Unsere Kolleginnen und Kollegen werden hasserfüllt und menschenverachtend angegriffen

Lüneburg/Berlin. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, hat das konsequente Vorgehen der beim Castor-Transport eingesetzten Polizeikräfte verteidigt. Witthaut: „Meine Kolleginnen und Kollegen haben bei ihrem Einschreiten die Verhältnismäßigkeit gewahrt und sich um Deeskalation bemüht. Sie haben allerdings die Aufgabe, den rechtmäßigen Transport der Behälter in das Zwischenlager sicherzustellen. Dabei dürfen und müssen die Beamtinnen und Beamten notfalls körperliche Gewalt anwenden und von ihren polizeilichen Einsatzmitteln Gebrauch machen. Den Transport durch Beschädigungen der Gleisanlagen, Hindernissen oder Sitzblockaden stoppen zu wollen, ist illegal. Wer sich den Aufforderungen der Polizei widersetzt, ist nicht friedlich und gewaltfrei.“

Mehrfach sei die Polizei von gewalttätigen Gruppen der Castor-Gegner massiv angegriffen worden. „Es ist ein schlechter Witz,“ so Witthaut, „wenn die Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, von einem hohen Aggressionspotential der Polizei redet, während meine Kolleginnen und Kollegen mit Steinen, pyrotechnischen Sprengkörpern und Zwillen angegriffen werden.“

Stunde um Stunde arbeiteten die Einsatzkräfte am Rand der körperlichen Erschöpfung, um hunderte Blockierer wohlbehalten von den Gleisen zu tragen. Witthaut: „Die physische und psychische Belastung ist unmenschlich.“ Witthaut rief die Bürgerinitiativen gegen den Castor-Transport auf, sich von den Straftaten gewaltbereiter Gruppen auch öffentlich zu distanzieren, um ihrem eigenen Anliegen nicht zu schaden.

Scharf verurteilte Witthaut die gewaltsamen Ausschreitungen von linksextremistischen Gruppen am Rande einer Demonstration in Berlin, bei der 80 Einsatzkräfte verletzt wurden. Witthaut: „Es ist erschütternd, wie menschenverachtend und hasserfüllt Polizeikräfte angegriffen werden. Wochenende für Wochenende müssen meine Kolleginnen und Kollegen in Einsätzen gegen die Gewalt auf der Straße ihre Haut zu Markte tragen.“

Weiterlesen:

SZ: GdP fordert nach Castor-Transport politisches Nachspiel

Focus: Polizei beklagt beispiellose Gewalt


Castor-Proteste: Polizei beklagt beispiellose Gewalt – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/atomausstieg/castor-proteste-polizei-beklagt-beispiellose-gewalt_aid_688795.html
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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

10 Kommentare
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  1. Witthaut: „Es ist erschütternd, wie menschenverachtend und hasserfüllt Polizeikräfte angegriffen werden. Wochenende für Wochenende müssen meine Kolleginnen und Kollegen in Einsätzen gegen die Gewalt auf der Straße ihre Haut zu Markte tragen.“
    Und wenn dieser Einsatz dann endlich beendet ist, dann melden sich wieder überschlaue Politiker und es gibt die nächsten Nackenschläge.
    Ich wünsche allen Einsatzkräften das sie auch diesen Einsatz gesund überstehen!

  2. http://www.gemeinde-tantow.de kommentiert wie folgt:

    Schlag ins Gesicht der Polizei – oder welches Verhältnis die Grünenchefin zum Staat und seinen Bediensteten hat
    (Tantow/A.M.) Da fiel mir doch fast ein Ei aus der Hose als ich folgende Meldung las:

    „Grünen-Chefin Claudia Roth warf dagegen der Polizei ein „absolut überzogenes“ Vorgehen vor. Der Einsatz sei „ein Anschlag auf die Demokratie“, sagte sie auf dem Bundesparteitag der Grünen in Kiel. Ausdrücklich rechtfertigte sie auch die Blockaden der Castor-Gegner. „Es geht für mich um das Demonstrationsrecht und da gehört die Blockade dazu.“

    Um es vorwegzunehmen: Ich bin gegen Atomkraft, auch die Castortransporte und die aus meiner Sicht ungelöste Endlagerfrage sehe ich kritisch!

