GdP: Bundespolizei nicht ausbluten lassen – Einstellungszahlen erhöhen

Berlin/Hilden, 24. Oktober 2011: „Nur wenn der Bundesminister des Innern für das Ausbildungsjahr 2012 die Einstellungszahlen ganz deutlich erhöht, kann das personelle Ausbluten der Bundespolizei noch abgemildert werden. Wer weiterhin ein wirksames Vorgehen gegen Kriminalität, wie jetzt gegen Auto-Brandstifter in Berlin, und eine funktionierende Terrorabwehr will, der darf die Bundespolizei nicht weiter kaputtsparen“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin. Im Jahr 2011 hat die Bundespolizei lediglich 450 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter eingestellt, obwohl im Jahr 2014 die doppelte Anzahl an Polizisten ausscheiden wird. „Die aktuellen Schritte der Bundesregierung zur hundertfachen Streichung von Polizeistellen und ihre rigiden Sparmaßnahmen an den Finanzen der Bundespolizei werden die Zustände weiter verschlechtern. Vor allem ein extremes Personalfehl und die dramatische Unterfinanzierung wird die Sicherheitssituation eskalieren lassen. Auch der Präsident der Bundespolizei, Matthias Seeger, hat unlängst vor dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eindringlich auf die Unterfinanzierung der Bundespolizei hingewiesen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Studie der Technischen Universität Chemnitz unter Prof. Dr. Strohmeier, die eine dramatische Überlastung der Bundespolizisten festgestellt hat. Die vollkommen überzogenen Sparmaßnahmen werden eindeutig ‚auf den Knochen‘ unserer Beschäftigten ausgetragen“, so Scheuring. Durch die rigiden Sparvorgaben zu Lasten der Sicherheit mussten bereits mehrere Dienstorte geschlossen und Kilometerbegrenzungen für Streifenfahrten angeordnet werden. Die technischen Arbeitsbedingungen, vor allem bei der Tauglichkeit und Schnelligkeit der Computerverbindungen, sind vielerorts mehr als ärgerlich, so die GdP.

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19 Kommentare
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  1. Es fehlen derzeit mindestens 1000 PVB an der Basis (Führungstäbe / Führungsgruppen / „Teppichetagen“ sind tatsächlich funktionsfähig und überwiegend ausreichend personell besetzt – nur ODP mäßig nicht so abgedeckt, wie der tatsächliche Bedarf ist).

    Es fehlen zukünftig weitere ca 1000 PVB für die Flughäfen.

    Es werden ca. 1000 PVB in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheiden.

    Es müssen umgehend ca. 3000 PVB (überwiegend mD) eingestellt werden.

    Damit diese jungen Menschen auch in 10 Jahren noch glücklich sind (oder sogar noch in 3 1/2 Jahren EAV plus 2,5 Jahre Ausbildung) sollte FÜR DIREKTIONEN eingestellt werden. Das ist ein Kreuz auf der Bewerbung und der Bewerber weiß wo es hingeht.
    Ortsbezogene Werbung – an den Brennpunkten. Dort erfassen wieviel Fehl besteht und zielgerichtet einstellen.

  2. Nicht nur die leidige Unterfinanzierung verhindert die Effektivität, die wir uns alle wünschen sondern auch der Demographische Wandel. In den nächsten 10 Jahren verliert die Inspektion, in der ich meinen Dienst versehe, etwa ein Drittel der Beamten durch Pensionierung. Dies ist nicht nur ein Verlust von „Man-Power“ sondern auch an Erfahrung, Fachwissen und Kompetenz. Wenn der Nachwuchs weiter wie bisher vernachlässigt wird, werden die Einschnitte in der Gesamtstärke immer gößer und es wird dann niemand mehr da sein, um die jüngeren Kollegen und Kolleginnen auszubilden und anzuleiten.

    …und der „Letzte“ macht das Licht aus…

  3. „Die vollkommen überzogenen Sparmaßnahmen werden eindeutig “auf den Knochen” unserer Beschäftigten ausgetragen“

    Ich kann Josef Scheuring hier nur zustimmen. Und ich arbeite an der Basis.

    Abgesehen von PC, welche bei täglichen Arbeit aufgrund uralter CPU und fehlenden Arbeitsspeichers, hunderte Male abstürzen und nichts mehr geht, ist nun nicht einmal mehr Geld für Papierhandtücher vorhanden. Seit Tagen trockne ich mir meine Hände mit dem nur noch vorhandenen Klopapier.

    Bei aller Motivation und dem Umstand, dass ich sehr sehr gerne Polizist bin, aber diese Umstände sind inakzeptabel.

    Kommt an die Basis, ich zeige einem jeden, dass dies nicht mehr zu weitergehen kann!!!

    Selbst der stärkste Idealismus löst sich irgendwann einmal bei solchem Sparwahnsinn auf! Und fehlendes Verständnis verstärkt diesen Umstand noch einmal.

    Kollegiale Grüße

  4. Solange der politische Wille dafür fehlt, wird gar nichts passieren. Glücklicherweise ist politischer Wille eine erneuerbare Resource, aber der Weg dahin ist lang.
    Die Reformwut bei der Polizei hat es sogar ins Schwarzbuch der Steuerzahler geschafft:
    http://schwarzbuch.steuerzahler.de/Mieten-fuer-leerstehende-Dienststellen/38911c47000ilp1606/index.html

  5. Es wäre schon verdammt viel gewonnen, wenn jeder dort arbeiten würde, wo er seinen Dienstposten hat.
    Einfach mal mit Mut zur Wahrheit den ODP in der Realität verwirklichen.
    Dann hätten wir schlagartig ca. 25 Prozent mehr PVB an der Basis, dort, wo die Polizeiarbeit für den Bürger geleistet wird.
    Die Überlastung würde sich signifikant verringern, die Qualität der Polizeiarbeit steigen.

    Solange wir uns mit angeblich unbedingt nötigen Schattenstrukturen selber in die Tasche lügen, gehen die Kürzungen und der Niedergang unaufhaltsam weiter.

    Jeder sollte das machen, wofür er vom Steuerzahler bezahlt wird.
    Und da, wo es objektiv nicht reicht, kann mit richtigen Dienstposten nachgebessert werden, wenn es politisch gewollt ist.
    Ist es politisch oder finanziell nicht gewollt, dann wird diese Arbeit eben nicht erledigt.
    Solange, bis der Bürger an der Wahlurne anders entscheidet.

  6. da sieht man doch, wo die Reise hin geht,

    und die paar Hanseln von der Grenze, die bekommt man auch noch an den Flughäfen unter

  7. Friedrichs Vorgänger, dass ist ein Kerl, der hat doch tatsächlich mal eine schnelle zackige Entscheidung für seine Truppe getroffen – eine Standortgarantie für 4000 Mann!!! Na gut, es ist das Bonner Ministerium aber das sind auch wichtige Kämpfer…Aber eine Entscheidung, ist eine Entscheidung.
    Wir in der BPOL wüschen uns schon lange Entscheidungen, nachvollziebare Konzepte und „Visionen“ bezgl. der Personal-und Standortentwicklung. Aber was ist der IST-Zustand nach 3 Jahren Dauerreform?
    Hat sich -wirklich- irgend etwas zum Positiven entwickelt?
    Ich laß mich gerne überraschen und bei „begründeten Verdacht“ auch überzeugen.

  8. Auch bei der Bundespolizei sollte m. E. Schluss mit überzogenem Luxus, wie z. B. drei Bundespolizeiorchestern sein. Solange für solche Einheiten noch Geld übrig ist, sind die vorhandenen Ressourcen nicht optimal eingesetzt.
    Lean-Management sollte m. E. nicht nur im Hinblick auf die sinkenden Bevölkerungszahlen in Deutschland, sondern auch im Hinblick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln, den Vorrang haben.

  9. Mit jeder Reform, die ich bis jetzt mitmachen musste (II und III) ist es schlechter geworden. Die Leute sind mehr und mehr verunsichert. Was kommt und wann kommt der nächste Reformirrsinn? Damit beschäftigen sich die meisten der Kollegen täglich und man sieht es ihnen auch an. Einige Kollegen sind während dieser Reform äußerlich um zehn Jahre gealtert. Ich denke, einige Kollegen schleppen sich nur noch von Tag zu Tag. Noch so einen Reformwahnsinn überstehen die meisten psychisch nicht. .

