30. März 2010
Unter der Überschrift “Polizisten müssen zurück zum Schreibtisch” hat die Sächsiche Zeitung am Samstag, den 20. März 2010 ein Interview mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière angedruckt. In diesem Interview äußert sich der Minister auch zur Bundespolizei. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Antwort von de Maizière auf die Frage: “Die Polizei klagt wegen wegen der vielen Einsparungen über Personalnot. Kann das die öffentliche Sicherheit nicht beeinträchtigen? ” Die Antwort des Bundesinnenministers: “Nein, die öffentliche Sicherheit ist nicht beeinträchtigt. Bei der Bundespolizei haben wir kein Personal eingespart “. Â
Entgegen der dortigen Erklärung ist festzustellen, dass im Bundeshaushalt 2010, der am 19. März 2010 im Deutschen Bundestag beraten wurde, erneut 1,5 % der Stellen in der Verwaltung der Bundespolizei und erstmals auch 0,4 % der Planstellen im Vollzugsbereich der Bundespolizei eingespart werden. Das bedeutet, das der bereits heute deutlich unterbesetzte Verwaltungsbereich der Bundespolizei weiter ausgedünnt und die Zahl von eingerichteten, aber weder mit Personal noch mit Planstellen ausgestatteten Dienstposten im Polizeivollzugsbereich weiter erhöht wird, weil unbesetzte Polizeiplanstellen gestrichen werden, statt Polizisten auf diesen Planstellen einzustellen. Die Gewerkschaft der Polizei sieht in diesen politischen Entscheidungen sehr wohl eine Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière in der SZ vom 20.März 2010
Zurück zum Schreibtisch ? Dann ist es ja gut, dass die 1.000 von Schäuble nicht auf der Straße angekommen sind.
Christian
Eintrag von Christian am 30.März 2010
…dann werden die Flure im Präsidium wohl doch nicht geteert…;-))
Eintrag von -1- Stück PVB am 30.März 2010
DIE WAHRHEIT SIEHT ANDERS AUS!!!!
Der Chef wacht persönlich im Autohaus
Von Gabriel Wandt
Gotthard Körner aus Oderwitz verbringt seit Monaten die Nächte in der Firma. Das hilft gegen Diebe, seine Lebensqualität ist allerdings dahin.
Gotthard Körner vor seinem Autohaus in Oderwitz.Foto: Archiv/Weber
Gotthard Körner sagt es gerade heraus: „Jede Nacht auf der Lauer zu liegen, ist kein schönes Leben.“ Doch offenbar hat der Seniorchef des Oderwitzer Autohauses keine andere Wahl: Zehn Fahrzeuge sind ihm im vorigen Jahr gestohlen worden, sechs davon an einem einzigen Wochenende. Seit er täglich Wache hält, ist keines mehr weggekommen. Die Lebensqualität aber sei dahin, und auch der Ruhm, in dessen Genuss der Oderwitzer jetzt kommt, ist eher zweifelhaft. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat über ihn berichtet, der Fernsehsender Sat.1 stattete ihm einen Besuch ab. Ihm wäre es dagegen viel lieber, wenn die Polizei Erfolge vorweisen könnte. Es könne ja nicht das Ziel sein, die Täter einfach nur zu verdrängen, wie der hiesige Polizeipräsident Andreas Baumann es vor wenigen Wochen verkündet hatte. Dann würden die Diebe einfach nur anderswo zuschlagen. Das sei keine Lösung, ist Gotthard Körner überzeugt. Und er kritisiert, dass ortsfremde Polizisten in der Grenzregion eingesetzt werden, die ohne genaue Ortskenntnis keine Chance gegen die Diebe hätten.
