Einwurf – Boiled-Frog-Effekt: Das Drama der schleichenden Verschlechterungen

„Wirft man einen Frosch in einen Topf mit heißem Wasser, springt er sofort wieder heraus. Setzt man ihn  hingegen in einen Topf mit kaltem Wasser und erhitzt dieses Wasser nach und nach immer weiter, springt er, so eine häufig kolpotierte Story, angeblich nicht heraus, sonder geht in der wachsenden Hitze schließlich ein. Gleich ob das stimmt oder nicht, es ist eine treffende Metapher für die menschliche Raktion auf Verschlechterungen: Eine plötzliche Zäsur löst in aller Regel sofortige Gegenreaktionen aus. Schleichende Verschlechterungen hingegen, bei denen es über längere Zeit hinweg schritt für Schritt bergab geht, werden in der Regel sehr lange ertragen – oftmals so lange, bis nichts mehr zu machen ist.“

Aus „Lexikon des Chance Management“

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Themenbereich: Über den Tellerrand | Drucken

23 Kommentare
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  1. Erinnert mich jetzt nur die grüne Farbe des Frosches an die BPOL? Oder ist da noch mehr? Ganz wohl wird dem Frosch bei der stetigen Temperaturerhöhung nicht sein. Er wird immer verwirrter, bewegt sich nicht mehr, stellt die Kommunikation ein, ist ratlos, geht ein… Was zeigt das Thermometer derzeit im Topf der BPOL an? Kurz vor dem Siedepunkt?

  2. Ein gutes Beispiel, was ich aufgrund der Seite gdp-bundespolizei, gerne in den Kontext meiner Arbeit einbeziehe.

    Jedoch sehe ich das Beispiel mehr als Mahnung als als IST. So schlecht, wie manche die Behörde gerne reden (auch die Gewerkschaften), ist es nämlich tatsächlich nicht.

    Wir haben Problemfelder, jedoch muss man eben Problemfelder ganzheitlich betrachten – dann kann man erkennen, dass es zwar viele Baustellen gibt aber es eben nicht so schlimm ist, dass wir aufgrund der Problemfelder „verkochen“.

    Stillstand heißt Rückschritt. Wir müssen arbeiten und verändern – nicht aber weil wir im kochenden Wasser sitzen, wohl aber weil wir uns und die Leistungsfähigkeit stetig steigern wollen.
    Derzeit haben wir aufgrund der sehr motivierten und guten Arbeit vieler Basispolizisten ein gutes Leistungsvermögen.
    Aufgrund einiger „Meckerer“, die das laut und anonym im Internet machen (oder in der Studie) und der Gewerkschaften, die aus taktischen Gründen stärker „meckern“ entsteht (unter anderem hier) oft ein falschen Bild.
    Beispiel über das was die Gewerkschaften tun? Was soll dieser Artikel? Hoffentlich nur Mahnung und keine negativ Stimmungsmache.

  3. Das erinnert einen doch an den Werdegang der lezten Jahre in der Bundespolizei.
    Arbeitszeitverlänerung, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld futsch.
    Beförderungen ? Was ist das ?
    Überstunden und Einsätze.
    Eine Reform nach der anderen usw usw.
    Verbessert hat sich jedenfalls in den letzten Jahren nichts.

  4. Auch eine solch zutreffende Metapher wird die Beratungsresistenzen nicht aufbrechen können. Es ist, als würde man versuchen, dass King-Georgs-Denkmal mit einer Nagelfeile durchzusägen.

  5. Ich glaube Du hast es getroffen „Karo1“, dass Problem ist nur, unser Topf hat einen Deckel und wenn den unsere Manager nicht hochheben…

  6. „Stillstand heißt Rückschritt. Wir müssen arbeiten und verändern – nicht aber weil wir im kochenden Wasser sitzen, wohl aber weil wir uns und die Leistungsfähigkeit stetig steigern wollen.“

    Eintrag von aeM am 12.Januar 2011

    …wer will das?
    Das ist doch mit die Wurzel allen Übels: Der Glaube an ein permanentes „Höher, schneller, weiter“ , der im Moment aber, und das beileibe nicht nur in unserer Firma, sondern gesamtgesellschaftlich im Begriff ist, sich selbst ad absurdum zu führen! Schon garnicht aber müssen wir permanent um der Veränderung willen verändern, wie es gerade in unserer Firma seit einigen Jahren(Jahrzehnten?) Usus ist, und zwar auch um den Preis einer nicht nur stagnierenden, sondern erheblich rückläufigen Leistungsfähigkeit.

