Beförderungssituation dringend verbessern – GdP im Gespräch mit Florian Toncar/FDP

Florian Toncar, MdB (FDP)

Zu einem Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der FDP – Bundestagsfraktion und Berichterstatter für den Bundespolizei – Haushalt im Deutschen Bundestag, Florian Toncar / FDP traf sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring am 27. Juni 2011 in Berlin. Kernpunkt der Diskussion war die unakzeptable Beförderungslage besonders im Bereich von A 8 nach A 9 im Vollzugsbereich und in weiten Teilen der Verwaltung der Bundespolizei.   Scheuring schilderte die bekannte Situation und machte deutlich,  dass mehr als 10.000 Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei derzeit ohne wirkliche, berufliche Entwicklungsperspektiven seien. Diese Situation sei gerade auch unter Berücksichtigung der hohen und ständig weiter steigenden Anforderungen an die Kolleginnen und Kollegen und auch im Vergleich mit den Bezahlungsstrukturen der Polizeien der Länder nicht akzeptabel. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen fühlten sich in ihrer Situation massiv ungerecht behandelt und von der Politik allein gelassen.  Zudem sei mit dieser Beförderungsschieflage auch das Leistungsprinzip deutlich verletzt. Scheuring schlug deshalb vor, über einen festzuschreibenden Zeitraum die in der Bundespolizei jährlich ausgeschütteten Leistungszahlungen konsequent für Beförderungen einzusetzen. Dazu sei ein entsprechender Haushaltsvermerk und die Veränderung der Planstellenobergrenzen erforderlich. Die Forderung, so Scheuring werde innerhalb der Bundespolizei von einer Mehrheit der Beschäftigten und von den, in der Bundespolizei vertretenen Gewerkschaften getragen. Florian Toncar sagte dazu, er sehe hier eindeutigen Handlungsspielraum bei der Haushaltsaufstellung durch das Bundesministerium des Innern. Die FDP – Bundestagsfraktion jedenfalls werde eine solche Maßnahme nicht blockieren, wenn sie mit dem Haushalt 2012 jetzt in den Deutschen Bundestag eingebracht werde. Weiter wurden die aktuellen Einsparmaßnahmen für die Bundespolizei diskutiert. Scheuring sagte, durch völlig falsche Zielsetzungen sei der Werthebach – Prozess politisch „an die Wand“ gefahren worden und jetzt würden der Bundespolizei die nötigen Betriebsmittel für die polizeiliche Arbeit gestrichen. Toncar entgegnete, auch er sei vollkommen enttäuscht darüber, dass sich die Werthebach – Kommission fälschlicherweise auf eine Zusammenlegung von Bundespolizei und BKA konzentriert habe und die wirklichen Schnittstellen zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Bundesfinanzministerium überhaupt nicht geprüft habe. Toncar zeigte sich aber auch weiter enttäuscht darüber, dass es jetzt sieben Monate nach den Zwischenfällen bei der Luftfracht immer noch keine klare Zuständigkeitsregelung bei der zukünftigen Aufstellung des Bundes gebe. “ Wir haben als Haushaltspolitiker sofort reagiert und zusätzliche Planstellen sowie die Aussetzung der Streichung von Planstellen beschlossen. Anstatt dies umzusetzen streiten jetzt offensichtlich die beteiligten Ministerien um ihre Zuständigkeiten. Dafür habe ich kein Verständnis“ so Toncar. Scheuring sagte dazu: „Ich befürchte, dass es am Ende auch bei dieser Aufgabe zum Prinzip der organisierten Unverantwortlichkeit kommen wird. Alle sind dabei ein Stück zuständig, aber keiner ist im Ergebnis wirklich verantwortlich“.

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23 Kommentare
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  1. Danke an dieser Stelle an unseren Vorsitzenden der GdP, Bezirk Bundespolizei, Jupp Scheuring.

    Gerade über das Thema Beförderungen im mittleren Polizeivollzugsdienst wird fast täglich bis ins letzte diskutiert und die Emotionen kochen oftmals hoch.

    Letztendlich, bin zumindest ich darüber froh, dass wir einen Kollegen an der Spitze des GdP-Bezirks Bundespolizei haben, der immer wieder und wieder die Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen im mittleren Dienst aufnimmt und versucht diese bei der Politik durchzusetzen.

