Wir machen das. Wer sonst?

Der Polizeidienst wird gefährlicher, immer öfter eskalieren selbst Routineeinsätze. Die 375.000 Kolleginnen und Kollegen der Länderpolizeien und die ca. 40.000 Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei sowie unsere Kolleginnen und Kollegen im Zoll und in der BAG werden zunehmend angepöbelt und angegriffen, beschimpft, bespuckt und geschlagen. So hat die Zahl der in 2010 angegriffenen Bundespolizistinnen und –polizisten gegenüber der dem Jahr 2009 um 32,7 % zugenommen. Sowohl in der Bundespolizei als auch in den Polizeien der Länder gibt es deutlich zu wenig Personal. Besonders deutlich wird dies an den Wochenenden. Die Gewalt am Rande von Großveranstaltungen, wie Fußballspielen und anderen Veranstaltungen nimmt immer mehr zu. Hinzu kommt eine zunehmende Einsatzbelastung bei Demos, Castor-Transporten oder politischen Gipfeltreffen.

Wer in harter Schichtarbeit seine Haut riskiert, sollte ein angemessenes Gehalt bekommen. In der Bundespolizei haben wir aktuell mit massiven Gerechtigkeitslücken zu kämpfen von denen besonders Polizeiobermeisterinnen und -obermeister sowie Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamte betroffen sind. Die Gewerkschaft der Polizei erhöht derzeit massiv den Druck auf die Bundesregierung, damit sich diese den besonderen Problemen in der Bundespolizei stellt und unsere Verbesserungsvorschläge umsetzt.

Derzeit laufen die Tarifverhandlungen in den Bundesländern. Hier ist es wichtig, dass wir unsere Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern unterstützen, damit sie einen guten Tarifabschluss erzielen und die Abschlüsse auf den Beamtenbereich übertragen werden.

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Themenbereich: Tarif | Drucken

9 Kommentare
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  1. Die unendliche Geschichte. Teil 1453.

    Da erscheint eher der Messias wieder, als dass die Polizeien mal angemessen bezahlt werden. Wenn man wenigsten die Schichtmaloche mal vernünftig bezahlen würde. Mein Nachbar ist Triebwerkstechniker bei der MTU. Wenn am Sonntag sein Telefon klingelt, gibt`s 150% oben drauf. Steuerfrei. Wir kriegen keine 3 Euro und dürfen uns dafür, wie auch sonst jeden anderen Tag, beschümpfen, bespucken und schlagen lassen. Und wenn wir uns mal richtig wehren, stehen wir schon mit mehr als einem Bein im Gerichtssaal. Als Angeklagter.

    Selbst die Schichtdienstpauschale ist um 50% gekürzt, weil wir ja schon die Polizeidienstzulage erhalten. Was für ein schwachsinniges Argument. Und die meisten Zulagen sind eh schon nicht mehr ruhegehaltsfähig. Das heißt, das ein Bulle nicht mit 71,….% in Rente geht, sondern mit noch weniger, weil die Zulagen aus der Pension rausfallen.

    Sollte etwas von dem nicht stimmen, was ich geschieben habe, bitte ich, mich zu korrigieren.

  2. @ Thorsten
    „Selbst die Schichtdienstpauschale ist um 50% gekürzt, weil wir ja schon die Polizeidienstzulage erhalten…Sollte etwas von dem nicht stimmen, was ich geschieben habe, bitte ich, mich zu korrigieren.“

    Vielleicht bist du nicht im Schichtdienst und bekommst keine Wechselschichtzulage, dass es dir nicht aufgefallen ist, oder du liest deinen Gehaltszettel nicht mehr – aber seit geraumer Zeit werden nur noch 25 Prozent der Wechselschichtzulage gekürzt, nicht mehr 50 Prozent. Immer noch nicht optimal, aber eine Verbeserung erreicht.