    Dass die statistischen Zahlen nicht oder besser nicht dramatisch rückläufig sind, ist da auch kein Widerspruch . Die Erfahrung (bzw. tägliche Anschauung) lehrt, dass es irgendwann auch nicht mehr um die Steigerung von Ergebnissen geht, sondern nur noch um eine Steigerung von Zahlen.
    Da wird dann auch schonmal die Anschreibebasis „angepasst“ oder Aufgriffe gesplitttet (sprich: doppelt angeschrieben) usw. usw.

    Bei aller Effekthascherei der gesammelten Methoden der Luftwi*****ei, ob man sie nun „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“, „Vision“ oder wie auch immer nennt , hat man nämlich leider vergessen, dass selbst die Apologeten der Veränderung zwischengeschaltete Konsolidierungsphasen für zwingend erforderlich halten!
    Insofern wäre im Moment, gerade in unserer Firma, ein wenig Stillstand sehr wohl förderlich!

    Angesichts des Unfugs, der in den letzten Jahren mit den letzten „Reformen“ verbrochen wurde , würde momentan wohl sogar Rückschritt eher Fortschritt bedeuten…..

    Ach ja, was den Frosch anbetrifft:
    Wenn man ihn langsam erhitzt, hält er länger?
    Mag sein, aber auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot!

  7. weil wir schonmal dabei sind, noch als Ergänzung

    Schleierfahndung, ohne Winterschuhe, ohne Regenjacken, bzw. nur Grüne, (grün und blau sieht dem Kasper seine Frau),

    eine Abordnungswelle ohne gleichen und das seit Jahren, und unsereinem wird erzählt, man soll noch Kilometer sparen tssssss

  8. Hallo aeM!
    Wer ist ein Basispolizist? Was bist Du? Was ist für dich ein Problemfeld? Warte doch mal das Ergebnis der Studie ab und wenn es Dir dann immer noch gut geht, dann ist ja alles schön, aber eben scheinbar nicht für die Masse aller Mitarbeiter. Die Gewerkschaften haben in den letzten Jahren jedemenge Kritiken angesprochen, aber die Politik will davon kaum etwas hören (meistens hören Sie sich alles an und bilden einen Arbeitskreis), gestehe noch umsetzen. Ich sehe hier nur,dass die Berufsvertretungen und Gewerkschaften politisch wenig anerkannt werden und das seit ca. 10 Jahren.Wenn Du etwas älter bist könntest Du vielleicht für Dich persönlich den Vergleich ziehen.
    Wie gesagt: Wenn Du zufrieden bist, dann weiter so.
    Ich nicht.

  9. @ Gerd

    bezüglich Ihres Einwandes „Stillstand ist Rückschritt … Veränderung“.
    Bei diesem Punkt hätte ich unbedingt neben den Verbessern der Leistungsfähig, den Sie ja kritisieren, den Erhalt der Leistungsfähigkeit ansprechen müssen. Auch der Erhalt der Lesitungsfähig erfordert stetige „Arbeit“ (Training, Fortbildung, Erkennen und Lösen von Problemfeldern und damit auch Veränderung)

    Und nein, Rückschritt bedeutet keinen Fortschritt. Aber Sie haben Recht: es muss noch viel getan werden; dennoch sind wir nicht der Frosch aus dem Leitartikel – wir sollten aber die Mahnung erkennen, dass wir auch nicht der Frosch werden bzw. dass wir das Wasser nicht erwärmen.

    @ Glück
    Jetzt mal ernsthaft: Die Sorge im Bezug dieses Artikels kann es doch nicht sein, dass die Umstellung Grün/ Blau noch nicht komplett vollzogen ist.
    Solche Umstellung kostet Geld und Zeit und ist eben nicht innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen. Aus diesem Grund bin ich froh, dass die Kombination GrüneRegenJacke und blaue Bekleidung zugelassen wird.
    Es stimmt, dass das schei**e aussieht – aber lieber schei**e aussehen, als nass sein.
    Wenn dass alle Ihre Sorgen sind, dann geht es Ihnen doch gut.

