Bundespolizei hat aktuell 37.657 Beschäftigte

Zum ersten Juni 2011 waren in der Bundespolizei 32.036 Beamtinnen und Beamte ( Polizei – und Verwaltungsbereich zusammen) und 5.621 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Somit hat die Bundespolizei nachweislich der akutellen Haushaltszahlen des Bundesministerium des Innern 37.657 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt und nicht 41.000, wie von offiziellen Stellen immer wieder behauptet wird. Neben den aktuell Beschäftigten hat die Bundespolizei noch 1.623 Stellen für Anwärterinnen und Anwärter. Selbst wenn man die Kolleginnen und Kollegen, die sich aktuell in der Ausbildung befinden, mitrechnen würde, hätte die Bundespolizei lediglich etwas mehr als 39.000 Beschäftigte.

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Themenbereich: Ausstattung & Ausrüstung | Drucken

23 Kommentare
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  1. Zahlen hin, Zahlen her,

    ich sehe im Moment nur eines….

    Auf meiner Dienststelle (Revier Bahnhof Zoo) haben laut ODP 1/7 Beamte einen Dienstposten. Jeden Tag sind wir jedoch nur 1/2 oder 0/3 Beamte.
    Das Revier wird ggf. geschlossen, wenn es zu Einsätzen geht.
    Bei den Kollegen auf dem Hauptbahnhof sehen die Zahlen nicht anders aus!!!

    Daher sollten wir uns doch nicht um die kleinen Zahlen streiten. Wichtig ist doch eigentlich. Wo sind die ganzen Beamten geblieben?

    Ich wünsche einen schönen Sonntag. (21.08.2011)

  2. Fakt ist: Es fehlen 2000 Polizistinnen und Polizisten !

  3. Naja – da haben wir doch die Erklärung???
    Aber überlegt mal was das bedeutet. Die …….. Wirtschaftsbosse unseres Dienstleitungsunternehmens rechnen mit 41000 Beschäftigten-2000 zuviel?! Das darf nicht passieren. Da kann doch keine noch so gut gemeinte und sozialverträgliche Reform klappen.
    Oder anders ausgedrückt. Bei 41000 Beschäftigten fehlten uns bis dato 1000 oder 1500 Beamte…Wieviel fehlen uns denn dann erst nach der neusten Erhebeung der Beschäftigtenzahlen???
    UHHHH – eine „gut“ laufende Firma im Dienstleistungssektor die die Anzahl ihrer Beschäftigten nicht kennt…nicht gut, ich glaube so wird das nichts. Das schreit nach einer neuen Reform;)

  4. Bei den vielen Aufgaben die wir mittlerweile haben sind das definitiv zu wenig Kollegen-innen.
    Entweder es müssen deutlich mehr eingestellt werden oder es müssen Aufgaben abgegeben werden !

  5. Die Zahl 41.000 muss stimmen, schließlich kommt sie von offizieller Seite!! Oder sollten da…oops… klammheimlich ein paar Kollegen pensioniert worden sein..? Eher wahrscheinlich, dass man die Anzahl der Dienststunden genommen und durch 41 pro Woche geteilt hat…
    @Fakt: Klitzekleine Korrektur – es fehlen 2000 PVB alleine beim Bund!!Darüber hinaus gibt es 16 Bundesländer, die seit 10 Jahren Personal kürzen…sorry: einsparen.
    Bei mir macht sich allmählich das Gefühl breit, dass jede Reform (neben der Personalkürzung) nur ein Verschiebebahnhof von Aufgaben ist, damit niemand merkt, dass zur Erfüllung all dieser Aufgaben längst viel zu wenig Personal da ist.

  6. Und ich war schon beinahe der Auffassung, dass 8.000 POM bei 41.000 Beschäftigten „sich ganz passabel anhört“ und ich eben der schon viel zitierte Einzelfall bin. Bei aber vielleicht gerade mal 28.000 PVB ist eine POM-Quote von irgendwo zw. 25 – 30% eine Frechheit. Ist das eine Leistung, auf die die Verantwortlichen stolz sind? Sagt man da in kleine Kreis: „Hurra, die Vorgaben wurden erfüllt?“

  7. Wenn man die Aussagen der Klartextstudie wirklich ernst nehmen würde, müsste jetzt eine massive Reaktion erfolgen.
    Immer weniger Mitarbeiter für immer mehr Aufgaben, wird den Krankenstand nicht wirklich senken.

