GdP: Haushaltssituation erfordert jetzt konsequentes Handeln

Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP - Bezirk Bundespolizei

Von Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei

Die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung legt fest, dass der Haushalt der Bundespolizei von derzeit 2.404.984.000.– Euro im Jahr 2011 auf 2.337.856.000.–  Euro im Jahr 2015 abgesenkt werden soll. Die Absenkung der Haushaltsmittel ist Teil der beabsichtigten Haushaltskürzungen des Bundes zur Erreichung der grundgesetzlich festgeschriebenen Schuldengrenze. Wenn man für die Jahre 2012 bis 2015 nur eine durchschnittliche, jährliche Kostensteigerung von 2 % annimmt, was eher konservativ gerechnet ist, wird deutlich, dass die Bundespolizei im Haushalt 2015 real mit weiteren 11 % weniger Haushaltsmittel auskommen müßte. Damit kann die Bundespolizei ihre bisherigen Aufgaben nicht weiter ausüben. Das ist sicher innerhalb der Bundespolizei jedem klar. Entscheidend ist aber, dass das jetzt auch dem, für die Haushaltsentwicklung verantwortlichen Deutschen Bundestag und der Bundesregierung deutlich gemacht wird. Für die Bundeswehr, die sich mit einer ähnlichen Entwicklung konfrontiert sieht, hat der Bundesminister der Verteidigung inzwischen Veränderungen bei den Haushaltseinsparungen erreicht. Zudem drängt die Bundeswehr darauf, die Ausgaben für die Auslandseinsätze außerhalb des bisherigen Verteidigungshaushaltes abzurechnen. Der neue Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich und die Führung der Bundespolizei müssen diese Auseinandersetzungen mit dem Finanzminister noch führen. Argumente dafür sind vorhanden. Wie bei der Bundeswehr müssen auch bei der Bundespolizei alle Kosten einschließlich der Personalkosten für die Auslandseinsätze aus einem eigenen Haushaltstitel bezahlt werden. Zudem darf nicht weiter zugelassen werden, dass die Personalkosten für die umfangreiche, personelle Unterstützung des Bundeskriminalamtes, des Bundesamtes für Verfassungsschutzes oder des Auswärtigen Amtes, um nur drei Bereiche zu nennen, weiter aus dem Haushaltstitel der Bundespolizei bezahlt werden. Wenn diese Behörden schon kein eigenes Personal für ihre eigenen Aufgaben vorhalten, dann ist es ein Gebot der Fairnis und vor allem auch der Haushaltsklarheit, dass sie zumindest die Kosten für das Personal übernehmen. Die jetzige Situation, dass ein solcher Personaltransfer ausschließlich auf dem Rücken der Beschäftigten und dem Haushalt der Bundespolizei ausgetragen wird, muss schnell beendet werden. Und welchen guten Grund gibt es, die Personalkosten für Spitzensportler auf den Bundespolizeihaushalt zu buchen? Wir sind für Spitzensportförderung und wir sind auch dafür, dass die Bundespolizei den erforderlichen Rahmen für eine solche Förderung bildet. Aber ganz fraglos handelt es sich dabei nicht um eine originäre Sicherheitsaufgabe der Bundespolizei. Für Sportförderung ist der Sporthaushalt da und eben nicht der Haushalt einer Sicherheitsbehörde. Es gibt noch weitere Felder, über die wir reden müssen. Es steht in der Verantwortung des Bundesministers des Innern und seine Abteilung Bundespolizei sowie der polizeilichen Führung der Bundespolizei, die Bundespolizei in ihren  Aufgabenfeldern einsatzfähig zu halten. Es geht um zentrale Fragen der Sicherheit und damit des Funktionierens unseres Landes. Wir fordern diese Verantwortung ganz ausdrücklich ein und wir fordern weiter, dass die vorhandenen Gerechtigkeitslücken in der Bundespolizei schnell abgebaut und die Überlastungen in der Bundespolizei wieder auf ein verträgliches Maß gebracht werden. Beides ist möglich und unsere Vorschläge dazu liegen vor. Die Bundespolizei hat zurückliegend immer wieder ganz schwierige Zeiten überwunden und sie kann auch aus den Haushaltsproblemen herauskommen. Dafür ist allerdings konsequenter Einsatz aller erforderlich. Wir, die Gewerkschaft der Polizei werden unsere Verantwortung in der Sache übernehmen.

Haushaltssituation erfordert jetzt konsequentes Handeln

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52 Kommentare
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  1. Das die Ausgaben für die die PVB, die ihren Dienst z.b. beim AA, beim BKA oder sonst einer Behörde leisten aus dem Topf der Bundespolizei bezahlt werden, oder das die Spitzensportler der Bundespolizei aus unserem Topf bezahlt werden, habe ich so nicht gewusst. Das ist in meinen Augen doch die Höhe.
    Wir können nicht mehr gescheit unseren Dienst versehen, weil an allen Ecken und Enden gespart werden muss und im Umkehrschluss bekommt ein PVB, der für 11 Monate irgendwo in der Welt seinen Dienst als HOD versieht das nicht wenige Mehrgehalt aus unserem Topf bezahlt. Und ich möchte gar nicht wissen, was die anderen Auslandsmissionen, z.b. in Afghanistan, kosten. Das ist doch echt die Höhe…. Wieviele Millionen Kilometer könnten wir mit dem Geld fahren oder wieviele neue Dienst-Kfz anschaffen, oder wieviele Kollegen, gerade aus dem mD damit befördern…

    Jetzt muss unser BMI zeigen, dass er damit nicht einverstanden ist und analog dem Bundesverteidigungsminister einfordern, dass die Kosten für diese „Fremdverwendungen“ auch aus den einzelnen Töpfen bezahlt werden. Bei der Bundeswehr ging das ja wohl auch.

    Denn ich glaube schon, dass wir mit dem weniger Geld, dass wir zukünftig zur Verfügung gestellt bekommen, gut leben und hauswirtschaften könnten, wenn diese immensen Summen, die von den PVB verursacht werden, die außerhalb der eigentlichen Bundespolizei ihren Dienst versehen, mit mehr entstünden.

    Es ist irgendwo schon pervers, dass sich die Führung in Potsdam vielleicht über Schließungen von Dienststellen den Kopf zerbricht, sich aber weiterhin die teuren, in meinen Augen sinnlosen Auslandsverwendungen z.b. in Afghanistan, leistet. Und das auf Kosten allen PVB in der Bundespolizei. Denn muss noch mehr gespart werden, dann ist in meinen Augen sogar die Existenz unserer Behörde in Gefahr. Zumindest in Teilbereichen.
    Aber vielleicht steht ja auch eine Taktik dahinter, um über die Kostenfalle manche Bereiche der Bundespolizei, wie evtl den Bereich des § 3 BPolG einfach weg zu bekommen. Ist kein Geld mehr da, dann muss halt wieder eine Reform her. Und was das bedeutet kann sich ja jeder selber ausrechnen…

    Ich sage nur arme Bundespolizei…. wo sind wir nur hingekommen…. ? Eigentlich nur noch traurig…

  2. Ich frage mich nur, warum die GdP auf solche Vorschläge kommen muss!
    Was machen denn diesbezüglich „unser“ Ministerium bzw. das „heilige“ Präsidium außer scheinbar zu allem nur abzunicken und Loyalität für „alternativlose Sachzwänge“ einzufordern?

    Auf der Intranetseite liest man zumindest nichts!

  3. Es ist schon äußerst bedenklich, wenn die Gewerkschaft sich (bestimmt nicht ohne Widerwillen) Gedanken darüber machen muss, nicht ob, sondern wo gespart wird. Andererseits ist es richtig, zu versuchen, Einfluß zu nehmen, wo es denn eben noch geht, auch wenn die Politik dann hinterher sagen kann „…Ihr habt es doch selbst mitgetragen…“.
    Es ist ein wenig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber das Gefühl habe ich schließlich auch bei mittlerweile jeder Parlamentswahl…

  4. „…Es steht in der Verantwortung des Bundesministers des Innern und seine Abteilung Bundespolizei sowie der polizeilichen Führung der Bundespolizei, die Bundespolizei in ihren Aufgabenfeldern einsatzfähig zu halten….“

    …sehr richtig! – Aktuell hat man aber eben nicht das Gefühl, dass sich sehr viele der Angesprochenen dieser Verantwortung stellen! Diese jedoch müssen begreifen, dass die Problematik sich nicht auf wundersame Weise von selbst lösen wird und auch nicht durch lächerliche Placebo-Sparmassnahmen aus dem Weg zu schaffen sein wird.
    Schon gar nicht aber werden wir unsere Substanz verfrühstücken dürfen, wie sich das momentan abzuzeichnen droht!

    Im Klartext heißt das, dass wir von unseren Verantwortlichen(?) fordern, dass sie sich für ihren Bereich einsetzen und nicht vornehmlich dafür, möglichst „oben“ nicht ungut aufzufallen!

    Die Einsicht in die Notwendigkeit dieser „Widerborstigkeit“ wird aller Voraussicht nach nicht freiwillig erfolgen, sondern dieser wird auf der politischen Schiene bzw. über die Medien nachgeholfen werden müssen. – Immer im Hinterkopf behaltend, dass die Frage nicht lautet, ob man sich die innere Sicherheit weiterhin leisten kann, sondern, ob man das überhaupt will!

    Wenn man das will, muss man die Kohle zur Verfügung stellen, und, seien wir ehrlich, sie ist auch da! Wenn nicht anders machbar, könnte das durchaus auf dem Wege des Herausrechnens u.a. der von Jupp angesprochenen Bereiche geschehen. Ein absolutes Tabu hingegen sollte die Überlegung darstellen, das Einsparziel über weitere Einschränkungen, Umorganisationen oder weitere Arbeitsverdichtungen zu erzielen!

    Sollte man der Meinung sein, die Einsparungen über neue Standortschliessungen/-Zusammenlegungen oder gar dadurch, Dienststellen in der Fläche durch mobile Aufgabenerledigung zu ersetzen, zu erzielen, so sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass dieses dann die nächste Reform wäre !

    Sollte man „oben“ der Meinung sein, dieses der Bundespolizei bereits jetzt wieder zumuten zu können, so könnte es sein, dass man sich hier täuscht!

    Wenn man außerdem der Meinung ist, dass man über die Haushaltsproblematik die des inneren Zustandes der Bundespolizei in den Hintergrund drängen und letztendlich elegant entsorgen kann, so sollten wir alle dafür sorgen, dass man sich hier auch getäuscht hat!

  5. Danke Jupp Scheuring, für diesen Beitrag!
    Alle Punkte, die hier angesprochen werden sind zutreffend und gehören sofort beseitigt.

    Im Bundeshaushalt 2011 / Kapitel 0625 = Bundespolizei

    unter Punkt:

    „Verwendung, Einsätze und Maßnahmen der Bundespolizei außerhalb des Bundesgebiets“

    2009: 14.014.000 €
    2010: 23.000.000 €
    2011: 23.900.000 €

    Ausgaben!!!

    Die Erläuterungen dazu kann man im Bundeshaushalt der BPOL nachlesen.

    Polizeieinsätze und Personal gehören von denen bezahlt, die diese auch in Anspruch nehmen.

    Ich würde noch weiter gehen!

    Wie an anderer Stelle schon mal von mir geschrieben, sollten sich auch die Fußballvereine in Deutschland mit einem Unkostenbeitrag beteiligen. Millionen über Millionen werden hier transferiert und die Polizeieinsätze werden Woche für Woche durch den Staat aufgefangen.

    Wo bleibt die Kostenbeteiligung bei Castortransporten?

    Warum haben wir kein Polizeikostengesetz für die Bundespolizei, wo man die Kosten für einen Polizeieinsatz einer Person in Rechnung stellen kann, z. B. stehen gelassene Gepäckstücke???

  6. Sparen ist sicher richtig, aber nicht auf diesem Weg! Man kann schon allein bei den Ausschreibungen beginnen, warum immer das Teuerste? (Wir sehen oft genug, dass es nicht das Beste ist). Jeder vergleicht Angebote, sucht und dann am Ende über die Menge wird der Preis gemacht, was macht unser Verein?….,
    Das mit den Bezahlungen war so wohl keinem bekannt.
    Dieses Forum ist öffentlich und es gibt bestimmt genug Neugierige, die hier mal lesen, ich denke sie wenden sich ab und weinen bitterlich. Es ist traurig, dass dem Bürger vorgegaukelt wird, Deutschland ist sicher, aber ist es das? Wenn wir alle zusammen nicht jeden Tag aufs Neue, uns zusammenreißen würden und uns irgendwie durchwurschteln würden, weil wir unseren Job gerne machen, wäre alles längst zusammengebrochen. Vielleicht sollte man das mal unserem BMI zeigen und klarmachen.

  7. Eintrag von s:
    „….wenn diese immensen Summen, die von den PVB verursacht werden, die außerhalb der eigentlichen Bundespolizei ihren Dienst versehen….“
    Die Kosten werden nicht von den Kollegen verursacht!

  8. ich fasse es nicht, der Sparaufruf ist m.E. nur der Einstieg zur BPOL-Reform IV, die dann mit erheblichem Personalabbau behaftet sein wird (Rückzug aus der Fläche).
    Erst werden die Dienstverrichtungsräume abgemietet, im nächsten Schritt die Reviere, dann einzelne BPOLI´en zusammen gelegt ? Es muss jedem bewusst sein, sparen kann man effektiv nur am Personal, jedoch auf Kosten der Sicherheit. Dem Bürger ist schon klar, dass Sicherheit nicht zum Nulltarif erhältlich ist, er ist bereit auch dafür zu bezahlen. Augenscheinlich ist das leider der Politik nicht so bekannt, die lieben in Griechenland etc. investieren.

