Dem Sparziel bei der Bundespolizei von 35 Millionen Euro einen erheblichen Schritt näher!

„Mit der Einsparung der Miete in Höhe von jährlich rund 5000 Euro durch Schließung des Dienstverrichtungsraumes in Rheine kommen wir dem Sparziel von 35 Million Euro ein erhebliches Stück näher!“, so die ironische Reaktion des Vorsitzendes der GdP-Direktionsgruppe der Bundespolizei in NRW, Wilfried Spurzem, auf die Mitteilung des Staatssekretärs im BMI, Fritsche. Hier soll es nach dem Willen des Bundesinnenministers ab 2012 keine Bundespolizei mehr geben, denn Rheine wird mit Ablauf des Jahres 2011 „abgemietet“, wie es im Behördendeutsch heißt.

Da die Einsparungen der Mietkosten für Rheine jährlich erst ab 2012 wirksam werden, sind die 35 Millionen Euro, die noch in diesem Jahr eingespart werden sollen, auf anderem Wege zu erbringen. Dieses Ziel ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei nur mit erheblichen Einschnitten in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger machbar. „Wenn sich die Bundespolizei aus der Fläche herausziehen muss, weil das der Wille des Bundesinnenministers ist, dann geht das zu Lasten der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger! Man löst auch keine Feuerwehrdienststellen auf, weil man Kosten sparen will und verlängert damit die Anfahrwege. Wenn es bei der Bundespolizei ‚brennt‘, müssen unsere Kollegen schnell vor Ort sein. Von Münster sind es rund 45 km nach Rheine. Das ist zu viel!“, so Spurzem weiter.

Nach Auffassung der GdP hat die Politik in den vergangenen Jahren zu lange zugeschaut, wie die Gewaltbereitschaft zugenommen hat. Mit polizeilichen Mitteln allein sind derartige Entwicklungen nicht aufzuhalten. Jetzt jedoch Polizei quasi vor Ort zu reduzieren und in Ballungsräumen zusammenzuziehen, ist so, als würde man einen Fehler zweimal begehen. „Dann“, so Spurzem, „ist die vielbeschworene Bürgernähe ganz im Eimer!“

Artikel zum ausdrucken

Share

Themenbereich: Ausstattung, Bekleidung, Technik | Drucken

31 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Man kann die 35 Mio auch nicht dadurch einsparen, dass man nur noch bedingt die dienstlich zugewiesenen Kraftfahrzeuge nutzen darf….

    Wenn man in unserer Behörde sparen will, muss man ganz oben anfangen. Es muss in der ganzen Organisation ein Umdenken stattfinden. Die Abordnungen, die bundesweit laufen und sehr, sehr viel Geld in Anspruch nehmen, könnte man sicherlich hier und da abschaffen, weil die jeweiligen Organisationseinheiten, wie z.b. der Flughafen Frankfurt genügend Personal hat. Dort brauch man doch nur ein gescheites Personalmanagement und ich denke, dass man hier und da weniger Abordnungskräfte benötigen würde. Der Fluggast vor der Kontrollbox muss nicht innerhalb kürzester Zeit abgefertigt sein. Bei anderen Behörden, wie z.b. dem Finanzamt, muss man als Bürger auch Wartezeiten in Kauf nehmen. Aber nein, lieber den ganzen Tag über mehrere Spuren mit Personal füllen, damit die Fluggäste, wenn sie kommen auch sehr schnell durchgelotst werden können. Hauptsache Service. Was er unserer Behörde kostet, ist da scheinbar egal. Der Flughafen ist in meinen Augen hauptsächlich ein Politikum. Man sollte wieder mehr die Polizeiarbeit in den Vordergrund stellen, dann könnte man mit gleichen Personal viel, viel mehr bezwecken. Ich möchte hier aber nicht auf den Flughafen und dessen Führung in irgend einer Weise diffamieren. Er hat lediglich als schlechtes Beispiel herhalten müssen.
    Auch der Praxisaufstieg verschlingt ein heiden Geld und bringt doch ehrlich gesagt nicht viel. Die Kollegen(innen), die diesen Aufstieg wählen, könnten doch auch wie in manchen Bundesländern aufgrund ihrer Lebens- und Berufserfahrung einfach angehoben werden. Und schön wären wieder Millionen an Kosten für die Ausbildung, Reisekosten, Trennungsgeld….. eingespart.

