die Öffentlichkeit mit in diese Thematik, über öffentliche Medien, etc.?
Die Kosten der ganzen Bundesabordnungspolizei z.B.
Und dies!!!NACHDEM!!über 90% nach einer ( man sollte annehmen durchdachten) Reform ihren neuen Dienstposten inne haben.
Der hohe und immer höher werdende Krankenstand z.B.!!
Teilt dies doch mal z.B. dem Bundesrechnungshof alles mit.
Alles andere ist doch nur Augenwischerei, es wird sich leider in unserer Bundespolizei, wie man ja leider leider immer wieder sieht, nichts zum positiven ändern.
Es wird eher immer noch schlimmer und schlechter, wo man dachte eigentlich geht es nicht mehr schlechter..
Das klingt nach Schwarzmalerei, wenn man davon NICHT betroffen ist, die soll es ja auch in geringer Anzahl geben… es wird auch wieder Kommentare nach dem ewigen Gejammer geben, aber leider trifft diese Zustandsbeschreibung nach Aussage vieler Kollegen, wie ich es oben beschrieben habe, nachweislich so zu.
Eintrag von Der Hexer am 26.Februar 2010
Gegen diese Misswirtschaft versucht die Gewerkschaft doch schon lange vorzugehen….und was ist passiert?…genau…nichts. Solange wir in unserem Staate niemanden haben der sich für unsere Probleme interessiert, wird sich das auch nicht ändern.Gewerkschaften hin oder her..so ist es nun mal. Ihr von der GdP kämpft gegen Windmühlen.
mfg
Eintrag von Buschist16 am 26.Februar 2010
wer ist denn für diese “Personalentwicklung” verantwortlich?, Das Problem München und Frankfurt besteht schon, seit ich bei der BUPO bin das ist immerhin schon 18 Jahre.
Eintrag von Mr. X am 26.Februar 2010
Lieber Buschist16,
wenn alle so resegnieren würden wie Du das hier tust, bräuchten wir nicht mehr zum Dienst zu gehen.
Hier fällt mir ein ganz häufig verwendeter Spruch ein, wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
Ich für meinen Teil werde alles tun um auch über gewerkschaftlichen Druck in Verbindung mit politischen Gesprächen und auch Aufklärung der Politiker meinen Teil zur Verbesserung beizutragen.
Gruß Lars
Eintrag von Lars Wendland am 27.Februar 2010
Liebe Kollegen,
seid froh, dass Kollegen wie Lars Wendland sich seit Jahren für EUCH einsetzen. Gespräche mit Politikern sind der richtige Weg. Wir müssen eben nur hartnäckig bleiben. Und erreicht wurde durch die GdP schon viel.
Leider neigen Menschen immer dazu, sich nach dem zu sehnen, was sie nicht haben und verlieren die bereits erreichten Dinge außer Auge.
Ich zolle meinen GdP Kollegen großen Respekt, denn ihr Engagement geht weit in den privaten Bereich hinein.
Lieber Buschist 16, der Kollege Lars Wendland steht nicht aus Freude vor dem Revier Berlin Spandau, weil dies unterbesetzt ist. Nein, er möchte uns und diesem Laden zu besseren Rahmenbedingungen verhelfen. Und wenn Lars in Deiner Direktion tätig wäre, würde er das gleiche tun. Ich im übrigen auch.
Ich verstehe viele Kollegen welche langsam die Hoffnung verloren haben. Dies ist menschlich verständlich. Aber Resignation ist nicht der richtige Weg. Der Bürger hat Anspruch auf eine motivierte und qualifizierte Polizei. Er kann nichts dafür, dass es innerhalb unserer Behörde Problemfelder gibt. Deswegen ist es unverzichtbar, jeden Tag im Dienst das bestmöglichste herauszuholen.
Man muss diese beiden Dinge trennen.
Engagierte zuverlässige Mitarbeiter werden ernst genommen. Eine gesunde Sozialkompetenz der Führung setze ich voraus.
Es geht hier im Forum nicht darum, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Nein, wir von der GdP wollen transparent darstellen, dass wir alles versuchen, aber sich die Windmühlen der Politik eben langsam drehen. Sicherlich ist auch Kritik hilfreich, weil man dann verschiedene Sichtweisen betrachten und eine erneute Bewertung vornehmen kann.
