Klare Entwicklungsperspektiven und eine offene Organisationskultur

Die Schaffung klarer, transparenter Entwicklungsperspektiven und die Herstellung einer offenen, demokratischen Organisationskultur waren zwei zentrale Ziele der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe „höherer Dienst“ innerhalb der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei. Eine breite Gruppe von Führungskräften aus der Bundespolizei und aus dem Vollzugsbereich des Zolls war dazu in der Bundesgeschäftsstelle der GdP in Berlin zusammengekommen. Dabei wurden folgende Ergebnisse erarbeitet:

1. Die Entwicklungsperspektiven innerhalb der Organisation müssen verbindlich und transparent ausgestaltet werden.
2. Die Entwicklung und Erhaltung sozialer Kompetenz ist nur in einem eigenen, intakten und sozialen Umfeld möglich. Deshalb ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in allen Funktionsbereichen der Bundespolizei von größter Wichtigkeit. Dies gilt ganz uneingeschränkt auch für den Bereich des höheren Dienstes.
3. Kontinuität in der Führung ist klar Vorrang vor Rotation einzuräumen.
4. In allen Laufbahnen sind die Entwicklungsmöglichkeiten so einzurichten, dass das Endamt der Laufbahn erreicht werden kann. Für den höheren Dienst bedeutet das die Erreichung des Amtes A 16.

Dazu sind folgende Veränderungen erforderlich:

a, der Anteil höherer Dienst in der Bundespolizei muß analog den Polizeien der Länder Bayern, Baden Württemberg und Nordrhein – Westfalen von jetzt 1 % auf 2 % erhöht werden,

b, die Dienstpostenbewertung der Bundespolizei ist konsequent neu auszurichten. Auch dabei ist eine Anpassung an die Länder Bayern und Baden Württemberg, die ebenfalls die dreigeteilte Laufbahn haben, richtig.

Das bedeutet:

Alle Dienstposten im mittleren Dienst sind so zu bewerten, dass darauf das Endamt A 9mZ erreicht werden kann.
Die Eingangsebene gehobener Dienst ist grundsätzlich nach A 9 – 11 zu bewerten.
Die Führungsfunktionen im gehobenen Dienst sind grundsätzlich in den Bereichen A 12 und A 13 angesiedelt. Dienstgruppenleiter und alle vergleichbaren Funktionen in allen Bereichen der Bundespolizei sind nach A 13 zu bewerten.
Die Inspektionsleiter der Bundespolizei und alle vergleichbaren Funktionen sind grundsätzlich nach A 15 zu bewerten.
Die Inspektionsleiter und vergleichbare Funktionen in Schwerpunktbereichen sind nach A 16 zu bewerten.
Die anderen Führungsbereiche sind dieser Entwicklung entsprechend anzupassen.

c, Die Personalgewinnung und verwendungsorientierte Einstellung für alle Laufbahngruppen ist regional durchzuführen und an den heutigen und zukünftig absehbaren Schwerpunktbereichen der Bundespolizei auszurichten.
d, Die erschwerten Rahmenbedingungen einer Beschäftigung in teureren Ballungsräumen ist mit entsprechenden Zulagen auszugleichen.
e, Temporäre Sonderverwendungen im In – und Ausland sind zukünftig durch angemessene Funktionszulagen auszugleichen. Ein einseitiger Vorrang bei der Beförderung und der beruflichen Entwicklung ist dazu nicht geeignet. Es ist nicht hinzunehmen, dass diese zusätzlichen und häufig hoch anspruchsvollen Aufgaben mit den allgemeinen Grundressourcen der Bundespolizei und damit auf dem Rücken aller Beschäftigten abgedeckt werden. Alle Kosten und damit auch alle Personalkosten für die zunehmenden Aus-landseinsätze sind durch eigene Haushaltsmittel außerhalb des Haushaltes der Bundespolizei abzudecken.
f, Diese Grundforderungen sind in ganz wesentlichen Teilen auch für den Vollzugsbereich des Zolls zu übernehmen.

Die Arbeitsgruppe legte zudem fest, für die Herstellung weiterer Synergien, der Betrachtung von Schnittstellen und der Zuordnung neuer Sicherheitsaufgaben zwischen den einzelnen Bundessicherheitsbehörden eine ständige Arbeitsgruppe von Führungskräften aus der Bundespolizei, der Bundeszollverwaltung und des Bundeskriminalamtes einzurichten. Die Beteiligten waren sich einig, dass es deutlich besser ist, aus den Organisationen heraus notwendige Veränderungen zu entwickeln, als sich diese in der Methode des Werthebach – Projekts von außen und falschen Annahmen mit fremden Interessen gesteuert, aufdrücken zu lassen.

Weiter wurde in der Gruppe auch darüber diskutiert, wie der Wert einer offenen und demokratischen Organisationskultur gestärkt werden kann. Durch eine negative Fehlerkultur, die fehlende Transparenz bei vielen Entscheidungen und eine unzureichende Kommunikation ist es in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Verunsicherung und zu einem Vertrauensverlust auf allen Ebenen gekommen. „Wir müssen auf allen Ebenen intensiv und offen darüber diskutieren, welche Werte uns verbinden und wie wir wieder mehr Vertrauen gewinnen können. Diese Entwicklung ist für jede Frau und für jeden Mann in der Organisation wichtig und alle haben auch ein Stück Verantwortung dafür. Wenn es uns gelingt, durch diese Arbeitsgruppe einen solch offenen und demokratischen Diskussionsprozess ein Stück weit anzuschieben, werden alle profitieren und die Organisation wird gleichzeitig stärker und attraktiver werden“, so Josef Scheuring zum Schluß der überaus konstruktiven Veranstaltung.

