GdP fordert sofortige, externe Überprüfung der Sicherheit der Informationstechnik

Berlin/Hilden, den 16. Juli 2011: „Wir fordern eine sofortige Überprüfung der Sicherheit der Informationstechnik der Bundespolizei in allen Bereichen. Bis dahin müssen die Datensysteme soweit zurückgefahren werden, dass kein weiterer Schaden mehr entstehen kann“. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring (58) in Berlin fest. „Die Neuordnung der Informations – und Kommunikationstechnik im Zuge der letzten Neuorganisation der Bundespolizei ist vom Anfang an sehr schlecht gelaufen. Bis heute besteht in diesem Bereich eine hohe Mißtrauenskultur gepaart mit massiven Führungsproblemen. Zudem war die Warnung der Fachleute, durch die massive Zentralisierung der Aufgabe der Informations- und Kommunikationstechnik der Bundespolizei würde umfangreiches Fachwissen in der Fläche verloren gehen, offensichtlich richtig. Jetzt ist es wichtig, dass die vorhandenen Probleme endlich vom Grunde her angegangen werden. Wir setzen darauf, dass der Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, der gerade auch für die Gefahren im Zusammenhang mit der Informationstechnik große Sensibilität entwickelt hat, hier schnell und klar für Ordnung und die Herstellung von Verantwortlichkeit nach Innen  sorgen wird“, so Scheuring.

GdP fordert sofortige, externe Überprüfung der Sicherheit der Informationstechnik

Hacker-Angriff wegen Billig-Software?

Schlamperei soll Hacker-Angriff ermöglicht haben

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Themenbereich: Ausstattung, Bekleidung, Technik | Drucken

24 Kommentare
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  1. Auch, wenn ich da mehr als skeptisch bin, hoffe ich, das wenigsten dieses Mal auf Euch gehört wird!Wäre so wichtig, im Interesse aller Beteiligten / Betroffenen, ausgenommen der Hacker natürlich!!!

  2. Externe Überprüfung ?
    Das erledigen derzeit doch die Hacker für uns.

    Meines Erachtens kommt das auch davon, dass in den Inspektionen meist selbsternannte IT Spezialisten
    (uniformiert und bewaffnet) als Admins eingesetzt werden.
    Als wenn es draußen keine fähigen ITler geben würde.

    Wenn wir alleine dieses Geschäft an wirkliche Spezialisten abgeben würden, hätten wir schon mal den ein oder anderen Polizisten mehr auf der Strasse.

    Jupp Scheuring:
    „Zudem war die Warnung der Fachleute, durch die massive Zentralisierung der Aufgabe der Informations- und Kommunikationstechnik der Bundespolizei würde umfangreiches Fachwissen in der Fläche verloren gehen, offensichtlich richtig.“

  3. Es gibt nur eine Lösung: ….Facebook!

  4. Schön Kaputt gespart und wenn noch mehr in dieser Behörde gespart wird, dann gute Nacht Marie. Wie lange versperrt die Politik Ihre Augen von den ganzen geplanten Sparzwängen im öffentlichen Dienst, ist echt nur noch peinlich.

  5. …die Vorwürfe sind sicherlich richtig, greifen aber m.E. ebenfalls zu kurz!

    Sicherlich ist in der Abt. 5 hinsichtlich des in Rede stehenden Problems einiges bis alles versaubeutelt worden, die Zustände sind aber lediglich ein Indikator für den Zustand der gesamten Bundespolizei!

    Aus dieser Vorgabe, nämlich der totalen Zentralisierung im Rahmen der „Reform“ III, k o n n t e nichts gescheites erwachsen! – Wie in der Abt. 5, so im Rest der BuPo!

    Wenn natürlich dann noch unfähiges Führungspersonal am Werk ist, kann man den Karren sicherlich noch etwas schneller in den Dreck fahren, wie offenbar geschehen!

    Da liegt nun aber eben auch unser Problem: Ich denke, wir sind uns darüber einig, dass wir nichts so dringend bräuchten, wie eine Phase der Konsolidierung. Konsolidieren auf dem derzeitigen Stand macht allerdings kaum Sinn, weil man es im Laufe der nunmehr fast 5 Jahre seit der Verkündigung der Reform III geschafft hat, alles zu vergeigen, was man auch nur im entferntesten vergeigen konnte!

    Eine Konsolidierung wäre mit ganz viel gutem Willen vielleicht noch nach der Reform II möglich gewesen, obwohl man auch bereits in deren Verlauf vieles unrettbar zerstört hatte!