    @arnoheinze
    Ein Basispolizist ist der Polizist, der an der Basis – am Bürger, an der Straftat, an der Gefahr, vor Ort arbeitet: der KSB, der PVB der Einsatzgruppe der BePol/ MKÜ. Der Basipolizist ist mit der Kernaufgabe der Bundespolizei betraut und arbeitet an dieser.
    Als Beispiel:
    Der LeistellenPolizist ist wichtig, machte gute und notwendige Arbeit, ohne die die Einsatzlagen kaum zu bewältigen sind; er ist aber kein Basipolizist.
    Der DGL oder der Abteilungsführer ist eine wichtige Führungskraft für die Personalführung und komplexe Einsatzlagen, jedoch ist er kein BasisPolizist.

    Der BasisPolizist ist der wichtigste Mitarbeiter der Bundespolizei. Ohne ihn würde unser gesetzlicher Auftrag nicht erfüllt werden können. Diese BasisPolizisten leisten hervorragende Arbeit!
    (Das muss man einfach mal sagen)

    Wenn Sie jetzt unzufrieden sind, dann ändern Sie das.
    Sie müssen nicht die Welt oder die Bundespolizei ändern, Sie müssen nicht die Reform überarbeiten oder zur Werthebach-Kommission Stellung nehmen – Sie müssen nur Ihre persönliche Situation so anpassen, dass Sie zufrieden sind.
    Glücklich sein oder unglücklich, liegt bei jedem selbst..

    Darüber hinaus liegt vor allen Beschäftigten, Gewerkschaften und Politik noch ein hartes Stück Arbeit, um die Leistungsfähigkeit zu halten oder steigern um effektiv den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, Ausstattung und Arbeitsbedingen zu verbessern etc. Alles unter der Mahnung des Frosches aus dem Leitartikel.

  10. Das „boiled-frog“-Beispiel sieht zunächst ganz nett aus und scheint die Situation in der BPOL gut zu beschreiben.
    Wohlgemerkt: scheint!
    Denn: befasst man sich näher mit dem, was im management-Bereich unter „boiled-frog“-Effekt verstanden wird, dann stößt man dort unweigerlich auf Lösungsansätze. Die lauten sinngemäß so: da schleichende Entwicklungen in Organisationen zu spät oder gar nicht erkannt werden, müssen zwecks Vermeidung desselben das Umfeld und die Geschäftsentwicklung permanent unter Zuhilfenahme von Statistiken (!!) genauestens beobachtet und analysiert werden. Dadurch können frühzeitig schleichende Negativentwicklungen erkannt werden usw.
    Wollen wir also noch mehr Untersuchungen, Statistiken, Evaluierungen, um nicht zu verkochten Fröschen zu werden?
    Ich denke, der Ansatz ist falsch.
    Nach meiner Auffassung (aus der Froschperspektive natürlich) wäre es viel ratsamer, die vielen vorhandenen Kompetenzen unserer Beschäftigten so zu bündeln, dass aus der BPOL eine Lernende Organisation wird.
    Das setzt eine Grundsatzentscheidung über die Innere Führung (ja, ich weiß, wo dieser Ausdruck herkommt. Er ist nunmal gar nicht so schlecht!) unserer Organisation voraus, die m.E. schlicht fehlt. Es wäre die Entscheidung, ein umfassendes strategisch orientiertes Personalentwicklungskonzept aufzubauen…
    Bitte – ein wenig träumen darf man ja mal.

  11. Sch..Technik! Vorstehender Beitrag ist nicht von „Anonymous“ sondern von mir. Sorry.

  12. @Anonymus:

    unsere statistiken dienen -im weitesten sinne- der optimierung unserer aufgabenwahrenhmung. sie befassen sich mehrheitlich mit dem polizeilichen gegenüber. gefragt sind jedoch jene auswertungen, welche sich mit dem mitarbeiter beschäftigen, z.b. „klartext2010“.
    insofern kann diese froschmetapher -m.e.- durchaus auf die bpol übertragen werden.

    @aeM
    deine zufriedenheit unter deiner käseglocke ist beneidenswekrt.
    -offensichtlich bist du uns einen schritt voraus, den du hast deine persönliche situation bereits angepasst.