  8. Vielleicht sollte mal jeder auf seinem Dienstposten Dienst verrichten, dann sieht man ja wo es fehlt.
    Hiermit stelle ich einen Antrag auf „Dienstpostenbereinigung“.

  9. @Skeptiker,

    im zweiten Punkt deiner Ausführung stimme ich dir voll und ganz zu. Dann, wenn die BPOL Aufgaben abgibt, können auch die Beamten ihre Aufgaben besser wahrnehmen und es Bedarf keinen weiteren Einstellungen.

    Als Aufgabe die die BPOL abgeben könnte wäre u.a. die Statistik und die Quali-Sicherung.
    Verwaltende Aufgaben, die derzeit von voll ausgebildete PVBs durchgeführt werden, die somit auf „der Straße“ fehlen. Solche Aufgaben können durch „Nicht-PVBs“, sprich Angestellte oder BPOL-Unterstützungskräfte (ehem. GuKs) erledigt werden.

  10. Haben wir noch etwas vergessen???

    Ja, die vielen Teilzeitbeschäftigten, die in der Statistik jeweils mit einer ganzen Stelle berechnet werden. Beim Zusammenlegen der Teilzeiteschäftigten wird das Fehl an Personal noch deutlicher.

    Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht, keine Kritik an den Teilzeitbeschäftgten, vielmehr müssen auch bei Einstellungen diese Zahlen berücksichtigt werden.

    Wir haben viel mehr als 2.000 PVB zu wenig.

  11. Wir haben 178 KSB-Dienstposten auf unserer Dienststelle, die auch alle besetzt sind.

    Real sind aber nur gut 110 im Jahresmittel da.

    Kein Wunder, wenn man nicht mal weiß, wieviel Leute man tatsächlich unter Vertrag hat.

  12. Vielleicht sollten manche die hier irgendwelchen Unfug posten erst mal in den ODP sehen.

  13. Die Zahl kann sowieso nicht stimmen. Zu glatt. Bei allen Personalberechnungen / Organisationsuntersuchungen, die mir bisher bekannt geworden sind, gab es immer Etwas nach dem Komma!0,37 % von dem Vorgenannten nehmt bitte nicht ernst (aber manchmal stimmt eben, das typisch deutsch, deutsch ist). Und der ODP ist nicht die „Bibel“. Absurd ihn als Etwas zur Orientierungshilfe zu benennen. Der ist wider besseren Wissens gemacht worden (mit Zielvorgaben aus der Politik), sehen wir ja jeden Tag. Im Kleinen wird das auch zugegeben.

  14. Laut ODP hat die Bundespolizei insgesamt 39.156 Dienstposten/Arbeitsplätze.
    Hinzu kommen die Anwärter (1.623 Stellen laut GdP) und Auszubildenden.
    Das macht in Summe ziemlich genau 41.000 Dienstposten bzw. Arbeitsplätze.
    Der ODP ist keine „Orientierungshilfe“ sondern stellt die organisatorische Obergrenze dar. Insoweit ist er in der Tat eine politische Vorgabe.
    Zu unterscheiden ist davon aber die im jeweiligen Haushaltsplan ausgewiesene tatsächliche, also finanziell unterlegte Anzahl der Dienstposten und Arbeitsplätze (also Planstellen/Stellen).
    Und davon nochmal zu unterscheiden ist die – hier wohl gemeinte – Anzahl der auf diesen Planstellen/Stellen real vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
    Klingt etwas verwirrend, ist es aber eigentlich nicht.
    Das Ergebnis ist – die GdP-Zahlen als richtig vorausgesetzt – jedenfalls ziemlich alarmierend.
    Wenn durch die Reform 1.000 PVB mehr auf die berühmte Straße sollten (welche war das noch gleich?) und zugleich 2.000 Leute beschäftigt werden könnten, aber tatsächlich nicht da sind, dann stimmt da was nicht zusammen.
    Vermutlich liegt es schlicht an der Haushaltslage, also: kein Geld usw.!
    Polizei nach Kassenlage – das kann´s ja nun wirklich nicht sein…

  15. Die Bundespolizei muss unbedingt seine Struktur anpassen und verändern!

    Anders als viele Nörgeler halte ich die vergangenen Reformen nicht für falsch.
    Nach dem Wegfall der Innerdeutschen Grenze und der Aufgabenanpassung war eine Organisations-Reform zwingend notwendig. Auch die jetzige Reform ist die logische Anpassung der Behörden-organisations-struktur und sinnvoll. Die Wegfall der Präsidien und die Zusammenlegung der AFZ´en zur Akademie erscheinen gut und bringen eine Aufstellung für die Zukunft.