  9. Reduzierung der Abordnungen durch
    (geklaut bei der Pol-Bayern)
    Sonderprogramm Flughafen Frankfurt am Main (SoPro FFM)
    *(geklaut bei der Pol-Bayern)

    – gezieltes Werben und Einstellen für den Flughafen
    – auch lebensälteren den Zugang gestatten
    – direkt Einstellung auf A8 nach Bestehen Laufbahnprüfung
    – Verwendung am Flughafen FFM (keine Ausnahmen möglich)
    – Auftrag an das AFZ Hessen der Ausbildung des SoPro FFM geziehlte Flughafen KSB Ausbildung

    SoPro FFM SAZ

    – analog oben jedoch für ehemalige Soldaten
    – verkürzte Ausbildung (kein 2tes Dienstjahr, Grundausbildung auf 1/2 reduzieren)

    Einstellungszahlen (zunächst) 1000

    Unterm Strich wird das billiger!

  10. Genau! Konsequent handeln und die Haushaltslage angehen! Wie wärs…privat beschaffte Chihuahuas als Diensthunde einsetzen, Außen-Vor-Beamte mal in die Arbeit einbinden, sowie High Potentials mal auf Streife schicken. Zur Not könnte man auch Idefix wieder reaktivieren. Bella würde es freu’n!

  11. Chihuahuas aber bitte mit eigener Strickjacke ausstatten! Aus Gründen der Fürsorge!

  12. Tja. So ist das Leben.
    In ein paar Jahren sind Wahlen und wir haben wieder einen neuen Chef.
    Traurig aber wahr. Ohne Gewerkschaft wären wir schon verloren!
    Nur müssen die Gewerkschaften auch mal ERNST machen und etwas tun. Anscheinend reicht meckern und reden nicht mehr.
    Wenn wir halt kein Streikrecht haben, dann nehmen wir es trotzdem wahr!!!

    Wer will denn 30.000 Diszis bearbeiten???

    Sollen doch die Staatssekretäre mal die Ministerien sichern oder unsere Präsidenten die Suffköpfe vom Bahnhof schmeißen.

    Vorschlag! Aus „Klartext“ wird „JETZT REICHT ES“ !!!

    Ich war immer stets ein stolzer Uniformträger. Aber unsere Politik pumpt Milliarden ins Ausland und im eigenen Staat wird gespart! Und zwar an der Sicherheit und den Leuten, die unser Land vor 65 Jahren aufgebaut haben bzw. 40 Jahre arbeiten waren! FRECHHEIT!
    Und sich selbst noch die Diäten auf 7668 Euro erhöhen!

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,770879,00.html

    Unsere Politiker sind nicht besser wie die in Griechenland, Portugal oder Italien!

    Und wir beschützen diese Geldgierigen … ???

  13. Wir sind doch bereits abgeschrieben!

    Geld müssen wir auch bald mitbringen und dann sollen wir noch Dankbar sein, ein Dach über dem Kopf zu haben.

  14. Zitat:
    „Es ist ein wenig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber das Gefühl habe ich schließlich auch bei mittlerweile jeder Parlamentswahl…

    Eintrag von buccaneer am 14.Juli 2011“

    Hallo,

    Deiner Aussage ist nichts hinzuzufügen. Die Streichungen u. Kürzungen bei uns belaufen sich auf weit mehr als ein Dutzend Maßnahmen. Es reicht jetzt! Für das Ausland u. die Aufrechterhaltung von 16 Bundesländern mit ihren Regierungen (teilweise bankrott) ist immer Geld da. Ich warte jetzt nur noch darauf, dass wir bei dem bevorstehenden Zusammenbruch des Euros gegen unsere Bevölkerung vorgehen sollen, wenn die von ihrem Widerstandsrecht gegen diese Politik Gebrauch machen wird. Die GdP bitte ich sich darauf vorzubereiten und die rote Linie zu benennen, die wir gegenüber unseren Brüdern u. Schwestern nicht überschreiten werden! Nicht für diese Politik, diese Politiker!

  15. So schlimm kann die Haushaltslage doch gar nicht sein?! Wenn die Masse der Dienstfahrzeuge über den Winter gar nicht bewegt wird?! Dienstfahrzeuge vor einigen BPol_Wachen haben über Wochen 1 m Schnee auf dem Dach. Von 30 Fahrzeugen vor einer anderen BPOL-Wache haben grade mal 2 Fahrzeuge über die gesamte Winterzeit graues Salz an der Karosserie. Merkwürdig! Wenn man überlegt was das „Rumstehen“ und die Beschaffung des unnützen Fuhrparks kostet muss der Etah noch weiter gekürzt werden!!!

  16. @Hans vielleicht sind das die Heckschleudern gewesen oder aber die Fahrzeuge mit dem vielen Schnee hatten keine Winterbereifung, vielleicht sind aber auch nicht genügend Beamte da gewesen um die Fahrzeuge zu bewegen. Da wir ja beim Wanderzirkus sind, werden die Kollegen bestimmt irgenwohin abgeordet worden sein. Es gibt noch eine Möglichkeit, die Fahrzeuge haben zuviele Kilometer runter und bedeuten eine Gefahr für die Kollegen und andere Verkehrsteilnehmer. Denke mal drüber nach.

  17. Hoffentlich sehen wir bald einen Artikel im Focus oder im Spiegel mit den aktuellen Zahlen der „Fremd“-Kosten, die vom Haushalt der BPOL abgedeckt werden müssen.

    Es wäre auch schön darin zu erwähnen, wer da wie abgestimmt hat…

  18. Die Haushaltslage spitzt sich zu! Jeder weiß das! Warum bringen wir PVB uns eigentlich nicht noch mehr in das Dienstgeschäft ein? Hierzu müßte natürlich der Dienstherr mitspielen. Man könnte z.B. einiges sparen indem man die Intranet-Seiten abschaltet und stattdessen Facebook nutzt. Hier kann sich jeder persönlich vorstellen, Freundschaften (vor allem mit Vorgesetzten) schließen, Neuigkeiten und Nachrichten austauschen. So unter uns, viele von uns nutzen diese Internet-Plattform ja schon. Man könnte das Private dann sehr gut mit dem Dienstlichen verknüpfen. Unsern Dienstherrn würden es bestimmt freuen, Kosten für IT einzusparen und mehr über seine Mitarbeiter zu erfahren. Auch Kollegen untereinander könnten und können sich jetzt bereits sehr gut über die neuesten Gerüchte austauschen.
    Nur noch ein Wort:
    „Chihuahua!“

  19. Geht es wirklich um die Haushaltslage? Staatsschulden hin oder her?

    Beim Zoll werden schon „rote Telefone“ eingesetzt, die helfen sollen nicht vorhandenes „Kontrollpersonal“ an den roten und grünen Kanälen an den Flughäfen zu ersetzen.

