3. Februar 2010
” Die derzeitige Personentwicklung der Bundespolizei ist vollkommen ungeeignet, um den personwirtschaftlichen Herausforderungen heute und in Zukunft gerecht zu werden. Die Bundespolizei braucht dringend eine, klar an den Aufgabenschwerpunkten ausgerichtete Werbekonzeption. Die geworbenen Kolleginnen und Kollegen müssen dann nach Maßgabe des bestehenden und zu erechnenden Personalbedarfs bei den einzelnen Bundespolizeidirektionen, besonders auch in den Ballungsräumen, eingestellt und nach ihrer Ausbildung auch dort verwendet werden. Dieses Konzept ist auf Grundlage der heutigen Aus - und Fortbildungsdienststellen sofort umsetzbar”. Das hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei bei einer Personalversammlung bei der Bundespolizeiakademie in Lübeck festgestellt. Die GdP fordert seit langem diese personalwirtschaftliche Neuausrichtung. “Die jetzige, zentrale und planlose Personalwirtschaft hat nicht nur zu einem grundsätzlichem Personalfehl bei der Bundespolizei sondern auch zu massiven Personalproblemen vor allem in den Ballungsräumen geführt. Die Fortführung der derzeitigen Konzeption wird diese Probleme erkennbar weiter verschärfen”, so Scheuring.
Genau. Man hört ja von anstehenden Abordnungen in die Groß(bau)dienstellen über die nächsten Jahre. Was ist da dran? Kein Geld für vernünftige Kleidung, Gehaltserhöhungen und Ausstatung, aber hundertausende für Reisekosten und Trennungsgelder, wie darf man das verstehen? Diese marode Personalpolitik fährt man seit Jahren und schwächt durch die Abordnungen Inpektionen, denen das Wasser bis zum Hals steht. Kann man das mal anstatt der Hetze gegen den öD dem Bürger verkaufen? Ich würde gerne etwas dazu von der gdp hören. Langsam ist das nur noch zum kotzen.
Eintrag von Peter Pan am 3.Februar 2010
Moinsens!
Warum sollten unsere hohen Herschaften daran interssiert sein, dass es eine vernünftige Personalplanung gibt? Wir sind alle Bundesbeamte und
wie man sieht läßt sich doch alles über Abordnungen regeln.
Wer darf reisen?
Wie üblich der KSB.
Mal sehen, wann die veranschlagten 100.000 Euro an Reformkosten für die Reform III aufgebraucht sind.
Trauerspiel seit Reform 1.
Grüße
AB
Eintrag von AB am 3.Februar 2010
Auch Moin. Ja man hört, dass 4 Direktionen stellen müssen. Wieso liest man hier nichts darüber? Info auch über http://www.bpol-forum.de/forum/thread.php?threadid=701
Wozu die Reform, wenn es schon wieder mit dem Reisebuschu los geht? Die Leute suchen sich schon wieder ihre Gründe um nicht gehen zu müssen. Unruhe vorn und hinten. Echt klasse, vielen Dank…………
Eintrag von Johannes am 4.Februar 2010
Bei uns hat der Personalrat was durchsickern lassen. Das Ganze kann wieder Jahre dauern bis zum Abschluß der Reform. Liebe GDP, haut endlich mal Infos raus, die Scheißhausgerüchteküche kocht bei uns, es werden immer abgedrehtere Varianten durch die Flure geunkt. Flughäfen sollen raus sein? Führungspersonal soll nicht gehen müßen? Man munkelt sogar, es soll vorgeschrieben werden in Uniform mit dem Zug dorthin zu fahren, um dem Bürger mehr Polizei vorzugaukeln, weil ja niemand wissen kann, daß das nur Buschisten auf Reise sind. Ich hab zu diesem Mist keinen Bock mehr.
Eintrag von POM im Quadrat am 4.Februar 2010
das du mit dem zug fahren sollst,liegt daran, man möchte reisekosten sparen. aber nicht machbar. da müßtest du ja immer deine waffe mit nach hause nehmen und soweit mir bekannt ist, werden sämmtliche genehmigungen in der hinsicht zurückgenommen. (waffe mit nach haus nehmen)
und noch was. wieso werden stammkräfte der flughäfen versetzt? wo ist da die dienstliche notwendigkeit? kann mir das mal einer erklären?
Eintrag von Faulibär am 4.Februar 2010
Moinsens!
Bei uns liegt es schon schwarz auf weiß vor. Unsere Direktion muss 50 PVB stellen. Die Maßnahme soll angeblich auf ein Jahr begrenzt sein (ich glaubs nicht), mit einem Wechsel in Dreimonatsraten.
