Bundespolizisten werden immer öfter angegriffen

Nach einem vertraulichen Papier werden immer öfter Bundespolizisten im Dienst angegriffen. Demnach kam es im Jahr 2010 zu über 2000 Attacken, also mehr als fünf pro Tag. Das sei an Anstieg um 33 Prozent. Die Täter seien überwiegend alkoholisierte deutsche Männer.

Von Angelika Henkel, NDR

Einem vertraulichen Behörden-Papier zufolge ist die Zahl der Angriffe auf Bundespolizisten im Jahr 2010 erheblich angestiegen. In dem Bericht, der als Verschlusssache eingestuft ist und dem NDR vorliegt, ist sogar von den höchsten Werten seit dem Jahrtausendwechsel die Rede.

Mehrzahl der Angreifer waren betrunkene deutsche Männer

Im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 2000 Bundespolizisten angegriffen, im Vergleich zu 2009 sei das ein Anstieg um fast 33 Prozent. Ein Großteil der Attacken hätte sich bei Routineeinsätzen ereignet, etwa bei Identitätsfeststellungen und Festnahmen. Die Mehrzahl der Angreifer seien deutsche, alkoholisierte Männer gewesen, hieß es weiter. Etwa die Hälfte der Polizisten wurde den Angaben zufolge verletzt. Besonders betroffen sei nach der Direktion der Bundesbereitschaftspolizei die Bundespolizeidirektion Hannover gewesen, die für Niedersachsen, Bremen und Hamburg zuständig ist.

„Respekt vor Polizeibeamten schwindet“

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, zeigte sich besorgt. Er beobachte seit Jahren, dass der Respekt vor Polizeibeamten immer mehr schwinde. „Eine Personalienfeststellung reicht in bestimmten Situationen schon aus, um bei Betroffenen oder anderen, die sich solidarisieren, Angriffe auf Polizeibeamte zu provozieren. Polizeiliche Maßnahmen werden nicht mehr einfach so akzeptiert, etwa beim Fussballreiseverkehr und immer dann, wenn Alkohol im Spiel ist“, sagte Osterroth.

Gewerkschaft kritisiert Polizeiführung scharf

Scharfe Kritik äußerte die Gewerkschaft der Polizei, GdP. Sie wirft der Polizeiführung schwere Versäumnisse im Umgang mit den Angriffen vor und forderte vom Bundesinnenminister Rückendeckung. GdP-Bundesvize Jörg Radek sagte dem NDR: „Von modernem Gesundheitsmanagement fehlt in der Bundespolizei jede Spur. Die Kollegen werden mit den wachsenden Belastungen bei Einsätzen allein gelassen. Es fehlt hier an einer flächendeckenden Gesamtstrategie.“

2009 hatte eine Studie der Fachhochschule Magdeburg im Auftrag des Innenministeriums jedem vierten Bundespolizist ein „Burnout-Syndrom“ attestiert. Zudem gaben 65 Prozent an, sich wenig mit ihrer Organisation verbunden zu fühlen.

Jeder vierte Bundespolizist leidet an „Burnout-Syndrom“

Die GdP-Vorwürfe wies Osterroth zurück. Die Bundespolizei habe viele Schritte unternommen, um den Belastungen Rechnung zu tragen. So könne beispielsweise psychologische Unterstützung angefordert werden, bei Einsätzen wie dem Castortransport seien Ansprechpartner vor Ort. Osterroth räumte aber ein: „Wir sind auf einem guten Weg, aber lange nicht am Ziel.“

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video873134.html

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video873136.html

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Themenbereich: Gewalt und Gewaltbereitschaft | Drucken

28 Kommentare
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  1. Lieber Kollege Radek, werte Kollegen,

    ich freue mich, dass diese Problematik endlich einmal ordentlich in den Medien dargestellt wird. Ferner finde ich die Forderungen vom Kollegen Radek als treffend, notwendig und bundespolizei-global transferierbar.

    Den Aussagen, dass bereits viel getan wurde, kann ich leider nicht zustimmen. Seit Beginn und Durchführung der Reform ist inbesondere die Arbeitsbelastung für Kontroll- / Streifenbeamte sowie Ermittlungsbeamte vehiment gestiegen. Dies liegt daran, dass wir im Hauptkern nicht unserer eigentlichen Aufgabe (Präsenz, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung) nachgehen, sondern uns prioritär und vornehmlich der Selbstverwaltung, der Beherbegung von Datenfriedhöfen, und weiteren Problemen widmen, welche eindeutig nichts mit unserer “ Arbeitsplatzbeschreibung“ zu tun hat. Arbeitsvorgänge werden durch unausgereifte Arbeitssysteme wie Artus verkompliziert und der Arbeitsaufwand verfünf-facht. Ständig kommen neue Vorgaben und zusätzliche Aufgaben wie EKAN etc. hinzu und werden genussvoll dem kleinen Streifenbeamten auferlegt. Und liebevoll darf man dann noch 50 Scans pro Ermittlungsakte vornehmen und sich insgesamt eigentlich vom Streifendienst abmelden. Bis heute ist keine Besserung und deutliche Arbeitsentlastung im Bereich der Vorgangsbearbeitung erfolgt. Enttäuschend.

