GdP bezieht Stellung zum Entwurf einer neuen Bundespolizeilaufbahnverordnung

Die Bundesregierung kündigte per Pressemitteilung des Bundesinnenministers am 10. Dezember 2008 als „Neue Perspektiven für die Bundespolizei“ an: „Wir werden die Möglichkeiten für den Aufstieg aus dem mittleren Dienst weiter verbessern.“

Der nun vorgelegte Entwurf der Bundespolizeilaufbahnverordnung trägt dieser Zusicherung nicht Rechnung. Im Kern beinhaltet der Entwurf eine Reihe von Verschlechterungen für die Bundespolizei, die dem aufopferungsvollen Dienst und dem Engagement der Beamtinnen und Beamten nicht gerecht werden, demotivierend wirken und die Wettbewerbs- und Zukunftschancen der Bundespolizei gegenüber den anderen Polizeien in Deutschland nachhaltig verschlechtern, ohne dass es dafür erkennbare sachliche Begründungen gäbe oder solche im Verordnungsentwurf oder seiner Begründung genannt werden.

Verschlechterungen ohne Sachbegründung können jedoch nicht akzeptiert werden.

Die Gewerkschaft der Polizei hat Ihre Stellungnahme zu diesem Entwurf der Bundespolizeilaufbahnverordnung nun über den Deutschen Gewerkschaftsbund im Rahmen des Beteiligungsverfahrens gem. § 118 BBG eingereicht und stellt Euch die Stellungnahme und den Entwurf hier zur Verfügung.

Stellungnahme zum Entwurf der Bundespolizei Laufbahnverordnung

Entwurf der Bundespolizei-Laufbahnverordnung

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Themenbereich: Attraktivitätsprogramm | Drucken

4 Kommentare
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  1. stellt sich für mich die frage: ist die bundespolizei überhaupt daran interessiert das ERFAHRENE pvb des mittleren dienstes den aufstieg machen?

    scheint es doch einfacher neulingen, die das system noch nicht kennen, etwas in die köpfe zu pflanzen was in der praxis schwer oder gar nicht umsetzbar ist.

  2. ….auch erfahrene pvb könnten sich einem eav stellen und dann einen aufstieg durchziehen !!!!!!!! geschenke gibt es am 24. dezember…………..!!!!

  3. Abschaffung dreigeteilte, Einführung zweigeteilte Laufbahn. Auch der Realschüler muss sich dann bewerben können oder ist er zu schlecht? Baden-Württemberg hat solche Pläne, die in naher Zukunft umgesetzt werden unter Berücksichtigung der Realschüler.

  4. Ich teile die Meinung des Eintrags von Airport vom 09.07.11. ATP II und so weiter, nur Kosten, Beschäftigung der AFZ´s mit sogenannten OPA wird Kommissar Lehrgängen. Was ändert sich nach dem man PK oder POK wurde, nichts, gleiche Stelle, gleiche Arbeit und man ist nur ein „nachgemachter“, der ggf. wenn er Glück hat, A 11 werden kann. Die Folge, wird ein „nachgemachter“ Pensioniert, bleiben die umgewandelten Stellen beim gD und nicht wie vorgesehen, ein älterer Kollege mD kann nachrücken. Weiterhin fallen für den mD die F1 und F2 Lehrgänge weg, weil es ja nun gD Stellen sind. Die Zukunft im mD ohne Aufstieg, einfach zu Ende. Ist das attraktiv? Nun zu den Kollegen der Verwaltung, da muss wirklich etwas geschehen und geändert werden. ATP für die Verwaltung mD ist schon lange überfällig. Und eins darf man nicht vergessen, Polizei und Verwaltungsarbeit kosten Geld, das sollte auch da sein, nicht erst, wenn mal wieder eine RAF Politiker und Köpfe der Wirtschaft tötet oder die islamitische Bedrohung Anschläge in Deutschland erfolgreich durchführt. Die IM der Länder BY und BW haben es ja auch schon gesagt, das die BuPo eine der unterbezahltesten Polizeien in Deutschland ist, in allen Bereichen, mD, gD, hD und vor allem in der Verwaltung. Auf zu neuen Wegen und frei machen vom alten, also weg von der drei geteilten Laufbahn und Attraktivität schaffen für einen Beruf, der es wirklich in sich hat und vielen auch trotzdem Spaß macht.