Informationsveranstaltung „Berufszufriedenheit in der Bundespolizei – Klartext 2010″ in der Dirktion Koblenz

KOBLENZ | 18. Juli 2011 | Die Klartextstudie der Gewerkschaft der Polizei hat seit ihrer Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Aber wie sieht das Ergebnis im Einzelnen für den Bereich der Bundespolizeidirektion Koblenz aus? Um Klarheit darüber zu erhalten, haben Präsident Manfred Lohrbach und die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Direktionsgruppe Koblenz, den Herausgeber der Studie, Herrn Prof. Dr. Gerd Strohmeier und Sven Hüber, GdP Bezirk Bundespolizei, zu einer Informationsveranstaltung in Koblenz eingeladen.

110720__infoveranstaltung__berufszufriedenheit2__bildpropertyposter.pngInsgesamt 50 Teilnehmer nutzten diese Gelegenheit, um sich die Ergebnisse der Befragung erläutern zu lassen und Fragen im Anschluss zu diskutieren.

In seiner Begrüßung stellte Präsident Lohrbach heraus, dass der Mitarbeiter auch in seiner Direktion im Mittelpunkt steht und die Berufzufriedenheit der Mitarbeiter ein gemeinsames Anliegen aller Führungskräfte ist. Frau Rangenau erläuterte in ihrem Statement, dass mit dem Gesundheitstag u110720__infoveranstaltung__berufszufriedenheit1__bildpropertyposter.pngnd der Tagung der Führungskräfte „Wir sind Koblenz“ Initiativen zur Verbesserung der Situation eingeleitet wurden und sich die für die Personalführung Verantwortlichen Aufgaben auferlegen, um die Berufzufriedenheit innerhalb der Bundespolizeidirektion Koblenz zu steigern.

Nachdem Herr Hüber den Anlass der Studie und die Entstehung des Fragenkatalogs erläuterte, konnte Prof. Dr. Strohmeier die Ergebnisse im Einzelnen aufbereiten. Leider konnte das Ergebnis nicht auf die BPOLD Koblenz herunter gebrochen werden, da die Anonymität der Befragten gewährleistet bleiben sollte. Das Interesse an der Veranstaltung war sehr groß, Herr Strohmeier und Herr Hüber nahmen sich viel Zeit, die zahlreichen Fragen zu beantworten.

110720__infoveranstaltung__berufszufriedenheit3__bildpropertyposter.pngDie Direktionsleitung, die Personalvertretungen und die GdP Direktionsgruppe Koblenz sind sich einig, dass das Ergebnis der Klartext-Studie Ernst zu nehmen ist. Man will sich über die bereits jetzt einvernehmlich getroffenen und eingeleiteten Maßnahmen hinaus weiterhin konsequent mit dem Thema Berufszufriedenheit beschäftigen.

Präsident Lohrbach betonte, dass er auf Ebene der Direktion Koblenz alles tun wird, um die durch die Studie dargelegten Defizite weiterhin zu thematisieren und nach Lösungen zu suchen, die die Rahmenbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitererkennbar verbessern.

(Quelle: SG ÖA BPOLD KO)

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Themenbereich: Bundespolizei - Reform | Drucken

6 Kommentare
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  1. Etwas irritiert war ich zunächst, dass hier ein Artikel eines SG ÖA offenbar unkommentiert eingestellt wurde; eine Art neues „Joint Venture“? Warum aber auch nicht, wenn man mit den entsprechenden Kommentierungen leben kann…

    Trotz aller berechtigten und auch dringend erforderlichen Kritik (kommt noch, keine Bange…) muss man zunächst doch mal eines konstatieren: Es ist bereits ein großer Erfolg, dass diese Problematik überhaupt von dienstlicher Seite thematisiert wird!

    Vor allem, wenn wir uns erinnern, wie hartnäckig man die Existenz solcher Probleme lange Zeit ignoriert oder sogar dementiert hat!
    Dieser Erfolg ist aber auch nicht vom Himmel gefallen, sondern ist das Ergebnis äußerst beharrlicher gewerkschaftlicher Arbeit der GdP!

    Diese ist ursächlich dafür, dass das Thema mittlerweile (gezwungenermassen) auch im Focus der Führung gelandet ist. Die Studien waren das dafür erforderliche Handwerkszeug, welches aber nicht von selbst wirkt. (Wir erinnern uns an die vom BMI in Auftrag gegebene Beerlage-Studie, die erst mit über einjähriger Verspätung auf Druck der GdP offiziell zur Kenntnis genommen wurde…)
    Insofern denke ich auch nicht, dass die (dringend erforderlichen!) Konsequenzen aus der „Klartext“ – Studie zum Selbstläufer werden.