    Die Problematik des Burnouts wird seitens der Führung ein wenig verniedlicht. Medinzinische Aussagen belegen hingegen eindeutig, dass meist engagierte und motivierte Mitarbeiter betroffen sind und selten unmotivierte Beamte. Wenn der Körper auf längere Zeit immer nur Gas geben muss, ständig „negativem Stress“ ausgesetzt ist, äußert er sich durch unterschiedliche Reaktionen. Meist wird dieser Umstand von steigenden Vorgaben, Zeitdruck und mangelnden Pausen/ Ruhepausen begünstigt.

    Wir alle wollen an einer modernen und leistungsfähigen Bundespolizei mitarbeiten. Die momentane abstrakte Gefährdungslage aber auch der Bürger und Gesellschaft erfordert dies und verlangt dies ohne Zweifel. Dennoch muss eines gelten: “ Bei aller Präsenz und Erhöhung der Maßnahmen, sollten auch Reserven gebildet werden. Außerdem sollte man die Mitarbeiter auch einmal fragen, ob die Belastung auch erträglich ist. Leider wird in keinster Weise Rücksicht genommen und auch bei Personalversammlungen teilten viele Kollegen eindrucksvoll mit, dass sie noch nicht einmal Zeit haben während des Dienstes ein WC aufzusuchen. Ich kann diesem Umstand selbst bestätigen. Die Belastungsgrenze ist erreicht.

    Ein mittlerweile pensionierter Beamte des höheren Dienstes und Leiter meines Laufbahnlehrganges teilte uns einmal mit, dass er seinen Leuten nur das zumutet und anordnet, was er selbst im Stande sei zu leisten. Noch heute zolle ich diesem Kollegen den allergrössten Respekt. Denn traurige Realität ist, dass zwischen der obersten Führung und der operativen Basis viel zu viel Distanz herrscht und das finde ich sehr schade. Meine Erfahrungen während meiner Zeit im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich mit Führungskräften der Landespolizei widerlegt dies eindeutig. Denn hier wird ganz natürlich miteinander geredet.

    Sicherlich ist dies bei einer deartigen großen Behörde oftmals nicht möglich. Aber gerade dann sollte dieser Umstand durch höchstmögliche Transparenz und vor allem Miteinbindung der Mitarbeiter ausgeglichen werden.

    „Wer Transparenz praktiziert, baut eine Beziehung zu seinen Kollegen und Mitarbeitern auf die auf Vertrauen basiert“.

    Von einer Arbeitsumschichtung kann ich wenig sehen. Man kann sich teils vor Arbeit nicht mehr retten.

    Ferner wird die Arbeitsbelastung durch polizeitaktisch falsche im Rahmen der Reform durchgesetzte Entscheidungen begünstigt. Als gutes Beispiel dient hier der Hauptbahnhof Mainz. Wie kann man eine Landeshauptstadt mit Bundesligaverein und entsprechender Einwohnerzahl zu einem Revier herunterstufen??? Leidtragend sind unsere Kollegen, welche in der Gesamtheit steigende Aggression und wachsende Vorgangszahlen bei sinkenden Personalzahlen zu bewältigen haben.

    Dauerbelastete Kollegen sind selten zu Innovationen in der Lage.

    “ Mit Kreativität meinen wir den Denkprozess, mit dem Ideen kreiert werden. Kreativität ist das gedankliche Fundament, auf dem dann die Innovation entsteht:“

    Leider finden wir hierfür nur noch wenig Zeit. Die Grundlage für die Entfaltung von Kreativität ist eine Unternehmenskultur, die bereit ist, Andersartigkeit zu akzeptieren, sich mit komplexen Ideen ernsthaft auseinanderzusetzen und wirklich Neues nicht als Verrat am System zu brandmarken.

    Deswegen müssen wir endlich einen Weg finden, uns innerhalb der Bundespolizei miteinander, unabhängig von Rang und Stand, miteinander zu identifizieren und Verständnis aufzubringen.

    Dies kann durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

    – endlich Vereinfachung von Dateneingaben wie Artus

    – Entlastung der Streifenbeamten bei rein verwaltungstechnischen Vorgängen wie Kostenakten, Kopien, Scans, Statistiken und und und…..
    – Einsatz von Angestellten!!!!