    Und da gibt es noch zig Beispiele, wie unsere Behörde Geld einsparen könnte.

    Ich möchte nicht wissen, was die Reform bis dato verschlungen hat?

    Jetzt DVR oder gar Reviere zu streichen, ist in meinen Augen nicht angemessen, zumal die jetzige Reform ja u.a. darauf aufgebaut wurde, dass mehr Personal auf die Straße und auch in der Fläche sein sollte. Schließt man DVR und Reviere benötigen die PVB sehr lange Zeit, um in diese „verwaiste“ Fläche zu fahren. Und das kostet zum einen viel Geld, weil alles vom Mutterhaus her angefahren werden muss und zum anderen auch enorme Fahrtzeit, die anderweitig gerade im Bereich der Prävention genutzt werden könnte.

    In meinen Augen wird einfach am falschen Ende gespart. Ich finde die ironische Reaktion des Kollegen Spurzem in Richtung Fritsche sehr gut und hoffe, dass in unserer Gewerkschaft mehr solche Kollegen gibt, die den Herrschaften aus dem Präsidium bzw BMI mal aufzeigen, dass sie des öftern mit ihren „Schnellschüssen“ daneben liegen.

  2. Kann es sein, dass sich Menschen aus der „Berufsgruppe“ der Politiker weder um die Bürger Sorgen machen, die unter den von ihnen geprägten Regelungen im Staat zu leiden haben wie z.B. Einsparungen in der Polizei zu Lasten der Sicherheit der Bevölkerung, noch Sorgen machen um sich selbst, weil sie sich aus irgendeinem Grunde (noch) in ihrem eigenen, persönlichen engem Umfeld (Wohngegend, Weg zur Arbeit) sicher fühlen vor der zunehmenden Gewaltbereitschaft vieler Menschen im Land ? Ich drücke allen (auch zukünftigen) Berufsangehörigen der Polizei und den vielen lieben Bürgern, die Besseres verdient haben, viel Glück auf positive Änderungen in Zukunft!!!!;-)

  3. Jetzt jedoch Polizei quasi vor Ort zu reduzieren und in Ballungsräumen zusammenzuziehen, ist so, als würde man einen Fehler zweimal begehen. “Dann”, so Spurzem, “ist die vielbeschworene Bürgernähe ganz im Eimer!”

    …Es sollte doch nun wirklich allgemein bekannt sein, dass wir nicht die Bundespolizei wären, wenn wir es nicht ablehnten, aus den Fehlern anderer zu lernen!

    Im Gegenteil: wir bestehen sogar darauf, auch jeden eigenen Fehler mindestens 3mal in Serie zu wiederholen!

    Die DVR dürften dabei auch erst der Anfang sein! Gerade aus dem Bereich STA ging letztens das Gerücht, man habe bereits ziemlich laut über Revierschliessungen in 400000-Einwohner-Städten nachgedacht.

    Dass viele solcher Überlegungen reine Hirnfürze sind, macht sie nicht weniger gefährlich! Es zeigt, dass in manchen „Führungsköpfen“ die Erkenntnis noch immer nicht gereift ist, dass die Zentralisierungsorgie, die bereits mit der Reform II ihren Anfang nahm und mit der Reform III perfektioniert wurde, ein Schuss in den Ofen war!
    Teuer, unflexibel, ineffektiv!

