25. Februar 2010
Die verfehlte Personalpolitik in der Bundespolizei zeigt in der laufenden Neuorganisation erste Auswirkungen.

Nicht erst seit gestern werden Bundespolizeireviere, wie hier in Berlin Spandau, geschlossen.
Obwohl auf dem Papier ausreichend Personal im Bereich Berlin zur Verfügung stehen müsste, führt die Schwerpunktsetzung durch die Führung des Bundespolizeipräsidiums Potsdam dazu, dass Reviere aus Personalmangel geschlossen werden. Dabei stellt die Bundeshauptstadt selbst einen Schwerpunkt dar.
Der Bundespolizei fehlen bundesweit 1800 Polizistinnen und Polizisten.
Dies ist im Zuge von Aufgabenverschiebungen und Schwerpunktsetzungen, wie Verstärkung der Flughäfen und der Auslandskontingente ein nicht hinnehmbarer Zustand.
Wir fordern eine sofortige Einstellungsoffensive, um zumindest mittelfristig das Personalfehl in der Bundespolizei auszugleichen. Die Personalentwicklung sollte dann so angelegt sein, das Personal dort eingestellt und nach der Ausbildung verwendet wird, wo es auch gebraucht wird, wie z.B. in den Ballungsräumen Frankfurt/Main, München oder Stuttgart.
Der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) fordert die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass das Bundespolizeirevier am Bahnhof Spandau ständig besetzt und geöffnet ist.
Presserklärung, Swen Schulz (SPD), MdB
Liebe Kollegen,
notiert doch bitte mal kurz ob solche Dinge bei Euch auch vorkommen ?
Ich würde gerne mal wissen wieviel Reviere in Deutschland davon betroffen sind.
Eintrag von 1 am 25.Februar 2010
Vielleicht ist es ja dem einen oder anderen entgangen:
Personal wird nicht nur in den Ballungsgebieten gebraucht, sondern auch in einer kleinen feinen Abteilung im Südwesten, die seit Jahren verzweifelt versucht, ihre Hundertschaften so aufzufüllen, dass sie den Namen auch verdienen…
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass man uns hier in BBZ einfach ignoriert.
Auch in der Pfalz gibt es qualifizierte Leute, die man für den Standort BBZ gewinnen könnte - man müsste halt mal den Blick ganz kurz ein wenig von den heiligen Kühen in FFM, CGN und MUC abwenden…
Die Bundespolizei besteht nicht nur aus Ballungsräumen, sondern auch aus Verbänden, die den Reisezirkus pausenlos mitmachen müssen.
Schaut mal in den ODP.
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 25.Februar 2010
Komischerweise geschieht dieser mittlerweile häufig bei BPOLI’en mit bahnpolizeilichen Aufgaben in größeren Städten/Großstädten. Diese Reform, die sich eher an der Anzahl der Bahnkilometer als an tatsächlich gewichtigen Fakten, wie Frequentierung durch Reisende, Kriminalitätslagebild/geographisches Kriminalitätslagebild und Belastung mit Sonderlagen orientiert, konnte nur so enden!
Es passt auch gerade dazu, dass diese Dienststellen Fortbildungspersonal an die AFZ, KSB an die Direktionen im Süden und an die Flughäfen im eigenen Direktionsbereich abordnen müssen.
Die bahnpolizeilichen Dienststellen werden bis zum bitteren Ende runtergefahren, obwohl dort auch eine Gleichwertigkeit mit den anderen Aufgaben der BPOL besteht.
Man scheint Angst vor einem Anschlag auf den Luftverkehr zu haben und ignoriert dabei, dass in anderen Bereichen genug andere Straftaten begangen werden, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung in ihrer Summe - und das trifft für die Aufgaben der Bahnpolizei zu - im gleichen Maße gefährden.
Obwohl die Qualität der gegenwärtigen Kontrollen (kein Profiling, keine angemessene Kontrolle von Fracht und keine Suche nach flüssigen Sprengstoffen, kein angemessener Schutz des öffentlichen Bereichs gegen bewaffnete Täter, keine Diensthunde mit Sprengstoffsuchbefähigung ) mehr als nur mittelmäßig zu bezeichnen ist und durch eine qualitative Verbesserungen selbiger den Personaleinsatz optimieren würde, wird dorthin auf Teufel komm raus abgeordnet und andere Bereiche einfach an die Grenze der Handlungsfähigkeit gebracht!
