24. Juni 2010
Mit Bestürzung und Trauer haben wir vom tragischen Zugunglück in Nordspanien erfahren , bei dem 12 Jugendliche ums Leben gekommen sind.
Der dramatische Bahnunfall in Spanien macht auf tragische Weise deutlich, welche Gefahren von Bahnanlagen bei Fehleinschätzungen der Gefahrensituation ausgehen können. Auch in Deutschland werden häufig Menschen an Leib und Leben geschädigt, weil sie diese Gefahren falsch eingeschätzt und sich in der Folge falsch verhalten haben. Die für die Gefahrenabwehr im bahnpolizeilichen Bereich zuständige Bundespolizei leistet wichtige polizeiliche Präventionsarbeit.
Zunehmend berichten und allerdings unsere Kolleginnen und Kollegen im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich, dass diese erforderliche Präventionsarbeit aufgrund von Personalknappheit und durch die Festlegung anderer polizeilicher Schwerpunkte eher vernachlässigt als gestärkt wird. „Deshalb halten wir es für erforderlich, dass auch ausgehend von dem tragischen Unfall in Spanien die Bundespolizei diesen Bereich überprüft und Fehlentwicklungen entgegenwirkt,“ so Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP-Bezirk Bundespolizei.
Was heisst hier vernachlässigt???
Fahndung! Fahndung! Fahndung! Fahndung! Fahndung!
Sonst nix!
Eintrag von kontrolldruck am 24.Juni 2010
hallo,
genau…FAHNDUNG;FAHNDUNG;FAHNDUNG;FAHNDUNG;
Kennzahlen erfüllen;kennzahlen erfüllen;Kennzahlen erfüllen;
Sonst gar nichts…………….
Eintrag von keycount am 24.Juni 2010
Lieber “Kontrolldruck”,
leider hast du Recht; aber was sollen wir machen; als POM jagt man nur noch Fahndungstreffern hinterher; alles andere zählt nicht; ich persöhnlich werde mich an dieser Jagd nicht mehr beteiligen. Kann nur hoffen das sich noch mehrere Kollegen meiner Meinung anschließen; es muß leider immer erst immer etwas passieren, bevor man darüber spricht. In Potsdam und Berlin wird man mit Sicherheit solche Ereignisse nicht zur Kenntnis nehmen; dort beweihräuchert man sich lieber gegenseitig und geht auf Kosten des Steuerzahlers essen. ( Und Party feiern )!
Eintrag von Streik am 24.Juni 2010
Genau, der Kontrolldruck ist riesengroß. Und immer heißt es nur Zahlen Daten Fakten !
Prävention und Bürgerkontakt sowie einfache Streifengänge werden als Faulheit der Kollegen von der Manegementführung angesehen und dementsprechend in der Beurteilung gewürdigt !!!!
Eintrag von Prävention ! am 25.Juni 2010
Aufklärung, Prävention, Schutz der Kinder, Jugendlichen und der Reisenden ist Aufgabe der Bahn.
Wo bleibt die Sicherungspflicht der Bahn, wo die Opferentschädigung nach dem Verursacherprinzip????
Warum dürfen Züge immer noch fast ungebremst durch Bahnhöfe fahren??
Könnte dies mit Kosten verbunden sein???
Wenn Du ein Haus baust und ein Kind fällt in die Baugrube, fragt keiner nach den Kosten. Es ist Deine Aufgabe für die Sicherheit zu Sorgen, die Folgekosten trägst Du, wenn etwas passiert!
Die Bahn darf aber mit tonnenschweren Geschossen durch die Republik rasen.
Lautsprecherdurchsagen ( die kaum zu verstehen sind ),
Schilder ( deren Bedeutung die Meisten nicht kennen),
weiße Linien am Bahnsteig ( die oft nicht mehr zu sehen sind und deren Bedeutung ebenfalls viele Reisende, geschweige den Kindern, nicht kennen )
sind nicht ausreichend!!!!!
Hier gehören Sperren an die Schwerpunkte, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht!!!
Stellt der Bahn auch mal die Kosten für die Präventionsmaßnahmen der Bundespolizei in Rechnung, wenn wir schon diese Aufgabe übernehmen. Dann haben wir auch wieder Geld für Beförderungen und bessere Ausstattung.
Eintrag von Harald Möbius am 25.Juni 2010
@ Harald Möbius
genau aus diesen Gründen ist es ja so wichtig, dass wir als BPOL mit den Präventionsbeauftragten in die Schulen gehen und dort schon “Vorbeugen”. Und glaub mir, das kommt super an. Ob bei den Schülern, Lehrern oder Eltern.
Kollegiale Grüße
Eintrag von Enrico am 25.Juni 2010
In unserer Inspektion passieren auch immer wieder sehr viele Unfälle mit Todesfolge auf Bahnanlagen. Das hat aber nichts damit zu tun, weil die Züge fast ungebremst durch Bahnhöfe fahren oder die tonnenschwere Geschosse durch die Republik rasen. In fast allen Fällen sind die Menschen selber daran Schuld, weil sie die Bahngleise zur Abkürzung nutzen oder betrunken in den Gleisen rumfallen. Bei Kindern, die die Gefahren, die von den Bahnanlagen ausgehen, sieht das ein bißchen anders aus. Und da muss man anknüpfen.
In unserer Inspektion gibt es schon lange keine Präventionsstreifen mehr, wo man Schwerpunkte anfährt, wie zum Beispiel wo der Schülerverkehr ständig ein Gleis unbefugt überquert, nur um eine Abkürzung zur Schule zu nutzen. Wir haben zwar einen BKB, wenn ich aber sehe, was der macht, dann brauch man ihn eigentlich gar nicht. Es gibt auch immer wieder Anrufe von Fahrdienstleiter, die berichten, dass in dem Bahnhof A oder B immer wieder Gleisüberschreitungen stattfinden. Früher sind wir auch immer dort hin gefahren und haben uns der Sache angenommen. Heute ist das oft nicht mehr der Fall. Denn auch bei uns ist es wichtiger irgendwelche Kennzahlen im Bezug auf die Fahndung zu bringen, bevor man der eigentlichen Polizeiaufgabe, Prävention, nachgeht. Jetzt in Zeiten von Sparen, fallen sogar die motorisierten Streifen zu entlegenen Bahnhöfen ab, weil kein Geld mehr für Benzin ausreichend zur Verfügung steht.
Wenn mann keinen Präventionsarbeit mehr im Bahnbetrieb leistet, kann man meiner Meinung nach den Laden zumachen. Die Landespolizei fahndet auch in den Städten aber mit Sicherheit nicht mit so einem Kontrolldruck, den unsere Kollegen täglich ausgesetzt sind. Ich sage nur Zielvereinbarungen, um mit einer makellosen Statistik zu glänzen. Und das auf dem Rücken der KSB. Wird dann irgendwo ein Kind oder Betrunkener tot gefahren, dann wird da eben hingefahren und die Sache abgearbeitet. Egal wie es dem oder der Kollegin geht, die diese schlimmen Bilder irgendwann verarbeiten muss…
Eintrag von Optimist am 25.Juni 2010
die vorgaben im dienstlichen alltag lassen sehr darauf schliessen, dass in der bundespolizei und bundespolitik die aufgabe “bahnpolizei” keinen erkennbaren wert mehr hat.
tagtäglich erleben wir wie pvb aus dienststellen mit bahnpolizeilichen aufgaben abgezogen werden, um an grenzdienststellen zu verstärken (manchmal sogar als dritter pvb im streifenwagen…..).
wenn die bpol diese aufgabe nicht mehr leisten kann oder will, sollte sie ernsthaft erwägen sie samt dem (ehemals sehr motivierten) personal an die polizeien der länder abzugeben.
dann könnte diese aufgabe auch wieder reell wahrgenommen werden.
viele einsätze müssen doch jetzt schon durch die kollegen von den länderpolizeien übernommen werden.
alles andere was derzeit passiert ist nichts anderes, als eine riesen farce !
mfg
kimi
Eintrag von kimi am 25.Juni 2010
Eintrag von Harald Möbius am 25.Juni 2010
“Stellt der Bahn auch mal die Kosten für die Präventionsmaßnahmen der Bundespolizei in Rechnung, wenn wir schon diese Aufgabe übernehmen. Dann haben wir auch wieder Geld für Beförderungen und bessere Ausstattung.”
—–
Die Bahn hat Deutschlandweit bereits Bahnmitarbeiter im Einsatz (im Norden 5), welche an Schulen und Kindergärten Unterrichte zum Thema Bahnprävention anbieten und auch erfolgreich durchführen.
Da die Mitarbeiter in der Regel durch die Präventionsbeauftragten der BPOLIen geschult und mit Unterrichtsmaterial ausgestattet wurden, kann man diese guten Gewissens auf die Schüler “loslassen”.
OK - es sind recht wenige (zumindestens mehr als bei uns hier im Bereich :) ) aber die Bahn ist auf dem richtigen Wege.
Ob das nun eingesparte Geld - die Schulen werden durch uns nicht mehr aufgesucht - zum Befördern reicht kann ich nicht sagen - zweifel es aber mal stark an, da es genügend andere “Baustellen” (Schulen) gibt, die dringend unsere Hilfe erwarten / benötigen und wir leider zurzeit dieses nicht leisten können, da wir in Zugleichfunktion auf den BPOLIen eingesetzt sind.
Eintrag von MeineMeinung am 25.Juni 2010
Herr Möbius!
So weit ich weiß, zahlt die DB AG jedes Jahr mehrere hundert Millionen an den Bund für die Aufrechterhaltung der bahnpolizeilichen Sicherheitsmaßnahmen seitens der Bundespolizei. Außerdem wollte doch der damalige BGS diese Aufgaben unbedingt übernehmen.
Also was macht die Bundespolizei mit dem Geld??
Eintrag von loddel am 25.Juni 2010
Bin seit mehreren Jahren in der Prävention tätig. Von Jahr zu Jahr ist das ganze schlechter geworden, weil immer mehr gD’ler an der Sache partizipieren möchten und die Erfolge für sich gut schreiben wollen. Bevor man eine Schule aufsuchen will, muss man erst “tausend” Leute involvieren und eine Page im Intranet mit Daten füttern. Der Brüller ist, dass man aufgrund der Amokläufe auch in Grundschulen die Dienstwaffe mitführen muss. Was glaubt ihr, an was sind die Schüler dann interessiert? Nicht an Gefahren auf Bahnanlagen!
Eintrag von Krabbe am 25.Juni 2010
Erstaunlich ist, dass das Thema des Beitrages eigentlich egal ist. Irgendeiner, der die Auflösung der BPOL oder die Abgabe von Aufgaben an die Länder fordert, findet sich wohl immer.
Eintrag von ups am 25.Juni 2010
Lieber Krabbe
auch die Präventionsarbeit muss sich heutzutage im Rahmen der Reform III (leider)auch anhand von Zahlen messen lassen können. Dein Arbeitsnachweis ist diese “Page”. Dafür ist bei uns der Erfahrungsbericht weggefallen - für mich nun sogar weniger Arbeit!
Warum du 1000 Leute einbinden musst verstehe ich nicht aber ich muss ja nicht alles hier geschriebene verstehen.
Das mit der Waffe finde ich auch suboptimal aber man kann diesen Alleingang des BPOLP - ohne mal mit den Länderpolizeien Rücksprache gehalten zu haben (die machen das nämlich nicht) - leider nun mal auch nicht ändern.
Eintrag von MeineMeinung am 25.Juni 2010
Guten Morgen,
zum einen finde ich alle bisher eingestellten Beiträge zum Thema nachvollziehbar.
Zum anderen ärgert es mich immer wieder zu hören, wie es tatsächlich um die Einsatznachsorge in unserer Behörde bestellt ist. Das die Kollegen alleine mit dem Erlebten fertig werden müssen, muss nicht sein.
Hierfür gibt es heutzutage gute Bewältigungsstrategien die auch im dienstlichen Alltag Früchte tragen könnten. Könnten, weil es unserer Behörde bis heute versäumt die Einsatznachsorge wie z.B. SbE oder kurz “Kollegen helfen Kollegen” neu zu organisieren und zum Ansatz zu bringen.
Das mit den Kennzahlen und Statistiken muss auch auf ein vertretbares Normalmaß zurückgefahren werden.
Eintrag von Mittdreißiger am 26.Juni 2010
hallo
also ein Unfall in Spanien und die GDP schlägt Alarm??
finde ich irgendwie lustig,da die Probleme im Bahnpolizeilichen Bereich seit Jahren bekannt sind.
Erst wurde die Grenze im Osten verstärkt, dann im Westen die Flughäfen aber die Bahnreviere???? die schicken Leute noch weg.
Das dies nicht mehr nachvollziehbar ist versteht doch jeder.
Aber was tun? Aufklärung / Prävention über die Gefahren auf Bahnanlagen sind auf jeden Fall sinnvoll und notwendig.
Das ein Polizeibeamter in Uniform und im Dienst seine Waffe trägt ist ja wohl selbstverständlich und kein Problem.
Jeder sollte einfach versuchen seine Aufgabe so weit es möglich ist zu erledigen und das zu tun was er kann.
Dieses ganze Theater mit Kennzahlen und Fahndungsdruck kann doch keiner mehr hören.