    Also müsste man zunächst mal definieren, wohin man überhaupt will (oder besser: kann…) Faktisch dürfte das die nächste Reform sein, was sich momentan aber offenbar noch niemand zuzugeben getraut.

    Vielleicht erbarmt sich ja jemand, den früheren Zustand als bahnbrechende Neuheit zu verkaufen; dann könnten alle zufrieden sein: die Erneuerer und die Betroffenen. (Wenn man von den „Kollateralschäden“ wie Entwurzelung, zerstörten Familien usw. mal absieht…. – Was das Ganze unter dem Strich gekostet hat, darüber decken wir wohl lieber das Mäntelchen der Nächstenliebe…)

    An eine Rückkehr zur „Linie der Vernunft“ vermag ich persönlich allerdings nicht zu glauben; es scheint eher so zu sein, dass diverse Länderpolizeien sich anschicken, das „Erfolgsmodell Bundespolizeireform“ in etwas kleinerem Maßstab zu kopieren…

    Diesen möchte man zurufen: Mensch, fragt uns doch mal nach unseren Erfahrungen!

  6. Sparen – koste es, was es will.

    Das ist das Credo der Bundesregierung.
    Weiss denn niemand in Berlin und Potsdam, dass Sicherheit Geld kostet? Wenn die Behörden der Bundesregierung nicht sicher sind, wie sollen wir dann für die Bevölkerung Sicherheit gewährleisten?
    Oder geht es gar nicht mehr darum?

  7. So manches mal wünsche ich mir die gute alte Schreibmaschine zurück.
    Artus und Citrix halten bei weitem nicht das was versprochen oder gewünscht war.

  8. Bei uns funktioniert seit bald 2 Jahren der Statusgeber nicht mehr. Somit gestaltet sich die Koorination der Fahrzeuge für die Leitstelle relativ schwierig, wird durch Standortmeldungen der Funkverkehr erheblich belastet und bei Bedienung der Notruftaste kann dieser nicht zugeordnet werden.
    Schulterzucken, muß auch so gehen, kann man eben nicht ändern… Dieses Verhalten kann man mittlerweile leider auf beliebig viele Bereiche übertragen.

  9. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    auf dieser Seite sind eine ganze Reihe von Einträgen eingegangen, die sich, teilweise auch mit konkreten Vorwürfen überaus kritisch mit den IT – Strukturen in der Bundespolizei beschäftigen.Aufgrund der aktuell laufenden Aufklärung des Hackerangriffes auf Bundessicherheitsbehörden haben wir uns entschlossen, diese Einträge hier nicht einzustellen. Wir haben aber alle Einträge gesichert und werden den erhobenen Vorwürfen nachgehen.
    Wir bitten dafür um Euer Verständnis.
    Im übrigen hoffen wir, dass sich durch den Hackerangriff kein weiterer Schaden für die Bundessicherheitsbehörden und die dort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen auslöst. Unabhängig davon werden wir darauf drängen, dass die Sicherheitsstrukturen in dem Bereich, für den wir gewerkschaftlich Mitverantwortung tragen, entscheidend verbessert werden.
    Mit kollegialen Grüßen
    Josef Scheuring

  10. Wo ist der Haushälter, der einmal mit spitzem Bleistift zusammenrechnet, was bisher für Artus, E-MAT, CITRIX, Mach-Web, elektronischer Dienstplan, etc. ausgegeben wurde?
    Was hätte die Bundespolizei mit diesem Geld nicht für eine schöne, funktionierende IT-Anlage kaufen können, mit funktionierenden, weil am Markt bereits erprobten, Programmen.
    Aber nein, es wird weiter gestümpert.
    Nicht-Fachleute erklären anderen Nicht-Fachleuten, wie sie es endlich geschafft haben, für ihren Bereich die eierlegende Wollmilchsau zu erfinden.
    Und alle sind vom Plan begeistert.
    Und immer wieder neu – ohne jeden Lerneffekt.
    Und wenn es mal wieder gescheitert ist, wie ELENA, die Giga-Datenbank für alle Erwerbstätigen, dann gibt es keinen Verantwortlichen.
    Kauft doch endlich mal Fachleute ein.
    Einen Fachmann erkennt man u.a. daran, dass er so etwas mal studiert hat und vielleicht sogar eine gute Note bekommen hat.
    Da steht allerdings nicht PHM oder PHK auf dem Studienabschluss.
    Und für A9 oder A10/11 lachen solche Fachleute die Bundespolizei nur aus.
    Wo ist der Präsident mit Rückgrat, der gegenüber dem BMI den Standpunkt vertritt, dass nun die Grenze erreicht ist, die Grenze des Sparens?
    Was ist, wenn beim nächsten Mal nicht PC-Programme scheitern, sondern die Kollegen bei Einsätzen und Großlagen?
    Weil keine vernünftigen Funkgeräte mehr da sind (s. Love-Parade) oder die Autos in den Werkstätten auf Halde stehen oder der Krankenstand immer weiter ansteigt?
    Herr Seeger ist „…persönlich enttäuscht über die Äußerungen der GdP…“.

    Ich bin tief betroffen.

  11. Nun ja, konkrete Mängel der IT-Organisation sollten hier in der Tat nicht breitgelatscht werden; trotzdem sollte auch der Intranetbeitrag von gestern nicht gänzlich unkommentiert bleiben, nach dem Matthias Seeger „persönlich enttäuscht“ ist über die von der GdP-vorgebrachten Vorwürfe hinsichtlich „Reform“ und Führungskultur; angeblich habe das nichts mit der derzeitigen Panne zu tun.

    Das ist, isoliert betrachtet, sicherlich richtig. Kommen wir aber trotzdemnoch einmal zurück zum Begriff „Führungsmängel“.

    Die gibt es überall und ich glaube auch nicht, dass der Anteil der unfähigen Führungskräfte bei uns gravierend höher ist als bei einer beliebigen Länderpolizei oder sonst einer Behörde.
    Das ist auch nicht das Problem, da jede „Firma“, auch in der „freien Wirtschaft“, mit einer gewissen Quote an Knalltüten leben muss und auch kann.

    Schlimm wird es, wenn diese sich mit ihren „Ideen“ gegen den Rest durchsetzen können. – Und hier beginnt das Problem der Bundespolizei:
    Wir neigen offenbar mehr als andere dazu, das Prinzip von Befehl und Gehorsam quasi als gottgegeben zu akzeptieren.

    Befeuert und beschleunigt wird dies natürlich noch durch die Tatsache, dass wir seit der „Reform III“ einen überbordenden Zentralismus verzeichnen können, der es ermöglicht, nahezu jede Verantwortung an eine übergeordnete Stelle abzudrücken.

    Darüber hinaus wird allerdings auch kaum noch eine „Führungskraft“ unmittelbar mit den Folgen ihrer segensreichen Tätigkeit konfrontiert sein, da die offenbar immer mehr zum Prinzip erhobene Jobrotation dies erfolgreich verhindert! Im Klartext: Wenn sich ein Problem manifestiert, so hat der dies verursachende meist den Ort der Handlung bereits wieder verlassen.

    Zurück bleibt verbrannte Erde! – Auch hier wissen wir im Südwesten aufgrund unserer Erfahrungen der letzten ca. 12 Jahre, wovon wir reden!

    Es wäre aber ohnehin zu kurz gesprungen, alle Probleme der Bundespolizei nur am Führungspersonal festzumachen.

    Sehr wesentlich dürfte auch sein, dass im Rahmen der Reformen eben, wie Jupp zutreffend feststellt, ein Haufen Fachwissen versenkt wurde! Ganz einfach deswegen, weil im Zuge von Umstrukturierungen jeder zunächst mal danach schaut, nicht w e l c h e s sein Wunschjob ist, sondern w o dieser sich befindet! (Gott sei Dank haben wir uns in der Mannschaft wenigstens diesen Rest Menschlichkeit bewahrt, der in der Regel dafür sorgt, dass die Belange der Familie mindestens ebenso hoch gewertet werden wie die dienstlichen)

    Weil man es jedoch verpennt hat (zum wiederholten Mal!), diese Mechanismen bei der Planung (?) der letzten Reformen zu berücksichtigen, ist dann allerorten ein Effekt zu beobachten, den ein hiesiger Kollege recht treffend so beschrieb:

    Jeder macht das, was er am besten nicht kann!

    Und das ist nun wieder ein Effekt, den man beileibe nicht nur im IT-Bereich beobachten kann!

  12. Aus dem oben angehängten PDF „Schlamperei soll,…“

    „…Sie habe die dafür verwendeten Server aber nur mit einer Billig-Software geschützt. Zudem monierten laut «Focus Online» Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem geheimen Report an den Bundesinnenminister, dass bei dem gehackten Server «grundlegende Sicherheitsempfehlungen missachtet» worden seien, etwa beim Umgang mit Passwörtern.“

    Grundlegende Sicherheitsempfehlungen missachtet ??
    Billigsoftware, Passwörter ??

