Vergütung der FRONTEX-Kräfte endlich gerecht

­Die Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei hat sich seit Beginn gemeinsamer FRONTEX-Einsätze für eine einheitliche, den FRONTEX-Tagessätzen entsprechende, Vergütung der eingesetzten PolizeibeamtInnen eingesetzt.

Es war für uns völlig unbefriedigend und nicht nachvollziehbar, dass KollegInnen aus anderen FRONTEX-Mitgliedsstaaten bei gemeinsamen Einsätzen eine höhere Vergütung bekamen als die BundespolizistInnen!

Diese Gerechtigkeitslücke wird nun geschlossen: ab sofort erhalten die FRONTEX-Kräfte der Bundespolizei den vollen EU-Betrag ausgezahlt. Eine rückwirkende pragmatische Lösung für die KollegInnen, die am FRONTEX-Rabbiteinsatz in Orestiada teilgenommen haben wird geprüft.

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Themenbereich: Besoldung | Drucken

9 Kommentare
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  1. Was muss hier jetzt noch lange geprüft werden? Warum sollten die Beamten die in Orestiada im Jahre 2010/2011 an den Frontex Einsatz teilgenommen haben jetzt nicht von der Neuregelung mit eingeschlossen werden? Sollte es hier zu einer Ungleichbehandlung führen? Ich hoffe doch das sich ein positives Ergebniss der Überprüfung, hier eine nachtragliche Bezahlung des EU-Betrages bzw. die Differenz des bisherigen bezahlten Satzes, für die Beamten findet.

  2. Ich habe bereits vor einem Jahr mit meiner Personalvertretung und GdP Vertretern dieses Thema besprochen und gegen diese Abrechnungspraxis nach meinem Einsatz Neptun2010 Widerspruch eingelegt. Der schwach formulierte und in keinster Weise der Realität entsprechende Widerspruchsbescheid hat mich veranlasst Klage beim Verwaltungsgericht Hannover einzureichen. Dieses Verfahren läuft jetzt und ich denke auch mit guter Aussicht auf Erfolg. Ich hätte mich gefreut, wenn mir ein Vertreter der Gewerkschaft schon früher von dieser Aktivität berichtet hätte, dann hätte ich es nicht allein machen müssen.

  3. Heute aus der Welt

    http://www.welt.de/politik/ausland/article13384953/Schleuser-beschiessen-deutsche-Grenzpolizisten.html

    Wird die Gefahr auch bezahlt????? Werden die Kollegen die sich noch freiwillig melden jetzt auch anders Ausgestattet?

  4. Wie hoch ist eigentlich der Tagessatz? Es wird gemunkelt der liegt bei 89€? Ist schon nett mit 25€ am Tag in Paris, Brüssel oder Madrid auskommen zu müssen. Nach 14 Tagen erhält man nur noch 20€! Jeder der für Frontex draussen war hat aus seiner privaten Schattule draufgelegt. Sich dann auch noch wundern warum sich kaum einer findet für solche Einsätze. Selbst A12 ist auf solchen Einsätzen am jammern. Was soll der gemeine A8 erst dazu sagen?

  5. Niemand ist gezwungen, zu Frontex zu gehen. Die Beamten haben sich freiwillig gemeldet und sich zudem einem für meine Begriffe erniedrigendem EAV gestellt. Nach Rückkehr in die Heimat kann statt Geld der Image-Gewinn durch Zugehörigkeit zu einer Elite genossen werden.

  6. @ Ludolf

    „Niemand ist gezwungen, zu Frontex zu gehen.“ – stimmt

    „Die Beamten haben sich freiwillig gemeldet“ – stimmt

    „und sich zudem einem für meine Begriffe erniedrigendem EAV gestellt“ – kann ich nicht beurteilen

    „Nach Rückkehr in die Heimat kann statt Geld der Image-Gewinn durch Zugehörigkeit zu einer Elite genossen werden.“

    Achso? Ich gehe mal davon aus, daß du diesen Imagegewinn persönlich genießen darfst oder ist das wieder einmal hören-sagen? Was denn eigentlich für eine „Elite“, sind doch Kollegen wie Du und ich.

    Also ich begrüße die volle Auszahlung des vollen FRONTEX-Tagessatz an die Kollegen.

  7. Gute Sache, hoffentlich erkennt das FA die deutschen Auszahlungen später auch als EU-Gelder an…
    sonst droht beim Einkommenssteuerbescheid 2011 ein böses Erwachen.

  8. Hallo Kollegen, es ist Fakt, das die Frontexgelder steuerfrei sind! Aber ich finde es eine Frechheit unseres Diensherren, dass man Gelder die seit 2007 hätten schon fliessen können, nicht beantragt hat. Vorrausetzung war nämlich eine EU Verordnung/Richtlinie das man vor den Frontxeinsatz diese Gelder beantragen muss. Dann wären schon damals die Tagessätze geflossen. Doch dies hat keiner gemacht und somit wurden die „dummen“Deutschen mit 30 Euro am Tag abgespeist, und mussten sich von den anderen Ländern belächeln lassen. Also ich sage es war mit Wissen und Wollen, also ein Vorsatz erster Klasse, die Gelder nicht beantragt zu haben. Danke lieber Dienstherr so steigerst du unser Vertrauen zu dir.

  9. Es wurden in den letzten Einsätzen tatsächlich 82€ gezahlt. Nun hört man jedoch, das aus haushaltstechnischen Gründen wieder auf den alten Stand der Dinge zurück gegangen wird. Heißt also wieder 25€ am Tag und der Rest von dem Frontex-Geld wandert wieder in irgendwelche Töpfe!
    Habe es von zwei Kollegen bestätigt bekommen!
    Ist das traurig, eigentlich dürfte sich niemand mehr für Frontexeinsätze melden. Mal schauen was das BPOLP oder das BMI dann machen.