GdP: Vierter Schritt kann starten – 842 PVB – Dienstposten werden ausgeschrieben

In der Sitzung des Bundespolizei-Hauptpersonalrates am 08. Februar 2011 wurde zwischen dem Bundesministerium des Innern und dem Bundespolizei – Hauptpersonalrat festgestellt, dass der dritte Schritt der personellen Umsetzung der Neuorganisation der Bundespolizei abgeschlossen ist. Nach einer noch offenen Klärung von Bewerbungsfähigkeiten der zur BIMA gestellten Tarifbeschäftigten die sehr kurzfristig erfolgen wird, kann der vierte Schritt gestartet werden. Dabei werden 842 freie und besetzbare Dienstposten Polizeibeamte und die ebenfalls freien und besetzbaren Verwaltungsbeamten – und Tarifstellen bundesweit ausgeschrieben. Bewerbungsfähig sind die Kolleginnen und Kollegen aller Dienststellen und Organisationseinheiten der Bundespolizei. Freie Dienstposten sind im Bereich aller Bundespolizeidirektionen allerdings in deutlich unterschiedlicher Anzahl auszuschreiben. Während in den aufwachsenden Organisationsbereichen die deutliche Mehrzahl der Dienstposten und Stellen zu besetzen ist, sind in den abschmelzenden Organisationsbereichen naturgemäß nur sehr wenige Dienstposten besetzbar.  Das Gesamtvolumen der ausgeschriebenen Dienstposten ist den zulaufenden Ausschreibungen zu entnehmen. Dienstposten, die nicht mit einer Planstelle unterlegt sind und für die in der Folge auch kein Personal vorhanden ist, werden nicht ausgeschrieben, da solche Dienstposten nicht frei und besetzbar sind. Die Ausschreibung im vierten Schritt ist die Folge konsequenter Umsetzung der Dienstvereinbarungen zur Neuorganisation, die erstmals festgelegt haben, dass die, nach dem dritten Schritt noch freien und verfügbaren Dienstposten für alle Kolleginnen und Kollegen ausgeschrieben werden.

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Themenbereich: Archiv, Bundespolizei - Reform | Drucken

20 Kommentare
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  1. Nun bin ich ja mal gespannt wie man das den Kollegen in BBS verkaufen will, wo ganze Inspektionen noch nichts in der Hand haben zwecks Stellenzuweisung. Laut VG Greifswald stoppt alles bis zur Abarbeitung der Klagen und Widersprüche! Gehören diese Kollegen etwa nicht mehr zur BPOL??? Scheinbar macht hier jeder was er will und nicht das was der rechtl. Standart vorgibt.Wie kann da der HPR feststellen das soweit alles im 3.Schritt abgeschlossen ist. Wissen die nix davon oder wird hier über den Köpfen betroffener Kollegen ( und das nicht wenig) ein etwas fragwürdiges Spiel betrieben??? Aufklärung tut hier dringend Not.

  2. Na nun müssen sie aber auch bald zu Stuhle kommen, denn die nächste Reform steht ja schon vor der Tür.

  3. Wenn die gewartet hätten, bis das letzte Provinzgericht sein letztes Verfahren abgeschlossen hätte, dann haätten wir noch drei Jahre auf die Ausschreibung warten können. Es wird Zeit, dass es weitergeht.

  4. Fuer mich steht eindeutig fest, dass der Schritt 3 aufgrund des Verfahrens in Pasewalk nicht abgeschlossen ist und diese Entscheidung eine Fehlentscheidung des BPOLP und aller beteiligten PR ist. Somit ist die Dienstvereinbarung nicht eingehalten ! Aber wie so oft, es handelt sich um eine Geberdirektion, die in vielen Ueberlegungen keine Rolle spielt.

  5. Ich empfinde es als große Enttäuschung, dass die Vertreter aus den „Ost-Dienststellen“ einer schleichenden Reduzierung und einem schleichenden Rückgang aus der Fläche zugestimmt haben. Hier spreche ich insbesondere die dpolg und den bgv an. Diese haben kläglichst verzagt. Kategorie 3 wird bedeuten, dass die Bundespolizei schneller als geplant von der Ostgrenze weg sein wird. Alle Kolleginnen und Kollegen, die zu mehr als 75 % in den Dienststellen verbleiben, müssen sich wahrscheinlich auf weitere und längere Abordnungen einstellen. Klar ist jetzt, dass nichts mehr klar ist. Als nächstes kommt die Streichung der Dienstposten, die ohne Planstelle unterlegt sind und danach werden die ersten Dienststellen schließen müssen.
    Wie hoch war der Preis und was wurde eingekauft? Oder wurde nur verkauft?
    Ob diese Kalkulation aufgeht?

  6. Hallo erst einmal,

    „Nur ein Genie beherrscht das Chaos“ !

    So könnte der neue Werbe-Aufdruck auf unseren Dienst – KFZ lauten.
    Oh sorry, ich hatte vergessen, dass man jetzt Werbung für die Hotline Nummer und unsere Homepage auf unseren Dienst KFZ- macht und nicht für „meinen Spruch“.

