Antwortschreiben des Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu dem u.a. Beitrag, der am 28. Oktober 2011 auf unserer Homepage veröffentlicht wurde, gab es ein Anschreiben von Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP, Bezirk Bundespolizei an den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière. Heute erreichte uns das Antwortschreiben das wir euch zur Verfügung stellen.

Antwortschreiben des Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière

Beschäftigte der Bundeswehr sind in der Bundespolizei herzlich willkommen!

Die Bundespolizei leidet schon seit längerem an einem absoluten Personalmangel an allen Ecken und Enden. Auf diesen Umstand hat vor kurzem auch der Präsident der Bundespolizei, Matthias Seeger, im Haushaltsausschuss des Bundestages hingewiesen. Wenn die Bundespolizei weiterhin ihren wirksamen Beitrag zur Bekämpfung von Kriminalität, wie Brandanschlägen auf Bahnanlagen, den Gewaltexzessen am Rande von Großereignissen aber auch unsere Beteiligung an internationalen Polizeimissionen leisten soll, benötigt sie dringend zusätzliches Personal. „Was liegt da näher, als den von den geplanten Standortschließungen betroffenen Beschäftigten der Bundeswehr einen Arbeitsplatz in der Bundespolizei anzubieten“ so Josef Scheuring, Vorsitzender, der GdP – Bezirk Bundespolizei. „Wir können nicht nur ehemalige Soldaten nach einer polizeilichen Ausbildung, sondern auch die gut ausgebildeten Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten in der Bundespolizei zur Erfüllung unserer Aufgaben gut gebrauchen. Sie finden in der Bundespolizei eine sinnvolle und interessante Anschlussverwendung.“ so Scheuring weiter. Die GdP fordert die Bundesregierung auf, die hierfür erforderlichen Entscheidungen zügig zu treffen, um die angespannte Personalsituation in der Bundespolizei dadurch abzumildern.

Artikel zum Ausdruck:
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Presseecho:

Paderzeitung

Focus Online

Deutschlandradio

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6 Kommentare
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  1. schön und gut, ich habe nichts dagegen. -„Aber“- warum dürfen Soldaten zur Bundesolizei und Bundespolizisten nicht zur Landespolizei????????

  2. Na vielleicht werden ja demnächst durch den Sparwahn unserer Bundesregierung mehrere BPOLI geschlossen. Mal sehen ob man dann die Möglichkeit bekommt zur LaPo zu wechseln.

  3. Solange unser eigenes Personal wie Laibeigene durch den Dienstherren gehalten wird, Verwaltungsangestellte ausgebildet werden, die dann das weite suchen, weil ein Hartz4 Empfänger mehr erhält, solange brauchen wir auch kein Personal von der Bundeswehr.

    Als BGS-Standorte aufgelöst wurden hat die Bundeswehr auch nicht „Hier“ gerufen.

    Sorgt erst mal dafür das es uns gut geht, dann könnt ihr Personal von der Bundeswehr holen.

    ROS 52

  4. Ach ja, wie kann es denn sein, daß die Mitarbeiter, deren Standorte aufgelöst werden, mit 55 Jahren oder darunter mit fast voller Rente sowie einer großzügigen Abfindung in den Ruhestand versetzt werden und die Bundespolizeibeamten noch mit über 55 bis 62 Jahren sich Tag und Nacht draußen auf den Strassen usw. mit allem „Pack“ herumschlagen müssen, während die Bundeswehrmänner zwischen 5-7 Jahren früher ohne Abzüge in Rente geschickt werden. Wenn bei uns aufgelöst wurde, wurden wir ohne unser Einverständnis irgendwo in Deutschland hin versetzt und wir mussten sehen, wie wir damit klar kommen. Und die Bundeswehr von denen die meisten nur in der Kompanie im Innendienst oder auf Manöver waren( ich schließe diejenigen, die in Krisengebieten waren, von den anderen Beschäftigten aus), das waren aber die Wenigsten, nun auch noch schön zu Hause einen schönen Lebensabend verbringen dürfen.
    Wir müssen bis 62 jeden Tag beten, daß wir gesund und munter nach jeder Schicht nach Hause kommen und bis 62 gesund bleiben.

    Das ist ja dann wohl ein Witz , was mit den Bundeswehrbeschäftigten auf unsere Kosten gemacht wird.

    Da sieht man mal wieder welchen Stellenwert die Bundeswehr in der Politik hat und welchen die Bundespolizei.

    Wie gesagt, wir gehen unserer Regierung in jeder Hinsicht am A… vorbei.

    Das kann man bei der Bundeswehr oder anderen Behörden nicht sagen.

    Gruß von der Strasse

    der Maulwurf

  5. Vielleicht ist es Dir entgangen, dass die BW um gut 35.000 Mann verkleinert werden soll.
    Wo soll denn das dann überzählige Personal Deiner Meinung nach hin?

    Es ist auch nicht so, dass pauschal alle Soldaten die in aufzulösenden Einheiten/Standorten sind, plötzlich in den Ruhestand versetzt werden. Die große Masse wird (bundesweit) versetzt.

  6. Personal können wir im Vollzugsbereich, wie im Verwaltungsbereich durchaus gebrauchen. Man sollte auch bedenken, daß die Jungs und Mädels von der Y-Bande auch schon eine gewisse Ausbildung mitbringen (Waffen, Führerscheine…). Mit ’ner verkürzten Ausbildung für diese wäre einiges auch bereits eingespart. Wohlgemerkt das Thema hier ist jetzt nicht Beförderungen, Wechsel zur LaPo, Dienststellenschließungen oder Gehaltsstufe. Hier geht’s schlichtweg um einen Arbeitsplatz und die Existenz. Wir sollten nicht anfangen uns gegenseitig die Augen auszukratzen. Das Problem liegt nicht bei Kollegen, egal welcher Institution. Viele Probleme liegen im System Bundespolizei.