Doch was kann helfen? Der VW- und Audi-Händler will sein Gelände nicht einzäunen. Schließlich kommen seine Kunden vor allem abends und an den Wochenenden, um sich die ausgestellten Autos anzusehen. Nach dem Bericht in der Frankfurter Allgemeinen erhielt Körner eine Mail von einem Kollegen mit dem Tipp, sich einen Rottweiler und eine Kalaschnikow anzuschaffen. Nachdem kürzlich in Sohland/Spree ein Autohändler von Dieben schwer verletzt wurde, fragt sich Körner tatsächlich, wie er sich schützen kann. Denn kurzfristig, so ist er überzeugt, wird sich die Situation nicht ändern, und durch die vielen Diebstähle sind Körners Versicherungsprämien drastisch gestiegen. Immerhin ging es um einen Schaden von weit mehr als 100000 Euro. „Es ist ein schwerer Überlebenskampf“, sagt er und hat dabei auch die Region im Blick. Denn mittlerweile bekommt er schon Anrufe von Touristen, die vor einem Besuch in der Oberlausitz wissen wollen, wie sie ihr Auto schützen können.
Der Staat sei für die Sicherheit da, ist Gottfried Körner überzeugt. Dafür zahle man schließlich Steuern. Gespräche mit hiesigen Politikern hat er bereits geführt, hat im Januar auch Sachsens Polizeipräsident Bernd Merbitz in Görlitz getroffen. Doch solange die Grenzen offen sind, erwartet der Unternehmer kaum eine Besserung der Lage.
Eintrag von Grenzer am 30.März 2010
Alle Äußerungen der letzten Zeit klingen nach neuer Reform. Wenn das so weitergeht müssen wir noch die Aufgabe “Reform” ins BPolG aufnehmen….
Eintrag von Michael B. am 30.März 2010
Da wir ja nun auf der Autobahn,Bundesstraßen und Landstraßen unterwegs sind,um dort Kontrollen durchzuführen sind wir gezwungen mehr Kilometer zu fahren.Jetzt sollen wir weniger fahren um Geld zu sparen.Ein Witz für eine Truppe die von der Fahndung lebt.Egal,es wurde sowieso zu viel aufgegriffen.
Und wer nicht fahren darf kann nichts fetstellen.
Eintrag von qwer am 30.März 2010
Ein Minister der lügt, muss seinen Hut nehmen.
Entweder Herr Minister sind Sie falsch informiert, dass ist schon schlimm genug oder Sie lügen, dann sollten Sie Ihren Hut nehmen. Solche Leute brauchen wir nicht, davon haben wir schon zu viele.
Offensichtlich wissen Sie nicht, was in Ihrem Haus geschieht.
Traurig, traurig.
Eintrag von Reiner Mischer am 30.März 2010
…und dabei bitte nicht vergessen, dass das alles auf Kosten der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen geht!
Vorausschicken möchte ich, dass ich dieses gerne unter dem passenden Thread eingestellt hätte, selbiger aber in den nächsten Tagen in der Versenkung, sprich: auf der zweiten Seite zu verschwinden droht….. (Es läuft aber ohnehin alles auf das Thema “Reform” hinaus…)
Ich weiß nicht, wer von Euch sich die “Beerlage-Studie” schon einmal genauer angeschaut hat, ich kann es aber nur wärmstens empfehlen!
Interessant ist, dass diese Studie, die ja im Auftrag des BMI entstand(!) , seit ende September ‘09 auf dem Markt ist. Ich denke, man hat im BMI deren Brisanz durchaus erkannt und ist aus gutem Grund mit diesem Ergebnis nicht hausieren gegangen bzw. hat vermutlich den Tag verflucht, an dem man diese Studie in Auftrag gegeben hat…
Zeigt sich doch, dass die Hauptkritikpunkte bzw. die Faktoren, die zu einer besseren Organisationsgesundheit führen könnten, wie
- quantitative Arbeitsbelastung
- selektive Erweiterung von Handlungsspielräumen
- Delegation von Verantwortung
- transparente, glaubwürdige und verlässliche Kommunikation
- Ermöglichung der verlässlichen und gelingenden Zusammenarbeit funktionierender Teams
allesamt zuvorderst durch unsere glorreichen Reformen in den Keller gegangen, nicht mehr vorhanden, kaputtgemanagt oder -zentralisiert sind oder erfolgreich zerschlagen wurden.
Klartext: man hat in den letzten Jahren in puncto Menschenführung und Organisationsveränderung eigentlich so gut wie alles verkehrt gemacht, was man auch nur im entferntesten verkehrt machen kann!
Glückwunsch, liebe Manager! - Ganze Arbeit geleistet!