    Gerade dort im Bundesfinanzministerium, wird durch den Abbau von Personal im Vollzugsbereich der Kontrolleinheiten (zwischen 2007 und 2010 immerhin über 170 „AK“) dafür Sorge getragen, dass kriminelle Organisationen den Zigarettenschmuggel immer mehr ausdehnen können – als Folge daraus entgehen dem Finanzminister jährlich Steuereinnahmen v. mind. 4 Mrd. Euro. Klar dann erhöht man halt die Tabaksteuer erneut mangels vorab geplanter Steuereinnahmen die nicht eingenommen werden. Ein ewiger Kreislauf.

    Im Bereich der Bekämpfung der Schwarzarbeit (hier werden derzeit auch ca. 350 Stellen bundesweit abgebaut) rechnet der Wissenschaftler Prof. Friedrich Schneider mit 350 Mrd. € Schaden durch Schwarzarbeit jährlich.

    Als Kettenreaktion allein dieser beiden Formen von Missbrauch müssen die Beiträge zur Krankenversicherung bzw. die Beiträge zur Sozialversicherung fast regelmäßig nach oben angepasst werden.

    Wie man sieht gibt es genügend Baustellen an denen mangels nicht vorhandener Bekämpfung organisierter Kriminalität, Steuern bzw. Sozialabgaben nicht vereinnahmt werden, weil es an genügend Kontrollpersonal mangelt.

    Die Linken wollen jetzt dafür sorgen, dass alle illegalen Drogen entkriminalisiert werden…

    Allein der gemeinsame Erwerb von Schiffen für eine nationale Küstenwache, die ja wieder bis 2012 auf Eis steht, hat vor kurzem in einem Positionspapier der Spaßpartei für Schlagzeilen gesorgt. Hier ist von einem Einsparpotential von 25 Mio Euro die Rede.

    Weitere Fehlinvestitionen und Einsparungen bis zur dreistelligen Millionenhöhe bzw. darüber hinaus können wir den jährlichen Berichten des Bundesrechnungshofes entnehmen.

    Inzwischen ist der Umsatzsteuerbetrug neben dem Drogenhandel eines der einträglichsten Geschäftsmodelle für Kleinkriminelle wie für die Organisierte Kriminalität. Jahr für Jahr bestehlen sie den deutschen Staat um zweistellige Milliardenbeträge, die EU-Länder insgesamt gar um geschätzte 100 Milliarden Euro.

    Und es gibt noch viele viele andere Lücken, die es Kriminellen ermöglichen den Staat um seine Einnahmen zu prellen (Subventionsbetrug usw.)

    Trotz alledem scheinen alle Verantwortlichen beratungsresistent.

    Selbst für das Parlament und die Bundesländer stellt sich mir die Frage ob man nicht mit einem Viertel der Abgeordneten bzw. der Hälfte der Bundesländer auskommen könnte.

    Wo wir wieder ganz am Anfang stehen – geht es wirklich um die Sparintensität? – oder nur um die Besitzstandswahrung alteingesessener Machtstrukturen?

  20. 67 Millionen = neues Bundespolizeipräsidium (Neubau)! Gut Bauherr ist die BiMA, aber was soll die Bundespolizei in Potsdam dort an Miete zahlen?

    Ausgesonderte Fahrzeuge: In der BPOLD H stehen bestimmt 15 FuSTw, einige Fahrzeuge in neutraler Farbe schon seit langen auf dem selben Fleck=
    Verkaufen, oder Schrott!

  21. Vielleicht dann doch zukünftig mit dem Fahrrad auf Streife?
    Nur…: Wir haben bei uns zwei Mountenbike’s. Beide leider defekt und kein Geld zur Reparatur vorhanden.
    Mittlerweile wurden Kollegen schon gezielt angesprochen ob diese, bei Kleinstreparaturen an Fahrzeugen, nicht evtl. das benötigte Kleinmaterial aus der privaten Werkzeugkiste mitbringen könnten.
    Bei einigen mir bekannten maroden Wachen liegen die Heizkosten zigfach höher als die Mietkosten. Bei den Bürgern, die diese Wachen betreten, kann man an den Blicken ablesen was diese denken: „Wie hausen die denn hier?“, oder Kollegen der LaPo: „Das muß man gesehen haben um zu wissen, wie gut es einem selber geht.“
    Vorschlag: Alle Schilder, die auf das Vorhandensein einer BPOL-Wache hindeuten, abmontieren. Wir brauchen den Bürger eh nicht. Wir suchen uns diese, als Fahndungspolizei, selber aus. Ach, das geht ja zukünftig nicht mehr. Dann werden wir eben noch mehr Zeit auf der Wache verbringen und in Artus das eine oder andere Dokument zusätzlich anlegen. Mhhh, Papier sparen, Ausdrucke wegen Zählwerk (der Rahmenvertrag mit dem Betreiber läßt nur soundsoviel Kopien zu, ein Mehr muß einzel bezahlt werden) reduzieren.
    Dann eben täglich eine gemeinsame Streife mit den niederländischen Kollegen und deren Fahrzeuge. Die leben in Saus und Braus. Gute,funktionelle Ausstattung, moderne Wachen und auf jeder Etage steht ein Warmgetränkeautomat der kostenlos(!) genutzt werden darf. Die Kollegen aus dem Streifendienst werden dort sogar angemessen besoldet….

  22. Das freut mich sehr für die niederländischen Kolleginnen / Kollegen! Aber Deutschland ist eben kein Königreich, auch wenn es viel mehr „Könige“ hat, als das Nachbarland! Traurig, traurig…

  23. Zeitmaschine an.

    zurück ins Jahr 1983.

    nicht beim Bundesgrenzschutz einstellen lassen.

    zur Lapo gehen.

    dann bin ich im Jahr 2011 PHM/Z mit Sicherheit.

    dann bin ich endlich nicht mehr POM.

    blöd gelaufen.
    zeitmaschine kaputt.

  24. @Back to the Future

    für mich wäre beim Land die Karriere „schlechter gelaufen“.

    Nicht bei jedem Land sind die Karrieren besser.
    Land hat nicht automatisch mehr Geld.
    Job beim Land ist nicht „spannender“.
    Ausstattung beim Land ist nicht unbedingt besser.

    Es kommt ein bisschen auf das Land und auf einen selber an!
    Trotz diverser „Baustellen“ würde ich nicht zu Land wechseln!

  25. @aeM

    bin 2001 zum Land gewechselt. Als PM, heute 10 Jahre später bin ich PK.Mitte dreißig. Ohne Lehrgang. Und spannender als damals ist es allemal…! Für heute kann ich nichts sagen, aber mein wertes Frauchen ist noch bei der BPol und sie erzählt schon die eine oder andere Anekdote, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

  26. klar, Anekdoten sind eine Frage ob Land oder Bund. Andere Punkte haben damit gar nichts am Hut.