    „Die Hacker hätten sich über mehrere Monate unbemerkt mit sogenannten Trojanern Zugang zu der Datenbank verschafft.“

    unbemerkt über mehrere Monate ??

    Ja lieber Himmel. Jeder private PC eines Gymnasiasten ist da ja besser gegen unbefugten Zugriff gesichert.

    Die von Gerhard Medgenberg vermutete „gewisse Quote von Knalltüten“ scheint, wenn man die anderen schweren Versäumnisse und Verfehlungen (teilweise bedingt durch die Reform III) mit einbezieht, doch um einiges höher zu sein als der zu ertragende Durchschnitt.

    Wieder ein Beleg für die Aussage von Prof. Dr. Strohmeier, (Klartext 2010) dass die Bundespolizei EINE EINZIGE Großbaustelle ist.

    Der innere Zustand der Bundespolizei sollte einmal Gegenstand einer Bundestagsdebatte/Aktuellen Stunde werden.

  13. @ Gerhard Medgenberg:
    „Schlimm wird es, wenn diese sich mit ihren „Ideen“ gegen den Rest durchsetzen können. – Und hier beginnt das Problem der Bundespolizei:
    Wir neigen offenbar mehr als andere dazu, das Prinzip von Befehl und Gehorsam quasi als gottgegeben zu akzeptieren.“

    Die Geschichte wiederholt sich.

    Zm größten Blödsinn wird „Ja“ und „Amen“ gesagt.
    Es gibt „Sprachregelungen“, welche die Wahrheit unterdrücken sollen, wie unter Minister Schäuble die explodierende Kriminalität an der deutsch-polnischen Grenze.
    Es gab schon einmal eine Zeit der Duckmäuser, die sich nicht trauten zu opponieren.
    Diese ist, Gott sei Dank, grandios (aber leider auch in einer Katastrophe) gescheitert.
    BMI in enger Zusammenarbeit mit dem BMF peilen für uns zielstrebig die nächste Katastrophe an.
    Potsdam sieht seine Aufgabe nicht im Hinweisen auf Untiefen und Riffe, sondern feuert die Mannschaft unter Deck immer weiter an:
    „Mehr Druck auf den Kessel! – Weiter volle Fahrt voraus!!“

  14. Immer wieder machen Prüfer diverser Rechnungshöfe auf Missstände aufmerksam.

    Mit Schuld an den Problemen tragen aber auch eine Vielzahl von Querstrukturen innerhalb der Verwaltungen die dazu beitragen, dass A nicht mehr weiß was B macht, bzw. C sich befindet.

    Beispiel:

    Das Bundesinnenministerium hat laut Bundesrechnungshof-Bericht 1600 Software-Lizenzen für ein neues Dokumentenmanagement- und Vorgangsbearbeitungssystem beschafft, ohne vorher zu testen, ob die Software auch den Anforderungen der Nutzer entspricht. Das war nicht der Fall. Die Software wurde dann umfassend überarbeitet. Der Einsatz verzögerte sich um mehrere Jahre. Fünf Jahre nach der Beschaffung nutzten erst 232 Beschäftigte die Software, von der es, wie gesagt, 1600 Lizenzen gibt.

    Auch im nächsten Fall geht es um das Bundesinnenministerium:

    Es habe seine Zusagen, die Empfehlungen des Rechnungshofes zu Miete und Leasing von IT umzusetzen, seit drei Jahren nicht eingehalten, bemängeln die Prüfer hier. Die Behörden haben nicht oder nur mangelhaft untersucht, ob die Miete von IT im Vergleich zum Kauf wirtschaftlich war. Die gemieteten Geräte seien zudem unzureichend verwaltet worden. Einige Behörden hatten sogar Probleme, die gemieteten Teile nach Ablauf der Verträge zu identifizieren und zurückzugeben.

    Beispiel 2:

    Das Bundesfinanzministerium ist sorglos mit digitalen Daten umgegangen, rügen die Prüfer. Es verschrottete oder verschenkte mehr als 5000 Computer, Monitore und Drucker. In einem Kellerflur, der ohne Kontrollen zugänglich war, bewahrte das Bundesfinanzministerium über 100 gebrauchte Festplatten mit umfangreichen privaten und dienstlichen Daten auf.

