Gescheiterter Feldversuch mit Körperscannern

Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei macht die Position der Gewerkschaft zum Feldversuch mit Körperscannern noch einmal deutlich

Das Experiment „Test von Körperscannern unter Realbedingungen“ ist in Deutschland vorerst Geschichte. Die beiden Testgeräte L-3 Provision ATD wurden am 11. September 2011 aus dem Passagierkontrollbereich des Hamburger Flughafens gerollt. Das eher unrühmliche Ende eines zehnmonatigen Feldversuchs.

Die Testergebnisse waren alles andere als überzeugend. Von den drei Prämissen, die die Körperscanner erfüllen sollten, wurden nur zwei, der Datenschutz und die gesundheitliche Unbedenklichkeit, erreicht. Ausgerechnet beim geforderten Sicherheits- und Komfortgewinn (zuverlässige und schnellere Kontrolle) aber fielen die Geräte komplett durch. Eine Vielzahl von Fehlalarmen brachte dem Kontrollpersonal Mehrarbeit statt Mehrwert. Derzeit fehle die Einsatzreife für einen flächendeckenden Einsatz oder einen erneuten Feldversuch, bilanzierte das Bundesinnenministerium. . . (Weiter zum ganzen Artikel)

Quelle: Online Portal „Sicherheit.info“

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Themenbereich: Ausstattung & Ausrüstung | Drucken

1 Kommentar
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  1. Mich wundern die Testergebnisse nicht. Natürlich kann eine Maschine jede einzelne Fähigkeit des Menschen hundertfach besser imitieren, aber ein „Bauchgefühl“, das man nun einmal nicht programmieren kann, macht ja gerade den Wert einer Person aus. Technik mag den Menschen ergänzen, aber nie ersetzen. Aber für diese Erkenntnis hätte man nur einmal auf die Praktiker hören brauchen, die jeden Tag…ach ja, ich vergaß: die haben ja nur die Froschperspektive…