Tarifrunde 2012 vorbereitet

Die Vorbereitung der für das Jahr 2012 anstehenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Bundes war ein Thema der geschäftsführenden Vorstandssitzung des Bezirks Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei. Gerade für die, häufig in teueren Räumen Deutschlands arbeitenden Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, des Zolls und der BAG ist eine spürbare Erhöhung ihrer verfügbaren Einkommen von größter Wichtigkeit. „Gerade nach der letzten, von der Finanzkrise diktierten schwachen Einkomensrunde ist jetzt wieder einer deutlicher Einkommensschritt für unsere Kolleginnen und Kollegen notwendig, um sie nicht weiter von der allgemeinen Einkommensentwicklung und besonders auch von den starken Gewinnen der Unternehmen und den folgenden Steuereinnahmen des Staates abzukoppeln. Wichtig ist uns dabei auch, dass die unteren Einkommen durch einen akzeptablen Sockelbetrag besonders verstärkt werden. Auch die Menschen in der öffentlichen Verwaltung des Bundes müssen von ihren Einkommen ihr Leben bestreiten können. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Tarifverhandlungen wird für uns die Verbesserung der Situation unserer Kolleginnen und Kollegen in den teueren Ballungsräumen Deutschlands sein. Diese Frage muß 2012 ebenfalls tariflich auf die Tagesordnung der Verhandlungen gestellt werden. Es ist eine ganz entscheidende Frage von Solidarität, die Menschen in den teueren Räumen unserers Landes mit ihren finanziellen Problemen nicht allein zu lassen. Wenn die Regierungsparteien stark zunehmend Zustimmung und Wählerstimmen bei den Menschen in den großen Städten unseres Landes verlieren, dann können sie auch einmal unsere dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen fragen warum das der Fall ist, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

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Themenbereich: Tarif | Drucken

43 Kommentare
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  1. Ich tippe mal auf 1,2% pro Jahr (abzüglich der Zahlung für den Pensionsfond)
    an dieser Stelle ist ein Zitat vom Statistischen Bundesamt angebracht:

    „Experten erwarten für 2011 eine durchschnittliche Inflation von 2,5 Prozent. Auch 2012 sollen sich die Preis um mehr als 2 Prozent verteuern. Alle Frühindikatoren würden auf weiter steigende Preise hinweisen.“

    Auf den Punkt gebracht – alles unter 2%..pro Jahr ist, mal wieder, eine Kürzung des Nettoeinkommens.
    Diese tollen Einmalzahlungen sind auch nur Augenwischereien – ist für den Staat die billigste Variante, da er so Zinseszins-Effekte umgeht.

    Ich sitze selbst für die GDP im Personalrat, man muss aber ehrlicher Weise zugeben, wenn bei der nächsten Runde wieder ein Betrag deutlich unter der Preissteigerung raus kommt, braucht man nichts zu beschönigen.
    Ich glaube die Mitglieder wollen nichts von harten verhandlungen lesen und Abschlüssen, die von beiden Seiten getragen werden können usw.
    Was zählt ist das was dabei rum kommt – und nur das, das bleibt, warme Worte helfen keinem was.
    Gewerkschaften wie die GDL kommen gleich mit „zweistelligen Forderungen“, bei der Telekom gabs 3%..pro Jahr usw.
    Ich befürchte, dass die Tarifpartner, die uns vertreten sollen, allein eine „Eröffnungsforderung“ von 2,5% hin legen – die dann „einvernehmlich“, „nach harten Verhandlungen“ auf 1,2% runter gestutzt wird…
    Warum nicht mal mit 5 oder 6% Forderung einsteigen.
    Die letzten Jahre wurden uns Nettolohnerhöhungen vorenthalten, auf GRund wirtschaftlicher Probleme.
    Ok, dieses Jahr ergab die Wirtschaftschätung, dass die regierung mit 135 Milliarden bis 2014 mehr Steuereinnahmen zu rechnen hat.
    Wie kann man dann leuten, die seit Jahren keine Nettolohnerhöhung hatten – dafür aber mehr Wochenarbeitszeit haben, die Sonderzahlung trotz Zusage vorenthält, noch in die Augen schauen…
    Und die Gewerkschaften verkaufen das noch als Teilsieg – ich bezeichne es als Bankrotterklärung, gegenüber den Membern.

    Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld) ist auch so ein Thema, es wurde um 50% reduziert, um den Staatshaushalt zu sanieren – und sollte dann Ende 2010 wieder Normalisiert werden, nachdem der ursprüngliche Zeitraum schon 1x verlängert wurde.
    Trotz 135 Milliarden Mehreinnahmen wird das Versprechen gebrochen.
    Ich hoffe ich irre mich, aber ich befürchte 1,2%, die mitte der geforderten 2,5 bis 3%.

  2. Haben wir eigentlich überhaupt schon mal mehr bekommen als die Inflationsrate, sprich ein reales Plus?????

  3. Ganz ehrlich …. eine forderung von 5 bis 6 prozent ist viel zu wenig. ich mag gar nicht darueber reden aber denkt doch selber mal an die laecherlichen erhoehungen in den letzten jahren.

    eine forderung von 15 bis 20 prozent trifft es doch wohl eher !!! der wirtschaft geht es hervorragend und die firmen machen gewinne ohne ende. schaut euch doch zb. einmal die sonderzahlund in der autimobilbranche allein in diesem jahr an.

    auch unser staat nimmt viele zusaetzliche milliarden ein. aber das geld wird von unserer gelb – schwarzen regierung fuer alles andere ausgegeben. denkt mal an die steuerlichen verguenstigung fuer hoteluebernachtungen, oder fuer die anderen eu laender welche einfach ueber ihre verhaeltnisse leben und der dumme deutsche die zeche wieder zahlen soll…

    der naechste knaller ist doch in unserer eigenen behoerde zu finden. es sollen zig millionen ploetzlich an beweglichen titeln eingespart werden…. stichwort kilometerbegrenzung bei streifenfahrten. hier mal ein vorschlag…. wir sparen al

  4. Ich glaube das wir gar nichts bekommen.
    Ich glaube das die Beförderungen drastisch zurückgehen werden.
    Ich glaube das wir erst am Anfang einer langen Abwärtsspirale sind. Schon allein nach der Auftaktveranstaltung wird es heißen das keinerlei Spielräume sind und das die Forderung von x nicht akzeptabel wäre.
    Dann müssten wir sofort auf die Strasse gehen. DA nehmen und auf die Strasse.

  5. Auf jeden Fall muß die 41 Stunden Woche weg !!

    jog

  6. abzüglich der Zahlung für den Pensionsfond
    Eintrag von CaBa am 24.Mai 2011

    Ähm… Wo ist der denn, bitte schön, wo es ihn angeblich schon seit 1957 gibt???

    Hier mal mein Vorschlag für einen Verhandlungseinstieg:

    – 8 % mehr Gehalt/ Lohn (Mindestsockelbertag 150€)
    – sofortige Rücknahme der 2,44% Kürzung (versprochene und nicht eingehaltene Rücknahme der Kürzung der Sonderzuwendung)
    – 5 € DUZ/ Stunde
    – 39 Stunden Woche
    – Rücknahme der Lebensarbeitszeiterhöhung oder zumindest Verkürzung um je 1 Jahr für 10 Jahre Schicht- bzw. Wechselschichtdienst und eine adäquate Regelungen für die Verbandskollegen
    – Gleiche ZU-Vergütungsregelungen für Schicht- und Wechselschichtdienstleistende
    – zeitgleiche und vollumfängliche Übernahme auf den Beamtenbereich

    Geld ist da (135 Mrd Mehreinnahmen bis 20114)! Dieses Argument zählt nicht! Kein Schmusekurs mehr! Die GDL hat uns vorgemacht, wie es geht! Auch wenn wir kein Streikrecht haben (Was ja europarechtlich gesehen zumindest sehr zweifelhaft ist!), haben wir genug Möglichkeiten, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen!

  7. Wir als Deutsche zahlen im Gegensatz zu anderen EU Ländern den größten Anteil, erhalten aber im EU Parlament auch nur eine gültige Stimme.
    Wie dumm muß Deutschland sein?
    Wir zahlen für Griechenland, für Afghanistan, erlassen Hunz und Kunz Schulden.
    Aber im eigenen Land wird gespart!
    Nicht nur bei den Staatsdiensern, sondern auch bei den Kindern und und und.
    Aber den eigenen Hals nicht voll genug bekommen.
    Ob schwarz, gelb oder rot. Das Vertrauen zu unserer Politik habe ich verloren.
    Unsere Herren in Potsdam haben leider auch keinen Einfluss in die Politik. Also müssen sie genauso mit dem haushalten, was verfügbar ist.

    Hier regiert das Volk … so stehts am Reichstag.

    aktuell:
    – Was ist mit unserer Einmalzahlung aus 2011?
    = ausgesetzt
    – DUZ erhöhung auf 5 Euro?
    = tod geschwiegen
    – zusätzliche Beförderungen?
    = Fehlanzeige

    in den letzten 10 Jahren:
    – Erhöhung der wöchentlichen AZ um 2,5 Stunden
    – Wegfall Urlaubsgeld
    – Wegfall 13. Monatsgehalt bzw. Kürzung auf 60%
    – Zuzahlung bei Heilfürsorge mit Gleichsetzung der
    Leistungen einer gesetzl. Krankenkasse
    – Erhöhung der täglichen Arbeitsbelastung durch Wegfall
    von Planstellen bzw. ODP
    – 1000 PVB mehr auf der Straße nach einer voll
    fehlgefahrenen Reform?
    Wo sind die Leute?
    – Wieviel Präsidenten gibt es jetzt im Gegensatz zu
    Beginn der Reform?

    Habe ich etwas vergessen?
    Und jetzt sollen wir Verbesserungen feststellen?

  8. Genauso ist es Berliner. Nicht zu vergessen unsere zukunftsweisende Bildungspolitik beginnend in den 80 er – wo doch klar war das wir nun die 4 Generation an Harz 4 lern in unserem Land haben, da bestimmte Schichten von vornherein keine Chance hatten.

  9. @sergant & berliner bahner:
    absolut die richtigen Fakten ausgesprochen!!!
    jetzt liegt es an euch GDP richtig auf den tisch zu hauen u mal was richtig bemerkbares für uns rauszuholen!!!!lässt uns nicht schon wieder mit 1,nochwas mehr nach hause gehen!!!!
    WIR ALLE HABEN MEHR VERDIENT!!!!

  10. Guten Tag!
    Ich glaube, dass die GdP alles versucht um ein gutes Ergebniss auszuhandeln. Wenn man sich allerdings die Nachrichten anschaut (Eurokrise), dann weiss jeder was am Ende für ein Ergebnis erziehlt wird. Da kann man ja schon froh sein, dass einem nicht noch etwas abgezogen wird. Die Presse (wahrscheinlich wirtschaftlich und politisch gesteuert) wird kurz vor den Tarifverhandlungen ihre üblichen Hetzkampagnen starten, es ist immer das gleiche Spiel und am Ende sind wir die Deppen.
    Ich bin für eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit, da kann ich wenigsten einige Euro an Benzinkosten sparen, ich habe mehr Zeit für meine Familie und ich muss mich nicht so oft in die Bundespolizeimatrix (Es ist schwer, jemandem zu erklären, was die Matrix ist. Jeder muss sie selbst erleben…) begeben.

    Gruß,
    Morpheus

  11. Zitat Jogger:
    Auf jeden Fall muß die 41 Stunden Woche weg !!
    Zitat Ende

    Ja, hin zur 45 Std.-Woche

  12. Wie sieht es derzeit aus, mit dem letzten Tarifvertrag:
    2010
    1,2 % Erhöhung minus 1,1 % Inflation

    2011
    0,9 Erhöhung minus 2,4 % Inflation (April 2011)
    Im Euroraum ist die Inflation bereits bei 2,8 %.
    Einmalzahlungen bringen nichts, da diese in den Folgejahren
    nicht mehr wirksam sind.

