11. März 2010
Der Bundesmnister des Innern, Dr. Thomas de Maiziére hat dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages zum ersten März 2010 einen Bericht zur Neuorganisation der Bundespolizei vorgelegt. Von dort wurde der Bericht inzwischen der Gewerkschaft der Polizei zugesandt. In dem Bericht werden alle Ziele der Neuorganisation als gut erfüllt dargestellt. Die gebotene, kritische Betrachtung und die Auseinandersetzung mit den bestehenden Problemen und Schwierigkeiten fehlt völlig. Das nimmt dem Bericht deutlich Akzeptanz und relativiert in der Folge auch ein Stück weit die beeindruckende Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei in den letzten zwei Jahren “zum Laufen” der neuen Organisation eingebracht haben. “Wir betrachten mit großer Sorge, dass zur Zeit offensichtlich weder die Kraft noch die Bereitschaft vorhanden ist, sich konstruktiv kritisch auch Problemen zu stellen. Die Gewerkschaft der Polizei und wohl auch die anderen, in der Bundespolizei vertretenen Gewerkschaften waren zu keinem Zeitpunkt an der Entwicklung des Berichtes beteiligt. Wir werden jetzt zusammen mit unseren Direktionsgruppen unsere Position zum Stand der Neuorganisation erarbeiten und bis zum 15. März 2010 dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages zuleiten”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin. Der Bericht wurde der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei durch den neuen Abteilungsleiter Bundespolizei, Franz-Josef Hammerl im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit ebenfalls zugesandt.
Bericht zur Neuorganisation der Bundespolizei des BMI
“Wir werden Gliederungen zusammen mit unseren Direktionsgruppen unsere Wahrnehmung des Standes der Neuorganisation zusammenführen und bis zum 15. März 2010 dem Innenausschuss des Deutschen bundestages zuleiten”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.”
Hallo Jupp,
bitte aber schonungslos und ungeschönt, damit endlich mal ans Licht kommt, was diese so “hochgepriesene” Neuorganisation bisher w i r k l i c h gebracht hat. Vielen Dank schon einmal dafür!
Gruß
Eintrag von andiboko am 5.März 2010
Es wird endlich Zeit, das von unten nach oben Tacheles gesprochen wird. Man behandelt uns zwar so, aber ich bin weder eine Nummer noch möchte ich wie ein Sklave behandelt werden, entmündigt den Entscheidungen der Oberen ausgesetzt. Bei dem größten Mist nur “Hurra” zu schreien ist nicht mein Ding.
Eintrag von Jens H. am 5.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
“DAS SCHLÄGT DEM FASS DEN BODEN AUS” !!!
LÜGE Nr. 1:
“Die operative Basis der Bundespolizei wurde durch die Neuorganisation gestärkt und bedarfsorientierter
auf ihre Aufgabenschwerpunkte hin ausgerichtet. Die Bundespolizei ist nunmehr in der Lage, ihrer Rolle als Polizei mit besonderen Aufgaben noch besser gerecht zu werden
und flexibler auf veränderte Herausforderungen zu reagieren.”
Wahrheit Nr.1:
Wo sind die 1000 Mann/Frau mehr auf der Straße? Die operative Basis, nämlich die BPOLI`en, haben keinen/kaum einen MA mehr bekommen, die Dienstgruppen gehen nach wie vor auf dem Zahnfleisch und von oben wurden alle Verwaltungsaufgaben der ehem. BPOLÄmter nach unten auf die BPOLI`en delegiert. Sachstand aktuell: Zur Bewältigung der ganzen Verwaltungsaufgaben muss z.T. in die Dienstgruppen/KSB reingeriffen werden.Folge:Noch weniger auf der Straße!
LÜGE Nr.2:
“Durch Zentralisierung konnten insbesondere in den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnik sowie Polizeitechnik und Materialmanagement Arbeits- und Entscheidungsprozesse standardisiert, gestrafft, technisch besser unterstützt und vereinfacht werden.
Dadurch wird den fachlichen Anforderungen schneller und gezielter entsprochen.”
Wahrheit Nr.2:
Super Vorlage, Ihr “Experten”! Stichwort IT-ServiceDesk und
C I T R I X. Durch die tollen Experten der ‘Ref. 5 und 6 können wir nunmehr Bandansagen abhören, wo die momentane Arbeitsfähigkeit der BPOL so hin und wieder mal komplett ausfällt. Zwischenzeitlich hat man den örtlichen Admins hintenrum doch die ein oder andere Berechtigung wieder zugespielt, damit es überhaupt noch funktioniert. Die armen Schweine, die CITRIX ertragen müssen - können stunden-bzw. tageweise garnicht mehr arbeiten. Das Störungen/Probleme/Ersatzbeschaffungen schneller beseitigt/durchgeführt werden ist doch wohl ein Witz. Wer über das BPOLP eine Beschaffung benötigt, der hat es ja mal ganz hinter sich!
LÜGE Nr.3:
“Mit der Zentralisierung von Aufgaben im Bereich Polizeitechnik und Materialmanagement konnte in den Dienststellen vor Ort Personal (in der Regel Polizeivollzugsbeamte) freigesetzt werden.”
Wahrheit Nr.3:
Ja, “FREISETZEN” heisst das also, wenn Kolleginnen und Kollegen Herzkasper, Schlaganfälle und Dauerstress erleiden müssen. Diese armen Schweine wurden ja mal richtig alleine gelassen!
LÜGE Nr.4:
“Eine Erhöhung der Präsenz lässt sich auch anhand der Entwicklungen polizeilicher Maßnahmen
und Ergebnisse belegen.”
Wahrheit Nr.4:
Ohne Worte !. Da werden Kolleginnen und Kollegen (4, in Worten: vier) z.B. beim BPOLR BI kürzlich von über 100 Hooligans zusammengewixt und der Dienstherr erzählt noch was von Präsenzerhöhung? (da hat doch der CONTROLLER wieder die Finger drin)
Abschließende LÜGE Nr.5:
“Abschließend ist besonders hervorzuheben, dass trotz laufender Neuorganisation kein Qualitätsverlust
bei der Aufgabenwahrnehmung feststellbar wurde.”
Wahheit Nr.5:
So blind kann kein Maulwurf sein !
lalalala….Dear Mr.Präsident…lalalala
W A R U M ????????????????
(ggf. letze Chance, den Kopf aus der Schlinge zu ziehn?????)
Eintrag von bingo am 5.März 2010
Es ist schon komisch, dass in diesem Bericht wiedermal alles schön und gut geredet wird.
Vielleicht waren einige Sachen an dieser Umstrukturierung auch gut, aber bestimmt nicht alle.
Und der sog. kritische Teil in diesem Bericht fehlt völlig, deshalb wird diesem Bericht auch eine gewisse Objektivität genommen.
Ich hoffe auf einen objektiven, kritischen und realitätsnahen Bericht der GdP.
Danke!
Eintrag von A. am 5.März 2010
Aber wirklich Tacheles, und keinerlei politisches Gesäusel und Honig um den Bart schmieren.
Eintrag von Hans am 5.März 2010
Von unten wird schon ewig lange Tacheles gesprochen was aber nichts bringt. Es wird Zeit das unsere Oberen im hd mit ihrer elenden Arschkriecherei und ihrem vorrauseilenden Gehorsam aufhören. Ist doch klar, dass ein Bundesinenmnister sagt die Reform sei gelungen. Die Herren im hD sorgen doch dafür das alles klappt. Es werden Schattenstrukturen, Leute von A nach B geschickt, Kräfte ausgeliehen …….. Das könnte man ewig weiterführen. Sicherlich ist es notwendig den Dienstbetrieb und somit auch die innere Sicherheit zu gewährleisten, aber es muss auch in den oberen Etagen auf Mängel hingewiesen werden. Und das wird meiner Meinung nach nicht getan.
Eintrag von Frage am 5.März 2010
Diese Stellungnahme sollte natürlich mit der gebotenen Deutlichkeit erfolgen!
Das heißt auch, daß man es sich an dieser Stelle verkneifen sollte, darüber zu diskutieren, ob die eine oder andere Inspektion zusätzlich notwendig ist, da 3 KSB zusätzlich und dort 2 Gruppenleiter etc.
Daran, wie genau wir aus der Sch#*+*$# hinauskommen, können wir nachdenken, sobald man höherenorts zugegeben hat (oder es bewiesen bekommen hat), solche gebaut zu haben!
Dieses jedoch scheint unabdingbar zu sein, wenn man sieht, mit welcher Impertinenz die ursprünglichen Absichten (Träumereien) nunmehr als verwirklicht verkauft werden sollen.
So haben wir ja nun alle erlebt, welche Segnungen die Zentralisierung für uns bereit hält: bestimmt nicht , wie behauptet, eine Straffung der Organisation und der Entscheidungswege, sondern vielmehr Gängelung der Basis bis hin zur Entmündigung! (Erinnert so ein wenig an den schwarzen Ritter aus “Ritter der Kokosnuss”, gell? ….”Das ist nur ein Kratzer!…”)
Gesprochen werden muß über die grundsätzlichen Dinge, wie eben die Zentralisierung, die infolge der Vergrößerung der Inspektionen auch hier gnadenlos zuschlägt. Gesprochen werden muss auch über die (nicht vorhandene) Infrastruktur bei den Revieren, die bereits jetzt einen erschreckenden Verfall dieser ehemals selbstständigen Dienststellen verursacht hat.
Gesprochen werden muss auch über die Nichtberücksichtigung des strukturellen Personalfehls bei der Erstellung des ODP, die uns bereits jetzt einen Wanderzirkus = Abordnungstourismus ungeahnten Ausmasses beschert hat, obwohl die Reform genau dieses abstellen wollte.
Gesprochen werden muss über die nicht ausreichenden Stellen bei den Führungsgruppen der Inspektionen, die bereits jetzt Schattenkabinette von bisher nicht bekannten Dimensionen erzeugt haben. (Was ziemlich stark mit der Tatsache zusammenhängt, dass angesichts der Personalstruktur eines umgedrehten Tannenbaumes, was das Verhältnis BPOLP/BPOLD/BPOLI anbetrifft, die Zuarbeit für die vorgesetzten Stellen ungeanhnte Ausmasse angenommen hat; - sollte es nicht umgekehrt sein? - Die Basis stärken?…. )
Gesprochen werden muß vor allem auch über die Art der Durchführung! Größtmögliche Transparenz und äußerste Behutsamkeit bei der Umsetzung war versprochen…. - und?
Gesprochen werden muß über die Zerstörung der Zusammenarbeit mit den Länderpolizeien, bedingt durch Personalwechsel/Verlust der Ansprechpartner, u.a. durch Zerstörung der internen Strukturen mit neuen Dienstplänen. (Obwohl durch Dienstvereinbarung eigentlich garantiert)
Gesprochen werden muss auch darüber, ob es notwendig war, inmitten des (zugegeben selbst erzeugten) Chaos auch noch die Schrauben bezüglich der unsäglichen “Verwaltungsmodernisierung” anzuziehen. Seid versichert, es gibt sowohl an der Basis (die geben es offen zu) bis hin ins “mittlere Management” (dort nur hinter vorgehaltener Hand) kaum jemanden, der noch Begriffe wie “Vision”, “Zielvereinbarung” und wie die ganzen Begriffe des BWL-Baukastens auch immer lauten mögen, noch hören kann, ohne dass ihm schlecht wird!
Und es muss gesprochen werden über die mutmasslich komplette Zerstörung des Vertrauens der Mannschaft (und hier beziehe ich nicht nur das mittlere, sondern auch das “höhere” Management ein) zu seinem Dienstherrn!
Fazit: man hat´s gnadenlos überzogen!
Und erwartungsgemäß ist es in die Hose gegangen!
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 5.März 2010
Ich muß wiedermal den Verfassern der vorhergehenden Mails recht geben.Wir sind wohl langsam wieder im Feudalismus angekommen.Man soll sein ganzes Privatleben nur noch dem Irrwitz der hohen Herrschaften anpassen.Sich stundemnlang auf der Autobahn rumtreieben,einen Haufen Mehrkosten für die zusätzliche Unterkunft aufbringen,keine Fanmilie,keine Hobbys mehr ect.Wo man das Geld her nimmt,danach fragt keiner von diesen,ich verkneife mir lieber den Ausdruck.In seiner Antrittsrede hat “unser” herrlicher Minister ja etwas von Loyalität gefaselt Das sind einfach nur Witzfiguren,die sich wie immer alles schön reden.Und das wird sich wohl auch nicht ändern.Aber wenn mal wieder die Hecke brennt,dann fällt denen ein das es uns ja auch noch gibt.
Hoffentlich ist man sich da nicht zu sicher!!!
MfG A.K. .
Eintrag von A.K. am 5.März 2010
Auch die Kommunalpolitik beurteilt die Ergebnisse der Neuorganisation der Bundespolizei und der Brandenburgischen Polizei anders, daher verabschiedeten sowohl die Gmeindevertretung der Gemeinde Tantow, als auch der Amtsausschuß des Brandenburgisch-Vorpommerschen Amtes Gartz/Oder eine Resolution. Diese können Sie hier nachlesen: http://gemeinde-tantow.tribax.com/user-blog/32840/596/
Der Wortlaut:
Resolution des Amtsausschusses des Brandenburgisch-Vorpommerschen Amtes Gartz/Oder gegen die weitere Verschlechterung der Präsenz der Polizei des Landes Brandenburg und der Bundespolizei
Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen steigt insbesondere die Eigentumskriminalität im Grenzgebiet, wie aus einer Vielzahl von Medienberichten entnommen werden kann, signifikant an. Auch nehmen die Rücksichtslosigkeit und das Gewaltpotential der Straftäter erkennbar zu. Im Amtsbereich kam es u.a. zu folgenden Vorfällen:
- Einbruchsserien auf Booten an den Anlegern Gartz/Oder und Mescherin
- Einbruchsserien Garagen z.B. in Tantow alleine 8 Objekte in einer Nacht
- Einbruchsserien in Gärten und Lauben in mehreren Gemeinden des Amtes
- Ein Gemeindebediensteter wurde beim Schneeräumen von Autodieben angefahren, während er mit dem Schrecken davon kam, wurde der Traktor der Gemeinde erheblich beschädigt.
- Ein Einwohner überraschte einen Einbrecher am hellerlichten Tage im eigenen Haus, konnte diesen überwältigen und bis zum Eintreffen der Bundespolizei festhalten.
- Eine große Zahl von Einwohnern berichtete in Bürgersprechstunden darüber, dass sie bei Verkehrsunfällen mehr als eine Stunde auf das Eintreffen der Polizei warten musste.
- Der Fahrgastverband PRO BAHN berichtet, dass bei Vorfällen in den Zügen die Bundespolizei oft nicht rechtzeitig am Einsatzort war, um Randalierer oder Schwarzfahrer zur Verantwortung zu ziehen.
Von 2002 bis 2012 wurden, verantwortet durch den ehemaligen brandenburgischen Innenminister Schönboom, 1.766 Stellen in der Brandenburger Polizei gestrichen (davon 390 Kripo-Stellen im Rahmen der Evaluierung der Kriminalpolizei), was zu einem Rückgang der Aufklärungsquote um 5,5% führte (Quelle GdP Brandenburg). Der neue Innenminister Speer will nun bis zum Jahre 2019 nochmals 1.880 Stellen streichen. Somit werden 2019 nur noch 7.000 Polizistinnen und Polizisten Dienst verrichten. Nach öffentlichen Verlautbarungen hält Innenminister Speer dies für vertretbar.
Im Rahmen der Neuorganisation der Bundespolizei, welche unter dem ehemaligen Bundesinnenminister Dr. Schäuble begonnen und vom jetzigen Bundesinnenminister Dr. de Maizière fortgeführt wird, wurden in Brandenburg das Bundespolizeiamt Frankfurt/Oder aufgelöst und die ehemals 6 Bundespolizeiinspektionen zu 3 Inspektionen zusammengelegt. Damit fielen etwa 800 Stellen bei der Bundespolizei in Brandenburg weg. Im Amt Gartz wurde aus der Bundespolizeiinspektion Gartz mit ca. 150 Beamten, das Bundespolizeirevier Gartz mit nur noch 45 Beamten laut Stellenplan. Auch ist es derzeit so, dass die Bundespolizeiinspektionen an der deutsch-polnischen Grenze die sogenannten“ Schwerpunktdienststellen der Bundespolizei“ in Berlin und den westlichen Bundesländern mit mehreren Hundert Abordnungskräften unterstützen müssen. Diese Abordnungskräfte werden überwiegend von den Beamten gestellt, welche nach der Neuorganisation eigentlich weiterhin in den Grenzdienststellen Dienst tun sollten.
Weiterhin wurden auch die Kräfte der Bundeszollverwaltung ganz erheblich verringert.
Position des Amtsauaschusses:
Der Amtsausschuss des Brandenburgisch-Vorpommerschen Amtes Gartz/Oder hält die durch den Personalabbau bei der Landespolizei des Landes Brandenburg und der Bundespolizei eingetretenen Zustände für nicht länger hinnehmbar, denn der Staat hat das Gewaltmonopol in der Bundesrepublik, er ist aber auch in der Pflicht dieses auch auszuüben, bzw. überhaupt ausüben zu können. Es ist daher die Pflicht des Staates, namentlich des Landes Brandenburg und des Bundes, diesen Schutz seiner Bürger auch zuverlässig zu gewährleisten.
Auf Grund der bisher in dieser Form und diesem Ausmaß noch nicht vorgekommenen Vielzahl der Fälle, kommt der Amtsausschuss des Brandenburgisch-Vorpommerschen Amtes Gartz/Oder zu dem Ergebnis, dass sich die Situation für die Einwohner des Amtsbereiches hinsichtlich der zuverlässigen Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung ganz erheblich verschlechtert hat.
Forderungen:
Der Amtsausschuss des Brandenburgisch-Vorpommerschen Amtes Gartz/Oder fordert daher:
- Kein weiterer Personalabbau bei der Polizei des Landes Brandenburg.
- Kein weiterer Personalabbau bei der Bundespolizei im Grenzgebiet.
- Die Erhaltung aller bestehender Dienststellen von Landes- und Bundespolizei insbesondere im Amtsbereich, in der gesamten Uckermark und dem Land Brandenburg.
- Dass, das Personal, insbesondere bei der Bundespolizei, aber auch beim Land Brandenburg, welches hier in den Dienststellen seine zugewiesenen Planstellen hat, auch tatsächlich in den hiesigen Dienststellen seinen Dienst verrichtet.
Eintrag von Bürgermeister Tantow am 5.März 2010
“Mobilität” - das ist das Ministers liebstes Ding!
Spielt das Ding mal in die richtige Enge…
… Reise. Reise lieber Buschist!!!
Achtet mal was kommt: 2010 /2011 treibt euch der Minister wieder auf Reisen!!!
Eintrag von müllerblau am 5.März 2010
Hallo Bürgermeister!Jeden normal denkenden Bauern, würde man in die Klapse schicken,wenn er trotz eines Wolfes in der Gegend seinen Weidezaun abbauen würde.Aber diese Herrschaften in Berlin sind wohl eher keine Bauern.Sie sind einfach nur Ignoranten und das mit höchster Einstufung.Man zieht die Leute aus relevanten Bereichen ab,um sie in der Provinz einzusetzen,dort wo nichts passiert.Man kann ja damit die Kriminalitätsstatistik senken.Also,was wollt ihr denn es passiert doch nichts,so wir wie es gesagt haben.Einfach nur eine verlogene Bande!MfG A.K.
Eintrag von A.K. am 5.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
lieber Jupp Scheuring,
NUN HABEN WIR DIE QUITTUNG FÜR DAS BESTREBEN EINER VERTRAUENSVOLLEN ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN PERSONALVERTRETUNG UND DIENSTHERR BEKOMMEN !
WAS WURDE SCHON ALLES THEMATISIERT UND AUF MIßSTÄNDE HINGEWIESEN.
ERGEBNIS: …EY, läuft doch Super !
Hierzu auch ein Querverweis auf den eingestellten Beitrag vom 22.11.2009 “GdP-Beirat gibt wissenschaftliche Studie in Auftrag”.
Studie is OK ! aber “wir” sind im Rahmen diese NeuOrg BPOL so oft von unseren vorgesetzten Dienststellen “verarscht” worden.
Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Studie hat sich die GdP auch im November dazu entschlossen, die Internetseite bundespolizei-gerechter abzuschalten. Hier konnte jeder Mißstände anprangern und offen legen. Zeitgleich wurde im FOCUS ein Bericht abgedruckt, dass der
“Stuhl des Präsidenten der BPOL wackelt”.
Fakt ist, das Herr Seeger kann und will doch garnichts anderes an das BMI aussagen, dass alles wunderbar läuft. Sagt er, dass die Geschichte voll in die Hose gegangen ist - war er wohl nicht der Richtige und es muss ein Nachfolger gesucht werden. Das gleiche Dilemma für die hohen Herrn in den ehem. Aufbaustäben, welche nunmehr wichtige Schlüsselpositionen (Präsi`s BPOLD, StBL, SBL etc.)besetzen.
Abschließend gehe ich davon aus, dass die GdP die Internetseite bundespolzei-gerechter mit den nicht mehr zu kontrollierenden Mißstandskundgebungen auch deshalb abgeschaltet hat, weil Ihr Euch davon ein Fortkommen in der Sache versprochen habt.
Lieber Jupp,
erinnere Dich mal zurück, mit welchem Behördenvertretern (BPOL/BMI etc.)DU in der Vergangenheit gesprochen hast und was diese Dir versprochen haben, wenn auch die GdP in “gewissen Dingen” entgegen kommt.
Wie gesagt, die Quittung liegt nunmehr Schwarz auf Weiß auf dem Tisch. Es lohnt sich nicht die Bande zu schützen, die Organisation der BPOL bedarf dringend einer Säuberung.
Eintrag von bingo am 6.März 2010
Ja ist klar, die Personalpolitik für Bundesbehörden regelt in Zukunft der Dorfbürgermeister von Kleinkleckersdorf.
Eintrag von Rick am 6.März 2010
Ich sags euch ganz ehrlich, wenn es in der BPOL so weitergeht, dann gute Nacht.
Wir regen uns alle über dieses Dokument auf, aber was können wir ändern?
Hier wird öffentlich nicht vollständig die Wahrheit gesagt und geschrieben und wir sind machtlos.
Und, so lange wir immer wieder in alte Muster verfallen, werden wir an dem o. g. Verfahren nichts ändern.
Keiner möchte wissen wie es wirklich ist!
Und, keiner möchte daran etwas ändern!
Die ganzen Probleme haben wir doch nur, weil die BPOL kein Stück soziale Kompetenz hat. Mit der “Basis” wird nicht gesprochen, die Basis wir von allen Entscheidungen entbunden…!
Seit ich bei der BPOL bin, hatte ich noch nie zu einem Entscheidungsträger im BMI Kontakt. Ich hab noch nie den Innenminister bei mir auf der Dienststelle gesehen. Ich hab noch nie eine Entscheidung mitbekommen, die etwas positives für die kleinen Leute brachte.
Und das, was jetzt wiedermal passiert ist doch nur das, was seit Jahren fortbesteht….
Ich wünsche uns allen, dass es endlich besser wird, aber die Aussichten sind sehr trüb!
Es braucht nicht mehr Geld, wir brauchen nicht noch mehr Führung, das Einzige was wir brauchen ist die Wahrheit und diese ist kostenlos.
Und wenn wir soweit sind, dann können wir mit viel sozialer Kompetenz auch die anderen Probleme lösen.
Vielen Dank!
Eintrag von A. am 6.März 2010
Ob man überhaupt noch weiß was an der Basis los ist.Hier wird von oben Personal verschoben was total unverständlich ist.Z.B. sollen die Grenzinspektionen/Flächeninspektionen im Osten reduziert werden aber anderseits suchen die Grenzinspektionen im Westen ein Haufen Leute.Entschuldigung das ist die Grenze zu Frankreich u.s.w.
Mir ist diese Logik zu hoch.Die Planung der Reform hätte mal lieber der mittlere Dienst machen sollen ,denn die Wissen wie es wirklich läuft.