  15. Wenn man in der Folge anerkennen würde, dass es Bereiche gibt, in die der Sparzwang besser nicht greifen sollte, wäre ja schon vieles gewonnen. So aber habe ich die Befürchtung, dass Bauernopfer (am besten noch auf der Sachbearbeiter-Ebene) gesucht werden, die es ausbaden müssen, damit nach oben hin weiterhin verkündet werden kann:“ Die Ausrüstung ist spitze, die Stimmung gut!“ weil es sich in letzter Zeit wieder als guter Brauch eingebürgert hat, nicht etwa den Verursacher, sondern den Überbringer schlechter Nachrichten zu köpfen.
    @ Regierungseigentum: Eine Bundestagsdebatte würde vermutlich auch wieder nur zum Ergebnis haben, dass alles in bester Ordnung ist…
    Quo vadis, Polizei…???

  16. Der festgenommene 23 Jährige Verdächtige aus Rheine wurde zwischenzeitlich wieder auf freien Fuß gesetzt.
    http://www.crn.de/security/artikel-91432.html

    Auch sind wohl weitere Angriffe gegen Behörden geplant. Ganz nach dem Motto: „Jetzt erst recht“

    http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-Sicherheit-Hacker-Polizeicomputer-LKA-BSI-6333383.html

    Zitat:
    „Doch wenn sich die neueste Ankündigung der Hacker bewahrheiten sollte, droht deutschen Kriminalermittlern in Kürze möglicherweise ein noch wesentlich größeres Informationsleck. Die Unbekannten stellten eine geschützte Archivdatei ins Internet. Sollte ein Mitglied der Crew verhaftet werden, werde man das Passwort dazu veröffentlichen, lautete die Warnung.

    Laut Hackern handelt es sich um brisante Daten: Man habe den Download-Server der Bundespolizei, auf dem Software für zahlreiche Dienststellen abgelegt wird, mit Spionageprogrammen infiziert. „Wir haben ein Jahr lang jeglichen Netzwerkverkehr in den Netzwerken des BKA, der Bundespolizei und des Zolls gesnifft“, heißt es. Mit Sniffen ist ein Mitlesen der Netzwerk-Kommunikation gemeint.“

    Quelle: http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1961547/Hacker-drohen-mit-der-Veroeffentlichung-geheimer-Daten.html

    @ buccaneer

    Schaden kann es jedenfalls auch nicht wenn diejenigen, die die gesetzgebenden Zügel in ihren Händen halten öffentlich darüber debattieren. Die verantwortlichen in Potsdam und im BMI verstecken sich jedenfalls derzeitig sehr gut in der Annonymität. Je mehr Öffentlichkeit erreicht wird, um so größer wird der Druck auf diese „Knalltüten“.

    Auch bin ich noch immer der Auffassung, dass wir einen parlamentarischen Beauftragten nach dem Vorbild der Bundeswehr sehr dringend brauchen. Nach Vorliegen der Studienergebnisse „Klartext“ und dem hier debattierten

    !!! D A T E N S K A N D A L !!!

    umso dringender !

  17. hier stellen sich gleich mehrere grundsatzfragen, getreu dem motto, wo beginnt der fisch zu stinken..
    ein kleiner rückblick sei gestattet, die ATP ( anti Terrorpakete 1 und 2 ) haben erstmal viel geld in die leeren kassen gespült u.a. mit dem ziel it spezialisten aus der freien wirtschaft in der bpol zu manifestieren, genau dieses personal sitzt mittlerweile an den schaltstellen und entscheidet aufgrund umfangreichen fachwissens und weniger aufgrund polzeilich geschulten wissens, geschweige denn erfahrung, über den it standard in der bpol. auch haushaltsmittel sind nicht wirklich das problem, sondern die vielzahl der anwendungen und die realisierung von neuen konzepten bzw migration von neuen systemen. das problem ist die grenzenlose selbstüberschätzung der eigenen fähigkeiten und möglichkeiten, wer nur verbrannte erde hinterläßt und hier steht der abteilungsleiter an erster stelle sollte konsequenzen ergreifen und nicht schon jetzt darauf hoffen im rahmen des outsourcing leiter einer bundesbehörde für … zu werden. die ganze entwicklung muss einheitlich betrachtet werden, wie weiter oben erwähnt bei der katastrophalen entwicklung nicht nur der bereich it technik zu werten, sondern insbesondere auch der bereich der funktechnik. die annahme und ausrichtung der bpol unter dem aspekt der digitalfunk löst die alte technik in kürze ab, war falsch, mittlerweile wird heftig zurückgerudert und alter schrott, sorry für die bezeichnung kostenaufwendig am leben erhalten. servicepunkte werden lebensverlängernd mit alten fernmeldern aufgebohrt. auch hier stellt sich die frage, wann werden die verantwortlichen zur raeson gerufen und mal wieder richtig eingenordet, anstatt die treppe hochzufallen.

    wohlgemerkt, nicht der sysadmin in der inspektion oder sonstwo in der bpol ist ursache der malesse, der fisch beginnt an anderer stelle zu stinken….

  18. Nur ein kurzer Satz dazu weil die Probleme ohne diese aufzuzeigen jedem sichtbar, klar und bekannt sind. In unserer Inspektion werden seit Jahren die Sicherheitsaspekte mit Füßen getreten. IT Sicherheit und Datenschutz scheitert immer an dem Argument:

    „Wir haben kein Geld mehr“

  19. @ Scheuring:

    Dein Link „Scheuring“ funktioniert nicht. (gehackt?)

    Deshalb hier eine Anregung:

    Wenn Ihr schon Beiträge entfernt,bzw.nicht veröffentlicht wäre es nett, wenn Ihr die hinterlegte email dazu nutzt den entsprechenden Autor über den Grund zu informieren.
    Danke

  20. Die Sache ist aufgeklärt. Herr Scheuring von der GdP trägt die Schuld und hat der Bundespolizei geschadet.
    Lob und Leistungsprämie für den Präsidenten!

  21. Ich muss mich doch sehr wundern, dass der Präsident nicht an einer Lösung des Problems interessiert ist und statt dessen Josef Scheuring vorwirft er würde mit seinem Äußerungen der Behörde schaden. Anscheinend ließt der Behördenleiter nur halbherzig oder versteht die Aussagen nicht. Ich finde es nur richtig, dass eine externe Untersuchung durchgeführt wird und mit der BPOL an einer Lösung gearbeitet wird.Jetzt rächt sich die Ignoranz der letzten Jahre. Es ist nur zu hoffen, dass nicht noch mehr und weitaus wichtigere Informationen der BPOL im Internet rumschwirren und der BPOL einen weitaus höheren Schaden zufügt. Die GDP soll auf alle Fälle am Ball bleiben und Herrn Seeger richtig Druck machen.

  22. Zuerst einmal die Admins dafür Verantwortlich zu machen ist viel zu Einfach!
    Der einzige Punkt wo man den Admins vor Ort einen Fehler nachweisen kann ist nach Lesen der Lektüre zu dem Thema im Netz, die Verwendung des Xampp als Webserver. Das System wird zur Zeit sogar noch von mind. noch einer weiteren BPOL Anwendung genutzt…!
    Das wo die Ersteller des Xampp auf Ihrer Startseite im Netz darauf verweisen das man das System NICHT im Produktiveinsatz verwenden soll…

    Soviel dazu, aber mal Ehrlich es läuft in der IT Branche der BPOL so vieles Schief und die Admins vor Ort dürfen das Ganze Ausbaden. Hier ist ein Umdenken in der Entscheidungsebene der BPOL (Präsidium) erforderlich! Da müssen Fachleute sitzen die den Herrn Präsidenten auch mal ein Nein entgegen bringen… Und die Zentralisierung der IT Anwendungen ist zwar eine schöne Sache aber für die Arbeit vor Ort nicht Akzeptabel. Vor allen Dingen, wenn in solchen Dingen wie Datenleitungen (Anbindung ans Verwaltungsnetz) aus Kostengründen nicht die vom verwendeten System geforderten Leitungen zur Verfügung gestellt werden können!

  23. naja, mit der äußerung gegen die gewerkschaft will man ja eigentlich nur ein wenig vom hauptproblem ablenken und einen nebenkriegsschauplatz eröffnen.
    wäre ja auch extrem doof, wenn man jetzt defizite in richtung der neuorganisation bei der it-technik eingestehen würde.
    und schon in der vergangenheit hat man im hinblick auf vorgeschlagene externe prüfungen immer sehr empfindlich reagiert.
    aus meiner sicht lief der rechner vor dem 01032008 trotzdem irgendwie runder und anwenderfreundlicher….

  24. Herr Seeger hat bei unserer Personalratsversammlung gesagt,“unsere IT Technik ist garnicht so schlecht wie sie gemacht wird!“
    Immerhin ist er der Boss und da wird er schon Recht haben! ;)