    -danke nochmal für deine tollen definitionen -erinnerte mich an die definitionskalender aus lübeck.

    du bist zufrieden und glücklich, denn für dich ist das heiße topfwasser immer noch kalt.
    jedoch vergiß das subsummieren in diesem lebenssachverhalt nicht!
    aber ich denke du bist kein basispolizist -und aus diesem grund auch nicht so wichtig!

    beste grüsse

  13. Nu, nu das “ Glücklich sein oder unglücklich, liegt bei jedem selbst „, na dann ist ja alles Paletti oder?
    Ich will mal behaupten das diese Aussage doch sehr schwachsinnig ist.
    Betrachten wir doch mal die gesamt Lage um unsere gesellschaftlichen Entwicklungen.
    Ich geh hier mal im allgemeinen von einem durchschnitt des gesunden Menschenverstandes aus.
    Also zum ersten ist es ja nun so, das es erhebliche Probleme gibt und zwar was die Zukunft Europas betrifft und im Speziellen unseres Landes Deutschland. http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/milliardenhilfen-enden-als-flop-452608/

    Mein persönlicher Schnelldurchlauf:

    1990-2000 wurden wir massiv aufgefordert etwas für unsere Altersvorsorge zu tun,
    http://www.welt.de/finanzen/altersvorsorge/article12085545/Buerger-fuerchten-wegen-Euro-Krise-um-ihre-Ersparnisse.html

    haben die meisten auch getan entweder eine Immobilie oder LV oder beides oder eben irgendwelche sogenannten Vorsorgeverträge abgeschlossen.
    Eine Befeuerung des Nervenkostümes mit den Parolen wir müssen den Gürtel enger schnallen ging durchs Land, da wurde ein wahres Feuerwerk mit Rentenrechner, Pensionsrechner und was nicht alles auf die Leute Abgeschossen das lief wie eine Endlosschleife. Dieses führte natürlich dazu, dass hier eine gewisse Angst vor der sogenannten Altersarmut einsetzte und jeder nun sich Überlegte was mache ich bloß? Also eigentlich eine Gehalts oder Einkommenskürzung vom Realem Gehalt einer Familie.
    Das Bildungssystem ging vor die Hunde und hat sich bis heute nicht verbessert. Krippenplätze, Kindergartenplätze sind nur durch wahnwitzige Endgelder zu bekommen.
    Die sogenannte Flexibilität, also das Zerreißen von Familien ich nenne es immer das Auslöschen der früher mal gut funktionierenden Dorfstruktur führte zu Pflegeheimen und Pflegeversicherungen. Also wiederum Kosten auf dem Rücken derer die für ihr Gehalt Flexibel Rum reisen.
    Was nun die Zukunft angeht, das kann doch niemand zur Zeit sagen. Niemand kann abschätzen was aus unseren Werten die wir ja nun fürs Alter und auch für die Zukunft unserer Kinder durch Verzicht Geschaffen haben wird!http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,738714,00.html
    2000-bis jetzt
    Euro, Globalisierung, Explosion der Staatlichen Verschuldung, Anstieg der Lebenshaltungsosten, Starke Währungsschwankungen, die Vorsorgeversicherungen lösen sich auf, die Unsicherheit bei der Bevölkerung wächst, das vertrauen in die Vorsorgesysteme beginnt zu schwinden, durch die meist niedrigen Löhne aber die dazu Ansteigenden Lebenshaltungskosten, haben die meisten eh kein Geld mehr dafür.http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2011/01/03/niedriglohnland-deutschland-im-armutsaufwind-und-die-rettung-der-welt/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+NachrichtenspiegelOnline+%28Nachrichtenspiegel+online%29

    Derjenige der Versucht sein Kind einigermaßen durch die Wirren des Bildungssystems zu Bringen ist manchmal am Rande der Verzweiflung, da schließe ich mich nicht aus. Durch die immer höher gedrehte Arbeitsauslastung bleibt weniger Zeit für die eigentlichen Werte eines Familienlebens. Einer ist immer Unterwegs, der Andere muss dann die Gesamtheit des Alltages tragen. Viele halten das nicht durch und scheitern, das wiederum schmälert das Einkommen und die Zufriedenheit im Leben.http://www.welt.de/wirtschaft/article12084339/Superbenzin-ist-so-teuer-wie-seit-2008-nicht-mehr.html

    Dieses führt zum Innerlichen aufgeben, woraus auch wiederum Krankheit entsteht.
    Also bevor überhaupt die Chance eröffnet ist sich einigermaßen im Leben zurechtzufinden, wird das Zeitfenster für ein bedächtiges und soziales aufwachsen immer kleiner.
    Dieses schürt Zukunftsängste und auch zum ständigen Druck auf denjenigen der Versucht noch einigermaßen schritt zu halten. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hartz-iv-faelle-vor-gericht-endlich-versteht-frau-k-1.1045042

    http://www.welt.de/finanzen/altersvorsorge/article12085545/Buerger-fuerchten-wegen-Euro-Krise-um-ihre-Ersparnisse.html

