Arbeitsbedingungen bei der Bundespolizei in Passau unerträglich

Pressemeldungen:

Gewerkschaft beklagt Arbeitsbedingungen der Passauer Bundespolizei

Passauer Polizei-Not bundesweit angeprangert

Kanal 8

Passau/Hilden: Bei ihrem Besuch des Bundespolizeireviers Passau in der Nachtschicht des 23.11.2011 stellten der Vorsitzende des GdP – Bezirks Bundespolizei Josef Scheuring und der zuständige GdP – Kreisgruppenvorsitzende Gerhard Thamm fest, dass die bereits im Dezember 2010 angeprangerten katastrophalen Arbeitsbedingungen immer noch nicht beseitigt wurden.

So gibt es alarmierende Unterschiede zwischen der Anzahl an Dienststellen laut Organisations- und Dienstpostenplan und dem realen Personalbedarf, der durch die Erweiterungen der Aufgaben stark zugenommen hat. Das Dienstgebäude selbst weist eklatante Mängel auf: Von unzulänglichen Haftzellen, über zu wenige Sanitäreinrichtungen bis hin zu fehlenden Sozialräumen. Sowohl das Bundespolizeipräsidium als auch das Bundesinnenministerium schufen bis heute keinerlei Abhilfe.

Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort zeigten sich gegenüber der GdP von der polizeilichen Führung und der Politik tief enttäuscht. „Es ist eine Schande für unser Land, dass unsere Kolleginnen und Kollegen an dieser wichtigen Polizeidienststelle unter derart unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Da weder das Bundesinnenministerium noch das Bundespolizeipräsidium in Potsdam in der Lage sind akzeptable Arbeitsrahmenbedingungen für die Bundespolizei in Passau herzustellen, fordern wir jetzt den Bundesminister des Inneren, Dr. Hans Peter Friedrich auf, die Sache selbst in die Hand zu nehmen,“ so GdP – Bezirksvorsitzender Josef Scheuring.

Bundesinnenminister Friedrich wird im Februar 2012 die Bundespolizei in Bayern besuchen. Die GdP erwartet von ihm einen Besuch im Bundespolizeireviers Passau und schnelle Entscheidungen für eine sofortige Verbesserung der Arbeitssituation vor Ort.

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Themenbereich: Ausstattung & Ausrüstung | Drucken

13 Kommentare
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  1. Es gibt auflagenstarke Tageszeitungen aus dem Springer-Verlag…Wenn man da vielleicht…?

  2. Wer glaubt denn daran,das sich da etwas ändern wird? Das erzählen die hohen Herrschaften in Berlin doch schon seit Jahren.Nur passiert ist mehr als nichts!Denn selbst die
    „Versprechen“der Frau Bundeshose….haben doch nur eine Halbwertzeit von 2 Stunden.Haltet die Ohren steif Kollegen!

  3. Sozialraum?
    Das ist doch der Raum, wo man zum Dienstbeginn seine Tasche abstellt und zum Dienstschluss wieder abholt.
    Und hofft, dass alles noch drin ist, weil im Laufe des Tages dort die Aufgegriffenen durchlaufen müssen.

    Und nicht mal sowas habt ihr in Passau??

    Ich dachte, das wäre Standardvorschrift für die artgerechte Haltung von Bundespolizisten in einer Inspektion.

  4. Hoffentlich wurde der Besuch „zur Nachtschicht“ dem Inspektionsleiter und wem auch immer noch rechtzeitig vorher angemeldet ;-)

    Im ernst – warum macht der Inspektionsleiter oder der Leiter der Dirkektion nix gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen? Haben die Leiter keine Verantwortung?

  5. Einfach mal die Unfallkasse des Bundes anrufen und die vorhandenen Gefährdungsbeurteilungen prüfen lassen. Nur diese Behörde kann über den Geldbeutel des AL/IL eine schnelle Lösung herbeifuhren!