Eintrag von A.S.K am 25.Februar 2010
wir haben doch kein personalbedarf!!!!
die leute müßten auf die straße…..und nicht irgendwo gebunkert werden, wo sie listen, diagramme oder statistiken für andere entwerfen.
die reform war und ist gescheitert!!!
nur die, die diesem mist zugestimmt haben, sind die treppe raufgefallen und sonnen sich im dienst-arbeitsschweiß der pvb im außendienst.
tr
Eintrag von thomas am 25.Februar 2010
Tja, so ist das halt mit der Schwerpunktsetzung…..(Neudeutsch auch Priorisierung genannt)
Wenn ich Schwerpunkte als solche kenntlich machen will (und, seien wir ehrlich, nur darum geht´s!), dann bedeutet dies natürlich, dass ich Personal dorthin verlagern muss, was in früheren Zeiten, als die Verbände noch ausgesprochen gut aufgefüllt und auch nicht permanent durch Einsätze gebunden, sondern im besten Sinne
B e r e i t s c h a f t s k r ä f t e waren, auch nicht s o ein großes Problem darstellte.
Nachdem sich aber unsere Gesamtstruktur in den vergangenen Jahren nahezu komplett gewandelt hat, unsere Managerkaste heutzutage jedoch danach strebt, ausnahmslos jeden permanent zu mindestens 130% auszulasten, müsste eigentlich jeder Depp im Voraus erkennen, dass eine Personalverlagerung nach Schwerpunktsetzung zwangsläufig Defizite bis hin zur Handlungsunfähigkeit in den abgebenden Bereichen verursacht!
Genau dies erleben wir nun! Und zwar im Großen wie im Kleinen! Sei es durch Abordnungsorgien zu den (momentan) bundesweit so definierten Schwerpunktdienststellen, sei es durch Zusammenziehung der Kräfte Inspektionsintern zu vollkommen überzogenen, selbst kreierten „Sondereinsätzen“.
Fakt ist und bleibt, dass eine ordnungsgemäße Dienstverrichtung nach den gesetzlichen Vorgaben zumindest nicht mehr überall, in der sogenannten Fläche nur noch ausnahmsweise möglich ist.
Wenn wir ehrlich sind, konnte eine ausreichende Erledigung des § 3-Auftrages auch vor der Reform bereits fast „flächen“deckend nicht gewährleistet werden , seit dem 01.03.08 hingegen können wir´s komplett vergessen!
Wäre nett, wenn wir das uns selbst, aber auch den Ländern gegenüber mal eingestehen würden, die in der Fläche den Löwenanteil der BuPo-Aufgaben zwangsläufig mit erledigen müssen!
Hier kommen wir dann aber ebenso zwangsläufig wieder zu der altbekannten Fragestellung: Ist die Bundespolizei unter diesen Umständen überhaupt noch zu halten?
Hier wird es irgendwann mal zum Schwur kommen müssen: ein bisschen § 3 geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger!
Alleine deswegen müssen wir entweder weg von den (übermäßigen) Priorisierungen, oder aber die Aufgaben in der Fläche abgeben und uns damit arrangieren, eine reine Großstadt- und Sonderlagenpolizei zu sein! Dass die Länder dies ohne Zuwachs von Personal nicht leisten können, dürfte außer Frage stehen! Das würde dann aber auch das Ende der Bundespolizei in der heutigen Form bedeuten.
Wenn wir aber in der Fläche bleiben wollen, müssen wir schnellstens einen Zustand der zumindest ansatzweisen Normalität anstreben, der ein einigermaßen kontinuierliches Arbeiten flächendeckend überhaupt erst möglich macht! Dies dürfte angesichts des allgegenwärtigen Aktionismus in unserer Firma aber zur Zeit nicht mehr als ein frommer Wunsch sein und skizziert darüber hinaus auch lediglich die sachlichen Aspekte der ganzen Misere. Dass sich unter den derzeitigen Umständen immer mehr Mitarbeiter von dieser Organisation innerlich entfernen, steht auf einem ganz anderen Blatt , ist in anderen Threads bereits ausgiebig diskutiert worden und ist vielleicht für die gesamte Entwicklung der kritischste Bereich überhaupt!