    Aber NIEMAND gibt gewaltbereiten Demonstranten das Recht, Polizisten mit Molotow-Cocktails, Steinen, Golfbällen mit Nägeln oder Feuerwerkskörpern zu attakieren, wie es im gleichen oben zitierten Beitrag der Süddeutschen beschrieben ist! Und das sich Anketten an Bahngleise oder das sogenannte Schottern sind einfach nur Straftaten und haben mit der Wahrnehmung des Demonstrationsrechtes nichts, aber auch garnichts zu tun!!! Daher ist es einfach nur Aufgabe der dort eingesetzten Polizisten, die Begehung dieser Straftaten zu beenden und die Täter vor Gericht zu bringen!

    Und wenn sich eine Parteivorsitzende der GRÜNEN dann hinstellt und den Polizeieinsatz pauschal als „Anschlag auf die Demokratie“ verunglimpft, frage zumindest ich mich, ob sie und ihre Partei überhaupt noch auf dem Boden (derselben) Demokratie stehen.

    Vermutlich wäre es die Erfüllung der Träume von Leuten wie Frau Roth, wenn die Polizei künftig mit Wattebäuschchen und Wasserpistolen ausgerüstet würde, damit den Rechtsbrechern ja kein Haar gekrümmt wird! Auch sollte man zum Wegtragen der Demonstranten doch künftig diese bitten, in extra bereitgestellte Sänften zu steigen…

    Also, mit friedlichem und bitteschön auch lautem Protest kann in unserem Lande jeder, auch jeder Polizist gut leben. Aber, was teilweise dort im Wendland an Gewalt gegen Polizeibeamte abgeht, das dürfen Staat und Gesellschaft niemals tolerieren!!! Denn letztendlich rüttelt dies an den Grundfesten unserer Gesellschaft, die friedliche Demonstrationen erst ermöglicht!

    Aus meiner Sicht, sollten Frau Roth und ihre Partei sich sofort für diese unqualifizierten und herabwürdigenden Äusserungen bei den beschimpften Polizeibeamten entschuldigen!!!

  3. Die, die aktive Gewalt gegen Polizeikräfte ausüben, haben eine unglaubliche optische Ähnlichkeit mit allen Chaoten dieser Republik.
    Geht es denen überhaupt um den Castor?
    Geht es nicht vielmehr darum, diesen Anlass als willkommen Gelegenheit zu nutzen um den Staat und sein Gewaltmonopol bewusst herauszufordern?
    Ich denke die, die dort seit Jahren zum „polizeilichen Herbsthappening“ eingesetzt sind kennen die Antwort.

    Das sich dort noch eine Mdb nahezu solidarisch mit den Gewalttätern zeigt halte ich für unerträglich.
    Das zeigt mir wie krank diese Republik mittlerweile ist.
    Wenn man einen Rechtsstaat für erstrebenswert hält,wozu eigentlich ein MdB aufgerufen ist auch dafür Werbung zu machen, kann es nicht sein, dass das Gewaltmonopol zur Disposition steht.
    Ob eine kleine, aber hoch aktive Gruppe sich das Recht herausnimmt ihre Interessen mit aktiver, oder auch passiver Gewalt durchzusetzen ist hochgradig undemokratisch.
    Was fühlen denn jetzt die S-21 Gegner nach der Volksabstimmung?
    Waren ihre Ziele so edel das es sich dafür lohnte Menschen (ja auch in einer Uniform steckt einer) zu verletzten.
    Haben diese Leute etwa die Mehrheit der Bürger repräsentiert?

    Welche moralische Legitimation haben sie für Gewalttaten?
    Vielleicht äußert sich mal jemand der werten Mitleser, die nicht der Polizei angehören dazu?

  4. Nie wieder Brandstreifen in Berlin oder anderswo ??? Ist ja alles ziviler Ungehorsam gell Frau Roth!!!

  5. Moinsens!

    Ja ja, so sind sie halt, unsere lieben Volksvertreter.
    Wo waren denn Frau Roth und ihre lieben Parteimitglieder, als die rot/grüne Regierung in der Bundesrepublik das Sagen hatte. Ich kann mich nicht erinnern, dass die damalige Regierungsbeteiligung der Grünen erhebliche Auswirkungen auf den Ausstieg aus der Kernenergie und dem Stopp der dazugehörigen Castortransporte hatte.
    Jetzt, als Oppositionspartei und weit weg von der stattfindenden Einsatzlage in Gorleben, läßt es sich natürlich wieder wunderschön mit dem Finger auf die zeigen, die den Kopf für die verfehlte Politik der vergangegenen Jahrtzehnte hinhalten dürfen/durften.
    In wiefern sich die besagte Person überhaupt ein eigenes Bild von der Lage in Gorleben/Dannenberg machen konnte, ist mir beim fast zeitgleich stattfindenden Grünenparteitag in Kiel schleierhaft.
    Vielleicht ist Ihr aber auch von teilnehmenden Castorgegnern natürlich ganz objektiv berichtet worden.
    Schade ist, dass unsere Kollegen in der Öffentlichkeit mal wieder massiv verunglimpft werden und aus unserem oberen Hause/von unserem lieben Herrn BMI mal wieder nichts dazu zu hören ist.
    Das macht es aus meiner Sicht nicht wirklich einfacher, sich bei solchen Äußerungen weiter mit aller Kraft für die FDGO einzusetzen und dass u.U. auch noch mit der Ausicht auf die massive Verletzung der eigenen Gesundheit.