    Durch die Zwänge des Europäischen Rechtes im Bezug auf Luftsicherheit ist ein großes Personalkontingent im Bereich der Flughäfen eingesetzt.

    Für die Zukunft ist es aber erforderlich die begangenen Reformen nicht schlecht zu reden, sondern zukunftsorientiert weiter zu denken.

    Die Grundstruktur der Organisation steht.
    Es fällt jedoch auf, dass in allen Einzeldienststellen zu wenig Personal ist.
    Das muss gelöst werden.
    Es müssen die Dienstposten, die zwingend erforderlich sind und laut OPD nicht existieren geschaffen werden.
    Es müssen im ODP deutliche Reserven für Teilzeitkräfte, Langzeitkranke, Auslands- und Inlands-Abordnungen (Langzeit AO) geschaffen werden.

    Die Bereitschaftspolizei muss zwingend, für den (Rechts-)Frieden im Inland aufgestockt werden. Neben Fussball, Castor, Papstbesuch, Demonstationsanreisen – also eigene Aufgaben, benötigen auch die Länder in Zeiten der Terrorgefahr, gewalttätigen Demonstrationen (1.Mai, Sternschanze, S21, Schutz des Bundestages etc)und auch mit Blick nach England, eine Polizeireserve.
    Das ist eine Aufgabe des Bundes. Nur durch deutliche Personalaufstocken kann die Bundespolizei diesen Auftrag wahrnehmen.

    Es müssen dringend 1000 neue Beamte aus den Bereichen FFM, München, Stuttgart für eine Verwendung in Schwerpunktdienststellen gewonnen werden; die Bereitschaftspolizei – auf dem Papier voll in der Realität leer – braucht auch 1000 neue Beamte.

    Ohne, dass ich die genauen Zahlen ausgewertet habe, vermute ich ein Mindestfehl von 2000 PVB an der Basis. Es werden demnächst starke Rentenabgänge folgen. So dass Neueinstellungen von bis zu 3000 jungen Menschen erforderlich werden.

    Die Werbung und Verteilung dieser Neueinstellung muss natürlich geplant werden.

    Also Einstellung FÜR bestimmte Dienststellen!!!
    Gerne auch ehemalige Soldaten mit verkürzter Ausbildung.

    Das ist Aufgabe der GDP für die Bundespolizei und für die 16 Länder unsere begonnene Strukturreform nun sinnvoll weiterzuführen.

  16. Deine Schlussfolgerungen kann man uneingeschränkt teilen (von wegen Personalbedarf, Einstellungsmodalitäten etc.)

    Deswegen wird jedoch die unüberlegteste, unausgegorenste und widersinnigste Reform in der Geschichte der Bundespolizei um keinen Deut besser!

    Im Gegenteil, sie hat ja teilweise erst , vor allem durch den ausufernden Zentralismus auf allen Ebenen,die Defizite an der Basis geschaffen bzw. verschärft, die es nun zu bereinigen gilt!

    Insofern bringt also eine Weiterführung der Reform nach dem Motto „Augen zu und durch“ auch keineswegs eine „Aufstellung für die Zukunft“ (1000 Leute mehr auf der Strasse, HarHar…), sondern es ist im Gegenteil die verdammte Pflicht der Verantwortlichen, sich nunmehr endlich mit den „Risiken und Nebenwirkungen“ zu befassen, ggf. zuzugeben, Mist gebaut zu haben und korrigierend einzugreifen, solange es noch geht!

    Die Schönrederei dieser Missgeburt dauert nun bereits fast 5 Jahre, aber wie schrieb ein ungenannter Kollege hier mal so schön:
    „Sch**** kann man nicht polieren!“…

  17. Zum Beitrag von aeM:

    Persönlich gebe ich Dir 50 zu 50 % Recht. Ich kann nur für mich reden, denke aber, insgesamt bei der Bundespolizei, sieht das Verhältnis der Bewertung anders aus.

  18. Zitat auszugsweise:

    …“Vermutlich liegt es schlicht an der Haushaltslage, also: kein Geld usw.!
    Polizei nach Kassenlage – das kann´s ja nun wirklich nicht sein…

    Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 25.August 2011″

    …Und was nicht sein kann (darf), dass gibt es auch nicht…oder??!!!