    Dadurch das aber niemand weiß wo es den nun hingeht, schwindet so langsam das Vertrauen, hier schlisse ich auch einen Vertrauensverlust bei den Gewerkschaftern nicht aus, aber und dieses muss hier in den Betrachtungen meinerseits mit eingeschlossen werden:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,738935,00.html

    Die Gewerkschaften und einzelne Berufsgruppen können sich der Entwicklung wie sie zur Zeit abläuft nicht entziehen.Dieses liegt nun mal nicht in den Einfluss der Gewerkschafter, hier muss eindeutig mal die gerammte Entwicklung betrachtet werden.
    Es ist nicht so einfach die Zusammenhänge zu erklären, aber ich möchte hier nur die Aussage treffen, dass das Glück des Einzelnen eben nicht nur von ihm Abhängt sonder auch von vielen Faktoren bestimmt wird.http://www.sueddeutsche.de/politik/ilse-aigner-und-der-dioxin-skandal-ohnmacht-einer-ministerin-1.1045803

    Zum Abschluss will ich noch sagen, es wird die nächsten Jahre für uns sicherlich nicht einfacher werden, denn wie schon geschrieben schwindet das vertrauen der Bürger. Und sicherlich, wird uns noch so manch eine Aggressivität entgegenschlagen. Aber es wird letztendlich davon Abhängen wie es weiter geht in unserem Land. Bekommen wir es hin Europa wieder auf Vordermann zu Bringen(?) oder Fallen wir wieder Zurück in unsere Nationen? Persönlich weiß ich es nicht. Nur eines ist auch einfach gesagt von Bedeutung, wenn wir es nicht schaffen eine Deflation Abzuwenden, dann ……..http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/viele-branchen-werden-sterben-und-scheitern/3694232.html

  14. Moinsens!

    @aeM („auch eine Meinung“?)

    Soll gerne Deine Meinung sein, die Du da postest.
    Meine ist es ganz und gar nicht!
    Will nur auf einen klitzekleinen Aspekt Deines Posts eingehen.
    Der Leitstellenbeamte ist kein Mann der Basis? Da scheinst du den aktuellen ODP nicht zu kennen, denn der sieht meines Wissens nach keine Leitstellenbeamten in den Inspektionen vor. Diese werden in aller Regel aus dem Bereich der KSB rekrutiert.
    Das wiederum führt dazu, dass das Personal auf der „Straße“ fehlt.
    Da haben wir meines Erachtens das größte Problem dieser Organisation. In manchen Bereichen sind die Ist-Stärken dermaßen gering, dass man kaum noch in der Lage ist polizeiliche Maßnahmen durchzuziehen, ohne Gefahr zu laufen erheblich verletzt zu werden. Denn mit Unterstützung aus eigenen Reihen kann man nämlich aufgrund der Ist-Stärken nicht rechnen.

    Vor kurzer Zeit hat es eine Streife am Bhf. HH-Altona getroffen, als sie von zwanzig Randständigen angegriffen wurden.

    Ob die Kollegen wohl damit glücklich sind, ständig alleine gelassen zu werden??

    Gruß

    AB

  15. Eigentlich bin ich fast schon außen vor.. aber der Eintrag von aeM am 13.Januar 2011 haut mir fast die Nieten vom Kessel.Der Basispolizist in meiner DG ist fast 50, ist Obermeister ohne Hoffnung, sein Endamt zu erreichen. Er hat in 2,5 Jahren seine 5 Abordnung hinter sich- die Teens zu Hause laufen aus dem Ruder, dass Haus verfällt langsam, die Frau ist auch kaum noch zu halten ….. die warmen Worte des Herrn S. nimmt er nun noch als Veralberung wahr. Gemachte Verkündigungen
    hinsichtlich Rückbau von Abordnungen verschwinden irgendwo im Nirwana. Er ist die arme Sau, die es immer trifft, weil seine Kollegen sich frühzeitig mit Attesten versorgt haben, er ist immer dabei, ob Castor, ob Fussball oder irgendein wirren Einfall der obersten Führung. Natürlich kommt er in den Genuß eines Tages Sonderurlaub…. genau wie jeder, der irgendwie dienstlich anwesend war.
    Wenn die Römer ihre Prätorianer genau so behandelt hätten, dann hatten die vermutlich anders reagiert als wir.
    Spätestens bei dem Spruch “
    Wenn Sie jetzt unzufrieden sind, dann ändern Sie das.
    Sie müssen nicht die Welt oder die Bundespolizei ändern, Sie müssen nicht die Reform überarbeiten oder zur Werthebach-Kommission Stellung nehmen – Sie müssen nur Ihre persönliche Situation so anpassen, dass Sie zufrieden sind.Glücklich sein oder unglücklich, liegt bei jedem selbst..“(Zitatende) aeM hätten die vermutlich blank gezogen …