Die Arbeitsgruppe „höherer Dienst“ wird in diesem Jahr noch einmal tagen und dabei auch den Dialog mit Innen- und Haushaltspolitikern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien führen.

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39 Kommentare
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  1. Gute Ziele und deutlich über den Tag hinaus gedacht.
    Respekt!

  2. ?
    hm.
    was nützt es mir, wenn ich einen a12 unterlegten dienstposten habe, aber auf grund der beurteilungsrichtlinien ewigkeiten brauche um dieses zu erreichen? alle dienstposten md bis 9mz ändert nichts am system und dem pom-bauch.
    nebenbei, wo soll das geld herkommen, wenn alle 9mz und a12/a13 werden?
    wir haben derzeit 90% unseres haushaltstitels mit personalkosten aufgebraucht. wir müssen sparen. wie sollen denn diese ziele umgesetzt werden?

  3. Das hört sich ja mal gut an, aber hoffentlich wird das auch umgesetzt und es bleibt nicht wieder nur bei falschen Versprechungen.
    Das Problem bei der Sache ist nämlich, dass die Umsetzung eine Menge Geld kosten wird. Und das haben wir nicht. Ausserdem soll ja gespart werden.
    Also warten wir mal ab. Die Hoffnung stribt ja bekanntlich zuletzt !

  4. Eine sehr hehre Zielsetzung! Wie das allerdings mit der Kaputt-Sparwut der Politik unter einen Hut zu bringen sein wird, ist mir ein Rätsel.
    P.S: ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung

  5. Kein Wort über die Verwaltungsbeamten? Oder hab ich das überlesen?
    Eingangsamt A6, Endamt A7 oder A8. Arbeiten bis mind.67.
    Wir haben wohl keine Lobby??

  6. Eine ganz wichtige Sache, die die GdP hier in Angriff nimmt!
    Wir sollten uns daher auch davor hüten, kurz angebunden die Probleme der Bundespolizei nur im mD und gD zu sehen. Wir können ausserdem alle auch nur davon profitieren, wenn auch bei diesem Personenkreis irgendwann mal Land in Sicht gerät!
    Glaube doch keiner, die Kollegen hD seien die letzten Systemtreuen! Nein, manch einer hat sicherlich in den letzten Jahren mehr als einmal die Faust in der Tasche geballt! (wäre zwar nett, wenn er das ausserhalb der Tasche gemacht hätte, aber dafür eben müssen wir – auch im hD – nun einmal zunächst eine andere Kultur im Umgang miteinander etablieren. Nur ein zufriedener Kollege ist ein guter Kollege! – Das gilt im hD sicherlich ebenso wie in den anderen Laufbahngruppen.

    Das Unzufrieden machen schien jedoch auch oder sogar gerade im hD System zu haben: Es geht schon damit los, dass das derzeitige Stellenbewertungssystem im hD dazu führt, dass jemand mit einer ausbaufähigen Stelle im gD schon über einen ausgeprägten Hang zum Masochismus verfügen sollte (oder schlicht bescheuert sein…), um überhaupt einen Aufstieg in Angriff zu nehmen, um anschliessend gewissermassen rechtlos frei verfügbarer Spielball der Elemente bundesweit zu sein und das EDEKA bei A 14 festzumachen ist.
    Dazu kommt die gnadenlose „Verwissenschaftlichung“ der Ausbildung auf Kosten der Persönlichkeitsbildung und stattdessen die Priorisierung einer Management(un)kultur.

    Wer so sozialisiert wird, von dem kann ich anschliessend auch nicht erwarten, dass bei ihm die Menschlichkeit im Umgang einen hohen Stellenwert erlangt.

    Nun gibt es immer solche und solche und der eine oder andere lernt es vielleicht auch schlicht aus Unfähigkeit nie (solche gibt´s aber in allen Laufbahngruppen…), aber es wäre zumindest eine erheblich verbesserte Startposition, um letztendlich zu dem Vorgesetzten reifen zu können, die wir uns alle wünschen und von denen wir im Laufe der Dienstzeit auch bestimmt schon den einen oder anderen kennengelernt haben. Nur so auch kämen wir weg vom Selbstverständnis als Exekutor politischer Vorgaben!(Vielleicht wäre der eiene oder andere dann auch in der Lage die Probleme der anderen Laufbahn- oder Beschäftigtengruppen wieder mehr in den Focus zu rücken….)

    Wenn die Bundespolizei überhaupt gerettet werden kann (ob das insgesamt sinnvoll ist, ist eine ganz andere Baustelle…), so ist dies jedenfalls nur unter engem Schulterschluss aller erreichbar!
    Das bedeutet im Umkehrschluss im einen oder anderen Fall allerdings auch, aus dem Elfenbeinturm herauszumüssen und sich der Wichtigkeit der Solidarität auch des „Fussvolkes“ bewusst zu werden.

    Fazit: Es handelt sich sicherlich nicht um das brennendste Problem der Bundespolizei überhaupt, aber um eines, um dessen Lösung wir auf Dauer nicht herumkommen werden, wenn wir auf dem Weg zu einer wieder lebenswerten Organisation wirklich weiterkommen wollen!