    [/ironie off]

    Wenn ich wollte könnte ich aber…. aber ich will nicht; denn es liegt nicht an Land oder Bund, sondern an Mensch, anderem Mensch, eigener Einstellung, Engagement, ….

    Fakt ist: Man kann überall glücklich oder unglücklich sein.
    Es gibt überall schönes und weniger schönes. Es kommt auch drauf an, wie man es betrachtet. Und wenn man es ehrlich betrachtet, dann ist mein Job gar nicht so schlecht und beim Land ist es auch nicht besser. Ich kenne genügend Landespolizisten, die unglücklich sind. Ich kenne genügend Bundespolizisten, die ihren Job sehr zu schätzen wissen.
    Und die Landespolizisten, die über meinen „Laden“ am lautesten motzen, sind ehemalige. Und ich denke, dass ist gut, dass die weg sind – zumindest die, die jetzt den Laden laut und mit viel Gemotze schlecht reden. Die, welche neutral, normal, vielleicht auch kritisch betrachten meine ich nicht.
    Und: ich kenne auch einige die vom Land zu Bund gewechselt haben. Komisch, die reden das Land nicht schlecht – sind aber mit ihrem Wechsel sehr zufrieden und glücklich! Also, man kann auch wechseln ohne den Laden madig zu labbern!

  27. Es kommt ein bisschen auf das Land und auf einen selber an!
    Trotz diverser “Baustellen” würde ich nicht zu Land wechseln!
    Eintrag von aeM am 16.Juli 2011

    …schon richtig, würde ich auch nicht.

    Weil ich nur noch 4 Jahre bis zur Pension habe.

    Ansonsten aber gilt: sicher sind die Länderpolizeien auch nicht allesamt das Land, wo Milch und Honig fliessen, sicher hat´s auch bei uns mal Spaß gemacht (will garnicht ausschließen,dass das in der einen oder anderen Enklave immer noch der Fall ist), eines jedoch ist bei den Länderpolizeien trotz auch dort unstrittig vorhandener und teilweise auch grassierender Reformitis aber eben auch unstrittig:

    Es wird nicht all Furz lang eine neue Debatte über neue oder abzugebende Aufgaben geführt, man hat dort wohl auch nicht ständig das Gefühl, sich für seine Existenz rechtfertigen zu müssen!
    Somit dürfte man unter dem Strich erheblich mehr Zeit da hinein investieren können, seinen Job zu machen und hierbei im Laufe der Zeit auch immer besser werden zu können, Erfahrung zu sammeln, Routine zu entwickeln. Geht bei uns auch? – Sicher, vom alten GSE her z.B. kenne ich das durchaus noch! – Ist aber erstens lange her ,zweitens liegen da einige Reformen dazwischen und drittens wird die nächste wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen, so dass man vielleicht gut daran tut, sich nicht zu sehr festzulegen…

    Man kann sich natürlich auch mit aller Macht für jede gerade mal wieder zum Popanz erhobene Priorität engagieren….- wenn´s einem nichts ausmacht, mit schöner Regelmäßigkeit hernach feststellen zu müssen, wieder mal für den Papierkorb gearbeitet zu haben!

    Also:Entweder die Innenminister widerstehen künftig der Versuchung, in jeder Legislaturperiode die Bundespolizei neu zu erfinden und fahren zur Abwechslung mal einen Kurs der Konsolidierung (der müsste freilich auch erst mal gefunden werden…), oder aber man denkt intensiv darüber nach, ob 60 Jahre nicht vielleicht doch genug waren!

    Das, was zur Zeit abgeht, kann man jedenfalls weder den Beschäftigten noch der Bevölkerung weiter zumuten!

  28. Hallo,

    es geht um mehr als ein paar Milliönchen im BPOL-Haushalt, es geht in den nächsten Monaten, bestenfalls Jahren, um den Bestand unseres Gemeinwesens, darum wie wir uns gegenüber unseren Mitbürgern verhalten werden, wenn die auf die Straße gehen werden:

    Wir unterhalten uns viel über „unsere“ BPOL-Probleme, schauen durch die Lupe auf unsere Behörde, derweil Europa währungspolitisch am Zusammenbrechen ist (und die USA mit). Ist euch eigentlich klar, dass wir sparen müssen, um den Bankrott-Euro-Staaten Kredite zu geben? Staaten, eher ihren polit. Führern, die sich mit falschen Zahlen den Eintritt erschlichen haben! Staaten, die – im Euro angekommen – großzügig billige Kredite von den Großbanken bekommen haben! Diese Staaten versucht die Bundesregierung auch auf unsere Kosten über Wasser zu halten, obwohl sie bankrott sind, versucht damit die Banken zu retten, die sich ins Fäustchen lachen, ihre Gewinne längst krisensicher untergebracht haben, vorneweg deren Vorstände. Und „bankrott“ ist jeder, auch Privatpersonen, der seine Kredite nicht mehr bedienen kann. Keiner von euch kann Jahr um Jahr Geld aufnehmen, um Kredite/Zinsen zu bedienen. Die Bankrottstaaten-Politiker im Verein mit den Großbanken konnten/können dies. Und immer mit dem Hintergrund dort Wohltaten zu verteilen, um eine Wahlperiode am Trog zu sitzen.

    Kapiert ihr worum es geht? Es geht nicht um „POM wird kein PHM“, „POK wird kein PHK“! Es geht um euere gesamten Ersparnisse,euere Wohnungen/Häuser, die Ausbildung euerer Kinder, euere Pensionen, um alles was ihr euch erarbeitet habt. Es geht um den Bestand unseres Staates, unserer Demokratie, unseres Wohlstandes. Und verursacht wurde dies von Politikern, die uns heute sagen, die Rettungsversuche wären alternativlos, um diese Märkte für uns zu erhalten. Haben wir zu DM-Zeiten weniger exportiert?

    Schaut mal in Youtube den Vortrag „Prof. Dr. Wilhelm Hankel Vortrag 2011 in Berlin“ an. Die Prof.-Gruppe um Hankel hat von Anfang an gewarnt, den Euro einzuführen, hat vor dem Verfassungsgericht geklagt. Hankel selbst ist Demokrat, war Mitarbeiter des SPD-Wirtschafts-ministers Karl Schiller als Leiter der Abteilung Geld u. Kredit.(s. Wikipedia). Wir alle, auch ich (!), sind hinter dem Ofen hocken geblieben, anstatt damals auf die Straße zu gehen. „Es ist ja so schön, für den Italienurlaub keine Lire tauschen zu müssen.“

    Kolleginnen, Kollegen, wir werden in den Staatsbankrott geführt u. diese „Sparmaßnahmen“ sind die ersten Auswirkungen. Es wird noch viel dicker kommen, das ist erst der Anfang, zieht euch warm an.