Wenn nun aber eines näheren (oder doch eher ferneren?) Tages sich jemand erbarmen sollte, zuzugeben, grandiosen Unfug veranstaltet zu haben , wann wird sich etwas ändern?
Es erwartet niemand, dass dieses von heute auf morgen geschieht; - hier gilt bekanntlich das Supertanker-Prinzip - und Gottes Mühlen sind zudem Turbinen im Verhältnis zur Schnelligkeit der Verwaltung! - Ein Signal hätte man doch mal ganz gerne….
Und wenn dieses nicht freiwillig geschieht: wer hindert uns (und vor allem den Bezirk Bundespolizei) daran, diese Erkenntnisse verstärkt unters Volk zu bringen?
Wenn dann noch die zu erwartenden Ergebnisse der Studie zur Arbeitszufriedenheit dazukommen, so könnte es doch sein, dass irgendwann auch der Letzte merkt, dass die gesammelten “Einsparungen” auf Dauer ganz schön teuer kommen!
Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 30.März 2010
“Nein, die öffentliche Sicherheit ist nicht beeinträchtigt. Bei der Bundespolizei haben wir kein Personal eingespart ”
Woher bekommt dieser Mann seine Informationen? Ich mit meiner bescheidenen Übersicht verstehe das zumindest nicht mehr. Was glaubt er denn, woher die ganzen Abordnungskräfte kommen, die jetzt zuhauf in die zweifelhafte Notwendigkeit der Flughafenunterstützung geschickt werden…
Aus dem Osten und Norden der Republik werden massenhaft Kollegen abgeordnet und stehen somit jeweils lokal nicht mehr als Sicherheitsgarant zur Verfügung. Die absolute Zahl der Kollegen in der Bundespolizei vermindert sich dadurch natürlich nur bedingt, allerdings wird man von diesen Kollegen auch nicht mehr die Höchstmotivation (um es mal vorsichtig auszudrücken) erwarten können – insofern sehe ich da schon ein erhebliches Sicherheitsdefizit. Ein Kollegen ist im Januar von einem Großflughafen in BW wiedergekommen. Dort waren sie an einem Tag so viele Kollegen, dass ein Terminal besetzen mussten, obwohl dort KEIN (!!!) Flugverkehr stattgefunden hat. Das meine ich mit zweifelhafte Notwendigkeit. Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern sieht sicherlich anders aus.
Eintrag von Anonymus am 30.März 2010
Ich kann die Äußerungen der verlogenen Politiker nicht mehr hören.
Eigentlich interessiert es mich auch nicht mehr wirklich.
In ein paar Jahren zählen wir vermutlich auch zu den “Bananenrepubliken” !!!
Hätte nie gedacht, dass ein Land so schnell den Bach runtergeht.
Eintrag von Frage am 30.März 2010
Liebe Kollegen,
meine Zeit bei dieser Firma ist zum Glück bald abgelaufen. Ich war und bin immer noch gerne Polizist
aber was zur Zeit mit uns geschieht und sich vermutlich auch nicht mehr stoppen lässt, macht mir ernsthaft Sorgen. Wir sind mittlerweile dazu verdammt mehr am Computer zu sitzen als auf der Straße oder auf den Bahnhöfen present zu sein. Und das alles zum Leidwesen der Bürger und Steuerzahler. Wenn der wüsste, wieviel Beamte sich jeden Tag mit ARTUS und neuerdings mit e KA beschäftigen müssen. Und wenn er wüsste wie oft die Vorgänge dann noch qualitätsgesichert werden und dabei mehrfach vom SB zum GL und zum DGL hin und her geschickt werden, würde er sich die Haare raufen. Fatal ist, dass Beamte des Mittleren Dienstes, die sonst eigentlich nichts mehr entscheiden dürfen, plötzlich in die Lage versetzt werden Prognosen über Straftäter zu erstellen. Anmerkung: Da haben bekanntlich selbst Psychologen, die jahrelang studiert haben so ihre Mühe.
Es mag ja sein, dass es unter den jüngeren Kollegen den ein oder anderen ARTUS Fetischist gibt, ich bin aber der Meinung, dass die Mehrzahl der Kollegen sich den Beruf des Polizeibeamten etwas anders vorgestellt haben.