    Auch wenn die Diskussionen immer hart sind, lieber Jupp Scheuring, so bin ich und ich denke auch sehr viele Kolleginnen und Kollegen über Deinen Einsatz froh und dankbar.

  2. Hallo Jupp,

    herzlichen Dank für deinen Einsatz. Langsam muss etwas geschehen, wenn wir nicht die Motivation der Kolleginnen und Kollegen weiter an die Wand fahren wollen.
    Penetrantes Bohren aller kann hier nur der richtige Weg sein.
    Und schaut her, da setzt sich einer von uns, einer aus dem gehobenen Dienst, für die Obermeister ein.
    Davon sollte sich so manch einer eine Scheibe abschneiden.

    Wir in der Bundespolizei !!!

    Danke Jupp und allen Beteidigten.

  3. Falls von der Politik das allzeit beliebte Gegenargument: Kein Geld, kein finanzieller Spielraum blablablubb, zu dieser Situation gebracht wird:

    Politiker im Bundestag erhöhen sich die Diäten, während die Beamten den Gürtel enger schnallen müssen.

    http://www.bild.de/politik/inland/mdb/diaeten-erheohung-abgeordnete-kriegen-mehr-geld-18549468.bild.html

    Die Gewerkschaft wird dann ja Anfang nächsten Jahres wissen was zu FORDERN ist, nicht wahr!

  4. Kein Geld da?
    MAL WIEDER SCHÖN DIE TASCHEN VOLLSTOPFEN!!!!!
    Gehaltserhöhungen 2012 und 2013
    27.06.2011, 16:19 Uhr
    Mehr Geld für die Bundestagsabgeordneten: Union, FDP und SPD haben sich auf höhere Diäten geeinigt.
    Berlin Die 620 Bundestagsabgeordneten sollen nach Informationen der „Bild“-Zeitung 2012 und 2013 jeweils 292 Euro höhere Bezüge erhalten. Darauf hätten sich die Fraktionen von Union, SPD und FDP verständigt. Die Abgeordnetendiäten belaufen sich derzeit monatlich auf 7668 Euro.
    Wie die Zeitung (Dienstag) weiter berichtet, soll zudem eine unabhängige Experten-Kommission unter Leitung des ehemaligen Bundesjustizministers Edzard Schmidt-Jortzig (FDP) eine Reform der Altersversorgung der Parlamentarier beraten. Auch die Obergrenze für die sogenannte Wahlkampfkostenerstattung für die Parteien werde von derzeit 133 Millionen Euro auf 141 Millionen angehoben. Diese Obergrenze sei seit neun Jahren unverändert

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gehaltserhoehungen-2012-und-2013/4329682.html

  5. zuerst einmal muss man anerkennen, dass man seitens der gdp immer wieder auf diese schieflage aufmerksam macht und jetzt kommt das ABER:

    gerade heute um 18:45 uhr wird über eine diätenerhöhung der lieben bundestagsmitglieder für die jahre 2012 und 2013 berichtet. die erhöhung beläuft sich auf monatlich 300 euro mehr!
    was soll das?bekommen die noch irgendetwas mit? kann man so naiv politik vetreten? anscheinend ja!!!!
    solange die lieben herren und damen in berlin sich immer wieder selber die taschen voll machen können und gleichzeitig sagen, dass eine erhöhung unsere gehälter um 50 euro mehr pro monat nicht machbar ist, glaube ich gar nichts mehr….
    immer wieder diese standdardsätze: hier besteht handlungsbedarf, es muss was für die bundespolizei gemacht werden….die sollen machen und uns nicht für dumm verkaufen in berlin!!!!!

  6. Jupp ich hoffe du vergisst nicht die vielen Kollegen im mittleren Dienst des Zollvollzuges zu erwähnen. Hier besteht die gleiche Situation wie bei unseren Kollegen der Bundespolizei.

    Dennoch vielen Dank für deine aufopfernden gebetsmühlenartigen Einsätze. Grüße und bis wieder bei einer Currywurst in Berlin

  7. Ja wenn das so ist, dann ergibt doch die Einsparung bei der BPOL einen Sinn. 30
    Millionen einsparen für höhere Diäten und Nebenkosten der Politik. Wenn die Sache nur nicht so traurig wäre. Das ist Motivation pur für jeden der sich den Arsch auf der Straße für die Republik aufreißt. Merci. GDP bleibt hier am Ball und macht Druck. Im übrigen wusste Herr Tonca bestimmt nichts von dieser Erhöhung……….

