+++WICHTIG+++ Ab 15. Juni 2010 - Mitarbeiterbefragung - Klartext 2010 +++Wichtig+++

5. März 2010

Mitarbeiterbefragung

Interview mit Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Technische Universität (TU) Chemnitz

Der Bezirk Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt eine Mitarbeiterbefragung – unter Leitung von Professor Dr. Gerd Strohmeier (Foto) – durch. Hierzu wiesen wir bereits in unseren Publikationen und anderen Veröffentlichungen hin. Das Interesse und die Nachfrage zu dieser Befragung ist groß. Zu allem vorab Wissenswerten befragte die Deutsche Polizei (DP), Bezirksjournal Bundespolizei, den Leiter dieser Studie.

DP: Herr Professor Strohmeier, Sie haben bereits über 45000 Bundeswehrsoldaten zu deren Berufszufriedenheit befragt. Jetzt sollen die GdP-Mitglieder in der Bundespolizei folgen. Warum sollten in großen Organisationen solche Befragungen der Mitarbeiter überhaupt stattfinden?
Prof. Dr. Strohmeier: Die Gründe für eine solche Befragung sind vielfältig. Zunächst erscheint es wichtig, GdP-Mitgliedern in der Bundespolizei die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu Fragen ihres Berufs und möglichen Problembereichen zu äußern. Dabei soll ein aktuelles und aussagekräftiges Stimmungsbild hinsichtlich der Berufszufriedenheit in der Bundespolizei gezeichnet und auf Probleme und Fehlentwicklungen, aber natürlich auch positive Aspekte aufmerksam gemacht werden. Auf dieser Grundlage ist es möglich, eine substanzielle Debatte in der Öffentlichkeit sowie auch in der Politik zu führen.

DP: Wie spannend ist es aus wissenschaftlicher Sicht, die innere Befindlichkeit einer seit
zwölf Jahren komplett neustrukturierten Bundespolizei aufzunehmen?
Prof. Dr. Strohmeier: Eine Befragung in der Bundespolizei ist aufgrund der vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen in diesem Beruf grundsätzlich von herausragendem wissenschaftlichen Interesse. Dieses wächst natürlich angesichts der erwähnten kompletten Neustrukturierung.

DP: Die letzte dienstliche Befragung zu Arbeitszufriedenheit und Berufsmotivation gab es im damaligen Bundesgrenzschutz 1996. Macht es für die Qualität der Befragung einen Unterschied, dass jetzt die GdP die Initiative ergreift und eine Befragung ihrer Mitglieder in der Bundespolizei zur Berufszufriedenheit bei der TU Chemnitz in Auftrag gibt?
Prof. Dr. Strohmeier: In vielerlei Hinsicht! Schließlich ist die Befragung aus dem Jahre 1996 – gerade mit Blick auf die vielfältigen Umstrukturierungen und Veränderungen – veraltet. Es ist von zentraler Bedeutung, ein aktuelles Stimmungsbild zu zeichnen. Dass dies unabhängig sowie gemäß sozialwissenschaftlicher Standards erfolgt, garantiert die Bearbeitung durch die Technische Universität Chemnitz.

DP: Wie objektiv sind die Ergebnisse solcher Befragungen? Und wer kann von den Er-gebnissen profitieren?
Prof. Dr. Strohmeier: Durch die unabhängige Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Befragung gemäß sozialwissenschaftlicher Standards wird eine größtmögliche Objektivität erreicht. Ein Forscherteam an einer Universität kann es sich schließlich auch nicht leisten, eine nicht durch und durch solide Befragung durchzuführen. Profitieren werden von den Ergebnissen die entsprechenden Interessensvertreter und v.a. die politischen Entscheidungsträger und dadurch letztlich auch die Befragten selbst, deren Interessen auf der Grundlage der Befragung weitaus besser wahrgenommen werden können.

DP: Für viele GdP-Mitglieder ist es wichtig, dass für eine unbefangene offene Antwort die Anonymität absolut gewahrt wird. Ist dies bei dem Befragungsprojekt der Universität gewährleistet?
Prof. Dr. Strohmeier: Die Anonymität der Befragung wird absolut gewahrt! Selbst für Universitätsmitarbeiter, die ohnehin strengstens zur Vertraulichkeit verpflichtet sind, wird es nicht möglich sein, eine Zuordnung einzelner Antworten zu Befragten vorzunehmen.

DP: Wird die Befragung in Papierform oder elektronisch am PC auszufüllen sein?
Prof. Dr. Strohmeier: Der Fragebogen wird sowohl im Internet als auch auf dem Postweg erhältlich sein. Allerdings ist es weitaus einfacher, bequemer und weniger zeitaufwändig, die Fragen im Internet zu beantworten.

DP: Und die Auswertung obliegt dann ausschließlich Mitarbeitern der Universität?
Prof. Dr. Strohmeier: Nicht nur die Auswertung, auch die Vorbereitung und Durchführung obliegt ausschließlich fachlich qualifizierten Universitätsmitarbeitern.