    – Qualitätsmanagement/ Vorgangskontrolle entschlacken: Wie viel Beamte schauen eigentlich mittlerweile über eine fertige Ermittlungsakte ????? :))))))))

    – Direktionsbezogene Verwendungsprinzpien wie Stärkung der Ermittlungsdienste durch ältere Beamte und zugleich mehr Bearbeitung der Vorgänge, gleichzeitig Entlastung der Streifenbeamten.

    – Miteinbeziehung der Mitarbeiter bei Ausrüstung/ Uniform und Dienstplänen

    – Umfrage zur Arbeitsbelastung : Transparenz

    – Einführung von Kuren

    – offene Gesprächsrunden von Streifenbeamten mit obersten Führungskräften ( wie von Herrn de Maiziere gefordert Kommunikation von oben nach unten, aber auch von unten nach oben)

    – transparente Nachbereitung von großen Einsätzen und hier vor allem die Kollegen der Basis mitwirken lassen. So lassen sich Schwachstellen besser abstellen und Verbesserungen erwirken.

    – Gerechtigkeit bei Dienstpostenvergabe: Gerechtigkeit und Leistungsprinzip des öD

    Um diese Hürden auf dem weg zum endgültigen Durchbruch zu überwinden, braucht es Mut, visionäres Denken und die Fähigkeit, Dogmen zu hinterfragen und nach neuen Antworten zu suchen.

    Was allein zählt, ist die Veränderung. Nur Tote bleiben liegen. Leben hingegen bedeutet Wandel, Dynamik, Wachstum, Überraschung, Enttäuschung, Hoffnung- und in alledem dann auch : Erfüllung.

    Zentrale Frage muss sein:

    Wie können wir ein Umfeld gestalten, in dem unsere Mitarbeiter/ Kollegen weiterhin außergewöhnliche Dinge anpacken bzw. Leistungen erbringen und umsetzen?? Eine Unternehmenskultur schaffen, in der die Bereitschaft zum permanenten Wandel und neuem Denken selbstverständlich ist wie die Fähigkeit zu maximaler Innovation?

    Eigentlich ganz einfach. Lasst uns mehr und vor allem offen miteinander reden. Denn wer nicht auf Augenhöhe mit seinen Mitarbeitern kommuniziert, wird sie zukünftig nicht mehr erreichen. Wir alle, ich, haben das gleiche Ziel. Weiterhin professionelle Polizeiarbeit leisten. Aber auch mehr Verständnis und wieder ein “ WIR“ Gefühl herbeizuführen.

    Ich bin zuversichtlich, dass wir dies auch schaffen können. Lasst uns das Potenzial in unserer Behörde entfesseln. Wir befinden uns noch im Reformprozess. Wir haben noch die Gelegenheit vieles zu formen. Lasst uns zustammenstehen!

    Ich bedanke mich bei allen Kollegen der GdP, welche sich für uns an der Basis einsetzen.

  2. Moinsens!

    So so, Herr Osterroth zeigt sich besorgt.
    Auch diese Emtwicklung ist m. E. darauf zurückzuführen, dass einige Dienststellen personell absolut am Limit sind und dass schon gemessen an dem ODP-Soll. Vom Ist wollen wir hier gar nicht reden.
    Das polizeiliche Gegenüber sieht doch auch, wie „stark“ wir sind.
    Psychologische Unterstützung reißt mich aber auch nicht raus, wenn ich mal wieder mit Minimalbesetzung in der Pflicht bin (selten mehr als 5 PVB), wenn sich im Bahnhof 10 Leute schlagen.
    Außerdem bin ich sehr besorgt, wenn ich mir unsere hohe Führung anschaue, wenn es mal darum geht zu seinen Leuten zu stehen.

    Die vielen Schritte, den Belastungen Rechnung zu tragen, sind wohl der angestrebte Wegfall der Übergabezeiten und die Ausstattung mit einsatzuntauglichen Uniformen.

    Danke schön!!!

    Grüße

    AB

  3. “Respekt vor Polizeibeamten schwindet”

    Wie soll man denn vor jemandem Respekt haben, der bei jeder Gegenwehr seinerseits mit einem Bein im Gerichtssaal steht?

  4. @ AB

    Von unseren 178 KSB laut ODP fehlen seit längerer Zeit ca. 70 PVB. Nach erster Analyse des Sommerflugplans zeigt sich jetzt schon, dass wir das Passagieraufkommen nicht mehr bewältigen werden. Da zaubert man dann wieder die Standardmaßnahmen aus dem Hut.