  8. War es nicht gerade vorgestern die FDP, die Luft für 7 Milliarden Steuersenkung sieht? Ich wüsste da einen viel besseren Andwendungsbereich!! Mit A8 in Pension gehen zu müssen, nachdem man jahrelang Zielscheibe für verpfuschte Politik war, ist unwürdig. Insbesondere dann, wenn es für die Verursacher reichlich Nachschlag gibt!!

  9. Ich persönlich könnte mir als POM auch ein besseres Signal wünschen als bei der BPOL einsparen und auf der anderen Seite sich die Diäten erhöhen.

    ABER, liebe Kolleginnen und Kollegen, mich stört das nicht mal. Von mir aus könnte auch jeder Abgeordnete 10.000 € pro Monat verdienen.

    Mich stören die Nebeneinkünfte vieler Abgeordneter, welche meiner Meinung nach die Unabhängigkeit eines Abgeordneten in Frage stellen.

    Dann sört mich auch, die Anzahl der Abgeordneten!

    Die Anzahl gehört mind. halbiert!

    Man stelle sich vor, ein Polizeibeamter hätte einen Nebenjob, bei dem er mehr verdient als in seinem Hauptberuf Polizeibeamter. Und dann evtl. noch zwei, drei solcher Nebenjobs…! Untragbar!

  10. Als erste Massnahme wäre jetzt erst mal überfällig, das das geklaute Weihnachtsgeld jetzt gezahlt wird, die Polizeizulage ruhegehaltsfaehig wird ( wie in Bayern ), anschließend eine Regelbefoerderung eingeführt wird. Und zwar könnte dies so aussehen : mit spaetestens 30 POM, mit 40 PHM, mit 50 PHM z . Übrigens ganz normal in anderen Bundesländern.
    Aber ich glaube eher an den Weihnachtsmann, als das o.g. jemals wahr wird. Es gehen Verwaltungsbeamte mit A7 in Pension, es gehen PVB mit A 8 in Pension. Der Bund sollte sich angesichts dessen schaemen und muss es wohl hinnehmen wenn wir bald jeden Tag 7000 Kranke haben, Tendenz steigend, und die Angestellten ihre Schwerpunkte laengstens verlegt habe. Aber Hauptsache die Diäten werden erhöht. Kriegen die überhaupt noch was mit. Gute Nacht Bundesgrenzschutz ach Entschuldigung natürlich Bundespolizei

  11. Hier zur Erinnerung nochmal mein Vorschlag bezüglich der Tarfverhandlungen für 2012:

    Hier mal mein Vorschlag für einen Verhandlungseinstieg:

    – 8 % mehr Gehalt/ Lohn (Mindestsockelbertag 150€)
    – sofortige Rücknahme der 2,44% Kürzung (versprochene und nicht eingehaltene Rücknahme der Kürzung der Sonderzuwendung)
    – 5 € DUZ/ Stunde
    – 39 Stunden Woche
    – Rücknahme der Lebensarbeitszeiterhöhung oder zumindest Verkürzung um je 1 Jahr für 10 Jahre Schicht- bzw. Wechselschichtdienst und eine adäquate Regelungen für die Verbandskollegen
    – Gleiche ZU-Vergütungsregelungen für Schicht- und Wechselschichtdienstleistende
    – zeitgleiche und vollumfängliche Übernahme auf den Beamtenbereich

    Geld ist da (135 Mrd Mehreinnahmen bis 20114)! Dieses Argument zählt nicht! Kein Schmusekurs mehr! Die GDL hat uns vorgemacht, wie es geht! Auch wenn wir kein Streikrecht haben (Was ja europarechtlich gesehen zumindest sehr zweifelhaft ist!), haben wir genug Möglichkeiten, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen!

    Eintrag von sergant am 24.Mai 2011

    Und da die Damen und Herren Abgeordneten sich auch ein Urlaubsgeld genehmigen, noch das hier:

    Sofortige Wiedereinführung des Urlaubsgeldes!