  10. Auf den Beitrag von PHM zu den Bundespolizeiorchestern: Ich bin nicht der Meinung, dass unsere drei Bundespolizeiorchester „übertriebener Luxus“ sind. Sie gehören zur Bundespolizei, denn sie sind hervorragende Klangkörper, die uns gut repräsentieren, was auch wichtig ist. Wenn in allen Bereichen immer zuerst die Kultur weggekürzt würde, was bliebe dann letztendlich noch übrig? Daher kann das nicht der Ansatz sein, dass wir hier solche Sparvorschläge machen. Für die wichtigen polizeilichen Aufgaben der Bundespolizei müssen eben die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.

  11. Rundumschläge bringen uns doch nichts. Jetzt auf die Orchester los zu gehen halte ich für falsch. Die hatte man füher auch und vieles hat in der Zeit gut geklappt.

    Da finde ich schon den Beitrag von SÜDBERLINER
    wegweisend.

    Liebes Präsidium!
    Bitte, bitte macht Schluss mit den scheinheiligen Schattenkabinetten in unserer Organisation.

    Jeder sollte einfach nur dass machen, was seine Arbeitsbeschreibung des Dienstpostens hergibt.

    Und wenn es dann irgendwo zwickt, was ich nicht glaube, muss man halt einen Dienstposten schaffen.

    Es kann nicht sein, dass aus gesundheitlichen Gründen oder sozialen Gründen jemand als Ermittler geschont wird, wenn er einen KSB- Dienstposten innehat. (Nur als Beispiel)

    Glaubt mir, über kurz oder lang hätten wir wieder mehr Leute auf der Strasse.

    Wenn jemand einigermassen gesund ist, oder die Zähne zusammen beisst. Wenn er keine sozialen, familiären Probleme hat und sonst auch rund läuft ist er in unserer Firma der in den A… gekniffene.

    Aber wo kein Wille, ist halt der Weg verbaut.

    Schutzmann

  12. Unser Ex-Innenminister De Maiziere verkleinert im Moment die BW und dementsprechend fallen in dem Laden auch Dienstposten weg. Könnte man nicht wie früher ehemalige Zeitsoldaten mit ’ner verkürzten Ausbildung bei uns übernehmen??? Wir hätten wieder mehr vorausgebildetes Personal und die Y-Bande wüßte wohin mit ihren Leuten. Vielleicht sollte man sich auch mal überlegen weniger Kinderkommissare und mehr im mD einzustellen. Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn wieder mehr Streifer, anstatt Führungskräfte in unserem Laden Dienst machen würden. Im Gegenzug könnte man langgedienten und erfahrenen PVB den Aufstieg mal etwas erleichtern. …Die BRD könnte viel Geld sparen!

  13. Moinsens!

    @Schutzmann
    Grundsätzlich stimme ich Dir schon zu, nur so ganz einfach ist es dann leider doch nicht.
    Fang mal bei den Leitstellenbeamten an, deren Existenznotwendigkeit wohl die wenigsten leugnen können.
    Dieser Personenkreis resultiert sich meines Wissens nach in jeder unserer 77 Inspektionen aus dem Kreise der KSB.
    Man könnte die Rechnung ja mal aufmachen. 3-Schichtbetrieb, minsestens zwei PVB + zwei Besatzungen, um arbeitszeitrechtlichen Notwendigkeiten Rechnung tragen zu können. Ich veranschlage mal 10 PVB x 77.
    Ist doch schonn eine ordentliche Zah, oder???
    Seit Einführung des PIKUSSystems wurde in keinem ODP in den Inspektionen Leiststellenpersonal berücksichtigt.

    Aber wer weiss das da draussen schon.

    Es wird noch dauern, bis unsere Verantwortlichen begreifen, dass die Bundespolizei in der jetzigen Form aus dem letzten Loch pfeift und eigentlich um Erlösung winselt.

    Grüße

    AB

  14. „Liebes Präsidium!
    Bitte, bitte macht Schluss mit den scheinheiligen Schattenkabinetten in unserer Organisation
    Eintrag von Schutzmann am 26.Oktober 2011“

    …das Dumme ist nur, dass wir uns Strukturen geschaffen haben, die ohne die besagten Schattenstrukturen garnicht funktionieren
    k ö n n e n !

    Das fängt an bei der unzureichenden Ausstattung der Führungsgruppen bei den Inspektionen, geht weiter bei den nicht vorhandenen bzw. nicht vorgesehenen Strukturen bei den Revieren und hört bei der Tatsache noch lange nicht auf, dass es ausgesprochen realitätsfremd ist, einen ODP aufzustellen, der keinerlei Rückzugsmöglichkeiten für ältere Kolleginnen und Kollegen vorsieht, der im Gegenteil offenbar davon ausgeht, dass jeder bis zu seinem Ruhestand mit Vollendung des 62. Lebensjahres Schichtdienst als KSB verrichten kann ….