    Anstatt nun aber einzulenken und eine – zweifelsfrei notwendige – Korrektur der im Rahmen der Reform III getroffenen Standortentscheidungen in Richtung einer Stärkung der Flächenpräsenz vorzunehmen, gefällt man sich offenbar zunehmend darin, sich immer weiter ins Abseits zu manövrieren!

    In diesem Zusammenhang sei auch auf die nicht totzubekommenden Gerüchte verwiesen, die die Zukunft der Flächenpräsenz darin sehen, diese Aufgaben abseits der Ballungsgebiete nur noch durch „mobile Kräfte“ wahrnehmen zu lassen.

    Zu viele Gerüchte? – Sicherlich, aber an belastbare Informationen ist ja erstens nicht heranzukommen und zweitens lehrt uns die Erfahrung, dass es in den vergangenen Jahren stets noch ein wenig schlimmer gekommen ist, als wir uns das überhaupt vorzustellen vermochten!

    Quo vadis, Bundespolizei?

  4. Keine Bemerkung weiter nötig !!!!
    Danke Gerhard Medgerberg – wie immer alles klug auf den Punkt gebracht.

  5. Das ist ja alles schön und gut,

    Wir klagen die Missstände in Lokalzeitungen an,
    Wir haben Klartext 2010 durchgeführt,
    Wir lesen immer wieder wirklich gute Beiträge hier im Forum,
    Wir machen uns bei Spiegel, Focus und N24 auf uns aufmerksam,
    Wir putzen Klinken bei Abgeordneten des Innenausschuss, die nur Propaganda für ihre nächsten Wahlen betreiben,

    Was passiert???? NICHTS !!!!!!

    In meinen Augen wurde eine große Chance vertan. Flagge zu zeigen und beim 60. der BPOL ordentlich in die Trillerpfeife zu blasen. In der Öffentlichkeit vor 100.000 Wählern den Regierungsmitgliedern ins Gesicht sagen, wie beschissen es um den deutschen Michel steht. Keine Honig-ums-Maul-Schmiererei.
    Auch wenn man eine Menge Kosten hätte sparen können, möchte ich die Arbeit der Kollegen, die ein solches Fest möglich gemacht haben nicht schmälern.

    Wie geht es jetzt weiter?
    Geht es überhaupt weiter?
    Muss man die Katze aus dem Sack lassen und generell die BPOL in Frage stellen, wenn man sie sich schon nicht finanziell mehr vernünftig leisten lässt?

    Ich als “kleines” GdP Mitglied werde langsam unruhig. Ich bin ein POM unter vielen und wenn ich das Maul zu weit aufmache, kann ich meine Schulterstücke statt in 10 ( dann bin ich schon 23 Jahre POM ) erst in 20 Jahren wechseln.

    Motivation habe ich keine mehr.

  6. Zu Anfang der Reform wollte man Verwaltung und Wasserkopf abbauen und 1000 PVB mehr auf die Strasse bringen.
    Ist aber alles nicht passiert ! Im Gegenteil !
    Der Wasserkopf ist viel größer geworden und somit um ein erhebliches teurer.
    Da sollte man zuerst mal anfangen zu sparen.
    Wie kann es sein, dass Streifenbeamte im täglichen Dienst Sprit sparen müssen, aber Direktionsleiter einen Hubschrauber zur Dienstaufsicht benutzen ?

  7. …als Fosil der Bundespolizei … bald 60 Jahre alt und vermutlich zum richtigen Zeitpunkt in Pension gehend einige Anmerkungen:

    der Bundesgrenzschutz hat sich durch die vielen Reformen stetig weiterentwickelt und ist heute eine vielseitige und schlagkräftige Bundespolizei und steht auf Augenhöhe mit den Länderpolizeien.Diesen Standard und diese Qualtität haben „viele Väter“ – der „wichtigste Vater“ sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die all diese Reformen konstruktiv mitgestaltet haben.
    Die Reform geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung aber ich möchte hier einige Punkte sehr kritisch anmerken:

    Herr Schäuble hat als Ergebnis der letzten Reform das Ziel klar vorgegeben – mehr Polizei auf die Straße – dies ist nur in kleinen Teilen passiert – vielmehr muss man feststellen, dass in den Direktionen und vorallem in den Stäben immer mehr PVB sich befinden.
    Und wo früher Erfahrung mit Alter gepaart in den Ämtern saßen – findet man nun überwiegend junge und jüngste PVB in den Sachbereichen des Stabes.( nicht falsch verstehen ich habe überhaupt nichts gegen die jungen Mitarbeiter ) Aber man muss die Frage aufwerfen, warum holt man sich PVB die gerade ihre Laufbahnprüfung hinter sich haben und setzt sie z.B. in Lage-und Einsatzzentralen oder in den Sachbereichen ein.Der polizeiliche Sachverstand sagt einem, zuerst Erfahrung im polizeilichen Alltag sich erwerben und dann in späteren Jahren in’s Mutterhaus.
    Ein weiterer Punkt sind die vielen „Baustellen“ mit denen wir uns umgebeben: Innenrevision – Controlling – die vielen selbsternannten Arbeitsgruppen . Selbst viele z.Bsp.wiederkehrenden Besprechungen innerhalb einer Direktion könnten wegfallen.
    Diese „Baustellen“ werden dann ja auch von den BPOLI übernommen und hemmen so die eigentliche polizeiliche Arbeit draußen.
    ( der Satz: wir brauchen eigentlich das Polizeiliche Gegenüber nicht mehr – wir können uns mit uns selbst beschäftigen könnte z.t. eine Realsatire sein )
    Was aber dadurch immer mehr frustriert ist die Tatsache , dass dadurch immer mehr PVB zu administrativer Arbeit ( logischer Weise im Nebenamt )angehalten werden.
    Dazu kommt noch Personalmangel – das leidige Thema mit den Einspareffekten (wenn ich Äußerungen höre nur noch Anlassbezogene Einsätze fahren )
    Prävention vor Repression in der guten alten PDV 100 mal als Leitmotiv für die polizeiliche Arbeit ausgegeben und von manchen Führungskräften nur noch plakativ als Alibiformel benutzt.
    Durch die dürftige präventive Polizeipräsenz draußen vor Ort wird das von den Bürgerinnen und Bürger empfundene subjektive Sicherheitsgefühl z.Teil mit Füßen getreten.

    Zum Schluss möchte ich aber auch was Positives sagen:
    viele Kolleginnen und Kollegen sind motiviert und mit Engagement bei der Arbeit und machen ihren Job trotz hoher Belastung hervorragend.Bei aller Kritik und berechtigten Mißständen an unserer Bundespolizei jammern wir noch auf sehr hohem Niveau !

    Unseren Führungskräften gebe ich den Rat ,des öfteren mal in kleineren Kreisen sich die Meinungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (nicht nur einmal im Jahr)annzuhören !

    Ein Bundespolizist der sich grundsätzlich in all den Funktionen über 40 Jahre wohl gefühlt hat !!

    Gert-Henning Spellenberg ( Spello )

  8. @Frage

    Kerosin ist billiger als E10!

  9. Die Dämme sind gebrochen, nicht nur Rheine sondern auch weitere DVR in NRW werden zum Jahresende geschlossen! Das ist schon beschlossen!
    Ebenso soll jetzt auch das Revier Bonn zum Jahresende 2011 geschlossen werden. Grund: Kein Geld für die schon seit Jahren notwendige Grundsanierung um “Menschenwürdige Arbeitsplätze” zu schaffen. Bonn: 320.000 Einwohner
    Bald, so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, werden große Reviere an Rhein und Ruhr folgen weil kein Geld mehr da ist, um Benzin für Einsätze zu bezahlen. Einstellungszahlen gehen massiv zurück, Einsatzzahlen steigen stetig und die Gewaltbereitschaft wird immer größer.
    NRW Ballungsraum mit 17 872 763 Einwohnern, zahlreichen Fußballvereinen, großen Flughäfen und Transitverkehr auf den Verkehrswegen
    Am kommenden Wochenende steht die Polizei in Dortmund wieder zwischen den Stühlen der Politik dem Bürger und dem Verfassungsgemäßen Recht auf Demonstrationsfreiheit.
    Die Zeiten für den Mensch in der Bundespolizei werden immer schlechter werden.Gut, das an diesem Wochenende kein Fußball gespielt wird.