    Bitte mich jetzt nicht in irgendeine politische Ecke stellen. Da gehöre ich nicht hin.Ich bin überzeugter Demokrat u. Europäer, wohne nur wenige km von einer Schengengrenze entfernt u. genieße die Freizügigkeit hier aus ganzem Herzen!

    Schaut euch den Vortrag von Hankel an… Und nochmals halte ich wie zuvor in anderen Beiträgen fest: Wenn es zu Unruhen kommt, werde ich im Rahmen der Beamten-gesetzgebung für mich sehr genau prüfen, wie ich mich meinen Mitbürgern gegenüber verhalte. Ob meinen Mitbürgern nicht das Widerstandsrecht nach Art. 20 (4) GG zusteht. Und nochmals die Bitte an die GdP: Macht euch Gedanken darüber!

  29. @ Gerhard

    Du sprichst mir (und sicher auch vielen anderen) aus dem Herzen.
    Da uns die Politik und die Führung einfach nicht gestatten, unseren Job zu machen, sollten sie uns erlösen.

  30. @ aeM

    Ich mache Euren Laden keineswegs Madig.Die Ausbildung die ich in Schwarzenbek und Bredstedt genossen habe ist einmalig gewesen und ich profitiere immer noch davon.
    Aber dieses “ mit sich sellbst beschäftigen“ bei der BPol ist schon einzigartig. Darüber hinaus besitze ich Augen und Ohren, und man glaubt es kaum, habe ich auch noch Freundschaften bei der BPol. Kaum ist das erste Bier geöffnet geht das Gemecker über die BPol schon los. Aber frag nicht nach Sonnenschein.Themen: Struktur, Führung, Zuständigkeiten, Abordnungen, Zukunftsängste, Austattung… Und ich kann Dir sagen, dass 90% selbst liebend gerne zur LaPo gewechselt wären oder würden, sobald sich auch nur der Hauch einer Chance ergeben würde. Selbst in so ein Pleiteland wie Berlin…! Und das heisst schon was…

  31. Vieles wurde hier schon gesagt und muß nicht nochmal wiederholt werden.

    Nur im Kontext zum allgemeinen Sparwahn bei der BPOL sollte man sich mal diesen Artikel zu Gemüte führen:

    „Nach SPIEGEL-Informationen fördert Deutschland den Verkauf eines U-Bootes an die Regierung in Jerusalem mit 135 Millionen Euro.“

    siehe hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,774904,00.html

    Wer sich also weiter oben bei der GdP-Bildungsreise anmeldet, kann der bei der BPOL gesparten Kohle noch mal schön hinterwinken…..

  32. Leute, hört auf Karo1 und macht euch Gedanken.. Auf diese Situation habe ich schon vor 3 Jahren hingewiesen.Dazu hatte das BMI eine Studie veröffentlicht. Hab nur nicht gedacht das es so schnell kommt.
    Jochen

  33. Natürlich kommt der Staatsbankrott

    Natürlich scheitert der Euro

    Danach kommt ein Weltdollar oder so ähnlich,
    die wissen das alles.

    Anschließend werden die Reichen noch reicher….

    Keiner wird es verhindern.

  34. Bei meiner Dienststelle würden derzeit mindestens 70% der Kollegen zum hiesigen Land wechseln.
    Gründe hiefür liegen in der Besoldung (trotz des Eigenanteils zur Versicherung),dem Aufgabenfeld und der Struktuierung des operativen Bereichs (bei uns stundenlange Sachbearbeitung der Akte bis Abgabe an STA durch den/die aufgreifenden KSB in Büros, die diesen Namen nicht verdienen).
    Geschätzte 95% der KSB-Kollegen sind mit den Gesamtumständen (Beförderungssituation, Liegenschaften, Arbeitsmaterialien, Arbeitsaufwand…) innerhalb der BPOL unzufrieden.
    Die restlichen 5% warten erfreut auf die in absehbarer Zeit erfolgende Pensionierung oder sind Mitte 20 und gerade zum POK befördert worden.

  35. Was will man machen wenn man nach 20 Dienstjahren immer noch POM ist ohne Aussicht auf Beförderung in den nächsten 15 – 20 Jahren ?
    Dazu kommt jetzt noch die grausame Haushaltslage hinzu.
    All zu rosig sieht die Zukunft nicht gerade aus in dieser Behörde.

  36. Lesenswert:
    Europa 2.0: Neuzuschnitt der Alten Welt
    Von Gunnar Heinsohn

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/europa_20_neuzuschnitt_der_alten_welt/

  37. @Resignation
    Komm zu meiner Inspektion, eine große in der Hauptstadt, und Du wirst nicht mal in 40 Jahren befördert.
    Schlimmer geht immer.
    Von 100% Leistung eben ein bisschen runterfahren.
    Da sich Leistung nicht mehr lohnt, eben keine Leistung mehr geben.
    Perlen muss man ja nicht vor die Säue werfen.

    Ein nicht ganz so zufriedener Knecht,- äh Mitarbeiter.

  38. @aeM

    …eines ist beim Land auf jeden Fall besser. Man wird nicht innerhalb von ein paar Jahren, bedingt durch zig Reformen, von a nach b und dann vielleicht sogar noch nach c versetzt. Ich kenne sehr viele Kollegen, deren Beziehungeb kaputt gingen, weil sie mal eben bis zu 700 km versetzt wurden. Und jetzt beim fünften Schritt wird es entweder sehr viele Ehen kosten, viele Burn outs hervorrufen (oder noch viel schlimmer) oder viele Sozialfälle geben. Das kann dir beim Land diesbezüglich nicht passieren, da du innerhalb DEINES Bundeslandes versetzt wirst. Und da fängt man meistens in der Landes- oder größten Stadt an und kommt dann irgendwann i.d.R. Heimatnah.

    Meine Zeitmaschiene hat auch einen defekt. 1986 das EAV beim Buscho und bei der Lapo Hessen bestanden. Damals belabern lassen und zum Buscho gegangen, weil ich nicht nach Frankfurt am Main wollte. Jetzt fahre ich schon fast 20 Jahre täglich über 100 Km ins tolle Frankfurt am Main. Soviel dazu…..

  39. @aeM Fakt ist: Man kann überall glücklich oder unglücklich sein.

    Mal ne blöde Frage:

    Hast du schon die Klartext-Studie gelesen?