Eintrag von yxv am 6.März 2010
DEI ÜBUNG WAR EIN VOLLER ERFOLG!!!!!!!!!
Beim Lesen des Berichtes fühlte ich mich in die Zeit beim Verband so gegen Ende der 80er Jahre zurückveretzt.
Die älteren Kollegen können sich daran erinnern. Unzählige Übungen, u.a. damit irgendein Polizeirat befördert werden konnte.
Die Lage: Seit 8 Wochen hat es nicht mehr geregnet. 30 Grad im Schatten. Der Sachsenwald brennt. Der BGS ist eingesetzt…Absperrung, Raumschutz etc…und jetzt kommts!!! Evakuierung der weitestgehend vom Feuer eingeschlossenen Ortschaft Friedrichsruh.
Diese Aktion dauerte 3 Tage. Es wurde eine komplette Einsatzabteilung eingesetzt. Die Übung fand im Novemer bei spätherbstlichen Wetter statt. Und das nur damit ein stellv. Abteilungsführer seinen Pickel bekommt.
Ja was gleubt ihr war das Ergebnis der Besprechung?
DIE ÜBUNG WAR EIN VOLLER ERFOLG!!!!!!!!!!!!!!
Es gab bei weiteren unzähligen zum Teil unnsinnigsten Übungen nie ein anderes Ergebnis, wenn mind. ein A 13er das Drehbuch geschrieben bzw. geführt hat.
Ich spreche hier bewußt von einer Übung oder auch Generalprobe, denn nichts anderes ist diese Reform auch.
Das nächste Ding ist garantiert im Werden. Ich denke da an Begriffe wie…Überarbeitung der Sicherheitsarchitektur…Flughafen Schönefeld…weiterer Terminal in Frankfurt/Main…weiterer Ausbau und Übernahme der US-Airbase bis 2018 und andere “Baustellen unserer Behörde”.
Und das bei immer knapper werdendem Personal.
Ich hoffe das die Gewerkschaften dem Innenausschuß reinen Wein einschenken und das ihnen zugehört wird.
Eintrag von KSB aus dem Norden am 6.März 2010
Kleiner Tipp für MUTIGE: Jeder kann auch kostenlos den Petitionsausschuss des Bundestages anschreiben. Der ist mit Mitgliedern aller Parteien besetzt, so dass es immer unangenehme Fragen von dort aus Richtung BMI/BPOLP geben wird!
https://epetitionen.bundestag.de/index.php
Eintrag von meisterkoch72 am 6.März 2010
….der Minister hat doch sein Versprechen gehalten: 1000 PVB auf die Straße - Volltreffer: 1000 Reform-3 Pendler sind ganz bestimmt hinzugekommen!
Eintrag von onkeljue am 6.März 2010
Die Initiative sich an den Innenausschuß des Deutschen Bundestages zu wenden ist sehr wichtig und überfällig.
Bitte liebe Gewerkschaften arbeitet doch endlich mal ALLE GEMEINSAM daran, diese Lügen, anders kann man es nicht nennen, und auch grade die damit verbundene Täuschung der Öffentlichkeit, anzuprangern.
Wendet euch doch endlich mal an die Öffentlichen Medien, Bundesrechnungshof, ( Stichwort Abordnungskosten) usw.
Innerhalb unserer Behörde ist leider die Realität in so weite Ferne gerückt, daß man teilweise an seinem Verstand zweifeln muss.
Dies meine ich ernst!
Viele Kollegen fühlen sich an ihre Zeit in der DDR erinnert.
Da war ja auch von oben alles Friede, Freude, Eierkuchen, alles wurde übererfüllt, alles war super und die Realität war das genaue Gegenteil.
Wo dies geendet ist, wissen wir ja alle….
Eintrag von Offensive am 6.März 2010
Da fehlen einem die Worte!!!!!!!
Der Bericht erinnert einen an ein Drehbuch - natürlich mit Happy End.
Dieser Bericht ist für alle “echten” Polizisten und betroffene Verwaltungsbeamte ein Schlag ins Gesicht.
Wer so offen lügt gehört öffentlich abgestraft!!!
Herr Minister. Wir, die Basis, kennen die Wahrheit und müssen jeden Tag damit umgehen. Bitte verzichten Sie und Ihre Staatssekretäre sowie die Referatsleiter zukünftig auf Dankschreiben oder senden Sie diese ausschliesslich in den Märchenwald nach Potsdam.
Weiviel Kröten müssen wir eigentlich noch schlucken?
Der “Elefant” Neuorganisation rennt ungebremst durch den Porzelanladen. Am Ende kann man den Laden nur noch schließen.
Eintrag von BaPo m.D. am 7.März 2010
“Viele Kollegen fühlen sich an ihre Zeit in der DDR erinnert.”
Eintrag von Offensive am 6.März 2010
Es schmerzt zwar, diese Äußerung zu lesen (und immer häufiger im Kollegenkreis zu hören…), letztendlich bleibt aber kaum etwas anderes zu konstatieren:
Das begann mit der Lüge vor dem HPR : “…niemand hat die Absicht, eine Mau… ähh, eine Reform durchzuführen” und gipfelt nun (vorläufig) in dem seit knapp einer Woche vorliegenden “Bericht”, der vor allem eines deutlich macht: einen erschreckenden Realitätsverlust, der dann eben auch ungute Erinnerungen aufkommen lässt: Nichterfüllung des Planes (in diesem Falle des “Reformplanes”…) kann es nicht geben und insofern wird das Ergebnis so frisiert, bis es passt! -
Und dies, nächste Parallele, obwohl jeder, der nicht vollkommen neben der Kappe durchs Leben geht, hundertprozentig weiß, daß da gelogen wird! Ja, es ist eher so, daß nahezu niemand noch etwas anderes erwartet hat!
- Warum nur? Wir sind gerade fleißig dabei, nicht nur den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen, sondern uns darüber hinaus noch unserer eigenen Wurzeln zu berauben. Ein paar Jahre noch, und keiner weiß mehr, warum in früheren Jahren auch im Ausland anerkennend die deutsche (Nachkriegs-)Verwaltung als vorbildlich galt:
“German civil servants are unbribebable” (Deutsche Beamte sind unbestechlich) ist nur einer der Sprüche, die man früher des öfteren von Reisenden vernehmen konnte.
Damit wurde ein gewisses Vertrauen in die Verwaltung signalisiert, in der meine Generation (50+) noch sozialisiert wurde. (Jaja, Opa wieder….)
Dieses Vertrauen bekam zwar erste Risse, als man dann irgendwann feststellen musste, dass in konkreten Fällen auch diese vorbildliche Verwaltung, z.B. in Stellenbesetzungsverfahren, keine Probleme damit hatte, sich die Wahrheit je nach Bedarf ein wenig anzupassen. (man könnte auch sagen, zu lügen, dass sich die Balken biegen)
Vom Grundsatz her war jedoch trotzdem das Vertrauen vorhanden, dass beim Staat schon alles mit rechten Dingen zugehe, in absoluten Ausnahmefällen dann ja aber auch noch die Justiz weiterhelfen könne.
Mittlerweile sind wir eher so weit, daß grundsätzlich alles, was von oben kommt, zunächst mal angezweifelt wird. Dass dieses so ist, ist jedoch nicht die Schuld irgendwelcher Verschwörungstheoretiker, sondern derjenigen, die in den letzten Jahren alles dafür getan haben, diese (berechtigten!) Zweifel zu nähren, indem zunehmend diejenigen, die von den gesammelten Segnungen der grassierenden Reformwut betroffen sind, als lästiges Beiwerk betrachtet werden, die es wagen, der göttlichen (ministeriellen) Weitsicht nicht zu folgen!
So kommt es denn auch, dass vor allem diejenigen, die diesen Polizeiberuf mit Leib und Seele ausüben und aus vollster Überzeugung Schutzmann/frau (sic!) sind, sich zunehmend von der eigenen Führung verraten vorkommen!
Aber nur weiter so! - Um den Kreis wieder zu schließen: Die Geschichte hat gelehrt, daß sich die Realität auf Dauer nicht ausblenden l ä ß t !
Müssen wir eigentlich jede (schlechte) Erfahrung mehrfach machen? -
Bei der Bundespolizei anscheinend schon!
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 7.März 2010
Diese Lügen gehören an die Öffentlichkeit.Kein Mensch, nicht mal ein Buschist, muss sich so belügen und verarschen lassen.Diese Herren gehören in aller Öffentlichkeit angezählt bevor noch mehr Schaden entsteht und unser Laden komplett vor die Hunde geht.
Eintrag von Buschist16 am 7.März 2010
Liebe GdP:
Macht diese Lügen öffentlich..
Bringt es an die Medien…
Diese Lügen unserer Behörde machen mich und andere nur noch krank..
Wenn ich mich im Kollegenkreis umschaue sehe ich nur noch innnere Kündigungen..
Und wenn ich dann eine Aussage eines IL´s zum Thema Abordnungen höre, dass sich doch Kollegen, die kurz vorm BurnOut stehen, sich doch bitte freiwillig für eine Abordnung nach Karlsruhe melden sollen, da
a) es doch eine schöne Gegend ist
und
b) dort weniger zu tun ist..man sich also erholen kann..
dann könnt ich nur noch ko……
Eintrag von Schottersheriff am 7.März 2010
…es überrascht keineswegs, wenn in diesem hierarchischen aufbau (behörde-minister-regierung/abgeordnete), der dienstherr in gestalt des innenministers, die meldung abgibt: “alles bestens gelaufen”. spätestens auf den letzten stufen der leiter, im präsidium zur abteilungsleitung, sprich resort, wurde eh` der meiste “dreck” abgefiltert. die vorstufen waren nur eine art “grobfilter”.
jetzt fehlt eignetlich nur doch, dass der innenausschluß des deutschen bundestages, als allerletzte stufe, diesen bericht und damit die reform und den zustand der behörde bundespolizei als gelungen ansieht - als erfolg betrachtet.
in anbetracht solcher aussichten kann man sogar den erfolg des sprachrohres “gewerkschaft” anweifeln.
armer steuerzahler - armer bundespolizist (basis) - armer wähler - armer bahnkunde - armer fluggast - armer…
Eintrag von kowallsky am 7.März 2010
Ich habe mir das gerade mal durchgelesen! Der blanke Hohn! (Man könnte das auch als glatte Lüge bezeichnen!) Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man sich glatt darüber kaputt lachen!
Wo sind beispielsweise die 1.000 Kollegen/ Kolleginnen KSB mehr an der Basis (auf der Straße/ Schiene/ in der Box)??? Ich sehe in meinem Bereich keine, weder in Realität noch auf dem Papier!
“Viele Kollegen fühlen sich an ihre Zeit in der DDR erinnert.”
Eintrag von Offensive am 6.März 2010
Dem ist nichts hinzuzufügen ausser dem hier:
Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf!
Eintrag von Sergant am 7.März 2010
ja ja, wer hatts erfunden? die Schweizer nein, diesmal nicht, sondern Profiler, Visionäre, Manager usw. usw. Und keiner traut sich in diesem Hause Bundespolizei den Mund aufzumachen, denn Karriere ist alles. Es wäre wünschenswert, wenn die geschriebenen Beiträge auch diese Leute lesen würden. Ich glaube aber nicht daran, denn sie scheuen die Auseinandersetzung mit der Basis. Diese Leute leben in einer anderen Welt. Schaut euch um, nichts wurde aus der Vergangenheit gelernt, im Gegenteil. Alles wird schön geredet, ob es an der Grenze zu Polen ist oder zur Tschechei. Die Kriminalität so sagen sie, hat abgenommen, aber die Einsätze unserer Leute MKÜ, MFE und anderer steigen und steigen. Statistiken werden getüncht. Jeder stirbt für sich allein. Wir wurden und werden im Stich gelassen, Hauptsache die Fughäfen. Nur dort können wir die Migration bekämpfen. Die Binnengrenzen sind ja sicher, so mutmaßen viele Verantwortliche in unseren Reihen. Die Realität sieht anders aus, fragt mal Kolleginnen und Kollegen von der Ostgrenze. Aber dort sind ja keine Ballungsgebiete und die wenigen Volksvertreter üben im Gegensatz zu denen im Raum Frankfurt, Koblenz und anderen Gegenden wenig Druck aus. Deshalb die vermehrten Hilferufe aus diesen Direktionen und Inspektion.
Eintrag von murmel81 am 7.März 2010
Gerhard Medgenberg am 5.März 2010:
“Gesprochen werden muss…”
Du hast unstrittig Recht. Und dennoch bezweifle ich, das es getan wird.
Die Mehrzahl dieser jetzt beklagten Zustände war doch spätestens bei Veröffentlichung des ODP vorhersehbar und wurde u.a. hier in vielen Beiträgen dargestellt. Es ist müßig, das alles zu wiederholen. Es reicht der Hinweis darauf, daß das alles nicht nur eingetreten ist, sondern vielfach noch schlimmer kam. Um in “meiner” Dienststelle zu bleiben, waren im 2. Schritt 16 (in Worten: sechzehn) Sozialpunkte nötig. Was notwendig ist, die zu erreichen, sollte man im Zweifelsfall mal im Sozialkriterienkatalog nachschlagen. Fast 50% meiner abordnungsfähigen Stammbeamten befinden sich derzeit auf Kinderlandverschickung, ein Ende des Wahnsinns ist nicht in Sicht. Die wechseln sich quasi alle drei Monate mit der anderen Hälfte vor Ort ab. Mit allen sozialen Nebenwirkungen, die ja gerade vermieden werden sollten.
Ich finde es gut, wenn die GDP dem Jubelpapier etwas entgegensetzen möchte. Das es Klartext wird, bezweifle ich sehr stark.
Eintrag von MaiKarl am 8.März 2010
Die Politiker belügen uns…
Potsdam belügt die Politiker und uns…
Unsere Führung belügt Potsdam, die Politiker und uns…
Wir an der Basis sollten und dürfen uns nicht selbst belügen.
Für mich bekommt der Begriff Berufsethik nach dem Lesen des Pamphletes eine ganz neue Dimension.
Eintrag von ReaList am 8.März 2010
Mein Gott ist dies traurig! Wie kann man nur so öffentlich lügen????
Ich möchte mich nicht alleine mehr auf die GdP verlassen und habe daher selber einige Presse-Redaktionen angeschrieben und das Thema angesprochen! Vielleicht bekommen wir an der Basis, die ja die Hauptleidtragenden sind, ein wenig “Schützenhilfe” aus der Öffentlichkeit! Man sollte die Hoffnung nie aufgeben!!!
Vielleicht sollten einige Kollegen auch den Mut aufbringen, sich öffentlich zu diesen Missständen zu äußern, sonst ändert sich nie was! Natürlich nur über den “parteilosen” Pressesprecher :-)
Eintrag von meisterkoch72 am 8.März 2010
Moinsens!
Nun ist also das eingetreten, was sich der “Ottonormalbuschist” eigentlich schon denken konnte. Schließlich ist während meiner knapp 24 Jahre Dienstzeit immer alles ordentlich gelaufen und die Stimmung war immer gut. Wenn es dann mal nicht so war, dann wurde es einfach durch die hohe Führung befohlen.
Wollte man anfangen, alle Mißstände aufzuführen, dann wäre ein baldiges Ende wohl kaum in Sicht.
Leidtragende dieser unglaublichen und feisten Lügengeschichten sind dann auf der einen Seite (mal wieder) die Beamten, die ohnehin schon jeden Tag ihren “Hintern” herhalten dürfen. Auf der anderen Seite wird dem Bürger eine vermeintlich wirkungsvoll arbeitende Bundespolizei vorgegaukelt.
Für meinen dienstlichen Bereich finde ich es erschreckend, mit welchem Kadavergehorsam selbst schon einige Herren des gD die ganze Situation schönreden.
Was bleibt also als persönliche Konsequenz aus dem ganzen Dilemma?
Zur persönlichen Gesunderhaltung (ist ja meine Beamtenpflicht) verzichte ich darauf, mir noch ernsthaft Gedanken über das Sein oder Nichtsein der Bundespolizei zu machen.
Der Bürger wird entsprechend meinen Fähigkeiten “bedient” (er kann schließlich nichts dafür) und ggf. auch über die maximale soziale und fachliche Kompetenz unseres Inneministers und unserer polizeilichen Führung in Kenntnis gesetzt.
Ebenso verhält es sich genenüber benachbarten BOS, die ich aufgrund unserer bestens gelungenen Neuauftsellung noch öfter um Einsatzübernahme und um Nachsicht bitten muss.
Ich bin nicht bereit, mein Umfeld derart zu belügen, wie es unser Innenminister für richtig hält.
Bleibt gesund!!
Grüße
AB
Eintrag von AB am 8.März 2010
Genau so. Ich belüge auch niemanden mehr, immer raus mit der Wahrheit, der Realität. Bei der Lapo schüttelt man schon den Kopf, aber die haben auch ihre Probleme. Sonst gibt es doch immer so schöne Berichte, Frontal und Co, denen sollte man mal ein paar Infos zuschieben, damit die mal recherchieren. So ein Ding muss knallen in der Öffentlichkeit, sonst tut sich gar nichts. Und es muss ein Dauerthema werden, und genau das sind unsere Gewerkschaften das Sprachrohr. Der einzelne Beamte dürfte sich ja nur verpixelt und mit nachgesprochener Stimme vor der Kamera äußern, sonst darf der sich warm anziehen. Schlimm, wie ein krimineller Informant, soviel Angst muss man bei uns schon haben.
Wann wird endlich der Druck nach oben erhöht?
Eintrag von Undertaker am 8.März 2010
Bereits bei der Reform II wurde eine Überprüfung der
Reform durchgeführt.
Das Ergebnis stand ebenfalls schon fest. Alles in Ordnung.
Auftrag erfüllt.
Die Prüfung wurde durch die für die Reform zuständigen
Herren durchgeführt !!
Eintrag von Wolfi am 9.März 2010
Mal abgesehen von der insgesamt beschönigenden Darstellung - vieles wurde ja bereits in den bisherigen Kommentaren genannt - ist mir doch noch eine klare Unwahrheit aufgefallen: Unter 1.3 - Präsenz in der Fläche -heißt es “… entstanden 145 Bundespolizeireviere, die entgegen den bisherigen Einsatzabschnitten über keine eigene Verwaltung verfügen”. Damit wird behauptet, dass die Einsatzabschnitte über eine “eigene Verwaltung” verfügt hätten. Das ist schlichtweg falsch. Den EA’en waren im ODP nur DP für die operative Aufgabenwahrnehmung zugewiesen.
Eintrag von orbiter am 9.März 2010
Ich meine ich brauche generell nichts mehr zu dem Thema schreiben.
Es ist alles gesagt worden.
Eins möchte ich aber noch anbringen, was ganz persönliches.
Ich bin in Sorge.
Ich bin in Sorge über den Zustand dieses Landes und seiner Demokratie.
Wenn unsere gewählten Vertreter von den staatstragenden “Eliten” ihrer Verwaltung so belogen oder desinformiert werden dann ist das nicht bloß eine “Karrierefrage” sondern ein Skandal.
Diese Volksvertreter haben das Recht, um die subjektiv, bestmögliche Entscheidung treffen zu können, auf ungeschönte Informationen.
Auf Fakten, ob sie nun nett sind oder eher unschön.
Diese behält man ihnen aber vor.
Die freie und unabhängige Berichterstattung der Presse hat völlig versagt.
Nicht nur im Fall der Bundespolizeireform aber hier gehts uns und die Bevölkerung direkt an.
Die Personalvertretungen sollte ihrerseits nun auch endlich die aus dem BPersVG stammende “vertrauensvolle Zusammenrbeit” aufkündigen.
Es kann nicht sein das sich nur einer daran hält.
Und das sind die Personalvertretter.
Diese Evaluation ist die endgültige und eindeutige Kriegserklärung an die Mitarbeiter der Bundespolizei, dem Parlament und der Bevölkerung dieses Landes.
Wenn hier Vergleiche zum SED Regime angestellt werden dann kann man das mit Kopfschütteln leider nur für wahr befinden.
Was hier passiert ist in erheblichem Masse demokratiegefährdend.
Einer jeder sollte mal mit gut formulierten Gegendarstellungen versuchen, wenigstens seinem Wahlkreisabgeordneten mal die subjektive Wahrheit nahe zu bringen.
Vieleicht bringt auch das nichts.
Aber vieleicht mal ein gutes Gefühl.
Aber man hat wenigstens was getan außer hier, in diesem Mikrokosmos, seine Entrüstung über diese Reform und dieses Schriftstück zu proklamieren.
Sollten die Personalvertrettungen und Gewerkschaften den Frust von zweidrittel der Mitarbeiter der BuPo jetzt nicht kanalisieren, werden sie sich mitschuldig an diesem Dilemma machen.
Und mit dem unsrigen Wissen, das hier der Bogen deutlich überspannt wurde, haben wir stellvertrettend durch die Personalvertrettung, die Pflicht es unseren Mandatsträgern ungeschönt mitzuteilen.
Wir sind ja alle rechtlich gut geschult und wissen deshalb, man kann auch Begehen durch Unterlassen.
Ich erwarte jetzt ehrlich was.
Gruß
Eintrag von Fragezeichen am 9.März 2010
Hut ab vor soviel Ehrlichkeit!
An meinem (noch)Wohnort in Grenznähe ist die Kriminalitätsrate (Kfz-Diebstahl) um 40 Prozent gestiegen. Und dies kontinuierlich mit Beginn dieser Reform. Nachzulesen im Bericht des IM Sachsens.
In meiner alten BPOLI fiel mein Dienstposten der Reform zum Opfer. Exakt diese Tätigkeit übt jetzt ein MA ohne Dienstpostenzuweisung aus.
BPOLI`en wurden zusammengelegt, ohne auch nur den Hauch einer funktionsfähigen Struktur der Verwaltung zu verbreiten. Folge: Erhebliche Störungen im Ablauf der Arbeitsprozesse.
Diese Aufzählung liesse sich beliebig fortsetzen, die Erfahrung lehrte aber bereits, schlimmer geht`s immer.
D.
Eintrag von D.Hesse am 9.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
lese gerade die heute rausgekommende “kurz und bündig” der BPOLD STA:
“Gemeinsam zum Erfolg – FÜHREN
-Führungskräfteseminar in Marienheide-
Sankt Augustin, Marienheide –
„Führen im Spannungsfeld von Aufgabe,Funktion und Person“,
so das diesjährige Seminarthema unserer Führungskräfte.
Nach der Tagung 2009 auf der Schönburg in Oberwesel, trafen sich die Führungskräfte unserer Behörde vom 3. bis 5. März 2010 in Marienheide, einer Gemeinde des Oberbergischen Kreises bei Gummersbach.
Unter Moderation von Oberpfarrerin xxx wurden
Fragen zur Optimierung der Zusammenarbeit und vor allem auch der Umgang mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten der Neuorganisation für
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diskutiert.
Aktuelle Kurzinformationen und Mitteilungen
Sankt Augustin, den 08.03.2010 Nr. 13 / 2010″
und nun brauche ich mal Eure Hilfe.
Wieso,
…und vor allem auch der Umgang mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten der Neuorganisation… ?
Es gibt doch keine Probleme ?????? Häääh
Eintrag von bingo am 9.März 2010
Mal ganz ehrlich. Hatte irgendeiner wirklich von euch geglaubt, dass sich der Bundesminister des Inneren hinstellt und sagt, dass die Reform leider nicht so verlaufen ist, wie sie sich das vorgestellt haben? Natürlich nicht !!!
Ich bin nun 23 Jahre in diesem Verein und habe in dieser Zeit unzählige von Übungen mitgemacht. Obwohl es für jeden offentsichtlich war, ist jede Übung ein Erfolg gewesen. Genau das gleiche mit der Reform. Und ich sage euch, die nächste Reform ist schon in der Planung und auch diese wird wieder ein “Erfolg”.
Eintrag von Hauke am 9.März 2010
Bislang haben wir Buschisten sämtliche “Übungen” hingenommen und dieses mehr oder weniger bei einem Feierabendbier kopfschüttelnd versucht zu akzeptieren.
Aber wen - außer uns - hat das noch interessiert?
Keinen!
