GdP-Vertreter im Gespräch mit Castor-Einsatzleitung

Hannover/Lüneburg, Die GdP hat sich am Abend des 25. November bei der Polizeiführung über die Einsatzsituation des Castortransportes informiert und ausgetauscht. Lüneburgs Polizeipräsident Friedrich Niehörster gab zusammen mit Polizeivizepräsident und Einsatzleiter Matthias Oltersdorf bereitwillig Auskunft zu allen Fragen.
Neben dem niedersächsischen GdP-Landesvorsitzenden Dietmar Schilff und dem stellvertretenden GdP-Bundesvorsitzenden Jörg Radek nahmen an dem Austausch in der Lüneburger Polizeidirektion „Auf der Hude“ noch Martin Hellweg (Vorsitzender des Polizeihauptpersonalrates Niedersachsen), Judith Hausknecht (GdP Bundespolizei) und Christian Hoffmann (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit GdP Niedersachsen) teil.

GdP und PHPR bei Einsatzleitung in der PD Lüneburg (v.l.): Judith Hausknecht, Jörg Radek, Dietmar Schilff, PP Friedrich Niehörster, Einsatzleiter Matthias Oltersdorf, Martin Hellweg (Foto: Christian Hoffmann)

In dem offenen und angenehmen Gespräch war man sich in der Einschätzung einig, dass für die Polizei kein Spielraum bei der Begleitung des Castortranportes vorhanden ist, da sich dies zwingend aus den Vorgaben der Politik ergibt. Dennoch betrachteten Gewerkschafter und Polizeiführung die Anliegen der friedlichen Demonstranten gleichermaßen als vollkommen nachvollziehbar. Angesprochen wurde seitens der Gewerkschafter auch die von der niedersächsischen Landesregierung intransparente und verwirrende Kommunikation um eine mögliche erhöhte Strahlenbelastung. „Hier stehen wir in der Verantwortung für unsere Kolleginnen und Kollegen und werden in dieser Frage auch weiterhin auf nachvollziehbare Auskunft pochen. Antworten auf unsere Briefe an Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident McAllister stehen noch aus“, so der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek und der Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

Die GdP-Vertreter brachten zudem zum Ausdruck, dass aus ihrer Sicht offensichtlich alles mögliche getan worden ist, um die negativen Vorkommnisse des Jahres 2010 bei Ver- und Entsorgung sowie bei überlangen Einsatzzeiten nicht wieder eintreten zu lassen. Der tatsächliche Einsatzverlauf sei nach übereinstimmender Einschätzung aber letztlich von der Intensität und dem Ausmaß gewaltbereiter Protestaktionen abhängig. Jörg Radek, Martin Hellweg und Dietmar Schilff einerseits sowie die Einsatzleitung andererseits vereinbarten überdies, während des Einsatzes auch telefonisch in Kontakt zu bleiben, um sich gegenseitig weiter zu informieren.

Die Gewerkschafter – während des gesamten Castoreinsatzes vor Ort – machten abschließend deutlich: „Dieser Einsatz ist wieder einmal schwierig und anstrengend. Darum sprechen wir schon jetzt allen Kolleginnen und Kollegen in den Einheiten, im Führungsstab und allen Beschäftigten in der Versorgung unseren Respekt aus und hoffen auf einen friedlichen Einsatzverlauf“, betonten Jörg Radek, Martin Hellweg und Dietmar Schilff .

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken