9. Juli 2010
Mit dem Attraktivitätsprogramm II für die Bundespolizei wurde die Entwicklung des Bundesgrenzschutzes früherer Prägung hin zur Bundespolizei mit ihrem derzeitigen Aufgabenprofil auch in den beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei ein Stück weit ausgestaltet.
Ziel der Gesamtentwicklung muss es sein, die Bundespolizei auch in ihrer Bezahlungsstruktur zumindest auf die Höhe der Polizeien der Länder zu bringen.
Dieses Ziel, das mit Blick auf die demographische Entwicklung in unserem Land schon aus Wettbewerbsgründen zwingend, zeitnah erreicht wurden muss, ist durch ein Attraktivitätsprogramm III für die Bundespolizei fortzuschreiben.
Mit ihrem derzeitigen Anteil gehobener Dienst liegt die Bundespolizei derzeit an letzter Stelle im Vergleich mit den Bundesländern, die den gleichen Weg gehen und gegangen sind. Direkte Folge davon ist auch ein zunehmender Anteil lebensälterer und perspektivloser PolizeiobermeisterInnen. Aber auch im gehobenen Dienst bestehen zunehmend Entwicklungsprobleme. Im Bereich der Polizeiverwaltung des Bundes besteht aufgrund mangelnder Förderungsmöglichkeiten eine große Perspektivlosigkeit. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen wird es absehbar zu einem personellen Ausbluten der Verwaltung und in der Folge zu einer konkreten Schwächung der Inneren Sicherheit kommen.
Wir halten folgende Sofortmaßnahmen für dringend geboten:
- Das Aufstiegsprogramm für die Bundespolizei muss über 2013 hinaus fortgeführt und der Anteil gehobener Dienst sowohl im Vollzugsbereich als auch in der Verwaltung auf 50 % erhöht werden.
- Die laufbahnrechtlichen Vorschriften der Aufstiegsverfahren müssen so angepasst werden, dass dieses Ziel auch zeitgerecht und ohne ungebührliche Einschränkung des Dienstbetriebes erreicht werden kann. Die PolizeiobermeisterInnen müssen in das Verfahren eingebunden werden.
- Die Planstellenobergrenzen mittlerer Dienst im Polizeibereich und im Polizeiverwaltungsbereich sind zu verändern. Die Anteile A 9 bzw. A9 mZ sind deutlich zu erhöhen.
- Die Dienstpostenbewertung der Bundespolizei muss wieder auf ein faires und vergleichbares Maß im Abgleich aller Organisationseinheiten gebracht werden. Es darf keine Dienstpostenbewertung mehr unterhalb von A 9 geben. Im gehobenen Dienst muss die Eingangsbewertung ausschließlich A 9 – 11 sein. Führungsdienstposten sind regelmäßig nach den Besoldungsgruppen A 12 bzw. A 13 zu bewerten.
- Durch entsprechende Wechselstellenvermerke müssen auch die Kolleginnen und Kollegen der Polizeiverwaltung der Bundespolizei in diese Entwicklung einbezogen werden.
- Die Personalwirtschaft ist, beginnend von der Werbung und Ausbildung an die Aufgabenschwerpunkte der Bundespolizei auszurichten. Die Personal-wirtschaft für die Ballungsräume ist dabei in einem besonderem Maß gezielt an die bekannten Herausforderungen dieser Räume auszurichten. Die Arbeits- und Lebensrahmenbedingungen sind dazu entscheidend zu verändern.
- Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundespolizei brauchen zukunftssichere Perspektiven. Auch sie müssen sich in der Organisation weiterentwickeln können.
- Der Anteil höherer Dienst in der Bundespolizei ist, wie in den vergleichbaren Bundesländern auch, von derzeit 1 auf 2 % zu erhöhen.
Das hört sich alles super an, und ist auf alle Fälle unterstützungswürdig,aber! Das Aber bezieht sich darauf, dass momentan wieder soviel refomiert und umstrukturiert wird, dass diese Forderungen nach hinten rutschen werden. Außerdem wenn die Pläne oder Gedanken, wie auch immer, die BPOL mit der BZV zumindest in Bereichen zu verschmelzen,stimmen, dann wird das ganze noch schwieriger, denn beim Zoll gibt es ja noch A6 und dann muß ja da erst mal was passieren, will heißen A8 wird wieder warten müssen. Und außerdem, wenn ich mir die ganze BPOL-Entwicklung so anschaue, bin ich mir sicher in spätestens 10 Jahren gibt es uns in dieser Art nicht mehr. Ich bin mir sicher, solche Gedanken kreisen auch im BMI, somit dürften eure Bemühungen sehr schwer umzusetzen sein. Aber vielleicht sollte ich auch nicht zu schwarz sehen!
Eintrag von KSB vom See am 10.Juli 2010
dort wirst du aber auch net befördert
Glück Auf
Eintrag von m.D. am 11.Juli 2010
Wann folgt denn mal ein A-Programm für diejenigen, die zwei bzw. drei Jahre an der FHB studiert haben? …
Eintrag von anonymus am 13.Juli 2010
zu @ anonymus
das hatten wir doch schon, in 4 Jahren von A9-A12 durchmarschiert, ist das nichts?
Eintrag von arzt am 14.Juli 2010
“Der Anteil höherer Dienst in der Bundespolizei ist, wie in den vergleichbaren Bundesländern auch, von derzeit 1 auf 2 % zu erhöhen.”
-> Genau dies ist der Passus, der seitens des BMI übernommen werden wird.
Aber eben auch nur dieser.
Eintrag von VerWalter am 14.Juli 2010
zu Eintrag von Arzt:
das ist Geschichte; die Masse hängt mittlerweile auf A10 fest, … warum? dem Studium wird keine Rechnung mehr getragen, alles in einen Topf …, so was kann sich nur der öffentliche Dienst leisten, in der freien Wirtschaft undenkbar …
Eintrag von anonymus am 14.Juli 2010
Anonymus!
Die armen A10er. Die Armut hält sie auf A10 fest. Ist doch ein Unterschied, ob ich als verh. Familienvater bei A10 oder bei A8 fest sitze.
Habt ihr denn den jeden Bezug zur Realität verloren?
Eintrag von Echaufierter am 15.Juli 2010
Der Anteil der Beamten des höheren Dienstes sollte noch viel größer sein.
Ein PVB, der in den mittleren Dienst einsteigt, hat heutzutage eine 50prozentige Chance, in den gD zu gelangen. Die Chance eines sogenannten „Seiteneinsteigers“ für den Aufstieg liegt um ein Vielfaches darunter. In Zukunft werden etliche davon bei A 10 hängen bleiben. Ein Fall für die Bundesbildungsministerin, die mehr Schüler dazu bewegen will, das Abitur zu machen.
Im Sinne eines neuen Attraktivitätsprogrammes: Her mit VAV u. a. für den Aufstieg in den hD.
Eintrag von Der Oberberger am 15.Juli 2010
zu Echaufierter
auch bin Familienvater (zwei Kinder) und habe mit 38 Jahre den zweijährigen Aufstieg gemacht; Entfernung zw. Wohnort und Lübeck 750 km; das nur mal so …
Eintrag von anonymus am 15.Juli 2010
@anonymus,
wenn dir die karriere auf kosten der Familie wichtiger erschien und deine Familie da mitgespielt hat, dann nenne ich dich Glückskind. Es gibt genug Ehen, die dazwischen oder danach in die Brüche gingen.
Und dass ich verh. Familienvater bin, das lässt sich nicht aus dem bloßen vergleich meines Postings erkennen.
Eintrag von Echaufierter am 15.Juli 2010
Da die meisten, die hier schreiben ohnehin zur Lapo wollen, frage ich mich, was euch das atp bringt, wenn ihr gewechselt habt.
Eintrag von ups am 16.Juli 2010
man solte mal ein Grundlagenpapier zur Auflösung erarbeiten
Eintrag von PHM am 16.Juli 2010
@ anonymus
…und habe mit 38 Jahre den zweijährigen Aufstieg gemach..
Eine andere Möglichkeit hattest Du aufgrund Deines Lebenslters auch nicht, also heul nicht!
Eintrag von Seestern am 18.Juli 2010
Euer Sofortmaßnahmenkatalog hört sich doch ganz gut an!!
