Bundesregierung muss auf Bahnangriffe reagieren!

Berlin/Hilden: Die Bundesregierung muss auf die Brandanschläge auf die Deutsche Bahn AG umgehend reagieren, fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring. „Die Verkehrsinfrastruktur der Bahn ist eine Achillesferse, an deren Sicherheit das Leben und die Gesundheit von täglich Tausenden Menschen hängt“, so Josef Scheuring. Das lehrten nicht nur die aktuellen Brandanschläge vermutlich linksextremistischer Gruppen, sondern bereits die Anschläge von Madrid und Moskau, aber auch die gescheiterten Kofferbombenanschläge von Koblenz und Dresden in den vergangenen Jahren. „Diese sensiblen Lebensadern moderner mobiler Gesellschaften üben leider bei terrorverliebten Verrückten aller Couleur eine Anziehung aus, ob linksextremistisch oder islamistisch oder sonst wie ideologisch motiviert.“ Um so wichtiger sei nach Scheurings Worten, dass die für die Bahnsicherheit zuständige Bundespolizei einwandfrei funktionieren könne, um in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG den Schutz der Bürger zu gewährleisten. Damit sehe es jedoch gerade im Bereich der Bahnpolizei finster aus. „Die Signale im Bahnpolizeibereich stehen vielerorts auf Rot“, so der GdP-Vorsitzende in der Bundespolizei. „Die aktuellen Schritte der Bundesregierung zur hundertfachen Streichung von Polizeistellen und ihre rigide Sparmaßnahmen an den Finanzen der Bundespolizei wird die Zustände bei der Bahnpolizei nochmals verschlechtern.“ Vor allem ein extremes Personalfehl und die dramatische Unterfinanzierung lasse die Sicherheitssituation eskalieren.

Scheuring verweist auf die aktuelle Studie der Technischen Universität Chemnitz unter Prof. Dr. Strohmeier, die eine dramatische Überlastung der Bundespolizisten vor allem auch im Bahnpolizeibereich festgestellt hat. Durch die rigiden Sparvorgaben zu Lasten der Sicherheit mussten bereits mehrere Dienstorte geschlossen und Kilometerbegrenzungen für Streifenfahrten angeordnet werden. Die technischen Arbeitsbedingungen, vor allem bei der Tauglichkeit und Schnelligkeit der Computerverbindungen, seien vielerorts mehr als ärgerlich. Dies hatte bereits der Innenausschuss des Bundestages im Juli 2010 kritisiert – ohne Ergebnis. Viele Bundespolizeidienststellen im Bahnbereich sind schlichtweg personell dramatisch unterbesetzt.
Die Bundesregierung plant in den aktuellen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2012, in den kommenden Jahren Hunderte Stellen bei der Bundespolizei ersatzlos zu streichen und das Budget empfindlich zu kürzen. „Damit kann weder der notwendige Ausbau der Videoüberwachung im Bahnbereich finanziert noch die erforderliche Streifendichte der Bahnpolizei gewährleistet werden“, kritisiert die GdP. „Was wir brauchen sind aber keine Empörungsappelle des Bundesverkehrsministers Ramsauer, sondern Vernunft beim Bundesfinanzminister Schäuble und Durchsetzungskraft bei Bundesinnenminister Friedrich, um die Bahnpolizei nicht ausbluten zu lassen und die Sicherheitsrisiken provozierenden Streichorgien bei der Bundespolizei zu stoppen “, so Josef Scheuring. „Sicher finanzierte, intelligente Sicherheitstechnik im Bahnbereich und ausreichend Manpower im Streifendienst – das wäre die richtige Antwort auf die Bedrohungen der Bürger im Bahnbereich. Das muss der Bundesregierung die Sicherheit der Bahnpassagiere wert sein.“

Reaktion der Presse:

http://www.sicherheit.info/SI/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/1120518

Weitere Brandsätze an Bahngleisen gefunden

Neue Brandsätze: Minister verstärkt Bundespolizei

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37 Kommentare
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  1. Ich hoffe ihr könnt was erreichen!