Nun haben wir das Internet und diverse Foren, in denen man seinen Unmut niederschreiben kann. Hier stößt man auf viele Gleichgesinnte, in der Regel Polizeibeamte. Eigentlich sollte man denken, dass man mit diesem gewaltigen Medium mehr Aufmerksamkeit erreichen sollte,
Aber wen - außer uns - interessiert der Missstand, die Reform, die haltlosen Schönredereien unserer Führung?
Leider auch keinen!
Wir können hier schreiben bis der Arzt kommt. Solange die GdP nicht öffentlich die Presse über solche skandalösen Berichte informiert, wird sich nichts ändern!
Und die Mitarbeiterbefragung soll sich über ein Jahr hinziehen - bis sie startet - dann haben wir - ich schätze mal - 2011. Von der dann folgenden Auswertung, Umsetzung und Verschriftung will ich mal nicht anfangen.
Sollen wir so lange abwarten?
Eintrag von MeineMeinung am 9.März 2010
Der “Buschu” war, ist und bleibt einfach nur eine bemitleidenswerte Truppe bei der vieles einfach immer nur wieder von entsprechenden Stellen schöngeredet und künstlich hochgehalten wird. Alles geht immer munter weiter bis die “Karre” dann irgendwann mal kräftig vor die Wand fährt.
Da helfen sicher auch keine Mitarbeiterbefragungen oder Unmutsäußerungen wie z.B. in diesem Portal…auch all das wird niemanden interessieren und wie gewohnt im Sande verlaufen.
So, wie es beim “Buschu” schon immer lief und sich bis heute fortzieht, ist es auch kein Wunder, dass man Land auf Land ab von den Kollegen der “richtigen Polizei” auch schon immer etwas belächelt und nicht wirklich ernst genommen wurde !
Eintrag von Klartext am 9.März 2010
Wo ständig reformiert wird drängt sich der Verdacht auf, daß dort nie etwas Bleibendes geschaffen wurde.
Ernst Probst, (*1946), deutscher Schriftsteller und Verleger
Eintrag von Gendarme de France am 9.März 2010
In allen grammatikalischen Zeiten sind wir keine Polizei.
Wir sind immer noch der Haufen der seit Startbahn West und den richtigen Demos Anfang der 90er am Frankfurter Römer und G8 in München in Tarnkleidung (jetzt europäisch blau)aus den Bussen fällt. Das einzige was sich änderte ist die nicht mehr durchgeführte Ausbildung an der Energa und der DM 51.
Allerdings hatten wir damals eine gestandene Führung mit Macken und Sprachfehlern - aber die haben geführt und tatsächlich von vorne, von dort wo aufgrund Ziegelsteinfluges das PDU-Wappen geleuchtet hat.
Heute wirft die Führungsriege dieser Institution mit Bauklötzen, verschanzt sich hinter BWL Floskeln, denkt zeitgemäß in Anachronismen und spielt Polizei wo keine ist.
Ich werde meine Konsequenzen rigoros umsetzen - nach 23 Jahren A8 werde ich meinen Eid in den nächsten Jahren auflösen - definitiv!!
Jungs der alten Gilde - ich wünsche euch das Beste !
Eintrag von Gendarme de France am 9.März 2010
Nicht nur bei uns kommt das Gefühl der DDR 2.0 auf:
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:gastkommentar-die-geistige-konterrevolution-um-und-mit-merkel/50086109.html
In der Gesellschaft ist es auch schon da.
Eintrag von Grenzer am 9.März 2010
Ein voller Erfolg wäre gewesen, wenn man erkannt hätte, wie sinnlos und kostspielig der Einzeldienst bei der Bahnkomponente ist. Laßt doch die Bundespolizei an den Grenzen und Flughäfen, sowie eine Bereitschaftspolizei in den Abteilungen und der Rest ab damit zur Landespolizei!!!
Wenn ich mal die Kosten für unser Revier hochrechne (Personal, Ausstattungen, Miete etc.) wird dem Normalbürger doch schwindelig. Der Gegenwert, der dafür geleistet wird (Strafanzeigen, Owi`s,”präventive Streifen”) ist im Vergleich zur LaPo doch Peanuts. Als Beispiel sei hierzu genannt, daß keine 500m von unserem Revier ein Polizeipräsidium vorhanden ist, mit allen modernen Räumlichkeiten und Ausstattungen, die wir nie haben werden. Warum leistet man sich also eine “Sonderpolizei” mit entsprechenden Leerlaufzeiten, wo man mir einfachen Mitteln eine wirkliche Erhöhung der polizeilichen Präsens auf der Straße / Bahn erreichen könnte. Ich weiß, bei dieser revolutionären Idee würde der ganze Wasserkopf und diverse Teppichetagenpolizisten plötzlich wieder an die Front gehen müssen…aber das wäre mal ein richtiger Erfolg! (…so genug geträumt…)
Eintrag von POM mit Dienstjubiläum am 9.März 2010
@Klartext
Also bei deinem Eintrag drängen sich mir folgende Fragen auf.
Wer wird von der “richtigen Polizei” belächelt?
Nur Du, deine Dienststelle oder wer?
Dieses Phänomen des belächelte werden ist mir jedenfalls unbekannt.
In meinem Bereich lächelt die “richtige Polizei” nur mit uns und nicht über uns.
Zwei Besoldungsebenen höher, ja da hört man mitunter das sich die Kollegen über unsere hölzernen,verkniffenen und praxisfremden Schwätzer amüsieren.
Das muss uns auf der Wache aber nicht stören, da wir täglich das Porzellan wieder kitten was diese Goldsternchenträger zerschlagen mit ihrer ahnungslosen, unsensiblen Kaltschnäuzigkeit.
Und die nächste Frage ist.
Warum schreibst Du denn was hier wenn es doch alles keinen Sinn macht gemäß deiner Aussage?
Eintrag von shottersheriff am 10.März 2010
@ shottersheriff am 10.März 2010:
“@Klartext
Also bei deinem Eintrag drängen sich mir folgende Fragen auf.
Wer wird von der “richtigen Polizei” belächelt?
Nur Du, deine Dienststelle oder wer?
Dieses Phänomen des belächelte werden ist mir jedenfalls unbekannt.
In meinem Bereich lächelt die “richtige Polizei” nur mit uns und nicht über uns.
Zwei Besoldungsebenen höher, ja da hört man mitunter das sich die Kollegen über unsere hölzernen,verkniffenen und praxisfremden Schwätzer amüsieren.”
Also ich kann das nur bestätigen von “Klartext”!
Ich kenne auch einige Kollegen von der LaPo und über uns hört man nichts gutes!
Das hat mit der fachlichen Kompetenz nichts zu tun!
Eintrag von A. am 10.März 2010
at Klartext,
also bei uns ist es genau so, wie du es sagst, belächeln und nicht ernst nehmen, aber- bei uns wissen die Kollegen auch dass die Ursache nicht im operativen Bereich, sondern 1-2 Etagen höher angesidelt sind. Von dort kommt eben nur kontraproduktives, die Zusammenarbeit behinderndes Gewäsch,
deshalb wäre es schon besser, wie bereits oben angeklungen, den Laden ausfzulösen und zumindest den operativen Bereich den Ländern anzugliedern, der Rest kann kann sich nach M,N,F,MD,EF oder sonstwohin abordnen lassen.
Eintrag von Mr. X am 10.März 2010
ach nochwas, derjenige, der diese “Reform” ausgeheckt hat, sollte seinen Hut nehmen, bzw. sich abordnen oder wegbefördern lassen.
Es kann doch nicht sein, das über 90 Proz. ihren Dienstposten inne haben und danach eine rege Reisetätigkeit kreuz und quer durch die Republik vom Zaun gebrochen wird.
Eintrag von Mr. X am 10.März 2010
Noch einen Vorschlag: Statt Bundespolizei sollten wir uns umbenennen in Bundesreisepolizei!
Wie krank ist eigentlich unser Laden, dass wir so einen Bericht verdient haben? Völlig unreflektiert, verbogen und verlogen bis sich die Balken biegen. Eine Schlag ins Gesicht all derer, die sich Tag für Tag für dieses Land den Ar…. aufreißen! Ich und viele in meinem Umfeld haben stark den Eindruck, dass hier etwas gewaltig am stinken ist in unserem Land, wir sind nur ein Teil dessen, was da gerade anfängt unter zu gehen. Wenn es in diesem Land knallt möchte ich bereits ausgewandert sein, Respekt vor den Leuten, die ihren Diensteid lösen wollen und können.
Es langt liebe Gewerkschaften. Das muss jetzt in die Hand genommen werden, nettes Blabla mit Foto hat keinen Sinn mehr, DIE sind auf Konfrontation aus und der sollten wir uns stellen. Da gibt es ILs, denen sind die Klamotten wichtiger als sich mal auf die Hinterbeine zu stellen. Wobei Kleidung in unserer Firma eh ein großes Problem ist, oder wo ist meine Regenjacke, mein MA in blau? Und wieso sieht meine Kleidung nach ein paar Wäschen aus wie aus dem Ar….. gezogen? Hm? Liebe Goldfasane und -fasänchen, richtet Eure Mangerblicke mal lieber darauf als dem Beamten draußen das Leben unnötig sauer zu machen, der hat nämlich Probleme genug.
Es hat keiner mehr wirklich Rückgrat in diesem Laden, Karriere, nur nicht dumm auffallen sind wichtig. Die Reform ist grundlegend daneben gegangen, da helfen auch keine gefälschten Informationen nach oben! Leute, lest DAS hier, hier schreiben die Pvb wie es wirklich ist!!
Eintrag von Tourist am 10.März 2010
Zum Nachdenken:
Anbei eine allg. Definition zu “falsche Aussage”:
” Eine Aussage ist falsch, wenn sie mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt …”
Eine weitere Kommentierung ist ebenfalls ziemlich passend:
“Der (Täter) muß das Bewußtsein haben, etwas Unwahres auszusagen oder etwas Wesentliches zu verschweigen…”
(Quelle: http://www.123recht.net)
Dieses scheint der Wahrheit doch ziemlich nahe zu kommen :-(
Wenn ich mir weiterhin überlege, dass es sich beim Innenauschuss des Bundestages um ein “parlamentarisches Kontrollgremium” handelt, welches in der Folge evtl. aus diesem “Lückentext” heraus, Empfehlungen an den Bundestag abgeben könnte, dann ist dieser “Bericht” ein “ganz starkes Gaunerstück” !!!
Ich hoffe auf eine Klarstellung dieses, an der Realität und den Menschen vorbeigehenden Berichtes durch den Bundesvorstand !!!
Eintrag von Michael Ramsay am 10.März 2010
Die Beiträge hier sind alle wichtig und richtig.
Kann mich da nur anschliessen.
NUR:
Hier in dieser Form bringt dies alles nichts, wir kommen doch hier in diesem Forum mit den eingestellten Beiträgen nicht weiter.
Ich würde mir wünschen, wie ich es schon weiter oben geschrieben habe.
Bei diesem weitreichenden Problem MÜSSEN wir jetzt ALLE an einem Strang ziehen.
Und da meine ich unsere Personalvertretungen, ALLE müssen sich zusammen für eine POSITIVE Wende bei der Bundespolizei einsetzen.
Bitte setzt euch dochmal ALLE GEMEINSAM ran, um diesem GRAUEN ein Ende zu setzen.
Sucht die Öffentlichkeit, wendet euch an eure Bundestagsabgeordneten, wendet euch an den Innenauschuß des Bundestages, schreibt den Bundesrechnungshof an, usw, usw.
Die Gewerkschaften sind doch da viel besser in der Lage z.B. anhand der Abordnungszahlen Fakten an die betreffenden Stellen weiter zu geben. ( jede Personalvertretung müßte doch in ihrem Bereich die Aborndungszhalen kennen usw.), dies könnte man z.B.bundesweit errechnen.
So kann und DARF es nicht weitergehen!!
Eintrag von Offensive am 10.März 2010
Die Zeiten haben sich geändert. Früher war der Inspektionsleiter ein alter EPHK (am Ende seiner Karriere), wußte von was er redet, konnte auch reden, da die Karriere eh zu Ende war. Und heute? Junge Polizeiräte (meistens Seiteneinsteiger, frisch von der Schule) haben das ganze Leben noch vor sich. Und im System BPOL (insbesondere im hD) ist die Beförderung garantiert, so lange man nicht negativ auffällt. Gute (und damit auch riskante) Arbeit ist doch gar nicht gewollt. Denn dort wo was riskiert wird, kann auch mal was schief gehen, was wiederum den Präsidenten und im schlimmsten Fall den Minister gefährden könnte. Die Devise lautet also: kontrolliert eure Mitarbeiter, es darf nix passieren, dann kommt auch garantiert die Beförderung nach A14 oder A15.
Grüße aus dem Ausland!
Eintrag von HO-Dödel am 10.März 2010
@Tourist vom 10.März 2010
Man kann den Frust, die Enttäuschung aus jedem Satz und jedes Wort, das du geschrieben hast hören.
Ich verstehe das und viele die hier im Forum sind auch.
Egal, ob im Norden, Süden, Osten oder Westen!
Die Kolleginnen und Kollegen sind enttäuscht, sauer und sind vom Dienstherrn alleingelassen worden.
Es geht hier nicht um Geld um Macht oder sonst was…es geht hier um Menschen…die seit Jahren und Jahrzehnten von ihrem/unserem Arbeitgeber immer mehr und mehr im Stich gelassen wurden/werden.
Seit ich in der BPOL bin, habe ich noch nie, noch nie jemanden sagen hören, dass wir endlich Maßnahmen ergreifen müssen, damit die Stimmung innerhalb der Behörde besser wird.
Noch nie!
Ich habe noch nie gehört, dass der Dienstherr schaut, dass es seinen Beamtinnen und Beamten gut geht. Es wird nicht geschaut, ob der Einzelne irgendwelche Probleme hat…das alles ist sch…egal!
Der “kleine” Mitarbeiter wird nur noch beobachtet, dass sie/er keine Fehler macht…man wird nur noch belehrt, wenn etwas nicht so läuft…man erhält keinen Dank für seine Leistungen und zum Schluss wird man auch noch mit Unwahrheiten zugeschüttet.
Es ist doch wahrlich nicht zu viel verlangt, mehr soziale Kompetenz ist den Alltag mit einfließen zu lassen.
Bitte, bitte, bitte liebe Führungskräfte, liebes BMI, an alle Verantwortlichen, bitte entscheidet auch mal etwas für die Mitarbeiter der BPOL.
Kümmert euch endlich auch mal um diee Sorgen und Nöte der kleinen Beamtinnen und Beamte. Mit Kontrolle, Controlling, Dienst- und Fachaufsicht, mit Kennzahlen und Umstrukturierung der Behörde, geht es uns “Kleinen” keinen Deut besser…es BELASTET VIELE.
Nicht der Dienst an sich belastet sondern der Druck von oben und von der Seite!
Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben…bitte dreht den Kurs endlich in die richtige Richtung.
Wir sind alle Kolleginnen und Kollegen und eigentlich sitzen wir auch alle im gleichen “Boot”! Und damit es gleichmäßig fährt müssen wir alle gleich rudern!
Danke!
Eintrag von A. am 10.März 2010
Aus dem Artikel:
“Wir werden jetzt zusammen mit unseren Direktionsgruppen unsere Position zum Stand der Neuorganisation erarbeiten und bis zum 15. März 2010 dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages zuleiten”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.”
Ich verfolge die Kommentare zu diesem Artikel nun schon seit dem er eingestellt worden ist. Gestern Abend habe ich einem aktuellen Mitglied und ehemaligen Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages eine Email geschrieben, den Link zu diesem Beitrag der GdP eingefügt und ihn gebeten, er möge sich die Kommentare hier einmal durchlesen.
Mal sehen was passiert. Eventuell postet er hier ja auch mal seine Auffassung zur aktuellen Reform und zum unsäglichen Umgang mit den Beschäftigten der BuPol Nachmachen erlaubt !!!!
Eintrag von Regierungseigentum am 10.März 2010
Liebe GDP, wie wäre es denn, wenn man mal eine Protestaktion in Potsdam oder Berlin anzettelt?
Aber in einer Art, dass einigen die Visionen vergehen.
Eintrag von zum Glück MD am 10.März 2010
Polizist zu sein ist für viele eine Berufung und nicht nur ein lästiger Job, um seine Familie zu ernähren.
Unserer Beruf lebt von Motivation, Freiwilligkeit und Eigeninitiative.
Vielleicht ruft jemand dies mal unseren hohen Herren ins Gedächtnis zurück.
Eintrag von Michael B. am 10.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ihr habt Recht, wenn “wir” nicht die Öffentlichkeit suchen, tut es keiner. Anbei ein Auszug zu meiner Email an MdB Binninger, zgl Angehöriger des Innenausschußes DBT:
Sehr geehrter Herr Binninger,
ich bin Angehöriger der BPOL und konnte 2008 an einen Besuch im DBT teilnehmen, wo Sie erfreulicher Weise die Besuchsgruppe begrüßen konnten und sich Fragen gestellt haben. Es war eine Besuchergruppe aus dem Zuständigkeitsbereich der BPOLD STA.
Hierzu nocheinmal Vielen Dank, dass Sie sich für uns die Zeit genommen haben.
Aktuell bewegen die BPOL und insbesondere deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Ergebnisse und Optimierungen aus der Neuorganisation der BPOL. Das BMI hat in dieser Woche dem Innenausschuß des DBT den Ergebnisbericht aus der Evaluation, 2 Jahre nach Neuorganisation , zur weiteren Bewertung zugeleitet.
Als Ergebnis ist festgestellt worden, dass die beabsichtigten Ziele der NeuOrg BPOL als “gut bis sehr gut” erfüllt wurden.
Herr MdB Binninger,
ich bitte Sie nur bei Ihrer Bewertung im Rahmen Ihrer Tätigkeit im Innenausschuss nur darum, dass Sie im Rahmen Ihrer Entschlußfassung auch folgnede Internetseite der Gewerkschaft der Polizei zu Kenntnis nehmen.
http://www.gdpbundespolizei.de/2010/03/gdp-unkritisch-und-nicht-weiterfuhrend-de-maiziere-legt-bericht-zur-neuorganisation-vor/#comments
Die Internetseite/das Forum gibt Empfindungen und nachvollziehbare Tatsachen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder, wie diese die Ergebnisse der Neuorganisation BPOL beurteilen.
Ich möchte hier keine Bewertung dazu abgeben, bilden Sie sich bitte einfach selber Ihre Meinung und treffen Sie die “richtigen Maßnahmen”.
Vielen Dank
liebe Kolleginnen und Kollegen,
ob unsere Bemühungen irgendwas bewirkrn, weiss ich nicht- aber ich werde mir selber nicht vorwerfen, dass ich nicht zumindest versucht habe etwas zur Erhaltung der Arbeits- und Einsatzfähigkeit der BPOL beigetragen zu haben.
Traurig ist vermutlich nur, dass es Mitarbeiter/-innen der unteren bis mittleren Besoldungsgruppen versuchen den Staat vor einem Chaos zur Inneren Sicherheit zu schützen.
Wo bleiben unsere Miterbeiterinnen und Mitarbeiter des hD, die ja nicht unbedingt “jämmerlich entlohnt” werden ?
Ausverkauf des Staates für die eigene Karriere ?????
Eintrag von bingo am 10.März 2010
Betteln und bitten hilft bei der Bande in Berlin und Potsdam nichts.Die lachen sich doch scheckig!Die meisten Kollegen sind wirklich sowohl finanziell als auch seelisch am Ende.Irgendwann ist man ausgebrannt und da schließe ich mich ein.Denen muß man die Brechstange vor die Birne hauen.Sonst ignorieren die uns weiter! Es müßte nur endlich mal einer den Stein lostreten.Die ganze Karre lahm legen,mal sehen was dann passiert.Ich bin auf jeden Fall dabei.MfG A.K.
Eintrag von A.K- am 10.März 2010
Ich schließe mich dem Vorschlag, die Öffentlichkeit zu suchen an, und ein Schreiben an den Petitionsausschuss des Bundestages wird auch folgen.
Aber wenn ich ehrlich bin, ich glaube nicht dass dieses auch nur die geringste Wirkung hat.
Ich für meinen Teil habe nur noch wenig Hoffnung, und ich gebe offen zu dass meine innerliche Kündigung längst unterschrieben ist.
Und niemand wird mich auf Abordnung für eine vollkommene verkorkste und rücksichtslose Personalpolitik weg von meiner Familie quer durch die Republik jagen.
Ich habe diesen Beruf mal so gerne ausgeübt, wenn ich mich jetzt im Dienst beobachte werd ich selber traurig.
Wenn ich jetzt zum Arzt gehe und behaupte ich kann nicht mehr, weiß ich nicht mehr ob ich noch übertreibe.
Vielen Dank ihr kriechenden und alles abnickenden Goldfasane, die unsere Führung sein wollen.
Ihr habt eine ganze Organisation auf dem Gewissen, und das schlimme ist, ihr scheint auch noch stolz darauf zu sein.
Eintrag von Strohti am 11.März 2010
Ich habe meinem Abgeordneten im Deutschen Bundestag eine E-mail geschrieben..
Ich hoffe, dass noch mehr Kollegen dieses Recht in Anspruch nehmen und ihre politischen Vertreter kontaktieren.
So kann es nicht weitergehen..
Eintrag von Schottersheriff am 11.März 2010
Das viele Kolleginnen und Kollegen physisch aber besonders auch psychisch am Ende sind, dass habe ich in meinem dienstlichen Umfeld auch schon festgestellt.
Immer mehr können einfach nicht mehr…!
Und, dass liegt nicht an den Kolleginnen und Kollegen mit denen sie auf gleicher Ebene zusammenarbeiten, sondern ein darüber, die den ganzen Tag schauen ob sie alles richtig machen.
Man muss sich das mal vorstellen…einem ausgebildeten PVB wird ständig auf die Finger geschaut und das soll den Einen oder Anderen nicht irre machen.
Zusammenarbeit null…!
Mitarbeiterbeteiligung null…!
Bitte helft dieser Organisation, damit es bald mehr soziale Wärme gibt und damit die untere und mittlere Arbeitsebene nicht ständig demotiviert wird!
Is alles auch kostenlos…nur eine Charaktersache!
Eintrag von Anonymous am 11.März 2010
Ehrlich man könnte echt kotzen!!!!
Es fällt mir schwer zu glauben, dass unser IM nichts von dem Prüfbericht des BRH wusste.
Die haben es es schwarz auf weiß, dass es bei uns hinten und vorne an allem fehlt. Und trotzdem reden sie alles schön.
Hier der Bericht, der heute durch die Presse geht.
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Bundespolizei - In vielen Bahnhöfen und Zügen fehlen Polizisten
11.03.10 | 03:04 Uhr
Bei der Bundespolizei fehlen an vielen Orten Beamte für regelmäßige Streifen in den Bahnhöfen und Zügen. Das geht nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstagausgabe) aus einem Prüfbericht des Bundesrechungshofs (BRH) hervor, den der BRH an das Bundesinnenministerium schickte. Bei mehr als einem Viertel der 121 Reviere der Bundespolizei sind laut BRH so wenige Beamte im Einsatz, dass «eine durchgängige Streifenbildung und Besetzung der Wache nicht sichergestellt werden kann». Streifengänge von Polizisten gelten als wirksamstes Mittel gegen Gewalt, und ausgerechnet da fehlt es also an Personal. Abhilfe ist nicht in Sicht, trotz der Rüge des BRH. Bundesweit war es zuletzt in Zügen und an Bahnhöfen wiederholt zu Übergriffen auf Fahrgäste gekommen.
Der Rechnungshof habe untersucht, wie die Bundespolizei ihre Aufgaben bei der Bahn wahrnimmt. Nun liegt das Ergebnis vor, zu dem sich die Bundespolizei auf Anfrage der Zeitung nicht äußern wollte. In kleineren Revieren seien «nur im Ausnahmefall» so viele Beamte im Einsatz, dass «die Streifentätigkeit und eine dauerhafte Besetzung der Wache sichergestellt sind». Das ergaben Stichproben in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und in Siegburg bei Bonn, zwei Knotenpunkten der Bahn. In Siegburg war das Revier im August und September 2009 bei einem Drittel der Früh-, Tag- und Spätschichten gänzlich unbesetzt.