  16. @ aeM

    Mir ist schon klar das es in der Bundespolizei noch genügend Kollegen gibt die zufrieden sind.
    In deren dienstlichem Umfeld alles stimmt.
    Das ist schön und freut mich.
    Sie scheinen einer davon zu sein.

    Bitte verschonen Sie uns aber mit allgemeinen oder untauglichen Ratschlägen.

    Ich soll meine persönliche Situation anpassen wenn ich unzufrieden mit meinem Dienstherren bin???

    Übersetzt heißt das doch:
    Pass dich an oder kündige.

    Das es für die Gewerkschaft noch viel zu tun gibt ist bekannt.

    Also bitte, wem es gut geht der möge etwas konstruktives von sich geben oder einfach nur schweigen.

    RS

  17. @kowallsky
    Ich würde nie jemanden als unwichtig betiteln.

    @RS
    dürfen sich hier nur die zu Wort melden, die „meckern“ wollen?

    @el torro
    ja, bitte? Was soll der Beitrag sagen? Ich weiß, was und wie die KSB arbeiten und sind.

    @AB
    Das ist schrecklich. Natürlich müssen mehr PVB auf die Straße, natürlich muss der ODP angepasst.

  18. @ RS

    Kündigen hieße Kapitulation und brächte Dir wahrscheinlich nur ein mitleidiges Lächeln vom Vorgesetzten ein (Ein Störenfried weniger), kann also nur als ultima ratio dienen. Anpassen hieße, sich unter Zurücklassung des Eigenstolzes auf den Weg zum Rektum des/der Vorgesetzten machen um, im höchsten Stadium des Kriechtums vor seiner Herrlichkeit, am Ende darin zu wohnen – scheidet also auch aus.