    Stimme euch in allen Punkten zu, jedoch sollte man nicht nur die Gefahr durch Anschläge erwähnen, sondern auch die schwerwiegenden Angriffe gegen Leib und Leben – wie in Schöneweide.
    Sowas passiert wenn keine mot. Streifen unterwegs sind, dies kann selbst die Anfahrtzeit dramatisch verkürzen.

    Ich sehe das Problem darin, dass sich jeder an die Kilometerbegrenzung hält, so sieht die hohe Führung, dass es ja auch ohne Kilometer geht und nächstes Jahr immer mehr sparen können.

    Mit dem Personal genauso, es klappt ja zur Zeit auch mit wenig und zur Not gibt es ja noch die Landespolizei.
    Warum zwei Streifen mot. zur Körperverletzung mit mehreren Verdächtigen schicken? 1. Keine zwei Streifen vorhanden und 2. Die Landespolizei fährt auch mit 2 Wagen ;)
    Und wenn die Landespolizei mal nicht kann, dann sind die Täter über alle Berge so wie in Schöneweide, weil der Anfahrtsweg von der Dienststelle aus viel zu weit ist.

    Ich hoffe ihr könnt was bewegen!

  2. Wir sind doch eine Fahndungspolizei, lieber zwei Kontrollstellen pro Schicht mit je 8 PVB, als eine Präventionsstreife mit 2 PVB, so ist doch der Tenor im Moment, denn für Prävention gibt es keine Striche.

  3. Tja jahrelang hat man die Flughäfen gepuscht, damit da auch nichts passiert.
    Was dazu führt das an den Flughafen nichtmal genug Arbeit für alle ist.

    Während die Bahnhöfe vernachlässigt worden sind.
    Und das kriegen auch Aussenstehende mit, die Böses im Sinn haben, besonders wenn man liest was in dem Bereich alles passiert.

    Wird da in den nächsten Jahren was passieren?
    Der Flughafen hat international ne Topaussenwirkung, der Bahnhof interessiert wohl erstmal national.
    Kann sich jeder selbst ausrechnen was passiert: Verbände/MKÜ werden nen paar Wochen verstärkt die Bahnhöfe etc bestreifen, dann geht der Fokus wieder auf den Flughafen.

    MfG

  4. aber neue Strickjacken !!!!!

    da werden jetzt neue Strickjacken für den Einzeldienst eingeführt aber die Handys sind teilweise 6 Jahre und älter.

    Manchmal fragt man sich doch, wo werden wir noch landen.

    Riesige Flächeninspektionen mit 60 Minuten Anfahrtsweg und länger.Fahrtzeit vom Revier zur Inspektion 150 Minuten. Man kennt sich kaum noch draussen aus und man nutzt eigene Navis um sich nicht zu verfahren bzw. den schnellsten Weg zu finden. Handys, bei den der Akku schon nach 1 bis 2 Stunden leer ist. Vom vorhandenen analogen Funknetz wollen wir gar nicht sprechen.

    Tagsüber nur 3 Mann in einem Bahnhofsrevier einer Stadt mit 180 000 Einwohnern. Jeder zweite Außeneinsatz wird an die LaPo abgegeben und dann heißt es nacher, anhand der VG-Nummern ist erkennbar, dass kein zusätzlicher Personalbedarf besteht.

    Ich glaube ich spreche vielen Kollegen aus der Seele wenn ich sage, wir sind alle gerne Polizisten und haben diesen Beruf auch immer gerne ausgeübt. Doch was wir uns in den letzten Jahren gefallen lassten mussten, angefangen über Reformen,Beurteilungen, Beförderungen, Lohnkürzungen,Geräte-und Kfz-Ausstattungen zerstört irgendwann auch beim letzten Kollegen den noch vorhandenen Idealismus.

