Ein Gernegroß täuscht Mitgliederstärke vor!

Auf ihrer Internetseite wirbt die Deutsche Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DPolG) mit 85.000 Mitgliedern. Diese Angabe findet sich auch in der aktuellen Fassung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern ( Stand 01.04.2011) wieder.
Zum Vergleich: die GEWERKSCHAFT DER POLZEI ist dort mit 175. 000 gelistet.

Die Mitgliederzeitung der DPolG „Der Polizeispiegel“ wird auf der eigenen Homepage mit einer Druckauflage von 57.000 angeben. Die verkaufte Auflage von 54.754 ( III.Quartal 2010). Von der Mitgliederzeitung  der GEWERKSCHAFT DER POLIZEI „Deutsche Polizei“ erscheinen 175.260 Exemplare.

Diese Angaben werden auch von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern bestätigt. Sie prüft diese Angaben und vergibt jährlich ihr Prüfsiegel. Es ist in jedem Impressum einer Zeitschrift ersichtlich. Die IVW ermittelt, publiziert und kontrolliert die Auflagenhöhe von Zeitungen, Zeitschriften und weiteren periodisch erscheinenden Presseerzeugnissen. Für die werbende Wirtschaft sind diese Angaben wichtige Grundlagen hinsichtlich des Verbreitungsgrades der Zeitung. Auflage und Verbreitungsgrad werden auch in der Preisliste für Anzeigen veröffentlicht.  Als Einrichtung zur wirtschaftlichen Selbstverwaltung hat die IVW den Zweck, die Wahrheit und Klarheit im Werbewesen zu fördern. Die DPolG dagegen nimmt es nicht so genau.

Wir wollen diesen Gernegroßen ihre Großmannssucht nicht durchgehen lassen. Wer schon seine eigenen Mitglieder über ihre  Stärke täuscht, ist nicht aufrichtig. Er ist auch nicht glaubwürdig in ihrer Interessenvertretung und hat keine Kompetenz bei der Problemlösung.

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7 Kommentare
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  1. Da hatte die DPolG gedanklich den BGV wohl schon geschluckt.
    Allerdings hat der BGV keine 20.000 Mitglieder.
    Wen haben sie dann noch dazugerechnet?
    Die Kiminellen haben ja noch weniger als der BGV…
    Aber vielleicht stimmen die Zahlen auch.
    Nur können nicht alle Mitglieder lesen.
    Das würde in mehrfacher Hinsicht Sinn machen.

  2. Laut http://www.wikipedia.de haben sie 80.000 Mitglieder, aber was interessiert uns die DpolG ???

    Hauptsache die GdP macht gute Arbeit und setzt sich für uns ein und das macht sie !!!

    Einen DANK an alle aktiven Mitglieder.

  3. Wenn eine Organisation die Öffentlichkeit und ihre eigenen Mitglieder schon über ihre wahre Stärke täuscht, wie geht sie dann mit anderen Sachverhalten um. Wir werden vom Dienstherrn schon oft genug „verarscht“ und brauchen uns von den eigenen Standesorganisationen nicht auch noch „verscheißern“ lassen. Ich erwarte eine Stellungnahme der Verantwortlichen dieser Organisation zu ihren unterschiedlichen Zahlen.

  4. Ich selle mir ernsthaft die Frage, wo diese Mitglieder denn herkommen?
    Liegt es an der Unterstützung der Privatisierung?
    Rechnet man da schon mit noch nicht vorhandenen Mitgliedern?
    Wer so mit seinen Kollegen spielt, verdient den Namen „Gewerkschaft“ nicht.
    Eine Interessenvertretung die als Zwitter auftritt?
    Nein, hier sollten alle Kollegen mal die Augen auf machen und nicht nur auf angekaufte Geschenke als Lockmittel schauen!

    GDP, macht weiter so und bleibt immer auf Linie!

  5. …besonders perfide auch der Versuch der „blauen Zwerge“, heute morgen im Windschatten bzw. vor der Bugwelle der „Klartext“ – Veröffentlichung noch schnell eine eigene Pressemitteilung zum Thema Arbeitszufriedenheit herauszugeben und damit, ob gewollt oder nicht, der Veröffentlichung der Studie Aufmerksamkeit zu entziehen!

  6. Moin,

    BGV + DPolG = ?
    Das mit der Unterstützung der Privaten ist scheinbar nicht nur mir ein Dorn im Auge?
    DAS ist ein Grund mehr diese Organisationen im Auge zu behalten.
    Die angegebene Mitgliederzahlen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es sei denn, wie auch schon vermutet wurde, es wurden dort Personen eingerechnet die es noch garnich …
    Ein Schelm wer Böses dabei denkt ;-)

  7. Neben den Beschäftigten der Polizei organisiert die DPolG auch BAG-Beschäftigte und zumindest in Baden-Württemberg auch Feuerwehrbeamte.
    Ich denke nicht, dass man anhand der Verbreitungszahlen einer Zeitschrift auf die tatsächliche Mitgliederzahl kommt. Keine Gewerkschaft, gleich welcher Coleur wird jemals „echte“ Zahlen veröffentlichen. Zum einen, weil man die Konkurrenz fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, zum anderen, weil man an die jeweiligen Dachverbände bestimmt nicht für die gleiche „angebliche“ Anzahl den „Kopfbeitrag“ bezahlt.
    Nach zeitintensiver Recherche auf den jeweiligen Seiten kann ich nicht erkennen, dass die Privatisierung hoheitlicher Aufgaben irgendwor in irgendeiner Art und Weise unterstützt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Das der Ehrenvorsitende der bgv neben einem ehemaligen General, der nie General war, im Sicherheitsbeirat von Kötter Security sitzt, muss man ja – mich eingeschlossen – nicht gut finden.
    Wahre gewerkschaftliche Stärke erlangt man aber nicht nur durch Mitgliederstärke, sondern durch die tägliche Arbeit für die Beschäftigten.
    Grabenkämpfe zwischen einzelnen Organisationen schaden nicht nur, sie führen in Potsdam und Berlin nur zum Händerreiben.

    Gruß aus Köln
    running agent