Gemeinsames Zentrum Swiecko/Polen sofort schliessen!

bis die festgestellten Missstände beseitigt sind –

Unhaltbare Zustände und Arbeitsbedingungen am gemeinsamen Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko/Polen, gefährden täglich die Gesundheit aller dort Beschäftigten.Die Direktionsgruppe Berlin Brandenburg der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bezirk Bundespolizei fordert die Schließung der Dienststelle am Autobahngrenzübergang bei Frankfurt (Oder).
Die 64 Kolleginnen und Kollegen beider Länder versehen unter nicht vertretbaren Arbeitsbedingungen dort ihren Dienst. Sie klagen über gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Hautreizungen oder Erkrankungen der Atemwege.
Nach massiven Beschwerden brachte eine erste Begehung im Juni 2009 eine Reihe von Mängeln am Terminal Swiecko ans Tageslicht: Unter anderem funktionierte die Lüftungsanlage nicht, was bis heute nicht ganz behoben ist. Nur ein Teil der Räume, die sich von deutscher Seite Landes- und Bundespolizei, Zoll sowie Landeskriminalamt mit polnischen Kollegen teilen, ist mit Fenstern ausgestattet.
In das Objekt, welches mitten auf der Autobahn zwischen beiden Richtungsfahrbahnen liegt, dringt statt frischem Sauerstoff, bei geöffneten Fenstern durch starken Fahrzeugverkehr verursachter Lärm und – wie es 2009 festgestellt wurde – “abgasgeschwängerte Außenluft” nach innen. Im Lagezentrum selbst sind die Fenster gar nicht erst zu öffnen. Um überhaupt für Luftzirkulation zu sorgen, werden Brandschutztüren mit einem Keil offen gehalten, was im Brandfall zu einer schnellen Rauchausbreitung führen würde.
Absolut unhaltbar ist aus unserer Sicht, die bei einer erneuten Kontrolle Mitte April protokollierte Ummantelung von Heizkörpern und Strömungskanälen mit offener Mineralwolle.
Diese und weitere durch Arbeitsschutzbegehungen festgestellten Mängel müssen sofort beseitigt werden.
Bis dahin ist das gemeinsame Zentrum aus Fürsorgegründen sofort zu schließen.

Welt Online

Nachrichten t-online

Share

Themenbereich: Aus den Direktions-/Kreisgruppen | Drucken

6 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Wenn sie krank sind, dann verdammt noch mal sollen die Kollegen zum Arzt gehen und sich Krankschreiben lassen. Wenn keiner mehr da ist, wird unsere Führung in Potsdam schon irgendwann wach werden. Oder das Gebäude wird geschlossen.

  2. @ PST
    Hallo,
    genau so ist es. Entweder ist es nicht so schlimm wie beschrieben, oder es liegt eine Mischung von Phlegmatismus u. Naivität vor. Wenn wir uns jetzt nicht bald massiv wehren, ziehen die Politiker die Schraube immer mehr an. Man könnte glauben, die Gehälter der griechischen Beamten sind wichtiger als unsere….

    Aber wir sind großenteils selbst schuld, dass die Regierung uns zu Hanswursten macht!

  3. Ruft doch mal beim Gesundheitsamt an und lasst es bei einem gemeinsamen Pressetermin überprüfen !

  4. Geht zum Arzt wenn es gesundheitsgefährdend ist. Ansonsten ist doch alles okay, das würde ich als Chef denken. Gejammert wird doch überall und wenn Jammern ohne sonstige Folgen bleibt, wäre das für mich als Chef zu ertragen.

    Insofern; hasse rescht PST

  5. Kopfschmerzen, Hautreizung, Atemwegserkrankungen…?Wenn es sich tatsächlich so darstellt, wäre es da nicht opportun, den Tatbestand des § 340 StGB in Erwägung zu ziehen…?

  6. Bis zum 21.12.2007 waren die Luftwerte am EA GÜG BAB noch ähnlich die vom Luftkurort Bad Saarow, so wollte man den damals dort arbeitenden PVB weiß machen, die Werte sind in Ordnung. Wohlgemerkt draußen auf der Fahrbahn stehend, direkt neben den Fahrzeugen. Gemessen wurde wohl bei Wind auf der Oderbrücke… na ja auf jeden Fall hat man sich abgesichert um die Spätfolgen bei den Kollegen nicht als Mitverursacher bezahlen zu müssen. Hautreizungen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen gab es auch damals schon zuhauf. Als im Mai 2007 aus unseren „Containern“ in das genannte Gebäude umgezogen wurde gab es bereits im Juli 2007 Risse in den Fliesenfugen der Toiletten. Bereits im Oktober wurde dann schon wieder fürs gemeinsame Zentrum umgebaut und überall lag Holzwolle rum; Staub und Lärm waren wir ja gewöhnt. Also ich wünsche mir, dass die Kollegen und Mitarbeiter vom Autobahnübergang, trotz der vor dem Wegfall der Grenzkontrollen herschenden Arbeitsbedingungen, niemand im Alter mit ernsthaften Krankheiten zu leben hat, denn einen wird dies nicht mal nen Furz im Bürostuhl wert sein; unseren geschätzten Dienstherrn.