    Unser Präsident in Potsdam zur Burn-Out Studie! Ich habe verstanden………..

  10. Der Rückzug aus der Fläche ist der falsche Weg, genau wie gesamte letzte Reform!
    Und im Stillen werden wieder Aufgaben der BPOL an die Landespolizei NRW abgegeben!
    „Warum ist unsere hohe Führung nur so uneinsichtig“?

  11. @Gert-Henning Spellenberg:
    Prävention ist nicht mehr gefragt und gewünscht. Es zählen nur noch Aufgriffszahlen und Artusnummern. Nicht umsonst werden die Aufgriffszahlen der einzelnen Dienstgruppen, inoffiziell natürlich, ständig miteinander verglichen. Liegt man hier im Vergleich etwas zurück, gibt es eine „Ansprache“.

    @sparfuchs:
    Was passiert mit den Bonner Kollegen? Gehen die nun in die Wache GABI im „Bonner Loch“, gegenüber dem Hbf, oder wechseln diese zum Revier Siegburg?
    Unsere Bundesregierung ist ein Global-Player.
    Wir schicken Bundespolizisten als Einsatzkräfte, Ausbilder, Berater und Unterstützer rund um die Welt, rüsten ausländische Polizeien mit Material, Führungs- und Einsatzmitteln aus. Nur bei der eigenen Polizei, da hapert es mächtig.
    Hier werden dringend benötigte Geldmittel gestrichen, Diensträumlichkeiten geschlossen & Personal eingespart.
    Auf langer Sicht gesehen kann das nicht gutgehen.
    Zum Glück gibt es noch die Landespolizeien. Die können dann den zurückgelassenen Scherbenhaufen aufkehren…

  12. @BaPo:
    Ich bin doch ein wenig irritiert, dass in diesem Forum stets die LaPo’en so glorifiziert werden. Als ob die Sparorgien in der Landespolitik anders aussehen würden. Ich kenne zwar nun nicht jede LaPo im Detail, aber die Beispiele, die ich kenne, sprechen eine deutliche Sprache. Gab es früher nur die Abwanderung vom Bund zum Land, ist das Gegenteil mittlerweile nicht mehr so exotisch wie man meinen sollte. Etliche LaPo’en können nicht einmal mehr ihre eigenen Scherbenhaufen zusammenkehren, denn sonst wäre der Berliner Ruf nach Unterstützung kaum zu erklären…
    Nein, dieses Phänomen geht durch ganz Deutschland, in Teilen mehr, in anderen Teilen weniger. In jedem Fall aber ist Otto Normalbürger der Dumme, wenn es immer weniger Polizei gibt – egal mit welchem Ärmelabzeichen.

  13. Ist die Polizei vielleicht bald gänzlich überflüssig…?
    http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-prozesse/die-unheimliche-macht-der-richter-allahs/-/7169126/9733124/-/

  14. @buccaneer:
    Es geht hier nicht um eine Glorifizierung der Landespolizeien.
    Nur ist es tatsächlich so, dass in den Flächen, in denen sich die BPOL zurückgezogen hat, die Landespolizeien die Einsätze übernehmen müssen.
    Warum? Weil die Wegezeitberechnung von den verbliebenen Revieren & Inspektionen in die Einsatzräume gar keinen anderen Schluß zulässt. Bei Anfahrtswegen von 30-40 Minuten, selbst schon mit Sonder- und Wegerechten, nicht verwunderlich.
    Selbst die ausgedünnten Streifen der LaPo sind in den Flächen regelmäßig präsenter als wir.
    Und falls die die BPOL & die LaPo die Flächen noch weiter ausdünnen, müssen zukünftig die Freiwilligen Feuerwehren ran. Die Kosten wären geringer, die Einsatzkräfte motiviert und in der Regel innerhalb weniger Minuten am Einsatzort ( Achtung! *Ironie*)

  15. @ Blinder Inder

    Kerosin ist billiger als E10!