  7. @Homer68
    Stimmt – WIR haben keine Lobby.
    Bei UNS heißt es:
    „Auch mit Fleiß, keinen Preis!!“
    Was bleibt, ist „Dienst nach Vorschrift“.
    Das ist scheinbar so gewollt – schaaade!
    Aber Hauptsache, der höhere Dienst geht mit A16 in Pension…… Wen interessiert schon das „Graue Fußvolk“??

  8. Ich beobachte schon seit längerer Zeit, dass es hier Mitarbeiter gibt, die gegen alles sind aber alles haben wollen, wenn möglich schon gestern.
    Da haben die Verantwortlichen der GDP einen nachvollziehbaren guten Gedanken für alle Laufbahngruppen und wollen diesen an entsprechender Stelle durchsetzen, da gibt es doch wirklich Mitarbeiter die sich dann beschweren, dass sie jahrelang warten müssten, damit sie in das nächst höhere Amt befördert werden. ( Dies betrifft jetzt nicht den „Obermeisterbauch ).
    Wem diese Möglichkeiten zur Beförderung in seiner jetzigen Laufbahn ( auch die neu angedachte Dienstpostenbewertung) nicht passt, sollte den entsprechenden Aufstieg machen ( im übrigen für den PVB kostenneutral und während der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit) oder Überlegungen anstreben in die freie Wirtschaft zu wechseln.
    Ich kann und will es nicht mehr hinnehmen, dass solche Mitarbeiter ohne Überlegung hier ihren Kommentar abgeben.

    Dem Gedankengut des „Kollegen“ Gerhard M. kann ich mich in diesem Fall anschliessen.

  9. @Eintrag von Homer68 am 22.Juni 2011

    Du hast nichts überlesen! Ich vermisse schon lange mal eine Lobby für uns Verwaltungsbeamte!

  10. Tut mir leid das zu sagen, aber mit dem hD ist es dann schon jammern auf hohem Niveau. Sicher sollen diese Leute auf beruflich vorwärts kommen, nur wo wollen den die dann alles sitzen und führen? Es gibt schon jetzt zu viele Häuptlinge und zu wenige Indianer. Der Stellenanteil braucht meiner Meinung nach nicht auf 2% erhöht werden.
    Auch bei der Dienstpostenneubewertung, ich habe eine 7/9z Stelle und bleibe doch POM. Theoretisch kann ich auch Polizeipräsident oder Bundespräsident werden, werde es aber nicht. Bevor hier eine neue Baustelle aufgemacht wird, zuerst um die Abschaffung der Planstellenobergrenze im mD und gD kümmern.Das Geld im hD sparen und den Indianern geben.

  11. @rhfm63
    ich glaub du hast mich falsch verstanden.
    ausdrücken wollte ich, dass es so keinen sinn macht.
    ich bin ganz sicher nicht gegen alles und auch nicht gegen veränderung, wenn sie denn sinn macht.

    von mir aus können wir auch festlegen, dass alle pvb md/gd grundsätzlich a13 werden können und die entsprechende stelle dazu bekommen. und? was bringt das dann, wenns wegen dem system trotzdem keiner wird? nichts.
    einen gewinn, den man nicht realisieren kann, ist kein gewinn.
    das wollte ich zum ausdruck bringen, mehr nicht.

    mal ganz platt formuliert. ich habe nichts davon wenn ich einen a13 dienstposten bekommen, aber in meiner dienstzeit „nur“ bis a11 komme.

    gruß

  12. Unser Problem:

    Tausende von Polizeiobermeisterinnen und -obermeister

    Bisher erreichte Problemlösung:

    ???

    Zukunftsnahe Problemlösung:

    ???

  13. rhfm63 hat vollkommen recht.
    In Zukunft muß es wie in Legislative und höherem Staatsdienst möglich sein in allen Laufbahnen zwischen Wirtschaft und Staatsdienst ohne Abstrichen in Rente/Pension oder gestzl Krankenversicherung zu wechseln. Gemäß den Ideeengrundsatz der ehem. Schröderregierung.
    Dies beugt totalitären Tendenzen vor und würde die verfassungsmässige Ordnung auch in Hirarchien garantieren.
    Ein Beurteilungssystem welches klar gegen Art 33(2) verstößt wäre dann kaum mehr haltbar

  14. Grundsätzlich sind die Gedankengänge klasse, aber wie der ein oder andere auch geschrieben hat, was nutzt die beste Stelle, wenn man das Endamt aus welchem Grund auch immer nicht erreicht.
    Bsp.: Ich hatte eine Z-Stelle, wurde aber immer vertröstet mit 38 und 39 bist du zu jung um Z zu werden. Gut also ab zum Aufstieg, den gemacht, geschafft (und das nicht mal schlecht) und jetzt werde ich schon wieder vertröstet, 10 geht nicht weil noch zu jung (42) und ausserdem weil andere nicht runtergestuft wurden. Also wird es dieses Jahr nix mit A 10. ICh will nicht jammern, aber damit aufzeigen, dass die besten Gedanken nur dann umgesetzt werden, wenn sich alle dran halten und die PVBInnen die Chance bekommen ihr Endamt zu erreichen. Für mich selber habe ich immer noch die Hoffnung irgendwann mal nicht mehr zu jung zu sein.

  15. Bisher erreichte Problemlösung:

    ???

    Zukunftsnahe Problemlösung:

    ???

    Seeger

    ??????

  16. Alles schön und gut! Aber wo soll das Geld herkommen?
    Weiter frage ich mich: Wo bleibt der Verwaltungsbereich?
    Oben angeführte Forderungen betreffen nur den Polizeivollzugsbereich!
    Aber was wäre der Vollzug ohne die Verwaltung?
    Schönen Feiertag!