In Bad Kreuznach war das nicht viel besser. Dort kamen Probleme bei den Dienstplänen hinzu. Teilweise waren nachts, als gar keine Züge fuhren, mehr Beamte im Dienst als tagsüber. Die Bundespolizei müsse besser organisiert werden, fordert der BRH. Außer an Personal mangele es auch an Leitlinien und Konzepten für den Einsatz bei der Bahn, fanden die Prüfer heraus.
Für die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA sind diese Resultate keine Überraschung. Eine Umfrage hat ergeben, dass sich nicht nur Fahrgäste, sondern auch die Hälfte der Schaffner und Lokführer nicht sicher fühlt und Angst vor Übergriffen hat. Mit einem Bündel von Maßnahmen müsse für mehr Sicherheit gesorgt werden, verlangen die Gewerkschaften.
ddp/arh
Url zum Artikel:
http://www.ad-hoc-news.de/bundespolizei-in-vielen-bahnhoefen-und-zuegen-fehlen–/de/Polizeimeldungen/21119891
Eintrag von HaPe am 11.März 2010
Eintrag von bingo am 10.März 2010
Der Vorschlag von Bingo verdient durchaus nähere Betrachtung! – Möglichst ausgedehnt auf alle Mitglieder des Innenausschusses sowie die entsprechenden Wahlkreisabgeordneten, die auch darüber informiert werden sollten, was man mal wieder im Begriff ist, ihnen „unterzujubeln“….
Ob es was nützt, ist die andere Frage (hat es bekanntlich anlässlich der berühmt-berüchtigten Anhörung im Bundestag auch nicht), gibt einem aber zumindest das Gefühl, nicht alles kommentarlos wegzustecken und nagelt im übrigen auch diejenigen fest, die nachher wieder mal behaupten werden, sie hätten von alledem nichts gewusst!
Überhaupt ist ja einer nicht unbeträchtlichen Anzahl von uns der Glaube an demokratische Mechanismen abhanden gekommen.
Wie einer unserer Bundespolizeipfarrer letztens im Rahmen einer Diskussion anmerkte: wir leben in postdemokratischen Zeiten, in denen es nicht mehr darum geht, einen Konsens zu erwirken, sondern mehrheitlich nur noch darum, vorgefasste Beschlüsse irgendwelcher „Eliten“ bedingungslos nach „unten“ durchzudrücken.
Diese Feststellung macht, obwohl unterschwellig mittlerweile jedem bewusst, betroffen!
Dass dieses eher ein gesamtgesellschaftliches Phänomen darstellt, ist zwar richtig, lässt sich im Mikrokosmos BPOL aber zur Zeit höchst anschaulich verfolgen!
Daß sich dies irgendwann rächen wird, ist eigentlich nur die logische Folge der Arroganz, definitiv vorhersehbare Folgen seiner Handlungsweise einfach auszublenden! Das haben wir ja nun auch mit der Geschichte unseres zweiten deutschen Staates eindrucksvoll vor Augen geführt bekommen! (Wie sagte mir in diesem Zusammenhang einmal eine überzeugte Kommunistin: „Das musste ja schiefgehen! – Ausgerechnet mit Deutschen einen sozialistischen Staat aufbauen zu wollen…“.)
Was tun? – In erster Linie das, was man in den letzten Tagen glücklicherweise beobachten kann: Öffentlichkeit herstellen! Dabei nicht nachlassen! Die überregionalen Massenmedien mit einbeziehen! Der Anfang ist gemacht!
In diesem Zusammenhang auch „Danke“ an die Redaktion der Homepage, dass ihr den Beitrag wieder an die Spitze gesetzt habt! Das ersetzt zwar immer noch kein freies Forum, ist aber zumindest mal ein Anfang!
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 11.März 2010
Strothi 11.03.10
Deinen Beitrag kann ich in allen Punkten nachvollziehen. Mir geht es genauso. Zum Glück habe ich nur noch wenige Jahre bei diesem Chaotenverein, wo der wirkliche Polizist an der Front keinen Stellenwert hat.
Das ist den Kriechern und Kopfnickern zu verdanken.
Mein Arzt möchte mich am liebsten gleich in Ruhestand schicken.
Mein Gott, wohin steuert die selbsternannte sogenannte ” Polizei des Bundes “. Es ist nur noch zum Lachen!!!!!
Eintrag von swedi am 11.März 2010
Wer glaubt denn noch an diese Lügen?
Früher im alten Rom nannte man jeden Kaiser “Caesar”. Heute sollte man jeden Minister “Baron von Münchhausen” nennen!
Eintrag von Echaufierter am 11.März 2010
BOAH!!! WAS WAR ICH STOLZ AUF MEINEN BUSCHO!!!
ich kann mich noch genau erinnern, die ausbildung anfang der 90ér, was war ich stolz, die ersten sporen im verband, was war ich stolz, die jagden an der ostfront….! UND NUN???? nun sitze ich hier, 660 km weg von der heimat und WEIß, mein dienstherr weiß nicht mehr was er tut!!!
ich habe jetzt ne stelle am anderen ende der republik und ICH WEIß, das “zu hause” ein krieg tobt! 14 traurige buschisten (pro dg) in abgef… karren versuchen verzweifelt den kriminellen horden herr zu werden die uns förmlich überrennen! eine 98,2% chance seine ladung (kippen, menschen ect.) unbehelligt über die grenze zu bringen ist ja sowas von nah am hauptgewinn dran, da kommen einem die tränen. aber hey, ich habe noch ein fünkchen patriotismus in mir und hoffe, alles hat seinen sinn und ich kann bald wieder stolz sein auf meinen buscho… ironischer abschluss ;-)
Eintrag von ostwelpe am 11.März 2010
So sieht also die Belegschaft aus der Froschperspektive die Reform. Ich habe aus gutem Grund meinen Nick gewählt, denn genau mehr solcher Leute brauchen wir bei uns. Wer meint, das hat etwas mit Geheimnisverrat zu tun, möge bitte hier nachlesen:http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower
Es geht um die schonungslose Offenlegung von Missständen in der Bpol. Da höhere Damen und Herren dem eher abgeneigt sind, weil es vermutlich das eigene Fortkommen beschädigen könnte, werden es wohl die tun müssen, die eh hier nichts mehr zu erwarten haben.
Das Medium Internet gibt bei etwas wachem Blick die Möglichkeit, in sehr hohem Maße anonym seine Informationen weiter zu geben, zur Not auch ausgedruckt und niemals mit dem dienstlichen Zugang (!) bearbeitet, denn die Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit und der Überwachung durch die immer weiter voran schreitende Vernetzung unserer Systeme sollte jedem Kollegen bewusst sein!
Natürlich wäre es jedem von uns lieber mit seinem offenen Namen zu den Worten zu stehen, aber die Zeiten sind nicht gut dafür. Auch wenn man karrierebedingt nicht viel zu erwarten hat sind die Möglichkeiten, einen ungeliebten Informanten bei uns abzustrafen nicht ohne.
Es wird Zeit, dass wir aktiv werden. Abgeordnete anschreiben ist die eine Sache, jedoch der Öffentlichkeit klar zu machen, dass es nicht nicht um ein paar arme Beamte geht, sondern gerade um die Sicherheit aller, dass die Allgemeinheit belogen wird und wurde, dass die Medien mit einbezogen werden müssen und nur so sich ein immer höher werdender Druck auf die Verantwortlichen aufbauen lässt, ich denke, nur dieser Weg kann in irgendeiner Form noch etwas bewirken, denn vor nichts anderem haben die Mächtigen mehr Angst, als dass deren Fehler offen gelegt werden. Und das wir richtig liegen, kann man u.a. auch aus dem Bericht des Bundesrechnungshofes nachlesen.
Wir haben kein Geld für mehr Personal? Aber für Reisen ist es vorhanden? Jetzt schon werden Löcher gerissen und Reviere nicht mehr durchgängig besetzt, wie soll das erst werden, wenn die Reisen in den Süden losgehen?
Wir haben kein Geld für ausreichend Funkgeräte, für Dienstfahrzeuge? Aber für Reisen.
Wir haben kein Geld für einen vernünftigen Körperschutz für jeden Beamten, sondern in vielen Dienststellen Ksa Pools die oftmals nicht vernünftig gereinigt werden und man so in den Dunst seines Vorgängers (falls man denn die passende Größe bekommt) steigt? Aber für Reisen.
Wir haben kein Geld für schnitt- und flüssigkeitsfeste Handschuhe, mit denen wir oftmals ein Klientel anfassen müssen, bei denen andere nur noch im Ganzkörperanzug zupacken würden? Parker, in denen man sich kaum bewegen kann. Holster aus der Zeit des kalten Krieges. Mehrzweckanzüge die nicht brandresistent sind. Autos mit weit im sechstelligem Kilometerbereich. Fas, Artus, Infos nur noch per Mail, elektronische Belehrungsakten, Fahndungsabfragen, Formulare jeder Art nur noch als Pdf, etc, alles nur noch mittels PC bedient und abgearbeitet werden können, jedoch nirgends genug Rechner auf den Dienstellen. Sport, Einsatztraining, Schießen - Vorgaben ohne Ende, aber keine vernünftigen Sporthallen, quantitative Sportplätze, -geräte, Schießhallen vorhanden - alles zu teuer. Wochenlanges Warten auf die Reparatur defekter Geräte, manchmal gibt es einfach keinen Toner mehr für den Drucker, der noch einwandfrei seinen Dienst verrichtet. Zentralisierung der Bekleidungswirtschaft, was teils zu langen Wartezeiten beim Tausch, Reparatur führt. Oftmals nicht genügend Ersatzbekleidung in den gängigen Größen vorhanden. Keine Bekleidungsbeschaffung des md wie ab dem gd möglich, somit Winter wie Sommer 5 (in Worten: fünf) Hemden zur Verfügung, den Rest muss man sich anderweitig zusammen schnorren. Ein Pullover für die kalte Jahreszeit. Kein Schal, kein Fleece. Nur ein steifer Parker, der einem den Hals schützt.
Winter, wichtige Dinge wie Scheibenenteiser, Öl, Scheibenkratzer nicht oder nur rationiert direkt vor Ort vorhanden. Papier, Umschläge fehlen häufig in den passenden Größen. Stühle verschlissen, Tische defekt, Schränke kaputt. Marode Wachen.
Ich denke, die Aufzählung könnte man beliebig erweitern. Aber Geld für Reisen.
Es ist 1 vor Zwölf. Wenn wir den Druck jetzt nicht erhöhen, befürchte ich schlimme Folgen. Ganze Kommunen stehen vor der Pleite, Kultur und Bildung ist gefährdet. Der Staat übernimmt sich an allen Ecken und Enden. Wo wird das hinführen? Es ist genug Geld vorhanden, es muss nur richtig eingesetzt werden. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, die Wahrheit und nichts anderes als die Wahrheit zu erfahren. Und wer schaut schon regelmäßig hier vorbei? Kaum einer.
Wir müssen andere Wege beschreiten, offen oder verdeckt. Wer bereit ist und den Mut hat sich offen an die Öffentlichkeit zu wenden, dem zolle ich Respekt. Wer den nicht hat, kann auf anonymen Wegen voran kommen. Aber niemand kann nachher behaupten, er hätte keine Möglichkeit gehabt! Also, was hält euch?
Eintrag von Whistleblower am 11.März 2010
Dem was Gerhard Megdenberg da schreibt kann ich nur zustimmen.
Aber wer macht das.
Freie Meinungsäußerung durch Beamte ist ja nicht unbedingt das, wofür unsere Behörde bekannt ist.
Ich denke mal, dass nicht ohne Grund die Meisten in diesem Forum einen Nicknamen benutzen.
Wenn ich hier an die örtliche Presse und die komunale Politik gehe, dann finde ich nur Gehör, wenn ich Roß und Reiter nenne und auch nicht anonym bleibe.
Leider habe ich perslönlich erlebt, wie ein Beamter, der sich in einem Leserbrief kritisch über die Zustände in unserem Haufen “beschwert” mit einem Disziplinarverfahren belohnt wurde.
Ich kann nur hoffen, dass die GDP erkennt, dass sie auch Kreisgruppen hat und ihre Möglichkeiten nutzt auch auf komunaler Ebene darauf Aufmerksam macht, wie es wirklich um die Innere Sicherheit bestellt ist.
Heute sind z. Bsp. 5 Beamte für einen Bereich von 35×55 km zuständig.
Dabei haben die Kollegen die Illegale Einreise zu unterbinden (Fahndung), Straftaten im Bereich Bahn aufzunehmen, Gefahren für Reisende usw. abzwehren (Zugstreife). Strafanzeigen sollen sie natürlich auch noch schreiben.
Das dies schlichtweg unmöglich ist, ist offensichtlich.
Interessieren tut das aber keinen.
Eintrag von HaPe am 11.März 2010
Ich kann jeden hier verstehen!
Meine Hoffnung, dass sich endlich mal etwas zum Positiven in der BPOL wenden….keine Ahnung…die Hoffnung schwindet und damit auch der letzte Funken an Motivation…!
Nicht ich hab mir die Motivation genommen oder meine Kollegen mit denen ich jeden Tag zusammenarbeite, sondern ganz andere Stellen…
Ganz ehrlich…löst die BPOL auf und glieder uns den Polizeien der Länder an und dann haben wir endlich frieden.
UND, das Gute ist, ich werd hinterher nicht hunderte Kilometer, fern von Familie, Hobbys, Freunden usw. total sinnlos durch die Republik geschickt….
Eintrag von Berg ab.... am 11.März 2010
Hallo Whistleblower! Ich bin nach reichlichen Überlegungen und Absprachen, den Schritt gegangen ,mit einigen Kollegen ein Interwiev mit der Zeitung mit den vier großen Buchstaben,zu tätigen.Richtig mit Fotos und geschwärzten Gesichtern.Das war vor der Wahl!Nach wochenlangen mehrfachen Anfragen,wann denn der Artikel erscheint,wurden wir immer wieder vertröstet.Wir hatten dann irgendwann mal die Nase voll und haben nicht mehr angefragt.Da weisst Du aber auf wessen Seite unsere herrlichen Medien stehen.Die hatten wahrscheinlich Angst um ihre Kariere.MfG torsk
Eintrag von torsk am 11.März 2010
Man darf nun auf die Antwort unseres BMI auf den Bericht des BRH gespannt sein.
Denn dem BRH muss er antworten, als z.B.gegenüber den gemeinen nachgeordneten PVB´s, z.B.hier in der Foren, die ja eh nur alle jammern, und die ja eh alles nur Einzelfälle sind…, nicht wahr werte Herren?
Entweder ist der BMI nun genauso verwundert darüber, wo ihm doch seine untergebenen Goldfasane aus dem Lichtjahre abgehobenen Raumschiff Potsdam das genaue Gegenteil gemeldet haben.
Dann MÜSSEN Köpfe rollen!Denn wie steht der BMI denn nun da, wo doch eigentlich das genaue Gegenteil vermeldet wurde….
Oder man leugnet auch dies wieder, dann sollte man seitens der Personalvertretungen weitere Konsequenzen ziehen.
Es wurde ja schon teilweise hier diskret angesprochen, (öffentl.Forum…) ich denke jeder weiß was gemeint ist, ich denke da z.B. an eine Demonstration in Potsdam, an der eine sehr hohe Teilnehmerzahl teilnimmt, die “dadurch”erreicht wird, und man dann zusätzlich ein weiteres Zeichen in den Dienststellen setzen kann.
Es gibt mittlerweile genügend Medien, außer der Süddeutschen Zeitung, dem Bundesrechnungshof, u.ä., die darüber berichten,
ich habe dazu soeben auf ZDF-Videotext S.129
“Bundespolizei fehlt Personal für Streifengänge” exakt dieselbe Schlagzeile gelesen.
Dies kann man eigentlich nicht mehr einfach so “übersehen”und anders deuten.
Bin da mal gespannt, wie die Antwort aussieht.
Eintrag von Offensive am 11.März 2010
Aus hiesiger Sicht sollten die Stellungnahmen der Gewerkschaften folgendes berücksichtigen:
Zunächst einmal wäre wichtig, sich nicht in Einzelheiten zu verlieren.
„Aus lokaler Sicht“ sollte nicht bedeuten, lediglich konkrete, erkennbare Einzelmängel mit lokalem Bezug aufzuzeigen, da hierdurch das Gesamt“produkt“ unverdienterweise aufgewertet würde. Das heißt auch, dass z.B. nicht angemerkt werden sollte, dass wir hier eine zusätzliche Inspektion bräuchten, dort 3 KSB zusätzlich und da 2 Gruppenleiter o.ä. – Es gilt , das Gesamtkonzept in Frage zu stellen bzw. darzustellen, dass sich dieses selbst ad absurdum geführt hat. Am Anfang sollte die Erkenntnis stehen, dass im Gegensatz zur aus dem BMI tönenden Meinung nahezu alle Vorgaben bzw. anvisierten Ziele der Reform n i c h t erreicht sind!
Bevor man die einzelnen Punkte , einen nach dem anderen, auseinandernimmt, sollte nochmals auf den Start der Reform mit einer Lüge hingewiesen werden. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass bis heute die polizeifachliche Begründung für die Standortentscheidungen (auch der Direktionen und Inspektionen) fehlen, die fest zugesagt waren, ebenso wie die größtmögliche Transparenz und Behutsamkeit bei der Durchführung. – Beides Fehlanzeige! – Zuletzt bei der Erstellung des „Evaluationsberichtes“, der unter größter Geheimhaltung unter Ausschaltung der Gewerkschaften sowie der gewählten Vertretungen zustande kam!
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die Zentralisierung als zentraler Punkt der gesamten Reform auf allen Ebenen, auf ganzer Linie versagt hat und unendlich viele Probleme heraufbeschworen hat, anstatt auch nur ein einziges zu lösen, im Gegenteil durch absolute Praxisferne vieler Entscheidungen den ganzen Apparat extrem unflexibel gestaltet hat.
Ebenso sollte die Positionierung des BPOLP als Bundesoberbehörde mit allen Folgen, wie z.B. Reduzierung der Beförderungsmöglichkeiten (zumindest bis zur Auffüllung BPOLP) an der Basis thematisiert werden. Dieses sind Folgen, die zugegebenermaßen vielleicht alle nicht so vorhergesehen wurden (obwohl faktisch vorhersehbar), die die ohnehin fast nicht vorhandene Akzeptanz der Reform nochmals kräftig reduzieren!
Das gleiche gilt für die Forcierung der Verwaltungsmodernisierung (Visionen, Zielvereinbarungen, Managementberichte und dergleichen Blödsinn mehr) in den letzten Monaten, die von einer geradezu erschreckenden Instinktlosigkeit künden!
Siehe hierzu auch Neues Thema “Störfaktor Mensch”, dem ich (vorläufig) nichts hinzuzufügen habe; Bravo! War lange fällig, das mal zu thematisieren!
Es müsste auch herausgestellt werden, dass der ODP unter der Prämisse „Es müssen 1000 mehr auf die Strasse“ von vornherein vollkommen an der Realität vorbei aufgestellt wurde. Es wurde weder berücksichtigt, dass unterschiedliche Aufgabenbereiche, unterschiedliche Ausdehnungen und unterschiedliche Personalstärken auch unterschiedliches Stabspersonal benötigen. Bereits in der „Grundausstattung“ weist er selbst im Falle kleinerer Inspektionen zumindest viel zu wenig Funktionspersonal aus! Dieser Fehler potenziert sich naturgemäß im Falle größerer oder räumlich stark aufgesplitteter Inspektionen. Folge: Das (erforderliche!) Schattenkabinett ist größer als je zuvor, was natürlich teilweise auch daran liegt, dass sich die Direktionen und das BPOLP zwar als Serviceleister für die Basis darstellen, ihre Tätigkeit sich aber weitgehendst darin erschöpft, Vorgaben für die Basis zu setzen (…“Rahmenkonzepte…“) oder sich vielfältig für (eigene) Berichtspflichten zuarbeiten zu lassen. Im Grunde hätten wir bereits seit Jahrzehnten bei unseren französischen Nachbarn feststellen können, wie „gut“ zentralistische Strukturen in der Praxis funktionieren…. – Was uns im Gegensatz zu diesen allerdings eben nicht auszeichnet, ist deren sprichwörtliche Gelassenheit im Umgang mit solchen Widrigkeiten
Die GDP sollte sich nicht auf das Pferd setzen lassen, bereits jetzt konkrete Vorschläge zur lokalen Problembereinigung vorzulegen, da dieses lediglich auf einen faulen, unvollständigen und inakzeptablen Kompromiss hinauslaufen würde, wofür wir uns von der Basis vermutlich in jedem Falle Prügel einhandeln würden. Dieses könnte Gegenstand eines oder mehrerer weiterer Schritte sein.
Am Anfang sollte ganz klar die Forderung an BMI und Präsidium stehen, einzugestehen, Murks gebaut zu haben! (Dieses nachzuweisen sollte nicht übertrieben schwerfallen!)
D.h. aus meiner Sicht: auch die lokal vorgebrachten Beschwerden müssen sich darin ausdrücken, die Absurdität des Gesamtvorhabens zu entlarven!
Nun noch zu einzelnen Punkten:
1.)Abschichtung nicht-ministerieller Aufgaben auf das BPOLP:
Nicht nur hier ist abgeschichtet worden, sondern ebenfalls vom BPOLP auf die Direktionen (z.B. Personalhoheit) sowie von diesen auf die Inspektionen (nahezu sämtliche Verwaltungstätigkeiten)
Hierbei wurde vergessen, dass die Personalstruktur dieses nicht hergibt. (Struktur eines umgedrehten Tannenbaumes: BPOLP ganz viele, BPOLD sehr viele, BPOLI so gut wie keiner), die jedoch sämtlichen anderen Bereichen zuarbeiten sollen, weil diese (BPOLDen ) von ihrem Selbstverständnis her weiterhin die ehemaligen Präsidialaufgaben wahrnehmen und keineswegs, wie ursprünglich angedacht (und von der Struktur auch so vorgesehen) die Aufgaben einer Unterbehörde und die damit verbundenen Serviceleistungen für die Basis.
1.1.
Die personalwirtschaftliche Umsetzung mag auf dem Papier seit kurzem zu 94% abgeschlossen sein, die faktische Umsetzung (Umzug) für viele Beschäftigte ist jedoch noch bevorstehend und wird nach nahezu 3 bangen Jahren die Probleme nun erst auf den Punkt bringen. Eventuelle Rechtsstreitverfahren können sich über Jahre hinziehen und in dieser zeit wird der Laden auch strukturbedingt nicht rund laufen ! (siehe in unserem Falle z.B. die mangelnde Auffüllung des Direktionsstabes mit Verwaltungsmitarbeitern, Ersatz wird aus dem Vollzug „gezogen“ und fehlt dann naturbedingt an anderer Stelle wieder.)
1.2
Zu den Ergebnissen könnte man auch sagen, dass die Zahl der Präsidien verdoppelt, die Ämter abgeschaftt und die Inspektionen auf eine nicht mehr führbare Größe aufgepumpt wurden. (allerdings ohne diesen das hierfür erforderliche Personal zur Verfügung zu stellen; dieses hat sich vermutlich verboten, weil ansonsten auch rechnerisch die „1000 Beamten mehr auf der Strasse“ nicht vorhanden wären; faktisch sind sie es ohnehin nicht! (sh. Problematik ODP)
Als Einziges erreichtes Ziel könnte man konstatieren, dass eine erschreckende Vielfalt (Unzahl) von Rahmenvorgaben, -richtlinien, -konzepten etc etc. das hohe Haus in Richtung Basis verlassen hat. (Genau das, was wir im Moment am nötigsten brauchen….), die Umsetzung hingegen an den sattsam bekannten, durch den fehlerhaften ODP verursachten Problemen scheitert. Klartext: An der Basis ist niemand, der die gesammelten Hirnf**** aufarbeiten kann! (der Bericht brüstet sich allein mit bislang -160- verbrochenen Rahmenkonzeptionen!)
