Endlich: Bewerbungen für BFHu und BPOL See freigegeben

Das Dilemma und die unterschiedlichen örtlichen Verfahrensweisen in Bezug auf Bewerbungen für die bisher nur direktionsintern ausgeschriebenen Funktionen der Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft und in der BPOL See haben endlich ein Ende. Sämtliche Bewerbungen sind von den Stammdienststellen weiterzuleiten und geeignete Bewerberinnen und Bewerber für die Eignungsauswahlverfahren abkömmlich zu stellen. Zwar soll die Bundesbereitschaftspolizei für Personalzufluss aus den Direktionen und der Akademie in die BFHu Ersatz stellen, jedoch wird die GdP – Bezirk Bundespolizei einer Ersatzgestellung durch Personalmaßnahmen gegen den Willen Betroffener entschieden entgegentreten. Keine Eröffnung von Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten zu Lasten anderer Kolleginnen und Kollegen! Sofern auf freiwilliger Basis kein Ersatz gestellt werden kann, ist ein Ausgleich bei der Verteilung der Laufbahnabsolventinnen und -absolventen realisierbar. Diese Variante wird schließlich auch für die BPOL See vorgesehen.

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Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

19 Kommentare
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  1. Gilt das auch für die Direktion Stuttgart ?
    Auf der Intranetseite der BPOLD Stuttgart wird ausdrücklich auf eine Versetzungssperre hingewiesen die sich insbesondere auf die Ausschreibungen der BFHu bezieht.

  2. Antwort an Skeptiker: Ja

  3. der eigentliche Skandal ist weniger, wenn eine Unabkömmlichkeit attestiert wird (Wenngleich die Direktionen hier eine Form des Organisationsegoismus´an den Tag legen, den sie sonst so gerne bei den BPOLIen anprangern, wenn es darum geht , die Direktionsstäbe aufzufüllen…), sondern eher die Tatsache, dass den Bewerbern das in vielen Fällen so nicht oder gar überhaupt nicht mitgeteilt wurde!

    Selbst auf ausdrückliches Verlangen wird beileibe nicht in jedem Fall ein formeller Bescheid erteilt. (Auch ein informeller , d.h. ohne Rechtsbehelfsbelehrung, ist übrigens widerspruchsfähig; die Widerspruchsfrist verlängert sich dann aber bekanntlich auf ein Jahr.)
    Ein Schelm, wer in diesen Fällen vermutet, dass die Leute vom Beschreiten des Rechtsweges abgehalten werden sollen?

    Denjenigen, die da immer wieder der Meinung sind, sie müssten Bewerbungen, Anträge etc. nicht an den Adressaten weiterleiten, sei in einer ruhigen Minute einmal die Lektüre des Art. 17 GG empfohlen!

    Auf diesen Umstand im Geschäftsverkehr einer Polizeibehörde überhaupt hinweisen zu müssen, das ist der eigentliche Skandal!

    Man muss sich aber auch einmal in die Lage der betroffenen Kolleginnen und Kollegen versetzen:
    Was Bewerbungen anbetraf, mussten sie sich über Jahre hinweg auf den 4. Schritt der „Reform“ vertrösten lassen und anstatt der ersehnten Ausschreibungen sehen sie nun dank „Kategorisierung der Dienststellen“ den erhobenen Mittelfinger!
    Die bereits angedeuteten Ergebnisse der AG ODP lassen für die Zukunft auch nichts Gutes ahnen, wenn jemandem der Sinn nicht gerade nach Ballungsraum oder Grossflughafen steht.
    Es ist schäbig, wenn man den Leuten auf diese Art auch noch den letzten Strohhalm nimmt!

    Dass die Ergebnisse von „Klartext“ bereits in den Hirnen der Führungselite angekommen sein sollen, vermag man unter diesen Umständen jedenfalls nicht zu glauben; man hat eher das diffuse Gefühl, dass man im Gegenteil in den letzten Wochen allerlei „angesparte“ Hämmer eher demonstrativ loslässt! – Denn so ganz ohne Nachhilfe ist die nunmehr offenbar entstandene Weisungslage ja wohl nicht entstanden, oder?

  4. Prinzipiell gibt es in den Verbänden eine hohe Zahl an Interessenten für die Flächendirektionen. Auch die gesundheitliche Belastung durch die KSA, die familiäre durch die kurzfristigen Wochenendeinsätze und die personalrelevante durch schlechte Beurteilungschancen mangels Nachwuchs und DP-Deckelung ohne AF-Fähigkeit könnte man damit deutlich verringern.

    Leider liegen die Wohnort meist nicht in der Nähe der Ballungszentren Flughäfen. Dafür eine Lösung (heimatnahe Verwendung), und das letzte Mosaiksteinchen wäre gesetzt und dann bräuchten nicht nur die BFHu’en reichlich Nachwuchs. Aber an dieser Baustelle kommt man nicht weiter… Schade Schade

  5. @Gerhard Medgenberg

    Ja Gerhard ich muss dir Recht geben. Es wird mittlerweile so viel gelogen und vertuscht und gemauschelt in dieser Behörde.
    Der kleine einfache PVB wird auf die Einhaltung des Dienstweges ( mit Androhung von Diszis ) hingewiesen, aber die Führung selbst scheint sich nicht daran zu halten.
    Und wenn man bedenkt was auf dem Dienstweg scohn alles verschwunden ist z.B. Bewerbungen, Urlaubsanträge, Atteste usw. usw.
    Also Vertrauen kann man eigentlich nicht mehr haben in die Führung dieser Behörde.
    Die Spielregeln werden immer wieder neu im Sinne der Führung erfunden !

  6. Es wäre gut, wenn jemand mal die BPOLD Stuttgart bzw. deren SB 35 darauf hinweist, die Versetzungssperre wieder aus dem Intranet zu nehmen.

  7. Am Einfachsten wäre, wenn die Direktion BePo ihren Bedarf aus den eigenen Reihen deckt!

    Immerhin ist die BePo zu 100 % aufgefüllt !!!

    Immerhin leistet die BePo immer noch eine Vielzahl von Aufgaben für die Länderpolizeien !!!

    Immerhin ist der Auslastungsgrad der BePo etwas über 43% !!!

    Die Flächendirektionen brauchen ihr Personal und ohne Ersatzgestellung aus den Laufbahnlehrgängen geht überhaupt nix mehr!

    Daher wäre mein Vorschlag, dass Versetzungen aus den Flächendirrektionen erst erfolggen dürfen, wenn neue Laufbahnlehrgänge verteilt wurden – als Versetzung ja – aber nur gegen Ersatz.

    Dass geht, dass kann funktionieren und dass sollte auch im Sinne einer Gleichbehandlung aller Direktionen auch erfolgen.

    Es ist nicht einzusehen, weshalb die BePo immer nur bevorzugt werden soll – oder kann dass jemand erklären?

  8. @real

    Stimmt ! Real hat recht!

    Und für die neuen Aufgaben an der See muss gelten: Zuerst einstellen und ausbilden, oder andere Aufgaben abgeben.

  9. Da hat real aber recht.

    Die Bereitschaftspolizei kann deutlich reduziert werden und die KOLLEGEN können in den einzeldienst versetzt werden.
    Die länder mussten wieder ihre aufgaben selbst wahrnehmen. Polizei ist nämlich länder sache.

  10. @Real

    „Immerhin ist die BePo zu 100 % aufgefüllt !“

    Das stimmt nicht.
    Man muss mal objektiv (vor Ort) IST und SOLL vergleichen (das tatsächliche IST).

    „immerhin ist der Auslastungsgrad der BePo etwas über 43% !“

    Das klingt wenig.
    Jedoch sollte man mal fragen wie der Auslastungsgrad bei den Kräften ist, die tatsächlich die Einsätze fahren. Dort ist der Auslastungsgrad (welcher Auslastungsgrad überhaupt?) nämlich differenziert zu betrachten.

    „weshalb die BePo immer nur bevorzugt werden soll“

    Wo das denn?
    Beförderungen? Planstellen?
    Komm mal wieder runter und weg von hetzerischen Parolen.

    @ den Rest:
    Die Aussagen von Real stimmen in dieser Form nicht!

  11. Vieleicht ist die Bereitschaftskomponente die einzige die am „Ende“ übrigbleibt…..wer weiß das schon in all dem Chaos

  12. @aeM

    Leider sprechen die realen Fakten eine anderes Sprache, und es zählen nur Fakten.

    Die Zahlen (die BePo ist zu 100 % voll) wurden vom BPOLP, vom BMI und HPR bestätigt.

    Zur Frage wer in den Einsatz fährt oder nicht, sollte man sich in der BePo selbst gedanken machen. Wenn etwa die Hälfte (fast 50 %) nicht oder nicht so oft im Einatz ist, dann stimmen auch die 43 % Auslastung. Das ist übrigens eine Zahl, die das BMI zur Evaluierung selbst anhand der Constrollingberichte vorgelegen hat.

    Bei den Beförderungen und der Ungleichbehandlung stimme ich dir vollends überein. Das ist nicht gerecht und deine Aussage trage ich so auch mit.

  13. Endlich hat man den „Feind“ im eigenen Lager gefunden: Die Bepo.
    Real, ich weiß nicht wo du deine Weisheiten her hast. Aber ich möchte eine Einheit in dieser Bepo sehen die zu 100% aufgefüllt oder voll ist.
    Deine Aussagen sind polemisch, aber waren irgendwann zu erwarten. Es gibt beim GSE, egal ob Bahn oder Luft oder Grenze, genug Beamten die nicht das tun was sie sollten….
    Besser vor der eigenen Haustür kehren. Und kommt mir nicht mit der Selbstzerfleischung.
    So ein Mist habe ich schon lange nicht mehr gelesen!

  14. zu den Bemerkungen von Real

    ich muss gerd recht geben ! Endlich wurde der Feind gefunden!
    In einigen Forumbeiträgen hatte ich mich eher zurückhaltend zu dem Verhältnis Verband / Einzeldienst geäußert! Wenn ich allerdings die Bemerkungen von Real lese wird mir schlecht!!
    Schön das wir bei der „BePo“ alle nichts zu tun haben und über ausreichend Personal verfügen. Da Du ja anscheinend im Einzeldienst bist, solltest Du Dir mal am WE die Mühe machen und dich mit Verbandskräften (die evtl. deine Dienststelle unterstützen) mal unterhalten. Dann würdest Du vielleicht solche Kommentare in Zukunft unterlassen!

    Leider geniesst die Direktion Bundesbereitschaftpolizei anscheinend im BPOLP nicht die erforderliche Lobby, denn ansonsten glaube ich das einiges anders laufen würde !

    So, ich habe fertig!

    Bis denne
    BPOLABT`ler

  15. …deshalb heisst es auch „Bereitschaftspolizei“!
    Damit klar ist, dass es hier unter anderem darum geht, Kräfte für unvorhergesehene Lagen vorzuhalten, nicht darum, diese Einheiten permanent auszulasten! Leute, wohin dieser Auslastungswahn geht, zeigt doch die Entwicklung im einzeldienstlichen Bereich, wo seit einiger Zeit die sog. „BKE“-Einsätze prima zur Auslastung beitragen! (Und zum allgegenwärtigen Frust!)

    Entweder ich will Bereitschaftskräfte, dann muss ich auch akzeptieren, dass diese nicht rund um die Uhr ausgelastet sein können, oder ich will sie nicht, dann muss ich riskieren, im Ernstfall eben keine Kräfte zu haben!

    Am wenigsten können hier die Kolleginnen und Kollegen „der“ Bereitschaftspolizei oder „des“ Einzeldienstes dazu! Lassen wir uns nicht gegeneinander aufhetzen und sehen ein, dass nicht ein Teilbereich auf Kosten eines anderen saniert werden kann!

    Schon garnicht sollten wir uns auch die Argumentation unseres Gegenübers zueigen machen und alles mit irgendwelchen, auf höchst fragwürdiger Basis erhobenen Zahlen untermauern wollen. Die Lösung liegt nämlich nicht darin, einem Teil der Firma mehr aufs Auge zu drücken, sondern darin, die Masse der Beschäftigten zu entlasten!

    Anfangen könnte man allerdings in der Tat vielleicht mal damit, besonders sinnfreie Tätigkeiten, die vornehmlich der Beschäftigung mit sich selbst dienen , zu lokalisieren und ersatzlos(!) einzustampfen!

    Bei diesem Thema ging es ursprünglich auch keineswegs darum, irgendeinen Bereich zu bevorzugen oder zu benachteiligen, sondern darum, Kollegen aus dem einzeldienstlichen Bereich Perspektiven auch bei der BePo zu eröffnen und Schranken abzubauen! (Nachdem wir nun beim Schritt 4 ohnehin ziemlich angeschissen sind, was die zur Verfügung stehenden Stellen anbetrifft! -„Kategorisierung“ lässt grüssen…)
    Weiterhin ging es darum, dass hieraus anderen Kollegen wiederum keine Nachteile entstehen dürfen! (…Ersatzgestellung…)

    Dass dieses Prinzip in der umgekehrten Richtung genauso gelten muss, ist natürlich auch keine Frage

  16. @ Eintrag von BPOLABT`ler am 15.Mai 2011

    Lieber Kollege,
    diese Mühe mache ich mir schon lange.

    Leider haben die Direktionen der Fläche (Flächendirektionen) nicht genügend Personal, damit sie ihre Tagesaufgabe erfüllen können. Daher müssen für diese Tagesaufgaben die Bereitschaftskräfte (BePo) herhalten.
    Das wäre sicherlich anders, wenn der Einzeldienst stärker wäre.
    Es gibt übrigens kein Feindbild oder so was ähnliches, aber wir dürfen doch auch andere Meinungen vertreten oder? Du bist doch sicherlich auch soviel Demokrat, dass du andere Meinungen zulässt?

    Ich freue mich auf einen Meiungsaustausch.

    Real

  17. Hallo, entschuldigt bitte, aber bei mir sind die Emotionen hoch gekommen.
    Nach einigen Einsätzen innerhalb weniger tage, über zig Kilometer, verschieden Direktionen bzw. Bundesländer.
    Wollte keinem Beamtem des der anderen Direktionen zu nahe treten.

    Gerhard du hast einfach nur recht!

  18. @ Gerhard Medgenberg

    Leider hast du NICHT recht. Es gibt nämlich (dank Controlling) keine Bereitschaftszeiten mehr, sondern es müssen bestimmte Kontingente an Einsatzstunden und Fortbildungsstunden geleistet werden. Für Bereitschaftszeiten (vorhalten von Kräften im Tagesdienst, die ad hoc für Einsatzlagen zur Verfügung stehen) gibt es kein Feld beim Controlling. Ich würde diesen Aspekt als wichtige Aufgabe der Bundesbereitschaftspolizei auch „anrechnen“ – auf mich hört keiner. GDP -> ihr seid gefordert!!

    Früher gab es die BMI-Reserve. Wird Zeit diese wieder einzuführen, bevor Kräfte ad hoc gebraucht werden und nicht verfügbar sind.

  19. Eintrag von real 15.05.2011
    Ich freue mich auf einen Meiungsaustausch.

    Real

    Sicherlich bin ich ein Demokrat und akzeptiere andere vernünftige Meinungen, ansonsten wäre ich hier wohl falsch.

    Wenn Du einen echten Meinungsaustausch hättest haben wollen, dann solltest Du Dich nicht auf irgendwelche „von Oben“ erhobenen Zahlen, oder sind es Fakten, beziehen !

    Ich gebe Dir in einem Punkt recht, die Flächendirektionen haben zu wenig Personal.

    Was bleibt also übrig?

    Ich muss mit dem Personal haushalten, was ich zur Verfügung habe und diese Ressourcen dann auch vernünftig einsetzen.

    Natürlich unterstützen wir die Flächendirektionen!! Ist halt unser Auftrag. Es gibt aber leider auch hier sinnvolle und weniger sinnvolle Einsätze die meistens in den Bereich der normalen AAO bewältigt werden müssten.

    Jetzt sind wir also bei den Conrollern endlich angelangt. Fangen wir doch mit dem einfachsten an:

    Es sollte eine einheitliche Grundlage für die Erhebung von Einsatzstatistiken geben, wo alles haarklein drin steht, was unter den Begriff Einsatz fällt. Nicht das es eine Dienststelle so und eine andere Dienststelle so macht.
    Wenn ich die Einsatzauslastung der Einsatzhundertschaften sehe, dann hätten diese Kollegen ja mindestens jedes 2. WE frei. Ich behaupte mal, das es anders ist! Wenn man als Berechnungsgrundlage die Soll Stärke und nicht die IST nimmt, dann ist das ein ganz gehöriger Unterschied.
    Dann kommt man auch ganz schnell auf eine Auslastung von „nur“ 43 %.

    Der Sinn von Controlling erschließt sich mir in einigen Bereichen sowieso nicht, da wir meist keine messbaren Faktoren haben.

    Vielleicht kannst Du mir ja erklären wie es auf Flughäfen in Deutschland sein kann, das die Arbeitsfähigkeit aufgrund von fest eingeplanten jungen PVB, die allerdings bei den Prüfungen leider durchgefallen sind, so stark eingeschränkt ist, das unbedingt PVB aus der Direktion Bundesbeitschaftspolizei bzw. aus anderen Fläachdirektionen dorthin abgeordnet werden müssen.

    Nächstes Thema: Kossovo

    Haben wir nicht in Deutschland genügend Probleme, als das wir uns jetzt auch noch im ehemaligen Jugoslawien engagieren?

    Bin dann mal weg

    mfg

    BPOLABT`ler