Auf das Ergebnis der von der GdP initiierten Mitarbeiterbefragung darf man gespannt sein……
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 25.Februar 2010
Tja, ist schon komisch das Ganze!
In der BPOLD S wurde verlautbart, dass insbesondere Dienstposten, deren Mitarbeiter in den nächsten 1-3 Jahren durch Pensionierung frei werden, auf Grund von Aprzwängen nicht mehr besetzt werden sollen!
Im ErmD würden dann demnach bis 9 Kollegen fehlen…
immer weiter so immer weiter so…
Die Stimmung ist sch…e; viel zu wenig Kollegen überall und nciht nur an den Flughäfen, aber die Vorgesetzten finden ja alles toll!
Eintrag von Siegried M. am 25.Februar 2010
Ich würde vorschlagen nicht immer auf die Ballungsräume zu schimpfen, denn die KSB dort sind eh die “Dummen” bei der ganzen Geschichte.
Keiner von uns kann etwas für die ganze Sache. Wir sind nur diejenigen, die das alles “ausbaden” müssen.
Wir sollten nicht gegenseitig mit den Fingern auf die Anderen zeigen, viel mehr sollten wir versuchen die Missständge aufzuzeigen bzw. die GdP.
Die Stimmung ist ziemlich sch. und an dem Punkt sollte man auch mal ansetzen.
Warum ist das so?
Was könnte man verbessern, dass die Stimmung besser wird?
Wie könnten wir allgemein etwas mehr soziale Kompetenz in der gesamten Organisation einbringen?
Danke!
Eintrag von A. am 25.Februar 2010
Bei der größten Inspektion des Ruhrgebietes werden ebenfalls Reviere regelmäßig aufgrund Personalmangel geschlossen. Ein normaler Vorgang seit dem 01.03.2008.
Eintrag von Schotterscheriff am 25.Februar 2010
…das Deutsche Volk hat uns durch seine Vertretung (Bundestag) in der Gesetzgebung Aufgaben übertragen! Die Bürger haben somit ein Recht auf Polizei auf den (S)-Bahnhöfen! Mit dieser Personalpolitik sind leider weitere Schicksale wie das des Herrn Brunner zu befürchten!
gruß
Eintrag von kowallsky am 25.Februar 2010
Moinsens!
So neu ist das ja nun mal nicht, dass Reviere ganz geschlossen, bzw. ausgrund einer minimalen Besetzung praktisch “handlungsunfähig” sind.
Speziell im Bahnbereich gleichen manche Einsätze einer Art Wundertüte. Man weiss im Gegensatz zu anderen Aufgabenberichen nie, was einem mit dem nächsten Zug wieder alles “entgegengespült” wird.
Entsprechend ist es aus meiner Sicht absolut irrelevant, ob es sich um einen Ballungsraum handelt oder nicht, die alltägliche Lage muss mit vorhandenem Personal abarbeitbar sein.
Das ist aber in manchen Ballungsraumdienststellen nicht vorhanden und in so mancher Flächeninspektion abseits der Schwerpunktdienststellen ebenfalls nicht.
Die Frage, die ich mir nun stelle ist:
Darf ich nun Personal von der einen Dienststelle mit Fehl im KSB-Bereich abziehen, um die andere aufzufüllen?
Ist also im Umkehrschluss die polizeiliche Arbeit an “Lieschen Müller” in der Ballungsraumdienststelle wichtiger als in der kleineren Flächendienststelle?
Wie Gerhard (und im Übrigen auch ich in einem Thread) bereits geschrieben hat:
Erkennt, dass die Bundespolizei im Aufgabenfeld § 3 BPOLG nicht arbeitsfähig aufgestellt ist. Erkennt, dass die Reform III das erklärte Ziel nicht annähernd erreicht hat.
Zieht die politisch und polizeilich verantwortlichen Personen langsam mal zu Rechenschaft!!!!
@A
Ich glaube nicht, dass hier nur auf die Ballungsräume geschimpft wird.
Die “Dummen” sind im Übrigen auch die KSB, die jetzt gegen ihren Willen in eine Ballungsraumdienststelle gehen müssen und ebenfalls die PVB, die den Dienstbetrieb an der abordnenden Dienststelle aufrechterhalten müssen.
Denn glaube bitte nicht, dass das “überzählige” Personal Dienst als KSB verrichtet. Die sitzen ganz woanders!!!!