    Es ist ja nett, dass „Gesundheitstage“ veranstaltet werden oder Führungskräftetagungen unter dem Motto „Wir sind Koblenz“;
    das nützt aber nichts, wenn eben die Führungskräfte, die (bei einer anderen Direktion, glaube ich) nach Art einer Therapiegruppe sich im Halbkreis formieren , um sich fürs Intranet medienwirksam als problembewusst zu präsentieren, am nächsten Tag dann wieder auf Einhaltung bzw. Steigerung irgendwelcher Kennzahlen pochen…

    Das heisst mit anderen Worten, dass wir die Wurzel des Übels erkennen müssen und schnellstmöglich für eine Entschleunigung im gesamten dienstlichen betrieb sorgen müssen! – (Für den Stress sorgt hin und wieder die Kundschaft selbst oder entsprechende Lagen!)

    Erkennen, dass man es in den vergangenen Jahren überzogen hat und schleunigst wegkommen muss von der „Ergebnisorientierten Steuerung“, zumindest in der derzeitigen Ausprägung der Propagierung eines „höher, schneller, weiter“, oder in leicht abgewandelter Form „immer mehr mit immer weniger Personal“.

    Sollen sie von mir aus ihre Zahlen erheben und auswerten. In vernünftigem Maße kann das durchaus sinnvolle Aspekte liefern, es darf nur nicht Dreh- und Angelpunkt des gesamten dienstlichen Lebens werden bzw. bleiben! (…und beim Abschluss von Zielvereinbarungen immer schön die Beteiligungsrechte der Personalvertretungen beachten, gell?)
    So lange wir aber nicht (und zwar auf allen Ebenen!) in der Lage sind, mit solchen Instrumenten sinnvolles zu erreichen, sollten wir sie ersatzlos einstampfen!

    Und dass bislang damit nichts Sinnvolles erreicht wurde, darüber sind wir uns hoffentlich einig!

    Bitte jetzt nicht wieder der Hinweis auf das Regierungsprogramm „Moderner Staat“! – Das sollte ursprünglich (oder doch nur vorgeblich?) der Entbürokratisierung dienen.

    Das daraus entstandene Monster kann ja wohl niemand ernsthaft beabsichtigt haben! Für so dämlich kann man doch auch die Politik nicht halten, oder?

  2. Ich bin Mitarbeiter dieser Direktion und bis dato hat sich nichts getan, was uns KSB entlasten würde. Im Gegenteil… Die Führungskräfte fordern genauso die Zahlen ein wie bisher. Und in manchen DG´en wird sogar noch ein Schippchen draufgelegt.

    In meinen Augen sind diese Veranstaltungen nur Blendwerk. Im Hintergrund wird genauso weitergemacht wie bisher, denn auch die Herren IL wollen noch was werden und benötigen Zahlen dafür. Auch wenn sich der Präsident hin stellt und sagt, dass er diese Studie sehr ernst nimmt. Wenn ich sehe, was bei uns abgeht, dann weiß ich, dass von seinem Gerede bei uns nichts, aber auch rein garnichst angekommen ist. Und ich bin auch schon lange genug in dieser Organisation und habe zig Chefs miterlebt. In meinen Augen wird sich nichts änderen. Im Gegenteil, es wird noch mehr auf die Schultern eines jeden aufgeladen.

    Ich habe von einem Lehrgangskollegen gehört, dass in Frankfurt auf dem Hauptbahnhof mittlerweile innerhalb kürzester Zeit 5 PVB, alle um die 40 Jahre alt, einen Herzinfakt bzw Schlaganfall bekamen. Das ist doch nicht mormal. Mich würde mal interessieren, wie da der Herr Präsident darauf reagiert hat und wie die restlichen Kollegen in dieser Inspektion nun vor soetwas geschützt/bewahrt werden. Vielleicht ja mit dem einen Gesundheitstag…..

  3. Ich denke, es gibt Nichts (weder positiv, noch negativ), was nicht noch übertroffen werden kann. Keine Ahnung aber, ob Das nun gut oder schlecht ist.

  4. Es gibt endlose Informationsveranstaltungen, unzählige Arbeitsgruppen, aber es ändert sich nichts !

  5. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt

    mehr gibt es nicht zu sagen

  6. Interessant ist, dass bei (angeblich so erwünschter) sachlicher und objektiver Kritik stets die gleichen Phrasen gedroschen werden:
    „…man ist sich einig, den Punkt ernst zu nehmen…“
    „…man wird sich weiter damit konsequent beschäftigen…“
    „…man wird nach Lösungen suchen…“
    Was heißt das alles in der Zusammenfassung?
    Man heuchelt so lange Betroffenheit, bis das Thema ausgesessen ist…oder im offiziellen Wortlaut:“Es besteht keine Handlungsbedarf, die Stimmung ist gut, die Leute sind hochmotiviert…“
    Und daraus schließ‘ ich messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf!