GdP: Massive Überlastungen und Enttäuschungen prägen den Alltag der Bundespolizei

Berlin/Hilden, den 18. November 2010: “ Trotz massiver Überlastungen und großer Enttäuschungen vor allem in die handelnde Politik wird die Bundespolizei alles tun, um die erhöhte Terrorgefahr abzuwehren. Die Menschen in unserem Land können sich auch jetzt auf die Bundespolizei verlassen“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in dem 20.000 Beschäftigte der Bundespolizei organisiert sind, in Berlin. Dabei muß aber auch zur Kenntnis genommen werden, dass unsere Kolleginnen und Kollegen seit langem an massiven Überlastungen leiden. Bereits 2008 hat die Hochschule Magdeburg – Stendal in der Bundespolizei massive Überlastungen und dramatische Burnout – Quoten mit über 25 % gemessen. „Obwohl diese Ergebnisse dem Bundesinnenminister seit 2009 bekannt sind, ist bis heute nichts passiert. Nach unseren Feststellungen ist die Überlastung dadurch noch weiter angestiegen und hat in der Folge zu einem deutlichem Anstieg von Erkrankungen in der Bundespolizei geführt. Wir stellen inzwischen Krankenraten bis zu 15 % fest“, so Scheuring. Die Bundespolizei verfügt schon bei der Bewältigung ihrer Tagesarbeit nicht über das erforderliche Personal und kann die jetzige, erhöhte Einsatzlage nur durch zusätzliche Arbeitsleistungen der vorhandenen Kräfte abdecken. „Wir machen uns große Sorgen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen durch diese massive Überlastung weiter Schaden nehmen. Diese Überlastungen gehen einher mit Enttäuschungen gegenüber der Politik die diese Arbeit nicht honoriert, sondern durch ständig neue Einschnitte und die Nichteinhaltung gemachter Zusagen die Frustration noch erhöht. Inzwischen stellen wir einen tiefen Vertrauensverlust unserer Kolleginnen und Kollegen gegenüber der handelnden Politik fest. Das ist überhaupt nicht gut für unser Land“, so Scheuring. „Wir fordern die Polizeiführung auf, gerade jetzt sehr sensibel und rücksichtsvoll mit den Interessen der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen umzugehen und wir fordern den Bundesinnenminister und die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen der Bundespolizei  auch im Bereich der Fürsorge gerecht zu werden“, so die Gewerkschaft der Polizei.

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Hamburger Abendblatt

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