  12. Warum erst 2012?

    Jetzt muss POM – Problem gelöst werden!

    YES

  13. Da die „Nix -auf-die-Reihe-bekommende-Partei“ FDP 2013 in die Bedeutungslosigkeit verschwinden wird, erspare ich mir weiteren Kommentar zu Herrn Toncar und seiner Amateurtruppe FDP.

  14. Warum lange warten?

    Hiermit wird seitens der Polizeien beschlossen:

    – Umsetzung der Beförderungen in Lebensalter und Öffnung der Laufbahn von A 8 – A 11

    – sofortige Abschaffung der Planstellenobergrenzen.

    – Sofortige Erhöhung der Gehälter um 8,5%

    – Sokelbetrag von mind. 200€ mehr

    – Wiedereinführung Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld zu 100% (siehe Abgeordnetengehälter)

    – Abschaffung unnötiger Aufstiegsausbildungen zur Besetzung der gleichen Dienstposten

    – Einführung der Ballungsraumzulage

    – Sofortige Einführung des von der EU voregsehenen Streikrechts für Beamte (Pausenreglung und andere Vorschriften der EU wurden ja bereits umgesetzt, nur da wo es unbequem ist, dauert es halt länger)

    Diese Forderungen treten ab sofort in Kraft und Frau Merkel und ihre Minister werden dieses umgehend umsetzen.

    Eine Abstimmung können wir uns, denke ich, sparen. Der gleichen Meinung dürften wir ja sein.

    In diesem Sinne

    Setzt ein Zeichen!!!
    Und Gruß an eine unfähige und unglaubwürdige Regierung.
    Kann sich eine CDU über 40000 Stimmverluste leisten. Stop, da sind ja noch die Landespolizei und der Zoll :-) das sind noch ein paar Stimmen mehr, die flöten gehen!!!

  15. Eine Unverforherenheit ohne Gleichen ……..die Diäten erhöhen sich die Damen und Herren….für die ganze Welt ist Geld da….nur nicht für die innere Sicherheit. Ich kann als praktiezierender Kommualpoliker nur noch mit dem Kopf schütteln…..Gut, dass ich keiner Partei angehöre. Sehr gut. Die Politiker auf Bundes und Landesebenene vergessen alle wo sie herkommen und von wem sie gewählt sind…..vom Volk!!!!!!(Das sind auch Polizeibeamte)

  16. „Da die “Nix -auf-die-Reihe-bekommende-Partei” FDP 2013 in die Bedeutungslosigkeit verschwinden wird, erspare ich mir weiteren Kommentar zu Herrn Toncar und seiner Amateurtruppe FDP.

    Eintrag von MeineMeinung am 28.Juni 2011“

    Sehe ich auch so!!! Andere offensichtlich nicht.Ist aber Ihr gutes Recht.

  17. Liebe Kollegen, auch wenn es manchmal fraglich im Ergebnis ist, benötigen wir den politischen Dialog mit den Parteien uns seinen Vertretern.

    Wir sind uns alle einig, dass es innerhalb der Bundespolizei Themenfelder gibt, welche einen Verbesserungsbedarf haben.

    Jeder kennt den „Obermeisterbauch“ der Bundespolizei und die Frage ist, wie kommen wir davon weg und das ohne erhebliche Mehrkosten!?

    Dazu empfehle ich, den Bundeshaushalt 2011, Kapitel 0625, Bundespolizei. Dort sind alle Einnahmen und Ausgaben für jeden ersichtlich.

    Jeder der unzufrieden ist, der kann sich ja mal intensiv Gedanken machen und mit seinen persönlichen Lösungsvorschlägen am aktiven Gestaltungsprozeß teilnehmen.

    Natürlich ist es bitter, wenn nichts nach vorne geht, aber man kann die Geschichte nicht von heute auf morgen neu schreiben.

    Wenn wir uns alle mehr um Lösungen und ein gemeinsames miteinander bemühen, dann haben wir langfristig auch einen Erfolg.

    Auch wenn es immer nur kleine Schritte nach vorne geht, dann ist es immerhin schon mal die richtige Richtung.