    Ist es denn so schwer einfach mal im kleinen anzufangen wie z.B. ein mobiles Navi pro Revier oder vernünftige neue Handys.Das würde uns schon Einiges erleichtern.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt !!!!!!

  5. Da die Redaktion dieses Forums mein unkommentiertes Posting mit zitiertem und unter Quellenangabe belegtem Wortlaut des heute im www veröffentlichten Bekennerschreibens nicht veröffentlichen wollte, verlinke ich dieses kranke Schreiben nun noch einmal.

    Der Querverweis befindet sich unter Anderem hier auf:
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/brandanschlaege-behindern-bundesweiten-zugverkehr/4738216.html

    Jeder sollte wissen mit welch gestörten, idiotischen Tätern wir es hier zu tun haben:

    Hier das Schreiben:
    http://linksunten.indymedia.org/de/node/48377

  6. Hat sich wohl offenbar erledigt.

  7. Nach dem Tod von Dominik Brunner hatte sich selbst Frau Merkel medienwirksam im TV für eine Verstärkung der Polizei auf Bahnhöfen ausgesprochen.
    Was ist daraus geworden? Nix!
    Obwohl manche Wachen teilweise aufgestockt wurden, sind die Dienstgruppen personell leergefegt.
    Wichtige finanzielle Mittel und Personal gehen unsinnig ins Ausland. Da bleibt für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung unter dem Strich nichts übrig.

  8. Unsere BKín hat doch gesagt, die BUPOL bekommt was sie braucht.

    Das Ergebnis ist überall zu sehen.

  9. Wie immer, erst muß etwas passieren, dass unsere Politiker hellhörig werden…Gott sei dank sind noch keine Menschen zu Schaden gekommen. Aber es wurde doch bis jetzt gegen aller Vernunft und polizeil. Lagebeurteilung ehemalige Einsatzabschnitte/ Reviere und nun auch die verbliebenen Dienstverrichtungsräume gestrichen/gekündigt und diesen idioten Tür und Tor für ihren WAHNSINN geöffnet. Teilweise haben wir doch Anfahrten zum Einsatzort von bis zu 1 1/2 Stunden. Ich wünsche mir nur dass nichts passiert… dann möchte ich sehen, wer für die Schließungen /Personaleinsparungen usw. verantwortlich zeichnet. Wir können uns nur wünschen, dass die Verantwortlichen wach werden und nicht nur reden…….
    Bis jetzt galt doch der Slogan:
    „Reden ist silber, schweigen ist Gold“………die Polizeibeamten auf der Straße machen das schon….auch wenn wir ja 6000 zu viel haben ( :-) )
    In diesem Sinne…ich hab den Glauben an eine ehrliche Politik verloren

  10. Statt die eigenen Polizeibeamten in Deutschland einzusetzen, werden diese lieber in die „Wüste“ geschickt.
    Saudi-Arabien, Afghanistan, Sudan(?), Kosovo, Griechenland, Spanien, Italien und rund um die Welt als Botschaftswachpersonal.
    Überall im Innland knirrscht es im Personalgetriebe der BPOL.
    Hauptsache wir spielen Weltpolizei….

  11. Hm,
    Zeitlagen ohne Ende : Brandanschläge Berlin (Auto und Bahn) Stuttgart 21 ; Fußball; Demos ; aufwendige Ermittlungsverfahren etc. etc. Der CA 14 naht. Da könnte man doch die schlauen Jungs vom Bundesrechnungshof schon mal vermessen ( gern auch die neue Strickjacke) ! Denn spätestens , wenn weitere Stellen gestrichen werden ( wie ja angeblich möglich) werden wir sie im Rahmen der integrativen Aufgabenwahrnehmung Behördenübergreifend einsetzen müssen !!!

  12. Am Flughafen sind auch nur soviel Leute, um den Fluggästen den Weg zur nächsten Toilette zu zeigen. Ehrlich gesagt glaube ich daran, im Speziellen in Frankfurt/M., dass man soviel Personal hat, um z. B. die Umsteigezeiten zu garantieren. Fraport und Lufthansa garantieren doch eine Umsteigezeit von 45 Minuten und da muß das Rädchen BPOL auch mitspielen. Wenn in FRA 50 Mio. Passagiere im Jahr fliegen und am Hbf in FRA 400.000 pro Tag sind, sollte jedem klar sein wo mehr los ist.

  13. In MUC, besondes Terminal 2, ists genauso, da ruft schonmal die Lufthansa an um mehr Boxen besetzen zulassen.

    Und mit der neuen Start/Landabahn wollen se ihren Turnus noch verbessern…

  14. Lieber Politiker aller Fraktionen,

    warum regt ihr euch auf? Warum beklagt ihr diese Anschläge? Mit eurem fachlich und sachlich fundierten Wissen habt ihr ja bereits festgestellt – und dieses dem polizeifachlichen Laien, Herrn Seeger, auch mitgeteilt, dass die Bundespolizei über ausreichende Haushaltsmittel verfügt! Arbeitsüberlastung, Personalfehl und mangelnde Sachausstattung beruhen demnach nur auf Fehleinschätzungen der Gewerkschaften………
    Da habe ich nun fast 40 Dienstjahre gebraucht, um zu erkennen, dass der Polizeiberuf nicht durch Ausbildung erlernt wird, sondern mittels Parteibuch!
    Aber einen kleinen Einsparversuch will auch ich wagen: Wie wäre es, den Personenschutz einzusparen????

    Noch zwei Jahre – dann nicht mehr Traurig53

  15. Jetzt kommen wieder alle Schlaumayer und plötzlich ist von Spriteinsparungen und keine Streifen mehr fahren nicht mehr die Rede.Erst wenn ein Anschlag passiert ist, ist von Einsparungen keine Rede mehr.Unser Innenminister stellt sich hin und preist seine mit alten Einsatzmittel ausgestatte Bundespolzei als Polizei die alles kann hin.
    Da die Politiker nicht mehr wissen wie es bei der Bundespolizei wirklich zugeht macht es mir Sorgen wie es mit unserem Laden weitergeht.
    Unser Minister will die Streifen verstärken, hat ihm jemand mitgeteilt wo das Personal herkommen soll und wer dies bezahlt. Vielleicht weis er ja garnicht, dass durch Einsparungen von Millionen dies unmöglicht ist.

  16. Hoffen wir, dass die Anschläge wenigstens den Effekt haben, dass die entsprechenden Entscheidungsträger allmählich erkennen, wo es hakt. Die einschlägigen Foren sind da offensichtlich schon weiter als die Politik und sehen ein, dass diese Aktionen eigentlich nur eine Folge haben dürfen, nämlich mehr Polizeipräsenz (und damit mehr Personal). Ich bin sehr gespannt…

  17. Die Bevölkerung soll sich nicht so haben u. ängstigen! Wenn wir keine Streifen fahren, unnützes Personal abbauen, sparen wir mehr Geld, als wenn wir den einen oder anderen Brandanschlag verhindern oder Übergriff verhindern. Mit dem Geld können wir dann die notleidende griechische Polizei aufbauen oder franz. Banken retten. Prioritäten setzen, die eingeschlagene Strategie verteidigen, meine Damen u. Herren der oberen Führungsebene u. der Politik! Was Sie gestern als gut u. richtig befunden haben, kann heute nicht schlecht sein! Nur Mut, Sie haben es voll drauf, ich vertraue als Indianer im operativen Bereich weiter auf Ihre Kompetenz!!!!!