    – Umsetllung auf 12-Std-Schichten (warum nicht gleich 24 Std)
    – Auflösungen der Zivilfahndung
    – Einsatz des Ermittlungsdienstes
    – Einsatz des Innendienstes

    Diese katastrophale Personalpolitik macht die Leute durch permanente Überlastung krank. Fürsorgepflich ist außer Kraft gesetzt.

    Das fehlende Personal wird auch in absehbarer Zeit nicht da arbeiten, wo es seinen Dienstposten hat. Die Quittung wird kommen. Die Krankenraten werden immer mehr steigen, was zu noch mehr Überbelastung der noch verbleibenden leute führt, die dann wiederum auch irgendwann den gelben Schein ziehen.

    Scheint so gewollt zu sein.

  5. “Respekt vor Polizeibeamten schwindet”

    Das dies auf einige Teile der Bevölkerung zutrifft, ist bekannt.
    Hier einige Beispiele aus dem Jurablog eines Düsseldorfer Strafverteidigers:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/06/04/die-legende-von-der-schutzlosen-polizei/

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/06/13/polizisten-fordern-achtung-und-respekt/

    Allerdings trifft dies mit Sicherheit auch auf einige sog. „Polizeiführer“ zu, die es sich offenbar zum Lebensinhalt gemacht haben D Verfahren wegen allem möglichen Kleinkram und sei er noch so banal,einzuleiten. Es aber andererseits nicht einmal gebacken bekommen die Einsatzkräfte beim Castor vernünftig zu verpflegen.Dass uns die Politik im Regen stehen läßt ist auch seit Jahren bekannt. Nichts als Krokodilstränen werden vergossen. (Siehe aktuelle Stunde im Bundestag zu den Ereignissen vom 1 Mai 2009 oder der Fall Alois Mannichl in Passau)

    2000 Angriffe macht rund 5 Angriffe pro Tag.
    Ein vertrauliches Behörden-Papier, welches als Verschlusssache eingestuft ist.
    Warum eigentlich? Wovor haben die denn solch eine Angst?
    Etwa davor, dass rauskommen könnte dass hier offensichtlich sehr viele Versager in Führungspositionen tätig sind??

  6. Ich weiss auch nicht wie das funktionieren soll; mit immer weniger und immer älteren Beamten; gegen immer aggressivere und alkoholisierte Personen einzuschreiten.
    Und wenn sich die Beamten mal bei Widerstandshandlungen durchsetzen fallen einem die Vorgesetzten oftmals auch noch in den Rücken.
    Von der Presse teileweise auch noch ganz zu Schweigen.

  7. Reform III bedeutet:

    1000 Mann weniger auf der Straße und

    1000 Mann mehr in den Stäben und

    weniger Einstellungen und

    mehr Ruhestände

    keine personell unterlegte Auslandskomponente!

    Es fehlen mindestens 2500 PVB
    und 500 Tarifbeschäftigte !!!

    Das ist der eigentliche SKANDAL Herr Osterroth!!!

    Wo bitte sind die Vorschläge der Herren Präsidenten???

  8. So ist das nun mal in unserer Republik. Einer bekommt den „Grossen Zapfenstreich“, der Andere den Tritt in den Hintern. Es ist bei uns alles aus den Fugen geraten. Werte wie Moral, Anstand, Aufrichtigkeit gibt es doch kaum noch bei unserer eigenen Führung/Regierung- was verlangt ihr von der Strasse? Woran soll sich das Volk orientieren? Lest doch mal die neuesten Berichte über die Vertrickungen der Politik in die sog. Finanzdienstleister.
    Wer prostet sich den dort auf den Emfängen zu und läd sich zu „billig Urlauben“ etc. ein ?? Dafür müssen wir dann den Kopf hinhalten !!!!

  9. Richtig, Herr Osterroth!
    Erstmal die GdP Vorwürfe zurückweisen. Niemals macht die Bundespolizeiführung irgendwelche Fehler. Frechheit, dies überhaupt anzusprechen.
    Wenn hier Fehler auftauchen, dann aber durch andere verursacht oder aufgrund der Gesamtlage, die wir gar nicht überblicken können, unvermeidbar. Und wer hier nicht mehr vernünftig mitzieht kann ja jederzeit psychologische Unterstützung anfordern.
    Glück auf, Kollegen

