GdP fordert Nationales Einsatz- und Führungszentrum für polizeiliche Auslandseinsätze

Witthaut: Polizei-Missionen an zentraler Stelle koordinieren

Berlin. Ein Nationales Polizeiliches Führungs- und Einsatzzentrum zur Vorbereitung, Durchführung und Koordinierung von Auslandseinsätzen der deutschen Polizei forderte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch in Berlin. Es sei dringend notwendig, so Witthaut, Kräfte, Kompetenzen, Informationen und Verantwortung an einer Stelle zu bündeln.
In dem heute der Öffentlichkeit vorgestellten Kriterienkatalog mahnte der GdP-Vorsitzende zudem eine größere Transparenz der Polizeimissionen an. Witthaut: „Konflikte, die aus militärischen Konfrontationen und den daraus resultierenden polizeilichen Missionen entstehen, müssen in der Öffentlichkeit umfassend und offen von den verantwortlichen Gremien beraten und entschieden werden.“
Der GdP-Vorsitzende forderte weiter eine stärkere parlamentarische Kontrolle, klare Missionsziele sowie eine bessere Betreuung und Absicherung der hohen persönlichen Risiken für die eingesetzten Beamten. Gegenüber der Bundeswehr habe die Polizei einen gewaltigen Nachholbedarf, erklärte Witthaut.
Witthaut: „Es ist absehbar, dass Aufgaben der deutschen Polizei in ausländischen Missionen zunehmen werden. Vor diesem Hintergrund ist dringend erforderlich, deutsche Polizisten auf ihren Einsatz im Ausland inhaltlich und sicherheitstechnisch besser vorzubereiten und vor Ort zu unterstützen.“ Ein Auslandseinsatz, so Witthaut, sei mit dem alltäglichen Dienst im Inland nicht vergleichbar.
Rund 360 Beamte von Bundespolizei, Bundeskriminalamt, Zoll und den Länderpolizeien sind derzeit nach Angaben der GdP an insgesamt 12 ausländischen Missionen beteiligt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter:

http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/p110803

Bericht AFP:

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g8AHPVCfaBquqiHQFLS0OSQwofag?docId=CNG.507353fbb4e44b5234030f9c78931b29.901

RTL-Medien:

http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/aaac-bbed5-5f19-29/deutsche-polizisten-schlecht-auf-auslandseinsaetze-vorbereitet.html?nav=ticker

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

2 Kommentare
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  1. Ist vieleicht richtig. Wichtiger halte ich aber die Frage zu klären, was wir eigentlich dort / und wo machen! Und warum! KSA ist die Abkürzung für Körper- Schutzausstattung…., kennt jeder.Auf einmal tauchte in der Presse das Königreich Saudi Arabien auf.
    Voll demokratisch und auf unsere Hilfe angewiesen. Kein Geld aber für Streifenfahrten in Deutschland. Lybien, Gaddafi .., natürlich muss nach Ihm eine demokratische Polizei aufgebaut (und ausgerüstet) werden.Dank den davon provitierenden Unternehmen ist der BR sicher.Wir sollen mal wieder einen Einsatz in A.. planen, einzige Vorgabe ..die Kosten so wenig, wie möglich halten!

    In einem Land vor unserer Zeit…??

  2. Ich frage mich wirklich warum wir so viele Beamte in so viele verschiedene Bürgerkriegsländer schicken müssen.
    Hier in Deutschland haben wir schon kein Geld mehr für Sprit und können den normalen Streifendienst kaum noch aufrecht erhalten. Wir haben auch viel zu wenig Personal und es werden kaum noch junge Kollegen eingestellt.
    Und dann macht man sich sogar noch Gedanken noch mehr Kollegen in weitere Auslandseinsätze zu senden.
    Das macht für mich nun wirklich nicht viel Sinn.