    2012
    Experten erwarten eine Inflation zwischen 3 und 4 % !!!
    Der Chefvolkswirt der Postbank erwartet in einigen Monaten des Jahres sogar eine 4 vor dem Komma!

    Gem. Kanzlerin sollen die Arbeitnehmer am Aufschwung teilhaben. Dies muss auch für den öffentlichen Dienst gelten.
    Das einbehaltene Weihnachtsgeld der Beamten wurde schon angesprochen.
    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf = 40 Stunden-Woche gilt nur für Wenige. Die Lebensarbeitszeit wurde erhöht.
    Was ist mit der Vereinbarkeit von Schichtarbeit sowie
    Alter=Gesundheit mit dem Beruf?
    Das Geld der Steuerzahler wird z.B. in Griechenland verpulvert. Je nachdem wann die Umschuldung kommt, kostet es den deutschen Steuerzahler zwischen 31 bis 50 Mrd. Euro.
    (Aufkauf von Staatsanleihen durch EZB, Rettungsschirm der
    €-Staaten, Anteile am IWF). Wir retten die Aktionäre der Banken erneut, die vorher prächtig verdient haben. Werden
    andere Staaten folgen? Die Nichthaftung der Staaten wird beiseite geschoben.
    LEUTE MAN HAUT UNSER GELD AUF DEN KOPF: DAS IST EINE STILLE ENTEIGNUNG!
    WER RETTET UNS???????????????????????
    Ich habe den Eindruck die Sparorgien stehen mit dieser Zukunft in Zusammenhang. Man muss es den Steuerzahlern und Wählern nur noch „richtig“ verklickern, warum wir gemolken werden.

    Fazit:
    Der letzte Tarifvertrag (2010/2011) und die Übernahme für die Beamten hat uns einen Kaufkraftverlust von 1,4 % gebracht. So geht es schon ein Jahrzehnt und langsam ist es genug. Am Wirtschaftswachstum nehmen wir nicht mehr teil.

    Forderungen sollten sein:
    1. Gehalts- u. Besoldungserhöhungen müssen im Ergebnis oberhalb der erwarteten Inflation liegen. Vom Wirtschaftswachstum muss auch der ÖD etwas bekommen.
    2. Keine Einmalzahlungen
    3. Sockelbeträge gerade für geringe Einkommen, weil die in den letzten Jahren besonders gebeutetlt werden.
    4. Zusätzliche Steuereinnahmen ermöglichen die Zurückgabe des Weihnachtsgeldes (Liegt in der Summe dann sowieso nur bei 60%, jetzt nur 30 % – auch wenn es in die monatliche
    Besoldung eingefügt wurde.)
    5. 40 Stunden-Woche für Schichtdienstleistende sowie ältere
    Beamte ab 50 Jahre als ersten Schritt auf dem Weg zurück zur 39 Stunden-Woche.

  13. Einige Kollegen verwechseln immer noch Tarif- mit Beamtenrecht.Beispiel Forderung 41 Std. Woche weg- die Bundangestellten haben die 39 Std. Woche schon.
    Die Tarifverhandlungen werden nicht für Beamte geführt, auch wenn der Gesetzgeber das Ergebnis später im Wesentlichen übernimmt.

  14. ich denke auch, dass es nichts geben wird. das säckel ist leer, wir müssen uns ja jetzt schon dumm und dämlich für andere sparen.
    von daher würde ich eine reduzierung der wöchentlichen arbeitszeit schon als kleinen gewinn betrachten.
    aber selbst diesen wird es nicht geben.

  15. Das wir unsere Forderungen nicht direkt aushandeln können ist wirklich ein Problem. Denn eines sollte klar sein = Sowohl der Tarif- als auch der Beamtenbereich erwarten diesmal ein GUTES Ergebnis. Wie auch andere hier schon geschrieben haben = Ausreden zählen diesmal nicht ! Wenn man nur überlegt WER alles Geschenke bekommen hat ( Hotelbranche, Energie, Griechenland …) dann wird es Zeit an den öffentlichen Dienst zu denken.

    Ich persönlich denke 5-6 Prozent sollten nicht Eingangsforderung sondern Endergebnis sein.

  16. Schön zu sehen, dass manche noch nicht zu Träumen verlernt haben…

  17. In den letzten 25 Jahren lagen die Abschüsse des öffentlichen Dienstes immer 1 bis 1,5% hinter denen der freien Wirtschaft.

    Vielleicht sollten wir das erstmal wieder glatt ziehen. Das wären dann im Minimalfall 25 % plus.

    Ja ja, ich weiß. ich träum grad.

  18. Einige Kollegen verwechseln immer noch Tarif- mit Beamtenrecht.Beispiel Forderung 41 Std. Woche weg- die Bundangestellten haben die 39 Std. Woche schon.
    Die Tarifverhandlungen werden nicht für Beamte geführt, auch wenn der Gesetzgeber das Ergebnis später im Wesentlichen übernimmt.
    Eintrag von Uwe am 25.Mai 2011

    Ist mir völlig klar, ich verwechsele da nix! Bei den Tarifangestellten und Arbeitern wird das durch die Tarifverhandelungen gereglt, bei den Beamten per Gesetz.
    Deshalb muss das bei den Beamten natürlich alles gesetzlich geregelt werden, auch das mit der 39-Stundenwoche. Natürlich muss es vorher erst einmal gefordert werden! Oder glaubt jemand ernsthaft, dass wir so etwas geschenkt bekommen?

