Interessenvertretungen der BPOL besichtigen Castor-Einsatzunterkünfte

Am 10.11.2011 besichtigten Waltraud March (Gleichstellungsbeauftragte beim BPOLP), Holger Jungbluth (GPR Vorsitzender Direktion Bad Bramstedt und Castor-Sachbearbeiter im Bezrikspersonalrat) und Martin Schilff (Vorsitzender des Bezirkspersonalrates und Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der GdP Bundespolizei) gemeinsam mit der zuständigen Abteilungsleitung des Bundespolizeipräsidiums Castor-Einsatzunterkünfte und ließen sich in der Lüneburger Schlieffen-Kaseren die Planungen für die Versorgung und Entsorgung der Einsatzkräfte erläutern.

Durch frühzeitige Planung konnten die Versorgungsverantwortlichen erreichen, dass die Unterbringung weiter entzerrt wurde und der Leitfaden 150 für die Unterbringung und Versorgung im Einsatz in allen Bereichen erfüllt wird. Auf Unterbringung in Kasernen der Bundeswehr wird in diesem Jahr verzichtet.

Die vom BPOLP angeordnete Erhöhung des Verpflegungssatzes für den Einsatzzeitraum wird gewährleisten, dass der hervorragende Verpflegungsstandard der letzten Jahre auch in diesem Jahr sowohl in den Unterkünften gehalten und vor Ort im Einsatzraum sogar verbessert werden kann.

Die Anregungen der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei und der BPOL-Gleichstellungsbeauftragten nach dem letzten Castoreinsatz auf Verbesserung bei den Entsorgungsmöglichkeiten werden dankenswerterweise aufgenommen und ein für alle akzeptables Entsorgungskonzept wird bis zum Einsatz in Kraft gesetzt. Menschenunwürdige Situationen, die beim letzten Castoreinsatz im Wendland zu der Skulptur „Pinkelnde Petra“ führten, sollen unter allen Umständen vermieden werden!

Es ist festzustellen, dass die Planer der Direktion Bereitschaftspolizei und der zuständigen Abteilung des BPOLP in der Vorbereitung unter dem Motto „Geht nicht-gibt´s nicht (außer Fingerhandschuh über Fausthandschuh)“ einen sehr guten Job gemacht haben. Es ist zu hoffen, dass deshalb keine Beanstandungen in diesem Bereich notwendig werden.

Vorstandsmitglier der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei werden wie jedes Jahr  vom Grenzübertritt nach Deutschland bis hin zum Abliefern der Behälter im Gorlebener Zwischenlager im Einsatzraum sein und die Einsatzkräfte betreuen. Zudem hat die Direktionsgruppe Bereitschaftspolizei der GdP Bezirk Bundespolizei sowie der Gesamtpersonarat der Direktion Bereitschaftspolizei eine Anlaufstelle in der Schlieffen-Kaseren und ist rund um die Uhr unter 01525/6102416 oder 01520/1589850 erreichbar!

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

9 Kommentare
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  1. …ja läuft super! der ea versorgung hat solange gewartet in hessen, rlp und dem saarland mit der buchung von hotels bis es fast keine zimmer mehr gab, weil die lapo rechtzeitig für ihre kräfte gebucht hat. jetzt werden vermutlich wieder hotels im bereich 4 bis 5 sterne gebucht. die einsatzkräfte wird es freuen, aber den steuerzahler nicht. …sind wir nicht selber auch alle steuerzahler?? ; wir freuen uns ; endlich wieder ein castor einsatz!!?!!

  2. Na ick freu ma auch.. Schlaf wohl in nem Container, neben einem Sportplatz/Hubschrauberlandeplatz. Und die Sanitärcontainer werden mit irgendwelchen Generatoren betrieben. Man hat uns in einem Infoschreiben mitgeteilt, dass wir Ohrenstöpsel mitnehmen sollten…Geilo

  3. Ich weiß gar nicht mein wievielter Castor das ist.Ich war von Gorleben bis runter nach Göttingen im Einsatz.Ich habe in der letzten Stube der Scliefenkaserne geschlafen aber auch schon 6 Wochen im Hotel mit AI.
    Ich weiß gar nicht das hier kurz vorm Tag X die o.G.aufkreuzen und sich ins Licht rücken.
    Fest steht das der Castor jedes Jahr neu erfunden wird.

  4. Planungen für die Versorgung und Entsorgung der Einsatzkräfte erläutern.
    Wenn alle Einsatzkräfte verstrahlt sind werden sie also entsorgt oder was soll man darunter verstehen?
    Bitte nicht so ernst nehmen!!!

