DGB-Kapitalismuskongress: Für einen sozialen Weg aus der Krise

Zwei Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers scheint für manche die Welt oder zumindest die Situation in Deutschland wieder in Ordnung zu sein. Die Wirtschaft zieht langsam wieder an, die Arbeitsmarktzahlen haben sich viel besser entwickelt als gedacht – sind wir noch einmal davongekommen?Nein, das sind wir nicht. Denn vieles ist in unserem Land in Schieflage geraten und muss wieder gerade gerückt werden. Prekäre Beschäftigung – Rente mit 67 – Kopfpauschale – arme Kommunen, das sind nur wenige Stichworte, die jedoch für enormen Handlungsbedarf stehen. Wir wollen kein „Weiter so“! Auch die Mehrheit der Menschen will weg vom Raubtier-Kapitalismus der Spekulanten. Doch die Politik weigert sich beharrlich, Konsequenzen aus der Krise zu ziehen.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wollen mit internationalen Gästen aus Wissenschaft, Kirchen und Parteien, aus Verbänden und Betrieben über einen sozialen Weg aus der Krise diskutieren. Unsere Themen werden dabei die Perspektiven junger Menschen, eine neue Wachstumsstrategie, die Regulierung der internationalen Finanzmärkte sowie die unserer Meinung nach unsozialen Sparpläne der Bundesregierung und deren Auswirkungen auf die Menschen sein.

Die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise werden auf den Schultern der kleinen Leute abgeladen. Restriktive Sparprogramme, Kürzungen der Sozialleistungen, Einschnitte in öffentliche Daseinsvorsorge und das Bildungssystem verschlechtern die Lebens- und Arbeitsbedingungen.Statt guter und gerecht bezahlter Arbeit droht die soziale Ordnung und der Schutz der arbeitenden Menschen verloren zu gehen.

Deshalb brauchen wir gute Arbeit, starke öffentliche Leistungen, gutes Auskommen im Alter, ein solidarisches Gesundheitssystem sowie qualifizierte Bildung und Ausbildung.

Share

Themenbereich: Über den Tellerrand | Drucken