  19. Immer diese Verhandlungsrunden, viel Gerede und keine vernünftige Lösung. Gefordert werden fünf Prozent, wobei man sich schon weit aus dem Fenster lehnt, die Anderen sagen, geht nicht, und was kommt bei raus, nicht akzeptable 1,5 oder sogar 2 Prozent, sogar eine Einmalzahlung von 150,- €, natürlich brutto, ist doch alles Kinderkram, und dann noch sich freuen und als Erfolg bewerten. Erfolg wäre mindestens fünf Prozent, und bevor ich es vergesse die 38,5 Std. Woche. Erhöhung DuZ auf 5,- €. Wo bleibt mein Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld? Fragen über Fragen. Warum nicht auch bei uns die zweigeteilte Laufbahn? Man würde sich so einige Lehrgänge sparen. Aber wir bekommen eine Strickjacke, hilft die auch bei Regen?????

  20. Die Tarifverhandlungen werden für die Arbeitgeber und für Tarifbeschäftigte geführt. Aber im Prinzip sitzen die Beamten am Katzentisch dabei. Die Gewerkschaften machen bei diesen Verhandlungen auch Aussagen zur Übernahme, ebenso die Arbeitgeber. Deshalb wird ganz sicher am Rande der Verhandlungen auch über die Beamten gesprochen.
    Deshalb müssen die Gewerkschaften – auch in diesem Forum – erfahren wie die Stimmungslage bei den Beamten ist.
    Direktverhandlungen wären natürlich besser, würden aber nur bei Anwendung des Streikrechtes für Beamte erfolgen.

  21. Hallo!

    Ich wünsche mir von der GdP, dass zunächst an die unteren Lohngruppen gedacht wird.

    Von einer prozentualen Erhöhung der Einkommen profitieren zunächst DIE, die eh schon gut besoldet sind.

    Wir benötigen einen Sockelbetrag XY, der die Schere zwischen A16 und A7 nicht noch weiter öffnet.

    Des Weiteren ist gerade der Zuschlag für Wochenend- und Nachtarbeit ein WITZ.

    Lassen wir mal den DUZ am Sonntag außen vor, aber Samstag von 13 Uhr bis 20 Uhr 0,77 Euro zahlen und das auch noch versteuern, da machen wir uns lächerlich und solche Beträge entsprechen nicht mehr der Zeit.

    Nachtarbeit ebenso!

    Alle Beträge Sonntag, Samstag (ganztägig) und Nachtarbeit auf min. 3 Euro steuerfrei.

    Mehr wird nicht möglich sein, aber immerhin besser als jetzt!

    Nochmals, wichtig ist ein Sockelbetrag und meiner Meinung auch eine Sonderzahlung für Lohngruppe A7 bis A8 von XY.

    Danke!

  22. Geld ist knapp, so knapp kann`s gar nicht sein!
    SZ von heute: Regierung kommt Atomindustrie entgegen!
    Lt. Horst Seehofer ist die Brennelementesteuer vom Tisch / Schäuble leistet aber noch Widerstand.
    Wetten, der Widerstand hält nicht lange.
    Hier wird mein Bild über unserer Politiker wieder voll erfüllt.
    Für die Industrie macht man alles und den Bürger zockt man ab.

    Da dieter

  23. die Abschlüsse und die Übertragung auf den Beamtenbereich in den letzten Jahren waren unterm Strich ein fettes Minus!
    Wie oben schon mehrfach genannt, haben alle Parteispendenwilligen reichlich aus dem schon immer leeren Staatssäckel bekommen + Finanzkriese, Griechenland & Co.

    Unterm Strich muß diesmal eine 5 vor dem Komma stehen. Alles andere ist nicht verhandelbar.

    Und jetzt in eigener Sache:
    Als KSB im Schichtdienst wünsche ich mir speziell eine spürbare Anhebung des DUZ, die Anrechnung von Schicht/Nachtarbeit auf die Lebensarbeitszeit + Absenkung der Wochenarbeitszeit ach ja…da war doch noch etwas mit der Sonderzahlung i.H.v. 2,44%!!!

    Weiterhin erwarte ich endlich mal eine klare Aussage bzgl. des Streikrechts für Beamte. Wir müssen endlich aus der Rolle der „erpressbaren Leibeigenschaft“ heraus.
    Das wäre mir früher nicht in den Sinn gekommen, aber mir fällt kein anderes Argument mehr ein, um die „Loyalität“ unseres Dienstherrn einzufordern.

  24. Seid doch stolz, dass wir stetig einen Betrag zur Weltrettung leisten:

    „Bundeskanzlerin Merkel kündigt finanzielle und politische Hilfe für die Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten an, die politische Umwälzungen erleben. „Die ersten politischen Fortschritte dürfen nicht durch wirtschaftliche Instabilität gefährdet werden“, sagt Merkel in einer Regierungserklärung vor dem G8-Gipfel in Deauville. Die Kanzlerin nennt konkrete Zahlen.
    (…)
    30 Millionen Euro in diesem Jahr
    Die G8 müsse aber auch einen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung der Region in Nordafrika leisten. „Wir setzen uns dafür ein, dass die G8 eine Partnerschaft für Beschäftigung mit der Region schließt.“ Deutschland werde in diesem Jahr 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen, in den nächsten Jahren dann 100 Millionen Euro zusätzlich. (…)“

    Quelle: ntv.de

  25. 5 ist ne gute Zahl… 5% mehr Lohn, 5€ DUZ, 35 Stundenwoche, 5 Wochen Urlaub, nach 5 Jahren ausbefördert, usw.

    Ich hoffe, man erkennt von allein die Ironie. Klar, ich möchte auch mehr Geld, aber Augenmaß kann ich bei manchen Einträge nicht erkennen. Und ich sagte es bereits früher einmal, ich halte nicht jede Ausgabe im Rahmen der Finanz- und jetzt der Schuldenkrise für richtig, insbesondere weil noch immer nicht konsequente Lehren daraus gezogen wurden. Aber das ist für mich keine Rechtfertigung für eigene Forderungen.

    Auch wenn es vielleicht naiv ist, und ich täglich sowohl auf Arbeit als auch in meiner Freizeit sehe, wofür das Geld sinnloser weise rausgehauen wird (60Jahr-Feier ist das aktuellste Beispiel), so halte ich das verantwortungslose Fordern von viel mehr Geld nicht für die Lösung des Problems. Nach 2 Monaten ist er Effekt verpufft.