    Schutzmann

  40. dann sollte wie eben in einigen beiträgen geschrieben auch substanziell gespart werden. das bedeutet in der konsequenz, dass eben auslandsverwendungen auch von anderen titeln ausserhalb des bmi bedient werden, dass die sportschulen dicht gemacht werden, und auch darüber nachgedacht wird, ob es notwendig ist, sich 3 musikorchester zu leisten.

    der nächste schritt würde dazu übergehen zu überprüfen, welche der aufgaben der bundespolizei abgegeben werden könnte. so z.b. die bahnpolizeiliche komponete an die landespolizeien, die in den vergangenen jahren sowieso schon rund 60% der fälle dort bearbeitet haben (aufgrund des fehlens der bpol in der fläche)….

    oder die politik überlegt sich, grundlegend an der sicherheitsarchitektur in deutschland was zu verändern, so z.b. die gesamte einzeldienstpolizeiliche komponente an die länder zu übertragen, die vorhaltekräfte in bundeshand zu geben (effekt wäre die entbürokratisierung sowie die einfachere unterstützungsanforderung für grosslagen)

    über die ausbildung müssten sich alle 16 bundesländer plus der bund gedanken über die verteilung machen.

    die vorhaltekräfte würden nach gewissen standzeiten in den einzeldienst der länder übergehen. damit wäre auch der sozialen komponente entgegengeschritten, da jeder pvb die möglichkeit der heimatnahen verwendung hätte. viele weitere positive aspekte noch gar nicht hier dargelegt. einsparpotential an einsatzzentralen (bisher bund, land je eine, dann nur noch eine für den einzeldienst)….

    anregungen in dieser richtung wären von der vielzahl der pvb’s zu erwarten, die über genügend erfahrungen verfügen…..

    nur eine möglichkeit zur bewältigung der einsparungen….und eine bitte an die gdp, diese auch entsprechend in ihren überlegungen zu berücksichtigen….

  41. Eintrag von phm münchen:
    „oder die politik überlegt sich, grundlegend an der sicherheitsarchitektur in deutschland was zu verändern, so z.b. die gesamte einzeldienstpolizeiliche komponente an die länder zu übertragen, die vorhaltekräfte in bundeshand zu geben (effekt wäre die entbürokratisierung sowie die einfachere unterstützungsanforderung für grosslagen)“
    „die vorhaltekräfte würden nach gewissen standzeiten in den einzeldienst der länder übergehen. damit wäre auch der sozialen komponente entgegengeschritten, da jeder pvb die möglichkeit der heimatnahen verwendung hätte.“

    Ich finde deinen Gedanken sehr gut.
    Aber egal welche Reform kommt, nach den Erfahrungen der letzten Jahre kannst du eine entbürokratisierung und dezentralisierung vergessen. Hängt meiner Meinung auch mit den hohen Dienstgraden zusammen.

  42. @ PHM München am 19.Juli 2011

    Dieser Gedanke muss gedacht werden. Und er muss für die Zukunft gedacht werden.

    Die Übertragung der Aufgabe Bahn an die Länder wäre wohl der richtige Schritt.

  43. Hallo Kollegen!

    Hier wird immer vom Land gesprochen! Welches Land meint ihr denn? Wenn’s in irgendeinem Land besser ist, dann sagt es mir bitte! Ich seh leider überall Probleme und nicht jedes Land führt eine Strickjacke ein! Die BPOL hat sich mit Sicherheit, nicht nur in den letzten 3 Jahren, negativ für den „Schützen Arsch“ entwickelt. Aber ist es beim Land wirklich besser? Und was soll diese Diskussion um § 3 BPOLG? Wir können froh sein, daß wir diese Aufgabe haben! Mal ehrlich, das Land (welches auch immer!) hat genug eigene Leute! Die brauchen keinen Ballast von uns! Und zumindest einige von uns glorreichen BPOL-Beamten können wenigstens heimatnah verwendet werden. Unsere Probleme wurden bereits in der Reform II geschaffen und mit dem neuen Reformwahnsinn verschärft. Besser wird’s nimmer! Außer es wird sinnvoll durch die Politik nachgebessert und nicht durch uns selbst am eigenen Ast gesägt! Gruß aus dem Südwesten! Von einem heimatlosen entwurzelten Opfer der Reform II! Ex-idealisierten Verbands-BGSler und jetzt durch Fehl-Management ausgebrannten „Bullen“ im Gefängnis Bundespolizei! Ein dreifaches Hipp Hipp Hurra auf unsere High Potentials!

  44. Noch Eins:

    Ich wollte natürlich nicht nur Kritik an uns „kleine Lichter“ üben. Mein vorheriger Beitrag sollte nur zur Selbst-Reflexion dienen.
    Man sollte dennoch unsere Führungskultur überdenken und nicht unbedingt Arbeitsmodelle aus der Betriebswirtschaft übernehmen. KFS, BEM und der ganze Kram ist bestimmt nicht verkehrt, wenn es richtig angewendet wird. Leider sind wir aber alle (auch der gD/hD) nur Menschen und leider Gottes haben wir genug opportunistische Führungskräfte (das A-Wort darf man ja im Forum nicht verwenden!), welche „Instrumente der Steuerung“ zu Ihrem eigenen Vorteil nutzen und den kleinen Beamten nur ausnutzen. Nicht wenige von uns sind ja bereits vom Wah…nn (Entschuldigung den Burn Out!) betroffen. Ehrlich gesagt waren mir früher GruFühs und ZuFÜhs lieber, welche mir offen ins Gesicht gesagt haben wenn ich Schei.. gebaut habe. Heutzutage wird einem ins Gesicht gegrinst, das „Du“ angeboten und mit Zielvereinbarungen und versteckten Absenkungen der Beurteilung gearbeitet. Und zum Schluß, wenn man am Ende ist und nur noch bedingt dienstfähig ist, werden die Kollegen gegen einen aufgehetzt. Ein Hoch auf unsere High Potentials!

  45. …seid Ihr genauso gespannt auf die anstehenden Tarifverhandlungen Endes des Jahres wie ich auch?

    Es grüßt der ErmB

  46. @PHM München:

    „…und auch darüber nachgedacht wird, ob es notwendig ist, sich 3 musikorchester zu leisten.“

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der Nutzen der drei Bundespolizeiorchester in keinem Verhältnis zum Aufwand, 10.000.000,- EUR pro Jahr, steht. M. E. könnte hier auch von Steuermittelverschwendung gesprochen werden. Immerhin wäre ein Beitrag zur Konsolidierung des Haushaltes der BPOL bis zum Jahr 2015 durch die Bundespolizeiorchester möglich. Der Anteil macht gut die Hälfte der notwendigen Kostensenkungen aus, das wäre ein Beitrag von 40.000.000,- EUR bis zum Jahr 2015.
    Es gilt nur noch tatkräftig anzupacken!

  47. Moinsens!

    @ Die Strickjacke

    Auch mir war, im Nachgang betrachtet, der BGS mit seiner direkten Art lieber. Der jupp inner Trupp war kein Mensch und das wurde ihm auch so gesagt. Heute ist man der wertvolle Mitarbeiter aber es wird sich einen Sch…dreck um die Belange dessen geschert. Für mich keine Verbesserung.
    Zugegeben, die Ausstattung ist doch in kleinen Teilbereichen besser geworden.

