GdP: Technik kann menschliche Wachsamkeit nicht ersetzen!

Berlin, den 31. August 2011: „Wir begrüßen die klare Entscheidung des Bundesministers des Innern, den Körperscanner nicht weiter zu Luftsicherheitskontrollen auf den deutschen Flughäfen einzusetzen. An dieser hochsensiblen Sicherheitsstelle darf nur absolut sicher funktionierende Technik eingesetzt werden. Der Praxistest am Flughafen Hamburg hat klar aufgezeigt, dass eine solche Technik derzeit nicht zur Verfügung steht“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

Die GdP erneuert ihre Forderung, die Fluggastkontrollen weiter zu professionalisieren. „Es wäre fatal, sich allein auf Apparate zu verlassen, die nicht absolut sicher arbeiten und wo nicht feststeht, dass sie nicht getäuscht oder manipuliert werden können. Gerade in diesem entscheidenden Kontrollbereich sind mit einem eigenen Berufsbild gut ausgebildete, erfahrene und hoch motivierte Beschäftigte unabdingbar. Dazu müssen auch die Arbeitsrahmenbedingungen in diesem Bereich deutlich verbessert werden. Technik allein wird den Menschen in diesem wichtigen Kontrollbereich niemals ersetzen“, so Scheuring.

Filmbeitrag in der Tagesschau

Achselschweiß stoppt Körperscanner

„Vorerst keine Körperscanner“

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Themenbereich: Ausstattung, Bekleidung, Technik | Drucken

7 Kommentare
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  1. Die Technik kann niemals einen Menschen ersetzen. Sie kann unterstützen und Arbeit erleichtern, aber ohne gut ausgebildete und motivierte Menschen geht es nicht.
    Und die müssen auch gut bezahlt, ausgerüstet werden und deren Gesundheit muß erhalten bleiben !

  2. Zitat:ich bilde seit Jahren Sprengstoffspürhunde für die Bundespolizei aus. In den Bereich der Aus- u. Fortbildung dieser Diensthundeführer- Teams investiert unsere Behörde nichts, gar nichts.

    Sehe ich nicht so, immerhin gibt es vier Fortbildungstage im Monat, diverse Diensthundegruppen und andere Möglichkeiten. Konditionen wovon der normale KSB noch weit entfernt ist. Ich gönne euch das. Aber bitte sachlich bleiben.
    Ein Sprengstoffhund als Ersatz für einen Körperscanner bzw. die normale Kontrolltätigkeit?
    So weit ich weiss, ist die Einsatzzeit begrenzt.
    Wie soll das gehen?

  3. Immer Weiter

    Dein Kommentar zu den Ausführungen des Kollegen Botz zeigt Deine komplette Unkenntnis über die Vorgänge im Diensthundewesen der BPOL.
    Von idealenHundegruppen und genügend Ausbildung kann nicht die Reede sein.
    Fakt ist, dass der größte Teil der DHF in den Dientsgruppen Dienst macht und der Hund nur Beiwerk ist.
    Vier Tage Hundeausbildung reichen auch kaum aus um ein hohes Niveau, welches die Diensthunde der BPOL haben zu halten.
    Das Präsidium investiert nun wirklich nichts in das Hundewesen, weder in Ausstattung noch Ausbildung.
    Bei Einsätzen erinnert sich der Polizeiführer nur an die Diensthunde wenn die Kräfte nicht ausreichen und er Lückenfüller braucht.
    Was der Kollege Botz sagen wollte ist, dass unsere SSH mit der Technick mithalten können. Im Gegensatz zu Technischen Anlagen zeigen sie keinen Orangensaft an. Sie werden nur völlig falsch eingesetzt weil unsere Führung völlig Technik versessen ist. Die Lobbyisten der Industrie finden im Präsidium immer ein offenes Ohr.
    Die Einsatzzeit ist begrenz aber nicht nach den Utopischen Zeiten die die Akademie so vermittelt. Mann kann seine Hund auch so einsetzten, dass er lange Arbeitsfähig bleibt.

  4. Hier werden nun endlich einmal das Augenfällige und Offenkundige und somit die Realität – anerkannt.
    Auch vom BMI.
    Wohl nur unter dem Druck der Medien und der Öffentlichkeit.
    Warten wir ab, wie lange es dauert, bis die politisch Verantwortlichen in der BPOL auch realisieren, dass sie Ihr informatioinstechnischer Weg nicht nur in die Sackgasse, sondern voll vor die Wand führt.
    Citrix ist leider ein der Öffentlichkeit wenig zu vermittelndes Problem.
    Die Sicherheitslecks und die IT-Struktur der Bundespolizei rücken aber auch dieses Thema in den Fokus der Öffentlichkeit.
    Es bleibt abzuwarten, wann auch hier eine Kehrtwende vollzogen, wann die Realität anerkannt wird.

  5. @genervt

    Schönen Dank für das Unterstellen von Unkenntnis.
    Nichts desto Trotz, bleibe ich dann bei meiner Meinung, auch wenn Du Fachmann, wohl genau Bescheid weisst.
    Ich stelle fest, dass dies in unserer Direktion, genau so abläuft.
    Ansonsten, hab ich gefragt wie das gehen soll?
    Wäre schön, wenn Du es schaffst auf eine einfache Frage, zu antworten.
    Denn die Frage bezog sich einzig und allein auf Fluggastkontrollen!
    So leg mal los ,ich bin gespannt, wie es mit Sprengstoffhunden möglich ist eine 100 prozentige Kontrolldichte über den ganzen Flugbetrieb hinweg, zu halten.
    Und nochmal niemand macht hier irgendwenn schlecht, aber den Beitrag versteh ich einfach nicht. Und in diesem Beitrag geht es einzig und Alleine um Körerscanner.

  6. @genervt

    Ich glaube nicht, dass im Präsidium alle nur technikversessen sind. Ich sehe das Problem eher darin, dass es in Deutschland schwer durchzusetzen wäre, alle Fluggäste von einem Diensthund „beschnüffeln“ zu lassen. Der Aufschrei in den Medien und der Bevölkerung wäre sicher riesig.

  7. Um die gestellten polizeilichen Aufgaben zu erfüllen bedarf es eines „Dreiklangs“ zwischen Mensch+ Tier+ Technick.
    An erster Stelle steht der Mensch, gut ausgebildetes, motiviertes Personal ist wohl unbestreitbar die größte Resource der Bundespolizei.Ob dies schon alleine bei der geringen Bezahlung der Kontrollkräfte möglich ist sei dahin gestellt.
    Ob ich als zweites dann zuerst das Tier oder die Technick erwähne ist uninteressant.
    Technick wird von Menschen erfunden und muß von Menschen bedient werden. Technick wird aber natürlich auch von Menschen vermarktet und an die Bundespolizei verkauft!
    Das Tier, unser Hund begleitet uns Menschen schon seit Jahrtausenden. Der Diensthund leistet im Polizeidienst schon immer eine ordendliche Arbeit! Die gestellten Anforderungen und Rahmenbedinungen haben sich in den letzten Jahren verändert.
    Der Spürhundebereich befindet sich permanent in der weiter Entwicklung.
    Unser Problem ist nur, das jeder Diensthundelehrwart, Diensthundeführer für sich alleine arbeitet und gestellt ist. Darüber hinaus, dass die Organsisation der Bundespolzei hier nicht Willens ist eine eine einheitliche Organisationsstruktur aufzubauen und zu führen.
    F.B.