    @ aeM

    Meine, nach 40 Dienstjahren, bestimmt nicht allumfassenden Erkenntnisse zur Polizeiarbeit an der Basis (z.B. am Bürger) sagen mir, dass die an der Basis tätigen KollegInnen fast ausschließlich eine professionelle Arbeit leisten und dabei die Zähne sowie die A…backen zusammen kneifen um irgendwann einmal zufrieden und glücklich vom Dienst abtreten zu können. Denn es ist einfach seit Jahren unmöglich, ständig getroffen vom Bannstrahl (bestehend unter anderem aus Gleichgültigkeit gegenüber humanitären Bedürfnissen der ihnen anvertrauten MitarbeiterInnen und Mißachtung seiner Fürsorgeverpflichtungen mit allen ihren Auswirkungen) des Dienstherren, vor dem Spiegel ins eigene Gesicht zu sagen: Heute war ein super (Dienst-)Tag, ich bin rundum zufrieden.
    Für ein Gleichnis nehmen wir mal den Ozeandampfer Bundespolizei. Draußen steht dran „Wir fahren mit Brennstoffzellenantrieb“, drinnen werkelt noch die Maschine von J. Watt (2. Generation). Auf der schönen warmen und gegen jedwede Widrigkeiten geschützten Brücke steht die Führung, sie hat nur noch nicht bemerkt das sie den Kurs nicht mit Hilfe des Kreiselkompasses, welcher sich an der sich ständig ändernden polizeilichen Lage orientiert, steuert, sondern nach Daten aus Statistiken. An Luv steht eben die oben angeführte Mannschaft der Basis und muss sich die ewige Gicht ins Gesicht schlagen lassen. Weil, sie will den Dampfer am Laufen halten – obwohl sie unzufrieden ist. Unzufrieden, auch weil sie warme Worte von der Brücke unten auf Deck nicht wärmen können, wobei ich mich hier noch ausdrücklich für den Tag SU als Anerkennung bedanken möchte. Aber ich wage festzustellen, fordert die Crew von Luv eine Kursänderung weil der Leuchtturm, vorher an Backbord jetzt allmählich an Steuerbord zu sehen ist, wird auf der Brücke nicht am Steuerrad gedreht sondern nur die Statistik geändert.
    Und wo es Luv gibt muß es auch Lee geben. Und da steht die restliche Mannschaft. Es ist dort zwar nicht so warm wie auf der Brücke, sie werden aber auch nicht nass und der Sturm zerzaust ihre Haare nicht ganz so sehr. Aus dieser Gruppe heraus tritt nun ein einsamer zufriedener Rufer. Er verkündet den Leuten an der gegenüber liegenden Reeling vom Erreichen der Zufriedenheit durch Anpassung. Aber zum Glück kommt seine Botschaft nicht an, er ruft gegen den Wind und da niemand die Bordseite wechselt fährt unser Schiff vorerst mehr schlecht als recht weiter.
    Werte/r Kollege/in „aeM“, Sie kennen sicher das Sprichwort vom Wald – so wie der Dienstherr hineinruft, so schallt es durch uns wieder heraus. Wenn wir uns anpassen würde sich das Echo aus dem Wald zwar ändern, es jedoch wäre hirnrissig daran zu glauben, dass jener welcher reinruft dann auch auf seiner Seite was ändert. Er könnte auch das Rufen nach dem Motto „Ziel erreicht“ einstellen – und so billig wollen wir uns dann doch nicht einkaufen lassen.
    Es gibt ja auch ein Sprichwort zu Ihrer Schiffsseite (Ich erinnere – Lee): erbrichst du nach Luv – kömmts widder ruff, erbrichst du nach Lee – bleibts inne See.
    Da können Sie ja zufrieden sein, ich stell mich lieber nach Luv und kämpfe weiter mit Widrigkeiten.
    In diesem Sinne – ein zufriedenes Wochenende.

  19. @aeM:

    ich auch nicht. niemand hat in diesem gesamten thread einen beamten als unwichtig getitelt.
    einzig du hast in deinen ausführungen diversen funktionen „verschiedene wichigkeiten“ zugeordnet. das ist deine persönliche einschätzung -nicht mehr u. nicht weniger. meine eben nicht.
    wie man in den wald schreit -so kommt´s zurück.

    bese grüsse

  20. Im Sommer stand ich auf Ranglistenplatz 34. Bis Platz 30 wurde befördert. Da stand ich auf Platz 4. Nun stehe ich plötzlich wieder auf Platz 15 (keine Ahnung wo die anderen 11 jetzt herkommen) und es wird bis Platz 11 befördert. Also genau die 11, die mich von Platz 4 auf 15 verdrängt haben. Nun stehe ich wieder auf Platz 4

    Ergebniss: Das Wasser, in dem ich grüner Frosch schwimme ist wieder 10 Grad heisser geworden.

    Bei den „Nicht-Basis-Polizisten“ hat es allerdings mit der Beförderung geklappt und deren Wasser wurde mit Eiswürfeln gekühlt.

  21. @Thorsten

    Bei der letzten „Runde“ stand ich irgendwo bei Platz 112. Jetzt stehe ich ganz vorne. Eine Beurteilung, eine Note ändert den Ranglistenplatz. Für manche ist das ungerecht, für andere ist das gerecht und „Lohn für die geleistet Arbeit“.

    Denk mal an die, die dich „überholt“ haben – für die funktioniert das System. Der Vorgesetze hat festgestellt, dass sie dran sind und sie nach vorne gebracht.

    Von 4 auf 15 und dann nur 11 Beförderungen ist unangenehm, ich drücke dir die Daumen, dass du dieses Jahr dann befördert wirst – schließlich musst du ja Platz für den auf Platz 16 machen und das geht am besten, wenn du befördert bist.