    Nee…ist klar, wir haben ja sonst keine anderen Sorgen und Probleme und es kostet ja auch keine zusätzliches Geld solche Aufkleber anzuschaffen…..etc.

    Aber das nur mal so am Rande.

    Umd nun zum eigendlichen Thema dieses Artikels.
    Irgendwie verstehe ich das ganze nicht.
    Wir haben die Reform noch nicht ganz abgeschlossen und schreiten nun zum letzen Schritt dieser Reform und wissen doch noch gar nicht was uns mit dem nächsten Streich bevorsteht.

    Was nützt es z.B. die nun noch freien Stellen aus zu schreiben, Mitarbeiter sich darauf bewerben, wenn wir doch noch gar nicht wissen ob dieses unglückliche Vorhaben BPOL + BKA Wirklichkeit werden sollte.

    Was passiert dann mit den KrimB `en und den Ermittlungsdiensten ?

    Werden die Mitarbeiter dem BKA zugeschlagen, oder aber die Bereiche aufgelöst?
    Wenn aufgelöst, wohin geht den dann das Personal und in welcher Funktion?
    Was ändert sich im ODP ?

    Mich erinnert das ganze an die “ Schildbürger “
    Wir bauen ein Haus.
    Wir fangen mit dem Dach an und hören mit dem Keller auf.

    Mein Vorschlag, klärt ersteinmal die Sache BKA + BPOL.
    Wenn das ganze vom Tisch sein sollte, dann kann der vierte Schritt beginnen.

    Dann sls weitere Punkte sind zu klären:

    – Obermeisterbauch
    – Dienstpostenbewertung
    *GL: sollten alle 9/11 gD sein;
    *Ermittlungsdienst: sollten alle 9/11 gD sein.
    Ich kann nicht nachvollziehen warum die Hälfte der Dienstposten mit 9/10 gD und die andere mit 9/11 gD ausgewiesen sind.( für die gleiche Arbeit, genau wie im GL Bereich )
    – Zuschnitt der Inspektionen mit den Revieren
    ( zu lange Anfahrtswege etc.)
    – Beurteilungsrichtlinien
    etc.

    Sollte die BPOL so erhalten bleiben wie sie jetzt ist, so müssen trotzdem Verbesserungen in der Zusammenarbeit Polizei Land und auch dem BKA hergestellt werden.
    Ein einheitliches Vorgangs und Recherche System wäre z.B. ein erster Schritt.

    Sollte es aber so kommen, dass die Bundespolizei wirklich zu einer prävertiv- Polizei verkommen sollte, wie sähe es dann mit Alternativen aus?
    Würde unser Dienstherr, dann unsere Mitarbeiter zu anderen Behörden ( Landespolizei ) wechseln lassen ?
    Da die Mitarbeiter zu motiviert und auch gut ausgebildet sind, um nur als reine Schutztruppe zu fungieren .
    Fragen über Fragen…???

    Es grüßt: B. aus K

  7. Ich persönlich bin enttäuscht, wie die Gewerkschaften diese Reform mitgetragen und „mitgespielt“ haben. Ich hätte mir grundsätzlich mehr Widerstand gegen diese unsinnige Reform erwartet.

  8. @Bundespolizei
    Wenn die Dienstvereinbarung konsequent angewendet worden wäre, gäbe es die hohe Anzahl an Klagen vermutlich nicht. Ich möchte nicht in der Haut der Betroffenen stecken.

  9. Die Einteilung in Kategorien widerspricht eindeutig der Dienstvereinbarung. Das Klagen wird weitergehen.

  10. Wann soll es denn losgehen mit den Ausschreibungen

  11. Nach der Reform ist vor der Reform.
    Bald geht alles wieder von vorne los !!!!

  12. @Skeptiker

    Genau , dann wird eine neue Sozialpunkteabfrage gemacht und dann müssen evtl.solche Kollegen gehen bei denen es vor 3 Jahren gerade noch gereicht hat.
    Diese sagen sich aber warum , was kann ich dafür das die Reform so lange dauert und nicht klappt.
    Also klagen diese wiederum.Das ist eine Kette ohne Ende aber der Dienstherr will dies nicht war haben.
    Und am chaotischten ist es im Bereich BBS.
    Und die IL verlangen mit einer hohen Motivation den Dienst zu verrichten.

  13. So, nun sind die Stellenausschreibungen da! Wo sind die freien KSB-Stellen in Berlin? Ich sehe nur Tarif und Verwaltung! Das ist doch wohl ein Witz; ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass alle Stellen in der Direktion Berlin besetzt sind?!