  18. Schotterzähler :)

    Sicherlich hast Du recht. Denn im bahnpolizeilichen Bereich sind mittlerweile viele Großstädte Reviere, welches alleine unter Berücksichtigung der Großlagen wie Demos, Fußball, etc. gar nicht sein dürfte. Dies sind keine polizeilichen, sondern meines Erachtens mehr politische Entscheidungen. Explizite Beispiele:Mainz und Mannheim :)

    In Zeiten steigender Aggressionen und immer wiederkehrender Angriffe inbesondere im Bereich der S- ud U-Bahnhöfe (siehe Medien), darf man den Personalkörper einfach nicht so knapp bemessen wie derzeit. Frau Merkel muss Ihren Worten Taten Folgen lassen. Die derzeitigen Sparmaßnahmen stimmen mich traurig und ein jeder Polizist mit Idealismus ist zutiefst enttäuscht.

    Die Bundespolizei hat einfach mehr Haushaltsmittel verdient und der Bürger zweifelsfrei eine Bundespolizei, welche agiert und nicht wie so oft aufgrund der räumlichen Entfernungen zu Einsatzorten, reagiert. Auch die Zusammenarbeit mit den Landespolizeien muss einfach besser koordiniert werden. Ich muss als Streifenwagenbesatzung stets sehen können, wo sich Kollegen befinden.

    Die GdP Führung hat dies längst erkannt und spricht dies aktiv an. Und dies kontinuierlich. Da kannst Du Dir sicher sein.

    Strickjacken: ) Ich persönlich bin der GdP und dem BPOLP von Herzen dankbar, dass sich im Bereich Bekleidung etwas tut. Wer wie Du beschreibst gerne Polizist ist, freut sich auch über neue innovative Uniformteile, welche insbesonders in der Praxis einfach besser sind :)

    Ich persönlich freue mich, dass uns die GdP Führung so sehr unterstützt. Jede einzelne Verbesserung weiß ich zu schätzen und daher unterstütze ich meine GdP auch von Herzen :)

    Ach ja :) Und wer gerne eine neue Strickjacke BPOL hätte, der kann sich gerne bei mir unter meinem dienstlichen Account melden :)

    Kollegiale Grüße

  19. Die personelle Ausstattung der Bahnpolizeireviere, aber auch deren Zuschnitt (Ländergrenzen *lach*) nach der Schäublereform, hat mich nach über 3 Jahrzehnten an einem Hbf veranlasst, das Handtuch zu werfen u. mich in ruhigere Gefilde abzumelden!(Ungern u. ich trauere noch heute, aber es musste sein!). Es kann nicht sein, dass du als GL bei jedem Dienstantritt durchzählst u. hoffst, dass nichts größeres passiert! Dass gute Prävention nicht möglich ist, dass du mit 1 – 2 einsätzen blank bist, dass du keine zugstreifen fahren kannst. Hier stimmt grundlegendes nicht mehr u. ich habe keinerlei Hoffnung auf Besserung! Nicht mit dieser Führungsetage, nicht mit diesen Innenpolitikern!

    Strickjacke: Kann man an deren Stelle auch einen Schlafanzug bekommen? (Natürlich Hoheitsabzeichen!).

  20. Ich hätte lieber eine Softshelljacke. Kannst Du das auch besorgen.

  21. @Andre Steiger: „Auch die Zusammenarbeit mit den Landespolizeien muss einfach besser koordiniert werden. Ich muss als Streifenwagenbesatzung stets sehen können, wo sich Kollegen befinden.“

    Volle Zustimmung!
    Fuhren nachts nach einem Einsatz im ländlichen Bereich an einem parkenden Streifenwagen der LaPo vorbei. Kurzen Gruß und weiter.
    Nach ca. 10 Min. Fahrt wunderten wir uns, dass uns 2 Streifen der LaPo in größter Eile entgegen kamen.
    Wie wir später erfuhren, benötigte die zuvor erwähnte Streife nach einer Kontrolle sofortige Unterstützung. In den vergangenen Jahren hatten wir, BPOL & LaPo, uns mehrfach gegenseitig unterstützt. Meist jedoch leider nach dem Zufallsprinzip und nicht koordiniert.