    Ich bin froh, dass ich bislang offensichtlich zu den privilegierten Kollegen gehören durfte, die nicht gegen ihren Willen in diese Einsätze geschickt werden.

    Allen eingesetzten Kollen spreche ich hiermit meine Hochachtung aus und wünschen allen verletzten Kollegen eine gute Besserung!!

    Gruß

    AB

  6. Diese Leute habe für mich keinerlei Demokratieverständnis. Sie haben im jahrelangen politischen und bürgerlichem Kampf, den sie zu Recht geführt haben, den Atomausstieg erreicht. Sich nun aber hinzustellen, und den Müll, den wir ja bereits produziert haben, nicht zurück zu nehmen ist asozial. Der Müll gehört hier nach Deutschland. Es ist unser Müll. Und wir können ihn bist zu Klärung der Endlagerfrage nunmal nicht an die nächste Strassenecke stellen. Wir haben die Pflicht, unserern Müll bei uns zu lagern. Es gibt niemanden, der uns das abnimmt. Aber das AUS der Atomenergie ist beschlossen. Warum sind sie immer noch nicht zufrieden??? Ob da in Gorleben nun 100 oder 200 Castoren stehen ist doch wurscht. Wenn nur einer davon aufgeht, ist der GAU eh da. Aber dort werden sie zumindest ständig überwacht. Das ist, wenn sie mal irgendwo verbuddelt sind nicht mehr möglich. Und vielleicht wacht ja in 150 Jahren ein neuer Steven Hawkins auf und hat eine Idee, was mann mit dem Zeug machen kann.

  7. Ich habe die Äußerungen der Frau Roth zur Kenntnis genommen.
    Ich halte diese Äußerungen für absolut realitätsfremd. (Man muss sich wirklich zusammenreißen um nicht ausfallend zu werden.)

    Angesichts der schockierenden Berichte von mir persönlich bekannten Kollegen die „oben“ eingesetzt waren, kann man nur noch von bürgerkriegsähnlichen Zuständen sprechen. Diese Wortwahl habe ich während des Einsatzes etliche Male vernommen. Fast minütlich trafen zeitweise sms bei uns ein.
    Verschiedene Kollegen berichteten unabhängig voneinander was da „oben“ abging.
    Ich habe keine Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Mitteilungen per sms oder der Berichte in vielen persönlichen Gesprächen über Handy:

    Uns erreichten folgende Schilderungen:

    -Kollegen wurden ganz gezielt in den Waldstücken in vorbereitete Fallen gelockt.
    -Brandsätze haben in den Bäumen in Kopfhöhe gehangen
    -Bäume wurden angesägt um sie gezielt auf Fahrzeuge zu stürzen
    -Einem Kollegen sollen brutalst beide Beine gebrochen worden sein
    -Ein weiterer Kollege soll am Boden liegend mehrfach mit einem Hammer
    geschlagen worden sein
    -Präparierte Weihnachtskugeln wurden als Wurfgeschosse umgebaut
    -Mit Nägeln und Schrauben präparierte Wurfgeschosse wurden eingesetzt
    -Es wurde in Kreisen der Straftäter gezielt dazu aufgerufen „Polizisten zu töten“
    -Brennbare Substanzen, die so heiss brennen, dass man kaum eine Chance hat ohne
    erhebliche Verletzungen davonzukommen, sollte man von diesen getroffen werden,
    kamen zum Einsatz
    -Wurfgeschosse welche Säure beinhalten kamen zum Einsatz

    Diese Auflistung kann sicherlich noch um viele Erlebnisse ergänzt werden.

    Es war sehr schwer für uns zu ertragen, dass Kollegen (zum Teil befreundete Kollegen) mit solchen Dingen über 20 und mehr Stunden ununterbrochen konfrontiert waren, während wir nur zwei Stunden entfernt in Duderstadt die „Eier schaukelten“ und gerne geholfen hätten!