  22. Nun, leidiges Thema Beförderungen.
    Ist eine Beförderung gerechtfertigt oder nicht? Leistung, Eignung und Befähigung?
    Schlagwörter, die doch keine Rolle mehr spielen.
    Seit 1988 bin ich nun für den Staat tätig. Immer habe ich mein Bestes gegeben und der Dank?
    Quotenopfer!
    Was hat das mit Motivation zu tun? Beförderungsranglisten?
    Lächerlich.
    Junge Kollegen schießen an dir vorbei, weil sie andere Vorgesetzte haben, eine bessere Lobby.
    Der alte Sack mit Kindern. Wer will den schon befördern?
    Hier anscheinend keiner.
    Und dann die Reglementierungen der Quote. Was ist das für ein Quatsch?
    Da sind wirklich gute Beamte, die nicht nach Oben können. Das soll motivieren? Mit 50 vielleicht die Beförderung zum PHM? EDEKA.
    Und wenn du jemanden fragst, kommt die Antwort: Dann mach doch deinen Aufstieg.
    Aufstieg? Warum? Ich möchte doch nur adäquat befördert werden. Meinen Leistungen entsprechend.
    Schließlich sagt man mir doch, dass ich Leistungsträger der Dienstgruppe sei.
    Ich habe kein Interesse an einer Kinder Land Verschickung, um nach 2 Jahren meine Scheidung einzureichen und das Aufwachsen meiner Kinder zu verpassen, nur um nachher wieder in genau der selben Aufgabe eingesetzt zu werden, die ich doch als Obermeister schon sehr gut bewältigt habe.
    Was ist das für eine Politik? Und ich stehe nicht alleine da mit diesem Eklat.
    Bei den Beförderungen sieht man, wo diese hingehen. Wenn 20 Beamte des gD befördert werden, ist es im mD gerade mal einer. Das ist nun neidfrei aber Fackt!
    Ist das nun soziale Ausgeglichenheit?
    Hinzu kommen dann noch die täglich zu meisternden Aufgaben. Immer mehr für immer weniger Geld.
    Wenn wir eine Aktiengesellschaft währen, so könnte ich das Alles noch nachvollziehen, aber wir sind es nicht.
    Einsparmaßnahmen fordern uns auf, dass verlorene Geld der Banken mit zu finanzieren. Unsere Politik gibt jährlich Milliarden für Sinnlosigkeiten aus. Wir tragen diese mit.
    Und dann der Schock unserer Regierung:
    Nein, dass versprochene Wehnachtsgeld bekommt ihr dann doch noch nicht, vielleicht auch gar nicht mehr?
    Nun werden wieder welche kommen und sagen, „man, Dir geht es doch gut“.
    Ja, grundsätzlich geht es schon gut, aber wer möchte schon gerne Jahr für Jahr weniger in der Tasche haben bei noch mehr Arbeit? Zudem wird doch alles teurer. Siehe Strom, Gas, Wasser und, und, und. Die Kinder nicht zu vergessen. Kindergartenbeiträge mit Aufschlag, weil man ja Beamter ist, Hobbys der Kinder, Kleidung und Spielzeug.
    Für die, ohne Kinder:
    Kinder sind verdammt teuer, ich möchte sie aber trotzdem nicht missen.
    Warum hilft denn da der Staat nicht? Kinder sind doch die Zukunft! Oder? Wenn sich diese keiner mehr leisten kann, wo kommen sie dann zukünftig her? Ach ja, ich bekomme ja Kindergeld. „IRONIE“
    Unsere Regierung und deren Abgeordnete holen sich doch auch jedes Jahr mehr. Und das in bedeutend anderen Dimensionen.

    Mein Beruf macht mir spaß und ich möchte ihn nicht missen.

    Ich fühle mich wie dieser Frosch und schwimme in Kochenden Wasser. Wie lange halte ich das noch aus? Ich rutsche jedes Mal ab beim Versuch den Rand zu erreichen. Hilflosigkeit ist ein verdammt beschissenes Gefühl. Aber vielleicht macht es anderen ja spaß mich so zu sehen.

    Liebe Grüße aus Düsseldorf

  23. @Thorsten

    Bei deiner Schilderung zeigt sich mal wieder wie „unrund“ dieses Beurteilungs- und Beförderungssystem ist!

    Gerechtigkeit und Logik ist nicht vorhanden!

    Bei der LaPo BY wäre dies nicht möglich – ich sage nur immer wieder „Korridorbeförderungen“ – und jeder weiß wann er dran ist.

    Positiv ist aber bei dir, dass du wenigstens im „Beförderungsbereich“ bist – ich bin POM über 50 mit Beurteilungsnote 8 (bin aber ein sehr guter Beamter, sagt mir mein Chef und andere auch, aber ……… – Quote, 3 x die 9, usw.).

    viel Glück!

    looser