Fazit: Leidtragende des unglaublichen Personalmissmanagements sind wie nicht anders zu erwarten die, die an jedweder Dienststelle Wechselschichtdienst/aktiven Einssattzabteilungsdienst leisten.
So war es schon immer und so wird es leider wohl auch bleiben.
Gruß
AB
Eintrag von AB am 25.Februar 2010
Macht doch den Laden endlich dich und der letzte mach bekanntlich das Licht aus!
Eintrag von Egon am 25.Februar 2010
Also ich persönlich glaube das der Einzeldienst in mindestens einem Aufgabengebiet langsam ausbluten soll,das erklärt auch das nicht wieder besetzen von Dienstposten,das nicht mehr renovieren und vergrößern von Wachen und Inspektionen und das Schließen von Wachen.
In drei Jahren wird das spätestens der Fall sein. An Gerüchten und die kusieren schon lange,ist immer etwas dran.Bis 2014 gehen 21 % der PVB im Bahnpolizeilichen Bereich in Pension…es bleibt ein Kleiner Rest von ca.4ooo Beamten bundesweit….das sind nicht viele um diese irgendwo unterzubringen.
Wie gesagt,an Gerüchten ist immer ein Funken Wahrheit dran.Insoweit ist das wie es bisher läuft wahrscheinlich das kleinere Übel….
Eintrag von Thomas aus Berlin am 25.Februar 2010
@ Thomas aus Berlin:
“In drei Jahren wird das spätestens der Fall sein. An Gerüchten und die kusieren schon lange,ist immer etwas dran.Bis 2014 gehen 21 % der PVB im Bahnpolizeilichen Bereich in Pension…es bleibt ein Kleiner Rest von ca.4ooo Beamten bundesweit….das sind nicht viele um diese irgendwo unterzubringen.
Wie gesagt,an Gerüchten ist immer ein Funken Wahrheit dran.Insoweit ist das wie es bisher läuft wahrscheinlich das kleinere Übel….”
Richtig, an Gerüchten ist immer ein Funken Wahrheit dran…und fall der bahnpolizeiliche Bereich aus dem orginären Zuständigkeitsbereich der BPOL fällt, ja dann, dann können wir endlich schließen.
Weil, welche Aufgaben haben wir dann sonst noch!?
LuSi!? Super, dass kann die LaPo auch noch machen.
Eintrag von A. am 25.Februar 2010
Die Bundespolizei verschiebt hektisch Personal von A nach B - das ist ja nichts neues. Wir haben nicht zu wenig Personal, auch nicht zu schlecht bezahltes, sondern falsche Priorisierungen. Ob nun jedes Revier unbedingt notwendig ist, will ich dahingestellt lassen. Aber ganz sicher müssen in Frankfurt/Main keine 2000 Bundespolizisten arbeiten - d.h. Raumschutz in den öffentlichen Räumen spazieren gehen. Solange ein Präsident (Kandt) meint er maße sich nicht an, ob sein nach FF/M geschicktes Personal dort wirklich gebraucht werde - so lange diesen Herren ihr Stuhl wichtiger ist als eine unbewachte Ostgrenze - solange werden wir Abermillionen Euro zum Fenster für Trennungsgelder rauswerfen und die Moral der Kollegen noch mehr senken.
Eintrag von Noldi aus FFO am 26.Februar 2010
Das Problem mit dem Personalfehl ist doch bundesweit überall gleich. Da ist es doch ein leichtes für die hohen Herren, wenn die Fläche ausgeblutet wird, um dem Bürger in den Großstädten Sicherheit vorzugaugeln. Und das zu lasten der KSB, die bei Großinspektionen ihren Dienst versehen. Nicht nur, dass sie im Vergleich zu Dienststellen, die bedingt durch die ländliche Gegend, bei weitem keine so große Kriminalität bzw “Kundenverkehr” (Arbeitsaufkommen) haben (was nicht heißen soll, das sie keine gute und wichtige Arbeit leisten!!!). Aber bleiben die Reviere geschlossen oder werden gar abgebaut und mit meiner Meinung nach sinnlosen DVR künstlich am Leben gehalten, wird die Arbeit für den einzelnen KSB in solchen großen Inspektionen immer mehr. Sie müssen nämlich, wenn große Ereignisse es erfordern, die Arbeit in dieser Fläche, da sie wg der örtlichen Zuständigkeit immer noch der Bundespolizei gehört, mit übernehmen.
