Erneuter Angriff auf Bundespolizisten

Am 30. Mai 2011 ist es auf der BAB 20 wieder zu einem massiven Angriff auf einen Kollegen der Bundespolizei gekommen. Diese Tat macht erneut deutlich, welchen permanenten Gefahren unsere Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind und wie die Hemmschwelle vor Angriffen auf die Polizei weiter sinkt.

Nachstehend geben wir hier die veröffentlichte Pressemeldung zur Kenntnis:
Bad Bramstedt / Stralsund (ots) – Im Rahmen eines Einsatzes sollte am 30.05.2011 gegen 06:40 Uhr ein Pkw Ford Galaxy mit dänischem Kennzeichen auf der BAB 20 / Höhe Parkplatz Lindholz einer grenzpolizeilichen Kontrolle unterzogen werden. Ein Polizeivollzugsbeamter der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei war mit einem Krad eingesetzt und setzte sich vor das Fahrzeug. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 200 km /h missachtete der Pkw-Fahrer die Anhaltezeichen des Beamten, rammte das Motorrad und flüchtete anschließend mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Berlin/Stettin auf der BAB 20. Dass der Polizeibeamte dabei nicht stürzte und schwer verunfallte, grenzt an ein Wunder. An dem Motorrad ist ein Sachschäden in Höhe von etwa 1500 EUR entstanden. Der Leiter der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei, Erster Polizeihauptkommissar Ralf Scheiner, ist entsetzt: „Der Pkw-Fahrer hat es mindestens billigend in Kauf genommen, dass mein Mitarbeiter schwer verletzt wird oder Schlimmeres passiert. Diese kriminelle Energie und Gewaltbereitschaft erschüttert mich.“ Der Pkw-Fahrer, ein 30-jähriger polnischer Staatsangehöriger, konnte im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen durch Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk in Ahlbeck in Fahrtrichtung Polen (Landkreis Uecker-Randow) gestellt werden.
An dem Fahrzeug stellten die Polizeibeamten Manipulationsspuren am Tür- und Zündschloss fest. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass der Ford Galaxy am 29.05.2011 in Dänemark gestohlenen wurde. Bei der Durchsuchung des PKW wurden darüber hinaus Baumaschinen (Stromaggregat, Bohrhammer, Bohrmaschinen, Akkuschrauber und Winkelschleifer) aufgefunden, welche als mögliches Diebesgut sichergestellt wurden. Der 30-jährige Pole wurde vorläufig festgenommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Haftantrag gestellt. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen wegen versuchten Totschlages, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Diebstahl/Hehlerei aufgenommen.

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Themenbereich: Gewaltbereitschaft | Drucken

10 Kommentare
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  1. ach…kann ich mir gar nicht vorstellen das unsere lieben östlichen Nachbarn klauen und Polizisten halb zu tode fahren..das ist doch alles übertrieben…und die bezeichnung Polenschlüssel ist bestimmt rein zufällig gewählt…ironie aus. Wer hier nicht begreift was eigentlich abgeht der muss blind sein. Und das sind nur die dicken Fische, über den anderen Kram redet man ja gar nicht weil das zum tagesgeschäft gehört.Neulich saß ein alter Mann bei Anne Will im ZDF, Thema war: Moderne Nomaden…der hatte voll den durchblick. Da wir keine Grenzkontrolle mehr haben, brauchen wir auch keine Grenzpolzei!! Ganz großes Kino! prima! Da wir keinen Krieg haben, brauchen wir auch keine Bundeswehr!! Und so lange solche Leute solchen Stuss vor Millionen Menschen publizieren brauch man sich nicht wundern das viele diesen Mist glauben.

  2. Wen bitte interessiert das ausser den Leuten vor Ort?

  3. Richtig so. Lebenslänglich muß der kriegen.
    Kaum iss die Grenze offen, machen die hier was die wollen.
    Letzte Nacht ist mein Motorrad und das meinen Nachbarn gestohlen worden.
    Vermutlich laut Polizei auch Polen.