Dieses gilt für alle Bereiche, vollends zur Unverschämtheit wird es jedoch, wenn die bereiche IuK sowie Polizeitechnik als verbessert dargestellt werden. ! Klar, die Serverinfrastruktur wurde reduziert – deshalb geht ja teilweise auch nichts mehr….
Das Technikpersonal wurde lediglich auf dem Papier reduziert; hätte man diese beamten tatsächlich in den Streifendienst gesteckt (wo sie z.T. seit Jahrzehnten nicht mehr tätig waren) , wäre die IT-Infrastruktur schon lange in keinster Weise mehr überlebensfähig und bereits komplett zusammengebrochen! – Es werden Ansprechpartner vor Ort gebraucht! – Nicht irgendwelche Ticketaussteller!
In den KfuV – Bereichen sieht es nicht anders aus! Wenn ein ODP ohne Berücksichtigung der zusammengeworfenen Bereiche und ohne Berücksichtigung der Anzahl der zu betreuenden Fahrzeuge zusammengekloppt wird, muss man sich nicht wundern, wenn sich anschließend die Frage stellt, ob denn zum Beispiel ein Radwechsel auch zentral per Fernadministration durchgeführt werden kann….? – Wenn der betroffene Mitarbeiter dabei hungrig wird, kann er sich ja eine Pizza faxen lassen….. –
Oder nehme ich zur Bewältigung dieser Tätigkeiten dann wieder welche der 1000 Beamten, die sich - eigentlich - mehr auf der Strasse befinden sollen?
Aufgrund des vollkommen unzureichenden ODP ist man gezwungen, ganz im Gegenteil z u s ä t z l i c h e s Personal für diese Tätigkeiten zu rekrutieren, d.h. unter dem Strich haben wir nicht 1000 mehr, sondern eher einige 100 weniger auf der Strasse!
1.3
Die Präsenz in der Fläche wurde deutlich reduziert! Durch Konzentration und Schwerpunktsetzungen (manchmal sinnvoll, oft eher nicht…) auch auf der Ebene der Inspektionen sind immer häufiger ganze Landstriche BPOL-los: Die Führung der KSB zentral von einem Inspektionssitz teilweise für Gebiete eines halben Bundeslandes hat sich als illusorisch erwiesen.
Den KSB an den Revieren fehlen die festen Ansprechpartner (auch außerhalb der Dienstgruppe, z.B. in Form einer Verwaltung oder eines Innendienstes!), um Probleme, auch untereinander, zu lösen.
Durch Wegfall der Verantwortlichen in den Revieren hat sich bereits jetzt ein erschreckender Verfall sowohl in materieller, als auch in mentaler Hinsicht breit gemacht. Es hat sich gezeigt, dass sich 5 oder 6 Dienstgruppen nicht selber steuern, sondern sehr häufig unterschiedlichste Interessen verfolgen.
Wenngleich im ODP vorhanden (bei 20 Revieren), tut der „SB Revier“ nur selten dort auch Dienst, wird vielmehr oft als allgemeiner Angehöriger der Inspektionsführungsgruppe angesehen, der für vielfältige Aufgaben innerhalb der Inspektion vorgesehen wird.
Selbst wenn vorhanden, nützt dieses relativ wenig, da er über keine eindeutige Weisungsfunktion gegenüber den RGL verfügt bzw. diese zumindest mit dem Unterstellungsverhältnis unter die DGL kollidiert.
Gleicher Wildwuchs auf der Ebene der Inspektionen: hier fehlt dringend eine Funktion, wie sie beim Land BW z.B. auf jedem Polizeirevier vorhanden ist: ein Leiter Streifendienst, der die zwangsläufig unterschiedlichen Verfahrensweisen und Interessen der DGen kanalisiert, unter einen Hut bringt und der Inspektionsleitung gegenüber vertritt.
Fazit: die eingeschlagene Organisationsform korrespondiert in keinster Weise mit den Besonderheiten der Bundespolizei, nämlich der relativ großen zu bedienenden Fläche im Verhältnis zum Personalkörper., im Klartext: Die operativen Einheiten mit eigener Einsatzhoheit sind deutlich zu groß!
Die Inspektionsdichte war bereits vor der Reform teilweise nicht ausreichend, um mit allen potenziellen Partnern, insbesondere natürlich den entsprechenden Landespolizeien in ausreichendem Maße zusammenzuarbeiten, dank Reform ist dieses nunmehr unmöglich geworden und zeigt sich in einem sehr stark abgekühlten Verhältnis zu den Landespolizeidienststellen. Umständliche Anforderungsrituale haben teilweise auch dazu beigetragen, dass sich dort zunehmend eine „Die brauchst Du auch nicht mehr rufen…“ – Mentalität breitgemacht hat. Merke: wo das Verhältnis noch nicht versaut ist, steht dieses zumindest kurz bevor…
(Gott sei Dank weniger die Basis betreffend)
Nicht vergessen sollte man auch, dass mit dem Verlust der Eigenständigkeit einer Dienststelle sehr oft auch ein gewisser Identitätsverlust der Beschäftigten einhergeht! Diese Beobachtung haben wir aber bereits im Verlauf der Reform II gemacht! (Wir wären aber nicht die Bundespolizei, wenn wir nicht jeden Fehler mindestens 3mal in Serie wiederholen müssten….)
So könnte man ewig weiterschreiben….
Eine Frechheit ganz besonderer Art ist allerdings auch die unter IV dargelegte Feststellung, es habe keinen Qualitätsverlust bei der Aufgabenwahrnehmung gegeben; gut, auf diese vollkommen weltfremde Äußerung bleibt eigentlich, zwar sehr emotional, nur festzustellen, dass nach Feststellung von weiten Teilen der Basis der Laden demgegenüber rettungslos im Eimer ist!
Diesen „Bericht“ hätte man sich hingegen sparen können und sollen! An der Basis glaubt dies ohnehin niemand und kann eigentlich nur als Verhöhnung empfunden werden!
Man könnte ihn auch als das betrachten, was er ist: Nichts als heisse Luft!
Genau das sollte aber in der Öffentlichkeit auch thematisiert und ganz gezielt bloßgestellt werden! Das wird nunmehr von der Basis erwartet! Ob es etwas nützt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Schaden kann es allerdings auch nichts und könnte durchaus auch als kleiner Warnschuss im Hinblick auf die „drohende“ Mitarbeiterbefragung verstanden werden!
Meine ganz persönlich Einschätzung ist allerdings: das wird nix mehr! Man sollte schnellstmöglich (nach einer gewissen Anstandsfrist für das BMI) ernsthaft darüber nachdenken, zu neuen Organisationsformen zu gelangen, sprich: den Laden mit den Ländern zu fusionieren. (Damit man nicht das hässliche Wort „auflösen“ benutzen muss….)
Die vorstehende Aufstellung werden wir übrigens (in leicht modifizierter Form) auch den Mitgliedern des Innenausschusses zukommen lassen.
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 11.März 2010
Tja, es lebe die Reform. Wir die Bundespolizei. Der Begriff alleine ist schon ein Witz. Wir schreiben auf alle Klamotten und Dienstwagen dick und fett POLIZEI drauf. Doch echte Polizeiarbeit ist doch gar nicht mehr gewollt. Das ist doch alles Lästig. Die Bedürfnisse des Bürgers und der Grund warum die Meisten von uns “Polizist” geworden sind, sind doch mittlerweile völlig unwichtig. Wichtig ist nur noch dass unsere glorreiche Führung weiter gut dasteht, die “VISIONEN” umgesetzt werden und damit dort die Beförderungen fließen. Von daher gefällt mir nach wie vor der Spruch “WER VISIONEN HAT SOLLTE ZUM ARZT GEHEN” Die Herrschaften haben es geschafft aus uns einen Verein von Selbstdarstellern zu machen, wir sind nur noch ne Lachpolizei. Immer mehr Verwaltung, weniger auf der Straße, zusätzliche Aufgaben (wie z.B. Fahndungskomponente) ohne in der meisten Zeit überhaupt zuständig zu sein, da Länderaufgabe, ohne richtige Sicherheit gebende Rechtsgrundlage (”22 1a” ist ja wohl ein Scherz.) Rückzug aus der Fläche, die Kollegen der Landespolizei warten ja nur darauf für uns die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Aber wir schönen weiterhin alle Statistiken und unterstützen damit noch den ganzen Unsinn.
ES LEBE DIE BUNDESOLIZEI!!
Eintrag von Streifer am 12.März 2010
@ G. Medgenberg
Super geschrieben und alles auf den Punkt gebracht.
Nun sollte aber, nachdem der BRH den Finger in die Wunde gelegt hat keine Zeit vergeudet werden.
Je mehr Zeit man dem Präsidium und dem BMI gibt, je mehr Blödheiten fallen denen wieder ein.
Ich bin übrigens auch der Meinung das der Karren so tief im Dreck steckt, dass man ihn ohne bleibenden Schaden anzurichten dort nicht wieder herausbekommt.
Aber wie soll man sich jetzt anständig aus dem angerichteten Schlamassel entziehen???
Wer soll sich von denen die uns das eingebrockt haben hinstellen und sagen: “Das war alles Mist”
Da wird es wohl niemand geben der das macht.
Also ganz wichtig:
Jetzt keine Zeit verstreichen lassen, sofort gegen gehen, dem Gegner keine Chance lassen sich neue Dummheiten einfallen zu lassen.
Ein schönes Wochenende euch allen.
RS
Eintrag von RS am 12.März 2010
Hallo,
schaut euch mal die nachfolgenden Zeilen an.
Hab ich heute in einer Zeitung einer deutschen Stadt aufgeschnappt.
Kaum noch auf Streife
BONN. Polizeistreifen gelten als wirksames Mittel gegen Gewalt. Doch ausgerechnet da scheint es bei der Bundespolizei zu hapern. An vielen Orten fehlten Beamte für regelmäßige Streifen in den Bahnhöfen und Zügen, so ein Bericht des Bundesrechnungshofes. Bei mehr als einem Viertel der 121 Reviere der Bundespolizei seien so wenige Beamte im Einsatz, dass eine durchgängige Streifenbildung nicht sichergestellt werden könne.dpa
Wenn man bedenkt, dass der Bericht nur positives wiedergibt, muss der Bundesrechnungshof sich dann irgendwie verrechnet haben, oder nicht?!
Eintrag von Buschist99 am 12.März 2010
KOPFSCHÜTTEL KOPFSCHÜTTEL
Wir haben mehr Personal ?????????????????
Wir haben seit der Reform fast mehr Präsidenten wie KSB !!
Unfassbar Herr de Maiziére
Eintrag von PVB am 12.März 2010
Hallo Leidensgenossinnen und -genossen!
Irgendwie erinnert mich das alles an die letzten Tage der DDR. Dort wurde auch ein positives Bild
krampfhaft aufrecht erhalten, obwohl alle wußten das es Sch… läuft.
Mit sozialistischem Gruß
Fisch
Eintrag von Fisch am 12.März 2010
Kollege Gerhard, topp, dem gibt es wie fast immer bei deinen Beiträge nichts hinzuzufügen - außer noch mehr Mängeln. Dass sogar die Bxxx Zeitung den Artikel - das Interview - nicht gebracht hat ist ein Skandal! War denen vermutlich nicht reißerisch genug, Angst haben die vor dem BMI und Co bestimmt nicht. Vielleicht sollten mehr Kollegen im Netz Blogs schreiben, so dass man bei der Such nach der Bundespolizei nicht nur die eine Seite angezeigt bekommt.
Das wäre dann eher lokal, aber die Summe machts. Übrigens Blogs, da gibt es einige sehr große, denen sollte man mal Material zuspielen. Anonym und ohne Impressumszwang geht auch in anderen Ländern. Jetzt heißt es wie bei den damaligen Montagsdemos, nicht mit der eigenen Energie nachlassen, dran bleiben. Denn die Montagsdemos waren deswegen kein Erfolg, weil es immer weniger Menschen gab, die auf die Straße gingen.
Liebe GDP, wie sieht es aus, in Zusammenarbeit mit den anderen Berufsvertretungen oder alleine regelmäßige Demonstrationen in Potsdam oder Berlin zu organisieren. Ich weiß, viele Kollegen werden wieder mal den Popo nicht hochbekommen, weil sie denken, die anderen machen das schon. Aber Öffentlichkeit muss her, gestern im Fernsehen in den Tagesthemen lief das Thema über zu wenig Bundespolizisten, leider nur 1 -2 Minuten lang, aber dennoch.
Zeitung, Internet, Straße. So muss es laufen. Leute, wir sind viele tausende, die können sie nicht alle mundtot machen. So viel Disziplinarverfahren würden die Bundespolizei komplett lahm legen. Wobei es hier nicht um Streik, sondern um die Wahrnehmung eines Grundrechts geht, und das steht auch jedem Polizisten zu!
Eintrag von Streifenhörnchen am 12.März 2010
Ich gebe dem IM recht, die Reform ist mit Hilfe der Gewerkschaft und Personalvertretung sozial durchgeführt worden. Wie haben in den Inlandsrevieren (Bahnhof) auf JEDENFALL mehr Leute. Also ein mehr an Sicherheit. Einen Glückwunsch nochmal an den Gewerkschaft für die gelungene Umsetzung!
Eintrag von Klaus am 12.März 2010
@Streifenhörnchen: In einer Nachrichtensendung 90 Sekunden zu bekommen ist in einer Zeit der Politik mit Symbolen und Bilder eine gute Zeit. Wir werden nicht nachlassen.
Jörg Radek
Eintrag von radek am 12.März 2010
12.03.2010 in der Süddeutschen:
Neue Bundespolizisten
München - Das Bundesinnenministerium weist den Vorwurf der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zurück, bei der Bundespolizei fehle Personal, worunter die Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen leide. Die Bundespolizei sei seit 2008 um 521 Beamte aufgestockt worden, in diesem Jahr kämen 840 Neueinstellungen hinzu. Die Sicherheit bei der Bahn habe einen “hohen Stellenwert”, erklärte das Ministerium. Einen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes über Mängel bei einem Viertel der Bundespolizeireviere nehme man “sehr ernst”. Es gehe dabei um die künftige Organisation der Reviere und nicht darum, dass die Bundespolizei zu wenig Personal einsetze.
Eintrag von Flat75 am 12.März 2010
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, nach dem ich las und hört als was,dieser Bericht an den Innenausschuß bezeichnet wurde,eine Klarstellung:
“Evaluierung, Evaluation:Systematische und objektive Beurteilung eines laufenden oder abgeschlossenen Projekts oder Programms bzw. einer Politikmaßnahme und ihrer Konzeption, Umsetzung und Ergebnisse. Ziel ist es, die Relevanz und Verwirklichung von Zielen zu ermitteln sowie ihre Effi zienz für die Entwicklung, ihre Wirksamkeit, längerfristige Wirkung und Nachhaltigkeit zu bestimmen. Eine Evaluierung sollte glaubwürdige und nützliche Informationen liefern, die die Einbeziehung gewonnener Erkenntnisse in den Entscheidungsfindungsprozess von Empfängern und Gebern ermöglichen.
Ferner bezeichnet der Begriff „Evaluierung“ einen Prozess, in dem der Wert oder die Signifikanz einer Aktivität, einer Politik oder eines Programms bestimmt werden, mit anderen Worten eine möglichst systematische und objektive Bewertung einer geplanten, laufenden oder bereits abgeschlossenen Entwicklungsmaßnahme.” So die Eeklärung der OECD im Jahre 2009. Diese Definition ändert nicht an den hier geäußerten Meinungen. Es stellt jedoch auch klar, das diesem
Eintrag von @ddie am 12.März 2010
@Flat 75:
“12.03.2010 in der Süddeutschen:
Neue Bundespolizisten
München - Das Bundesinnenministerium weist den Vorwurf der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zurück, bei der Bundespolizei fehle Personal, worunter die Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen leide. Die Bundespolizei sei seit 2008 um 521 Beamte aufgestockt worden, in diesem Jahr kämen 840 Neueinstellungen hinzu. Die Sicherheit bei der Bahn habe einen “hohen Stellenwert”, erklärte das Ministerium. Einen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes über Mängel bei einem Viertel der Bundespolizeireviere nehme man “sehr ernst”. Es gehe dabei um die künftige Organisation der Reviere und nicht darum, dass die Bundespolizei zu wenig Personal einsetze.”
Was erwartet ihr???
Das hier in unserem Lande mal jemand seine Fehler sich eingesteht???
Wenn morgen wieder ein schlimmes Unglück passiert und wir aufgrund eines zu hohen Personalfehls nicht handeln können, dann zeigt sich jeder wieder betroffen und gelobt der zukünftigen Verbesserung.
Wir müssen endlich reinen Tisch machen und auch Fehler eingestehen können.
Bitte wartet nicht, bis das “Kind” wieder in den Brunnen gefallen ist. Polizeiarbeit heißt vor allem Prävention vor Repression.
Prävention gerade auch im bahnpolizeilichen Bereich heißt nunmal auch Präsenz zeigen…Streife gehen und fahren, aber das geht doch gar nicht mit diesen teilweise offensichtlichen Missständen.
Wir müssen aufhöhren uns etwas vorzumachen…bitte…das kann keiner mehr hören…!
Eintrag von A. am 12.März 2010
Auszug aus der Stellungnahme BMI/BPOLP zum o.a. Artikel:
…”Der Bundesrechnungshof stellt in seinem Bericht nicht fest, dass die Bundespolizei zu wenig Personal in den BPOLR einsetzt. Vielmehr hinterfragt er die organisatorische Aufrechterhaltung von einzelnen “Kleinstrevieren”, stellt also andersherum die Frage, ob das bisherige Ausmaß der Flächenpräsenz aufrechterhalten werden soll”……..”Die in dem Artikel der Süddeutscehn Zeitung behaupteten Kritikpunkte sind hingegen in Teilen unvollständig wiedergegeben, aus dem Zusammenhang gerissen oder gänzlich falsch”.
So und jetzt wissen wir wie der Hase richtig läuft!
Eintrag von heinz am 12.März 2010
Moinsens!
Für alle Kollegen, die sich selbst einen Überblick über die Meinung der Bevölkerung bilden wollen.
Viel Echo erzeugen die Meldungen in den an den Artikel angegliederten Foren jedenfalls nicht. Mag sein, dass es daran liegt, dass das Thema lediglich auf “Seite 3″ behandelt wird und quasi nicht zu finden ist, ohne die Suchfunktion zu bemühen.
http://www.stern.de/panorama/sicherheit-in-bahnhoefen-kein-polizist-im-revier-1550118.html
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,682956,00.html
http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/bahn/bericht-zu-wenig-polizisten-an-bahnhoefen_aid_488741.html
Zitat:
Der “Süddeutschen” zufolge fordert der Bundesrechnungshof in seinem Bericht vor allem eine bessere Organisation der Bundespolizei. Außer an Personal fehle es auch an Leitlinien und Konzepten für den Einsatz bei der Bahn, bemängelten die Prüfer demnach.
Zitatende.
Hoffentlich bedeut das nicht die flexiblere Flexibilisierung der flexiblen Dienstgestaltung in den jeweiligen Inspektionen.
Wie ich nämlich unsere Behörde und insbesonder unsere Führung kennengelernt habe, wird man mit einer Veränderung der Organisation dort sicherlich verbinden, die KSB-Ebene noch mehr zu gängeln und in den Dienst zu drängen.
Durch Flat75`s Beitrag wird mit den Neueinstellungszahlen und der Aufstockung um 521 Stellen seit 2008 ja schon wieder versucht, der Bevölkerung einen Bären aufzubinden. Ich vermisse in diesem Zusammenhang nämlich die Anzahl der Pensionierungen, die der Neueinstellungszahl gegenüberstehen und auch die neuen Terminals an diversen Flughafen, die erneut erhebliches Personal binden werden.
Unabhängig davon müssen wir ja auch mit noch größerem Personalaufwand (unsere Volksvertreter nennen es Engagement) unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen.
Was kümmern uns da die Kollateralschäden in der Heimat.
Bleibt gesund - das ist, was zählt!!!
Grüße
AB
Eintrag von AB am 12.März 2010
Auszug aus der Stellungnahme BMI/BPOLP zum o.a. Artikel:
…”Der Bundesrechnungshof stellt in seinem Bericht nicht fest, dass die Bundespolizei zu wenig Personal in den BPOLR einsetzt. Vielmehr hinterfragt er die organisatorische Aufrechterhaltung von einzelnen “Kleinstrevieren”, stellt also andersherum die Frage, ob das bisherige Ausmaß der Flächenpräsenz aufrechterhalten werden soll”……..”Die in dem Artikel der Süddeutscehn Zeitung behaupteten Kritikpunkte sind hingegen in Teilen unvollständig wiedergegeben, aus dem Zusammenhang gerissen oder gänzlich falsch”.
Ich entschuldige mich jetzt schon bei jedem zweiten Anruf bei der Landespolizei, wenn ich wiedermal um eine Einsatzübernahme bitten muss. Da ist diese Antwort aus dem BMI das Tüpfelchen auf dem “I”.
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!!!!!!!
Es ist nicht mehr zu ertragen.
Grüße
AB
Eintrag von AB am 12.März 2010
@
Einen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes über Mängel bei einem Viertel der Bundespolizeireviere nehme man “sehr ernst”. Es gehe dabei um die künftige Organisation der Reviere und nicht darum, dass die Bundespolizei zu wenig Personal einsetze.
Lese ich das richtig!! Es geht um die künftige Organisation?
Also steht schon wieder eine Reform an, obwohl diese noch nicht einmal abgeschlossen ist.
Was für ein Trauerspiel.
Eintrag von Hauke am 12.März 2010
Wir sind im Rahmen der Umstrukturierung leider in einer “Grenzinspektion” aufgegangen. Anstatt in den SE Schichten Aufgaben im eigenen Revier zu erledigen und Präasenz in den Zügen und den Bahnhöen zu zeigen, hächeln wir an der Binnengrenze wie die kleinen Schumis irgendwelchen Autos hinterher. Super!!!!
Eintrag von Krabbe am 12.März 2010
@AB:
“Ich entschuldige mich jetzt schon bei jedem zweiten Anruf bei der Landespolizei, wenn ich wiedermal um eine Einsatzübernahme bitten muss. Da ist diese Antwort aus dem BMI das Tüpfelchen auf dem “I”.
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!!!!!!!
Es ist nicht mehr zu ertragen.
Grüße
AB”
Das stimmt…es ist wirklich nicht mehr zu ertragen!
Gute Nacht!
Eintrag von A. am 12.März 2010
Tja,
in vieln Punkten kann ich mich nur meinen Vorredern bzw. - schreiber anschließen.
Bestehende und funktionierdend Strukturen wurden zerschlagen, Schwerpunkte und Richtlinien nach veralteten Bewertungsmaßstäben aufgestellt und durchgesetzt.
Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass kaum ein ODP den örtlichen Besonderheiten und der Realität nahe kommt.
Es ist doch ein Farce ÖA und C (um hier nicht das Umwort mit “ontrolling” vollenden zuwollen) auf eine Stelle zu bündeln. Jede BPOLI soll Prävi fahren, obwohl nirgends im ODP eine Präventionsbeamter oder BKB erfasst ist. Gleichhes gilt für FKB etc. Wieso wird etwas von oben gefordert, was es laut ODP und somit BMI- festlegung nicht gibt. Denn alles ist schließlich abschließend durch den ODP geregelt. Meiner Ansicht nach ist dies grade eine Folge der hochgelobten Zentralisation, alles ist gleich und alles kann mit jedem verglichen werden - erinnert mich irgendwie an Zeiten vor 89 - Individualität des Beamten, der Dienstgruppen und Inspektionen sind staatlich nicht vorgesehen.
Ferner ist es für mich auch in keiner Weise nachvollziehbar, warum Leistung nur nach “Strichen” Fahnungstreffern, 22 I a; und Strafanzeigen gewertet bis messbar gemacht wird. Prävention durch Präsenz ist immernoch die vorrangigste Aufgabe der Polizei. Ich kann doch niemanden erklären, dass der Personalfehl sogar positiv gesehen werden kann, weil überall wo wir nicht sind Straftaten und somit “Striche” erzeugt werden. Diese Logik ist doch eine Katastrophe und scheint aber doch zu funktionieren. Früher gab es Präventions - oder Obseinsätze gegen Grafitti und Vandalismus, heute guckt mann sich die Mannstunden einer FOG oder eines E-Zuges über 1-2 Wochen an, und stellt fest, dass Ressourecen verschwendet wurden, weil nur ein Strich oder gar nichts dabei raus kamm. Wo sind wir hingekommen?