    Und wer hat das gemacht? Richtig: wir haben das gemacht, die GdP-Mitglieder. Mund aufmachen gegenüber der Bundesrgierung, mitmachen. Wenn wir das nicht für uns selber als Kollegenorganisation tun, macht es niemand für uns. Von allein passiert da nichts. Und auch die Trittbrettfahrer aus diversen Foren, die immer mal wieder gern aus ihrer neckischen Nick-Name-Anonymität gegen die GdP ätzen, bekommen ja erst recht nix gebacken, denn mit Foren verhandelt niemand, schon gar nicht über Zulagen. ;-D

    Deshalb ist der Slogan des Posters mehr als richtig.

  3. Schichtzulage:
    Bei uns wurden Kollegen überprüft, ob diese für einen gewissen Zeitraum überhaupt Anspruch auf Wechselschichtzulage hatten.
    Hierfür wird ein willkürlicher 5-Wochenzeitraum des Dienstplans als Berechnungsgrundlage gewählt und anschliessend geprüft. Einige Kollegen sollten so bereits Anteile der Schichtzulage zurückzahlen.
    Nun werden die Prüfer aber mit ihren eigenen Waffen geschlagen.
    Bei Widersprüchen wurde als Berechnungsgrundlage ebenfalls ein willkürlicher 5-Wochenzeitraum des Dienstplans gewählt. Und siehe da, der Anspruch wäre rechtens.
    Da dies der Verwaltung aber nicht passt, werden nun neue, inoffizielle Wege gegangen. „“Man““ soll auf den Kollegen XY einwirken, damit dieser seinen Widerspruch zurückzieht. Ansonsten würde die Schichtzulage gänzlich zurückgefordert werden.
    Ein Irrenhaus…!!!

  4. @ BaPo m.d.
    “”Man”“ soll auf den Kollegen XY einwirken, damit dieser seinen Widerspruch zurückzieht. Ansonsten würde die Schichtzulage gänzlich zurückgefordert werden.

    „Wer einen Menschen rechtswidrig,….durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung,Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

    und:

    „In besonders schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

    3. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht.“

  5. @steve

    Stimmt. Ich schaue schon seit Jahren nicht mehr auf meinen Gehaltszettel. Und wenn die GdP einen Kürzung von nunmehr nur noch 25% erreicht hat, dann bestätigt mich das in meiner Meinung weiterhin (immerhin schon seit 29 Jahren) GdP-Mitglied zu bleiben.

  6. @ Regierungseigentum

    Glücklicherweise bin ich bisher noch nicht persönlich von dieser Überprüfung betroffen.
    Mal von der rechtlichen Würdigung abgesehen, ist dies ein Trauerspiel auf Kosten der Beschäftigten. Vielleicht wollte sich jemand mit dieser Überprüfung eine Einsparprämie verdienen…

  7. Hallo Torsten,

    im Westen mit 71 Prozent, dass mag stimmen. Frage mal die Kolleginnen und Kollegen im Osten die jetzt pensoniert wurden. Ich glaube zwischen 55 und 60 Prozent.

  8. Hallo BaPo m.D.

    Was sagt eigentlich Euer ÖPR dazu?
    Das muss doch auf der Inspektion und darüber hinaus einen Sturm der Entrüstung auslösen. Zumal aufgrund Deiner Schilderunegen mehrere Kollegen betroffen sind. Sowas geht doch nicht ursächlich von einem einzelnen Verwaltungsbeamten aus.
    M.E. liegt hier der Versuch einer Nötigung vor. Bereits die Art und Weise der Erhebung der Berechnungsgrundlage ist rechtlich absolut fragwürdig.
    Nötigung ist übrigens ein Offizialdelikt.
    Ich würde den bisherigen Schriftverkehr als Betroffener einen Rechtsanwalt übergeben.

  9. Seit nun fast 18 Jahren werden die Bundespolizeilichenunterstützungskräfte nach EG 5 bezahlt und erhalten obwohl auch im operativen Dienst tätig keine Polizeizulage gezahlt.
    Vielleicht sollte sich die GdP auch mal dazu Gedanken machen