  6. Mißstände zugeben, das wäre aber gar nicht gut für die Karriere. Erfolgsmeldungen fördern diese nach wie vor.

  7. DIR Präsi, IL, DGL´s das wird wohl Utopie bleiben…Derjenige der wirklich mal Klartext redet wird doch belächelt und in Form gebracht…“Sehr geehrter Kollege, denken Sie wir wissen nicht über die Zustände in unserer Organisation bescheid?
    Sehen Sie mal, wir befinden uns in einer schwierigen Umbruchzeit und da gibt es schon mal kleinere Unzulänglichkeiten.
    Es gib nahezu in allen Bereichen Probleme durch die Anstrengungen bei der Haushaltskonsolidierung.
    Aber damit haben wir alle zu kämpfen.
    Sagen Sie das ihren Leuten, machen sie ihnen Mut oder sind sie mit dieser Aufgabe vielleicht überfordert?“

    Danach stellt keiner mehr ne Frage oder redet deutsch.

    Ja sagen, abducken – reden wenn man gefragt wird…dann klappts auch mit den Sternchen.

  8. Aber wehe dir die Zahl der Illegalen und die der Fahndungstreffer gehen mal etwas zurück, dann wird gleich nachgehakt woran es denn liegt.

    Man brüstet sich gerne mit dem Zahlen die dieses kleine Revier bringt, aber wo tut man etwas für die Koll. die sich in diesem „Stall“ mit den „Gegenüber“ auseinandersetzen müssen.

    Traurig wenn man schon „Wartemarken “ ziehen muss wenns mal auf Toilette geht :(

  9. Hauptsache in Berlin wird ein neues Revier gebaut, obwohl nur 1 S-Bahnstation und 3 Minuten weiter der Hauptbahnhof ist. Aber hier wird ja was zum vorzeigen für Politiker und Führungskräfte BPOL gebraucht.
    Dieses Geld währe in Passau besser angebracht.

  10. Schuld an dieser Misere ist ausschließlich unsere Oberbehörde. Von dort kommt keine Reaktion auf die Bitten, Schreiben, Hilferufe der Direktions- und Inspektionsleitung. Der Umstand ist dort bekannt – interessiert aber anscheinend keinen. Traurig, dass wir durch die Umorganisation eine extrem unbewegliche Behörde geworden sind, der zentralisiert gesteuert wird. Hauptsache die Arbeitsbedingungen in Potsdam sind gut – dort wurden ja auch die Flure geteert.

  11. Antwort für Bematen BPOL vom 26.November 2011
    In Berlin wird kein neues Revier gebaut, jedenfalls nicht in der Friedrichstraße. Auch bei uns sind die Räumlichkeiten unzulänglich, zu klein und zu niedrig.
    Es stinkt nach Frittenfett einer Imbisskette oder nach Reviermarkierungen. Das Schlimme an der Sache ist, es wird sich nichts mehr ändern, sondern nur noch schlechter werden. Aber zumindenst können wir die Wände mit Dankschreiben verschönern.

  12. @Hummel 1. Dezember 2011

    Komisch nur, dass genau für dieses Revier neue Räume in einem noblen Bürohaus gegenüber vom Bahnhof angemietet sind, Gelder für den Umbau bereitgestellt wurden und Materialien (Telefonanlage pp.) bereits beschafft sind. Das der jetzige Zustand nicht haltbar ist, dass sehen wir ja noch ein. Aber warum muss ein Revier kostenintesiv „neu“ aufgebaut werden, wo ein anderes Revier der gleichen Inspektion ca. 5 Minuten und eine S-Bahnstation weiter (Hauptbahnhof) vorhanden und super ausgestattet ist??? Darüber sollte mal nachgedacht werden.

  13. @ Hummel 1. Dezember 2011

    So: Lügen haben kurze Beine. Neue Räume in luxiöser Lage wurden angemietet, werden umgebaut und neu ausgerüstet. Und das war schon lange bekannt. Also bleib bei der Wahrheit!!!!!!!!!!