  10. Ein massives Problem ist, die ständige Kontrolle der KSB zu verschärfen. Es wird ein unmündigmachen der älteren Streifenbeamten fortgesetzt duch “ junge Komissare aus den Studienabgängen, die ohne jegliche Führungskompetenz auf diese Führungsposten gehoben werden, noch“ BEUGSAM und FORMBAR sind, nach einem jahr sich nicht mal gegen eine Beförderung wehren könen und hier den Spielraum für Team- Arbeit und wirkliche polizeiliche Tätigkeit stark verringern. Es müssen Fahndungstreffer her, es müssen illegale gefangen werden, immer mehr “ FAKT Tage – sind wichtiger, als dei Präsenz an den Stellen , wo der Bürger die Polizei verlangt.Der 12- Stunden Dienst wird zur Tortur an den Tagen , an denen der Urlaub / Ferienbum beginnt.Zu sehen an den schon gleich vorher festgelegten Zeiträumen, in denen eine Urlaubs- und DA Sperre verhängtwird. Hierzu musste waescheinlich auch noch eine Stelle im gehobenen Fienst geschaffen werden damit das CONTROLLING besser klappt. Dann eine viefache Qualitätskontrolle der Vorgänge, wenn der Satz dem QS– ler nicht passt- Vorgang zurück , das ganze nochmal.
    Wenn das die Polizei ist ,der wir mal einen Eid geschworen haben, dann war ich da nicht dabei. Dass muss eine andere Veranstaltung gewesen sein.

  11. Hallo Kollegen,

    man muss wirklich sagen „leider habt ihr alle recht“!!! Und wen interessiert das in der Führung? Die größte Angst besteht doch auf dieser Ebene darin, dass sie irgend etwas falsch machen könnten und es einen „Karriereknick“ gibt. Wie es der „arbeitenden Bevölkerung“ geht, interessiert doch gar nicht. Und die Politik… mein Gott. Eine der größten Lachnummern letztes Jahr war doch die Anhebung der Höchststrafe für Widerstandshandlungen. Man sieht ja, wie die Chaoten „zittern“. Nicht die Höchststrafe gehört angehoben, sondern die Mindeststrafe (wenn ein PVB verletzt wird, mindest. 1/2 Jahr einsitzen – Bewährung ausgeschlossen). Aber bei dieser Justizministerin……

    In diesem Sinne..Kopf hoch…es wird noch schlimmer kommen

  12. hallo,
    das personal wird weniger,dann die 41 std woche,bin über 45 und immer noch pom wie viele andere in hannover,und man muss sich sehr ift rechtfertigen gegenüber dem vorgesetzten,wenn sich einer mal beschwert über massnahmen,keine richtige rechtsgrundlage für kontrollen,bis auf den 22 1a(schwammig),ausrüstung schlecht,uniform nicht praktikabel,gesundheitsvorsorge negativ,kur bei schichtdienst gibt e skeine,da nicht oft genug krank,man muss ja erstmal sehr sehr oft krank machen,bevor man eine kur bekommt,vergütung schichtdienst,welche??anderen posten nach jahrzehnten schichtdienst,fehlanzeige…..altersdurchschnitt an den
    bahnhöfen,oh je……und papier ohne ende bewegen,wenn man starfanzeigen fertigt,und alles muss der gemeine streifer bearbeiten,weil ja der ermdienst am we frei hat….also,kv festgestellt und dann 3 std an den vorgang und der beschuldigte schon lange wieder entlassen…….
    streifen in die fläche bekommt man kaum noch zu den relevanten zeiten raus,der bahnhof ist ja das heiligtum,zusammenarbeit lapo schlecht…sage nur zuständigkeiten….aus und fortbildung selten,wenn überhaupt,gerade in rechtlichen sachen,
    strickjacke toll,aber wir brauchen eine vernünftige übergangsjacke und eine warnjacke..gerade im bahnbereich….

    und herr osterroth tut auch so,als ob er gar nicht zu uns gehört,lässt einem das gefühl da,mit dem mittleren dienst möchte ich mich aber gar nicht so gerne abgeben…die dgl,nur noch verwaltungsbeamte…mal blick zur lapo,sitzt auch ein phk im streiefnwagen und arbeitet an der front.
    hier bei bundespolizei muss geführt werden….

    flughafen…..grpleiter grepo,grpleiter lusi,dazu die stellv……dann sogar noch ein grpleiter zbv…also so ewtas gibt es doch nicht….und keiner macht mehr die arbeit….

    und natürlich die strafe für angriffe auf uns….lächerlich,….keine respekt mehr….warum auch…passiert ja nichts und haben alle rechte der welt…kleiner formfehler bei den belehrungen und alles ist gelaufen..
    gruß

  13. Interessant!
    Die Bundespolizei weist Vorwürfe zurück es sei schon viel getan wurden und es sind auch arbeiten umgeschichtet wurden!
    Nun stellt sich mir die Frage: Welche arbeiten sind denn umgeschichtet wurden? Ich kenne keine!Und von wem zu wem wurden arbeiten umgeschichtet?
    Wer von der BuPo-führung weist den Vorwürfe zurück?
    Ist bei uns doch alles in Butter und wir jammern nur soviel herum?
    Wir jammern auf hohem Niveau?
    Scheint wohl so!
    Wir sind ja unkündbar! Bekommen ein haufen Kohle in den A…. geblasen!
    Bei uns ist doch das so, wir leben in einem Schlaraffenland!
    Und draussen gibt es soviel die unsere Arbeit mit Kusshand machen wollen!
    Glaub ich nicht, dass sind die die uns am We bespucken oder ähnliches!
    Das waren nur ein paar Aussagen von meinem Führungspersonal dem ich gehorchen muß!
    Achja ich sag nur Preuß. Tugenden! Kadavergehorsam bis ins letzte Glied!