  5. In Uelzen im Containerdorf habe ich keinen von Ihnen gesehen. Da wäre es nötig!!!
    Die Container werden in der heißen Phase mit 3 PVB belegt sein und wenn eine Frau darunter ist heißt das für die rd. 60 Männer, das sie 3 Duschen, 3 Toiletten und 3 Waschbecken zur Verfügung haben. DANKE EA Versorgung

  6. Lieber quer,lieber Goethe, lieber 222, liebe KollegInnen!
    Der CA 14 ist der 6 Castoreinsatz im Wendland den ich als GdP-Betreuer mitmache. vorher war ich an 6 Castortransporten als Einsatzkraft beteiligt und kenne Gorleben und Umgebung bereits aus Zeiten wie Republik Freies Wendland, Tanz auf dem Vulkan und 1003! Ich war bei diesen Einsätzen und Betreuungsaufenthalten in Sporthallen, Fachschullehrräumen, Containern, Buschuunterkünften und im Wohnmobil untergebracht und denke ich weiß deshalb wovon ich rede.
    Wir haben seitens der GdP, Bezirk Bundespoliziei gemeinsam mit dem Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei jahrelang um Standards bei planbaren Einsätzen gekämpft und letztendlich durch Einführung des Leitfaden 150 Erfolg gehabt! Das diese Standards eingehalten werden, dafür bemühen wir uns jedes Jahr für die Einsatzkräfte zu sorgen! Dabei gab es in zurückliegender Zeit immer wieder mal Punkte, die auch durch unser ständiges „Fingerindiewundelegen“ abgebaut wurden. Das reichte von Legionellen in nicht mehr genutzten Unterkünfte, Formaldehyd in Containern, Diensthundunterbringung gemeinsam in Stuben mit Einsatzkräften bis zu vollge… Matratzen in BW-Feldlagern!
    Heutzutage ist vieles für die Einsatzkräfte selbstverständlich und soll es auch sein! Sicherlich wird es auch in diesem Jahr die ein oder andere Beanstandung geben, die vielleicht sogar noch vor oder während des Einsatzes behoben werden kann. Dafür werden wir wieder bei euch sein-zu ungünstigen Zeiten und an unmöglichen Orten! Wenn es Probleme gibt, meldet euch!
    Glück auf,
    Martin

  7. Mal ne Frage: Wer kümmert sich denn um die Kollegen des Einzeldienst 50+ welche sich den alten grünen MZA, eine 20 Jahre alten Helm, gebrauchte KSA anziehen dürfen und in dieser Zeit Fußballeinsätze, Demos u.s.w. in 12 Stunden Schichten leisten müssen? Das ohne Einsatzverpflegung und ohne den „Komfort“ von der GdP begleitet zu werden. Ich schätze mal, dass interessiert niemanden!!!!

  8. @ älterer Beamter

    1. MZA grün ist immer noch der Einsatzanzuge des Einzeldienst.
    2. Wer seinen Helm nicht getauscht hat ist selbst dafür verantwortlich.
    3. Fußballeinsätze und Demos gehören zu deinem Job, aber den machen ja sonst die Verbände für dich.
    4. Sei froh, dass es nur 12 Stundenschichten sind. Fußball ist in der Regel ein 16 Stunden Job.
    5. keine Einsatzverpflegung – dafü bist du im Einzeldienst.

    Du kannst dich aber gerne zum Castor-Einsatz melden. Mit den Begleiterscheinungen.
    1. 10 Tage von Zuhause weg
    2. Schlafen im Container mit 3 PVB
    3. 14-16 Stundenschichten
    4. 3 Duschen für 50 PVB
    5. Anfeindungen vom pol.Gegenüber

    Dafür bekommst du dann Einsatzverpflegung.
    Aber das willst du doch nicht wirklich, oder?

    Glück auf und frohes schaffen.

  9. @Eintrag von junger Beamter am 17.November 2011

    Zu Deiner Info:

    – mit 50+ Jahre noch zum Castor? Tut mir leid, überlege
    Deine Äußerung
    – MZA Grün ist o.k. Aber nicht wenn 15 Jahre alt, zu
    klein und kann nicht getauscht werden
    – 30 KSA nicht Personengebunden für alle Beamte
    – Helm darf/kann nicht getauscht werden, da schriftlich
    bekannt gegeben, keine Geld für neue Helme im Einzel-
    dienst
    – keine Ausbildung im Verbandsdienst und trotzdem
    eingesetzt! Fürsorgepflicht?? Aber wahrscheinlich
    kannst Du alles: Grenze, Flughafen, Bahn
    – Zu den 12 Stunden Einsätzen kommen noch teilweise bis
    zu 2 Stunden um die Dienststellen zu erreichen
    – komisch, die Kollegen der Landespolizei die im
    gleichen Zeitraum mit uns den Streckenschutz machen
    bekommen Einsatzverpflegung. Und die kommen auch aus
    dem Einzeldienst
    – Meldung zum Castor nicht möglich, da zu alt
    – Anfeindung des polizeilichen Gegenüber: Das ist
    Dein Job!! Und wir haben das jeden Tag zur genüge.
    – Einsatzverpflegung nehme ich gern, wenn es die von
    der LAPO bei uns ist. Ganz super, frisch und
    ausgewogen. Immer noch besser als daneben zu stehen
    und mitleidig angelächelt zu werden.

    Also rede doch bitte nicht von Sachen, von denen Du nichts verstehst. Du greifst damit jeden Beamten im Einzeldienst an, der unter unmöglichen Umständen die nächsten Wochen Dienst machen muss. Und bei den Beamten sind viele 50 + an Jahre und seit 25 Jahre im Schichtdienst!!!