Jedenfalls sehe ich für den Autohändler in der Oberlausitz, den Tankstellenpächter in Lörrach oder den Bahnreisenden in Frankfurt oder Stuttgart keinen Sicherheitsgewinn, wenn ich mich damit beschäftige, eine Zukunfts-Prognose über einen “illegal eingreisten Ausländer”, der lediglich seinen Pass zu Hause in Frankreich oder in Belgien vergessen hat, einen Solchen und einen gültigen Schengentitel aber besitzt, zu erstellen. Wenn dies allerdings so gewünscht wird, wird dieser Wahnsinn immer weiter so betrieben, das Gehalt am Ende des Monats kommt so oder so. Was allerdings auf der Strecke bleibt ist die Motivation und dies ist immer öfter besonders auch bei den jungen Kollegen zu beobachten. Die Hemmschwelle, den Arzt seines Vertrauens aufzusuchen liegt da mittlerweile sehr niedrig. Eine Prognose kann ich schon heute stellen, kenne mich ja schließlich inzwischen im Prognosestellen aus, dass in Zukunft immer mehr Kollegn entweder einen Burnout bekommen oder aus Gesundheitsgründen nicht mehr fahnden, sondern wieder Streife fahren und Standortmeldungen abgeben, nach dem Motto melden macht frei.
So jetzt habe ich mich mal wieder richtig ausgekotzt, war auch höchste Zeit.
Euer Investigator
Eintrag von Investigator am 30.März 2010
Nein, natürlich ist die Sicherheit nicht beeinträchtigt, wenn in einigen Dienststellen im Osten, so in meiner, nur noch 1/3 der Planstelleninhaber Wechselschichtdienst gegenständlich zur Verfügung stehen. Abordnungen sei Dank. Aber das kann man ja durch Controlling und Zielvereinbarungen ausgleichen. Oder irgendetwas anderes aus dem BWL- oder ÖA-Baukasten.
Zumindest das formulierte Ziel “Polizisten zurück an den Schreibtisch” wurde durch Artus, Citrix und andere Neuerungen erreicht. Allein ein einfacher Sachverhalt bindet in einer BPOLI mittlerweile 5 Beamte über einen Gesamtzeitraum von mindestens 2 h. Wenn die Technik mitspielt. Meist tut sie das ja bekanntlich nicht. 2 h für Pillepalle, ohne erkennbaren Nutzen für die polizeiliche Arbeit. Nicht eingerechnet Auswertung und Controlling.
Mit polizeilicher Arbeit, mit dem Dienst am Bürger, hat das alles nichts mehr zu tun. Gar nichts. Genau deshalb habe ich aber vor über 30 Jahren diesen Beruf ergriffen…
Eintrag von MaiKarl am 31.März 2010
@ Grenzer
Die Grenzen bleiben offen - da werden wir nichts ändern können.
Und für Diebstähle im Landesinnern ist nun mal die Landespolizei zuständig.
So ist das - leider!
Eintrag von ... am 31.März 2010
Dann gründen die Menschen, wie schon in vielen Orten, eine Bürgerwehr… und die langen teilweise richtig zu, bei den Langfinger!
Eintrag von Echaufierter am 31.März 2010
Liebe Kollegen,liebe Kolleginnen,
der Bezirksvorstand möchte dies Forum als Möglichkeit der Meinungsbildung und -äußerung erhalten. Die Mehrzahl der Einträge bedienen sich einer sachlichen und dem Beruf des Polizeibeamten/-in angemessen Sprache. Bitte bleibt dabei. Ein Eintrag ist nicht in jedem Fall durch die freie Meinungsäußerung abgedeckt. Auch nicht mit nickname. Manch ein nicht freigeschalteter Beitrag ist deshalb auch keine Zensur.
Jörg Radek
Eintrag von radek am 31.März 2010
Ich habe im Revier ( Bahnhof ) noch keine Internetkriminalität bearbeitet. Solche Straftaten geben wir ab an die KRIPO.
Ich habe im Revier noch nicht mal einen eigenen Zugang zum Internet. Bei uns ist man froh wenn man das tägliche Geschäft mit LE´s u.s.w. mit unseren sehr sehr schnellen Computern bearbeiten kann.