Das Schlimme aus meiner Sicht ist, dass dies absehbar war. JAhrelanger Zuwachs bei den Auslandsverwendungen, unproduktive Aufstiegsverfahren, Aborndungen zum LKA, BKA Frontex etc. haben immermehr Personal trotz wachsender Alterspyramide aus dem operativen Dienst herausgespült. Der Zuwachs an Melde- und Qualitätsverpflichten bedingte einen ständigen Anwuchs von Stabs- und Querschnittseinheiten, welche natürlich alle in den Dienstgruppen gefehlt haben und längerfristig fehlen werden.
Im Gegensatz war schon lange bekannt, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Dienstposten unbesetzt war bzw. dass immer mehr PVB die Arbeit von minimal vorhandenen Verwaltungspersonal übernehmen mussten.
Aber anscheinend wollte man dies nicht erkennen oder wahrhaben und jetzt steht man da -kurze Hose, Holzgewehr und wundert sich das 1000 + x PVB nicht dort ankommen, wo sie hin sollen. Anstatt dies einzusehen und gegen zusteuern schächt man bundesweit lieber alle Bereiche, sodass man auch in den Geberdirektionen die Revier, welche gemäß ODP voll besetzt sind, auch nur noch temporär besetzten kann. Ergebniss: eine bundesweit marode Struktur welche nicht auf Lücke sondern auf ein ganzheitliches Chaos setzt.
P.S. es wird wohl kaum besser werden. Unser fortschreitender Altersdurchschnitt, und das Versäumnis in den geburtsstarken Jahrgängen mehr junge hoch qualifizierte Beamte einzustellen, wird dazu führen dass nach der in 5 Jahren beginnenden Pensionierungswelle nur noch MAsse anstatt Klasse eingestellt werden wird, wenn überhaupt zahlenmäßiger Ersatz durch die reduzierten Ausbildungsmöglichkeiten und die gesunkenen Attraktivität der Bundespolizei rekrutiert werden.
Grüße aus eine Geberdirektion
Eintrag von M am 13.März 2010
Ich schlage die Reform III mit all ihren Lach- und Sachgeschichten für den Deutschen Commedy - Preis 2010 vor…..
Eintrag von Geronimo am 13.März 2010
Die belügen unseren Minister…
Eintrag von lampenord am 13.März 2010
Ach ja,die belügen den Armen!!!!!Vielleicht kommt dem Herrn das ja ganz recht.Oder glaubt einer, das der nicht weiss was hier abläuft.Der will es wohl auch garnicht wissen.Denn sonst hätte er ja auch absolut keinen Grund irgendwo auch nur eine müde Mark eizusparen.
So kommt “unserem” herrlichen Minister das doch richtig zu passe.MfG torsk
Eintrag von tosk am 13.März 2010
Kleines Beispiel was so alles funktioniert::::::
PVB die in den Abteilungen sitzen bewerben sich in die Schwerpunktdiensstellen, hier BPOLD STA.
Die Direktion BP stimmt zu!
Der Beamte freut sich. Endlich nach einigen Jahren in der Abteilung Richtung Wunschdienststelle!
Denkste:
BPOLD STA: Geht nicht, dafür ist jetzt ein Beamter vorgesehen, der noch bis 30.03.10 seinen Laufbahnlehrgang absolviert!
Das ist real existierender …..
Eintrag von heinz am 14.März 2010
Wir sind im Rahmen der Umstrukturierung leider in einer “Grenzinspektion” aufgegangen. Anstatt in den SE Schichten Aufgaben im eigenen Revier zu erledigen und Präasenz in den Zügen und den Bahnhöen zu zeigen, hächeln wir an der Binnengrenze wie die kleinen Schumis irgendwelchen Autos hinterher. Super!!!!
Eintrag von Krabbe am 12.März 2010
Liebe(r) Krabbe,
Ich versehe meinem Dienst lieber als kleiner Schumi an der Binnengrenze, als das ich mich mit dem Bahnhofsadel rumärgern muß.
Diese Art von Beiträge kannst du dir sparen!
Bitte respektiere alle Aufgabenfelder in der Bundespolizei.
Gruß Horst
Zusatz: Ich darf ab dem 15.04.10 für 3 Monate Präasenz in den Zügen und den Bahnhöfen zeigen.
Eintrag von Horst am 14.März 2010
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/996196/Sicherheit-an-Bahnsteigen-gef%C3%A4hrdet
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,8052258,00.html
1.Link in Bildern der Bericht über das Personalfehl der Bundespolizei auf den Bhf. am Bsp. Bhf Siegburg.
Und das beste wieder mal die Stellungnahme der Bundespolizei; hier Kollegin Pfeiffer ( die mit den Visionen, die immer wieder Schwung in unseren tollen Laden bringt…)
Es ist so lächerlich.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man beinahe drüber lachen.
Es wird alles bestritten, und schön geredet, wie gehabt.
Ich habe leider wening Hoffnung, das sich dies demnächst ändern wird.
Man wird es wieder so hindrehen, !!um die Bevölkerung bloß nicht zu verunsichern!!, daß dies alles nicht stimmt, und teilweise falsch dargestellt wurde, und blablabla, man kennt ja die üblichen Vertuschungs u.-Lügenfloskeln schon aus der Politik.
Im zweiten Link macht die Bahn jetzt selber mobil. Ob dies denn alles so kommt, darf bezweifelt werden..
Aber im Ergebnis, bdeutet dies:
Wenn die Bundespolizei (die hier nicht zu vergessen,originär zuständig ist), es nicht schafft, oder es nicht für nötig hält genügend Personal für die Sicherheit der Bahnanlagen, und insbesondere,der dort verkehrenden BÜRGER,zur Verfügung zu stellen, und lieber massenhaft Personal an Flughäfen abordnet..
dann nimmt die Bahn dies lieber selber in die Hand…
Diese Organisationsmängel hat nur allein ….zu verantworten????
Richtig!!!
Eintrag von Offensive am 14.März 2010
Jetzt schreib ich auch noch was hier rein.
Was soll`s.
Es gibt sicherlich noch einige unter uns, die versuchen ihren Job gut zu machen.
Aber eines ist sicher, es werden immer weniger.
Der Beruf verlangt viel ab.
Das Schlimmste ist allerdings, dass gestandene Mannsbilder PTR durchführen müssen und sich bewerten lassen müssen.
Artus könnt ihr alle in der Pfeife rauchen.
Selbstverwaltung das ist das Problem.
Und noch ein paar nicht so wohlwollende Grüsse an die Führungsriege, ihr habt nicht`s, absolut nicht`s dazu gelernt.
Ich trage Verantwortung und bin auf mein Gehalt angewiesen, wäre ich es nicht, würde ich hier nicht mehr arbeiten.
Respekt in die Inspektionen, zu deren Leitern, in die Direktionen, nach Potsdam, bis hinauf ins Präsidium.
Es ist vorbei mit der Schönschreiberei, keiner glaubt euch mehr.
Eintrag von Thunder am 14.März 2010
Es ist zum Spucken. Die BePo ist real LEER. Auf´m Papier voll.
Und wenn einige Stelleninhaber von ihren (freiwilligen) Dauerabordnungen zurückkommen, besetzen die ihre gute Stelle. Den Job hab ich aber über Jahre gemacht.
Irgendwie funktioniert der Laden nicht.
Eintrag von BePo am 14.März 2010
Was soll man dem was die Vorposter geschrieben haben noch hinzufügen? Eigentlich nichts mehr. Ich weis nicht ob es stimmt das eine Verwaltungsangestellte den ODP gestrickt hat wie es hier erzählt wird. Allerdings würde das Sinn ergeben wenn man das Ergebnis betrachtet. Kein FKB, kein BKB, keine Rückführer usw…
Alles Funktionen die so dringend gebraucht werden, aber dafür Controling und sog. PTrainer die niemand braucht. Wie haben wir hier in unserem (jetzt) kleinen Revier über 6000 !! Illegale und fast 1000 Schleuser festgenommen die wir für über 150 Jahre in den Knast geschickt haben ohne Controling ? Ohne PIKUS und ohne @rtus ? Wie war das nur möglich ? Ohne Manager, ohne Kennzahlen, ohne Benchmarking, ohne Zielvereinbarungen usw….. War es etwa die Motivation der PVB, die Identifikation mit der Aufgabe, die zufriedenheit der Mitarbeiter ?
Ihr armseligen Manager,…ihr habt fertig :-(..ihr habt das wertvollste eurer “Firma”..eure Personalresource vollständig kaputtgemacht. Eure Visionen machen den gelernten (und das seid ihr nicht) PVB nur noch krank.
Eintrag von Mr. T am 14.März 2010
Es kotzt mich alles nur noch an.
Was soll ich hier noch schreiben. Es ist alles gesagt.
Für meine Person kann ich nur sagen:
Ich bin mit Leib und Leben Schutzmann und habe aus Überzeugung den Diensteid abgelegt. Es tut mir in der Seele weh und ich könnte heulen, wie der Beruf des Polizeibeamten immer mehr von selbsternannten Manager mit Visionen kaputt gemacht wird.
Was ist aus unserem Land geworden, das aus no-go.areas besteht, in denen Geschäftsleute eigene Citystreifen aus der privatwirtschaft bezahlen, um sich wieder sicher zu fühlen……
Lass uns noch mehr aus der Fläche gehen, lassen wir die LaPo noch mehr unsere Aufgaben machen, lassen wir uns noch mehr demotivieren und gängeln…..
Wisst Ihr was, die mit dem Eichenlaub auf den Schultern.
geht in die Privatwirtschaft und seit dort Manager. Ihr könnt mich mal!!!!!!! Und die, die noch ein Polizistenherz in der Brust schlagen hören, besinnt Euch und lasst es uns zusammen anpacken.
In diesem Sinne,
Ein Polizeiobermeister von der Straße
Eintrag von Michael am 14.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe GdP,
Wäre schön, wenn Ihr informatorisch Eure Berichtsvorlage (oder Auszüge daraus)an den Innenausschuß DBT auch hier einstellen könntet.
Danke für Eure Bemühungen…
Eintrag von bingo am 15.März 2010
Das würde mich ebenso wie bingo auch interessieren.
Ansonsten ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem;-)
Eintrag von wolle am 15.März 2010
Druckt doch diese Meinungen aus ,vervielfälltigt das und verteilt es im BMI/DBT.
Vielleicht werden so einige Vertreter wach und man besinnt sich ,das es nicht nur Flughäfen gibt sondern auch Flächen-/Grenzinspektionen und Bahnhöfe wo bestimmt mehr zu tun ist, als wie es immer dargestellt wird.
Ich selber arbeite an einer Grenzinspektion und so sieht es z.B.aus.Regeldienst mit vielen Aufgriffen,Sondereinsätze mit der MKÜ (Eigentumskriminalität/KFZ-Diebstahl),am Wochenende Demos und Fußballeinsätze und nebenbei noch Ausbildung.
Immer mehr Kollegen werden abgeordnet und die Motivation ist auf dem Nullpunkt.Zeitweise sind im Revier mehr GUKs als Beamte im Dienst.
Autos und Technik ist alt und der IL meint alles ist in Ordnung und wir erfüllen die Abordnungsraten.
Eintrag von yxv am 15.März 2010
Ein Interessanter Zeitungsartikel:
JETZT WISSEN WIR, WIE DER HASE LÄUFT……..
Zurück zum BGS – am Grundgesetz vorbei
Keine Polizisten für Bahnhofsreviere – dafür Pläne zum Aufbau deutscher Gendarmerieeinheiten für Auslandseinsätze
Bei der Bundespolizei fehlen an vielen Orten Beamte für Streifen in den Bahnhöfen und Zügen. Das geht aus einem Prüfbericht des Bundesrechnungshofs (BRH) hervor. Zugleich jedoch stellt man Überlegungen zum Aufbau spezieller Gendarmerie-Einheiten der Bundespolizei an, die im Ausland zum Einsatz kommen sollen.
Die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Laut Gewerkschaft der Polizei sind bei der Bundespolizei 1800 Stellen nicht besetzt. Man hetzt die Hundertschaften von Demonstrationen zu Fußballspielen, verlangt Airport-Sonderschichten. Dazu hat man rund 1000 der insgesamt 33 000 Beamten abgestellt für Auslandseinsätze. Auch deshalb sind bei mehr als einem Viertel der 121 Bundespolizei-Bahnreviere so wenige Beamte im Einsatz, dass »eine durchgängige Streifenbildung und Besetzung der Wache nicht sichergestellt werden kann«, zitiert die »Süddeutsche Zeitung« aus dem BRH-Prüfbericht. Die Bundespolizei darf und mag das nicht kommentieren.
Zwei Optionen
Dabei besteht Handlungsbedarf. Die Zahl der Gewalttaten im öffentlichen Raum stieg deutlich an. Gefährliche und schwere Körperverletzungen stiegen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf 72 904 Fälle. Natürlich denkt man auch im zuständigen Bundesinnenministerium über das Thema Bundespolizei und Gewalt nach – allerdings örtlich verlagert. Es geht um einen robusteren Einsatz von Polizisten im Ausland. Auf der Anfang des Jahres in London veranstalteten Afghanistan-Konferenz vereinbarten die NATO-Staaten eine erweitere Ausbildung afghanischer Polizisten. Dazu gehört auch, dass die demnächst auf 200 Mann aufgestockten deutschen Ausbilder mit ihren »Lehrlingen« in den Einsatz gehen. Doch in Afghanistan herrscht – nun auch regierungsoffiziell anerkannt – Krieg.
Die Sicherheitslage verhindert eine zivilgesellschaftliche Ausbildung. Statt Schutzmännern möchte die Regierung in Kabul zudem lieber paramilitärische Polizeieinheiten. Auch die USA und Frankreich dringen seit dem NATO-Gipfel 2009 in Straßburg verstärkt auf solche Formationen, die auch in punkto Eigensicherung unübersehbare Vorzüge aufweisen.
Doch Deutschland hat eine »Fähigkeitslücke«. Anders als die acht EU-Partner Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Niederlande, Bulgarien, Rumänien und Polen ist die Gendarmerie hierzulande abgeschafft. Um jedoch in Afghanistan – wie in anderen »Stabilisierungseinsätzen« – bestehen zu können, werden intern zwei Optionen durchgespielt. Erstens: Man erweitert die Feldjägereinheiten der Bundeswehr, bringt den Soldaten mehr polizeiliches Handwerk bei. Zweitens: Man modelt Einheiten der Bundespolizei – zunächst die zwei Auslandshundertschaften in St. Augustin – zur Gendarmerie um. Damit hätte man, was 1994 abgeschafft wurde – eine Art BGS.
Mit dem Bundesgrenzschutz hatte die alte Bundesrepublik schon einmal das – ob historischer Erfahrungen – ins Grundgesetz geschriebene faktische Trennungsgebot von Militär und Polizei unterlaufen. Ab 1951 war der BGS eine Art Ersatzarmee. Noch ein Dutzend Jahre nach der deutschen Vereinigung war der Grenzschutz militärisch potent.
Verfassungsretusche
Stehende Polizeieinheiten, am besten im Umfeld der GSG-9-Elite, militärisch gedrillt und mit schwereren Waffen ausgerüstet – warum sollte so eine kleine Grundgesetz-Retusche nicht noch einmal funktionieren? Zumal die neue »BGS-Gendarmerie« nicht im Geltungsgebiet des Grundgesetzes operiert. So würde es Deutschland auch leichter fallen, die 2004 getroffene EU-Vereinbarung zu erfüllen, nach der sich die 27 EU-Staaten ein Polizeiheer von 5761 Mann gönnen. 1400 davon müssen innerhalb eines Monats weltweit einsetzbar sein.
Intern prüft man im Bundesinnen- wie im Verteidigungsministerium geräuschlose Gendarmerie-Gründungsmöglichkeiten.
Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/166912.zurueck-zum-bgs-am-grundgesetz-vorbei.html
Eintrag von Mike am 15.März 2010
Ich will niemanden enttäuschen, aber ich denke die Antwort (wenn man sie denn jemals bekommen sollte) des IAusschuß des DBTG, wird derselbe bzw.ähnliche Wortlaut wie der des BMI´s sein.
Eine Krähe….
Man müsste ja sonst den BMI und seinen Bericht gänzlich in Frage stellen,oder zumindest anzweifeln oder Widersprüche erheben und dies wird von seinen (meist)Parteikollegen dort, niemand tun bzw.wagen.
Freue mich schon auf den Wortlaut; die typischen Politikerfloskeln, die jeder kennt…..
Wenn man sich nun auch die ganz plötzlich von der Bahn in den Raum geworfenen Meldungen, nach “Eigener Verbesserung”der Sicherheit auf den Bahnanlagen ansieht, und dazu die massenhafte “vorzeitige”Abordnung von immer mehr Kräften an die Flughäfen, dann macht das alles nur den Sinn, die Aufgaben der Bahnpolizei immer mehr und dann irgendwann ganz diese Aufgabe ausdünnen.
Was auch noch eine Rolle spielt, bei dem Bericht der NeuOrganistaion;
der BMI muss ja auch die politische Wirksamkeit und Glaubhaftigkeit seines Vorgängers Herrn Schäuble bestätigen, nicht wahr?!
Zumindest muss er den Anschein dazu wahren….wo wir wieder bei der Krähe wären…
Wie hieß es doch damals ( niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten, ähem, räusper..), niemand hat die Absicht einer Reform der Bundespolizei, und was kam dann?
Richtig.
Niemand hat vor, die Bahnpolizei , in der jetzigen Form als Aufgabe der Bundespolizei aufzulösen….
Niemand…
Irgenwas läuft da schon seit langem, ansonsten könnte man nicht so konsequent diese Aufageb so vernachlässigen, ohne Rücksicht auf Verluste, und die Hinnahme von Sicherheitsdefiziten dort, und massenhaft Personal dort abziehen, und an die Flughäfen abordnen…
Ich wage es mir nicht auszumalen, wenn es jetzt oder in naher Zukunft wirklich wie oben schon angedeutet, zu einem “schwerwiegenden Zwischenfall”größeren Ausmaßes auf dem Bereich der Bahnanlagen kommen sollte….
Kann man nur hoffen, daß die Medien sich dann an die vielen Mahnenden Berichte, Schreiben, Kommentare, usw. erinnern, und dann sollten endlich Köpfe rollen.
Schlimm, daß immer erst was passieren muß…
Eintrag von Offensive am 15.März 2010
Lachhaft !
Waren Vertreter des Hauptpersonalrates Mitglieder der Evaluierungskommission ?
Wenn ja, dann können wir uns alle die heisse Diskussion hier sparen.
Wenn nicht, dann sollte die GdP mit allen Mitteln das Lügengebilde zum Einsturz bringen.
Wo gibt es denn sowas, dass die Kommission vom BPOLP das Ergebnis “GELUNGEN” vorgegeben bekommt, um dann wochenlang die Begründungen für das Lügengebilde zu konstruieren.
Eintrag von Ein VB am 15.März 2010
Liebe Genossinnen und Genossen,
viele von Euch fühlen sich an die alte DDR erinnert.
In der DDR war es so schön, daß die Stasi auch die bewaffneten Organe überwachen mußte, damit die dortigen Mitarbeiter nicht illoyal wurden.
Selbst das Privatleben war für Angehörige der bewaffneten Organe reguliert: ich erinnere an das Verbot der Westkontakte, auch für Familienangehörige, an das Verbot des Westfernsehens, Vorgaben bei der Partnerwahl…
An einen anderen Dienstort versetzt zu werden war selbstverständlich. Kritik, wie wir sie hier auf dieser Seite lesen, war strengstens verboten. Personalräte und freie Gewerkschaften gab es nicht.
Von alledem kann heute keine Rede mehr sein. Vielleicht sollte man sich, bevor man so etwas schreibt, genau erinnern, wie es damals war.
Nun zum Bericht: Hatte vor zwei Jahren irgendjemand etwas anderes erwartet? Es stand doch schon damals fest, daß alles bestens sein wird.
Eintrag von Sachbearbeiter am 15.März 2010
@Ein VB: Richtig ist das ein Vertreter des HPR Mitlgied in der Evaluierungskommission ist. Richtig ist, auch das der Bericht an den Innenausschuß nicht die Kriterien eines Evaluierungsberichtes erfüllt und auch keiner ist.
An dem Bericht an den Innenauschuß hat folgendedessen kein Mitlgied des BHPR mitgearbeitet.
Jörg Radek
Eintrag von radek am 15.März 2010
Intern prüft man im Bundesinnen- wie im Verteidigungsministerium geräuschlose Gendarmerie-Gründungsmöglichkeiten.
Eintrag von Mike am 15.März 2010
Ist zwar alles Zukunftsmusik und noch keineswegs beschlossen, ist aber mit Sicherheit auch nicht vollkommen abwegig! Siehe hierzu auch:
http://www.bpol-forum.de/forum/thread.php?threadid=440&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=8
Der “Urheber” dieser Überlegungen, die “Stiftung für Wissenschaft und Politik” gilt als “regierungsnah” und nicht umsonst fühle ich mich an ein Treffen mit einem ranhöheren Bundeswehrler vor 3 Jahren erinnert, der mir genau diese Überlegungen damals als angeblich in Sack und Tüten verkaufte…
Zum von diesem propagierten Paket gehörte allerdings auch noch die Abgabe der § 3-Aufgabe mit Personal an die Länder sowie eine Reduzierung der BuPo auf 30 000 Nasen…
Ist schon merkwürdig, dass das jetzt als vollkommen neue Studie (März 2010) wieder hochgefahren wird…
Möge sich jeder seinen Reim selbst darauf machen!
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 15.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
habe mir gerade noch einmal das Protokoll des Innenausschusses zur beabsichtigten Reform der BPOL vom 14.01.2008 gezogen.
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a04/anhoerungen/Anhoerung11/index.html
Dort sind auch die Stellungnahmen der eingeladenen Sachverständigen, wie z.B. Herrn Präsident Seeger, nachzulesen.
DAS ERGEBNIS DER NeuOrg BPOL KENNEN WIR ALLE NUNMEHR BEDAUERLICHER WEISE !
Leider ist es nunmal auch so, dass Herr Präsident Seeger die “treibene Kraft” war oder zumindest sich hat dazu missbrauchen lassen.
Eigentlich kann es nur eine logische Konsequenz geben…
Eintrag von bingo am 15.März 2010
Alles schön, gut und richtig was hier steht. Mir fehlt jetzt die Konsequenz daraus. Lügner gehören bloßgestellt, das geht nur, wenn man den Bericht professionell und sachlich durchdacht widerlegen kann. Wer nimmt das in die Hand?
Thema Demos: Ist da etwas in Planung und wenn ja, wann könnte es losgehen, wo sollen diese stattfinden?
Argumente sind hier genügend nachzulesen, nun müssen Taten folgen!
Eintrag von Mich am 15.März 2010
Soeben lief in der ARD das Politmagazin “Fakt”.
Hier berichtete man unter Anderem über die Zustände an der Grenze zu Polen und Tschechien. Mein lieber Kollege C. nennt seinen ehemaligen Wirkungsbereich in der dortigen Region liebevoll “Die Ostfront”.
Heute “verteidigt” er einen westlichen Flughafen.
Ein Glück dass er sein Auto auf dem dortigen Parkplatz abstellen kann.
Ein Görlitzer Autohausbesitzer hingegen verteidigt nachts sein Geschäft gegen die von jenseits der Ostgrenze einsickernden Autodiebe.
Seine Versicherung schmeißt ihn raus, wenn ihm noch ein Auto geklaut werden sollte. Das wäre dann sein Ruin.
Die GdP, die Bewohner der Grenzregion, die Kolleginnen und Kollegen hier im Blog und viele Andere mahnen nun auch schon seit Wegfall der Grenzkontrollen und dem bedauernswerten Wanderzirkus der an dieser Grenze eingesetzten Bundespolizisten vor diesen unhaltbaren Zuständen.