Respekt!!!
Ist denn schon klar, wie und wann die o.a. Verhandlungen mit dem BMI geführt werden?
Und welche Erfolgschancen rechnet Ihr Euch für die aufgezählten Forderungen aus??
Wäre ja gut, wenn es für den VB-Bereich endlich mal zu einer spürbaren Verbesserung käme!
Wünsche ein neidfreie Woche!
Eintrag von Der perspektivlose VB am 19.Juli 2010
Was hat denn das Attraktivitätsprogramm bisher gebracht?
- Reduzierung der Attraktivität des mD.
- Ärger über den Umstand, einen Aufstiegslehrgang zu absolvierren, um die gleiche Tätigkeit wie vorher wahrzunehmen.
- Durch die Stellenreduzierung im mD gleichzeitig reduzierte Beförderungsmöglichkeiten zu A9/A9mZ.
- Akzeptanzprobleme VAV / EAV
- Die Perspektive nach A 11 ist wohl eher mau.
Eine Erfolgsgeschichte sieht anders aus…. Aber gut, wenn die Gewerkschaften dieses “Erfolgsmodell” fortentwickeln wollen, dann sollen sie das tun.
Noch einen Tipp an alle Beamten mD unter 40: Macht den regulären Aufstieg! Zwei Jahre gehen schnell rum und hinterher hat man alle Möglichkeiten.
Eintrag von Morpheus am 20.Juli 2010
Naklar ich mache 2 Jahre noch mal ne Ausbildung um dann doch das gleiche zumachen wie vorher!
Überlegt doch mal es kann nicht jeder im gd nen eigenen Schreibtisch bekommen!
Alle sollen autom. in den gd kommen können!
So sieht es aus! Und naklar geht es mir/uns/allen nur um die Kohle Wir machen doch alle schon längst arbeiten die wesentlich höher dotiert sein müssten!
So das war es!
Eintrag von iche am 21.Juli 2010
â—¦Die Planstellenobergrenzen mittlerer Dienst im Polizeibereich und im Polizeiverwaltungsbereich sind zu verändern. Die Anteile A 9 bzw. A9 mZ sind deutlich zu erhöhen.”
Macht doch einmal eine Umfrage, wieviele Verwaltungsbeamte schon wie lange auf höher dotierten Planstellen sitzen und dennoch noch nie befördert wurden.
Eintrag von :-( am 22.Juli 2010
zu Eintrag von Morpheus am 20.Juli 2010
mit 38 Jahren den Aufstieg gemacht
hänge auf A10 fest
alle Möglichkeiten ?????
Eintrag von anonymus am 23.Juli 2010
In Thüringen führt man jetzt wieder die 40h Woche ein!
Man merkte das es so nicht geht!
Eintrag von Iche am 23.Juli 2010
Es ist aber beabsichtigt im Gegenzug die Pensionsgrenze weiter nach hinten zu setzen und wer weiß was den 40h noch entgegen gesetzt wird.
Eintrag von BAHNER am 25.Juli 2010
Zu Anonymus vom 23. Juli:
Das ist immer noch besser, als A8 zu sein und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, mit maximal A9 in Pension zu gehen.
Im übrigen wird die A11 auch noch kommen.
Letzen Endes muss jeder die Rechnung für sich selber aufmachen, ob man einen zweijährigen Aufstieg mit voller Ämterreichweite (mit allen negativen und postiven Aspekten) auf sich nehmen, oder lieber Hoffen und Bangen möchte, ob es mit der A9 klappt…
Wem die zwei Jahre zu lang, zu weit weg von der Heimat, zu arbeitsreich oder was auch immer sind: Das Angebot ist da, man muss eben etwas dafür tun.
Eintrag von Morpheus am 26.Juli 2010
Ja die Pensionsgrenze wird wie bei uns auf 67 Jahre hoch gesetzt!
Eintrag von Iche am 28.Juli 2010
Bei der Berliner Polizei wurden alle PHM in den gD mit Hand auflegen überführt und auch ausgewählte POM. So wurde Platz für Beförderungen im mD geschaffen. Warum geht das nicht auch bei uns. Dürfte doch kosternneutral bleiben.
Eintrag von friedolin am 19.August 2010