  14. Also diese Ausschreibungen in Schritt IV sind für jeden Beamten die seit Jahren an den „unbeliebten Schwerpunktdienststellen“ ihren Dienst verrichten und nun erhofft haben den Absprung zu schaffen ein Schlag ins Gesicht. Während Phase III wurden ja alle möglichen „Sprungbretter“ mit jungen Kolleginnen und Kollegen aufgefüllt. Aus Sicht der Leitung und Führung ist diese Handlung ja nachvollziehbar und man kann den Schritt IV erheblich abkürzen, Nur trägt dies nicht zur Erheiterung der Stimmung des Arbeitervolkes an den „unbeliebten“ Dienststellen bei und verstärkt einmal mehr den Einbahnstrassencharakter. Diese ich nenne Sie mal Alibiausschreibung, sind lediglich für PVB A12 aufwärts oder Verwaltungsbeamte gedacht.

  15. Zu Ermittler:

    Als Reform-II-Geschädigter muss ich Dir vollkommen recht geben. Seit 14 Jahren bin ich nun am pendeln und hatte mir
    auch im 4. Schritt erhofft, etwas heimatnäher eine Ver-
    wendung zu finden. Doch nun der große Schlag ins Gesicht. Als ich letzte Woche die Ausschreibungen sah, hat’s mich glatt hingehauen (beinahe Dienstunfall). Unter der Hand wird ja gemunkelt, dass lukrative Stellen aus dem ODP erstmal gestrichen wurden, um diese dann später mit LmPVD’s zu besetzen. Mal sehen, wie lange die operative Ebene die Beine noch still hält.

  16. Hallo Ermittler.
    Ich muss Dir unbeschränkt recht geben. Das hat nichts mehr mit Gerechtigkeit, Fairness und Leistungsgedanken zu tun, wenn man zwischen Phase 3 und 4 einfach Laufbahnabsolventen ohne jegliche Berufserfahrung auf lukrative Dienstposten setzt.

    Diese Posten werden nicht mehr ausgeschrieben. Als motivierter Beamter bei einer Schwerpunktdienstelle mit guter Beurteilung ist man bei 1-2 freien Stellen so gut wie chancenlos.

    Jeder Beamte sollte die Chance haben sich auf die Stellen bewerben zu können. Die Dienstpostenvergabe bei der BPOl ist ungerecht! Wer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sitzt, soll mehr Chancen haben wie engagierte Beamte mit guten Beurteilungen und Erfahrung???

    Ich merke wie sich Leistung lohnt! Man sieht wie vor einem die Dienstposten an junge PM vergeben werden und schaut in die Röhre!!!!

    Liebe GdP Kollegen. Sieht so eine moderne Bundespolizei aus?? Mit Sicherheit nicht. Seit nahezu 17 Jahren reisse ich mir den Arsch auf und habe nicht einmal den Hauch einer Chance heimatnah verwendet zu werden!!!

    Ich habe das vertrauen an Gerechtigkeit verloren!

  17. Lieber Ermittler. Ich meinte uneingeschränkt :) doofes IPad :)

  18. @ Eintrag von Andreas Wiedner am 13.Februar 2011
    So, nun sind die Stellenausschreibungen da! Wo sind die freien KSB-Stellen in Berlin? Ich sehe nur Tarif und Verwaltung! Das ist doch wohl ein Witz; ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass alle Stellen in der Direktion Berlin besetzt sind?!

    Es ab und gibt keine freien Stellen in Berlin. Laut Soll/Ist gem. OdP sind alle Stellen in den Inspektionen im Raum Berlin für Beamte besetzt!!! Ein Personalmehrbedarf wurde durch deas Präsidium abgelehnt. Das kein Personal da ist liegt nicht an den nicht vorhandenen freien Stellen, sondern daran, dass bis zu 30 Prozent der KSB anderweitig in Stäben u.s.w. ihrer Verwendung finden. Und ganz ehrlich, es wird auch in der nächsten Zeit keine freien Stellen im Raum Berlin geben. Also auch nicht auf BBI hoffen, denn hier sieht es wohl so aus, dass der Personalbestand TXL und SXF laut neuem OdP BBI ausreichend ist.

  19. Eintrag von älterer Beamter am 14.Februar 2011

    Danke für Deine Info, habe den ODP leider nicht zur Hand, da in Elternzeit ;)
    Jetzt erschließt sich mir Einiges….

  20. Das Problem ist, dass die lukrativen Stellen (welche im Rahmen der Reform gebildet wurden) schon vorher intern besetzt wurden. Leute klagt! Es muss kritisch überprüft werden welche Stellen auf diese, nicht zulässige Weise schon „unter der Hand“ besetzt wurden. Denn diese Stellen wurden genau für die Kollegen geschaffen, die weg-reformeirt wurden! Und genau die sollen sich jetzt mit dem „letzen Müll“ zufrieden geben!? NEIN, wehrt euch! Dieses Verfahren ist auch unserer (ja auch meiner) Gewerkschaft vor Ort bestens bekannt und wurde geduldet. Das finde ich in keiner Weise Gerech oder Kollegial. Nur das ist der Grund warum sich in den Ausschreibungen jetzt kaum interessante Dienstposten befinden.