4. Februar 2010
“Deutsche Bankkunden sollen in der Schweiz viel höhere Summen hinterzogen haben, als bisher bekannt ist”.
( Auszug aus dem Artikel - SteueraffĂ€re erreicht neue Dimension - SĂŒddeutsche - Online vom 4. Februar 2010 )
” Im Schnitt verdiente jeder der 77.053 BeschĂ€ftigten der Deutschen Bank im vergangenen Jahr 147.000 Euro. Im Verlustjahr 2008 waren es noch 119.000.– Euro.”
( Auszug aus dem Artikel - Deutsche Bank ĂŒberrascht mit Milliardengewinn - Spiegel - Online vom 4. Februar 2010 )
” Der Gewinn vor Abzug von Steuern betrug 5, 2 Milliarden Euro. Das heiĂt: De facto fielen nur 200 Millionen Euro an - das sind weniger als 4 % des Gewinns”.
( Auszug aus dem Artikel: Finanzbranche:Â - Deutsche Bank scheffelt Milliarden und zahlt kaum Steuern - Focus Online vom 4. Februar 2010
Mein Steuerberater hat gesagt ich (verh., 2 Kinder) bezahle prozentual mehr Steuern als Vodafon…
Eintrag von Chris am 4.Februar 2010
…und da hat dein Steuerberater vollkommen Recht! Und nun stell dir selbst die Frage: Wer ist der potenzielle Steuerhinterzieher?
Eintrag von Echaufierter am 5.Februar 2010
Die Heuchelei in diesem Zusammenhang durch FĂŒhrungsinstanzen aus Politik und Wirtschaft ist unertrĂ€glich!
BegrĂŒndung: Einem Rechtsanwalt mit angeblich mehreren Mandanten der LiechtensteinaffĂ€re ist bei einem Fernsehinterview sinngemÀà folgendes herausgerutscht: âDeutschland solle den Betroffenen einen vernĂŒnftigen Zinssatz , er denke da so zwischen 5 â 10 % des Ersparten, zur nachtrĂ€glichen und straffreien Regelung anbieten, dass hĂ€tte wohl Einsicht zur Folgeâ.
Dieses System hĂ€tte man in Frankreich und Italien bereits erfolgreichst angewandt und es hĂ€tte âZIG-MILLIARDENâ in den StaatssĂ€ckel gebracht!!!!
Naja, denke ich da natĂŒrlich sofort, entweder er erzĂ€hlt einen Schmarrn oder die CD enthĂ€lt höchstens die Spitze des Eisberges!
Eintrag von Realist am 5.Februar 2010
Ob das ein Schmarrn ist oder nicht, in anderen LĂ€ndern hat sich diese “Finanzpolitik” bewĂ€hrt. Warum auch nicht in der BundesreĂŒuBLICK(t)?
Aber Nein, hier muss das Rad neu erfunden werden, und in der Zwischenzeit haben andere genĂŒgend Zeit sich weitere CDs zu brennen.
M. E. (den Straftatbestand der Steuerhinterziehung einmal nicht berĂŒcksichtigt) ist das ein Zusammenspiel von Ursache und Wirkung. WĂ€hrend die “Kleinen” noch mehr gebeutelt werden, sacken die GroĂen ein. Steuererleichterung, EU Subventionen, Gewerbesteuerbefreiung, etc., pp.
In meinen Augen eine andere Form der Beihilfe zur Steuerhinterziehung!!!
Eintrag von Echaufierter am 6.Februar 2010
Hallo Echaufierter,
das mit dem Schmarrn bezog sich auf die Steuernachzahlungen in Höhe von “ZIG-MILLIARDEN” fĂŒr Frankreich und Italien. Das war ein wenig ironisch gemeint, denn ich glaube, dass durch diese Zahl, so sie denn stimmt, 2 Dinge offensichtlich werden:
1. Es liegt viel mehr Geld in der Schweiz etc. verborgen, als man nach aussen dringen lassen will.
2. Die bodenlose Arroganz und Ignoranz des Kapitals.
zu 2. dies wird seit gestern noch dadurch bekrĂ€ftigt, dass die auch noch so dreist sind, auf Schadensersatz zu klagen, da sie nicht rechtzeitig gewarnt wurden und sich somit nicht selbst rechtzeitig anzeigen konnten. Es ist der Volksmeinung egal, ob die vor dem Gericht “RECHT” bekommen. Es brodelt heftigst. Aber es ist kein Deutschland-, oder Europa-, sondern ein weltweites Problem.
Und wie man bei Selbstanzeige finanziell verfĂ€hrt, ist eigentlich zweitrangig. FĂŒr den sozialen Frieden, den wir alle so sehr erhoffen, halte ich fĂŒr die Zukunft das weltweite Verbot von anonymen Nummernkonten fĂŒr unabdingbar, das gilt gleichermaĂen fĂŒr Stiftungen wie fĂŒr Privatpersonen oder Firmenkonten!!!
Eintrag von Realist am 9.Februar 2010
…dazu mĂŒsste das Steuergeheimnis gelockert werden, das Zusammenspiel der Behörden gelockert werden, die Justiz ihre Samthandschuhe ausziehen mĂŒssen!
Eintrag von Echaufierter am 9.Februar 2010
Noch mal eine ErgÀnzung:
Gestern trafen sich Bankenmanager und Finanzminister nahezu aller europÀischen LÀnder.
Tenor: Man mĂŒsse aufpassen, dass “das Kapital” nicht in Banken anderer LĂ€nder abwandere, das kĂ€me einer Katastrophe gleich!
Fazit: Deswegen sprach ich weiter oben von einem globalen Problem. Das Kapital hat sich verselbstÀndigt und regiert die Welt. So ist es nun einmal, das ist kriegsÀhnlicher Zustand durch Kapitalismus (Punkt)
Und immer mehr Leute kapieren das!
Eintrag von Realist am 15.Februar 2010