    Allerdings, liebe „Strickjacke“, spricht PHM München hier doch die beste aller Ideen für die innere Sicherheit in der Bundesrepublik an. Da ist sicherlich nicht die Rede davon, dass es bei einer sonstwo gelegenen Landespolizei besser ist. Es geht vielmehr darum, dass Geld für die innere Sicherheit so auszugeben, dass der Bürger das bekommt, was er erwartet, nämlich eine funktionierende Polizei (egal ob Land oder Bund) mit ausreichend Personal und guter Ausstattung.
    Da aber wohl kaum ein Bundesland mehr in der Lage ist, dieses zu gewährleisten, wäre es schon vor der Reform III an der Zeit gewesen, sich länderübergreifend und ohne Tabus Gedanken darüber zu machen.
    Vernünftige Denkspiele (wie auch das von PHM München) gäbe es zur genüge.
    Mir persönlich gehen diese allerdings noch nicht weit genug.

    Überdies glaube ich persönlich nicht daran, dass die bahnpolizeiliche Komponente zukünftig dauerhaft die Möglichkeit einer heimatnahen Verwendung gewährleisten können wird. Nach Übernahme der Bahnpolizei wurde die Fläche durch Schließung von Bahnpolizeiposten ausgedünnt und in der Reform III wurde wiederum weiter zentralisiert.
    In Anbetracht des immer knapper werdenden Personalkörpers und ernsthaften Überlegungen über die neue Aufgabe „Luftfracht“ muss man wohl kein Hellseher sein, um Mutmaßungen darüber anstellen zu können, aus welcher BPOL-Aufgabe das Personal dafür wohl herkommen mag.

    Fakt ist doch wohl, dass die Bundespolizei in der heutigen Form und dem heutigen Personal“kopfkissen“ (von „Decke“ mag ich nicht mehr reden) nicht mehr in der Lage ist, ihre Aufgaben nach § 1 – 6 BPOLG (von den Verwendungen gar nicht zu reden) umfassend und in der Fläche zu erfüllen.

    Gruß

    AB

  48. Wo ist das Problem???
    Hunderte von begeisterten Mitarbeitern werden in Berlin 60 Jahre BPOL feiern und lachen.
    Was wird da ein Präsident oder ein Minister und die Öffentlichkeit wohl denken???

    WOW denen geht es doch richtig GUT bei der Bundespolizei.

    Hier sollte jeder für SICH überlegen, ob er zu dieser Selbstbeweihräucherungsveranstaltung geht.

    Wie heißt es so schön: Stellt Euch vor die BPOL wird 60 Jahre und KEINER geht hin.

    Also nix für ungut……

  49. Ich bin sprachlos.
    Aber eigentlich war es auch abzusehen.
    Gelder werden gekürzt bzw. an anderer Stelle ausgegeben.
    Und Dienst- bzw. Einsatzzeiten arten so aus, dass man selbst das wenige Geld noch ausgeben kann.
    Wo führt das alles noch hin?
    Es kann doch nicht sein, dass man nur sein Leben für den Bund lebt und alles andere soziale Leben in Rückstand gerät oder gar in Vergessenheit.
    Es muss etwas passieren – in JEGLICHER Hinsicht.

  50. Staatliche Planwirtschaft = Misswirtschaft, diese Regel
    ist natürlich auch bei der Bundespolizei keine Ausnahme.
    Leiter, Lehrer, Führer (EPHK, PD, Präsident)werden ausbefördert und stellen die von ihnen geleitete(Teil-)Einheit im besten Lichte dar.
    Miss-Stände sind Einzelfälle.
    Burn-out oder die Klartext Studie wird ernst genommen und geprüft….und Kommissionen eingesetzt.
    Der Besuch hoher Herren beim niederen Volk wird angekündigt und entsprechend vorbereitet, der Personalrat und selektierte Mitarbeiter dürfen
    an einer „von Offenheit geprägten Gesprächrunde“
    (vs nächste Beurteilung)teilnehmen.
    Burn-out kommt von der Überlastung der PVB und der
    POM-Bauch kam über Nacht, im Übrigen sind die Politiker
    schuld, die der Bundespolizei zu wenig Geld geben.
    Ein planbares Wochenende im Monat ist ein Erfolg
    und Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es selbstverständlich auch bei der Bundespolzei.
    „Der einzelne Mitarbeiter ist uns wichtig. Das verpflichtet uns zu richtigem und durchdachtem Personaleinsatz(Leitbild).“
    Die GDP (u.a.) klagt Miss-Stände an, was ja ihr Job ist,
    die Manager nehmen sich der Sorgen und Nöte „konstruktiv“ an, heraus kommt eine ausufernde Bürokratie, welche dem mittlerem Management durch ein
    entsprechendes Aufkommen an Fallzahlen Existenzberechtigung erteilt.
    Für die demotivierte Plebs bleibt die operative Arbeit
    auf der Straße hängen.
    Freuen wir uns, wenn die Strickjacke kommt und es wieder
    einen Tag Gratis-Urlaub gibt. ALLES wird gut !?!

  51. auch hier wäre meine gewerkschaft die gdp gefragt, politisch entsprechende vorschläge zu bringen. wie ich bereits geschrieben hatte, müssten die gedanken an der sicherheitspolitik des bundes beginnen, die länder mit ins boot geholt werden. zusammen sollten dann möglichkeiten erörtert werden, wie die sicherheit in unserem land konstant bleiben kann, jedoch durch gemeinsame anstrengungen dem sparzwang nachgekommen werden kann.

    eben auch dadurch, dass die sicherheitsarchitektur grundlegen verändert wird. und das ganze ohne sicherung für lobbygruppen oder befindlichkeiten einzelner politiker. es sollte endlich wieder um die sache gehen und nicht um persönlichkeiten.

    warum sollten nicht einmal ideen ohne zwänge ausgesprochen werden. ich hätte gerne die meinung der gdp dazu gehabt, wie sie z.b. der idee gegenübersteht einzeldienstpolizeiliche aufgaben komplett den ländern und im gegenzug die verbandskräfte komplett dem bund in die hand zu geben.

    wie wäre es z.b. mit einem forum hier, in dem grundlegend ideen von den polizisten (bund und länder zusammen) selbst eingegeben werden könnten? aufgrund der geballten erfahrungen wären dort sicherlich auch ideen dabei, die die sicherheitsarchitektur in deutschland weiter bringen könnte…

  52. Entschuldigung, mir fällt bald nichts mehr ein! Wir sollen die Welt, den Euro oder was weiß ich nicht alles retten, in dem WIR sparen sollen; die Bundeswehr schafft U-Boote ab, um zu sparen!

    Und was macht „unsere“ Bundesregierung? Sie VERSCHENKT U-Boote ganz oder zumindest teilweise an Israel, jetzt wieder für 135 Mio; da ist ja vorher schon viel mehr Geld geflossen!

    KRANK, kann ich da nur noch sagen! Und DAS soll man irgendeinem Kollegen noch erklären bzw. layal vertreten!? Das sollen dann mal schön andere übernehmen!!