  17. was ändert es? ich habe ne z stelle? und ich werd sie nie erreichen!!!!! alles mist. es muss sich grundlegend was ändern. und das wichtigste ist: menschlichkeit!!!! was meine gewerkschaft anpackt – ok. aber es kümmert sich keiner um den md. der text oben sagt im endeffekt aus – ich heb alle an. ihr unten (egal) aber oben läufts. DANKE. übrigens gerhard – ich lese deine beiträge sehr gern. sie sind glaubhaft und ehrlich und mit viel hintergrund. ich dank dir dafür.

    p.s. wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

    und noch was – ich hab die schnauze sowas von voll.

  18. An dem Obermeister(innen)-Problem beißt sich jetzt die Gewerkschaft jetzt schon ellenlang die Zähne aus. Es hilft auch nichts, wenn hier in jedem Thema, das diskutiert wird, immer wieder dieses Problem angesprochen wird. Anstatt immer wieder über das Thema zu jammern, würde ich gerne mal die Vorschläge von denjenigen hören, die es betrifft. Man kann doch nicht einfach jeden Obermeister(in) befördern, nur weil der/die Betroffene der Meinung ist, dass er endlich an der Reihe wäre. Es gibt in unserer Behörde leider die Vorgabe, dass nach Eignung, Leistung und Befähigung befördert wird. Und wessen Beurteilung nicht ausreicht, der geht mit leeren Händen raus. In meiner Inspektion klappt das Wunderbar. Die PVB sind alters- und leistungsgerecht befördert. Diejenigen, die immer noch POM sind, haben es in meinen Augen auch nicht verdient PHM zu sein oder sind erst vor kurzem POM geworden. Dann haben wir noch viele junge PM(innen), die gerade ins Berufsleben eingestiegen sind. Einzig im Z-Bereich dürften es etwas mehr sein.

    Um allen PVB gerecht zu werden, würde ich vorschlagen, man befördert nach Alter. Als BEISPIEL: mit 30 Jahren zum POM, mit 40 Jahren zum PHM und mit 50 Jahren zum Z. Dann die Beurteilung mit einfließen lassen. Wer eine bessere Beurteilung hat kann es schneller werden, wer in der Beurteilung nicht zu gut ist, der wird es eben später.

    Aber leider gibt es in unserer Behörde auch genügend Kollegen(innen), die es in meinen Augen niemals verdient hätten, eine Beförderung zu bekommen (auch bie uns…). Und diese PVB sind in meinen Augen auch zurecht immer noch in einem der unteren Rängen. Diese würden dann von meinem Vorschlag profitieren. Das kann es ja auch nicht sein. Und deswegen bin ich der Meinung, dass das POM/POM´in Problem nicht so schnell gelöst werden kann. Und ich weiß, dass die GdP gerade bei diesem Thema wirklich für die Kollegen(innen) spricht. Aber leider spielen die oberen Herren da nicht so mit.

  19. Guter Ansatz.

    Früher, gab es in der Hundertschaft 2-5 gD. Zugführer waren POM /PHM. Im Einzeldienst war es gleich. GL POM und DGL PHM. Nun gehen die PK /POKs Fußstreife. Da muss zwangsläufig endlich eine Veränderung im hD die Folge sein. Für den Verband hoffe ich das die HuFhr hD werden – sonst ist Hu Fhr und ZF (der ja nun eigentlich auch auf 13 gehoben werden müsste) gleich dotiert. Gruppenführer könnten nach den Plänen ja PHK werden. Es muss sich also was tun.

    Was bringt es mir (oder dir @anonym) wenn mein Posten mit A12 unterlegt ist. Ganz einfach: ich habe die Möglichkeit überhaupt A12 zu werden. Derzeit habe ich diese Möglichkeit nicht. Es ist unfair, wenn man nicht mal die Chance hat dabei zu sein. Ich bin lieber auf Platz 3025 als gar nicht dabei.

    @A
    zu deiner Frage POM-Bauch:
    Ich schrieb es schon einige Male, zur Erreichung des Endamtes muss auch der POM etwas leisten. Stichwort Verwendungsbreite.

    Ich weiß, dass es ein POM-Bauch gibt. Aber man sollte sich auch ehrlich fragen was der einzelne POM in die „Waagschale“ legt.
    Danach bleibt der POM-Bauch immer noch immens. Jedoch garantiere ich, dass die lautesten Jammerer nicht wirklich etwas in die Waagschale legen.
    Ich denke gerade an eine Top-POM der eigentlich schon seit Jahren PHM sein müsste und auch bald wird – der meckert nie und ist weit unter 45 (sogar unter 40) und ich denke an einen Ü45 jährigen POM, der einfach nicht an das gezeigte Leistungsniveau ran kommt und das auch nicht will.

    Also, wenn man Probleme anspricht, dann sollte man auch diesen Aspekt, dass man auch selber etwas leisten muss, mit bedenken. Es gibt nämlich sehr sehr viele PHMs, die jünger als 45 sind, und die auch wirklich gut sind!

    Dennoch stimmt es, dass die Beförderungsmöglichkeiten deutlich zu gering sind.

    Es müssen mehr Beförderungsmöglichkeiten geschaffen werden – in allen Laufbahnen – und es werden auch POM´s in Rente gehen.

