GdP:Gerechtigkeit gemeinsam mit öffentlichem Druck herstellen

Die massiven Gerechtigkeitslücken in der Bundespolizei, von denen besonders Polizeiobermeisterinnen und -obermeister, Verwaltungsbeamtinnen und -beamte sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Tarifbereich betroffen sind, werden nach wie vor von der derzeitigen Bundesregierung nicht wirklich zu Kenntnis genommen. Gleichzeitig erhöht sich die Gruppe der Kolleginnen und Kollegen, die trotz durchgehend guter Leistungen aus allen Entwicklungen ausgeschlossen werden, ständig. Die Bundespolizei, die in einem ganz besonderen Maß auf das gut funktioniernde Zusammenwirken aller Beschäftigten zum bestmöglichen, polizeilichen Ergebnis angewiesen ist, wird diese innere Spaltung nicht ständig aushalten. Deshalb ist es geboten, dass alle, die sich für die Bundespolizei verantwortlich fühlen, jetzt öffentlich und mit aller Kraft gegen diese Entwicklung wenden. Ohne massiven, öffentlichen Druck ist die Bundesregierung offensichtlich überhaupt nicht bereit, sich ernsthaft mit dem Problem auseinanderzusetzen. Das stellte der geschäftsführende Bezirksvorstand in seiner Sitzung in Hilden fest. Die öffentlichen Maßnahmen werden jetzt mit den Direktionsgruppen gemeinsam entwickelt und dann zügig umgesetzt. Die Gewerkschaft der Polizei bittet alle Kolleginnen und Kollegen sich dafür einzusetzen, die zentrale Gerechtigkeitslücke gemeinsam zu schließen. „Wir haben in der Bundespolizei noch niemals etwas „nachgetragen bekommen“. Jetzt ist es erforderlich, mit allen verfügbaren Mitteln für die einzutreten, die in der Bundespolizei nicht mehr mitgenommen werden. Das ist jetzt die vorderste Aufgabe“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

15 Kommentare
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  1. Na endlich !!!

    Wie genau soll das dann von statten gehen?

  2. gute idee, aber was ist mit den z-stellen?
    früher hatte jeder beamte des mittleren dienstes die reelle chance, phm mit zulage zu werden.
    diese möglichkeit wurde uns geraubt!
    bitte daraufhin wirken, dass wieder jeder phm mit der spitzennote 9 wieder diese zulage erhalten kann.
    es kommt nunmal auf die verteilung der kassenanschläge an!!!

  3. Es wurde allerhöchste Zeit, dass die Thematik einmal ganz gezielt in den Fokus genommen wird.
    Bisher hatte man den Eindruck, dass der Bereich Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamte zwar immer mit erwähnt aber nie zu einem zentralen Gesprächsthema gemacht wurde.
    In diesem Bereich ist in den vergangenen Jahren durch steinbruchartigen Abbau und Rasenmäher-Reduzierungen soviel Unsinn gemacht und Schindluder betrieben worden, dass die Frustration in vielen Bereichen überdeutlich spürbar ist und die Motivation, sich für diese Organisation über den reinen Pflichtenkatalog hinaus zu engagieren, nahezu bei Null angelangt ist.
    Wer keine Perspektive mehr hat, weil ihm ständig gebetsmühlenhaft vorgerechnet wird, was alles nicht mehr geht, der wird sich innerlich von der Organisation verabschieden. Und genau das geschieht in einem erschreckenden Ausmaß gerade in den nicht uniformmierten Bereichen der Bundespolizei – ohne dass es bisher jemanden groß gekümmert hätte.
    Hier ist viel Vertrauen verspielt und Porzellan mutwillig zerschlagen worden.
    Denn, seien wir mal ehrlich: zwar haben es die Vollzugskollegen ja auch nicht immer leicht, Gehör zu finden, aber wir Verwaltungsleute haben ja nun überhaupt keine Lobby. Hauptsache, wir funktionieren, dann ist alles gut…
    Wie wäre es mit einem Attraktivitätsprogramm für Tarifpersonal und Verwaltungsbeamte?
    Ja, ich weiß, da müsste man mal mutige Entscheidungen treffen und ein wenig Geld in die Hand nehmen.
    Das an dieser Stelle einsetzende Gejammer „wir haben kein Geld!“ kann ich schon nicht mehr hören, denn es ist nichts weiter als hohles Gerede – an anderer Stelle wird das Geld zum Fenster rausgeworfen und komischerweise ganz ohne Gejammer…
    Dank auf jeden Fall mal an die GdP, dass sie was gemerkt hat und was tun will. Viel Hoffnung habe ich allerdings dennoch nicht.

  4. „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“

    Warum bekommt ein KSB bis zu 400 (PHM`Z), oder 200,€ mehr monatlich, obwohl beide PVB`s die gleiche Arbeit ausführen? Hinzu kommt, dass der POM trotz eventueller besserer Leistungen (sprich: höhere Anzahl Vorgänge, die qualitativ überdurchschnittlich sind) jegliche Motivation genommen wird, da in seinem Bereich keine Besserungen in Sichtweite sind.
    In unserer DG sieht es so aus, dass sich die POM`s die Hacken wundlaufen und der PHM (PHM`Z) sich z.T. „zurücklehnen“, da sie ihr Ziel erreicht haben und nur noch abwarten müssen den verkürzten Aufstieg zu beginnen. Der nächste Motivationskick ist hierbei, dass diese dann PK oder POK werden und schon wieder fleißig „Standzeiten“ für die nächste Beförderung sammeln und der POM auf der Stelle tritt. Dieser kann dann noch so gute und bessere Leistungen zeigen, aber er wird seine Kollegen beförderungstechnisch nie mehr einholen können. Wenn man sich dann noch die Zahlen vor Augen führt der Gehaltsunterschiede und gleichzeitig den Druck der „guten Leistungen“, um nicht seine Note zu verlieren, frage ich mich, wofür ich meinen inneren Schweinehund täglich überlisten soll! (Motivation bezieht man aus Anreize!!!)
    …und zum Schluß mal Futter für den „Schweinehund“:
    jährlich 2400 / 4800€ mehr, in fünf Jahren 12000 / 24000€ mehr / zehn Jahre 24000 / 40000€ mehr!!!
    Frage:
    1.Wie lange gibt es schon den Beförderungsstau und wie lange dauert er wohl noch an?
    2.Sollte da der PHM / PHM`Z nicht überdurchschnittlich mehr arbeiten als der POM?
    3.Wann wehren wir uns (POM`s) endlich mal richtig gegen diese schreiende Ungerechtigkeit?

    Gruß an die Vergessenen und Verar…ten

  5. Solange das Attraktivitätsprogramm läuft, wird es nur sehr wenige Anhebungen nach Z geben. Und da dieses ständig verlängert wird, werden die Kassenanschläge vom Z für die POK weitergegeben. Und angeblich sind ja auch die Stellenobergrenzen im Bereich Z längst erreicht. Solange da nicht ständig welche in Persion gehen, wird sich eh nichts tun.

  6. @peter
    Wieso? Ist doch alles in Butter! Mein 39 j. Kollege ist letztes Jahr nach 9 Jahren A9 (KSB) jetzt A9+Z geworden. Jetzt macht er den 6-mon-Aufstieg und ist dann POK. Was gibts da zu „meckern“?

  7. @J.P.Rubeck

    Ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen.
    Auch für mich gibt es keine Perspektiven mehr, auch ich habe mir hier die Finger wund geschrieben und auf die Miss-
    stände im Verwaltungsbereich hingewiesen.

    Mit fast 52 Jahren und dem Status eines Regierungssekretärs ist für mich der Zug abgefahren.

    Mein Ziel besteht darin halbwegs gesund die Pension zu erleben.

    Alles andere (Beurteilung, Motivation, Leistung) zählt nicht mehr.

    Wer mit seinen Mitarbeitern dermaßen unsozial umgeht, darf keine Leistung mehr erwarten.

    Ziel der Organisation scheint es zu sein, den mittleren Verwaltungsdienst aussterben zu lassen. Stellen werden nicht nachbesetzt, und die Stellenkürzung besteht weiterhin.
    Im gehobenen Verwaltungsdienst werden Mitarbeiter von anderen Behörden eingestellt anstatt eigenen Kollegen den Aufstieg zu ermöglichen.

    Das passt alles nicht zusammen.

    Eine Änderung ohne an die Öffentlichkeit zu gehen, wird schwerlich zu erreichen sein.

    Auf Maßnahmen die gewerkschaftlich erfolgen sollen bin ich gespannt und würde sie gern unterstützen.

