GdP: Jetzt hilft nur noch ein hartes Durchgreifen

Krawalle im DFB-Pokal

Berlin. Kein gutes Licht auf die begonnene Fußballsaison haben nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), einige Begegnungen am letzten Juli-Wochenende geworfen. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek: „Die Ausschreitungen sowohl in Berlin als auch in Hamburg machen deutlich, dass trotz aller Bemühungen Gewalttäter nicht davor zurückschrecken, Familienväter mit ihren Kindern und Polizeikräfte brutal anzugreifen.“
Hinlänglich bekannte Fußball-Chaoten, so Radek, ließen sich offenbar nur durch Stadionverbote vom Spielgeschehen isolieren. Radek: „Wir empfehlen, die Ausdehnung der Sportgerichtsbarkeit auch auf das Fanverhalten außerhalb der Stadien ernsthaft zu erwägen, um ein Signal an die Gewaltszene zu senden.“
Als dringend erforderlich betrachtet die GdP nach den jüngsten Ereignissen beim Spiel Dynamo Berlin gegen 1. FC Kaiserslautern eine Überprüfung der bei den Spielen eingesetzten Ordnerdienste.

„Brutale Angriffe“

Interview mit Dr. Hans-Peter Friedrich auf DFB.de

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Themenbereich: Gewalt und Gewaltbereitschaft | Drucken

17 Kommentare
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  1. jedes mal die gleichen parolen! am ende stehen die gleichen 20-30 einsatzkräfte den fans gegenüber und begleiten sie von a nach b durch das gesamte bundesgebiet.
    ich mache diesen mist seit fast 15 jahren ( im e.zug als auch in der mkü) und viel geändert hat sich an der situation nichts.

    gruß s.ek

  2. Man sollte bei den Gewalttätern die Strafen so ansetzen, dass es „weh tut“ z.B. Führerscheinentzug.
    Die Gewaltstraftaten werden meist sowieso unter erheblicher Alkoholisierung begangen.
    Auf jeden Fall darf diese Gewalt nicht weiter geduldet werden !

  3. Beim Spiel zwischen dem BFC Dynamo aus Berlin und dem 1. FC Kaiserslautern am Wochenende erlebte die noch junge Saison ihren negativen Höhepunkt.
    „Es gibt den Verdacht, dass Leute des Sicherheitsdienstes bewusst ein Tor offen gelassen haben, um Krawallmacher in den Block zu lassen“, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Behörden saß der Frust so tief, dass sie ihre übliche Reserviertheit ablegten und die Vorgänge im Stadion in einer Mitteilung offen kritisierten. Maßnahmen des Ordnungsdienstes hätten „zu den Problemen geführt bzw. den Verlauf begünstigt“, hieß es.
    So schreibt das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe vom 03.08.2011.
    Jetzt ist es an den Verantwortlichen des DFB endlich deutliche Zeichen zu setzen. Es kann nicht sein, dass eingesetzte Kräfte nun auch noch so genannte „Sicherheitsdienste“ im Auge behalten müssen! Wenn ich die Reaktionen darauf lese, macht es mich sprachlos und wütend zugleich!

  4. Also uns platzt hier bald der Sack….Entschuldigt bitte diese Ausdrucksweise,aber wie oft muß man denn hier noch Wiederholungsphrasen lesen. Als die Scheiße mit den Rostockern in Stendal passiert ist,das Chaos 2009 am 1.Mai war und der Castor 2010 aus dem Ruder lief,jedesmal dieses empörte und aufgesetzte Phrasen dreschen.Wir haben vor zwei Tagen auf diese Schlagzeile gewettet und Ihr bringt sie….Wahnsinn.
    War vor zwei Jahren nicht gerade ein riesiges „Symposium“ in Blumberg mit Beteiligten aller betroffenen Behörden und vor allem Gewerkschaften, unter Leitung von Kollegen Kusch und wurden dort nicht Ziele erörtert und festgelegt.Passiert ist bisher wenig wenig bzw. garnichts. Also wir sehen jedes WE. was abgeht,warnen hier seit ewigen Zeiten,werden teilweise belächelt und ignoriert und trotzdem ,der GAU rückt näher.Irgendwann hilft blankes anprangern und reden nicht mehr.Weder wir noch die Länder schaffen diese Probleme alleine. Das sollte mittlerweile der Dümmste gemerkt haben.