  22. @ BaPo m.D.

    seh ich genauso… eine Koordinierung wäre sehr hilfreich.

    Man steht am Bahnhof x mit U-Bahnanbindung und dann kommen 3 Streifenwagen mit Blau angefahren und rennen in die U-Bahn. Und wir waren schon in unmittelbarer Nähe ohne irgendwas zu wissen.

    Außerdem würden wir von unseren eigenen Einsätzen auch mal schneller Informationen erhalten.

    Dem Bürger interessiert die Aufgabenteilung nicht, da wo Polizei drauf steht, soll auch Polizei drin sein.

    Mal schauen ob sich was tut… Könnten LAPO und BPOL auch Gebäudekosten teilen ;)

  23. Hallo alle zusammen, wenn ihr mal was echt trauriges sehen wollt Kollegen, verweise ich auf die Mediathek des NDR. Gebt dort in die Suchleiste mal “Bettelarme Bundespolizei” ein und ihr werdet staunen. Ich finde es nur noch traurig. Den Kommentaren von J.Scheuring und J.Radek kann ich nur beipflichten. Das war der Direktion BBS bestimmt etwas peinlich.

  24. Hallo bpolist,
    als jetziger Lapo`ist kann ich Dir nur voll zustimmen. Vermutlich liegt es aber an der Führunhgsetage. Wir unten mussen die Zusammenarbeit intensivieren. Meine Empfehlung:
    Macht Euch bei den LaPo-Revieren bekannt….Kontakte knüpfen….Wenn Ihr Streife fahrt, meldet Euch doch einfach mal bei den Leitstellen der LaPo und teilt mit das ihr in der Fläche Streife fahrt…und gebt Euren Funkkanal/Rufnamen an….und es etwas ganz unkonventionelles…hört einfach den LaPofunk mit….ihr wisst was ich meine….mit kleinen Schritten fängt es an……Auf eine gute Zusammenarbeit
    hetti

  25. Zusammenarbeit!!

    also wir halten es so, das wir den lapo kanal auf unseren 4m gerät geschalten haben und deren hauskanal auf einen zusätzlichen 2m gerät. und so sind wir immer informiert.

    ihr seht ist ganz einfach das ganze

  26. Zu „ehemaliger“ und „Faulibär“

    Ihr magt ja Recht haben mit Rufnamen und 2 +4 m Kanal. Aber bei uns läuft seit einiger Zeit der Digitalfunk der LaPo im Rahmen der Erprobung.Selbst unsere Leitstelle ist nicht mehr in der Lage den Landeskanal mitzuhören da denen kein digitales Handgerät zur Verfügung gestellt wird.

  27. Auszug „BILD – Online“ vom 19.10.2011

    „Im Zuge der Verkleinerung der Bundeswehr plant Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), Berufssoldaten, die freiwillig ausscheiden, eine Prämie zu zahlen.
    Sie soll bei 5000 Euro pro Dienstjahr liegen und steuerfrei sein! Maximal beträgt die Abfindung 100 000 Euro.
    Und: Wer älter als 50 Jahre ist, kann sich vorzeitig in den Ruhestand versetzen lassen – ohne Abschlag bei den Pensionszahlungen.
    De Maizière will die Bundeswehr von derzeit noch rd. 200 000 auf 185 000 Soldaten verkleinern. Nächste Woche will er bekanntgeben, welche Standorte geschlossen werden. (rok)“

    Für diese „akuten“ Sachen scheint aber genug Geld in den Kassen zu sein !!!

  28. @Faulibär undehemaliger

    ich bin dagegen.

    Im Funkstreifenwagen sollte der eigene Kanal geschaltet werden

    Der eigene 2- und 4 Meter Kanal sind die einzigen und richtigen Kanäle, die zu schalten sind.

