18. Februar 2010
Neben einer großen Anzahl von unbesetzten Planstellen für Beamtinnen und Beamte hat die Bundespolizei offensichtlich auch eine größere Anzahl von Arbeitnehmer/Innenstellen nicht besetzt. Der aktuelle Bundeshaushaltsplan 2010 sieht für das Jahr 2010 6.154 Stellen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundespolizei vor. Von diesen Stellen waren zum ersten Juni 2009 ebenfalls im Haushaltsplan ausgewiesen, lediglich 5.807 Stellen besetzt. ” Wir gehen davon aus, dass auch zum jetztigen Zeitpunkt noch eine ganze Reihe von Stellen unbesetzt sind. Damit besteht die Möglichkeit, besonders junge Kolleginnen und Kollegen mit derzeit befristeten Arbeitsverträgen zur Dauerverwendung in die Bundespolizei zu übernehmen. Er wäre vollkommen unakzeptabel, wenn wir jetzt junge Menschen in die Arbeitslosigkeit schicken, obwohl wir entsprechende Stellen und natürlich auch die Arbeit in der Bundespolizei haben. Wir erwarten, dass sich das Bundespolizeipräsidium Potsdam dazu jetzt äußert”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.
Frech: Ausgebildete Verwaltungsfachangestellte (VFA) nach E3 zu bezahlen! Das sind Hilfsarbeiterdienste, wie Friedhofsdienst, Leichenwäscher usw…
Dafür haben unsere Auszubildende drei Jahre in der Bundesverwaltung ihre Ausbildung gemacht? Gute nacht Frau Merkel!
Eintrag von nordschau am 19.Februar 2010
Ich bin PVB und habe großen Respekt vor unseren Verwaltungsangestellten.
Ich bin auch der Meinung, dass diese oftmals gnadenlos unterbezahlt sind. Fast überall übernehmen sie Verantwortung, welche nicht in ihrer Aufgabenbeschreibung stehen.
Sonst würde der Laden nämlich (noch) schlechter funktionieren. Der Dienstherr vertraut hier meiner (natürlich recht unwichtigen) Meinung nach dem menschlichen Willen und Wunsch, dass es in der Dienststelle, wo man sein Geld verdient, halt nun mal klappen soll.
Bitte in Zukunft berücksichtigen
Eintrag von PVB am 20.Februar 2010
Es ist schön, von einigen Kollegen wie hier Solidarität zu erfahren. Und die meisten PVB wissen auch, was sie an den Verwaltungsleuten - im positiven Sinn - haben.
Da bin ich mir bei der Führung dieser Organisation bis hinauf in das BMI leider nicht so sicher: es drängt sich immer wieder der Eindruck auf, die Polizeiverwaltung werde nur mehr oder weniger geduldet.
Sprüche wie unverzichtbar wir seien und wie gut doch der Verwaltungsservice in den eigenen Reihen, kann ich nicht mehr hören.
Die Tatsachen sehen doch ganz anders aus: die Maßgabe von Minister Schäuble, Verwaltungsstrukturen zu reduzieren, wurde doch schamlos dazu missbraucht, Verwaltungspersonal abzubauen, die Perspektiven künstlich zu verschlechtern, Aufgaben aus der BP herauszureißen und völlig überforderten anderen Behörden zu übertragen und und und…
Die GdP weiß schon seit langem, dass viele Verwaltungsarbeitsplätze und -dienstposten nicht besetzt sind und müsste eigentlich auch die hausgemachte Chaossituation in vielen, durch die Neuorganisation aufgeriebenen Verwaltungsbereichen kennen…
Ich kann mich noch sehr gut an die Diskussionen hier im Forum vom vergangenen Jahr erinnern - und leider auch daran, wie sie im Sande verlaufen sind!
Was hat sich für die Verwaltung verbessert?
Sorry, aber mir fällt gerade nichts ein…
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 23.Februar 2010
Jeden, der gute Leistungen in der Ausbildung gezeigt hat sollte auch eingestellt werden, zumal die Stellen zur Verfügung stehen. Dafür bilden wir als Behörde aus,die meisten die sich dabei engagieren in der Ausbildung erhalten keine Zulage und machen das weil Ausbildung wichtig ist und nicht nur Ausbildungsoffensiven der Regierung abzuarbeiten sind.
Ebenso wie Herr Rubeck frage ich, was tut sich für die VB in der Fläche.
Eintrag von vb 2 am 23.Februar 2010