Aber ist doch “allet schick jeloofen” mit der Reform.
Gebetsmühlenartig versicherten uns Schäuble & Co dass die Grenze sicher sei. Es würde alles dafür getan um die Sicherheit der dort lebenden Bevölkerung zu gewährleisten. Wir haben es damals schon nicht geglaubt.
Heute im März 2010 scheint diese Erkenntnis auch in dem ein oder anderen Politiker Elitegehirn angekommen zu sein:
Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer wurde über Nacht erleuchtet und bekennt, dass die Grenzen zu schnell gefallen seien. Auch einen Schuldigen nennt er: Nein. Nicht Schäuble und seine Elitetruppe. Die EU habe Schuld am Desaster. Dann haben die also auch die Ostgrenzer auf die Flughäfen geschickt um die dortigen Kaffeemaschinen zu bewachen.
Wenigstens scheinen sich die Medien jetzt dafür zu interessieren. Konny und Jupp: Bitte bündelt Alles was Ihr habt zusammen und geht offensiv an die Medien heran. Klärt sie über diesen Irrsinn auf, den diese Reform den Bürgern und den Beschäftigten zumutet.
Ein Wort noch zu der Potsdamer Presidial-Presse- sprecherin, die hier in einigen Kommentaren angesprochen wird:
Die zeigt man nie von hinten oder von der Seite weil man sonst den Schlüssel sehen würde, mit dem man das Püppchen aufzieht.
Muss gerade irgendwie an den “Duracel Hasen” aus der Werbung denken.
http://www.atrapavideo.com/es/video/ver/75424/Duracell_Hase
http://www.mdr.de/fakt/7165815.html
Eintrag von Regierungseigentum am 16.März 2010
Ich sag nur kurz, dass Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands ist (nach Einwohnern) und nicht mal Stellen für einen DGL-V und für Leitstellenbeamte gibt. Somit wird vieles funktional wahrgenommen und Personal, was auf dem Papier in der DG und damit auf der Straße sein sollte, wird hierdurch gebunden. Insgesamt sieht es so aus, das Rviere, die ein drittel Hamburgs abdecken zum Teil nur mit einer Stärke von 1/2 oder 1/3 besetzt sind (hbf 1/5). z.B. Altona hat 3 Abstellgruppen, die komplette Nord-östliche S- und Fernbahn Hamburgs sowie die Reeperbahn und läuft in der Regel mit einer Stärke von 1/4. Hier finden zum Teil Schlägereien und Messerstechereien zwischen 10 und mehr Personen statt, die DGs sind völlig überaltert, wir haben fast täglich Raubüberfälle, Körperverletzungen und massenhaft Diebstähle. Bei zwei Streifen begeben sich diese regelmäßig in lebensgefahr, wenn sie zu so großen Anlässen ausrücken müssen und sind dankbar über die gute Unterstützung der Landespolizei.
Und Abschließend: Wir sind eine Polizei! Wir sind dafür zuständig Gefahren abzuwehren und Straftaten zu VERHINDERN! Sowas kann man nicht in Zahlen messen! Strafverfolgung ist Sache der Staatsanwaltschaft und Gerichte und sobald dieser messbare Wert “Straftat” vorliegt, hat die Polizei in ihrer Aufgabe versagt!
Eintrag von anonym am 16.März 2010
Eintrag von Offensive am 14.März 2010 bzgl. Revier Siegburg
Das Revier Siegburg war ursprünglich mit einem BKB besetzt. Die Kollegen aus dem Streifendienst wurden regelmäßig bei der Inspektion in Köln eingesetzt.
Dafür machte aber hin- und wieder eine Einsatzgruppe in Uniform und häufig auch in Zivil in Siegburg Dienst. Diese Einsatzgruppe wurde aber wegen Personalmangel aufgelöst und in den Dienstgruppen in Köln aufgeteilt. Vermutlich laufen die Kollegen der EHU STA in den nächsten Wochen dort Präsenzstreife, genau wie nach den Kofferbomben und den Vorfällen in München. Da wird dann der Öffentlichkeit wieder Personalstärke vorgegaukelt!
Eintrag von BaPo m.D. am 16.März 2010
Was hier alles passiert, dass ist einfach nur noch zum weinen!
Ich habe vor euch allen großen Respekt!
Gerade auch vor den Kolleginnen und Kollegen, die das ganze Drama schon seit Jahren oder Jahrzehnten mitmachen.
Wie schon mal erzählt liebe Gewerkschaft!
Sind wir doch ehrlich, die Bundespolizei ist am Ende und wir dürfen uns nichts vormachen bei einer objektiven Bestandsaufnahme.
Die ganzen Aufgaben, welche wir besitzen, die können die Landespolizeiein auch übernehmen oder machen dies eh schon.
Ich meine es ganz ehrlich, wenn ich schreiben, dass man die BPOL auflöst und das Personal den Landespolizeien angliedert.
Dann hört zumindest die sinnlose abordnerei auf!
Beförderungsmöglichkeiten sind dann in einigen Bundesländern auch eher besser als schlechter usw.!
Wir sind am Ende!
Eintrag von A. am 16.März 2010
Heute habe ich im allegmeinen Teil unserer Tageszeitung folgenden Artikel gelesen (auszugsweise)
Union: Keine neuen Schulden im Herbst
Dort erklärt der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Norbert Barthle…….entgegen dem Regierungsentwurf sei wieder eine pauschale Stelleneinsparung von 1,0 Prozent aufgenommen worden. Zusätzlich erfolgte eine Gleichbehandlung aller Bereiche bei der im Entwurf enthaltenen 0,4-prozentigen Stelleneinsparung wegen der Verlängerung der Wochenarbeitszeit der Beamten……..
wie muß ich das einordnen….42-Stunden-Woche???
jogger
Eintrag von joggerbuggy am 16.März 2010
Ob hier in diesem Forum auch Leute aus der Politik lesen?
Ob hier in diesem Forum auch Leute aus der freihen Wirtschaft lesen?
Was mögen diese Leute von uns denken?
“Frustrierter Haufen”, “Jammersäcke”.
Hätte ich nur auf meine Eltern gehört.Mein Vater hat schon vor 20 Jahren gesagt;
Geh nicht zu diesem Trümmerhaufen”.
Ich gebe dem/ der Schreiber(in) “A.” absolut recht.
Eintrag von Verarschter des m.D. am 16.März 2010
Eintrag von A. @
Wir sind nicht nur am Ende - ich und viele andere haben auch keine Lust mehr!!! Jeder weiß, dass sich was ändern muss, aber es tut sich einfach nichts. Es gibt so viele Baustellen in unserer Firma, leider auch vieles “Hausgemachtes”, und diese Bundespolizei gleicht immer mehr einer Ruine! …und irgendwann hat man einfach keine Lust mehr in dieser Baustelle / Ruine zu wohnen…Da wir aber ein lebenlanges Wohnrecht in dieser Ruine besitzen, muß man sich leider mit den gegebenen Umständen abfinden.
Die Überschrift für diesen thread müßte eigentlich lauten:
“des Kaisers neue Kleider”!
Eintrag von POM mit Dienstjubiläum am 16.März 2010
Liebe Kollegen,
ich habe gerade bei http://www.heute.de gelesen, dass die Bundeswehr im vorliegenden Wehrbericht über mangelnde Ausrüstung und Belastung klagt!!!!!!!!
Da können wir gleich mitmachen. Es ist einfach nur peinlich, welchen Stellenwert ein operativer Polizist bei uns hat. Dank GdP Phone kann ich wenigstens noch Kontakt zur Außenwelt halten.
Mich kotzt es an, dass man sich kontinuierlich engagagiert, sich aber kein Mensch für unsere Ausrüstung interessiert und alles immer wieder wegen fehlenden finanziellen Mitteln abgeschmettert wird.
Die Reform ist der Grund. Planlos, ohne Miteinbeziehung der Basis. Nicht vorausschauend und völlig realitätsfremd. Wir haben keine Lust mehr auf Hyperaktionismus.
Wir sind Menschennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn!!!!!
Kollegiale Grüsse
Eintrag von Andre Steiger am 16.März 2010
Ihr glaubt doch echt alle, dass bei den Landespolizeien alles Gold ist, was glänzt. Erstens, und ich kann mich da nur wiederholen, ist eine Auflösung der BPOL und eine Angliederung des Personals an die Landespolizeien genáu der falsche Weg für die Innere Sicherheit in Deutschland, zweitens gibt es genug von uns, die nicht zur Lapo wollen, und drittens haben wir über kurz oder lang den potentsten Geldgeber im Rücken.
Eintrag von ups am 16.März 2010
@Ups
Dann schreibe uns doch mal wie man diese undichte,marode und abgetackelte Fregatte namens BuPo wieder seetauglich wird?
Ich habe die Hoffnung vollkommen aufgegeben, ich habe resigniert, aufgegeben, bin völlig leer und desilluisioniert.
Plädiere deshalb auch mittlerweile mit vollster Überzeugung dafür, diese seelenlose Behörde auf den Schrottplatz der Geschichte zu tragen.
Und das sogar als unverwüstlicher Optimist.
Es stimmt doch garnichts mehr hier an Bord außer die Bezahlung und den sicheren Arbeitsplatz.
Das ist aber kein Kriterium um die BuPo zu mögen, schließlich gibts sie ja noch hier, die Überzeugungstäter, die die Polizist sein wollen und die sehen wie wir jedentag uneffizienter und überflüssiger werden.
Und daran kann man halt mitunter ein wenig verzweifeln wenn man wie Don Quichote nur noch gegen Windmühlen kämpft(wir nennen unsere Windmühlen übrigens Statistik oder Lagebilder).
Toll das unsere Soldaten einen Wehrbeauftragten haben.
Der hat dieser selbstgefälligen, unfähigen und arroganten Saubande jetzt mal die Leviten gelesen.
Für den ganzen Murks den sie da angerichtet haben.
Es wird sich zwar so schnell da auch nichts ändern aber es kann keiner mehr aus der Politik sagen, er hätte von allem nicht gewußt.
Und vermutlich wäre eine Zustandsanalyse unserer Behörde noch verheerender.
Aber wie liest man es jetzt bei der Evaluierung zur BuPoreform?
Alles Top gelaufen, weder fahrlässige noch vorsätzliche Tatbestandsmerkmale wurden erkannt.
Der Angeklagte bringt selbst das Beweismaterial in die Verhandlung ein.
Der Staatsanwalt schaut ruhig dabei zu.
Und das hohe Gericht gibt sich damit zufrieden und lobt noch den Angeklagten das er so fleissig war.
Verkehrte Welt, mit der ich nichts mehr zu tun haben möchte.
Das ekelt mich alles so an.
Eintrag von shottersheriff am 16.März 2010
Habe die bisheriger 120 Eitnräge nicht gelesen. Die Frage ist, was wollt ihr als GDP für Schritte einleiten.
Beim Durchlesen des Berichts an den Innenausschuss dachte ich mir mehrmals “der lügt doch”. Stichwort Grenze Österreich: Im Revier Passau ist der ODP mit 22 PVB unterlegt, genehmigt ist die Revierliste mit 43 PVB (das hätte ich garn nicht schreiben dürfen). Wir hatten ein Aufkommen von weit über 600 Fälle der unerlaubten Migration inkl. Schleusungen und Begleitdelikte im Jahr 2009. Unsere Dienststelle ist dem ODP angeglichen (viel zu klein) und ganz im Vertraunen, es ist eine Schande die Dienststelle zu betreten, geschweige denn schön darin zu arbeiten. Nach einem Hilfeschrei in der Personalversammlung wurde uns ein Kontingent von 33 PVB zur Unterstützung zugesagt und dies wurde auch ab dem 01.01.2010 abgeordnet. Leider müssen wir uns ständig hinterfragen lassen, ob dies überhaupt notwendig ist. Ihr schafft das doch allein. Wer nur einen Funken von Ahnung hat weiß, dass eine Abarbeitung von über 600 Fällen der illegalen Migration inkl der Folgemaßnahmen mit dem zur Vefügung stehenden Manpower nur unter erheblichen Schwierigkeiten zu leisten ist. Berufsbedingte AU ist ständiger Begleiter. Bisher kann die Motivation der Mitarbeiter noch gerade so gehalten werden. Wenn jedoch mit einem solchen Bericht und Vorgehen mancher Führungskräfte in der obersten Führungsebenen die Mitarbeiter immer wieder vor den Kopf gestoßen werden, braucht sich keiner mehr wundern, wenn unser Auftrag nicht mehr in aller Gänze erfüllt werden kann. Manche FK sollten meiner Ansicht nach mehr dem Systemansatz folgen. Es können sich alle Kollegen glücklich schätzen, die mit dieser Reform einen wohnortnahen Arbeitsplatz erhalten haben. Aber es kann und darf nicht sein, dass irgendwo in der Republik ein paar Hansel am letzten Hemd daher kommen und sich so manche FK sich näher sind als ihrer Aufgabe. Es muss endlich erkannt werden, dass die Leute zur Arbeit gehören und nicht umgekehrt. In diesem Zusammenhang möchte ich auch ganz deutlich sagen, dass der ODP endlich einmal unter die Lupe genommen werden muss, denn hier scheinen sich einige nicht einzugestehen, dass einiges übersehen bzw. nicht richtig analysiert wurde. Ja, ich mag ein wenig egoistisch klingen, aber diese Darstellung trifft bestimmt auch noch einige andere Dienststellen, in denen das Verhältnis Arbeit zum Personal nicht im Ansatz stimmt.
Also Jungs der GDP, haltet Euch mal ran.
Eintrag von Brottl am 16.März 2010
Gibt es hier vielleicht auch jemanden, der nicht nur rumjammert? Das ist ja voll nervig!
Wer mit seiner Situation nicht zufrieden ist, soll das eben ändern - wie auch immer das aussehen kann!
Sorry, aber ich bin zufrieden mit meinem Job, habe aber auch einiges dafür getan, dass ich jetzt die Arbeit mache, die ich mache! Nein, und damit meine ich nicht den Aufstieg.
Ich bin stolz auf meinen Beruf und zufrieden, und die Kollegen, die immer nur meckern, haben in der Regel nie richtig in ihrem Leben gearbeitet und wissen gar nicht mehr zu schätzen, wie gut es uns geht.
Klingt komisch, ist aber so!
Und jetzt könnt ihr mich zerfleischen.
Eintrag von Ike am 16.März 2010
shottersheriff 16.03.2010
Du hast mit Deinem Beitrag eigentlich alles auf den Punkt gebracht.
Unseren saublö… Laden kann man ruhig schließen. Was bei der BUPO an völlig unfähigen Vorgesetzten bzw. Entscheidungsträgern herumläuft, wird vielleicht noch von dem noch größeren Verar—Verein, der BW übernommen.
Mal ehrlich, die meißten normalen PVB an der Front haben doch bereits innerlich gekündigt und das mit Fug und Recht.
Eintrag von rolf am 16.März 2010
Heute ist der 16.03. und was war da. 1951? Also allen Buschisten wünsche ich was. Leider scheint ja keiner mehr Interesse an der Geschichte unserer Organisation zu haben.
Na ja, bei dem drunter und drüber auch kein wunder.
Eintrag von Grenzer am 16.März 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
anbei die Reaktion auf eine Email an Herrn MdB Binninger (Innenausschuß DBT):
“Sehr geehrter Herr “…”,
ich darf Sie von Clemens Binninger grüßen und für Ihre E-Mail danken. Herr Binninger hat die von Ihnen genannte Seite und die Kommentare gelesen. Er wird sich in nächster Zeit auch mit Herrn Scheuring in Verbindung setzen und einmal über die Evaluation der Bundespolizeireform sprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Kopp
(Büro Clemens Binninger MdB)
–
Clemens Binninger, MdB
Platz der Republik
11011 Berlin
Es scheint zumindest was angekommen zu sein und man hat die Thematik offensichtlich zuordnen können.Auch wenn MdB Binninger die Seite unserer GdP nicht selbst gelesen haben dürfte, aber zumindest sein Büro - ….hoffe ich mal, werden ja nicht alle in unseren obersten Staatsorganen lügen ???
Schauen wir mal……
Eintrag von bingo am 16.März 2010
@ ups
Schön, dass es Dir offensichtlich immernoch gut bei der Bundespolizei gefällt.
Mir geht es jetzt (nach der dritten vermurksten Reform) nicht mehr so.
Den Spruch: “Bei der Polizei ist auch nicht alles…….” kann ich aber langsam wirklich nicht mehr hören.
Allein die dauerhafte “Kinderlandverschickung” der Bundespolizei läßt für mich den Wunsch immer dringlicher werden, endlich das Weite Richtung LaPo zu suchen.
Denn was nützt mir der “potentere” Geldgeber, wenn alles, was mein privates, soziales Ich ausmacht, ca. 650 Kilometer entfernt beheimatet ist und spätestens in vier Jahren wieder zur Disposition steht.
Letztlich kannst Du ja mal versuchen, einen Tauschpartner beim Land zu finden. Bei den Vorteilen müßten die Kollegen ja Schlange stehen.
Nichts für Ungut.
Grüße
AB
Eintrag von AB am 16.März 2010
@Ups
du mußt aus dem HD sein????!!!!
Eintrag von Mr. X am 16.März 2010
Eintrag von bingo am 16.März 2010
Dr. Dieter Wiefelspütz ( Obmann im Innenausschuss ) hat mir bisher leider nicht auf meine e-mail ( mit Hinweis auf hiesiges Forum ) geantwortet.
Vielleicht hat er aber trotzdem darin gelesen ;-))
Eintrag von BaPo m.D. am 17.März 2010
Lasst uns den Verein schließen und zur LaPo wechseln!
Dort ist auch nicht alles Gold, was glänzt, aber die Arbeit macht mehr Sinn.
Morgen spricht dann keiner mehr von der Bundespoizei!
Eintrag von XY am 17.März 2010
Es ist ja bereits alles gessagt worden, um aber noch den letzten nicht kritisierten Absatz ad absurdum zu führen noch ein Wort zur “Kernkompetenz der polizeilichen Auswertung und Analyse”. Ich lach mich tot…
Da heißt es immer wir sind Fahndungspolizei, hier liegen unsere Stärken…. Leider wissen wir gar nicht wo wir Fahnden sollen, den die Fachleute, ja die Profis, der Direktion aus dem Bereich Auswertung und Analyse sind nicht in der Lage vernünftige Grundlagen zu schaffen. Unsere Inspektion wartet heute noch auf das Lagebild illegale Migration für das 3. Quartal 2009….
Da wurde in Apparat ins Leben gerufen der für die Inspektionen Arbeit ohne Ende abfordert (bei uns sitzen derzeit 3 PVB über Soll im Bereich Auswertung um die geforderten Termin halbwegs erfüllen zu können) ohne das auch nur eine einzige Textdatei an Erkenntnissen an die Inspektionen zurück fließt…. Und ist man mal so dreißt und bittet um ein Lagebild oder Erkenntnisse zu bestimmten Phänomenen sind sie nicht Willens, nicht im Stande oder mit der Fertigstellung 2 Monate zu spät….
Wenn das eine unserer Kernkompetenz ist möcht ich nicht wissen wie der Rest aussieht….
Gruß
Der Kommissar
Eintrag von Der Kommissar am 17.März 2010
Vor allem diese Kinderlandverschickung muss aufhören. Generell bin ich bereit meine Direktion zu unterstützen, wenn dort innerhalb not am Mann ist, aber ich sehe es keineswegs ein, dass ich nach München muss, weil da über Nacht scheinbar von Außerirdischen ein neues Terminal hingestellt wurde, was jetzt mit besetzt werden muss. Eine Kindergartengruppe bekommt es besser hin ihr “Personal” zu planen als diese Behörde!
Meine Meinung: Einmalige Setzung in einer Direktion (zum Dienstantritt) und danach nur noch auf eingenen Wunsch über die Direktionsgrenze hinaus abgeordnet/versetzt werden. “Löcher stopfen” innerhalb der Direktionen ist in der Regel zumutbar, sollte aber auch nur auf Abordnungsbasis geschehen mit schnellsmöglichem Personalausgleich aus Neueinstellungen.
Wir leben im 21 Jahundert und jede kleine Spedition bekommt es hin ihre Ware abzuholen und nahezu pünktlich zu liefern. Es ist sogar möglich die Fahrwege als Lager zu nutzten. Aber in dieser riesen Bundesbehörde, bei der angeblich nur die besten Köpfe (Eignung, Leistung, Befähigung) an der Spitze sein sollten bekommen nicht mal die Milchmädchen Rechnung hin, dass wenn ein Beamter 57 ist, er spätestens in 5 Jahren in Pansion geht. Die Ausbildung gD dauert 3 Jahre, die mD 2 Jahre. Real wird der Kollege mit ca. 60 Jahren in Pansion gehen. Ergo muss ich am besten jetzt, aber spätestens nächstes Jahr einen neuen Beamten einstellen und ausbilden, der noch 1 Jahr Zeit hat sich nach der Ausbildung einzuarbeiten, damit das Loch gefüllt wird.
Deswegen geh ich mal davon aus, dass in 4-5 Jahren die Abordnungswelle in den Norden losgeht, weil ja plötzlich die jetzt 55-57 Jährigen (schätze mal so >55% aller Beamten) in Pansion wollen und gehen.
Also liebe Personalplanung: MACHT VERDAMMT NOCHMAL EURE HAUSAUFGABEN VERNÜNFTIG!!! Denn: Jede Zahl die ihr verschiebt zerstört einem Menschen sein Sozialleben!
Eintrag von Alex am 17.März 2010
@Mr. X
Der bei weitem unqualifizierteste Kommentar, den ich hier gelesen habe. Alle, denen es gefällt, müßen aus dem HD sein, oder was ? Tu dir einen Gefallen und fang an zu denken, bevor du schreibst.
Eintrag von ups am 17.März 2010
Ike vom 16.03.2010
Lieber Kollege,
Genau die gleiche Einstellung hatte ich auch mal! nun sind fast 40 Jahre Berufserfahrung bei dieser
“sogenannten Polizei des Bundes ” vorbei.
Die Beiträge hier sind ein Spiegelbild über den unhaltbaren Zustand in unserer Behörde.
Völlig unfähige Vorgesetzte und Entscheidungsträger haben die große Masse der PVB an die Wand gefahren und ernten nun was Sie gesäht haben.
Vielleicht bist Du in Deiner Dienststelle noch gut aufgehoben und hast noch nicht so viele Dienstjahre mit so einer Behörde hinter Dich gebracht.
Es sei Dir vergönnt, noch mit Freude Deine Uniform anzuziehen.
Keiner der Kritiker hier will Dich zerfleischen, weil jeder weiß, dass Dir sehr schnell gleiches widerfahren kann.
Denk an die vielen Schicksale der Kolleginnen/Kollegen, die vielfache Probleme mit dieser völlig verblö…. Reform durchmachen müssen, dann wirst Du verstehen, dass nicht wenige von denen innerlich schon lange gekündigt haben.
Eintrag von rolf am 17.März 2010
Hallo zusammen, alle die, die diesen Erfahrungsbericht zur Neuorganisation geschrieben haben, gehören vor einen Untersuchungsausschuss unter Federführung der Kollegen aus der Praxis und den Bereichen, wo Stellen abgebaut werden.
Wie heißt doch ein altes Sprichwort: Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.
So ist es auch bei dieser Lachnummer, die sich Reform nennt.
Eintrag von turbo am 17.März 2010
16.3.1951
In Düsseldorf wird eine “Deutsche Frauenpartei” gegründet. Ihr Ziel ist es, die Frau in der Politik mehr zur Geltung zu bringen.
———————————————————-
Habe heute eine Email bekommen.
Dort stand, wie die Beförderungen laufen sollen.
Tja… dann warte ich eben noch vier Jahre (mindestens)
Eintrag von Lan am 17.März 2010
@rolf
Das will ich auch gar nicht bestreiten, mich nervt bloß, dass jeder, der noch mit Freude zum Dienst geht, aus welchen Gründen auch immer, sofort in den hD gesteckt wird, weil die nun mal tatsächlich ihre Schäfchen im Trockenen haben. Es gibt aber, und das mag für den ein oder anderen schwer verständlich sein, auch noch in den anderen Laufbahgruppen PVB, die gerne ihren Job machen und sich deswegen nicht ständig so einen Schwachsinn anhören wollen, wie ihn Mr. X kolportiert hat.