    Ich bin mir sicher, ohne dass ich es wirklich weißt:-)), dass Jupp Scheuring und die GdP, lieber heute als morgen alle Ungerechtigkeiten beheben möchten, aber Zauberer sind sie halt auch nicht und WIR selbst wären AUCH keine.

  18. Was hat die F.D.P für den öffentlichen Dienst im allgemeinen und die Polizei im besonderen übrig ?
    NICHTS !
    Als F.D.P.-Innen und Rechtspolitiker haben neben Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Herren Burkhard Hirsch und Gerhart Baum in eindrucksvoller Weise ihre Verbundenheit mit der Polizei zum Ausdruck gebracht. (*Ironie aus*)
    M.E. würde die F.D.P. den öffentlichen Dienst gerne noch ein wenig mehr schröpfen, damit weitere Steuergeschenke an ihre Klientel verteilt werden könnten. Ich für meinen Teil werde in zwei Jahren die Partei wählen, von der ich mir noch am ehesten eine Reduzierung der Wochenarbeitzeit, volles Weihnachtsgeld, angemessene Beteiligung an den Lohn-/Gehaltssteigerungen der freien Wirtschaft erhoffen kann. Zum Schluss noch ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Metallfacharbeiter, mittelständischer Metallbetrieb bei Stuttgart, immer noch 35-Stunden-Woche, Urlaubsgeld, Weihnachtgeld, 25-jährige Betriebszugehörigkeit = 2.500 €, diesjährige Gewinnbeteiligung = 3.000 € für ALLE.
    Die Zahlen sind natürlich nicht repräsentativ, zeigen jedoch, dass es auch noch Arbeitgeber gibt, die – im Gegensatz zu unseren Politikern – für IHRE Leute noch was übrig haben.
    Deshalb: Wahltag ist Zahltag !

  19. @A

    schön das du noch so Optimistisch bist, das Problem ist nur: so etwas haben alle schon gehört und nun ist, denke ich mal, ende mit dem Zuhören, naklarsicher lese ich den Haushalt, und ??? Die in Berlin beschließen ihn und? Fakt ist einfach, dass sich trotz allen Reformen, Anhörungen und so weiter, nichts wirklich so geändert hat, wie es einen Polizeilich notwendigen Dienstbetrieb entsprechen würde. Deshalb interessiert sich auch die Masse nicht mehr, weil „der Schwung“ raus ist!! Die Energie verbraucht ist und das Vertrauen weg ist. Gerade habe ich gelesen das der BMI wohl beschlossen hat die Regeln für den Verkürzten Praxisaufstieg zu ändern, der eigentlich zum Attraktivitätsprogramm gehört, nun wieder erst mit 45 Jahren und ohne Planstelle, lächerlich. Bald gibt es neue Beurteilungsrichtlinien und Gott weiß, was denen noch einfällt, wahrscheinlich werden noch mehr Mitarbeiter verschoben, so um die 700 Bundesweit, Hut ab. Wie um alles in der Welt soll sich in diesem Hühnerhaufen noch jemand zurechtfinden, wenn sich ständig über Nacht die Regeln ändern?

    Die gefährliche Stille des deutschen Wutbürgers

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13454876/Die-gefaehrliche-Stille-des-deutschen-Wutbuergers.html

  20. @ Grenzer,

    Du triffst den Nagel auf den Kopf!
    Es reicht und das Maß ist schon mehr als voll, aber das dürfte ja nun mittlerweile auch der Letzte gutgläubige hier mitbekommen haben!

    Und auch ein wirklich sehr interessanter Link, den Du da gepostet hast. Ich sehe in den dort aufgeführten Punkten sehr viele, identische Parallelen zu dieser Organisation.

    Aber irgendwann werden auch unsere Politiker und „die da in Potsdam“ wach werden, denn: „Man erntet, was man sät“…

