Großrazzia: Bundespolizei sprengt Schleuserring

Zeitgleiche Razzia in Hamburg, Hannover, Berlin und Gütersloh: Die Bundespolizei hat eine international agierende Schleuser- und Fälscherbande hochgenommen. Verdächtige wurden festgenommen, umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt – darunter jede Menge Munition.

Bundespolizei sprengt Schleuserring (Artikel auf Spiegel-online)

Schlag gegen organisierte Kriminalität

Bundespolizei zerschlägt Schleuserring

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Themenbereich: Auslandseinsätze | Drucken

6 Kommentare
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  1. Glückwunsch den Kolleginnen und Kollegen zu diesem Erfolg. Es gibt doch noch Bereiche in denen die Bekämpfung der OK mit gutem Personal funktioniert. Natürlich nicht nur in HH sondern auch anderswo. Aber es gibt auch die Situation, dass urplötzlich KSBs in Ermittlungsgruppen OK bekämpfen sollen. Wie soll das funktionieren? Bekämpfung der Schleusungskriminalität ist eine Kernkompetenz der Bundespolizei. Was wird dafür getan diese weiter auszubauen? Nichts…
    Selbst an der Akademie findet hierzu wohl nichts statt. Es werden wohl Lehrgänge angeboten aber nicht durchgeführt, schade, schade, schade. Vielleicht ändert ja der Abschluss des vierten Schritts etwas zum Guten.
    Auch bei derzeit 27 Grad stirbt die Hoffnung nicht :-)

  2. Um gute Ermittler zu halten laden die DP in den KBen leider nicht ein, da nach A11 leider nur ein DP Wechsel von nöten ist, um weiter voran zu kommen.

    So werden gute Ermittler gezwungen sein zu wechseln als weiter der Bundespolizei solch gute Erfolge zu verschaffen.

    Getreu dem Motto „der Letzte macht das Licht aus“ kümmert dieses Problem aber in Potsdam und Berlin leider auch keinen :(

  3. Dem Eintrag von „MeineMeinung“ kann ich nur beipflichten. Nur allzu gerne werden die Erfolge der KBen, wie auch diesemal wieder, von den Direktionen und dem Präsidium als empfindliche Schläge gegen die OK verkauft. Der tatsächliche Stellenwert der KBen innerhalb der Bundespolizei wurde aber im Rahmen der letzten Reform deutlich: Abschaffung der früheren „Truppführer“ die hinsichtlich der Stellenbewertung mit A9/A11 den sDGL’s gleichgesetzt waren; die sDGL-Stellen wurden auf A10/A12 angehoben, während die ehemaligen Truppführer im ErmD als Ermittlungsbeamte ohne Stellenanhebung untergingen. Zudem hat man es versäumt, Stellen für stellvertretende Ermittlungsdienstleiter zu schaffen.
    Ich hoffe daher, dass die Bundespolizei die heutige Entscheidung unseres Innenministers, die Bekämpfung der schweren und oransierten Schleusungskriminalität bei der Bundespolizei zu belassen, auch als Verpflichtung zur Neuschaffung erforderlicher Stellen bei den KBen und zur Verbesserung der Stellenbewertungen und kriminalpolizeilichen Rahmenbedingungen wahrnimmt. Denn zur Bekämpfung schwerer und organsierter Kriminalität bedarf es keine Generalisten, sondern vielmehr Spezialisten. Aus Sicht der Täter kann man sich über das Prinzip der bundespolizeilichen „Verwendungsbreite“ daher nur freuen. Denn die Bundespolizei sorgt schon selbst dafür, dass ihre Ermittler nicht zu gut werden und zwingt diese, sich irgendwann aus dem kriminalpolizeilichen Tätigkeitsfeld in andere Verwendungen zu bewerben.

  4. Es gibt leider auch Ermittler, die seit Jahren ihren Dienst ohne Stelle ausüben.
    Dank der Umsetzung der Reform haben viele Beamte eine Stelle als Ermittler bekommen die noch nie ermittelt haben, nicht da sind und auch nie kommen werden, weil sie ganz andere Tätigkeiten ausüben.
    Wo ist da der Sinn und die Gerechtigkeit ?

  5. Es gibt doch genug ErmB in den Inspektionen die nichts zu ermitteln haben.Nehmt die doch.

  6. @qwer
    Es ist doch wieder einmal erstaunlich wie schnell hier wieder Politik gegen einige Gruppen gemacht wird.
    Ich weiss ja nicht wo du her kommst, gehe aber mal davon aus, dass du nie beim Ermittlungsdienst gearbeitet oder hospitiert hast. Fast alle KSB sehen immer nur neidisch auf die Dienstzeiten der Ermittler, aber darüber was diese leisten müssen denkt keiner nach. Frag mal bei deinen Kollegen nach ob du mal bei denen hospitieren kannst, dann denkst du darüber schnell anders. Also ich kenne keinen Ermittler der an seinem Arbeitsplatz Langeweile hat.