Wie man sieht wird die Entfernung zwischen Basis und “denen da oben” immer größer. Ich muß auch nicht zurück an den Schreibtisch; weil ich mich dort die ganze Zeit aufhalte. Ich gehe nur mal kurz raus um frische Luft zu schnappen. Das ist halt so, wenn die Wache ( Im Bereich Rhein-Main Gebiet ) am Wochenende im Nachtdienst mit 2 oder maximal mit 3 Mann besetzt ist. Das will aber keiner hören. Wie ich gehört habe ist es auf vielen anderen Dienststellen auch nicht besser. Das einzig positive an der Sache ist, dass der DGL 100 Km weit weg in der Inspektion sitzt !!!
Eintrag von Streik am 31.März 2010
„Es gibt in Brüssel diese verklärt-romantische Vorstellung, dass es keinerlei Grenzkontrollen mehr geben dürfe“, sagt Michael Kretschmer, Vizefraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, der in Görlitz seinen Wahlkreis hat. „Aber wir haben an dieser Grenze das größte Wohlstandsgefälle in Europa, was automatisch zu hoher Kriminalität führt.“ Sachsen allein sei mit deren Bekämpfung überfordert. „Dagegen muss endlich gemeinsam mit den Nachbarländern vorgegangen werden“, fordert Kretschmer. Er sagt, er sei zudem ebenso wie mancher Anwohner fassungslos darüber, dass die Bundespolizei an der Grenze nun auch noch die letzten Stein- und Betonbarrieren auf Feld- und Waldwegen beseitigt.
JA,JA………
Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E1B3ABB7301B248B28F5DD0373E1BF341~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Eintrag von Grenzer am 31.März 2010
Tut mir wirklich Leid, liebe Kolleginnen und Kollegen, aber mir vergeht so langsam die Lust am lesen der Beiträge in diesem Forum.
Es schmerz mich bis ganz tief in mein “inneres” und ich frage mich: “Ist diese Firma Bundespolizei wirklich so krank oder sind es inzwischen die Masse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”.
Ich bin schon seit über 3-jahrzehnten Bundesbeamter, aber wie in den zurückliegenden Jahren mit dem Personal in dieser Firma umgegangen wird, ist schlicht weg ungeheuerlich.
Wann lernen unsere Manager endlich, mit dem höchsten Gut was eine Firma besitzen kann, ihren Mitarbeitern, vernünftig, ehrlich und “Vertrauensvoll” umzugehen???
Ich hatte insgeheim gehofft, dass “man(n) so ehrlich ist und Fehler der Reform III, bei einer Evaluation; hier nochmals der eigentliche Begriff diese Wortes:
(wörtlich: Bewertung) bezeichnet die systematische Beschreibung, Bewertung, Beurteilung und Beeinflussung eines Objektes in Beziehung auf ein …,
eingesteht. Aber nein es wird von Seiten des Präsidiums und dem BMI gelogen bis die “Fetzen” fliegen.
Deshalb mein persönlicher Vorschlag für die neu eingerichtete Arbeitsgruppe: “Spart nicht nur 5.000 Stellen bei den Bundessicherheitsbehörden ein, nein löst alle Bundessicherheitsbehörden und ihre Wasserköpfe, Stäbe usw. auf und verteilt die Masse der Beschäftigten und der Aufgaben auf die Länderpolizeien.
Das würde Sinn machen und wir hätten nicht nur 1.000 PVB mehr auf der Strasse sondern ein vielfaches mehr.
Es macht wirklich keinen Spaß mehr Angehöriger dieser Firma zu sein. Auch die Aussenwirkung und das Ansehen leiden immer mehr.
Mit kollegialen Grüßen
Eintrag von Südwestler am 31.März 2010
@Südwestler
Dem ist nicht`s hinzuzufügen!