  21. Zitat von Stuttgart 21

    „Was hat die F.D.P für den öffentlichen Dienst im allgemeinen und die Polizei im besonderen übrig ?
    NICHTS !
    Als F.D.P.-Innen und Rechtspolitiker haben neben Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Herren Burkhard Hirsch und Gerhart Baum in eindrucksvoller Weise ihre Verbundenheit mit der Polizei zum Ausdruck gebracht. (*Ironie aus*)
    M.E. würde die F.D.P. den öffentlichen Dienst gerne noch ein wenig mehr schröpfen, damit weitere Steuergeschenke an ihre Klientel verteilt werden könnten. Ich für meinen Teil werde in zwei Jahren die Partei wählen, von der ich mir noch am ehesten eine Reduzierung der Wochenarbeitzeit, volles Weihnachtsgeld, angemessene Beteiligung an den Lohn-/Gehaltssteigerungen der freien Wirtschaft erhoffen kann. Zum Schluss noch ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Metallfacharbeiter, mittelständischer Metallbetrieb bei Stuttgart, immer noch 35-Stunden-Woche, Urlaubsgeld, Weihnachtgeld, 25-jährige Betriebszugehörigkeit = 2.500 €, diesjährige Gewinnbeteiligung = 3.000 € für ALLE.
    Die Zahlen sind natürlich nicht repräsentativ, zeigen jedoch, dass es auch noch Arbeitgeber gibt, die – im Gegensatz zu unseren Politikern – für IHRE Leute noch was übrig haben.
    Deshalb: Wahltag ist Zahltag !

    Eintrag von Stuttgart 21 am 29.Juni 2011 “

    Zum ersten Absatz Zustimmung!!!

    „Ich für meinen Teil werde in zwei Jahren die Partei wählen, von der ich mir noch am ehesten eine Reduzierung der Wochenarbeitzeit, volles Weihnachtsgeld, angemessene Beteiligung an den Lohn-/Gehaltssteigerungen der freien Wirtschaft erhoffen kann.“

    So eine Partei gibt es in Deutschland nicht, auch nicht eine, die am ehesten…., frage mich, wen Du wählen wirst?

  22. Die Diätenerhöhung als solche halte ich garnichtmal für soo verwerflich…
    Verwerflich wird erst wieder sein, wenn es anlässlich der nächsten Gehaltsrunde im Öffentlichen Dienst heissen wird:
    „Jetzt ist angesichts knapper Kassen nicht die Zeit, irgendetwas zu verteilen“ usw.sülzblubberblablabla…
    Ist aber alles nicht neu: fiel mir doch letztens eine alte Platte aus meiner Jugendzeit wieder in die Hände: „Lucky Streik“ von Floh de Cologne, die sich im Jahre 1972(!) in Form einer Rock-Oper in die damaligen Tarifauseinandersetzungen einmischten (Es stand damals übrigens die Zahl 12% im Raum!….)
    Dort lautet in einem Stück der Refrain:
    „Die Wirtschaft ist jetzt in Gefahr, das ist die alte Leier –
    Das hör´n wir nun seit 100 Jahrn, das geht uns auf die Eier!“

    Fazit: Es hat sich nichts geändert und es wird sich auch nichts ändern! – So lange wir es uns gefallen lassen….

  23. Die Diäten der Bundestagsabgeordneten können ruhig erhöht werden! Das hört sich zwar genervt an, lässt dann aber die Hoffnung zu, das sich bei der nächsten Bundestagswahl noch mehr qualifiziertere Personen zur Wahl stellen!
    Warum hört man eigentlich nicht mal auf den Bund der Steuerzahler, der jedes Jahr ein dickes Schwarzbuch herausgibt. Bei den Ausgaben, die dort erwähnt werden, müsste mal angefangen werden.
    Vor kurzem wurde in der Tagespresse erwähnt, das das Berliner Schloß wieder aufgebaut werden soll. Jetzt wurde festgestellt, das es teurer wird als geplant! 552 Millionen Euro waren ursprünglich für den Wiederaufbau vorgesehen. Der Bund beteiligt sich mit 440 Millionen Euro, das Land Berlin mit 32 Millionen Euro. Der Rest über Spenden! Der Kulturstaatsminister geht davon aus, dass dies auch vom Haushaltsausschuss so akzeptiert werde.
    Der erste Spatenstich ist für 2013 geplant.
    Wenn ich für diese Summe bauen will (ich schreibe will und nicht möchte), dann muss ich einen Top-Bausparvertrag haben!
    Noch ist es nicht zu spät, dieses zu verhindern.
    Ich brauche es eigentlich nicht zu erwähnen, das man alleine mit der o.g. Summe ordentlich was machen kann.
    Denn das ist ja nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.
    Also: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Die GdP bleibt am Ball.