    Die fehlende Berufszufriedenheit können wir mit einer vernünftigen Personalentwicklung und -verwendung erreichen, nicht mit 50 € brutto mehr im Monat. Das ist eine Illusion und hat eher was von Schmerzensgeld als von Motivationsanreiz.

    Leibeigene: ich finde es furchtbar, wie solche Begriffe verharmlost werden. Von einer echten Leibeigenschaft sind wir meilenweit entfernt. Aber zum Meckern sind Übertreibungen immer willkommen, klingt doch so schön dramatisch. Leider geht damit das Sachargument flöten…

  26. @Marco W.

    Anfangs habe ich teilweise (Finanz- u. Schuldenkrise) genauso gedacht. Aber dies hat sich mittlerweile geändert. Ich habe nichts dagegen, wenn wirtschaftlich schwächeren Ländern unter die Arme gegriffen wird, aber wir helfen nicht Griechenland, Portugal usw… Das Geld wird umgehend zur Zinstilgung an die Banken transferiert. Den Banken wird damit mittels Steuergeldern die Gefahr von Kreditausfällen genommen. Ich wollte natürlich auch nicht, dass die Banken reihenweise pleite gehen und irgendwann meine hart erarbeiteten Spareinlagen verschwunden sind. Deshalb sah ich die Zahlungen anfangs auch als notwendig an.
    Aber: Bei den Banken hat kein Umdenken stattgefunden. Es werden munter weiter höchst riskante Geschäfte getätigt und die Manager, die Milliardenverluste zu verantworten haben, bekommen wieder Boni, dass es einem Normalbürger schwindlig wird. Werden die Banken für die Schäden in Verantwortung genommen und müssen sie wenigstens auf einen Teil ihrer Kreditforderungen verzichten? Nein, alle Kosten hat der Steuerzahler zu tragen.
    Anderes Beispiel: Die Energiekonzerne werden trotz Milliardengewinnen wohl doch keine oder eine wesentlich geringere Brennelementesteuer zahlen. Wenn ich mir überlege, was allein der Castor den Steuerzahler kostet, habe ich dafür nicht das geringste Verständnis. Für meinen Hausmüll muss ich auch monatlich zahlen. Warum dann nicht auch die großen Konzerne?
    Ich habe absolut nichts gegen eine Haushaltskonsolidierung. Wenn diese aber nur einseitig zu Lasten der Steuerzahler und der Angestellten und Beamten im ÖD erfolgt und wirtschaftshörige Politiker von uns immer neue Einsparungen verlangen, fehlt mir inzwischen jedes Verständnis.

  27. zu Flat:
    Genau das ist meine Motivation. Mit unserer Hilfe geht der Wahnsinn weiter, wir finanzieren auf allen globalen Ebenen.
    Da bin ich stolz drauf. !
    Das ich dann noch ca. 5 Euro im Monat an Kopierkosten für meine Inspektion gespart habe, erfüllt mich mit einer totalen Motivation. Ich denke ich stehe kurz vor einer Leistungszulage. (Hat mit totalem Engagement für das Gelingen des Organisationszieles beigetragen)
    Ich habe auch vor, mein Papier selbst mitzubringen und bei wichtigen Fahrten den Sprit lieber aus eigener Tasche zu zahlen. So könnten wir 0,003 Promille des griechischen Haushaltes finanzieren.
    Des Wegen: Verzichtet auf eine Gehaltserhöhung – wir brauchen Sie nicht. Denn: Die müsste wirklich deutlich über 5 % liegen. Dazu noch die Streigung der prozentualen Erhöhung des Gehaltes wegen Einarbeitung des Weihnachtsgeldes. Wir werden doch nur noch verarscht.

  28. @Marco W.

    Ist Dir schon aufgefallen, dass eine vernünftige Personalplanung auch nicht in Sicht ist?
    Und das seit mehr als 20 Jahren. Nur Flickschusterei, nur bis zum nächsten Wahltermin, und bei einem Ministerwechsel
    sieht es ganz mau aus.
    Für viele in der Firma sieht es in einem langen Beamtenleben nach einer Pensionierung als POM aus.
    Dann ist man gerade einmal befördert worden.
    Dazu überalterte Dienststellen. Fremdbesetzungen, Schattenkabinette, immer weniger Kollegen auf der Strasse, weil man lieber den jungen/die junge KollegInn an den Schreibtisch setzt und den alten Sack mit 55 Jahren völlig abgedrehten Fussballfans zum Fraß vorwirft.
    Das ist die Personalpolitik in unserer Firma.

    Wahrscheinlich läßt man die Inspektionen noch weiter ausbluten, denn nachbesetzt z.B. bei Pensionierung wird ja
    nicht.

    Und mal ganz ehrlich: auf DUZ und Wechselschichtzulage scheinst Du auch nicht angewiesen zu sein.
    Sonst hättest Du mehr Verständnis für eine Aufstockung dieser Hungerzulagen.
    Was bleibt denn noch übrig ausser Geldforderungen?

    Im Grunde ist es im Großen wie im Kleinen:

    wenn man Scheiss baut, nicht wirtschaften kann, Gelder verplempert und seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, wird man noch unterstützt. Siehe Griechenlang, siehe Boni-Banker, siehe Energiekonzernen usw..
    Ich jedenfalls freue mich schon auf die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 trotzt jahrelangem Schichtdienst. Ich hatte sowieso nichts besseres
    vor. Ach, ein guter Vorschlag wäre zum Beispiel noch die Beihilfe abzuschaffen. Dann arbeitet man automatisch länger, weil man sich die Pensionierung nicht mehr leisten kann.
    Und wenn man dem griechischen Kollegen damit etwas entgegenkommen kann… immer gerne.

    Ich erwarte von dem Laden nichts mehr.
    Und nach den Kürzungen der letzten Jahre glaube ich auch nicht dass es mehr Geld geben wird.
    Das wäre ja dann in deinem Sionn, oder Marco?

    Kommt gesund von der Arbeit zurück, Leute.