Mir sagt keiner geh raus und bringe Tgb Nummern. was passiert den wenn nicht?? Entlassen wird keiner! das es einen riesigen POM Bauch gibt weiß auch jeder. Ohne eine 9 und das am besten 3 mal hintereinander sieht man da kein Licht,da ist es egal ob ich jeden Tag 10 Nummer bringe oder nicht, da es ja eine Quotierung gibt. In einer DG und BPOLI können nicht alle 130 POM s ne 9 bekommen. soviel Realitätsbewußtsein sollte jder haben.
und der Bund wird uns weder zum Land lassen noch die Aufgabe §3 an das Land abgeben.
achtet auf eure Gesundheit, haltet die Familie zusammen und geniest die Zeit mit Freunden.
sich jeden tag über alles aufzuregen macht krank.
Eintrag von schotterhans am 27.Juni 2010
“Erstaunlich ist, dass das Thema des Beitrages eigentlich egal ist. Irgendeiner, der die Auflösung der BPOL oder die Abgabe von Aufgaben an die Länder fordert, findet sich wohl immer.
Eintrag von ups am 25.Juni 2010 ”
Stelle doch nicht bloß fest, sondern hinterfrage mal warum diese Äußerungen hier immer wieder kommen.
Kommen solche Sätze vieleicht von denen, die sich einstmals eben gerne für den Beruf des Polizeibeamten entschieden haben.
Dafür sogar eine erklärbare Motivation hatten und seit Jahren nun mit ansehen müssen wie das eigentliche Berufsbild des PVB mehr und mehr in Schieflage kommt.
Sollte sich bei uns irgendwann mal ebenfalls ein so schreckliches Unglück wie in Spanien ereignen, dann sollten wir uns kritisch fragen, ob wir alles getan haben so etwas zu vermeiden.
Aber ich brauche es ja nicht nochmal zu schreiben.
Bei dieser BuPo genießen ganz andere Sache Priorität.
Prioritäten die ich persönlich verwerflich und vernab jeglicher Berufsethik empfinde.
Eintrag von A.T. am 27.Juni 2010
hallo!
schotterhans hat recht:
“achtet auf eure Gesundheit, haltet die Familie zusammen und geniest die Zeit mit Freunden.
sich jeden tag über alles aufzuregen macht krank.”
aber zum thema:
die db ag verstärkt ihr sicherheitspersonal merklich. es ist positiv zu lesen, daß die db auch nun unterricht in bahnsicherheit betreibt.
ich bin des öfteren dienstlich in db- und s-bahn-zügen unterwegs. und ich begegne immer mehr sicherheitspersonal der db-ag. warum???
ich denke: die nächste reform liegt schon in der schublade. nur kann man sie nicht schon herausholen, weil die laufende reform kein ende findet!
der nächste schritt ist die abschaffung des bereichs bahnpolizei.
die db-sicherheit übernimmt die bahnhöfe und bahnen. und wenn was passiert, ruft man halt die lapo…die werden sich freuen ;-)
also: verband, grenze oder flughafen, bzw. was der zoll so noch mit sich bringt.
dann werden wir halt “gerüstschüttler” ;-)
(ist nicht böse gemeint gegenüber den kollegen des zolls!!!!)
ich kann mir eine fusion der bpol und des zolls gut vorstellen.
beides bund und gegenseitiger erfahrungsaustausch im mD könnte fruchten.
Eintrag von Brakelmann am 27.Juni 2010
das die DB AG ihren Sicherheitsdienst verstärkt ist eine logische Konsequenz aus den steigenden Straftaten im Bahnbereich welche auch medial Ausgeschlachtet worden. Ich erinnere an die Schläger in München bzw. Mörder.
Die Gewaltspirale dreht sich und die findet sehr oft in den u-bahnen,s-Bahnen und Zügen der DB AG statt.
Aber es wird keine Refomr geben wo die Bahnpolizei abgeschafft wird. Eine dafür notwendige GG Änderung gibt es nicht.
Und die Möglichkeit die DB Sicherheit zu Hilfsbeamten im Sinne des BPOLG zu machen wurde geprüft und für rechtlich nicht haltbar bewertet.
Vollzugsaufgaben und Maßnahmen sind sachen der Polizei Die DB Sicherheit kann und wird dies nicht leisten können.
von einer Fusion von Zoll und BPOL halte ich garnichts.
Ein Zöllner ist kein Polizist und wird es auch nie sein, obwohl viele Zöllner sich dafür halten.