    Nein, es ist teurer!

    Ich war mal beim Betanken eines unserer Helis dabei, Liter Kerosin 1,72 Euro, 400 Liter getankt, reicht für 1 Stunde 40 Minuten Flugzeit. Wieviele Fahrten mit DKfz könnte man damit machen, die darüber hinaus noch effektiver wären.

  16. Link: http://www.kiew.diplo.de/Vertretung/kiew/de/Meldungen/DEU__Unterstuetzt__EURO__2012.html

    Noch Fragen????????

  17. Wilfried,

    wie recht Du doch hast. Soll die Bevölkerung nur zusehen, wie sich unsere Politik auf Grund von Sparmaßnahmen aus der Verantwortung stielt. Es ist grotesk unseren Bürgern so etwas zu präsentieren. Geld ist für alles da, nur nicht für die Sicherheit der Bevölkerung. Bin mal gespammt wie lange das Volk und unsere Kollegen diese Farce nach ertragen können.

    Grüße aus Düsseldorf

  18. @Gert-Henning Spellenberg

    Ich stimme dir in einigen Punkten deutlich zu.

    Ich denke, dass die Entwicklung gut und richtig war. Wir sind eine moderne, aufgabenorientierte Polizei und leisten einen wichtigen Auftrag für die Sicherheit in Deutschland.

    Das haben wir früher an der Deutsch/Deutschen Grenze, in Zeiten der RAF und das machen wir jetzt – in anderen Zeiten. Wir sind mit der Zeit gegangen und entwickeln uns.
    Das gefällt mir.

    Ich denke auch, dass die Reformen zwingend notwendig waren.
    Ich denke auch, dass das Personal in den „Wasserköpfen“ notwendig ist (die Anforderungen an Dokumentation, Meldungen, Auswertung, etc sind gestiegen). Die Flughäfen verschlingen auch mehr Personal als vor 10 Jahren (das ist die Folge von EU-rechtlichen Verpflichtungen).
    Das ist der Grund warum weniger Personal – trotz Reform – auf der Straße ist. Es ist einfach zu wenig da. In einem anderen Thema hier auf der GDP Seite haben wir ein Fehl von ca. 3000 PVB errechnet / erschätzt. Das Fehl ist das an der Basis. Wir brauchen dieses Personal „auf der Straße“, in den Dienstgruppen. Die anderen Bereiche sind personell gut besetzt. Die derzeitige Besetzung des „Wasserkopfes“ ist unabdingbar. Dass das zu Lasten der Polizisten geht (Polizisten = PVB auf der Straße) ist nicht richtig – es geht aber leider nicht anders.

    Dein Rat an Führungskräfte kann ich nicht annehmen / teilen.
    Ich höre sehr viel, was meine Mitarbeiter sagen. Wir reden sehr viel – auch im kleinen Kreis, auch im größeren Kreis. Mein Chef hört mir auch zu. Wir reden viel und oft. Die jährlichen Personalführungsgespräche sind nie eine Überraschung, da man das ganze Jahr kommuniziert.
    Und kein alt POM muss seinen „Mund halten“.
    Ich persönlich schätze Kritik sehr; solange sie konstruktiv unter den Aspekten „Denken/Handeln im System“ und auftragsorientiert ist. Hohles Gemotze mag ich nicht. Und ich stelle fest, dass wenn einer nur dumm motzt, auch der Mensch dahinter meist nicht zu meinen Freunden gehört. Ich schätze – menschlich – die die erkennen, kritisieren, Lösungen anbringen, Ideen haben und das ganze auf eine konstruktive, angemessene, menschliche Art bringen. Sogar der Streit mit diesen Menschen ist eine Bereicherung für die Aufgabe – aber auch für uns Menschen dahinter, da wir für die Sache kämpfen und unsere Ansichten hinterfragt werden und wir die Chance haben uns weiter zu entwickeln.