  20. Super! Schon hier wird der guten Vorarbeit gehuldigt, aber …

    – höhrer Dienst von 1 auf 2 Prozent
    – gD Führungsplanstellen anheben
    – Z-Stellen im mD müssen erreichbar sein

    Träumt weiter, die unteren Einkommen bis A9Z mD, sowohl im PVB wie auch im Verwaltungsbereich sind der Schwerpunkt. Beim hD kömmen mir die Tränen.

    Weiter so und die Bundespolizei ist bald Geschichte.

  21. Hallo,

    eines verstehe ich nicht!

    Warum ist es möglich, dass in BY jeder PVB(Streifenbeamter) das Endamt erreicht (A 11)! Der mD hat mit 56 Jahren A 11 = PHK! Damit geht er in den Ruhestand! GARANTIERT!

    Der gD geht mit A 13 in den Ruhestand – GARANTIERT! IL des gD haben die Möglichkeit bis A 14 zu kommen!

    Und bei unserer Bundespolizei geht der Beamte im mD mit A 8 (POM) in den Ruhestand! Er ist mit über 50 Jahren noch POM!!! Den PHM+Z erreicht er nicht, trotz eines DP A 9 + Z!

    Wir sind in der BUNDESPOLIZEI und nicht in der Länderpolizei und haben im mD einen Unterschied von 3 Besoldungsstufen!

    DAS KANN UND DARF NICHT SEIN!!!

    Egal ob Verband oder Einzeldienst – jeder PVB im mD sollte die Garantie der Endstufe A 9 + Z ´bekommen!!!

    Und im gD A 131

    YES

  22. @ KSB

    genau dass ist ein Problem.
    Weil viele wissen, dass sie das “ Z “ nicht mehr erreichen können, machen sie den Aufstieg ( und hier rede ich von dem Attraktivitätsprogramm ).
    Vor Jahren war es kein Problem, in schnellster Zeit POK zu werden.
    Heute sieht das etwas anders aus.
    Erst einmal hat man nach Ernennung zum PK eine ( 1 ) jährige Beförderungs – Sperre.
    Dann kommt hinzu, dass man ( laut Aussage des IL, DGL ) sich nun in einer neuen Laufbahn gD befindet und sich erst enmal bewähren muss.
    Was “ sich erst einmal bewähren muss “ heißt, wissen wir ja alle, nämlich die Note “ 6 “ !
    Und es kommt noch hinzu, dass man sich in die Beförderungsrangfolgeliste einreiht, mit all den andern PK`s, heißt uneingeschränke Aufsteiger und Einsteiger.

    Es ist natürlich sehr motivierend, zu wissen, dass man als PHM mit der Beurteilungsnote 9 oder 8 ein guter Hauptmeister war, das „Z“ aber in ferner Weite lag, aber nun als PK sich erst einmal bewähren muss.( wohl bemert auf dem gleichen Dienstposten wie vorher als PHM )

    Bei diesem System kann es dann vor kommen, dass man bei dem „Opa“ Aufstieg durchaus ca. 3-5 Jahre auf seinen POK warten muss.
    Dass dann die Chance noch vor der Pension PHK werden zu können, auf den Wert “ Null “ sinkt, sollte jedem klar sein.

    Es könnte zur Zeit auch vor kommen, dass eine anderer Kollege im mD eher “ Z “ wird, als der jenige , welcher sich den Stress des Aufstieges angetan hat.

    Ich kann den Unmut der Obermeister sehr gut verstehen.
    Aber zu dem Unmut der Obermeister wird auch der Unmut der Kommissare ( eingeschränkte Laufbahnbefähigung ) hin zu kommen.
    Weil sie sehen und erfahren werden, dass sie auf lange Zeit ( A9 )bleiben werden und eigendlich erst einmal nichts gewonnen haben.
    ( außer Erfahrung, aber nicht mehr Geld in der Tasche )

    Alles wird gut…

  23. Der Verwaltungsbereich ist allein schon aufgrund der prozentual nur wenigen Angehörigen für die Personalvertretungen >leider< vollkommen uninteressant. Mit der Interessenvertretung von „Randgruppen“ lassen sich nunmal keine Wahlen gewinnen. Zudem lassen sich die berechtigten Interessen der Verwaltungsbeamtinnen und -beamten nur schwer gegen die Politik durchsetzen, das scheint im Vollzugsbereich sicherlich einfacher – obwohl sich die Erfolge der Personalvertretungen hier auch ziemlich in Grenzen halten.

  24. zu Eintrag von S:

    Das Problem des übergroßen POM – Bauch gehört auch, wenn es einige nervt, jeden Tag und bis zum bitteren Ende angesprochen.

    Man darf dieses Problem nicht auf die Seite stellen. Über 8.000 Polizeiobermeisterinnen und Polizeiobermeister haben mit den jetzigen „Beförderungswellen“ keine Chance auf A9. Ob diese nun Leistung bringen oder nicht!

    Des Weiteren, liebe Kolleginnen und Kollegen, schaut mal genau bin, wer in welche Besoldungsgruppe, welche Beurteilungsnoten + Punkte benötigt um in die nächste Besoldungsstufe aufzusteigen, soll das gerecht sein?

    Es wird überall und in jeder Laufbahngruppe gute und weniger gute Beamte geben, aber so eine Feststellung löst keine Probleme und ich rate davon ab dieses Problem auch innerhalb des Kollegenkreises klein zu reden auch wenn man nicht direkt betroffen ist.