Eintrag von Phönix am 31.März 2010
@gerhard megdenberg
wie du schon beschrieben hast wird das bmi die beerlage studie nicht gerade erfreulich aufnehmen.
aber sieht man sich die stetige entwicklung der sogenannten bundespolizei an, wobei doch hierbei nur der name bundesgrenzschutz reformiert wurde, sollte man sie doch am ende besser auflösen.
alle fakten sind dem bmi, dem präsidium, den gewerkschaften und zum großen teil den aufmerksamen mitarbeitern bekannt.
es wird sich aber nicht`s ändern…
der große unsicherheitsfaktor dabei ist nur wann es endgültig den worst case gibt… er kommt das ist sicher…
in der ddr hat es sehr, sehr lange gedauert.
dann ging es schlagartig.
schade, dass niemand dazu gelernt hat…
Eintrag von Phönix am 1.April 2010
Zitat des Herrn Bundesinneminister:
“Und denken Sie bitte daran, dass sich auch die Orte für Straftaten und Kriminalitätsformen verändert haben. Phishing zum Beispiel, das Stehlen von Kontodaten. Wir haben früher gesagt, Polizisten müssen vom Schreibtisch auf die Straße. Das stimmt heute nur noch zum Teil. Viele Straftaten müssen am Computer, also am Schreibtisch, aufgeklärt werden. Darauf reagieren wir und ändern auch die Qualität der Polizeiarbeit.”
Ich in entsetzt über solche Äußerungen.
Entsetzt deshalb weil es entweder von einer unglaublichn Ahnungslosigkeit(was ich nicht glaube) oder schlicht und ergreifend von einer bewußten Desinformationskampagne zeugt.
Das Polizei eine Ländersache ist weiß der Herr Bundesinnenminister, da bin ich mir ziemlich sicher, da er sich ja schon einmal in Sachsen oberster Dienstherr der Polizei nannte.
Das er nicht für die Arbeit seiner Länderkollegen sprechen muss weiß er auch.
Also wird er doch versucht haben für seine Bundespolizei zu sprechen.
Das sollte man ihm jedenfalls unterstellen.
Und bitteschön, wo bearbeiten wir primär Internetkriminalität oder Straftaten im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs?
Ich hoffe dass der Herr IM das mit seinem Präsidenten abgesprochen hat das wir mehr am Schreibtisch sitzen sollen.
Das läuft nämlich konträr zum neuen “Markenzeichen Fahndungspolizei”.
Aber bitte wer erkennt in der BuPo hier denn noch überhaupt ein Konzept?
Was ich viel schlimmer noch als solche Propaganda eines Berufspolitiker finde, ist die Tatsache das sowas von den Medien ohne Kommentar abgedruckt wird.
Das finde ich schon demokratiefährdend weil die Medien massgeblich zur Meinungsbildung im Volk beitragen.
Ich glaube dass die mediale Aufklärungsarbeit der Berufsvertretungen über den Patient Bundespolizei dringend forciert werden muss.
Die Selbstheilungskräfte dieses Patienten sind nämlich dahin.
Der Patient liegt im Sterben und der autoritäre Chefarzt sagt bei der Visite er wäre ja fast kerngesund.
Und alle Aspiranten, die noch auf einen Platz an der Sonne warten, nicken dem Herrn Chefarzt bereitwillig zu.
Eintrag von schottersheriff am 1.April 2010
Ich hatte letztens das Vergnügen im Präsidium sein zu dürfen. Dort sind wirklich die Flure geteert und es sich auch in der Mitte weiße Linien, damit die “Zuspätkommer” nicht mit den “Zufrühgehern” zusammenstoßen.
Also, jeder schafft an seinem Platz und läßt die Kollegen auch schaffen, gemeinsam haltn wir das durch. Oder hat jemand die Absicht zu kündigen und sich in der freien Wirtschaft einen neuen Job zu suchen, soll für ehemalige Buschisten mit 200 Prozent Berufserfahrung geradezu easy gehen.
Frohe Ostern an alle, auch an die “ewigen Nörgler”
Eintrag von Lodder am 2.April 2010
Hallo Phönix,
es ist schön für mich zu lesen, dass ein “anderer” genau die selbe Meinung vertritt wie ich.
Wünsche Dir ein schönes Osterfest, auch allen anderen Kolleginen und Kollegen, und für den Alltag viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft!!!
In diesem Sinne
Eintrag von Südwestler am 2.April 2010