  14. Stirb ein Streifenbeamter im Einsatz ist das Schlimm. Stirb ein Beamter hD im Einsatz ist das eine Katastrophe!

    Und so müßt ihr dieses System sehen und verstehen.

    Das Problem wegen der Gewalt gegen uns sind nicht die Kollegen („Widerstandsbeamter“), sondern die Urteile der Gerichte.
    Wozu mit einem neuen §§ 3 Jahre Knast androhen, wenn sie eh nie verhängt werden.

    In Österreich zahlst du für´s Fahren ohne Vignette auf der Autobahn soviel, dass du nie wieder ein Vignette vergisst.

    Es müssen nicht härtere Gesetze her, sondern die Urteile sollten den jetzt möglichen Strafrahmen nutzen!

  15. Kolleginnen und Kollegen,
    nun hackt nicht alle auf dem Präsidenten Thomas Osterroth rum – diesen Bericht hat der NDR gemacht. Der Bericht ist auf jede andere Bundespolizeidirektion und auf die Bundesbereitschaftspolizei 100 % übertragbar.
    Hier ist die Politik gefragt – und dort sind unsere Präsidenten auch nur kleine Würstchen.
    Also Herr Friedrich, rauf auf den Karren und Taten folgen lassen!

  16. Ich habe gehört dass der Herr Dr. Frehse auf der Führungskräftetagung/-zusammenziehung die richtigen Antworten gegeben hat.
    Es wäre für mich hier wichtig die Äußerungen hier mal einzustellen bzw. auch kommentieren.
    Es würde vielen Gerüchten Vorschub geleistet….
    u.a. Personalfehl nach 800 Pensoinierungen bzw. ihre Folgen, Probleme innerhalb der Bpol und die Suche nach der Ursache usw.

    Nach den Feierlichkeiten zum ….. wird der große Hammer kommen.

  17. „Wovor haben die denn solch eine Angst?
    Etwa davor, dass rauskommen könnte dass hier offensichtlich sehr viele Versager in Führungspositionen tätig sind??“
    Eintrag von Regierungseigentum am 11.März 2011

    …könnte sein….; M.E. offenbart sich hier mittlerweile allerdings nicht so sehr das Versagen einzelner Personen (Das natürlich auch!), sondern eher das Versagen eines ganzen Systems!
    Eines Systems, welches sich zunehmend über Befehl und (vorauseilenden) Gehorsam definiert und dies offenbar mit Loyalität verwechselt!
    (Eine Beleidigung für jedem mit seinem Beruf wirklich loyal verbundenen Beamten!)

    Es ist stark anzunehmen, dass es innerlich auch im einen oder anderen Präsidenten/sonstigen höheren Führungskräften gärt und man sich wirklich fragen muss, wie lange diese sich das alles noch gefallen lassen?

    Fragen darf man sich auch, welche Gedanken den einen oder anderen vermeintlich „Loyalen“ beim morgendlichen Blick in den Spiegel beschleichen?
    „Auf zu neuen Heldentaten!“, „Was reformieren wir heute?“,“Mann, bin ich loyal!“ oder doch eher fatalistisch: „willst Du dir den Tag versauen, musst Du in den Spiegel schauen!“….?

  18. Ich lese stets dieses Forum, auch wenn ich ehrlich gesagt kein GdP Mitglied bin.

    Aber eines muß ich mal loswerden.

    Ich kann es auch nicht mehr verkraften, daß wir KSB am Limit fahren.

    Laut OdP haben wir neue DGL und Stellis, die jedoch lieber im Stab sitzen bzw. ihren Tagdienst verrichten.
    Diese Herren sind alle samt minimum PHK und sind die Gewinner der Reform.

    Die Reform sollte !! 1000 PVB !! zusätlich auf die „Straße“ bringen, was jeder Dienststelle Entlastung gebracht hätte. Bei uns ist kein Einziger aufgetaucht.

    Ich will nicht jammern. Wir haben einen krisensicheren Job.
    Aber wenn ich mir die Beförderungen anschaue?
    Da sind wieder die o.g. DGL dran.

    An uns denkt keiner. Schichtdienst … tägliche Pendlerei … mehr Arbeit … mehr Stress … mehr Gewalt.

    Ich habe fertig. Familie geht vor.

  19. Hallo Bahner,

    ich kann und möchte Dir nicht vollständig zustimmen.Du wirst es aber(da bin ich mir sicher) weiter verkraften (müssen).Deine Erkenntnis „Ich habe fertig. Familie geht vor“, ist voll in Ordnung.Was uns als Bundesbeamten in den letztzen Jahren zugemutet wurde ist einfach nur schlecht.

    Bin auch kein GdP-Mitglied, viel schlimmer noch,kein Vollzugsbeamter…

    In dieser (deutschen) Welt ist Nichts in Ordnung.Aber ich glaube trotzdem daran, das die Entwicklung vom Niederen zum Höheren (unabhängig vom Menschen) erfolgt!

  20. Bei diesem Artikel ist auch zu beachten wie die Gewalttaten entstehen.
    Durch übermäßigen Alkoholkonsum.
    Ich sehe ständig im Einsatz Betrunkene und wie agressiv diese sich verhalten.
    Keine Spur von Respekt und keine Spur von Angst vor Strafen oder Folgen.
    Wenn man sich andere ausländische Polizeibehörden anschaut , dann sieht man was bei denen klar anders läuft und wie viel Respekt da die Leute haben.
    Wenn da einer Scheiße baut wird der so zusammengetrommelt das er sich merkt was er getan hat und danach verschwindet er in den Knast für ne lange Zeit.
    Wir haben einfach zu wenig Handhabe da wir immer mit einem Bein im Knast stehen und wir wenn was schief läuft immer alleine sind und zum Dank dann auch noch vom Dienstherrn einen auf den Deckel bekommen.
    Außerdem wollte ich ansprechen das es ein Verbot für Alkoholkonsum auf der öffentlich Straße geben sollte.
    Die meisten alkoholisierten Personen würden dann nur noch zu Hause oder in Lokalitäten trinken können und nicht überall wie jetzt.
    Zur Zeit geben sie sich die ganze Zeit die Kante und verlieren irgentwann die Kontrolle vor allem Jugendliche oder Langzeitalkoholiker.
    Ich denke bei einem Alkoholverbot und einer angemessenen Abschreckung (sofort Knast) könnte man viel bewirken und uns schützen.

  21. Zitat:“Keine Spur von Respekt und keine Spur von Angst vor Strafen oder Folgen.“

    (es folgt eine pers. Erfahrung)
    Wenn nach rechtmäßigen Zwangsmaßnahmen Führungsbeamte dem betrunkenen GEWA-Bürger erklären, dass der Kollege über die Stränge geschlagen hätte und er nun die Möglichkeit zur Beschwerde/Anzeige habe, dann darf man sich über solche Zustände nicht wundern.

    Das Gegenüber beobachtet uns sehr genau und lernt schnell!

  22. hallo schutzmänner, probiert es doch mal ab heute mit null toleranz im job, lasst euch nichts von irgend einem schlumpf gefallen. hört nicht auf die il/dgl wenn sie sagen beleidigungen oder pöbeleien gehören zum dienst und ein bisschen rangelei gehört dazu. NEIN – gehört es nicht. die die beleidigen und rangeln trauen es sich auch nur bei uns. die beschweren sich und schon geht die schreiberei los. seitenweise, vom il – zum ksb werden stellungnahmen eingefordert, um die genauen umstände der eigentlichen routinehandlung eines polizisten „aufzuklären“. zudem wird erstmal, bei einer anzeige gegen den pvb, ein diszi eingeleit, natürlich nur zum schutz-aber nur zum schutz der führungsriege.

    und eine mögliche beförderung – unmöglich…

    von den vätern der täter (falls vorhanden)gäbe es ein paar auf maul und in ihrer heimat würden sie von der polizei durchgewalkt und im loch verschwinden.
    aber wir sind ja keine polizei, wir sind ja dienstleister und machen reichlich gewinne im berichtszeitreaum. Und welcher konzern mit 40 000 mitarbeitern legt sich schon gern mit seinen kunden an – die ja unser „produkte“ kaufen sollen.

  23. Alkohol und Gewalt gegen uns ist kacke. Stimmt.
    Das unser Dienstherr uns nicht stärkt und oft daruaf wartet Diszis etc einzuleiten finde ich auch.
    Aber:
    „Mit einem Bein im Knast“
    Wenn ich das immer lese. Wer wurde von euch denn schon mal wegen KV im Amt etc. verurteilt?
    Eine Menge Kollegen bekommen regelmäßig Anzeigen. Das ist aber auch mit Masse eine „Schutzbehauptung“ des Gegenüber.
    Wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen.