Ich bin schon seit langer, langer Zeit der Meinung, dass auf den großen Flughäfen, wie dem Flughafen in Ffm das Personal “verheizt” wird. Und kommt das neue Terminal in Ffm, saugt diese missgewirtschaftete Dst noch mehr Personal. Woher das kommt, interessiert doch keinen der Verantwortlichen. Egal, ob im Osten Familien kaputt gehen, hauptsache das Personal ist da, zumindest auf dem Papier. Wenn ich bedenke, wieviele Kollegen vor 10 bis 15 Jahren dort auf dem Airport ihren Dienst versahen und der Laden lief, frage ich mich, warum jetzt so viele gebraucht werden, obwohl die Aufgaben nicht wirklich so viel mehr wurden? Aber wenn man mal den “Wasserkopf” auf dieser Dienststelle sieht, überall Führungspersonal (man kann ja nicht mal mehr in Ruhe einen Furz lassen, ohne dass einer von der Führung nicht gleich mit einem Diszi droht), dass kann es doch nicht sein.
Es wird Zeit, dass sich endlich was verändert. Kommt kein neues Personal in der nahen Zukunft (und es wird keines kommen, da keines vorhanden) stirbt die Aufgabe “Bahnpolizei” in der Fläche aus. Man sollte langsam aber sicher zugeben, dass seit Jahren im personalwirtschaftlicher Hinsicht eine Misswirtschaft getrieben wurde. Wieviele “Verantwortliche” Mitbestreiter der super neuen Reform sind den noch in Amt und Würden und stehen zu dem, was sich fabriziert haben? Ich denke, nicht mehr soviele. Die jetzigen Verantwortlichen in Potsdam und Berlin sollten endlich einsehen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Sie sollten den Laden “Bahnpolizei” aufgeben und an die Länder abgeben. Und das Personal gleich mit. Aber die Landespolizeien haben doch gar kein Interesse daran, weil sie dann zwangsläufig haufenweise völlig überbesoldete Führungsgenies bekommen. Dort ist ein DGL, der mitnichten genausoviel, wenn nicht sogar noch viel mehr Verantwortung hat idR A11 besoldet. In unserem Laden mindstens A12, wenn nicht gar A13. Uns “Indianer” könnten sie sicherlich gebrauchen, da auch die Landespolizei effizientes Personal benötigt.
Und die Nachbardienststelle auf dem Hbf weiß vor Arbeit nicht, wo ihr der Kopf steht. Immer mehr sinnlose Aufgaben mit immer weniger Personal bewältigen.
Eintrag von Schottersheriff am 1.März 2010
Nur komisch, hier wird sich über Spandau aufgeregt. In dieser Inspektion werden die im ländlichen Gebiet liegenden Reviere (Oranienburg pp.), hier die einzige Anspechstelle für Bürger und Behörden im Umland, mit Wissen der Führung ständig geschlossen-. Aber Berlin hat ja Vorrang. Was brauchen denn die ländlichen Gebiete für Schutz. Wen interessier dieses.
Eintrag von älterer Beamter am 3.März 2010
Deutschlandweit ist es doch überall gleich. Die Großinspektionen bedienen sich der Kollegen aus den Revieren. Und dann, wenn sie geschlossen werden, jammern die Verantwortlichen der Inspektion herum, dass die eigenen Kollegen soweit fahren müssen, wenn es denn notwendig ist.
Das kann es doch nicht sein. Einerseits heißt es, dass wir in der Fläche stark seien sollen, andererseits bleiben die Flächenreviere ständig unbesetzt, weil zu wenig Personal da ist.
Ich frage mich nur, weil die Reform ja noch nicht solange her ist, als dass auf einmal diese Personalnot da ist, wer von den ganz hohen Herren sich hier so verschätzt hat, im Bezug auf die Personaldichte und die Besetzung der Reviere.
Eintrag von Bapolist am 4.März 2010
in den Teppichetagen sollen die Flure, Korridore usw. zukünftig mit Asphalt und Steinen erneuert werden, damit diese dann den Charakter einer Straße haben. Damit kommt man den Gedanken, mehr KSB auf die Straße ein wenig näher. Soviel zur Personalsituation in unseren Reihen.
Eintrag von murmel81 am 4.März 2010