20.000

Von Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei

20.000 – diese Zahl steht für zwanzigtausend Kolleginnen und Kollegen, die den Bezirk Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bilden. Nachdem wir bereits im Jahr 2010 erstmals die Zahl von 20.000 Mitgliedern erreicht haben, hat sich der Bezirk Bundespolizei mit weiter zunehmenden Mitgliedszahlen in diesem Jahr über 20.000 Mitglieder stabilisiert. 20.000 Kolleginnen und Kollegen treten in der Bundespolizei, der Bundesfinanzpolizei (Zoll) und im Bundesamt für Güterverkehr (BAG) für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Eine große Bewegung von Menschen für Menschen, von Beschäftigten hoheitlicher Sicherheitsbehörden für Beschäftigte hoheitlicher Sicherheitsbehörden hat sich gebildet, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Eine Gewerkschaftsorganisation, die im Jahr 2001 auch mit 17.000 Mitgliedern schon stark war, ist in den letzten 10 Jahren noch einmal um mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen gewachsen.

In einer Zeit, in der Gewerkschaften und Berufsverbände teilweise deutlich Mitglieder verloren haben, ist unser Bezirk außergewöhnlich zugewachsen. Für uns hat diese Entwicklung zwei Gründe. Hinter der Entwicklung steht eine große Anzahl engagierter Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen. Alle sind in gleicher Weise wichtig. Besonders wichtig ist dabei aber das Engagement derjenigen, die vor Ort in den Dienststellen und Dienstorten für unsere gemeinsame Sache einstehen. Und die Entwicklung wird getragen von einer engagierten, offenen und ehrlichen Arbeit, die immer und konsequent das Machbare für die sozialen Rahmenbedingungen, den beruflichen Schutz und die berufliche Entwicklung der Kolleginnen und Kollegen durchsetzt. Mit dieser Arbeit hat die GdP einen zentralen Anteil daran, dass sich der Bundesgrenzschutz alter Prägung zu einer modernen Bundespolizei entwickelt hat. Das Personalstrukturgesetz aus den siebziger Jahren, dass den Bundesgrenzschutz erstmals in seiner Ausbildung und seinen rechtlichen Rahmenbedingungen zu einer Polizei gemacht hat, trägt ebenso den Stempel der GdP wie das ab dem Jahr 2002 bis einschließlich 2013 laufende Attraktivitätsprogramm für die Bundespolizei. Mehr als 30.000 zusätzliche Beförderungen sind und waren allein damit verbunden. Und die GdP hat mit dem früheren Bundesminister des Innern, Otto Schily die Namensänderung zur Bundespolizei vereinbart und gemeinsam mit ihm durchgesetzt. Die zentrale Weiterentwicklung der Bundespolizei wurde von der GdP entscheidend mitgestaltet. Es gibt keine andere Organisation, die das auch nur in ähnlicher Weise belegen kann. Mit offener und ehrlicher Arbeit werden wir auch die anstehenden Probleme lösen. Es wird uns gelingen, Lösungen für PolizeiobermeisterInnen und die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung durchzusetzen und es wird uns gelingen, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundespolizei auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten herzustellen. Wir haben ein klares Bild von mehr Planungssicherheit bei der beruflichen Entwicklung unserer Kolleginnen und Kollegen. Erste Schritte davon, wie die regionale Werbung und Einstellung sind nach jahrelanger Überzeugungsarbeit der GdP auf den Weg gebracht. Eine gerechte Bewertung der Arbeit ist ein zentrales Element dieser Entwicklung und auch in diesem Bereich sind die Forderungen und Überlegungen der GdP unbestritten. Durch die wissenschaftliche Studie der Technischen Universität Chemnitz, für die wir viel Geld in die Hand genommen und viel Arbeitskraft aufgewandt haben, legen wir die zentralen Grundlagen für den notwendigen Abbau von Überlastung und Überforderung. Der Abbau von Überlastung durch gesunde Arbeitsrahmenbedingungen wird auch zukünftig ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit sein. Das gilt für die Bundespolizei, aber auch für die Kolleginnen und Kollegen des Zolls und des BAG. Für die Kolleginnen und Kollegen beider Organisationen werden wir durchsetzen, dass ihre wichtigen, hoheitlichen Sicherheitsaufgaben auch offen anerkennt und entsprechend honoriert werden. Wie in den zurückliegenden Jahrzehnten auch, werden wir uns gemeinsam diese notwendigen Weiterentwicklungen durch harte Arbeit erkämpfen müssen. Uns ist zu keinem Zeitpunkt etwas „nachgetragen“ worden.Das wird auch in Zukunft nicht der Fall sein. Mein Dank gilt den mehr als 20.000 Frauen und Männern, die unseren Bezirk Bundespolizei bilden. Gemeinsam haben wir die Kraft und das politische Gewicht, unsere Zukunft auch in schwierigen Zeiten gestalten zu können. Es ist für uns alle gut, das zu wissen.

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4 Kommentare
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  1. 20.000 !!!! Mitglieder !!!

    Das ist absolut klasse !!!

    Ich habe gehört, dass es Untergliederungen mit einem Organisationsgrad von mehr als 80 % geben soll!

    Fantastisch !!!!

    Die „Anderen“ sollen bei deutlich unter 5 % liegen – kein Wunder

    Fakt ist: Die GdP ist SPITZE !!!

  2. Auch dir und dem gesammten Team ein herzliches Dankeschön Jupp.
    Die Guten werden gewinnen.
    Wir machen weiter und lassen nicht nach.
    M.F.

  3. DOPOL und BGV sollen nach dem Zusammenschluss 12.000 Mitglieder haben? Da haben die bestimmt schon die privaten Sicherheitsdienste eingerechnet- oder?

  4. „Auch dir und dem gesammten Team ein herzliches Dankeschön Jupp.
    Die Guten werden gewinnen.
    Wir machen weiter und lassen nicht nach.
    M.F.

    Eintrag von Michael Feuerstein am 5.Oktober 2011“

    Zum zweiten Satz: Sicher, sonst könnte man alles aufgeben / vergessen. Aber der Zeitraum wird tausende von Jahren dauern, oder noch länger…, nicht überschaubar…