    Macht bloß die Grenze wieder zu.

  4. …ich find’s interessant…!

    Ich bin froh, dass dem Kollegen nix Schlimmeres passiert ist!!!
    Freue mich auch über die Festnahme des Straftäters.

    Saubere Arbeit, Glückwunsch!

  5. Da wir keine Grenzkontrolle mehr haben, brauchen wir auch keine Grenzpolzei!

    Eintrag von nachdenker am 1.Juni 2011

    …ich nehme an, Du meinst den Auftritt „unseres“ Bischofs Jaschke?

    fand ich auch sehr schwach,obwohl der ja nun weiss Gott etwas dazu beizutragen gehabt hätte! Er verwies ja auch gleich zu Anfang auf seine Tätigkeit bei der Bundespolizeiseelsorge, scheint aber wiederum die Problematik bei den diversen Reformen nicht geschnallt zu haben oder es ist ihm im Rahmen von Kasinoempfängen wohl vom falschen Personenkreis falsch vermittelt worden;
    Abgesehen davon, dass das Öffnen von Grenzen nicht automatisch mit dem Totalabzug der Grenzpolizei verbunden ist (den Fehler hatte man ja bekanntlich im Westen auch begangen und anschliessend korrigieren müssen),geht es nicht um die unvermeidlichen Reformen z.B. im Windschatten des Mauerfalls, sondern es geht um ständige hausgemachte Reformen, die seit fast 20 Jahren für Unruhe sorgen! Klar kann Mobilität von Vorteil sein; es gibt wohl auch nur wenige in der Firma, die ihren Beitrag zur Mobilität noch nicht geleistet haben. – Aber doch bitte nicht grundlos alle 5 Jahre wieder von vorne! Und es geht auch darum, darum, dass zumindest den Einrichtungen der öffentlichen Hand grundlos Schaden zugefügt wird, da wir bekanntlich nicht in erster Linie nach dem Profit schauen… – obwohl: Saudi-Arabien….? –

    Und zu guterletzt: Wenn die sogenannte „freie Wirtschaft“ Fehler macht, müssen wir das ja nicht noch toppen, oder?

    Wir wären aber auch nicht die Bundespolizei, wenn wir den damals im Westen begangenen fehler nun im Osten n i c h t wiederholen würden!

  6. Ich hoffe, der arme Täter wurde nicht in seinen Rechten verletzt und ist bald wieder frei…

    Sonst wacht womöglich noch jemand auf.

  7. @gerhard Medgenberg: möglich das es ein Pfaffe war..hatte leider zu spät eingeschalten…war jedoch völlig verpeilt der Typ.

  8. @ Gerhard Medgenberg
    top Gerhard,110% wie immer!! Es ist immer eine echte Freude deine Kommentare zu lesen. Leider kapieren es in der Führung die Wenigsten!!
    Gruß von der Ostgrenze, wo man „nicht erkennen kann das die Kriminalität seit 12/2007 steil nach oben steigt!!“

  9. Die Bewohner der Grenzgemeinden haben die Nase voll.Hört man sich mal um fordern alle wieder die Grenze zurück.Aber den Herren ganzoben passt das alles nicht in den Kram.Man müßte ja sonst gestehen, das die ganze Reform Sch…. ist.
    Übrigens diese Nacht hat man in einer Grenzgemeinde die komplette Feuerwehr gestoheln.

  10. „Eintrag von qwer am 3.Juni 2011“

    Du musst das positiv sehen. In der Gemeinde, wo die Diebe herkamen, fehlte das Geld für diese Ausrüstung(wird aber dringend benötigt!). Ist doch wohl logisch, das es einer Gemeinde Deutschlands aufgrund der hier sehr strengen Vorschriften sofort ersetzt wird. Selbstredens nicht das in der Qualität, gleiche…, nein das modernste und teuerste notwendig.Das ist auch richtig so!Warum musste eigentlich das Gerät ersetzt werden..? Hat doch noch funktioniert oder …???