    Andersherum:
    1.:Der derzeitige ODP bzw. die gesamte Organisationsstruktur ist kopflastig und realitätsfern!

    2.: Durch die konsequente Weigerung, dies zur Kenntnis zu nehmen bzw. diese Erkenntnis nach „oben“ zu transportieren verhärten sich diese Mängel und werden mit immer absurderen Konstruktionen glattzubügeln versucht!

    3.: nachdem dies aus ganz offensichtlichen Gründen nicht funktionieren kann, (Aus ******* Gold zu machen, hat bislang halt noch niemand geschafft…) verlegen sich viele Kolleginnen und Kollegen darauf, „Rationalisierungsmöglichkeiten“ zu suchen bzw. darzulegen zu versuchen, wer noch über welche Reserven verfügen könnte und erkennen hierbei nicht, dass sie sich selbst zu einem Rädchen im Getriebe der ständig sich beschleunigenden Überlastungsorgie machen lassen!

    Die Zeiten, in denen man durch „Umverteilung“ Gerechtigkeit schaffen konnte, sind unweigerlich vorbei!
    Wir müssen vielmehr erkennen, dass unsere einzige Chance darin besteht, einen Entschleunigungsprozess in Gang zu setzen, der dann irgendwann eine Work-Life Balance zumindest annäherend wiederherstellen kann!

    Auch die Arbeitgeberseite ist alleine aus ökonomischen Gründen hierauf dringendst angewiesen, weil, auf gut deutsch gesagt, die derzeitige Situation unter dem Strich eben auch ein Schweinegeld kostet!

  15. @ Südberliner am 24.Oktober 2011 und Schutzmann am 26.Oktober 2011

    Dann erkläre mal jemanden, der gesundheitlich in bestimmten Bereichen nicht arbeiten kann, dass er dort wo seine Stelle ist Dienst machen muss.
    Oder erkläre eine Mutter, die Teilzeit arbeitet, dass die familienfreundlichen Unterstützungsmaßnahmen nicht mehr funktionieren, da sie dort wo die Stelle ist Dienst machen müssen.

    Es gibt eben Sonderfälle.

    Sag dem Auslandsverwender, dem PolTreainer, dem Ausbilder, etc. dass sie auf ihrer Stelle Dienst machen müssen.

    Dann schreibe doch mal dem Präsidium, dass die Erfassung, die LSM-, die WE- Meldungen, die Pikuseinträge, die Arbeitszeiterfassung, die Urlaubsabrechnung, die Verwaltung nicht verfasst werden können, da jeder Dienst macht, wo seine Stelle ist.

    Nebenbei, würde das auch auf die Bearbeitung deine Beurteilung,deine Leistungsprämie, die Abwendung von Beschwerden gegen dich treffen.

    Die Verwaltung und Organisation und Dokumentation erfordert nun diese Kräfte.

    Richtig ist, dass der ODP das nicht bedenkt. Es fehlen im ODP wichtige Funktionerstellen. Und bei einigen, die es gibt vergisst der ODP, dass der Mitarbeiter auch Urlaub, Überstunden, Krankheitsfehltage hat – es bedarf also tatsächlich einer Doppelbesetzung; auch so etwas fehlt im ODP ist aber unabdingbar.

    Ich habe oben gesagt, dass ein erhebliches Fehl an Personal an der Basis herrscht.
    Das muss abgeändert werden.

    Die Führungsgruppen dürften überwiegend gut besetzt sein. Wenn dort Personal verschoben wird, dann entseht dort auch ein Fehl. Das wäre also sinnfrei. Die Führungsgruppen müssen so bleiben es muss aber unbedingt mehr Basispersonal her.

    Wir brauchen sofort ca. 3000 Neueinstellungen mD (und zwar FÜR Direktionen – weg mit dem Quatsch in Norddeutschland werben und Einstellen und die Leute dann in den Süden verdammen; gleich auf der Bewerbung das Kreuz für die Direktion wohin man sich bewerben will; und wenn da Personalvoll ist, dann kriegen die nen Brief und wählen VOR der Einstellung eine Direktion wo Platz ist oder lassen es und der nächste auf der Liste wird gefragt. Das ist echt nicht schwer!!!)

