GdP führt MKÜ – Konferenz durch

Zu einem Gespräch über die aktuelle Situation und anstehende Probleme in den mobilen Kontroll- und Überwachungseinheiten (MKÜ) trafen sich der Vorsitzende des Bundespolizei-Hauptpersonalrates und stellv. Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei, Sven Hüber, sowie der Vorsitzende des Bezirks Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Josef Scheuring, mit der Führung der MKÜ Rostock und den zuständigen Personalvertretern in Rostock. Der Leiter der MKÜ Rostock, Ralf Scheiner und sein Vertreter, Mirco Hermann, stellten dabei überaus kompetent und anschaulich den Einsatzwert, die Einsatzbelastung und die Rahmenbedingungen ihrer Organisation dar. Für die Personalvertretung brachten Michael Mesche aus dem zuständigen Gesamtpersonalrat sowie Dirk Grzega und Tino Haack für die örtliche Personalvertretung ihre Wahrnehmungen und Positionen dazu ein.

Im Ergebnis stellten die Gesprächspartner fest, dass sowohl im Bereich der Dienstpostenbewertungen als auch im Bereich der ausgebrachten Funktionen der MKÜ`s dringender Anpassungsbedarf besteht. So sind u. a. die Funktionen Stellvertretender Zugführer einzurichten und die Bewertungen in allen Bereichen den im Einzeldienst der Bundespolizei bereits im Jahr 2008 erfolgten Höherbewertungen anzupassen. Josef Scheuring sagte dazu, dass in dieser seit langem durch die Gewerkschaft der Polizei verfolgten Gerechtigkeitsfrage jetzt am 22. August 2011ein Grundsatzgespräch beim Bundespolizeipräsidium Postdam stattfinde. Bis Oktober 2011 soll diese Frage nach Aussage des Bundesministerium des Innern geklärt sein.

Sven Hüber sprach, ausgehend von der „Klartext 2010“-Studie die Belastung der Kolleginnen und Kollegen durch kurzfristige und wechselnde Einsatzplanungen an. Ziel muss es sein, so Hüber, dass auch die mobilen Einheiten der Bundespolizei noch ein akzeptables Maß an persönlicher Planung und eigener Lebensgestaltung erreichen können.  Zu den Forderungen der Personalvertreter nach einem besseren Ausgleich für Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten stellte Sven Hüber den Verhandlungsstand in  Sachen Erholungsurlaubsverordnung. Erschwerniszulagenverordnung und Arbeitszeitverordnung mit dem Bundesministerium des Innern dar. „Wir erwarten, dass der Bundesminister des Innern die durch seinen Vorgänger gegebene Zusage einhält und polizeispezifische Regelungen zum besseren Ausgleich dieser einseitigen Belastung trifft“, so Hüber.  Ralf Scheiner forderte u. a. ein, die Beförderungssituation vor allem auch im Bereich der Polizeiobermeister der Bundespolizei entscheidend zu verbessern. Nach einer Telefonkonferenz mit den GdP – Direktionsgruppenvorsitzenden und der dort getroffenen Feststellung, dass die in Rostock aufgenommenen Problemfelder in vergleichbarer Weise auch in den anderen MKÜ´s bestehen, wird die GdP noch im Herbst 2011 eine MKÜ-Konferenz mit Vertretern aus allen MKÜ´s und den zuständigen Personalvertretungen einberufen.

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Themenbereich: Dienstpostenbewertung | Drucken

13 Kommentare
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  1. Find ich gut! Und nicht nur (sondern ), weil ich da Einige persönlich kenne. Die MKÜ`en haben bisher auch zu wenig Beachtung (Anerkennung) gefunden. Ob sich da was ändert? Sitzen im selben Boot. Verdammt, wo ist der…(vergessen, wie das Gerät zur Richtungsbestimmung heisst).

  2. Ich denke mal was Beförderung und Auslegung der Stellen betrifft stehen die MKÜèn gegenüber den Verbänden besser da.
    Hier sollte mal zuerst ein Abgleich stattfinden, was das Thema betrifft.

  3. @312: dafür werden die jungen PM mittlerweile nach 2-3 Jahren POM. Wir haben noch eine Menge Alt-Obermeister, die auch weit in den Vierzigern sind, die kaum die Chance zum PHM haben.

  4. Vergesst unsere PVB/-innen in der Bereitschaftspolizei nicht!
    50 Prozent der PVB/-innen in der A 8/9m und die anderen 50 Prozent in der A 8/9mZ wie bei den MKÜ’en das wäre mal ein Anfang. Für die die es nicht wissen. Stand derzeit: 20 Prozent in der A 7-9m und der Rest in A 7/8.
    Gruppenführer = Gruppenleiter, Zugführer = DGL, Sachbearbeiter ist Sachbearbeiter (Keine Unterscheidung in der Bewertung) etc. etc.
    Viel Erfolg am 22.08. die Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei haben es verdient.

  5. Ich kann dem Eintrag von 312 nur zustimmen. Es wäre das absolut falsche Signal in Richtung Bundesbereitschaftspolizei wenn die GdP sich zuerst für die Verbesserung der Dienstpostenbewertung und Stellenmehrung (Stellv. Zugführer) in den MKÜ’s stark macht und die Dienstposten in der Bundesbereitschaftspolizei weiterhin so bleiben.
    Ziel muss es sein die DP-Bewertung bei den Verbänden an die Bewertung in den Flächendirektionen anzupassen.

  6. Ich stimme dem Eintrag von 312 zu!

  7. Zu erst muss(!) eine Anpassung bei den EHu’s erfolgen, bevor liebe GdP irgend etwas bei den MKÜ’en passiert!

    Aber bei der Übermacht der Einzeldienst DG’en bleibt da wohl nur die Auflösung der BePo. Denn dann sind endlich alle DP 8/9mZ bewertet.

  8. @ 1 stück PVB
    die Dienstelle musst Du mir bitte mal zeigen, wo die jungen PVB nach 2-3 Jahren POM werden?!!
    In der Bereitschaftspolizei ist dies definitiv nicht der Fall.

  9. Hallo,
    selbst dann, wenn alle Stellen A7-9 wären, würde niemand mehr befördert.
    Es stimmt, unsere PM in der Hu. gehen auch auf die 30 zu. Beförderungen sind lange her. Das tote Pferd wird eben doch weitergeritten. Und alle machen mit…

  10. Was nutzt mir eine Stellenanhebung auf A8/9z, wenn ich mein Endamt gar nicht erreichen kann !!!!
    Im ersten Moment hört sich das super an und die Gewerkschaften rühmen sich dann damit.
    Aber nüchtern betrachtet bring es mir nix.
    Nicht das es schlecht ist, so eine Stellenanhebung durchzuführen ( jeder hat die Chance, das Endamt zu erreichen… hahahahahaha )
    In diesem Sinne…

  11. Ich kann die Diskussion der Kollegen der Bereitschaftspolizeien verstehen und ihre Forderungen nach Anpassung der DP im Bereich mD. Allerdings sei mir erlaubt zu sagen, dass dies nicht ganz zu Ende gedacht ist. MKÜ’en waren und sollten auch in Zukunft Bindeglied in einem (noch zu entwickelnden) Personalverwendungskonzept für PVB im mD sein…dann macht auch die derzeitige DP-Bewertung der BPOLABT im Vgl zu den MKÜ’en Sinn…der junge PVB mD kann in den Abteilungen bis zum POM kommen und in den MKÜ’en bis zu A9mZ ergo eine entsprechende Verwendung nach einer gewissen Zeit in den Abteilungen…entweder MKÜ oder Abfluss in den Einzeldienst. Das natürlich da alle Probleme der mangelnden Beförderungsmöglichkeiten im mD unangesprochen bleiben ist mir auch klar…als PVB einer Flächeninspektion muss ich aber auch mal ne Lanze für die MKÜ’en brechen, seien es Kollegen aus dem Bereich Hannover oder Rostock oder Sankt Augustin…die machen einen tollen Job selbst in geringsten Stärken, machen ihre Vorgänge im Einsatz rund, machen keinen (!!!) Tagesdienst, sind nur unterwegs (bis auf AuF) und haben (meine persönliche Meinung) zumindest als Direktionshundertschaften auch stärkemässig eine Anpassung wie sie seitens der GdP gefordert wird verdient !!! Nochmal zum Abschluss liebe Kollegen der Abteilungen auch ihr mach nen tollen Job !!!

  12. @haha
    welche Personalpolitik bzw. welchen Personalverwendungskonzept meinst Du?
    Das Konzept, das junge PM und PMìn welche gerade vom Laufbahnlehrgang kommen, auf lukrative DP`s gesetzt werden, welche dann von den Verbandskräften auf Jahrzehnte nicht mehr belegt werden können?
    Oder
    meinst Du das Personalverwendungskonzept, welches sehr hoch bei den Verbandskräften angesehen wird:
    Wenn Du wa s werden willst, geh doch zu den Schwerpunktdienststellen! Dort stellst Du Dich schön in der Beförderungsschlange an und zack gehst Du schon als POM in Pension
    oder
    meinst Du das Personalverwendungskonzept
    zwangsweise Versetzung aufgrund von keiner Planstellenzuweisung wahrend der Ersten 4 Schritte der Reform
    oder
    meintest Du Deinen Kommentar wirklich ernst?
    Ich komme aus einer Abteilung im Norden diesen Landes. Kenne genug Kollegen, die Rictung Hannover / Hamburg abfließen wollen,vielleicht weil sie aus dem Bereich kommen oder sie die Nase voll haben von 3 Einsatzwochenenden am Stück. Diese Kollegen haben Einsatzerfahrungen ohne Ende und bekommen was? Richtig eine 7/8 er Stelle.
    Der junge PM kommt vom Lehrgang, bekommt ne 7/9 Stelle bleibt die geamte Zeit drauf sitzen und seine Karriere nimmt seinen lauf!
    Das ist gerecht?
    Schickt die jungen PVB in die Verbände!Egal ob mD oder gD!!
    5 Jahre Einsatzerfahrung sammeln, wobei auch PK den Dienst als Mann in der Gruppe versehen können. Im Anschluß schauen wo, sofern möglich heimatnah, platz ist für die Zeit nach dem Verband. Des Weiteren muss es natürlich auch einige Verbleibstellen HU Fhr. Zugführer, Gruppenführer beim Verband geben.

    fertig

  13. @BPOLABT’ler – lies doch meinen Beitrag genau bitte ! Genau ein solches Personalverwendungskonzept fordere ja nicht nur ich! Das dies momentan nicht mal im Ansatz existiert, ist mir durchaus bewusst! Gesamte Jahrgänge werden an irgendwelche Schwerpunktdienststellen verfrachtet und versinken in einem
    dienstlichen schwarzen Loch! Wenn es ein funktionierendes Personalverwendungskonzept geben würde (!!) würde auch die von mir angesprochene Dienstpostenverteilung Sinn machen (PM –> BPOLABT – POM –>MKÜ/Einzeldienst)…Das ein funktionierender Rumpf in einer Hu verbleiben muss, steht außer Frage…gerade hier kann auch unser weiser Dienstherr mal über seinen Tellerrand schauen…aber solange Personalnot und Sparzwang in Landverschickung und sinkenden Einstellunsgzahlen enden….gute Nacht Marie