  19. @loddel
    cc: @Frage

    Danke für diesen Beitrag! Ich werde ihn umgehend dem Leiter einer BPOLD zukommen lassen!…Aber warte mal! Ich könnte das natürlich auch dem Ideenmanagement zukommen lassen! Bestimmt würde ich dann auch eine Prämie in Höhe von 3500,- € für diese „Einsparmöglichkeit“ bekommen! Vielen Dank! :)

  20. Hallo Spello,
    es ist vieles richtig was Du schreibst, doch ich persönlich glaube, dass wir mit einigen Baustellen am Scheidepunkt stehen.
    Ich bin und war immer motiviert, jedoch bin auch ich an der Grenze angekommen.
    Frustrierend ist für mich unsere Politik die über 2 Jahrzehnte in eine Sackgasse gefahren ist. Wenig Investionen im Bereich der Bildung und verschwenderischer Umgang im Bereich der EU. Dazu noch die mangelnde Voraussicht auf welchem Pulverfass wir in unserem Land sitzen. Ein Heer von arbeitslosen Migranten, welche keine Zukunft haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir Zustände wie in England haben.
    Des Weiteren werden richtige Reformen nicht angepackt.
    – Reduzierung der Bundesländer
    – Straffung der EU – vielleicht sogar eine Reduzierung der Beitrittsländer
    Zudem war ich sehr enttäuscht, dass der Werthebachvorschlag nicht positiv umgesetzt wurde, im Sinne einer zukunftsorientierten Polizei.
    Hier frustierte mich persönlich auch die Haltung der Gewerkschaft, welche sich vielem entgegenstellte.
    Für mich ist die BPOL ein Auslaufmodell. Es wäre wirklich im Sinne aller Beschäftigten, sowie der Inneren Sicherheit zu überlegen die Institution in die Länder zu überführen.
    Denn wenn ich sparen oder was verändern will muss ich an der Wurzel anpacken.
    Man würde sich ein P, alle Direktionen etc. sparen. Zudem würde das Zuständigkeitsgerangel in den BPOL Kernbereichen ein Ende haben.
    Dein Satz bezüglich der Führungskräfte kann ich nur begrenzt zustimmen. Wir haben keine schlechten Führungskräfte, denn auch die spüren den Druck der von oben kommt tagtäglich. Jedoch bin ich der Meinung das die Ressource Mensch immer häufiger mißbraucht wird. Ausgebrannte und frustrierde Jung PM, bis zu ausgebrannten Sachbearbeitern sind keine Seltenheit. Warum ist das so. Meiner Meinung nach müssen zu wenige zu viel schuften, ist die Belastung der Schichtler und MKÜler auf Dauer zu groß. Fazit. Wir sind Opfer der Sparpolitik. Dies geht auf Dauer nicht gut. Das müssen unsere Führungskräfte erkennen und auch nach oben vertreten.

  21. @ aeM
    „Die anderen Bereiche sind personell gut besetzt. Die derzeitige Besetzung des “Wasserkopfes” ist unabdingbar. Dass das zu Lasten der Polizisten geht (Polizisten = PVB auf der Straße) ist nicht richtig – es geht aber leider nicht anders.“

    Erklär doch mal bitte, warum in einer Objektschutzinspektion, 5!!!! Beamte als Bearbeiter Einsatz/Auswertung eingesetzt werden!!!!!