    Anmerkung: Geld ist genug da, nur die Verteilung stimmt nicht (nicht nur bei der Bundespolizei).

  19. @aeM

    Die Reform war aufgrund des Schengenbeitritts notwendig. Allerdings war/sind die Vorbereitung und die Umsetzung mehr als mangelhaft. Nach meiner Meinung können viele Probleme auf den Dienststellen nur durch mehr Personal gelöst werden. Aber woher soll es kommen? Wenn ich mir die geplanten Einstellungszahlen ansehe, werden wir zukünftig sogar noch weniger Personal haben. Trotz Aufgabenübernahme Bremen/Bremerhafen, Ausbau der Flughäfen, eventuelle Frachtkontrollen usw..
    Die Politik wird es sich leicht machen und auf die angeblich schlechte Haushaltslage verweisen. In diesem Zusammenhang sei auf einen Bericht in den öffentlich-rechtlichen Anfang der Woche verwiesen: Ohne die Steuergeschenke an Vermögende in den letzten 20 Jahren, hätte der Bund in diesem Jahr 50 Mrd. EURO!! Mehreinnahmen. Hätte für 2011 einen ausgeglichenen Haushalt und Abbau von Schulden bedeutet und keine Sparmaßnahmen.
    Hier sollten die großen Gewerkschaften endlich einmal den Schulterschluß wagen und diese sozialen Mißstände beseitigen.

  20. Jürgen P. Rubeck scgrieb am 25.08.2011

    Wenn durch die Reform 1.000 PVB mehr auf die berühmte Straße sollten (welche war das noch gleich?) und zugleich 2.000 Leute beschäftigt werden könnten, aber tatsächlich nicht da sind, dann stimmt da was nicht zusammen.
    dazu kann ich nur sagen. bei uns auf der inspektion hat man wieder 7 pvb von der straße genommen.
    6 beamte für bearbeitungsmanagment (artus) und einen weiteren beamten für öffentlichkeitsarbeit, diesen posten machen nun 2 pvb

  21. Wir werden 2013 zur Bundesverwaltungspolizei umbenannt!

  22. „Wenn durch die Reform 1.000 PVB mehr auf die berühmte Straße sollten“

    Was man nicht vergessen darf, es gibt Bereiche, die einfach Personal ohne Ende „Schlucken“. Durch veränderte Anforderungen im Bereich LuSi ist ein erheblicher Mehrbedarf an ALLEN Flughäfen gedeckt worden. Da können sehr schnell mal 1000 neue „Straßenbeamte“ verschwinden. Zumal die Flughäfen sich vergrößern und nicht verkleinern.

    Und Artus (das neue ((jetzt nicht mehr)) Vorgangssystem) braucht Personal. ÖA, Leitstellen, „Innendienst“ braucht Personal. Das ist so. Leider ist nicht alles so im ODP hinterlegt. Das Problem ist nicht, dass der Innendienst Personal braucht, das Problem ist, dass diese notwendigen „Jobs“ nicht im ODP hinterlegt sind. Und zwar so, wie gebraucht. Man muss bedenken, dass Sachgebiete auch mehrer Mitarbeiter für Vertretungen brauchen.
    Beispiel: MKÜ hat nur einen Zugführer. Was wenn der Urlaub haben möchte???

  23. @ae
    Du schreibst, dass du mit den Reformen im Grunde einverstanden bist.
    Gleichzeitig legst du aber einen ganzen Katalog von Maßnahmen vor,
    der Änderungen bzw. Ergänzungen vorsieht.(Die ich z.T. gut finde)

    … Aber?
    Merkst du was?
    Deine Vorschläge sind durchweg gerade wegen der Reformen nötig geworden. Warum haben wir den jetzt allerorten Schattenkabinette?
    Weil genau diese DP`s in der Vergangenheit wegrationalisiert wurden.
    Reserven für Kranke, Teilzeitler, oder einfach Rückzugsgebiete wenn man mal hoch in den Fünzigern ist?
    Glaub mir, das wird niemals kommen. Damit wäre die (verdeckte)Pensionskürzung ad acta..

    Ich schätze deine Beiträge durchaus. Aber deine (guten) Ideen hat man mit Masse durch die letzten Reformen eingeführt oder heraufbeschworen und will die gar nicht mehr haben.

    Immer weniger Personal wird immer mehr Arbeit haben. So sieht es aus.

    Schutzmann