  5. @Nordverband:
    Die Wut über die Zustände kann ich nach voll ziehen.Bei der Veranstaltung in Blumberg war ich selbst anwesend. Das Thema „Fußballeinsätze“ wird nur seitens unserer Gewerkschaft überhaupt in der Öffentlichkeit gehalten. Für die einen sind es „aufgesetzte Phrasen“. Für die anderen ist eine überzogene Kritik. Richtig ist doch, das der DFB über die Möglichkeiten der Sportgerichtsbarkeit seit zwei Spielzeiten die Vereine mehrt zur Verantwortung gezogen hat.Spiele unter Auschluss der Öffentlichkeit oder Teilöffentlichkeit (siehe Eintracht Frankfurt, FC St. Pauli, Hertha BSC) waren vor einigen Jahren noch nicht einmal eine Diskussion wert. Der Konzentration von Problemvereinen wird versucht durch Spielansetzungen entgegen zu wirken.
    Die Konsequenz aus Deiner Kritik wäre, wir hör auf die Misstände beim Namen zu nennen. Die Fußballchaoten hätten dann ihr Ziel erreicht.
    Jörg Radek

  6. hallo,
    ich gebe allen hier recht,großes palaver und dann flaut alles wieder ab und am nächsten spieltag die gleichen vorgänge mit den gleichen leuten,die ihren kopf hinhalten….
    warum geht denn keiner mal ins fernesehen und prangert mal die zustaände bei der bundespolizei an….

    nicht passende ksa….einzeldienst (alle über 45)müssen wie immer mit ran,arbeit einer bereitschaftspolizei machen….

    geht doch einer mal ins und an das fernsehen…wir brauchen die öffentlichkeit,sonst passiert nichts…..wichtig ist….pom mit über 45 bleiben,aber ran an die chaoten in grüner bekleidung mit ksa xxl,obwohl L ausreichend ist…..

    was soll noch passieren,was soll noch passieren….muss erst ein kollege umkommen??????????

    ich weiß nicht weiter….

    gruß

  7. Falsche Wahrnehmung?
    Ich bin zwar nicht DER Fußballfan, verfolge aber die Berichterstattung um Fußball und Polizei doch ein wenig. Seit Beginn des Jahres, angefangen beim Spitzentreffen der GdP in Frankfurt mit DFL, DFB und Fangruppierungen über diverse Artikel in Süddeutscher und BILD bis hin zu den heute-Nachrichten zu Beginn der Zweitligasaison, habe ich unsere GdP deutlich vernommen… Mit allen hier aufgezählten Forderungen und Hindernissen!

  8. Solange Fußball Geld einbringt ändert sich nichts.
    Solange die Bahn mit ……. Woche für Woche Geld einfährt ändert sich nichts.
    Also fahren wir Wochenende für Wochenende durch die Gegend und müssen dann an allen Bahnhöfen unser Republik sehen, wie unser Arbeitgeber die Kollegen vom Einzeldienst (BKE) in einer Uniform und Ausrüstung in den Krieg schickt, das einem Angst und Bange wird. Und dann wird auch noch verlangt sich dem …… entgegenzustellen. Der Laden ist am Boden. An das BPOLP: Feiert schön eure 60 Jahre.

  9. alles richtig… und nicht vergessen wir lassen uns immer noch von den FAns erpressen. Bloß keine IDF oder Gewa, könnte die sache ja ausarten mit der bösen Polizei.
    Außerdem bleiben bei eine Gewa alle Fans vor Ort und fahren nicht nach Hause. Da hat jeder Polizeiführer Angst und lässt alle laufen. Wird Zeit, dass hier mal der staatliche Hammer rausgeholt wird. Aber diese Maßnahmen können nur von Polizeiführern mit Murre durchgezogen werden.
    Also, es bleibt wie es ist- 60 Jahre Bundespolizei…..

  10. Die Schelte ging nicht gegen die Gewerkschaft und schon garnicht gegen die aktiven Kollegen dort.
    Ihr seid doch hier das einzige Sprachrohr Richtung der eigendlichen Verantwortlichen. ( Direktion,Präsidium,BMI)
    Das schlimmste ist doch, Richtung Kosovo zu denken,wo mittlerweile wieder alles aus dem Ruder läuft und militärische Präsenz nötig macht,aber uns weder materiell noch personell ausstatten können.
    Das erzürnt am meisten…

  11. „Ein Mann riskiert nicht für einen jämmerlichen Sold sein Leben. Man muss seine Seele ansprechen, um ihn zu elektrisieren!“ – Napoleon Bonaparte
    Das Leben wird immer teurer und mein Dienstherr spricht schon lange nicht mehr meine Seele an!!!
    Und irgendwann wird es so sein wie oben zitierten!
    Dann wird sich keiner mehr den Hooligans oder ähnlichem stellen!Die kämpfen aus freude an der Gewalt! Wir kämpfen nur wegen dem Sold!
    Liebe Politiker denkt mal darüber nach!!!!!

  12. Irgendwie spielen sich immer wieder die gleichen Szenen ab.

    Zu Fußballeinsätzen werden wir in unserer Inspektion nur ganz selten gerufen und darüber bin ich froh.

    Was hier die Kolleginnen und Kollegen, Woche für Woche leisten, kann man nicht mit 0,77 Euro DuZ am Samstag gut machen.

    Woche für Woche, sich hier von oben nach unten beleidigen lassen!

    Woche für Woche den Prellbock der Unzufriedenen spielen!

    Ich denke den meisten Kolleginnen und Kollegen, ist klar was hier von den E-Zügen und PVBs geleistet wird. Unsere gegenseitige Wertschätzung ist gegeben, aber von der Seite, von der diese eigentlich kommen sollte, KOMMT NIX!

    Ab morgen geht es dann auch wieder in der ersten Fußballbundesliga los.

    Ich wünsche allen eingesetzten Kollegen alles gut und besonders, dass sie gesund zurückkommen!

    Der Politik möchte ich sagen, nur ewiges reden und reden und reden, ändert sich NIX – HANDELN ist gefragt!!

  13. Zitat von „Eintrag A“

    „Ich wünsche allen eingesetzten Kollegen alles gut und besonders, dass sie gesund zurückkommen!

    Der Politik möchte ich sagen, nur ewiges reden und reden und reden, ändert sich NIX – HANDELN ist gefragt!!“

    Volle Zustimmung zum ersten Satz!!!!

    Zum zweiten Satz:

    Vergebliche Hoffnung, Sie müssen Banken retten usw. Die Aktienkurse fallen (gestern in der Tagesschau), welch ein Drama. Da wird kurz eine Telefonkonferenz anberaumt…Merkel und Co. Kann ja nicht sein, dass deutsche Unternehmen Verluste (statt 2 Milliarden, nur noch eine) machen. Gott zum Gruß…Christlich , demokratisch ..es war einmal….!

  14. Mein Kommentar im Forum zur Konferenz anl. Fussballspielen….mein letztes Zitat lautete von einem berühmten TV Pfarrer: ..und bleiben sie gesund.
    Jedes Jahr die selbe leier, was passiert…nichts, alle, damit meine ich alle PVB´´innen werden im Regen stehen gelassen!! Was wollt ihr, wir haben doch die beste Aussenministerin der Welt, Frau Merkel kümmert sich doch rührend um die Probleme in der ganzen Welt (die es selbstverständlich gibt),,,aber wer kümmert sich noch um Deutschland und seine Bürger??? Ganz geschweige von seinen Polizeibeamten, die Tag für Tag, Wochenende für Wochendende alleine da stehen. Ein Beispiel, Samstags Fussball Großstadt.- bzw. Umsteigebahnhof, plötzlich und unerwartet mehrere Fangruppen die dort umsteigen, wird schon klappen mit den (wenn überhaupt vorhandenen) 6 PVB. Die Ehu´s/ MKÜ´´s usw. können dann leider auch nicht helfen, da sie ja selbst auf Polizistenlandeverschickung durch die ganze Republik reisen und Holligans und sog. erlebnisor. Jugendl.( alleine der Begriff ist ein Witz) begleiten.
    Ich wünsche allen wie bereits schon von mehrern Kollegen hier im Forum geschrieben, passt auf euch auf und kommt gesund nach Hause.
    Ich habe die Hoffnung endgültig aufgegeben und weiß das wir ganz alleine da stehen.

  15. Wieder zwei Kollegen in den Hinterhalt gelockt und mit Messerstichen schwer verletzt!

    Ein Ende ist nicht in Sicht… Wann darf endlich HART durchegriffen werden, wann wird HART Seitens der Justiz durchgefriffen?

  16. Mir bleibt nur anzumerken, Hut ab und volle Anerkennung an alle Kollegen, die diese Form der Einsätze über sich ergehen lassen müssen aber leider ist und war es immer schon „a part of our yob!“
    Natürlich wäre es schöner, mit entsprechender Bezahlung, Anerkennung durch den Dienstherrn, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, einer guten, stetig steigenden Pension, ordentlicher Krankenversorgung, Ruhegehaltsfähiger Polizeizulage usw. ins „RENNEN“ zu gehen.
    Aber an den chaotischen Landverschickungen würde das auch nichts ändern. Mehr Personal wäre dadurch auch nicht da und dort sollte angesetzt werden! Also auf, protestieren, einfordern und Druck aufbauen, gegenüber der Politik und allen anderen Verantwortlichen!!

  17. Dafür das es ein brennend aktuelles Thema ist und garantiert immer mehr hochkochen wird,verschwand dieser Thread aber sehr schnell auf Seite 3. Ich lese heraus,dass Ihr immer aktuelle Berichte und Nachrichten der hiesigen Medien einstellen wollt. Dann paßt die aktuelle Seitenwahl aber überhaupt nicht. Wer bisher diesen Artikel nicht gelesen hat,findet ihn auch nicht,es wäre schade wenn erlebtes hier nicht niedergeschrieben wird.
    Tip: Duisburg – Hansa Rostock,es gibt einen sehr lesenswerten Bericht der Abteilungszeitschrift „Rapporter“ der BPOLABT Ratzeburg.Einfach im Bereich INTRANET auf Direktin Bereitschaftspolizei,dort BPOLABT Ratzeburg anklicken und auf der Seite den „Rapporter“ Button anklicken. Das ist der wahre Alltag beim FBK…..