    Man teilte der Führung vor Ort mit, dass man nach etlichen Stunden nun einmal rausgelöst werden wollte. Abgelehnt.

    Mein ZF hatte uns zigmal angeboten. Es wurde abgelehnt.
    Wir haben mit bekannten und befreundeten Führungskräften vor Ort etliche Male telefoniert. Vertreter beider Gewerkschaften, welche ebenfalls vor Ort waren, wurden angerufen. Die Situation wurde geschildert.Auch von deren Seite wurde unsere Bereitschaft zu helfen weitergegeben.

    Man hat uns dann lieber nach drei Tagen am Sonntag nach Hause geschickt.

    Wenn man dann aus dem Einsatz entlassen wird und nach Hause fährt-dann aber auf der gegenüberliegenden Richtungsfahrbahn der BAB neue Einsatzkräfte von Land und Bund anreisen, versteht man die Welt nicht mehr.

    Natürlich ging und geht es den angereisten Gewalttätern nicht um die Sache selbst. Diese Straftäter hatten nur eines im Sinn: Sie wollten den 1 Mai und die Hamburger Schanze nach Gorleben und Dannenberg tragen. Sie wollten gezielt unsere Kollegen angreifen und diese auch gezielt (mindestens) verletzen.

    Der überwiegende Teil der Demonstranten war sicherlich friedlich. Auch spreche ich hier nicht über die Aktivisten, welche sich auf Gleise setzen oder Pyramiden bauen, etc. (ohne dies hier moralisch und juristisch bewerten zu wollen)Darum geht es hier im Augenblick auch gar nicht.
    Hier geht es um die sehr passende Überschrift:

    „Unsere Kolleginnen und Kollegen werden hasserfüllt und menschenverachtend angegriffen“

    Hier geht es um einige 100 zu allem bereite Straftäter die man angesichts der o.g. Schilderungen der Kollegen, durchaus mit Terroristen vergleichen könnte.

    Ich bin absolut konform mit dem Kollegen Witthaut dass diese Ereignisse ein politisches Nachspiel haben müssen. Die Politik und nicht wir sind auf einigen Augen blind was den Extremismus in diesem Land angeht.

    Auch bleibt abzuwarten, wie die Justiz auf diese unsäglichen Gewaltakte reagieren wird, sollte man dieser Straftäter habhaft werden.

    Zu Frau Roth und ihresgleichen:
    Es wäre sicherlich angebracht, wenn die GdP diese Frau Roth einmal aufsuchen und mit der Realität konfrontieren würde. Auch sollte die Frau Roth ihre nun wirklich schwachsinnigen Äußerungen einmal rechtfertigen müssen. Sie hat ja auch die Gelegenheit einmal mit den verletzten Kollegen zu sprechen. (Obwohl ich glaube dass kaum noch jemand mit ihr sprechen möchte, nachdem was diese Dame von sich gegeben hat)

    Ich wünsche allen verletzten Kollegen baldige Genesung.

  8. Wenn Frau Roth die Blockade als legitimes Mittel der Demonstration ansieht, dann frage ich mich, was sie sagt, wenn die rechten Dummnasen bei nächster Gelegenheit die Zentrale der Grünen demonstrativ blockieren.
    Die verklärte Damen würde dann auf die notfalls zwangsweise Räumung durch die Polizei bestehen!!!

    Nehmt die Worte der Frau Roth nicht zu ernst, sie ist eine Politikerin!!!

    Wechler Politiker steht denn noch im realen Leben?

  9. Frau Roth sollte mal die verletzen PVB besuchen… die Bilder der BeSi betrachten, die bei schlimmsten Angriffen dabei waren… die Einsatzberichte über das Bewerfen und die Angriffe gegen PVB lesen… ich glaube, dass sie nichts dafür kann… die ist einfach so naiv und denkt, dass die anderen Demonstranten sich genauso wie sie hinsetzen und lustige Lieder singen… kein Polizist der Welt (außer Sergeant Pike) geht da mit Gewalt gegen vor… Polizeigewalt geht gegen die, die uns angreifen, die meine / unsere Gesundheit – sogar unser Leben – gefährden… nur hat die Roth da keine Ahnung von, was da mit Gegner der Kat ROT abgeht… sie denkt, das ist SPD…

    @ gdp: berietet ihr eine Info Mappe, was da los war… vielleicht hält sie sich dann mal mit den unqualifizierten Beiträgen zurück!

  10. Frau Roth – sie tut mir leid!

    Schaut sie Euch doch mal an!!!

    Ist doch mit sich selbst überfordert!

    Fredy