Genauso wie ein starkes Fussballteam durch eine geschlossene Mannschaftsleistung Erfolg haben kann, können wir das auch: wenn wir zusammenstehen!
Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass andere nicht nur an sich denken. Die Forderungen der GdP gelten allen. Deswegen ist es sinnvoll sich in der GdP zu engagieren.
Gerade in Zeiten wie diesen, ist Zusammenhalt gefragt. Lasst Eure Köpfe nicht hängen, auch wenn es manchmal schwer fällt.
Man kann immer was erreichen. Man muss nur hartnäckig bleiben. In der Liebe ist das oft auch so! *grins*
Mit der Gewissheit, dass ich mich ebenfalls für bessere Rahmenbedingungen bemühen möchte, verbleibe ich mit kollegialem Gruss
P.S: Lars mach weiter so!
Eintrag von Andre Steiger am 27.Februar 2010
“”"”"Lieber Buschist16,
wenn alle so resignieren würden wie Du das hier tust,
bräuchten wir nicht mehr zum Dienst zu gehen.”"”"
Genau das machen doch viele schon so, und dies ist schon lange KEIN Geheimnis mehr und für viele immer mehr legitim.
DENKT MAL DRÜBER NACH!
Eintrag von Parlamentarier am 27.Februar 2010
Lieber Lars Wendland,
dass viele ( oder die meisten so denken ) ist nicht die Schuld der PVB, sondern die der Führung.
Und dass gewerkschaftlicher Druck und politische Gespräche nichts bringen, haben wir die letzten Jahre schmerzhaft erfahren müssen. Und wenn ich jetzt von der Führung höre, wir müssen uns Ende des Jahres nochmal auf Veränderungen auf Kosten der Organisationsruhe einstellen, dann Gute Nacht!
Die Motivation ist hin, da helfen auch deine Kalendersprüche nicht weiter!
Eintrag von Strohti am 27.Februar 2010
Wenn ich das ganze negative hier und auch zu anderen Themen lese, wundere ich mich wirklich, dass nicht in jeder GdP- Kreisgruppe (KG) die GdP- Mitglieder beim KG- Vorsitzenden vor der Tür stehen und unbedingt Mitarbeiten wollen! Wo seit ihr “Nörgelfritzen” wenn es um Gewerkschaftsarbeit geht?
Hose Runter, ihr “Nörgelfritzen” habt keinen Arsch in der Hose!
Natürlich bringt jeder der sich Aktiv in der GdP bewegt, Freizeit mit in das Spiel, aber ist eine Gewerkschaft, eine durch Funktionäre gesteuerte Sache?
Wo nur noch gefordert wird, ist eine Gewerkschaft der einzige Gegenpunkt zum Dienstherren/ Arbeitgeber- und da hat jeder zu seinem monatlichen Mitgliedsbeitrag auch mal seinen Arsch zu bewegen!
Sei es zu Versammlungen zu kommen, dort könnt ihr eure Vertreter demokratisch Wählen, oder mal zu einer GdP- Aktion erscheinen…
Nöö, hier im Forum wird gemäkelt und Frust gebaut- ist doch einfacher so, oder?
Macht mit- macht den täglichen Scheiß, welche die aktiven in der GdP und in den Personalräten jeden Tag mit unserer Bundespolizeiführung haben.
Wir von der GdP kümmern uns schon, aber alle müssen ZUSAMMENHALTEN !
Wollte ich mal loslassen!
Eintrag von grünauge am 27.Februar 2010
Lieber Grünauge,
na das waren ja mal starke Worte! Ich nehme mal an, dass du aktiv in der GDP mitarbeitest, was ich auch sehr gut finde.
Aber was erwartest du von einem Gewerkschafts-Internet auftritt? Dass hier alle nur Hurra-GDP schreien oder was sollen deine flotten Sprüche?
Und jetzt tu mal nicht so als wenn Personalrat Arbeit der größte Sche..Job wäre den man in unserer Behörde ergreifen kann! In den meisten Fällen Tagesdienst, versetzt oder abgeordnet werden kann man auch nicht, und man ist immer dicht an der Quelle. Also, schön Ball flach halten!
Wir alle sind euch dankbar, und wissen eure Arbeit und euer, oft auch privates Angagement zu schätzen!