    Ich bin persönlich kein POM ü 40, aber mir wird trotzdem schlecht, wenn ich mir diesen Zustand, Tag für Tag betrachte, im Sinne der Kollegen.

    zu aeM:

    „Ich weiß, dass es ein POM-Bauch gibt. Aber man sollte sich auch ehrlich fragen was der einzelne POM in die “Waagschale” legt.
    Danach bleibt der POM-Bauch immer noch immens. Jedoch garantiere ich, dass die lautesten Jammerer nicht wirklich etwas in die Waagschale legen.“

    Wie schon davor von mir geschrieben, bin gehöre ich nicht zu der ü40 POM-Generation und mir gehts auch sonst gut, jedoch möchte ich mich im Sinne der betroffenen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Gerade wenn man Mitglied einer Gewerkschaft ist, sollte man im Sinne aller agieren.

    Jetzt zu deiner weiteren Aussage, „was die einzelnen POMS in die Waagschale werfen“.

    Nun, wer als Kontroll- und Streifenbeamter, schon mal seinen Dienst verrichten durfte, dem müsste bekannt sein, wie umfangreich die Tätigkeit des KSB ist.

    Ich könnte jetzt viele Stichpunkte aufzählen, welche das umfangreiche Tätigkeitsfeld eines KSB beschreiben, aber dafür ist das Forum hier nicht geeignet. (keine Endlosbeiträge schreiben)

    Es wäre wirklich schön, wenn man als Kolleginnen und Kollegen, sich füreinander einsetzt und nicht noch gegeneinader schießt. Ich bin nicht direkt von der POM-Problematik betroffen, aber ich sehe es als Selbstverständlichkeit an, sich im Sinne der vielen tausend betroffenen POMs einzusetzen.

    Ich hoffe die GdP sucht weiter nach Lösungen des Probems und es wäre schön, wenn man gerade zu diesem Thema „über 8.000 POM in der Bundespolizei“ wie mal etwas mehr hören würde.

    Danke!

  25. @A.
    …ich kann dir getrost sagen, dass es mich nicht nervt, wenn immer wieder über den POM-Bauch diskutiert wird. Sollte man dies so meiner Ausführung entnehmen, entschuldige ich mich dafür. Ich bin auch kein Ü40-POM und trotzdem bin ich dafür, dass sich gerade bei dem POM-Bauch etwas ändert. Und ich denke auch, dass von den über 8000 POM, von denen du sprichst, nicht alle so sind, wie der eine oder andere POM, den ich kenne, und wo ich sage, dass er es wirklich nicht verdient hat PHM zu werden.

    Nur leider wird es keine Patentlösung geben, um das POM-Problem zu ändern, denn dafür wird es schon zu lange immer und immer wieder ohne nennenswertes Ergebnis diskutiert.
    Und es ist ja schön, das in BY alle PVB das Endamt erreichen. Wünschenswert wäre es für die Bundespolizei auf jeden Fall. Aber ich denke, dass dies nicht umsetzbar ist, leider…..

  26. Wenn sich die AG an den Ländern BY und BW mit den drei Laufbahnen orientiert dann sollte sie auch beachten, dass BW demnächst ebenfalls die zwei geteilte Laufbahn einführen wird!

  27. Die Bundespolizeidirektion Berlin beabsichtigt im Juli 2011 satte 10 Beförderungen im mittleren und magere 56 Beförderungen im gehobenen Dienst. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich bin der Ansicht, dass dieses Missverhältnis ein verwaltungsrechtlicher Fehler und zugleich ein Verstoß gegen Art. 3 des GG ist. Im Internet findet man zu dem Thema von Prof. Dr. Matthias Rossi (Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht sowie Gesetzgebungslehre) folgende kurze Faustformel: Ein Verstoß gegen den Gleichheitssatz liegt vor, „wenn eine
    Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen
    Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen
    diesen Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und
    solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleiche
    Behandlung rechtfertigen könnten.“ Ich denke die Gewerkschaften haben hierzu einen klaren Auftrag, mehr möchte ich dem nicht hinzufügen.

  28. @aeM
    Ich weiß, dass es ein POM-Bauch gibt. Aber man sollte sich auch ehrlich fragen was der einzelne POM in die “Waagschale” legt.
    Danach bleibt der POM-Bauch immer noch immens. Jedoch garantiere ich, dass die lautesten Jammerer nicht wirklich etwas in die Waagschale legen.

    Ich habe es schön öfters geschrieben, wir sind alles nur noch Einzelkämpfer in diesem Laden aber wenn ich dann diese Aussagen lese, kommt mir die Galle hoch. Ich bin in dieser Ü40 Gruppe und POM und mache seit 20 Jahren Schichtdienst und soll mir dann sagen lassen, der POM muss sich fragen was er in die Schale legt. Ich leg in die Schale mein Wissen, meine Arbeit und meinen Einsatz. Bei der Beurteilung hört man dann wieder „Quote“ und von 25-jährigen PHM auch dumme Sprüche. Sicher gibt es Schlümpfe als POM, aber die gibt es genauso im gD und hD

  29. Wie gesagt, durch das Attraktivitätsprogramm muss eine Änderung im hD die Folge sein.

    Ich würde es Unterstützen, wenn HuFhr im hD angesiedelt werden.

    Gibt es noch IL die nicht hD sind? Alle IL und stellv. müssen hD sein.

    Dementsprechend müssen die Veretreilung A13/14 bis hoch A16 natürlich überprüft und angepasst werden.

    Die Folge, dass im gD auch weitere Anpassungen erfolgen müssen. DGL bis A13 heißt Zugführer müssen angepasst werden.
    GL bis A11 heißt Gruppenführer müssen angepasst werden.