    Wir sollten aber auch mal hinterfragen, warum viele KV Delikte gegen PVB begangen werden. Ich finde das mit Masse vorher „LAB´s/ VUK´s dazu geführt haben. „Wieso kontrolleiren Sie mich… bla bla bla…
    Wieso werden die „LAB´s/ VUK´s“ gemacht? Weil wir Fahndungstreffer brauchen. Meinem DGL zu erklären, dass ich eine Schicht ohne Fahndungstreffer beendet habe wird immer schwiriger.
    „Eine AE ist immer drin Kollege. Schau dir mal die Streife xy an, die können das auch“.
    Ja, die können das und die können auch viel mehr Widerstände haben. Und das ist nicht das was ich will.

  24. Zitat vom Umdenker
    Außerdem wollte ich ansprechen das es ein Verbot für Alkoholkonsum auf der öffentlich Straße geben sollte.

    Tolle Idee, Grundrechte für alle einschränken um ein Übel im Keim zu ersticken.
    Hatten wir glaube ich schonmal.
    Ist aber voll in die Hose gegangen.

    Ich zoffe mich lieber mit einem besoffenen Vollpfosten als mit einem arroganten Schlipsträger.
    Die judikative Folgenlosigkeit eines Widerstandes oder Beleidigung eines in rechtmäsiger Amtsausübung tätigen PVB ist das Grundübel.
    Und wenn sich noch MdB oder unser hochverehrter, designierter Bundestagspräsident solidarisch mit Gewalttätern zeigt dann wissen wir ja auf wenn wir vertrauen können.
    Nur auf uns alleine.
    Wenn der Staat das Gewaltmonopol hier in Deutschland innenhaben soll, dann wäre es nur mehr als anständig wenn die, die dieses Monopol durchsetzen auch mit Respekt behandelt werden.
    Die Respektlosigkeit unserer Adressaten kann man nicht verdammen, für die sind wir ja da.
    Für diese Problemfälle zu bändigen bedarf es der Polizei.
    Die Respektlosigkeit und Ignoranz der Politik und unserer Führung dagegen ist so abscheulich, demokratiegefährdend und fahrlässig das mir übel wird.

  25. Liest man sich ein paar Einträge in dem ganz oben zitierten blog durch und sieht, wie werdende (oder schon fertige) Juristen denken, braucht man sich nur noch vor Augen zu halten, wo eben diese Leute sitzen (Regierungen, Führung, Gerichte), und schon wundert einen nichts mehr.

  26. Das ist doch kein neues Thema. Es kommt jedes Jahr auf’s neue zur Sprache. Aber mal im Ernst, wie lange will man noch dämliche Statistiken erheben? Dass PVB immer mehr angegriffen werden benötigt doch keine statistische Erhebung um das festzustellen.
    Hier muss einfach nur gehandelt anstatt gelabert werden!
    Das Recht wird langsam aber sicher abgeschafft…

    Entweder es geschieht etwas seitens des Gesetzgebers, oder diese Berufsgruppe wird vom Aussterben bedroht sein. Was dann kommt… denkt selber darüber nach!

  27. Muß es erst wie im New York der 70´er Jahre zu einem Verlust der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommen um dann mit einer überzogenen Zero Tolerance dagegen zu wirken ?
    Hier wäre es noch rechtzeitig möglich angemessen darauf zu reagieren.
    Also bitte liebe Politiker und Führung handeln anstatt nur zu reden ( im Superwahljahr ) !!!!

  28. hallo schutzmänner, probiert es doch mal ab heute mit null toleranz im job, lasst euch nichts von irgend einem schlumpf gefallen. hört nicht auf die il/dgl wenn sie sagen beleidigungen oder pöbeleien gehören zum dienst und ein bisschen rangelei gehört dazu. NEIN – gehört es nicht.

    Eintrag von quidam am 14.März 2011

    Richtig Kollege, so sieht es aus! Wir wissen Alle , dass viele Strafanzeigen wegen so genannten Belanglosigkeiten (Beleidigung, Anspucken, Rempeln) eingestellt werden. Jedoch habt Ihr alle das Recht ne Strafanzeige zu schreiben; Ihr seit weg von der Strasse, habt ne Nummer und Ihr braucht Euch nix vom GL oder DGL reinreden lassen, schließlich sind wir alles Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft und dürfen selbst entscheiden. Was mal nötig wäre, ist zu Fortbildungsmassnahmen mal Richter und Staatsanwälte einzuladen und diese dann mal zu löchern, warum die Justiz uns immer in den Rücken fällt und Urteile immer so milde ausfallen, wenn es um lädierte Polizeibeamte geht.