    RS

  8. @ wicht: wir reden hier von der Regel nund nicht von der Ausnahme

    @ RS: Ich gebe Dir mit Deinen Ausführungen zu 100 % Recht. Ob das mit dem in die Öffentlichkeit gehen so klappt wie wir uns das vorstellen? Da bin ich echt gespannt – das ist nun wirklich die letzte Patrone, die wir haben!
    Ansonsten werde ich es auch so machen – halbwegs gesund in Pension gehen, interessante Hobbies pflegen, interessiert am Leben sein. Das ist die einzige Motivation die noch habe – dienstlich kann mich nichts mehr anspornen!
    Schöne Grüße

  9. @ J.P.Rubeck
    @ RS

    Danke – Ihr sprecht mir aus der Seele!!

    Ich halte auch: „einen Gang zurückzuschalten“ für alternativlos. Denn was zählt ist die eigene Gesundheit.
    Sollen sie doch der der Hotel- und Atom-Lobby und den Banken das Geld hinterher schmeißen! Wäre ja auch Blödsinn es in die eigenen Leute zu investieren.

    Unser Laden läuft doch – …noch!!

    Wünsche einen neidfreien Tag

  10. Ich glaube nicht, dass irgendetwas passiert.
    Alle wissen von der Ungerechtigkeit, aber bisher und auch in Zukunft wird sich nichts ändern.
    Wer von den oberen hat denn ein Interesse daran.

  11. Moin zusammen,
    hier wurde schon eine Menge Richtiges gesagt. Die von RS geäußerte Befürchtung, dass der mittlere Dienst in der Verwaltung aussterben soll ist nicht von der Hand zu weisen. Betrachtet man die Altersstruktur in Verwaltung und Vollzug stellt man fest, dass in den nächsten Jahren eine große Anzahl an Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand gehen wird. Da in der Verwaltung ohnehin keine oder kaum Stellen nach besetzt werden (jährliche Einsparung) wird es im mittleren Dienst bald recht einsam werden. Das könnte darauf hindeuten, dass diese Laufbahngruppe tatsächlich abgeschafft werden soll.

    Aber ganz, ganz, ganz bestimmt werden die restlichen Beamten (ich habe nach aktueller Rechtslage noch 22 Dienstjahre) dann schnell befördert.

    Ich bin jetzt seit 16 Jahren ROS und kann rechnerisch in den nächsten ca. 15 Jahren nicht befördert werden. Spart immerhin das Geld für einen neuen Stempel und ich kann meine E-Mail-Signatur lassen. Toll, oder?

  12. Hallo ROS aus H der du ganz in meiner Nähe sitzt,

    ich bin schon 17 Jahre RS, ich mache daher meinem Dienstherren mal ein Angebot:

    -Mindestpension
    -eine gerechtfertigte Ablösesumme (Abfindung)

    und ich bin sofort weg.

    Vielleicht liest das hier ja der richtige und es klappt.

    RS

  13. Es ist schon seltsam, dass bei dem hier angesprochenen Thema: „Gerechtigkeit gemeinsam mit öffentlichem Druck erzeugen“, nur mäßig gepostet wird.

    Aber irgendwie kann ich es auch verstehen.
    Wenn seit JAHREN immer wieder berechigt auf Missstände hingewiesen wird, darauf gedrängt wird gewerkschaftlich dagegen an zu gehen und man dann die Ergebnisse Revue passieren lässt, ist das sehr deprimierend.

    Die angestrebten Verbesserungen im Verwaltungs- und Tarifbereiche durch die Gewerkschaften tendieren gegen „null“.

    Da kann man sich in diesen schweren Zeiten schon mal über 0,9% Mitgliederzuwachs freuen.

    Ich wage mal vorauszusagen, dass es nächstes Jahr keinen Zuwachs gibt, falls die „Klartext“ Aktion verpufft und weitere Verbesserungen für PVB, VB und Tarif ausbleiben.

    Dieses ist mein letztes Posting, da ich für mich meine Ziele gesteckt habe.

    RS

  14. Anregung für die Juristen der GdP

    Bitte stellt doch einmal mögliche juristische Abläufe für die Kollegen ins Netz, die nie zum Zuge kommen werden.

    Hier ein Stichwort als Einstieg: Antrag auf Beförderung….

  15. Ist schon traurig, dass in diesem Forum recht wenig los ist – aber wem wundert es – die Kollegen haben abgeschlossen.

    Ich sage nur: „Täglich grüßt das Murmeltier“:
    http://www.gdpbundespolizei.de/2009/09/gdp-mehr-gerechtigkeit-fur-die-bundespolizei/#more-2036

    oder

    http://www.gdpbundespolizei.de/2009/06/gesprach-mit-mdb-edelgard-bulmahn-gdp-kreisgruppe-hannover-fordert-eindringlich-verbesserungen-im-verwaltungsbereich/#comments

    Wünschen allen einen neidfreien Tag