Eintrag von ups am 18.März 2010
Es ist schon erstaunlich und an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, in welchem Ausmaß hier gelogen wird.
Das Bundespolizeirevier Berlin-Zoologischer Garten ist nun schon zum wiederholten Mal geschlossen worden, einfach weil kein Personal da ist. So etwas wäre früher undenkbar gewesen.Und dass in Zeiten, in denen Körperverletzungsdelikte in Zahl und Ausmaß erschreckend zunehmen.
Eintrag von Ein Bahner aus Berlin am 18.März 2010
Was mich wundert ist, dass in einer Behörde, in der man
mittels ZDF alles erhebt, vielleicht kommt ja noch der Gang zur Toilette dazu; dass in solch einem Verein das personalwirtschaftliche Fehl der nächsten Jahre übersehehn wurde. Leute zieht euch warm an!
Eintrag von GTJ am 18.März 2010
@ups:
Das sehe ich genauso!
Gruß, Ike
Eintrag von Ike am 18.März 2010
@ ups:
Das Problem ist doch nicht, dass Dir der Job Spaß macht. Das Problem ist, daß das nicht mit der Lebenswirklichkeit der Mehrheit der KSB in unserer Organisation in Übereinstimmung zu bringen ist. Warum das so ist, hat die Stellungnahme der GdP weiter oben sehr gut zusammengefaßt.
Wenn einer drei Kinder und eine Planstelle hat und auf eine unbestimmte Zeit für 2 x 3 Monate im Jahr 500 km weiter (unter Inkaufnahme erheblicher, nicht erstatteter Mehrausgaben bei gleichzeitiger Streichung von Zulagen und Urlaubstagen) arbeiten soll, ist die Zufriedenheit nun mal eher geringer ausgeprägt. Vor allem dann, wenn er auf der neuen Dienststelle keine Parkplätze, dafür aber in Umkleideräumen zwischen den Schichten schlafende PVB vorfindet. Das ist nun mal die Realität für fast 100% der abordnungsfähigen PVB meiner Dienstgruppe. Dazu kommen noch die “üblichen” Ärgernisse des täglichen Dienstes in der Stammdienststelle, die auch Ausdruck von Planlosigkeit und kollektiver Verantwortungslosigkeit sind und hier bereits hinreichend zur Sprache kamen.
Es muß sich etwas ändern in der Firma. Wir verlieren mit beängstigender Schnelligkeit das wichtigste, was wir überhaupt haben: die Menschen. Da hilft auch kein noch so gutes Klima innerhalb der Dienstgruppe. Und mit den Menschen verlieren wir - in gleichem Umfang - polizeiliche Kompetenz. Dieser Prozeß kommt in keiner Vision vor, ist aber leider Realität. Selbst wenn es jetzt positive Veränderungen geben sollte (woran ich persönlich nicht glaube): Eingerissen ist schnell. Aufbauen dauert erfahrungsgemäß viel länger.
Eintrag von MaiKarl am 18.März 2010
Jetzt kommt es raus.
Aufgaben wurden und werden unselektiert vom Präsidium und der Direktion auf die Inspektionen abgeschichtet.
Das dortige operative Personal muss mehr administrative Aufgaben erledigen, als vor der Reform.
Die Stäbe wurden nicht verschlankt, sondern vergrößert.
Auf Ebene der Inspektionen, wo keine Stäbe sein sollten, sind defacto Stäbe vorhanden.
Schattenstrukturen mussten zur Erledigung von Aufgaben vor allem des Präsidiums aufge-baut werden.
Neue und noch größere Schattenstruktur wurden geschaffen.
Hinzuzweisen ist als Besonderheit beim Stab der BPOLD KO, dass eine ganze Reihe von Zugleichfunktion für’s BPOLP - insbesondre der StB 3 mit Aufgaben des BPOLP - belastet. Daraus resultiert eine starke Überbelastung der Mitarbeiter. Konkret bedeutet das, dass das Personal immer noch zum Präsidium in Potsdam abgeordnet ist und der Direktion nicht zur Verfügung steht.
So kann es nicht weiter gehen.
Gut, wenn wenigstens die GdP aktiv für Veränderungen antritt.
Eintrag von ... am 19.März 2010
Thema MKÜ:
In Gesprächen mit Vertretern der GdP habe ich erfahren, dass das Thema MKÜ auf der Agenda steht.
Daher möchte ich nochmals folggendes darstellen. Vielleicht lesen es ja auch Leute, die für die MKÜ Verantwortung haben …:
Die MKÜ wird überwiegend verbandsmäßig eingesetzt, da nicht in ausreichender Anzahl Verbandkräfte zur Verfügung stehen. Eine einzeldienstliche Einbindung erfolgt kaum. Die Mitarbeiter der MKÜ sind hierüber nicht zufrieden.
Eine Entlastung des Einzeldienstes kann somit nicht erfolgen. Zumindest nicht in dem Maße, wie es das Feinkonzept vorsieht.
Die Einhaltung der AZV gestaltet sich sehr schwierig.
Immer wieder wird uns (MKÜ) suggerieirt, dass ein Zug von Bexbach nach Frankfurt/Main verlagert werden soll. Warum demotiviert man uns so?
Auf der Personalversammlung in Koblenz am 16.03.2010 hat der Präsident Lohrbach zu Ausdruck gebracht, dass an dem Ziel gearbeitet wird. Irgendwann, so der Eindruck, soll ein Zug MKÜ von Bexbach nach Frankfurt/Main.
Wir wissen auch, dass die Bundespolizei ein großes Personalproblem hat. Aber auch die Länder haben zu wenig Personal. Da die Länder wegen eigenen Personalproblemen immer öfters und immer mehr Personal der Bundespolizei anfordern, muss die MKÜ Aufgaben der Verbände mit übernehmen.
Dafür ist die MKÜ nicht da und auch nicht ausgebildet!
Die Folgen: Hoher organisatorischer Aufwand, einzeldienstliche Kräfte müssen umorganisiert werden um die Aufgaben der MKÜ zu erledigen, (Schicht- und Dienstpläne müssen kurzfristig geändert werden). BKE Kräfte werden durch Umstellung der Schichtpläne erforderlich.
Alles in Allem sehr unbegriedigend. Viele der Kollegen der MKÜ (auch Führungskräfte) sind in hohem Maße demotiviert.
Abwanderungsgedanken werden spätestens im 4. Schritt der DV zu sehen sein.
So kann es nicht weiter gehen …!
Eintrag von Fakt am 19.März 2010
Tja Leute!
Die Neuorganisation ist doch nur der Aufruf zum kollektiven Selbstmort in der BPOL!
Und der Bericht dazu ist nur noch der Genickschuß dazu von unseren Topbeamten!
Eintrag von Abschalter am 19.März 2010
Selbst wenn jemand etwas ändern wollte, was sollte er tun ??
Ich bin gespannt mit was das Präsidium reagiert, es können eigentlich nur Arbeitsgruppen und flex.Modelle Schichtdienst sein und das heißt sie ereichen genau das Gegenteil ! Von der BPOL selbst ist keine Lösung zu erwarten, nur neue ODP Stellen ( Kräfteansatz Bahn Neu z.b ) eigentlich müssten alle die an dem Bericht mitgewirkt haben weg (siehe Bundeswehr )Eine Änderung ist nur durch Druck aus der Politik zu machen und das wird schwer…gibt zu viele Probleme bei der BPOL !
Eintrag von Marox am 19.März 2010
Man sieht ja schon an den verschiedenen Planstellenobergrenzen (War mir bis dito so auch nicht bekannt!), was die operative Ebene eigentlich wert ist!
Eintrag von Sergant am 19.März 2010
In Gesprächen mit Vertretern der GdP habe ich erfahren, dass das Thema MKÜ auf der Agenda steht.
Daher möchte ich nochmals folggendes darstellen. Vielleicht lesen es ja auch Leute, die für die MKÜ Verantwortung haben …:
Die MKÜ wird überwiegend verbandsmäßig eingesetzt, da nicht in ausreichender Anzahl Verbandkräfte zur Verfügung stehen. Eine einzeldienstliche Einbindung erfolgt kaum. Die Mitarbeiter der MKÜ sind hierüber nicht zufrieden.
Eine Entlastung des Einzeldienstes kann somit nicht erfolgen. Zumindest nicht in dem Maße, wie es das Feinkonzept vorsieht.
Die Einhaltung der AZV gestaltet sich sehr schwierig.
Immer wieder wird uns (MKÜ) suggerieirt, dass ein Zug von Bexbach nach Frankfurt/Main verlagert werden soll. Warum demotiviert man uns so?
Auf der Personalversammlung in Koblenz am 16.03.2010 hat der Präsident Lohrbach zu Ausdruck gebracht, dass an dem Ziel gearbeitet wird. Irgendwann, so der Eindruck, soll ein Zug MKÜ von Bexbach nach Frankfurt/Main.
Wir wissen auch, dass die Bundespolizei ein großes Personalproblem hat. Aber auch die Länder haben zu wenig Personal. Da die Länder wegen eigenen Personalproblemen immer öfters und immer mehr Personal der Bundespolizei anfordern, muss die MKÜ Aufgaben der Verbände mit übernehmen.
Dafür ist die MKÜ nicht da und auch nicht ausgebildet!
Die Folgen: Hoher organisatorischer Aufwand, einzeldienstliche Kräfte müssen umorganisiert werden um die Aufgaben der MKÜ zu erledigen, (Schicht- und Dienstpläne müssen kurzfristig geändert werden). BKE Kräfte werden durch Umstellung der Schichtpläne erforderlich.
Alles in Allem sehr unbegriedigend. Viele der Kollegen der MKÜ (auch Führungskräfte) sind in hohem Maße demotiviert.
Abwanderungsgedanken werden spätestens im 4. Schritt der DV zu sehen sein.
So kann es nicht weiter gehen …!
Eintrag von Annonym am 19.März 2010
Auch zur MKÜ
Ihr habt Recht. Es kann so nicht weiter gehen.
Wir vermissen eine klare Abgrenzung zu den Verbänden. Zwar wurden mit der Neuorganisation in allen regionalen Direktionen Mobile Kontroll- und Überwachungseinheiten (MKÜ) eingerichtet, jedoch mangelt es nach wie vor an einer Aufgabenabgrenzung an der Schnittstelle von bereitschaftspolizeilichen Verbandskräften und MKÜ´en.
Dies führt zu kostenträchtigen Fehleinsätzen, weil mitunter „schwere“ Einsätze bei den MKÜ landen, „leichte“ Einsätze hingegen bei der Bereitschaftspolizei.
Wir wollen den E-Dienst unterstützen und auch Aufgaben “mit” - wahrnehmen.
Eintrag von Annonym am 19.März 2010
@Grenzer vom 16.März 2010: Auch wenn das gegenwärtige Tagegeschäft kaum Zeit dazu läßt, wir erinnern uns an den Tag an dem der BGS eingerichtet wurde.
Jörg Radek
Eintrag von radek am 19.März 2010
Herr Radek,
Kann man darauf stolz sein, wenn man sich die arbeitnehmerfeindliche Entwicklung zum Nachteil von tausenden PVB ansieht????
Eintrag von rolf am 20.März 2010
@Rolf: Die Beschäftigen der Bundespolizei erleben derzeit eine schwierige Phase.Die FÜhrungs-verantwortlichen müssen sich fragen lassen, warum die Unzufriedenheit in der Organisation groß ist. Ich will, der von der Gewerkschaft der Polizei in Auftrag gegeben Studie zum Binnenklima im Ergebnis nicht vorgreifen. Doch es ist auffallenden, dass die trotz geringer direkter persönlicher Betroffenheit der FRust größer ist, als bei den Neuorganisation 1992 und 1998.Hier muß u.a. die Ursachenforschung beginnen. Die Ergebnisse der FH Magdeburg im Auftrag des BMI sprechen eine deutliche Sprache. Doch schaue ich zurück von wo diese Bundespolizei kam, so wurde Erstaunliches geleistet.
Aufgaben,Personalstruktur und Aussattung haben sich besonders seit den 70iger Jahren verbessert. Ein Fortschritt der sich nicht leugnen lässt.Ebenso der Anteil der Gewerkscahft der Polizei.
Die Organisationsentwicklung der letzten Jahre vernachlässigte in der Umsetzung die Menschen.
Ihnen haben wir uns als Gewerkschafter und Personlräte verpfichtet gefühlt.Daran wird nichts ändern. Andere Dinge müssen sich ändern.
Jörg Radek
Eintrag von radek am 20.März 2010
@radek
Sehr richtig, dass die Gewerkschaften in den letzten Jahren gut gearbeitet und auch Vieles erreicht haben!
Auch hie mal ein DANKE!
Nur - dabei ergeben sich zwangsläufig auch kleine Fehler, die dann zur Unzufriedenheit beitragen!
Beispiel:
40Jähriger PHM macht 6 Monate VAV und wird anschließend PK - POK - PHK!
Diese Beamten sind sehr zufrieden!
Dann gibt es Dienstvorgesetzte, die gute Leute (POM über 50 Jahre) jahrelang mit der 7 oder 8 beurteilen, damit sie zunächst nicht PHM werden können und auf Grund der späten Beförderung zum PHM nicht mehr zum VAV kommen!
Da entsteht die Unzufriedenheit und die Probleme - auch untereinander!
Hier muß man ansetzen um diese “kleinen Fehler” (POM-Bauch) im System auszuschließen!
Du schreibst ja “andere Dinge müssen sich ändern”!
Und so gibt es, wie eingangs erwähnt, noch viele andere Probleme (Neuorganisation, MKÜ, etc.)!
Ein System ohne Fehler gibt es nicht - aber Fehler können behoben werden!
Aus FFM - uso
Eintrag von uso am 21.März 2010
Also wenn ich mir das Interview mit unserem hoch verehrten Präsidenten durchlese stehen mir die Harre zu Berge.
Aber eigentlich ist es zum schmunzeln wenn es nicht so ernst wäre.
Ist übrigens natürlich auch verlinkt von der Intranetseite des Bundespolizeipräsidiums.
Dort gehts es direkt auf die Seite des BMI.
War ja nicht der einzigste, verkrampfte Versuch den Bericht der SZ und des Rechnungshof durch unsere erhabene Führung zu bagatellsieren.
Möchte man jetzt tatsächlich versuchen die Wahrnehmungen oder Erfahrungen der Mitarbeiter vor Ort in frage zu stellen.?
Ich konnte mich nicht erwehren dieses Interview als “Propaganda” zu titulieren.
Propaganda ist laut Wikipedia:
“Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion”.
Diese Tatbestandsmerkmale kommen dem vollausgebildeten PVB bestimmt in den Sinn wenn sie/er das Interview liest.
Es ist lediglich die Werbung für ein Produkt, was so bei der BuPo nicht mehr erhältlich ist.
Besonders diese Sätze, bezüglich der Leistungs(un)fähigkeit der Fläscheninspektionen finde ich ja schon bemerkenswert.
” Die Maßnahmen sind vielfältig und werden durch unsere Mitarbeiter - auch mittels technischer Unterstützung - sehr gewissenhaft durchgeführt. Meine Besuche in den Dienststellen führen mir dies immer wieder sehr eindrucksvoll vor Augen. Die Bundespolizei hat ein flächendeckendes Netz an Dienststellen - davon über 120 in Verkehrsstationen. Bis zu 6000 Beamte widmen sich im Schichtdienst rund um die Uhr der Sicherheit der Bahnreisenden.”
Natürlich war der Herr Präsident bei seinen Besuchen beeindruckt.
Abgeschottet vom “uniformierten Pöbel” und dem Bürger, auschließlich umgeben von Karrieristen ,Opportunisten und Speichellecker, konnte man ja nur als Präseident mit “beeindruckendem” Konfrontiert werden.
Und beindrucken und vorführen konnte man immer schon gut bei der BuPo.
Wenn ich darüber nachdenke kommt mir da eine Geschichte aus meiner Kinheit in Erinnerung.
“Des Kaisers neue Kleider”.
Diese Geschichte passt so gut zu der BuPo des Jahres 2010 das ein jeder sie sich nochmal durchlesen sollte.
Ich jedenfalls habe sie gestern nochmal gelesen und musste nur noch lachen weil mir die ganze Situation so bekannt vorkam.
Dieser Mensch, der Herr Präsident und seine direkt Nachgeordneten, machen sich angreifbar weil er/sie wissen was für Missstände bei der BuPo bestehen und nichts, außer schlaue Reden und hilflosem Aktionismus dagegen getan wird.
Und noch angreifbarer macht sich die hohe Führung, wenn sie es eben nicht weiß, weil sie abgeschottet von der Realität auf ihrem Feldherrenhügel, umgeben von einem Generalstab und Günstlingen, dessen Überleben von der Gunst des Herrn Präsidenten abhängt, die Lage deutet.
Napoleon wäre nie so erfolgreich gewesen, wenn er nicht den Kontakt zum einfachen Infanteristen gesucht hätte.
Dieser Kontakt findet bei uns ja schon nicht einmal mehr auf IL Basis statt.
Wohin der Realtitätverlust allerdings führt, musste Napoleon allerdings auch erfahren.
Eintrag von shottersheriff am 22.März 2010
“Dieser Kontakt findet bei uns ja schon nicht einmal mehr auf IL Basis statt.”
ooooohhhhh wie war, und wenn Kontakt in Form von Kritik durch den Pöbel gesucht wird, wird auch neuerdings mit Abordnung und Versetzung gedroht,
der Laden ist am Ende, es hilft nur noch die Auflösung
Eintrag von Kuckkuck am 22.März 2010
Über 150 Kommentare, hat es das bei einem GDP Beitrag hier schon mal gegeben? Der Laden brennt, und das wird hiermit offensichtlich. Gut, wenn man unser Tun mit der Titanic vergleicht, brennt es nicht, aber das Wasser kommt. Wie auch immer, so kann es nicht weiter gehen. Blindheit geschlagen mit Visionen, das übliche Vorführen an den Dienststellen von Präsidenten und Co, das kennen wir alle, die sich zurück erinnern können an alte Abteilungszeiten. Da wurde auch alles auf die Straße geworfen, wenn der Kommandeur sich ankündigte. Das führt zu nichts außer zu einem Zustand, der mich an Krebs erinnert. Von außen noch ganz passabel, von innen voller Geschwüre und bereits zerfressen. Dem Tode geweiht.
Ich glaube nicht an:
Visionen
Dass wir mehr Geld bekommen
Der Beförderungsstau sich abbaut
Irgendein politischer Wille vorhanden ist, wirklich etwas bei uns zu verbessern
Goldvögel und Silbersterne daran interessiert sind, dass es anders läuft, so lange sie davon hauptsächlich profitieren
Es eine freie Meinungsäußerung bei der BPOL geben wird, wo man als konstruktiver Kritiker keine Nachteile zu erwarten hat
In unserer firmeneigenen Propagandazeitschrift mal wirklich Tacheles geschrieben wird
Citrix alles besser macht
Artus eines Tages tatsächlich eine Arbeitsentlastung darstellt
Das Reisebüro BPOL eines Tages seine Pforten schließt
Geld dorthin fließt, wo wir es wirklich benötigen
Wir uns auf unsere Hauptaufgabe konzentrieren können: Schutzmann sein!
Und und und….
Der Einzelne hat keine Chance etwas zu verändern, das geht nur in der Masse, im Verbund. Dass zu koordinieren, dazu sind nun unsere Berufsvertretungen aufgerufen, wobei einige wirklich mal aus dem Winterschlaf erwachen müssen, wenn ich mir zum Beispiel von den Blauen den Kommentar zum obigen Bericht durchlese…
Ich möchte niemandem ans Bein pinkeln, denn nur wir alle zusammen haben eine Chance, Kleinkriege untereinander zerreiben Bündelungseffekte und zerstören unnötig Kräfte, die wir dringend dazu benötigen, uns mit einer Stimme bemerkbar zu machen. Sonst geht die Talfahrt weiter, nur mit welchem Ende, das ist ungewiss…
Eintrag von Jens H. am 22.März 2010
Was soll das:
VAV wird gleich POK und ich warte seit 3 Jahren und kann noch ewig so weiter machen??????????????
POK findet sich in Führungsverwendung wieder… so werden wir vom VAV geführt… wie damals… als 16A alle Verantwortung übernommen hat und Chefe geworden ist. Das kann doch so nicht war sein.
Wofür macht man den 2 oder 3 Jahre Ausbildungsaufstieg?????
Und die Stellenverteilung:
- Innendienst RANDVOLL
- Strasse LEER
Wie sind die Stellen belegt????????
Es gibt zig besetze Stellen:
- Controlling
- Controller vom Controller
- “Halbtagsmuttis”
und es fehlen stellen für wichtige “Einsatzleute” / Stabsverwendungen / Führungsaufgaben.
Das wird von KSB / GL / GF / DGL (V) / ZF (V) besetzt und wieder fehlt es auf der Straße.
LÖSUNG:
Streiche Controlling.
Schaffe im ODP neue Stellen für
- Führungsaufgaben, Geschäftszimmer, Bearbeiter, Dokumentation, FüG,”Halbtagsmuttis”
- SonderStellen für die die Dauerabgeordnet sind zur AKA/AFZ/ HOD/ IPM/ etc
und sorge dafür dass auf der Straße wieder Personal ist
Eintrag von PK am 23.März 2010
Moinsens!
Jens hat es schon geschrieben. Mehr als 150 Einträge von Mitarbeitern, die sich mit Masse berechtigt entrüsten, was unser Innenminister so von sich gibt.
Seit ich das Forum besuche, hat es bislang keine so signifikante Reaktion der Belegschaft auf Mißstände in der Bundespolizei in diesem Forum gegeben.
Man beachte, dass es in diesem Thema nicht um mehr Geld, Planstellenobergrenzen, “Obermeisterbauch” oder sonstige Vergünstigungen geht.
Es geht schlicht und einfach darum, dass der Großteil der Mitarbeiter den “Schutzmannberuf” ausüben will und dieses aufgrund ausufernder Manager- und Reformbestrebungen kaum noch zu leisten vermag. Sie wollen sich nicht durch manipulierbare Zahlen und Statistiken oder sonstige Visionen einer zukünftigen Fahndungspolizei definerien, sondern durch Dienst am und für den Bürger.
Leider haben das unser Innenminister und unsere Polizeiführung bislang immernoch nicht begriffen und setzen die Statistik vor die Prävention.
In der Hoffnung, dass noch nicht alles verloren ist
grüßt
AB
Eintrag von AB am 23.März 2010
@AB
Wir bekommen sogar so eine Art “Anschiss”, wenn wir das Wort Prävention in den Mund nehmen.
Unser Inspektionsleiter WILL NUR Vorgangsnummern/ Straftaten mit Täter und davon jeden Monat mehr. Wenn wir das nicht bringen werden mal eben Faulheit/ Arbeitsverweigerung in den Raum geworfen.
Eintrag von Moinsens am 31.März 2010
>>Wir bekommen sogar so eine Art “Anschiss”, wenn wir das Wort Prävention in den Mund nehmen.
Unser Inspektionsleiter WILL NUR Vorgangsnummern/ Straftaten mit Täter und davon jeden Monat mehr. Wenn wir das nicht bringen werden mal eben Faulheit/ Arbeitsverweigerung in den Raum geworfen.<<
Alles eine Frage, wie man Prävention “verkauft”.
Bei uns ist Prävention “sichtbar” und damit wichtig.
Eintrag von Armin am 1.April 2010
Eintrag von Moinsens
Wir bekommen sogar so eine Art “Anschiss”, wenn wir das Wort Prävention in den Mund nehmen.
Wie wertet eure Leitung denn die §22 (1)a Kontrollen?
Nach der Logik deines Il’s dürften da nur die Treffer gezählt werden.
Mich würde noch interessieren in welcher Dienststelle du deinen Dienst verrichtest, um deine Aussage besser einordnen zu können.
Eintrag von KSB aus dem Norden am 6.April 2010