Die zu unterstutzenden BPOLIén sind genannt, Freiwilligenmeldungen sind willkommen *lach*.
Hat sich also seit 1991 nicht arg so viel geändert.
Personalkonzept??? Offensichtlich seit Jahren nicht vorhanden.
Grüße
AB
Eintrag von AB am 4.Februar 2010
AB, wohin sollen wir denn? Faulibär, die Flughäfen müssen nicht stellen. 1 Jahr? Das ich nicht lache! Die Waffengenehmigungen sollen zurückgezogen werden? Warum? Bei uns nichts bekannt. Und wenn die Kollegen mit dem Zug in Uniform zum Dienst fahren? Null Eigensicherung, oder wie jetzt? Aber hoheitlich tätig werden auf Ansprache, das geht gar nicht.
Eintrag von Abgeordneter am 4.Februar 2010
Möglicherweise sollte man sich erst einmal darüber verständigen, über was man redet. Personalentwicklung vollzieht sich jedenfalls üblicherweise am Mitarbeiter, der bereits der Organisation angehört. Wenn ich den Artikel richtig verstehe, geht es hier jedoch vielmehr um eine bedarfsorientierte Personalgewinnung. Dessen ungeachtet halte ich diese Diskussion jedoch für entbehrlich, denn Grundlage eines vernünftigen Personalmanagements ist immer eine gewisse Vorausschau. Diese sollte jedoch nicht an den engen Grenzen von Haushaltsplanung und Legislaturperioden ausgerichtet sein. Aber genau darauf ist unsere “Personalentwicklung” ausgerichtet. Dies beginnt mit einer Querschnittsausbildung und mündet in den bekannten bedarfsorientierten Personalverschiebungen. Wer hieran etwas ändern will, wird das gesamte System ändern müssen, was wohl kaum gelingen wird. Vielmehr zeichnet sich ein gegenteiliger Trend ab. Die Mitarbeiter werden zwangsweise “flexibilisiert”. Die Bemühungen der GdP sind zwar redlich, aber im Sinne des erklärten Ziels meines Erachtens nicht mehr als das Bemühen um Schadensbegrenzung. Mehr wird sich angesichts des Staatsdefizits kaum realisieren lassen. Aber ehrlich gesagt sollte man die Menschen in der Bundespolizei darauf einstimmen, was kommen wird.
Beste Grüße
Eintrag von Joe Gerner am 4.Februar 2010
Drei Monate kann man überleben. Aber darum geht es gar nicht. Ich sehe die immensen Kosten, die dadurch entstehen. Auf der einen Seite das Gejammer, die Kassen sind leer und dann das. Vernünftige Personalpolitik ist nicht nur gut für die Mitarbeiter und somit deren Firma, sondern eben auch für die Finanzen.
Ich hoffe, die GDP fordert eine Übersicht der Gesamtkosten dieser planlosen Reisereien an, und das gehört dann auf die erste Seite der Bild. Meinetwegen auch als CD gegen Unkostenvergütung, damit hat man ja in der Regierung mittlerweile leidlich Erfahrung….
Eintrag von Jens H. am 5.Februar 2010
@Joe Gerner:
Endlich ein Gleichgesinnter…
Personalentwicklung vollzieht sich in der Tat am vorhandenen Mitarbeiter. Sie ist - kurz gefasst - die Summe aller Maßnahmen, die dazu dienen, den richtigen Mitarbeiter mit der passenden Kompetenz vermittels der geeigneten Instrumente der PE am richtigen Arbeitsplatz einzusetzen. Dazu gehört, den Mitarbeitern die Gelegenheit und die Fähigkeit zum Lernen (am Arbeitsplatz oder in FoBi-Einrichtungen) zu vermitteln ebenso wie ihnen durch Mitarbeitergespräche, ein sinnvolles Beurteilungssystem und eine regelmäßige Potenzialanalyse eine persönliche, den Bedürfnissen der Organisation und ihren Kompetenzen entsprechende kontinuierliche Entwicklung zu ermöglichen…
Man könnte jetzt stundenlang so weitermachen und dabei erkennen, wie weit wir davon entfernt sind.
Personalentwicklung ist immer zuerst strategisch ausgerichtet und nicht “von der Hand in den Mund”.
Als gelerntem (und lernendem) Personalentwickler tut mir so manches fast schon körperlich weh, vor allem weil es sich mit etwas gutem Willen und weniger politischer Hektik relativ einfach umgestalten liese.
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 9.Februar 2010