    Da fängt es doch schon an, mit Wasserkopf/1000 Beamte auf der Strasse usw.

  22. Da ich mich gerade für 2 Monate in der Elterzeit befinde, erspare ich dem Haushalt der Bundespolizei 2 Monatsgehälter.
    Diese kann der Präsident gleich mal von den 35 Millionen abziehen, da sieht es doch schon viel besser aus!
    Also Kollegen, zeugt Kinder, geht in Elternzeit und rettet die Bundespolizei vor dem finanziellen Kollaps.

    Na wenn das mal keine Sparidee ist, ich nehm als Prämie den Kugelschreiber oder den Schlüsselanhänger…

  23. Man könnte viel Geld sparen wenn man einige Prestigeobjekte abschaffen würde die zwar repräsentativ
    sind jedoch nicht viel an effektiver Polizeiarbeit bringen z.B. Sportschule, Orchester, Motorräder, Pferdestaffel usw.

  24. Nur mal eine eigene Erfahrung, die zum Nachdenken anregen soll.
    Anfang der 90er, als wir aufgrund der Wiedervereinigung eine Einstellungsschwemme hatten, war ich als Ausbilder in einem AFZ im zweiten Dienstjahr eingesetzt.
    Als wir dort feststellten, das mehrere Auszubildende absolut ungeeignet für den Beruf des Polizeibeamten waren (politische Richtung, körperliche Eignung, fachliche Eignung) wollte die Führung diese „Lehrlinge“ kündigen.
    Anlässlich einer Besprechung mit einem Vertreter der politischen Entscheidungsebene, an der ich dann teilnehmen durfte, fiel der Satz: „Wir brauchen Leute, die haben zu bestehen!“
    Also wurden die Noten großzügig auf spitz gerechnet und die Leute hatten bestanden.
    Es ist vieles möglich, wenn die Politik Ziele erreichen will.

    Gruß

  25. @Skeptiker

    Und….wichtige JSB’s mit ihren spektakulären Fällen!

  26. @ Skeptiker

    Du hast da nicht Unrecht, wenn mal konsequent weiter gedacht wird, muss in diesem Bereich etwas passieren.
    Motorräder sind bspw. eine schöne Sache, der Einsatzwert, selbst in der Fahndung, kann aber auch mit anderen Mitteln
    erzielt werden.
    Tja über Orchester und Pferdestaffel, was soll man sagen?
    Wo macht das unsere tägliche Arbeit, wirklich besser?

  27. Noch ein Sparvorschlag:

    Brauchen wir so viele Hubschrauber?

  28. Brauchen wir soviele Bundesländer.
    Brauchen wir soviele Eu Abgeordnete.
    Brauchen wir soviel Zahlungen für den Eurorettungsfond.
    Brauchen wir soviel Einsparungen (Kürzungen Weihnachtsgeld, Verlängerung Arbeitzszeit)
    Brauchen wir so wenig Investition in die Bildungspolitik
    Brauchen wir einen Harz 4 Satz der viele überlegen lässt, ob sie überhaupt arbeiten gehen
    Brauchen wir die Bundespolizei oder wäre eine Zusammenlegung mit dem BKA oder Land und Abschaffung von Hierachien sinnvoller.
    Brauchen wir Zertifkate
    Brauchen wir junge Kollegen, welche sofort in die Sachbereiche wechseln

  29. Nur mal so zum nachdenken!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Verschw%C3%B6rer

  30. Ich habe aktuell gehört, dass beim Zoll Bestrebungen diskutiert werden, den Verheiratetenzuschlag vorerst um die Hälfte zu kürzen, bevor er ganz getrichen werden soll. Hinzu soll angedacht werden, die Amtszulage als -nicht ruhegehalftsfähig- zu deklarieren. Auch wieder tolle Nachrichten….

  31. Und als nächstes musst noch Eintritt an der Dienststelle Zahlen und dein Spind wird als Schließfach umfunktioniert und kostenpflichtig!