Es ist ein Unterschied ob ich im Grenznahen Raum Fahrzeuge aller Art anhalte und auf zollverstöße kontrolliere oder schwarzarbeiter suche.Eine KV am WE in einer Großstadt oder UDA Einsätze ,dafür sind sie garnicht ausgebildet. Es ist einfacher der BPOL die KOntrollbefugnisse des Zolls zu übertragen als aus nem Zöllner nen Polizisten zu machen.
Eintrag von schotterhans am 28.Juni 2010
Wenn ich an das letzte Fussball Heimspiel vom BVB denke (privat). Da ist an einem Nebenbahnhof ein überregionaler Zug mit weit mehr als 100 Kilometern pro Stunde vorbeigefahren.
Glücklicherweise waren die Fans und anderen Bahngäste alle noch Herr ihrer Sinne. Man hat sich ob des sichtbar schnell nähernden Zuges sogar noch gewarnt. Der Sog des Zuges war noch weit ausserhalb der Sicherheitslinie zu spüren. Es waren keine älteren Personen anwesend, denn diese wären meiner Meinung nach durch den Sog oder den Schrecken zu Schaden gekommen. Die Lautstärke liess in dem Moment des Passierens keine Kommunikation mehr zu. Meiner Meinung nach ist es unverantwortlich (auch wenn es an diesem Bahnhof die Rechtslage zuliess) mit solch einer Geschwindigkeit einen Bahnhof mit vielen Menschen auf dem Bahnsteig zu passieren. Zudem keine Warnung über die Lautsprecheranlage erfolgt ist. Aber es geht eben ums Geld und nicht um den Menschen. Wahrscheinlich muss erst wieder etwas passieren, bevor gehandelt wird. Und dann schiebt man in Deutschland natürlich wieder der Bundespolizei die Schuld in die Schuhe.
Da passt der Satz von Jupp Scheuring genau in das Bild.(denn zu dem Zeitpunkt war kein Bundespolizist auf dem Bahnsteig)
Zitat—Zunehmend berichten und allerdings unsere Kolleginnen und Kollegen im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich, dass diese erforderliche Präventionsarbeit aufgrund von Personalknappheit und durch die Festlegung anderer polizeilicher Schwerpunkte eher vernachlässigt als gestärkt wird.—Zitat Ende
Denn Anwesenheit ist auch Prävention.
Eintrag von Thomas am 28.Juni 2010
Prävention im Bahnbereich ist sehr wichtig.
Wir (BePo) haben dafür auch ab und an Zeit und machen das. Ich habe kein Verständnis für die “Gleisläufer”. Erwische ich welche, werde ich ausgelacht. Á la, “Ich habe doch Augen im Kopf. Sehe ich schon die Gefahr. Ist doch nix los.”
Auf der Internetseite Copzone im Fachbereich Verkehrsrecht gibt es ein Thema “Über geschlossene Bahnschranke gefahren”. Ein angeblicher Polizist (Mainzelmann2001) äußert dort öffentlich, dass er selber schon über geschlossene Bahnübergänge gefahren ist und das wieder tun würde.
Im Bezug auf meine Prävention ist das nicht wirklich hilfreich.
Eintrag von Brayn am 28.Juni 2010
die db-sicherheit übernimmt die bahnhöfe und bahnen. und wenn was passiert, ruft man halt die lapo…die werden sich freuen
Eintrag von Brakelmann am 27.Juni 2010
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Ist das nicht schon lange Realität?
Wer ist denn nach einem 110 Anruf zuerst am Bahnhof?
Wer ist - auch auf dem Lande - viel besser aufgestellt?
Wer hat kürzere Anfahrtswege?
Eintrag von MeineMeinung am 28.Juni 2010
Ich bin auch der Meinung das die DB AG bald ihr eigenes Ding macht.Ich habe selbst bei Demos gesehen das das Sicherheitspersonal der DB zusammen gezogen wurde und am liebsten alleine Absperrmaßnahmen übernommen hätte.
Eintrag von qwer am 28.Juni 2010
Ich bin auch der Meinung das die DB AG bald ihr eigenes Ding macht.Ich habe selbst bei Demos gesehen das das Sicherheitspersonal der DB zusammen gezogen wurde und am liebsten alleine Absperrmaßnahmen übernommen hätte.
Eintrag von qwer am 28.Juni 2010
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Kann ich mir gar nicht vorstellen, dass die Damen und Herren vom Sicherheitsdienst, welche ja nicht gerade gut bezahlt werden, dafür freiwillig ihren Kopf / ihren Körper / ihre Gesundheit hinhalten.
Eintrag von MeineMeinung am 30.Juni 2010