    LG

    Schutzmann

  29. @Jetzt schreibe ich

    Volle Zustimmung!

    @Marco W

    Forderungen ohne Augenmaß? Hast Du die letzten Jahre etwa verschlafen? Dir scheint wohl entgangen zu sein, dass wir zur Haushaltskonsolidierung schon mehr als genug beigetragen haben!

    Rechnet man einmal die Arbeitszeiterhöhungen, die Streichung von Urlaubsgeld sowie die Kürzung der Sonderzahlung (Die war einmal 100% eines Monatsgehaltes!) zusammen, haben wir in den letzten Jahren mindestens 15% Gehaltseinbußen hinnehmen müssen!

    Ebenso sind die momentanen DUZ-Zahlungen ein schlechter Witz! Unsere „Manager“ vergleichen uns doch immer mit der sog. freien Wirtschaft. Dort gibt es für Sonn- und Feiertagsarbeit mindestens 150% Zuschlag und keine 2,88 €.

    Vom Vetrauensverlust will ich gar nicht erst sprechen! Gegebene Versprechungen sind nichts, aber auch gar nichts mehr wert!

    Da ist mein aufgestellter Forderungskatalog höchstens ein kleiner Ausgleich für das, was uns in den letzten Jahren genommen bzw. vorenthalten worden ist!

    Forderungen mit Augenmaß, wo dann eine 1,5% Gehaltserhöhung rauskommt, was im übrigen dann nicht mal die Inflationsrate ausgleichen würde und so einer Gehaltskürzung entspräche, braucht NIEMAND!

    Nenne mir im übrigen ein Sachargument dafür, dass wir uns mit Forderungen mit sog. Augenmaß begnügen sollten, wo es doch der Wirtschaft angeblich besser als jemals seit der Wiedervereinigung geht und wir bis 2014 mit STEUERMEHREINNAMEN von 135 Mrd € rechnen können!

  30. @ Jetzt
    Ebenfalls volle Zustimmung. Ich schrieb es bereits, die Konsequenzen/Lehren wurden bisher nicht gezogen. Lieber schnürt man ein Rettungspaket nach dem anderen. Das geht auch mir gegen den Strich…

    @ Schutzmann
    Eine fehlende vernünftige Personalentwicklung und -verwendung ist doch kein Argument für eine Gehaltssteigerung. Das wäre dann nur Schmerzensgeld, damit man ruhig ist. Aber dieser Effekt wird nicht lang andauern und schon ist die Stimmung so schlecht wie heute. Für wie viel Prozent kann man sich denn Deine Zufriedenheit kaufen? (rhetorische Frage) Inflationsausgleich klar, der Rest muss mit Sachargumenten unterfüttert werden, und nicht mit populistischen Parolen nach dem Motto: „… aber die anderen kriegen doch auch sinnloserweise viel Geld !!!“ Das finde ich zu wenig und ich bin der Meinung, das haben wir auch nicht nötig.

    DUZ betrachte ich ebenfalls getrennt von einer Gehaltssteigerung. Das ist für mich ein Schadensersatz für die Ruinierung meiner Gesundheit. Sollte mit Tarifpolitik nichts zu tun haben, sondern von Experten sachlich bewertet und anschließend entlohnt werden. Nur weil das eben nicht geschieht, muss es in die Tarifauseinandersetzung.

    Ich finde es auch nicht richtig, dass Mitarbeiter als POM in Pension gehen. Ich jedoch bin der Meinung, dass man dabei nicht außer Acht lassen darf, dass jeder von uns alle paar Jahre eine automatische Gehaltssteigerung erfährt. Egal ob und was er macht. Ich würde dieses ganze System der Erfahrungsstufen, Beförderungen und Leistungszulagen gern zusammenfassen und damit auch das Thema der Beurteilungen entschärfen. Aber soweit wird bei den Diskussionen hier nicht gedacht, sondern nur über Quoten geschimpft und der „POM in Pension“ ins Spiel gebracht. Das greift meiner Meinung nach aber zu Kurz…

    @ Sergeant
    Irre ich mich, oder wurde das Weihnachtsgeld nicht inzwischen auf 12 Monate verteilt, ist also de facto noch da? Natürlich entsprach es nicht mehr 100 %, sondern nur noch 65% oder so (weil es damals eingefroren wurde). Das Urlaubsgeld wurde gestrichen, das stimmt.

    Und um ehrlich zu sein, verstehe ich es als meine Pflicht, Forderungen aus einem Dienst- und Treueverhältnis immer mit Augenmaß zu stellen. Diese Selbstbedienungsmentalität empfinde ich als eine Frechheit, auch wenn ich sie immer wieder bei Menschen entdecke, die Vorbilder sein sollten (hochrangige Politiker beispielsweise). Dennoch muss ich mir ein solches Verhalten nicht zu eigen machen. Du etwa?

  31. Hat jemand die komplette Geschichte zum ehemals 13. Gehalt drauf? Dann klärt Marco W. bitte auf…ich habe dazu keine Lust! Auf der einen Seite von sich behaupten Augenmaß zu besitzen und auf der anderen Seite „65% oder so“ vieleicht gar nur 30% eines Gehaltes die in das Grundgehalt eingearbeitet wurden?

    Falls Du es noch nicht mitbekommen hast…wir reden hier über permanente, spürbare Kürzungen und das seit Jahren.

  32. Es ist zum Weinen und man sollte nicht zuviel erwarten,
    denn die Entäuschung wird „auf den Fuß“ folgen.
    Ich wohne in einer Bundeswohnung, habe nun die Ankündigung bekommen, dass es eine Mieterhöhung von ca. 19 Prozent geben wird, um sich den marktüblichen Preis anzunähern.
    Warum weiß der Bund immer nur wenn es um seine Vorteile geht, was der marktübliche Preis ist.
    Ich wünsche mir, dass wir eine Kombination aus Arbeitszeit/DUZ und Lohnerhöhung bekommen, die auch in die Nähe des marktüblichen Preises liegt.
    Aber wie gesagt, es ist zum Weinen!