  16. @ aeM
    Das sind doch keine Begründungen, den täglichen Dienst und den ODP nicht in Übereinstimmung zu bringen und erforderliche Stellen auch mit richtigen Dienstposten zu unterlegen.

    In unserer Firma kann jeder Teilzeit arbeiten, der möchte, und mit nachvollziehbarer Begründung auch in der Dienstgruppe als KSB im Tagdienst arbeiten.
    Und wer aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit nicht mehr erledigen kann, der muss auf entsprechende zumutbare Dienstposten versetzt werden.

    Und wenn für WE, LMB, Pikus, @tus, Ausland, Ausbildung, Auswertung, Servicepoint usw. keine Stellen und keine Zeit vorhanden sind, dann lassen wir das eben mal sein.

    Und mit:
    – Nebenbei, würde das auch auf die Bearbeitung deine Beurteilung,deine Leistungsprämie, die Abwendung von Beschwerden gegen dich treffen.-
    hast du aber echt den Vogel abgeschossen (nicht übelnehmen)
    Ich glaube, jeder weiß was ich meine…

    Aber jetzt mal im Ernst, mehr Neueinstellungen sind natürlich auch eine Lösung, aber es wird wohl keine geben!

  17. @aeM

    Du redest leider nur von denjenigen, die einer anderen Tätigkeit (als ihren Dienstposten) nachgehen.
    Versetze dich doch mal in die, die für andere die Arbeit mitmachen.
    Wir hatten hier schon mal die Diskussion über kranksein und so weiter.
    Da steht mir kein Urteil zu. Aber überleg mal, was „draussen“ mit Kollegen passiert, die krankheitsbedingt nicht mehr können.
    Ich habe nichts dagegen, wenn jemand einen „leidensgerechten“ Arbeitsplatz einnnehmen kann.
    Aber bitte dann mit einem Dienstposten unterlegt.
    Und wenn das nicht möglich ist… . Dann ist es auch für ihn vielleicht besser, in den Ruhestand zu gehen.

    Wenn du aufzählst was dann alles nicht mehr läuft – ja und? Wie denkst du denn, ist eine Wende in der verkorksten Personalpolitik nach Gutsherrnart zu erreichen. Nur indem man deutlich zeigt, dass es so nicht mehr weiter geht.

    Du schreibst, ich soll dem Präsidium schreiben…blah…blah usw……brauche ich nicht, weil ich meine Arbeit jeden Tag mache. (Ich nehme übrigens jeden Tag eine Tablette gegen Bluthochdruck und bin jenseits der 50)
    Aber ich gebe dir Recht. Es müssen Diejenigen schreiben die davon betroffen sind. Und wen wundert´s, die machen es nicht.

    Gott sei Dank kommst du im letzten Teil deines Beitrages wieder zur sachlichen Betrachtung zurück.

    @Gerhard Megdenberg

    Ich stimme deinem Beitrag uneingeschränkt zu.

    Leider fehlt mir die Hoffnung auf Besserung. Mittlerweile leben in unserer Organisation von den Verhältnissen so wie sie sind zuviele zugut.

    LG

    Schutzmann

  18. Egal ob Trainer, Auslandsverwender, Aufsteiger oder Wiedereingliederer, die Leute fehlen temporär auf ihren Dienstposten. Im Gegenzug gibt es meist zahlreiche Beamte die genau auf diesem Posten gerne „Dienstleisten“ würden. ( sicher auch ohne Trennungsgeld, sonstige materielle Zuschläge und der Gewissheit nach der Zeit wieder zurückzugehen ).Da wir aber eine Behörde sind, können kein Leiharbeiter einspringen. Daher könnte man einen gewissen Pool mit Interessierten „Springern“ aufbauen. In der Wirtschaft gibt es solche Gruppen auch. Denn die große Differenz zwischen Ist und ODP gibt es auf allen Dienststellen, Verbände können mittlerweile kaum noch ihre eigenen Aufgaben erfüllen, geschweige denn noch AO-Kräfte stellen.

  19. Es fehlen überall PVB
    Es folgen große Rentenabgänge

    Aber die Einstellungszahlen werden reduziert

    Würde ich so arbeiten – wäre mein Chef unzufrieden mit mir.