    Und auch persönliche Anmeldungen bei der LaPo sind nicht notwendig.
    Es bringt nämlich eigentlich nichts, da keine Führungsstruktur für diese „Kameradschaft“ besteht, die Streife für eigene Einsätze frei bleiben muss und schließlich wer zahlt denn wenn die LaPo das Angebot annimmt und Einsätze zu schustert?

    (ich muss das leider so krass und engstirnig betrachten, den genügende „Idioten“ haben das mal wieder kaputt gemacht, denn sie waren nur auf LaPo-Kanal und im LaPo-Eil-Unterstützungs-Einsatz. Auf dem eigenen Kanal waren sie nicht zu erreichen. Das ist Mist.)

    Die Leitstellen jedoch müssen unbedingt den LaPo-Kanal mithören, müssen / sollten bestimmte Streifen anmelden und können dann auch Unterstützung anbieten, lenken und leiten.

  29. Das mit der Zusammenarbeit zwischen LaPo und BuPo muss natürlich besser werden. Auch in unserer Inspektion haben die einzelnen DG’en persönliche Kontakte zu den benachbarten DG’en der LaPo, nur ist das so von unserer Führung gewünscht? Wir helfen unserer Kollegen der LaPo und anders herum sie uns. Nur hatte ich vor einiger Zeit auch unser Nachbarrevier bei der Schlichtung einer größeren Schlägerei unterstützt, PIKUS-Eintrag gefertigt und was kam raus, Nachfrage unserer Direktionsleitstelle, wo denn bitteschön das schriftliche Unterstützungsersuchen der LaPo vorliegt? Wenn ich erst auf ein Fax des Kollegen warten muss, bis ich unterstützen kann, ist der Einsatz vorbei.

  30. @aeN

    1. ist auf dem fest eingebauten gerät im kfz unser 2m kanal immer geschalten!!!! wir nutzen für lapo-kanal handgeräte!!!!

    2. ist bei uns im bereich mit eigenen 4m kanal nix zu erreichen.

    3. „schustern“ uns die kollegen von der lapo keine aufträge damit zu.

    4. haben auch die kollegen von der lapo unseren 2m kanal auf einen handgerät geschalten.

    also ist damit die schnellere und besser zusammenarbeit bei der zusammenarbeit in der untersten PVB ebene gegeben ( streifendienst). alles andere organisieren die leitstellen

    so ist es bei uns im bereich. wie es wo anders gehandhabt wird ……keine ahnung….

  31. Ganz einfach den Vorschlag der Werthebachkommission umsetzen, hier wurde die Verknüpfung der Leitstellen der Länder- und Bundespolizei für den bahnpolizeilichen Bereich gefordert. Allerdings haben sich alle nur auf die Zusammenlegung von BKA und BPOL konzentriert.

  32. Es sollte eh geprüft werden, ob der Sektor der Bahnpolizei nicht an die Länder abgegeben wird und der Bereich Grenze an der Zoll.

    In der Fläche der Bahn ist die BPOL kaum vertreten und kann nicht rechtzeitig vor Ort sein und an der Grenzüberwachung arbeiten 2 Behörden, was Verschwendung ist.
    Oder den Zoll und die Bpol neu organisieren und den Bereich der BUNDESFINANZPOLIZEI und BUNDESPOLIZEI abstecken – aber so, dass eben nicht 2 Polizisten das gleiche machen.

  33. @aeM,

    und dann ? Nur noch Bereitschaftspolizei und die nichtpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung an den Flughäfen ? Damit gewinnt man garantiert Nachwuchs, wenn man den Bewerbern erzählt, ihr dürft in Zukunft spazieren gehen und die lapo holen, wenn ihr was feststellt und, furchtbar toll, ihr dürft Päckchen angucken. Ich kann derzeit, da die Gefahr, an einen Flughafen zu kommen, einfach zu groß ist, niemandem empfehlen, zur BPOL zu gehen. Sollen lieber zu den Ländern, wenn sie Polizisten werden wollen, schließlich wird niemand Polizist um dann an einem Flughafen zu enden.