  33. ach ja, mal in Zahlen ausgedrückt, die Erhöhung wird ca. 150 Euro betragen.

  34. @Marco W

    Ein letztes von mir dazu. Erstens betrgät das ins Gehalt eingearbeitete sog. Weihnachtsgeld 30% eines Monatsgehalt, d. h. 2,5% pro Monat. Die versprochene Rücknahme der Kürzung der anderen 30% wurde ja in einer Nacht- und Nebelaktion kurzerhand bis Ende 2014 „ausgesetzt“. Soviel zum Thema „Vertrauen“ in gegebene Versprechungen.
    Im übrigen können können wir froh sein, dass das Weihnachtsgeld ins monatliche Gehalt eingearbeitet worden ist, sonst wäre das wahrscheinlich auch noch mit einem Federstrich gestrichen worden.

    Selbstbedienungsmentatälität? Ähm.. Bei minedstens 15% MINUS in den letzten Jahren? Na ja, wenn Du das als Selbstbedienungsmentalität verstehst. Ok, da stehts Du aber wohl ziemlich alleine mit Deiner Meinung.

    Und was das Dienst- und Treueverhältnis betrifft, dachte ich bisher immer, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Diese Auffassung war dann wohl auch ein Trugschluss.
    Das ist dann wohl so zu verstehen, dass „oben“ bestimmt und „unten“ klaglos abgenickt wird. Hatten wir alles schon mehr als einmal. Die Ergebnisse dürften hinlänglich beknaat sein…

  35. Na dann will ich mal eben schnell einen Bogen zum Thema “ Weihnachtsgeld “ / Sonderzuwendung schlagen.

    Unser Weihnachtsgeld betrug einmal ca 92-93 Prozent. Es wurde in der ersten Stufe auf 60 Prozent gekürzt. Dann wurde eine weitere Kürzung auf 30 Prozent vorgenommen und anschließend als fester Bestandteil ins Grundgehalt ungewandelt.

    Die Kürzung von 60 auf 30 Prozent wurde auf 5 Jahre befristet. Im Rahmen der gesetzlichen Verfahren wurde die Erhöhung auf 60 Prozent per Gesetz wieder beschlossen. Dies wurde jedoch…. dank unserer Politiker… wieder zurück genommen und erneut bis 2015 befristet.

    Ich bin persönlich der Meinung, dass wir in den letzten Jahre erheblliche finanzielle Verschlechterungen hinnehmen mußten. Eine Erhöhung ist mehr als angemessen. Diese müßte… um einen gerechten Ausgleich zu finden…. 15 bis 20 Prozent betragen. Auch die Schichtzulage, DUZ sind nicht mehr zeitgemäß. Zuschläge von 100 und 150 Prozent von Feiertagsarbeit ist in der freien Wirtschaft normal. Mir braucht auch keiner mit dem Argument der Unkündbarkeit kommen. Ein Mitarbeiter…. welcher 20 oder 30 Jahre bei BMW oder MB arbeitet steht auch nicht sofort auf der Straße.

    Marco W. kenne ich nicht persönlich, aber ich könnte mir einen Mitarbeiter vorstellen, welcher in den höheren Stufen im gD zu finden ist.

  36. Ich staune, dass uns hier bis dato das obligatorische „IHR JAMMERT AUF HOHEM … USW“ vorenthalten blieb ?!

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ein möglichst hoher Abschluß erreicht wird.

    Das wird SICHER nicht geschehen!
    Und da braucht man kein Hellseher sein ;-)

    Mein Vater würde für unsere DUZ- Zuschläge nicht mal aufstehen!
    Und das liegt nicht an seiner Faulheit ;-)

  37. Es ist interessant, dass der Dienstgrad also wieder darüber entscheiden soll, wie ernst man ihn nimmt. Ich erachte dies als absolut nebensächlich. Aber zumindest verstecke ich mich nicht hinter Pseudonymen…

    Alles was ich sagte hatte das Ziel, das nicht immer nur stumpf Unmengen von Geld gefordert wird, weil es uns allen so schlecht gehe. Würde man meine Beiträge mal richtig lesen, und nicht einfach nur die „wieso stimmt der nicht in den Wut-Kanon ein?“ Frage stellen, könnte man dies erkennen.

    Die schlechte Stimmung in dieser Behörde ist selbstgemacht, hat aber nichts mit dem Gehalt zu tun. Diese Unzufriedenheit sinkt auch nicht nachhaltig, wenn das Gehalt steigt. Klar, je höher der Anstieg desto länger hält der Effekt an, aber hier werden bereits unglaubliche 15% ins Spiel gebracht, also kann man sich schon jetzt vorstellen, dass die Enttäuschung groß sein wird,sollten es nur 4-5% werden, was ebenfalls schon sehr schwer wird. Deshalb sollte man die Kritik an der derzeitigen Situation von der Gehaltsdiskussion trennen, um ernst genommen zu werden. Die Gehaltsdiskussion würde ich gern grundsätzlich führen und diesen ganzen Wust mal entflechten. Das Besoldungsgefüge ist ja schon fast so schwer zu durchschauen wie das Steuerrecht und eine positive Tendenz vermag ich nicht zu erkennen. Dieser Mix aus Erfahrungsstufen, Beförderungen, Leistungszulagen, Amts- und Stellenzulagen, DUZ, Schichtzulage usw. wird doch nicht dadurch besser, wenn man an einer Stellschraube dreht.

    Da würde ich mir ein Konzept von der Personalrats- bzw. Gewerkschaftsschiene wünschen, statt immer nur die gleiche Leier aller zwei Jahre zu spielen. Ein bisschen Drohung über die Medien hier, ein wenig Kraftprotzen via Streik da, am Ende ewiges Verhandeln und ein Ergebnis, das sowieso nur einen Teil der Beschäftigten zufrieden stellt.

    Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht einfacher zu erreichen geht. Es sei denn, man nimmt mal den großen Wurf in Angriff. Aber dazu müssten beide Seiten bereit sein, nur sehe ich dafür nicht einmal eine…

  38. Hoffentlich werden wir diesmal von irgendwelchen albernen Einmalzahlungen verschont; eine handfeste prozentuale Gehaltserhöhung oberhalb der Inflationsrate muss endlich her! Und selbst damit hätten wir die Verluste der letzten Jahre nicht annähernd ausgeglichen.

    Sehr wichtig scheint mir auch zu sein, dass der neue Tarifvertrag konsquenterweise tatsächlich nur für EIN Jahr ausgehandelt wird! Die Erfahrung zeigt, dass wir bei den ‚Zweijahres-Tarifverträgen‘ der letzten Jahre unterm Strich nur draufgezahlt haben! Dieses Jahr ist das, wie bereits in diesem Forum erwähnt, besonders eklatant!!!

    Schon lange bin ich es leid, meine persönlichen finanziellen Einbußen ständig im Hinblick auf ‚die knappe Haushaltslage‘ oder ‚die erforderliche Haushaltkonsolidierung‘ usw. erklärt zu bekommen. Dieses unsägliche Gequatsche kann tatsächlich kein Mensch mehr hören!!!

    Dies wird dann tatsächlich umso unglaubwürdiger, wenn man sieht, wofür in diesem Staat tatsächlich unglaublich viel Kohle (Rettung bankrotter Staaten u. Banken) sinnlos herausgehauen wird.

    Wir dürfen gespannt sein, was für das Jahr 2012 für uns tatsächlich unterm Strich herausspringt. Große Hoffnung habe ich allerdings nicht.

    Es grüß der ErmB

  39. @ ErmB

    So albern sind die Einmalzahlungen doch auch wieder nicht!

    Da wir sehr viele geschiedene PVBs haben ist das für die sogar ein Vorteil. Bei Einmalzahlungen partizipiert der Versorgungsausgleich davon nicht . Bei prozentualen Erhöhungen schon!

  40. @Marco W.

    Ich gebe Dir völlig Recht, dass nicht nur das Gehalt die Zufriedenheit der Mitarbeiter beeinflußt. Auch gebe ich Dir Recht, wenn Du sagst, dass die schlechte Stimmung zum größten Teil hausgemacht ist.

    Wenn man aber zu den ganzen hausgemachten Problemen das Gehalt in den letzten Jahren um 15% (Und das ist nun einmal eine unbestreitbare Tatsache.) gekürzt bekommt, trägt dies nun nicht unbedingt zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit bei.

    Und auch wird das Vertrauen in unsere politische Führung nicht dadurch gestärkt, dass gemachte Versprechungen ohne mit der Wimper zu zucken, über Nacht gebrochen werden (2,44% Sonderzahlung nenne ich da mal nur als ein Beispiel.), auf der anderen Seite aber ständig erzählt wird, wie toll wir seien. Wenn das gesprochene Wort und das tatsächliche Handeln meilenweit auseinanderdriften, ist das im Gegenteil im höchsten Maße unglaubwürdig und schafft kein Vertrauen, sondern zerstört das bißchen, das vielleicht noch da gewesen ist!
    Der gute, alte Spruch „Ein Mann, ein Wort“, scheint ja in der hetigen „flexiblen“ Zeit eh aus der Mode gekommen zu sein. Heute heßt es wohl eher: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern oder auch nur von vor einer Stunde?“

    Und dass wir keine 15% Gehaltserhöhung bekommen werden, dürfte wohl jedem klar sein. Aber „ein kräftiger Schluck aus der Pulle“ dürfte wohl sein, wo es doch der Wirtschaft (Und ich wiederhole mich da gerne!) laut Aussage unseres Wirtschaftsministers so gut geht wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr! Das hat mir einer „Wutkanonade“ nichts zu tun!

    Ebenso ist die Höhe des DUZ ein absoluter Witz, wenn man sich die freie Wirtschaft einmal anschaut! Der Vergleich mit der freien Wirtschaft kommt ja nicht von mir, sondern von unseren „Managern“; komischerweise aber immer nur dann, wenn es uns zum Nachteil gereicht. Genau wie die Geschichte mit dem EU-Recht (Streikrecht sage ich da nur z. B.)!

    Eines zum Schluß:

    Ich persönlich nage nicht am Hungetuch und bin in einer „höheren Stufe“ des gD (A 12, war bzw. bin aber KEIN Manager!!!) zu finden und ledig dazu. Wenn ich aber Kollegen mit z. B. A 8, verheiratet, 2 Kinder und wohnhaft in einem Ballungsraum sehe, möchte ich finanziell nicht mit denen tauschen!

  41. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    ich glaube in einem sind wir uns einig:
    In diesen schwierigen Zeiten – bei dem die Tarifbeschäftigten voran gehen – bilden wir einen Schulterschluss mit den Tarifbeschäftigten. Unser Arbeitgeber wird sicherlich eine sperrige Haltung an den Tag legen, aber zusammen können wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Bei den unteren Einkommen der Tarifbeschäftigten besteht kaum bis gar nicht die Möglichkeit einer beruflichen Förderung verbunden mit einer Einkommensverbesserung. Deshalb ist es an der Zeit, dass WIR alle keine weiteren Kürzungen hinnehmen. Was meint ihr?

  42. @Controller

    Das ist dann wohl Controlling (Ziel: Kostenersparnis um jeden Preis!) in Vollendung!

    Eine Einmalzahlung ist das schlechteste, was passieren kann. Da ist jede 0,5% Erhöhung besser für die Kollegen und das weißt Du genau!

  43. So lange wir Sklaven des Staates sind und nur
    Als Bittsteller auftreten solange ändert sich nichts.
    Selbst bei Aldi oder Rewe gibt es Weihnachtsgeld
    Es gibt Urlaubsgeld und es gibt Sonderverguetungen . Und bei uns A 7 und A 8 bis in Pension. Es ist nur noch ein trauriges Schauspiel was hier abgeht. Jeder muss selbst wissen wie er damit umgeht….