    Für den mD bleibt nur die Anhebung aller Stellen auf 9mZ.
    Und für die Zukunft möglicherweise einen prüfungsfreien Aufstieg (auf KSB eingebremst) bis A10.
    UND natürlich einen „richtigen“ Aufstieg. Mit Pech auf der selben Funktion aber mit der Möglichkeit „höher“ zu wandern, wenn man Glück hat oder bereit ist Verwendungsbreite zu sammeln.

    Eine andere (bessere) Alternative wäre das ganze System zu ändern.
    Da aber nicht alle Polizisten mehr Geld bekommen können (wer soll das zahlen) muss das neue System dann für die, die im Moment mehr bekommen Ausgleichszahlungen vorsehen. Also ein neues System schaffen, was auf die Zukunft ausgelegt ist.

  30. @Anonym
    Du sprichst mir aus der Seele! Trotzdem gönne ich es allen die diese Tage ihre Beförderungsurkunde erhalten haben, denn sie können am allerwenigsten dafür, wenn ihre DGL´s und IL´s sich nicht an die „Spielregeln“ halten.

  31. @Anonym

    Dann will ich mal die Geschichte erzählen, von einem der auf`s Z wartet (um mal auf hohem Niveau zu jammern)…
    Anno 2005 war mein (damaliger) DGL der Meinung, dass ich als KSB doch ein Leistungsträger der DG wäre und dementsprechend in absehbarer Zeit das Z bekommen könnte.
    Er gab mir daraufhin 2006 die Note 7, im Jahr 2007 die Note 8 und im Jahr 2008 die Note 9.

    Man merkt, mein DGL meinte es wirklich ernst.

    Seit 2008 bin ich also der Überbeamte schlechthin, neben dem Papst ein Stellvertreter Gottes und kann unter anderem über Wasser gehen.
    Ach so, und straff auf die 50 gehe ich auch zu.

    Und?? Na nix natürlich mit Z, weder in diesem Jahr und mit Sicherheit auch nicht im nächsten!
    Eventuell im Jahr 2013, wenn ich mir meinen Rangfolgenplatz so betrachte.

    Es komme mir also niemand mit dem dämlichsten Satz in der BPOL: Leistung lohnt sich!

    Solange wie der Gesetzgeber und das BMI kein Geld ausgeben will und an den Planstellenobergrenzen festgehalten wird, ändert sich gar nichts.

    Und ich sehe da keinerlei Bewegung, vor allem nicht im mittleren Dienst.

  32. @Anonym

    Wer zum Teufel hat Dir denn gesagt das Du bloß ein Jahr auf den POK warten musst?
    Bist du wirklich so naiv gewesen das zu glauben?
    Bei der momentanen Finanzlage werden wohl auch die Massenbeförderungen im gD der Vergangenheit angehören.
    Und das Du dich jetzt in die Lage der POM’s reinversetzen kannst ist geradezu löblich.

    Junge werd erwachsen!!!!!

  33. @B.

    Ich kann dir nur zustimmen, was das Problem mit den eingeschränkten Laufbahnbefähigten betrifft. Ich bin selber davon betroffen. Bevor ich meinen Lehrgang anfing, bekam ich mitgeteilt, dass man ein Jahr nach dem bestandenen Lehrgang mit der Beförderung zum POK rechnen kann. Dafür habe ich zwei 9er-Beurteilungen abgegeben um mir jetzt, nach bestandenen Lehrgang, von meinem DGL sagen zu lassen, dass ich mich mit allen PK´s in meiner Inspektion vergleichen lassen muss. Und da ich in einem neuer Laufbahn bin (obwohl ich das gleiche mache wie zuvor – KSB und Leitstelle) muss ich mich erst einmal hinten anstellen und PK´s, die gerade mal ein bis max. zwei (!!!!!!) Dienstjahr(e) vorzuweisen haben, stehen vor mir. Unglaublich, und die jungen PK´s haben auch keine GL Stelle und sind nur SB und wurden/werden von MIR angelern. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich habe nun fast 27 Dienstjahre und bin davon 20 Jahre im Schichtdienst in der gleichen Schwerpunktdienststelle und muss mir soetwas sagen lassen. Echt lächerlich… Hätte ich nochmal die Wahl, ich würde niemehr so einen Aufstieg machen und rate jedem ab, ihn zu machen. Denn mehr, wie die Nerven kaputt, kommt dabei nicht raus. Höchstens noch vielleicht die Spannungen zuhause, weil man wegen dem Lehrgang total gereizt und unausgeglichen ist (und das ging nicht nur mir so). Ich bin maßlos von der GdP enttäuscht (hoffe das mein Beitrag wegen dieser Kritik nicht gleich gelöscht wird), denn die haben groß getönt, dass die Kassenanschläge bis zum 31.12.2013 stehen und die schnelle Beförderung zum POK kommt.

    Jetzt muss ich wohl mit ansehen, wie PHM in meiner DG schneller Z werden wie ich POK.

    Ich kann mich nun in die POM reinversetzen. Ändert sich nicht bald was im Bezug auf die Beförderungen in unserer Organisation, dann gute Nacht Bundespolizei. Aber hauptsache darüber nachdenken, ob der hD nicht auf 2% angehoben wird.

    Eintrag von Anonym am 24.Juni 2011

    Gute Nacht!Schlaf weiter und träum was schönes!!!