  34. @ DeclanMulquean

    1. ist LuSi auch Polizeiarbeit
    (Verkehrregeln ist auch Polizeiarbeit, so wie Tauchen, Bootfahren, vor der Botschaft/ Synagoge stehen, Telefongespräche abhören, Akten erstellen, etc. )

    2. meinst du, wenn ich bestimmte Bereiche anprangere, die unlogisch sind und dort eine Überdenkung und Anpassung fordere, dass andere unlogische Dinge bleiben sollen?

    2.2. Wenn ich schon bemerke dass es ZOLL und BPOL am Flughafen das gleiche mache, meinst du es macht dann Sinn, wenn man diese Behörden betrachtet und eine weitere Polizei am Flughafen in die Betrachtung nicht einbezieht. Aus 3mal Polizei am selben Einsatzort mach 2 – warum nicht eine?

    3. Schließlich ist das Aufgabenfeld am Flughafen auch nicht schlecht. Schließlich kann ich mir durchaus vorstellen, dass viele Bewerber gerne Flughafenpolizist werden wollen.

    3.2. ich möchte z.B. keinen Verkehrregeln oder Unfälle aufnehmen.

    3.3. wie ich schon schrieb, sollte aber bei der Einstellung schon das Kreuz für die Direktion gemacht werden.
    Das führt bestimmt auch zu vielen, die gerne nach FFM möchten und da dann glücklich sind.

  35. @aeM

    Es mag Kollegen geben, die bei unseren Flughafendienststellen glücklich werden und dann sollen sie das auch. Nur erkenne ich 1. an der LuSi nichts, was ein PSD nicht auch könnte ( wohingegen der DBS an sich jeder Grundlage entbehren würde, wenn die Bahndienststellen ebenso luxuriös mit Personal ausgestattet werden würden, wie die Flughafenwachen) Aber aus Streife laufen und Lapo rufen macht man nunmal keine Polizeiarbeit. Das kann ein PSD auch. Und hätte ich Verkehr regeln wollen und Knöllchen schreiben, dann wäre ich zur Lapo.

  36. @aeM

    „3. Schließlich ist das Aufgabenfeld am Flughafen auch nicht schlecht. Schließlich kann ich mir durchaus vorstellen, dass viele Bewerber gerne Flughafenpolizist werden wollen.“

    Dazu muss man aber VORHER wissen das man da hinkommt, für meinen Zug der dies Jahr fertig geworden ist kann ich sagen das 80% unzufrieden damit sind an einen Flughafen am andern Ende von D zuarbeiten.
    Und bei der Unzufriedenheit ist die Entfernung 2.ranging.

    In meiner jetztigen DG will jeder, egal ob mD oder gD, der die letzten Jahre neugekommen ist wieder weg.
    Wieso?
    Weil es nichts zu tun gibt. Eine Stunde Sicherer stehen, um bei Funden die LaPo zurufen. Streife laufen, sobald was passiert, LaPo rufen.
    Ein- und Ausreisekontrolle? Kaum Aufgriffe, weil kein „Klientel“ und die Aufgfiffe die man hat und abarbeitet? Meist Tagesfälle, werden eingestellt von der StA.
    Und vorallem: Viel zuviele Leute!
    Es gibt Schichten da sitzt man bis zu 70% und mehr im Aufenthaltsraum, welcher überfüllt ist…
    Und trotzdem haben wir immer noch Kollegen die zu uns abgeordnet werden…

    Die Stimmung ist nur noch gut, weil die Kollegen i.O. sind.

  37. @ EX PMA

    ich hätte die jungen Leute auch lieber in der BePo!!!!!

    ich schlug schon mehrmals vor, die Bewerbungen für Direktionen zu machen.

    Aber es tut sich nichts, außer Phrasen, dass man regional einstellen will.
    Es sollten Taten folgen!!!