Aber ihr müsst euch nun mal auch mit kritischen Berichten und Sichtweisen auseinandersetzen, dafür wurdet ihr schließlich gewählt!
Und ich verbitte mir auf der Internet Seite MEINER Gewerkschaft Sprüche, die letzendlich auch in meine Richtung gehen, das ich nicht genug Arsch in der Hose hätte, nur weil ich keineLust auf Gewerkschaft-Arbeit habe!
Trotzdem habe ich meine Meinung, und die werde ich auch weiterhin sagen!
Eintrag von Strohti am 27.Februar 2010
Nur mal kurz ne Anmerkung in Sachen “eigener Meinung”!
Ich würde gerne meine Meinung, sachlich und ordentlich einigen Damen und Herren in unserer Behörde mitteilen.
Das Problem ist, dass
1.) alles nur immer a.d.D. geht (Warum???)
2.) jeder möchte immer die Meinung des Einzelnen hören
und wenn man diese dann sagt, is man unten durch.
Eintrag von A. am 27.Februar 2010
Das stimmt so nicht.
Du kannst die Direktion auch direkt anschreiben.
Kommt auf jeden Fall an.
Kann aber natürlich sein, was ich bei unserem Verein dann vermute, daß du aber keine Antwort bekommst…
Eintrag von Glocke am 28.Februar 2010
Das GdP Grundsatzpapier ist ein guter Ansatz.
Mehr auch nicht.
Denn wie sieht die Realität aus.
Wird sich auf absehbare Zeit (1 Jahr) etwas ändern?
Das BMI hält sich ein paar “Leibeigene” auch Beamte genannt mit denen man nach Gutsherrenart verfahren kann, um diese Beamten auch noch einzulullen, leistet man sich eine Gewerkschaft um ihnen den Eindruck von Mitbestimmung zu suggerieren. Alles schön und gut. Die Gewerkschaft darf Vorschläge anbringen, aber hört man auf sie?
Wo sind die Visionäre in leitender Stellung? Kam der Schengenwegfall im Osten über Nacht? Aber, hat man den Leuten damals offen die Wahrheit gesagt? Nein, im Gegenteil, bis zum letzten Tag hat man die Leute ihre “wichtige” Arbeit machen lassen. Der neue ODP hat es ihnen gedankt.
Schwerpunktdienststellen? Die Flughäfen rufen schon seit Jahren nach Leuten, aber wurden die Einstellungen gezielt auf diese Schwerpunkte hin gesteuert? Nein man hat ja seine “Leibeigenen”, die man quer durch Deutschland schicken kann.
Da kann man bei soviel Weitsicht nur hoffen das die “ärmeren” europäischen Länder nicht irgendwann auf einen Nationalistischen Trip gehen, wie es sich in Griechenland zur Zeit anlässt. Solange wie das Geld fließt ist alles in Ordnung, aber wehe man zieht die Daumenschrauben an.
Kann man es da den Kollegen verdenken, wenn sie keine große Hoffnung mehr auf positive Änderungen haben? irgendwann kommt jeder an den Punkt wo er sich mit der Situation abfindet und einfach nur noch abschaltet. Weil man den Eindruck hat, es will eh keiner was zum positiven ändern.
Aber schön wäre es doch wenn zu mindestens ein Teil von diesen Vorschlägen umgesetzt würde, aber da bin ich, leider, noch viel zu sehr Pessimist.
Eintrag von Frank am 28.Februar 2010
@Glocke:
Vielleicht sollte sich man mal überlegen, jemanden direkt im Präsidium oder im BMI zu installieren, an den man sich direkt wenden kann.
Damit könnte man sich die ganzen “Umwege” sparen.
Man sollte sich endlich Dinge überlegen, damit die Stimmung und das soziale Miteinander deutlich verbessert.
Eintrag von A. am 28.Februar 2010
…”nette” Forderungen der GdP, die sicher wie gewohnt kein Gehör finden und die mit Masse im “Nirvana” verpuffen werden. Alles wird, wie gewohnt, seinen seit Jahren bzw. seit Jahrzehnten üblichen Gang weitergehen.
Leute, hört auf zu träumen, beim “Buschu” wird wohl nie etwas nach menschlich-vernünftiger Logik von stattengehen, da helfen auch keine Reformen mehr…das einzig logische und hilfreiche wäre wohl die Auflösung der Truppe inkl. Aufgabenübertragung an die Länder…an der Basis würde es dann sicher ein großes Aufatmen geben !
Eintrag von 007 am 28.Februar 2010
Lieber Grünauge,
warum dieser emotionale Auftritt? Ist Dir etwa beim Lesen der persönlichen Meinungen von den KollegenInnen, den sogenannten “Nörgelfritzen ohne Arsch in der Hose” der Gaul durchgegangen?
Ich muß mich der Meinung von Strohti anschließen. Personalrats- und Gewerkschaftsarbeit ist nicht immer der tollste Job, aber den freigestellten Personalräten geht es nicht schlecht. Viele haben Schichtdienstposten und machen tatsächlich ausschließlich Tagesdienst. Da ihnen durch die Personalratstätigkeit keine Nachteile entstehen dürfen, haben sie Anspruch auf Zusatzurlaub für Nachtdienststunden und DUZ, was ihnen auch vergönnt sei. Deshalb lieber Grünauge oder ich kann Dich auch mit Grauauge ansprechen, so wie Du in einem anderen Thread auftrittst, hau nicht so sehr auf die Pauke. Und solltest Du tatsächlich Mitglied eines Personalrates und GdP-Mitglied sein, finde ich Deine Vulgärsprache für völlig unangebracht und eines Personalratsmitgliedes nicht würdig. Denk mal darüber nach welche Lebensleistungen von den Kolleginnen und Kollegen täglich erbracht werden und diese sich nicht noch so ganz nebenbei Gewerkschaftsarbeit aufbürden. können.
Eintrag von Anna Scheifele am 28.Februar 2010
ich muß den kritikern recht geben,
die plakatmäßig verkündeten forderungen halte ich für polemik effekthascherei.
WIR sind bundesBEAMTE, wir können und dürfen nicht streiken. also haben wir kein druckmittel.
ohne druckmittel laufen alle forderungen ins leere oder sind von der momentalen befindlichkeit der ministerialen entscheidungsträger abhängig.
mehr nicht, schluß, punkt, aus.
da können engagierte berufsvertreter noch so viel polemisieren und doppelt so viel einsatz zeigen….es nützt nichts.
ihr habt mich (und sicher andere) schon 1998 verar….t, als im zuge der reform II die geforderten höchstverweildauern in verschiedenen positionen proklamiert wurden und die kinderlandverschickung gestartet wurde.
kurz danach und bis heute scheint von dieser höchtverweildauer niemand mehr was wissen zu wollen, komisch, oder?
über diese praxis warte ich bis heute auf ne antwort meienr berufsvertretung.
bei der masse (im operativen bereich) ist immer noch ein hohes maß an loyalität vorhanden, auf dieses pferd wird gesetzt.
das eben dieser bereich die masse der administration am leben erhält ist nur logisch.
hier mal nur eingeworfen oder als frage eingestellt: wieviel personal tummelt sich eigentlich mittlerweile übersoll in den direktionen und im präsidium ???
100 % ?? 200% ???
es kursieren sicher nicht ohne grund pics die zeigen wie die flure des präsidiums/der direktionen als gepflasterte wege gezeigt werden….um zu zeigen das mehr personal auf die straße kommt.
kriegt ihr es als berufsvertretung tatsächlich irgendwann gebacken ohne polemik oder vorwürfen (gegen forumsschreibern, ihr könnt ja selber aktiv werden) die interessen der basis zu vertreten?
schafft ihr tatsächlich zu verhindern, das im zuge der entwicklung zur fahndungspolizei die bupo in ballungszentren konzentriert wird?
und die reviere nur noch im streifenbereich abgedeckt wird?
also verlagerung und wieder umziehen evetl. alle konaequenzen im privaten/sozialen bereich?
streut mir und dem rest keinen sand in die augen, noch zahle ich beiträge.
entscheidet euch, seid ehrlich oder seid politiker; erzählt die wahrheit oder was man hören will
jogger
Eintrag von jogger am 28.Februar 2010
@007
“Aufgabenübertragung an die Länder…an der Basis würde es dann sicher ein großes Aufatmen geben !”
Genau meine Meinung, aber das wird mit den Visionären in Potsdam nicht zu machen sein.
Eintrag von Mr. X am 1.März 2010