  34. ja das leidige Thema POM-Bauch und VAV-Aufstieg.
    aus meiner sicht ist es eine absolute frechheit was hier mit kolleginnen und kollegen gemacht wird, die 25 dienstjahre und mehr haben und erst a 8 sind. ich gebe so manchem meiner vorredner recht: der ein oder die andere könnte mehr zur eigenen karriereentwicklung beitragen, doch mit a8 in pension zu gehen darf es einfach nicht geben, hier besteht dringender handlungsbedarf.
    wir brauchen gerade im md perspektiven! woher kommt denn in der klartextstudie die erschreckend geringe zahl derer, die ihren kindern, verwandten oder bekannten empfehlen würden zu bpol zu gehen? wohl von mangelnden karrierechancen, heimatfernen verwendungen und und und.

    zum thema altersaufstieg gäbe es viel zu sagen. wieso muss der bundespolizist einen 17 wöchigen lehrgang mit abschlußprüfung, praktika (nach 25 dienstjahren) hinter sich bringen und sich dann noch vor einer kommission stundelang auseinandernehmen lassen, wenn der kollege vom land morgens als phm / phmz zum dienst geht und abends als pk / pok wieder nach hause kommt? sind wir so viel dümmer?
    ein lehrgang bei dem führungslehre und einsatzlagen gepaukt werden die in jeder inspektion mindestens als dgl-lage eigestuft sind. gleichzeitig bekommen die vav´ler aber am ersten tag bereits gesagt, dass die maximale führungsaufgabe nach bestandenem aufstieg sein wird ein streife aus 2 mann zu führen!!!
    hat man mal darüber nachgedacht wie viel geld man sparen könnte wenn die kollegen und kolleginnen nicht mehr durch die halbe republik fahren müssten und dafür reisekosten, familienheimfahrten und trennungsgeld abrechnen müssten. hat man mal darüber nachgedacht wieviel sprit man für streifenfahrten dadurch zur verfügung hätte? wieviel pom´s man dadurch zum phm machen könnte? hat man mal darüber nachgedacht wie viele ressourcen frei werden würden für wirklich sinnvolle lehrgänge?
    wundert sich wirklich jemand über so viele innere kündigungen?
    wann passiert den was beim thema klartext?
    die studie ist jetzt auf dem markt – aber was kommt jetzt!
    jetzt muss es weitergehen, der druck darf jetzt nicht nachlassen – er muss jetzt stetig steigen!!!
    wir hatten schon mal eine ähniche phase in unserer firma. damals hat sich jede führungskraft bücher über das kooperative führunssystem gekauft und dann ungelesen ins eck gestellt. einige jahre später gab es dann eine bunte auf hochglanzpapier gedruckte broschüre zum thema leitbild. auch diese heftchen lagen immer und überall aus und waren nach wenigen wochen wieder im bermuda dreieck der vergessens verschollen.
    der worte sind genugn gewechselt – nun lasst uns endlich taten sehen!!!
    nur tote fische schwimmen mit dem fluß!!!

  35. Und was nutzt einem als DGLV eine Hochstufung auf A 12, wenn man dann wieder von seinem DP runter genommen wird, weil man ja nur die „eingeschränkte Laufbahnbefähigung“ hat. Ist mir so schon einmal passiert, als ich nach 8 Jahren als DGL zum DGLV herabgestuft wurde, weil der DP nach der Reform nur noch von „Vollaufsteigern“ besetzt werden sollte, trotz „Dienstvereinbarung“. Wenn mein DP jetzt nach A 12 bewertet werden sollte, dann weiß ich schon was kommt, Umsetzung auf einen GL – Dienstposten. Und wenn das so weiter geht, befinde ich mich dann irgendwann kurz vor der Pension im Eingangsamt des gD.

  36. Tut mir leid, aber hier wird wie immer pauschaliert. Überall gibt es sicher die eigentlich nicht vorstellbaren Einzelfälle. Gut, schlecht, Einzeldienst, Verband, gd, hd, md, POM-Bauch, VAV, junge, alte… mein Gott.
    Es gibt überall Auswüchse. Da bekommt der VAV-Absolvent eine stellv ZF-Stelle obwohl er noch nicht einmal einen GF-Lehrgang absolviert hat usw.
    Es gibt immer Ausnahmen, ob es uns paßt oder nicht, ob es sinnvoll (aus meiner Sicht) ist oder nicht.
    Wer allerdings meint mit der Anhebung der z.B. Hufhr in den hd würden sich irgendwelche Probleme lösen (außer Anhebungen der Ebenen darunter) hat sich getäuscht. Entscheider oder Entscheidungsebenen haben wir eh schon genug. Pauschal!!!!

  37. „Da bekommt der VAV-Absolvent eine stellv ZF-Stelle“
    aus: Eintrag von heinz am 26.Juni 2011

    Meiner Meinung nach ist das falsch. Leider wird es teilweise so gemacht. Wundert mich, dass die Direktion, der Personalrat, die GDP das zulassen!

  38. Zitat der Woche zum Thema Einsatz- und „Führungsleere“ :

    Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.

    ( Freiherr J. W. v. Goethe)

  39. „Zitat der Woche zum Thema Einsatz- und “Führungsleere” :

    Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.

    ( Freiherr J. W. v. Goethe)

    Eintrag von xplusnull am 26.Juni 2011“

    Wenn der gute Goethe das wirklich mal gesagt haben soll, ist er noch viel besser, als man mir in der Schule beibringen wollte und ich (teilweise) bisher akzeptiert habe. Respekt …