DP: Wie lange werden Vorbereitung, Befragung und Auswertung dauern?
Prof. Dr. Strohmeier: Insgesamt ist mit einem knappen Jahr zu rechnen. Wir werden nichts überstürzen und äußerst sorgfältig vorgehen. Die wissenschaftliche Sorgfalt hat oberste Priorität!

DP: Herr Professor Strohmeier, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Einträge:

Ich freue mich darüber, dass diese Mitarbeiterbefragung endlich durchgeführt wird und erhoffe mir davon, dass sich einiges, gerade im Bezug auf die Personalpolitik, ändern wird.

Und ich hoffe auch noch, dass das Präsidium in Potsdam diese Befragung nicht einfach so hinnimmt und nichts unternimmt, sondern das die GdP ernsthaft nachhaken wird und das möglichst viele Kollegeninnen und Kollegen daran teilnehmen werden.

Und lasst euch nicht von den Führungskräften einschüchtern. Schreib auf, was euch nicht passt. Nur so können wir vielleicht was verändern.

Ansonsten wäre die Befragung sprichwörtlich für die “Füße”.

Eintrag von KSB am 5.März 2010


” Das ist einfach nur eine super Sache ”

Vielen Dank vorab. Einige Leute werden sich nach Veröffentlichung warm anziehen müssen.

Kollegialer Gruss

Eintrag von Andre Steiger am 5.März 2010


Erstmal vorne weg!
Es ist eine grandiose Idee die da aufgegriffen wird!
Es kann nicht sein das es an der Basis mehr als rumort und in den Führungsetagen und auch in den unteren Ebenen nicht ankommt!Der einzige der noch was mitbekommt von der ganzen Misere ist noch der DGL aber der oder die Dgl`s scheinen nicht in der Lage zusein es weiter zu transportieren!
Ob gewollt oder auch nicht gewollt! Schliesslich zählt man ja sonst zu den ewigen Nörglern und jeder weiß was das bedeuten kann! Schließlich gibt es ja Beurteilungen! Oder unliebsame Abordnungen an sogenannte Schwerpunktdiensstellen!
Also her mit dem Fragebogen und den Schreiber raus!
Ach ja ich vergaß bin kein Mitglied in der Gewerkschaft!
Den Fragebogen schleunigst ins Internet und ausfüllen!
Danke dafür schonmal im vorraus!

Eintrag von ICH am 5.März 2010


Es ist an der Zeit!
Hoffentlich machen viele unserer 19.000 Bundespolizei- GdP- Mitglieder mit! Ich bin dabei!!!

Eintrag von graumüller am 5.März 2010


Wenn es möglich ist werde ich bei dieser Mitarbeiterbefragung auch Namen nennen !

Eintrag von Streik am 6.März 2010


Was spricht dagegen, Ross und Reiter zu nennen?

Die Ultras schreiben doch auch den Namen des Polizeiführers auf Banner… für die Öffentlichkeit!

Jetzt schlägt für einige “Großkopferte” die Stunde der Wahrheit… oder der Gerechtigkeit?

Eintrag von Echaufierter am 6.März 2010


Hallo,
ich bin im 37 Dienstjahr. Solch eine Mitgliederbefragung ist etwas sinnvolles. Ich habe aber im Laufe meiner Dienstzeit so etwas schon einige Male auch an anderer Stelle ausgefüllt/durchgeführt. Meine/unsere Meinung wurde zwar zur Kenntnis genommen aber nicht umgesetzt.
Ich selbst bin mit der GdP sehr unzufrieden und von ihr enttäuscht. Überlege seit langem auszutreten.
Ich fühle mich nicht ausreichend von der GdP unterstütz oder sinnvoll vertreten.
Deshalb verzichte ich auch auf die Mitarbeiterbefragung, da ich dort bestimmt nichts positives hinein schreiben könnte/würde.

Eintrag von Horst Riethus am 11.März 2010


Hallo Horst, wir kennen uns schon sehr lange. In dieser Bundespolizei haben wir Einiges an Auf und Ab mitgemacht.
Die Mitarbeiterbefragung hat nicht den Zweck einer “Schönschrift”. Sie soll dir die Gelegenheit geben deine Meinung zur aktuellen Lage der Bundespolizei abzugeben. Für die Unterstüzung seitens der GdP stehen Dir sicher Jörg Krause oder Martin Schilff zur Verfügung.
Herzlichst Jörg Radek

Eintrag von radek am 11.März 2010


Dem BMI ist die Mitarbeiterbefragung egal.
Dem BMI ist die GdP egal.
Dem BMI ist die Realität der PVB`s egal.
Dem BMI ist Prof. Dr. Strohmeier egal.

Das behaupte ich.

Wir gehören nicht reformiert, wir gehören aufgelöst.

Bitteschön bei vollen Bezügen.

Im Ministerium werden dann die Kosten für
-Liegenschaften
-Kraftfahrzeuge
-Uniformteile
-Schutzausstattungen
-Überstunden
-Trennungsgelder
-Reisekosten
-Heilfürsorge
gespart.

Somit ist jedem gedient.

Eintrag von Uhu am 12.März 2010


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